Erstes Fernglas - geht das oder verschenke ich Geld?

  • Hallo,


    ich überlege mir ein Fernglas zu kaufen, da ich überhaupt erstmal testen will, ob mir Astrologie als Hobby überhaupt gefällt. Hab mir jetzt erstmal ein Bresser Hunter 10x50 ausgesucht. Liegt preislich super in meinem Budget und scheint für mich als Laie auch ausreichend zu sein. Das ich damit nicht in die tiefen des Weltalls sehen kann ist mir klar, aber kann ich damit mehr sehen als Flugzeuge und Vögel in groß?


    Das hat Porro Prismen, Sehweite 1000m 119m, blau Vollvergütung und BK7 Optik. Wobei mir das BK7 nichts sagt. Ich bin Brillenträger und es wird extra mit brillen freundlichen Gummiöffnungen beworben.

  • Hallo Unbekannter,


    (wir nennen hier unseren Namen).
    Ein Fernglas ist der erste und beste Einstieg in die ASTRONOMIE, nicht in die Astrologie (Astrologie kommt mehr vom Lügen denn vom Wissen...).
    Das Glas selbst kenne ich nicht, da werden sich die Spezialisten noch melden.
    Natürlich sieht man (außer der Andromeda) damit keine Galaxien, aber man sieht mit einem FG schon eine ganze Menge (offene Haufen, großflächige Nebel etc.). Nahezu jeder Hobbyastronom besitzt ein FG, zumindest um so ab und an mal einen kurzen Blick zum Himmel zu werfen. In unserem Film, den wir gerade über die Hobbyastronomie und den Einstieg darin drehen, beginnen wir ganz bewußt mit dem bloßen Auge, der drehbaren Sternkarte und dem Fernglas. Ein Buch zum Thema einstieg gibt es von Uwe Pilz, schau mal hier rein, da gibt es auch Musterseiten zum Einlesen: http://www.fzb-ateliers.com/anschauliche_astronomie.html
    Das Buch kannst Du direkt bei uns bestellen, ich bin der Verleger davon.


    Zum Rest melden sich dann die Spezialisten.

  • Hallo Winfried,
    sorry, aus gewohnheit habe ich das mit dem Namen vergessen, ich bin der Thomas... :happy:


    Vielen Dank für die Tips, ich glaube das das FG für nen ersten Test in Ordnung geht. Mir geht es darum zu wissen, ob ich mit dem FG vielleicht auch ein paar Himmelskörper sehen kann um das auch meinen Kids schmackhaft zu machen. Beide sind zwar noch klein aber interessieren sich für alles ( Papa, was kann... was macht... was soll... ).

  • Hallo Thomas,


    genau damit kann man den Kindern den Himmel schmackhaft machen. Ein ideales Einstiegsalter wäre so um die 8 Jahre, ab da begeistern sich die Kids besonders für die Astronomie, so habe ich zumindest festgestellt.
    Himmelskörper:
    Nun ja, Planeten sieht man z.B. schon mit bloßem Auge recht hell. Aber sie bleiben auch im FG nur ein Punkt. Zur richtigen Sichtung mit Details braucht man schon so um die 180x Vergrößerung, also ein Teleskop.


    Aber schön sind: Plejaden, Hyaden (beide im Stier), dann der große Orionnebel M42, die Galaxie M31 (Andromedanebel) und viele offene Sternhaufen, z.B. derzeit im Fuhrmann.
    Ideal wäre, das Glas auf ein Stativ zu stellen, man sieht einfach mehr. Zudem ist es gerade bei Kindern wichtig, die zappeln sonst zu sehr, zudem ist für die das Glas, das für uns "normal" ist, schon unheimlich groß und schwer.

  • Also da ich das FG noch nicht habe, habe ich mal meinen Freund google gefragt wie die von dir benannten sichtbaren Objekte aussehen. Also die Plejaden, Hyaden sehen jetzt nicht so spannend aus, aber mit M31 und M42 krieg ich die Mädels... :happy:

  • Hallo Thomas,


    ich glaube du hast komplett falsche Vorstellungen von dem, was dich in der visuellen (mit dem Auge) Astronomie erwartet. Lass dich ja nicht von bunten, glänzenden Aufnahmen täuschen.
    M 31 bleibt ein zarter grauer Hauch im Fernglas und M 42 ebenso!!!!
    Selbst im größeren (250 mm Durchmesser) Teleskop kannst du Farben der Deep-Sky Objekte (Galaxien und Nebel) nicht oder nur als Nuancen wahrnehmen.
    Die Aufnahmen aus Büchern und im Internet werden mit stundenlanger Belichtung gemacht und nachbearbeitet. Das Auge kann das nicht leisten. Nachts sind hauptsächlich unsere Stäbchen gefragt, die nur hell und dunkel unterscheiden können.


    Lies mal meine Seiten (ist nicht wenig, aber aus der Praxis ;) ) durch, vielleicht hilfts dir...


    Und die Plejaden im Fernglas sind wirklich ein Hingucker!!! ...für den der sich dafür begeistern kann... für mich auf alle Fälle!!!

  • Hi Thomas,


    wie Uwe schon sagte, man muß sich bei der visuellen Astronomie zunächst von den Hochglanzbildern im Kopf verabschieden.


    Wenn Du noch am Anfang stehst dann empfehle ich Dir, sammele zunächst Erfahrungen bei anderen Hobbyastronomen.
    In der Regel sind wir alle seeeeehr hilfsbereite und geduldige Erklärer.
    Zusätzlich kannst Du zu Treffen oder Beobachtungsabenden in Deiner Nähe gehen.
    Empfehlen kann ich Dir da den diesjährigen Astronomietag (5. April 2014)
    In den gängigen Astro-Foren findest Du die in Deiner Nähe stattfindende Treffen.


    Oder Du fährst mal auf ein Teleskop-Treffen.
    Dort versammeln sich viele Beobachter mit ihren Geräten und Du kannst ganz entspannt von einem zum anderen gehen
    und Dir Objekte zeigen lassen.
    Dadurch bekommt man einen sehr schönen Überblick was visuell astronomisch machbar ist.


    Also, gib Dir Mühe und erklär es dann Deinen Kindern, sie werden ein Leben lang was davon haben.


    Gruß Ronald


    PS. Sahg mal an in welcher Region Du wohnst dann können wir Dir ein paar Tipps zu Treffen geben.

  • Hallo Ronald und hallo Uwe,


    also mir ist klar das die Bilder im Internet nicht realistisch sind, zumal ich nur mit dem FG sehe. Aber um mir einen ersten Eindruck von dem zu machen was mich da erwartet, habe ich ausser das Internet erstmal keine andere Möglichkeit. Und im Netz sind halt mehr farbige Bilder als s/w Bilder. Ich glaube trotzdem, dass so Galaxien und Nebel mehr auf Kinder wirken als Sternenhaufen oder ähnliches. Das ist etwas ganz anderes und bestimmt interessanter. Aber danke für die Ideen.


    Ich wohne in Oberhausen, das liegt bei Duisburg und Essen. Ich wäre für Tips dankbar, allerdings werde ich erstmal wenig Gelegenheit haben zu solchen Treffen zu kommen, da ich wenig Zeit habe und selbst höchstens Abends und Nachts auf die Pirsch gehen kann.