Digicam kontra Frost

  • Liebe Fotofreunde,


    die bei der Digiskopie verwendeten Digitalkameras sind leider nur bis 0 Grad Celsius Außentemperatur einsetzbar. Ich habe bei strengem Frost einen Wasserfall fotografiert – nach 1 Aufnahme ging die Kamera aus. Will damit sagen, daß die Digi im Winter nur sehr eingeschränkt verwendbar ist.


    Kennt jemand Hilfsmittel oder hat Tips, womit die Digicam bei Frost länger durchhält?


    Danke für Hinweise im voraus –


    herzliche Grüße an die Gemeinde.


    Peter aus dem Erzgebirge

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  • Hallo Peter,


    ich hab zwar gerade erst angefangen mit unserem Hobby, aber eine elektrotechnische Ausbildung.
    Ich denke das Problem ist der Akku, der bei so niedrigen Temperaturen einfach schlapp macht.
    Ich kenn das von meinem alten Notebook. Ein voll geladener Li-Ione-Akku 2 Stunden im Rücksack bei -5 Grad
    endete mit einem irreparablen Totalausfall des Akkus. Das Notebook sprang nur kurz an und blieb danach stumm.


    Ein Isomatte oder so um die Kamera könnte den Eintritt des Problems verlangsamen, aber andererseits Probleme mit Tau in der Kamera und in der Optik ergeben. Vielleicht kann man deine Kamera(s) irgendwie per Kabel mit Strom versorgen, und den so "ausgelagerten" Akku schön warm einpacken, eventuell mit einer kleinen elektrischen Heizung. Woher nehmen? Es gibt Heizungen für Auto-Außenspiegel, die werden von innen hinter den Spiegel geklebt. Sowas auf den Akkupack geschnallt dürfte bei entsprechender Isolation genügen. Aber unbedingt eine Temperaturregelung vorsehen, denn ohne gibt es keine Grenze für die Aufheizung, und das kann bis zum Brand gehen. Lithium brennt super...
    Ich weiß es nicht aber vielleicht hat so eine Spiegelheizung die erforderliche Temperaturregelung schon eingebaut. Im einfachsten Fall ist es ein unauffälliger temperaturabhängiger Widerstand in der Zuleitung der bei zu hoher Temperatur den Stromfluss bremst und so die Heizleistung drosselt.


    Klare, aber nicht zu kalte Nächte


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 70/350 Meade ETX-70
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x)

    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Peter,
    dürfte an den Akkus gelegen haben.
    Bei unzähligen und ganztägigen Winterbergtouren mit Digitalkamera (Nikon Coolpix 990, also ein Oldie) nie grundsätzliche Probleme gehabt. Da passen (zum Glück) ganz normale Mignon-Zellen rein. Die machen bei starker Kälte schneller schlapp. Also vorher aufladen und Ersatz mitnehmen. Auch bei einem Biwak bei stramm unter Null Grad, da kühlte die Kamera definitiv fett ab.
    Ich würde - entsprechend dem Vorschlag von Detlev - mit zusätzlicher externer Versorgung arbeiten. Mignon-Akkus in üblichen Batteriehalterungen. Wenn die ein bißchen isoliert eingepackt sind, isses kein Fehler.
    Viele Grüße,
    Andreas


    - Testosterone never get`s frozen ...

  • Hallo Peter,


    noch eine Idee von mir: Handwärmer! Es gibt Handwärmer in Form eines kleinen Kissens, gefüllt mit irgendeinem Salz (glaub ich). Mit einem "Knackfrosch" drin wird eine Reaktion angestoßen die das Kissen warm werden lässt.
    Hinterher müssen diese Kissen gekocht werden um die Reaktion umzukehren.


    Sowas wäre doch ideal. Eine Wärmequelle die deiner Hand nicht schadet kann einen Akku nicht gefährden. Keinerlei Regelung erforderlich, und wenn man das Ding am Akku vergisst wird der Akku nicht aus versehen leergesaugt.


    Klare Nächte
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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