Suche neues Teleskop aber welches???

  • Hallo bin neu hier, und such auch was neues , hab mich auch schon ein wenig auf ein Dobson eingeschossen, jedoch hätte ich gern eine Goto Steuerung. Sywatcher Dobson Skyliner Flextube. Könnt ihr mir in Richtung Dobson etwas empfehlen. Hab mir vor wochen neue Okkulare von Skywatcher (Wide Angle 20mm,9mm,6mm)gekauft die haben das alte Teleskop(Omegon 114/900) ein wenig verbessert aber ich würde gern mehr sehen :-) ..Oder soll ich mir doch etwas mit Montierung kaufen. Einige hier scheinen ja auf das Skywatcher HEQ5 zu schwören. Kurz gesagt will ich Planeten und Deep Sky objekte beobachten und lange un viel Spaß am neuen teleskop haben.
    Könnt ihr mir das etwas empfehlen?! Aber bitte keine Geräte die mehr als 1000 Euro kosten :blink:
    Danke!

  • danke für den Tip, sagt mal macht es von der Atmosphäre nochmal viel aus wenn man ein 2 zoll Okulare benutzt oder reichen die kleineren. Was könnt ihr dazu noch empfehlen.

  • Hallo Orion,


    das 2" Okular brauchst Du nur für die längste Brennweite, also zwischen 30 und 40mm (Okular). Damit sucht und findet man die Objekte und verwendet es für große Objekte am Himmel. Alle anderen können auch die Steckfassung von 1-1/4" haben. Wichtig ist das sGF, das scheinbare Gesichtsfeld. Fast alle 1-1/4" Okulare um die 30mm haben da etwa 50 Grad, ein 2" Erfle z.B. hat schon 65 Grad und ein Nagler/Ethos sogar 82 bis 100 Grad. Das macht das Aufsuchen von Objekten einfacher. Allerdings braucht man dazu auch einen guten und dunklen Himmel. Diese Okulare hellen den Himmel auch etwas auf und bei lichtschwachen Objekten fährt man (am Anfang) auch gerne mal vorbei..

  • Hallo, gestatten Faber,


    ich dachte, ich eröffne keinen neuen Thread, weil der hier passt. Ich bin Anfänger, habe seit Jahren ein Tchibo Teleskop, mit dem ich einmal den Saturn mit erkennbarem Ring gefunden habe, wenn auch sehr, sehr klein - neben dem Mond mein bisheriger Höhepunkt. Jetzt will ich endlich mehr sehen, wir ziehen auch bald aufs Land, wo weniger Lichtverschmutzung ist. Nach Informationen im Internet habe ich für mich ein 8 Zoll Skywatcher Skyliner als passend gefunden: Man sieht wohl schon viel, wenn mehr draus wird, lohnt sich ein Upgrade auf 12 Zoll (dann ein echter Schritt). Brennweite 1000 oder 1200, also f5 oder f6, wenn ich das richtig verstanden habe, ist mir nicht so wichtig. Da geht es wie ich es verstanden habe um Feinheiten. 1000 Skywatcher Skyliner findet man allerdings kaum, fast alles sind 1200 Brennweite.


    Meine Frage: In einem Angebot, 200/1000, war der Tubus anders montiert, die Räder waren sichtbar, und auch der Fuß der Rockerbox sieht anders aus. Da ich die Rechte an dem Angebotsbild nicht besitze, gebe ich mal den Link an:


    http://www.ebay.de/itm/SKY-WATCHER-SKYLINER-200-1000-P-CLASSIC-DOBSON-/161198909381?pt=DE_Foto_Camcorder_Teleskope&hash=item25883427c5


    im Vergleich zu z.B.:


    http://www.teleskop-spezialist…bson-200-1200mm::358.html


    Der Preis soll natürlich wegen der 20 Euro nicht entscheiden, daher: Gibt es Vorteile bzw. Nachteile der Montierungen, ist Nachführen etc. unterschiedlich handhabbar? Ist der Tubus (abgesehen von der anderen Brennweite) vergleichbar? Handelt es sich bei der Montierung um ein veraltetes Modell, oder ist die Montierung gar zu empfehlen?


    Vielen Dank schon für Eure Antworten!

  • Lieber faber,


    das Qualitätsniveau all dieser preisgünstigen Dobson-Tleskope ist vergelicbar und mittelgut, druchaus verwendbar. Wenn ich die Wahl hätte würde ich f/6 nehmen, also 1200 mm Brennweite. Der Einblick liegt etwas höher, was günstiger ist: Von einem Schemel aus kann man gut beobachten. Die Bildgüte ist in einfachen, presigünstigen Okularen merklich besser.

  • Hallo Faber,


    visuell ist ein 1200mm Dobson mit f:6 besser als ein f:5 Dobson. Der Unterschied in der Vergrößerung ist es nicht, was ihn ausmacht. Es sind die Okulare! Bei f:5 brauchst Du wesentlich bessere Okulare als bei f:6. Das auszuführen würde jetzt am Anfang zu weit führen. Ein f:6 Gerät ist gutmütiger was Kollimation und Okulare anbelangt.
    1. f:6 muß man seltener kollimieren
    2. f:6 kommt auch mit einfacheren Okularen zurecht, was sich am Geldbeutel stark bemerkbar macht.


    Schau dir auch man die Galaxy Dobsons (die roten) von ICS an. Die sind sehr gut. Ich selbst habe einen Galaxy f:6/1200.
    www.intercon-spacetec.de

  • Hallo Piu58, hallo Winfried,


    vielen Dank für Eure schnellen Antworten, die klar zum f:6 tendieren. Den Ebay-Händler mit dem angebotenen f:5 hatte ich kontaktiert, woraufhin er erst das Bild und den Produktnamen ersetzt hat (was den Händler für mich disqualifiziert. Ich hätte aber sowieso nicht gerne über Ebay bestellt ) - auch seines ist ein f:6. Die Montierung oder Rockerbox scheint Euren Antworten nach nicht entscheidend zu sein, eher der Tubus. Ich selbst habe vorher zum f:5 tendiert, nicht zuletzt da der Tubus eben in meinen Kofferraum, das Auto ist ein großer Franzose, aber kein Kleinvan, passt, der f:6 nicht mehr. Auf der Rückbank sind noch mindestens die nächsten drei Jahre mindestens zwei klobige Kindersitze, die ich trotz Isofix möglichst wenig aus- und einbauen möchte. Danke, Winfried, für den Link zu dem Galaxy - das Skywatcher schaut für mich spaciger aus, wohl was typisch Anfängerhaftes, wie jemand, der sich ein Auto nach der Farbe aussucht, oder weil ich ein Kind der 80er bin. Zu allem kommt, dass mir ein offenbar selten benutztes 8'' f:5 (wie auf der ersten, mittlerweile durch den Händler ersetzten Abbildung) angeboten wurde, in Abholentfernung für unter 200 Euro, so dass ich sehr zu dem tendiere - um die gesparten knapp 200 Euro in bessere Okulare zu investieren, die auch in einem 12'' (so es mal kommt) angemessen sind - das dann mit Sicherheit auch f:5 oder noch schneller sein wird. Ich melde mich dann noch einmal, wenn ich mein Teleskop habe.


    Jetzt bereits noch einmal danke für Eure Hilfe, Piu58 und Winfried, und viele Grüße


    Faber

  • Hallo Faber,


    also meiner Meinung nach ist der Unterschied zwischen f/5 und f/6 nicht soo entscheidend. Klar, es gilt die Standardthese, dass preisgünstige Okulare an f/6 besser zum Bildrand hin abbilden, man kann also getrost hier auch mit Plössl anfangen und als Weitwinkel die ersten Erfle anschaffen. Genau darum geht es aber am Dobson, man möchte möglichst viel Feld haben um nicht so oft nachführen zu müssen (nennt man oft und gerne schubsen, ist aber das falsche Bild, was hier vermittelt wird, es wird nicht geschubst, sondern ganz sachte nachgeschoben). Also wenn Dobson, dann sollten die Okulare auch bei 65° scheinbares Gesichtsfeld aufwärts angeschafft werden, ausnähmlich nenne ich mal die HR Planetary, die zwar 'nur' 60° scheinbares Gesichtsfeld mitbringen, aber auch an schnellen Systemen ihren Dienst gut tun.


    Also, wenn denn alles mit Deinem genannten Dobson in Ordnung ist, spräche meinem Dünken nach nichts dagegen, den gebrauchten f/5 zu nehmen, damit findets sich nochmal leichter, wenn man dann am Übersichtsokular nicht jeden Euro spart.

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Wenn es einen solch wichtigen Grund gibt wie den Transport im Kofferraum, dann kannst du auch f/5 nehmen. Nur wenn die Wahl völlig frei wäre - dafür galt meine Einschätzung. Ich selbst arbeite mit f/4,5 – geht auch.


    Wenn du nichts Gebrauchtes suchts, gibt es keinen Grund, bei E-Bay zu kaufen. Die Händler direkt haben auch keine anderen Preise, du kannst dort anrufen, jede Art von Abwicklung ist einfacher.

  • Hallo piu58, Winfried, raziel28,


    ich möchte jetzt nach 2 Monaten endlich rückmelden: Ich habe das f:5 Skywatcher genommen und mittlerweile abgeholt, zwar noch nicht so viel durchgesehen, aber absolut zufrieden damit. Die Okulare, die dabei waren, tun es fürs erste, ich tendiere derzeit lediglich noch zu einem Nagler 5 mm. Für die kleineren Vergrößerungen und zum Suchen reichen mir (momentan) die Okulare, die dabei sind. Einen Mondatlas will ich mir noch zulegen: moonscout, Reiseatlas Mond, oder beide, oder ist noch ein anderer für Einsteiger empfehlenswert?


    Ich bleib dran am Okular ;]


    Grüße, Faber

  • > Einen Mondatlas will ich mir noch zulegen: moonscout, Reiseatlas Mond, oder beide, oder ist noch ein anderer für Einsteiger empfehlenswert?


    Rükl, unbedingt erste Wahl. Der ist gezeichnet und zeigt alles vile klarer als ein fotografischer Atlas, der ja immer nur eine Lichtsituation wiedergibt. Hier eine Rezension der letzten Auflage (den Atlas gibt's schon bald 40 Jahre).

  • Hallo,


    wie Uwe, ABSOLUT den Rückl. Den habe ich seit über 10 Jahren und kein anderes Werk kommt an dieses Buch heran.
    Dazu habe ich noch 2 fotografische Mondatlanten, einer aus Malaysia in Englisch. Den gab es mal bei intercon Spacetec. Aber der ist nur zum Vergleichen mit dem gesehenen, weniger zum Suchen. Da bevorzuge ich den Rückl

  • Danke wieder für Eure schnellen, eindeutigen und sehr hilfreichen Antworten! Damit ist die Sache wohl geritzt, morgen fahren wir für zwei Wochen weg, danach werde ich den Rükl und das Nagler 5mm bestellen.


    Zum 5 mm - das sollte 200fach vergrößern und eine Austrittspupille von 1mm haben bei meinem 8" f:5. Nach dem, was ich mir im Forum und darüber hinaus so angelesen habe, gut und sinnvoll speziell für Mond und Planeten, oder?

  • Ja,


    sehr gut sogar, damit machst Du nichts falsch.
    200x sind oft verwendbar, 250x schon seltener am Planeten. Oft wird das Bild nur vergrößert, bringt aber nicht mehr Details. Ideal sind so zwischen 150 und 200x Vergrößerung. Ich nehme die 250x am Refraktor oft wieder zurück, weil das Bild schwammig wird. Man braucht dazu eben ideale Bedingungen und wann hat man die mal in unseren Gefilden...

  • Ich möchte mich mal wieder melden! Den Rükl Mondatlas habe ich und bin begeistert, habe mich auch recht schnell an das Umdrehen der Karten im Kopf gewöhnt, auch wenn es noch Zeit und mehrmaliges Hin- und Hergehen zwischen Teleskop und Atlas erfordert. Als ich erstmals mit rausgegangen bin, hatte ich gleich Ptolemaeus, Alphonsus und Arzachel (und Herschel) auf dem Terminator. Zudem hab ich mir noch den Kosmos Mondführer gebraucht gekauft. Aus dem 5mm Nagler ist schließlich doch noch ein 4,7 mm Explore Scientific geworden, mit dem ich auch sehr zufrieden bin.


    Heute ist noch ein Baader Maxbright Bino-Ansatz mit je zwei Super Plössls (10 mm und 25 mm) angekommen. Wie erwartet werde ich einen GWK brauchen. Einige Zeit lang tendierte ich trotz des deutlich höheren Preises noch zu dem 1.25x Multi Magnification corrector von Siebert (für momentan 169 $ plus Versand aus Amerika), eben weil er offenbar mehr Vergrößerungsmöglichkeiten bietet, vor dem Baader 1,25 GWK (für 85 € plus Versand). Seht Ihr große qualitative Unterschiede?


    Eigentlich brauche ich die 2,0 und 3,5 Vergrößerungen von Siebert nicht, wenn ich mir zu dem Baader 1,25 GWK bspw. noch ein Paar Super-Plössls 6 mm kaufe (würde dann Okularen von 4,8 mm bzw. 208facher Vergrößerung entsprechen - größere Vergrößerungen wären sowieso nicht sinnvoll bei meinem f/5 8'' Dobson). Was würdet Ihr bevorzugen? Oder würdet ihr den einfachen Siebert 1,25 OCA dem Baader 1,25 GWK vorziehen?


    Vielen Dank schon jetzt für Eure Einschätzungen,


    Gruß
    Florian