Ein Neueinsteiger mit unglaublich vielen Fragen =)

  • Hallo zusammen!


    Ich spiele seit einigen Wochen mit dem Gedanken wieder in die Hobby-Astronomie einzusteigen, und durchforste seitedem eifrig Foren, Testberichte und Onlineshops. Habe seit X Jahren einen 60/700 Refraktor, der aber sehr selten zum Einsatz kommt (Glump). Nun ist es leider so, dass die meisten Internetseiten mehr Fragen aufwerfen als beantworten...


    Langfristig möchte ich mich auch mit der Astrofotografie beschäftigen und mir ist es besonders wichtig mein Equipment von Anfang an so aufzubauen, dass ich beim Umstige auf Astrofotografie möglichst nichts erneut kaufen muss.


    Im Moment stelle ich mir es so vor:


    Phase 1: Von einem Kumpel seinen 200/1200 skywatcher Dobson ausleihen (sobald die Wolkendecke mal aufreißt)


    Phase 2: evtl. Fernglas zulegen, 20x80 oder so (demnächst)


    Phase 3: Dobson zulegen inkl. Zubehör ca. 750€ ? (mittelfristig)


    Phase 4: Umrüsten auf paralaktische Montierung ca. 1000€ ? (langfristig)


    Phase 5: für Astrofotografie aufrüsten ca. ???? € (noch langfristiger und unbedingt für DeepSky)



    Der erste Knackpunkt kommt in Phase 3:


    Ich kann mich nicht entscheiden, ob es ein 200/1200 f/6 oder 250/1200 f/4,8 Dobson werden soll! Dazu ein paar Fragen:


    1. Kann ich die Geräte dieser Bauart problemlos mittels Rohrschellen etc. auf eine Paralaktische Montierung setzen, und später damit auch anständige Fotos machen?


    2. Kann ich meinen alten Refraktor als Leitrohr einsetzen, und was ist dazu noch notwendig?


    3. Ist ein Pyrex-Spiegel "nice to have" oder notwendig?


    4. Ist eine 10:1 Untersetzung im Okularauszug "nice to have" oder notwendig?


    5. 200/1200 Dobson oder 250/1200 Dobson?


    Die Vorteile eines 8 Zöllers liegen ja auf der Hand, soweit ich das verstanden habe :) : Leichter (Mobilität soll begeben sein), günstiger in der Anschaffung, günstiger im Unterhalt (Okulare), Skywatcher EQ-6 müsste doch ausreichend sein, auch für Astrofotografie mit Leitrohr etc. (?)


    Und die Vorteile eines 10 Zöllers... mehr Öffnung! Und genau da liegt mein Problem. Werde ich auf Dauer mit einer 8 Zoll Öffnung auskommen, was visuelle und fotografische Anforderungen betrifft, oder ist der Unterschied zwischen 8 und 10 zoll zu sehr spürbar? Und die Gefahr, dass eine EQ-6, welche Preislich gerade noch im Rahmen liegt, bei einem 10 Zöller mit Leitrohr, Camera und Autoguiding die Grätsche macht...


    6. Was ist generell an Zubehör nötig? Lichtfilter, Mond- und Farbfilter, zusätzliche Okulare, Barlowlinse, Justierlaser...


    7. Wie wirkt sich das Öffnungsverhältnis auf einen späteren fotografischen Einsatz aus?



    Zu Phase 4:


    Die Monteriung soll so ausgelegt sein, dass sie auch für die Astrofotografie tauglich ist. Ist z.B. die EQ-6 (SyncTrek oder SyncScan, wobei ich GoTo eher nicht gut finde,
    aber nicht weiß ob es für den fotografischen Einsatz nötig ist) von Skywatcher überhaupt tauglich für Fotografie bzw. automatische Nachführung?



    Zu Phase 5:


    Nur mal grundsätzlich, ob ich das verstanden habe:


    Einersetis Nachführung per Hand:


    Mittels Leitrohr und beleuchtetem Fadenkreuzokular suche ich mir einen Leitstern, den ich dann immer zentriert halte?! Ich habe aber schon oft gelesen, dass die Nachführung per Hand eher weniger gute Ergebnisse erzielt.


    Andererseits Autoguiding:


    Eine Webcam oder dgl. wird am Leitrohr befestigt und korrigert mittels Leitstern die Erdrotation automatisch (muss das Leitrohr dabei parallel zum Hauptrohr sein?), entweder über PC oder direkt an den Motor der Montierung, dann reicht eine Webcam aber nicht aus, oder?


    Was muss die Monteriung mitbringen um Autoguiding fähig zu sein?


    Eine Camera wird dann am Okularauszug befestigt (mit oder ohne Okular?) und knipst die Bilder. Wie kontrolliere ich dabei die Bildschärfe?


    Alternativ kann man auf ein Leitrohr verzichten und schaltet einen Out Axis Guider zwischen Camera und Teleskop,auf dem dann die Guidingcamera sitzt?!


    Zu welchem System könnt ihr mir raten?


    Was muss die Camera können? Grundsätzlich habe ich zugriff auf eine DSRL meines Schwagers, ne Nikon D5100 oder 3100. Aber was sollte eine Camera mitbringen: Auflösung etc.?




    Ihr seht schon: Fragen über Fragen, und mein Halbwissen ist noch ziemlich mickrig :)



    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein paar "alte Hasen der Astronomie" meiner annehmen und mit Infos und Rat zur Seite stehen!



    Noch zur Info:


    Ich wohne ca. 5km neben Regensburg, kann vom Garten aus recht viel Himmel sehen, will aber auch mobil sein (Auto vorhanden). Und leider, leider verfüge ich über keine Gelddruckmaschine :)

  • Hallo ?,


    da Du ja schon viel gelesen und auch deine Wünsche eingekreist hast, solltest Du wissen das Du bis jetzt bei 5000 - 6000,- Euro liegst, um vernünftig damit arbeiten zu können.
    Wichtig wäre abzuklären, ob Du von irgend einem Wettstreit getrieben, " bessere Fotos" zu machen, als die die man jeden Tag im Web vorfindet,
    oder ob Du für dich alleine dokumentieren möchtest, da war ich dabei als z.B. die Supernova in M82 / 2014 auftauchte.
    Denn dafür hätte ein 100 mm Tele auf einem Stativ gereicht, wie man heute weiß!


    Wenn ich heute anfangen würde, dann mit einen 70-80 mm / F 400 - 500 mm APO ausreichend montiert für die Astrofotografie verwenden, um zu allen Gelegenheiten die hier erreichbaren Galaxien damit aufzunehmen. irgendwann gelingt einem damit dann ein Treffer wie bei M82.
    Auf dem Weg dahin, kann man mit dem Kleineren Gerät, alles Lernen was man für die Astrofotografie mit langen Brennweiten braucht.
    Und irgendwann in 2-3 Jahren ist vielleicht da angekommen (wenn die Famielie das mit macht) und man bis zu 5-8 Stunden belichtet und 12-15 Computerstunden mit der nötigen Ausdauer aufgewendet hat. http://www.astro-foren.de/showthread.php?15631-Bilderfutter


    Aber der Weg über eine händel,- und bezahlbare Ausstattung ist auf jedenfall besser!
    Aber auf den Anblick, durch ein Teleskop auf diese schönen Objekte sollten man nie verlieren, denn der ist als einziger Live!


    Schau Dir die SN / M82 im Teleskop an, dass vergisst Du nie wieder !!!


    So wie hier:
    Supernova in M101
    Aus dem Stand auf ein Briefumschlag gezeichnet!
    [ATTACH=CONFIG]5359[/ATTACH]
    Beobachtet mit 22" Newton bei einem privaten Astrotreff.
    Erst die Sternpunkte im Urzeigersinn nach Stärke, Helligkeit und passendem Abstand gezeichnet, dann die Spirale mit weichen Strichen und Kringeln, dann die Verdichtungen in den Spiralarmen platzieren und verwischen.
    So kommt man dann, ziemlich nahe an den Bildeindruck im Okular heran!


    Und dann zuhause auch mit einem 80 mm Skywatcher ED PRO.
    http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/viewtopic.php?t=44


    Schau erst mal hier bei meinen Bayrischen Astrofreunden vorbei, die Jungs die helfen Dir bei allem was Du noch an Fragen hast weiter. www.bayerwald-sternwarte.de


    Gruß Günter

  • Fotokrafie ist in der Astronomie eine Materialschlacht. Einen 10-Zöller parallaktisch montieren, dazu brauchts du etwas ganz schweres. Eine EQ6 ist dazu nur theoretisch geeignet und wird praktisch versagen - Gewicht und Hebel sind zu lang. Außerdem muss das Bildfeld geebnet werden und die Koma reduziert - keine leichte Aufgabe.


    Ich würde das trennen: Visuell einen hochwertigen Dobson, ggf. auf einer EQ-Plattform. Mit diesem gerät kannst du auch mit einer Webcam Planetenaufnahmen anfertigen (mit Plattform).
    Für die Fotografie i.e.S. ein deutlich kleineres Gerät mit einer ordentlichen Abbildung. Für Nebelgebiete kannst du einfach mit einer Digitalkamera und einem lichtstarken Teleobjektiv anfangen. Dass muss für den Anfang nicht das allerneueste Modell sein (das Objektiv), so dass der Einstieg nicht so teuer ist. Mit 200-400 mm Brennweite kann man schon einiges anfangen. Du lernst dann auch die Probleme in der Nachführung und Bildbearbeitung. Darunter muss eine ausreichend stabile Montierung, in diesem Fall kannst du mit einer EQ5 anfangen. Und sogar am Fadenkreuz händisch nachführen, dazu eignet sich dein Refraktor.

  • Hallo Günter und danke für die schnelle Antwort!


    Ich werd von keinem Wettstreit getrieben... Die Bilder sollen in erster Linie für mich sein, aber das soll ja eh erst in einigen Jahren Thema sein!


    Am Anfang steht die Frage nach dem passenden Dobson, 200 oder 250mm.


    Du rätst mir zu einem Apochromat, mit 3 oder 2 Linsen? Und warum gerade so ein Gerät? Die sind ja um einiges teurer als die Dobsons.


    MFG

  • Hallo,


    vom Gelesenen her betrachtest Du die Sache schon mal richtig, da hatten wir schon ganz andere Frager ...
    Teleskop: Am Anfang einen 8" f:6 Dobson zum Beobachten und eingewöhnen. Der könnte Dir aufgrund dessen, was man damit sehen kann, sogar ein ganzes Leben lang ausreichen, käme da nicht die Sucht nach größerem - die kommt bei fast jedem! Wie Uwe schreibt, eine Dobson Plattform, die führt azimutal ca. 45 Minuten nach, das reicht und ist für einen Dobson das beste, die habe ich für meinen 8 und 14-Zöller auch.
    Fotografie? - Ich bin Berufsfotograf und habe die Astrofotografie aufgegeben. Zu viel Streß mit der Technik und an die "Amateurprofis" kommt man kaum heran, es sei denn, man investiert sehr viel Gels und vor allem Zeit in die Sache. 6-12 Stunden Belichtungszeit und danach nächtelang am Computer sitzen, naja, nicht jedermanns Sache. Dann lieber beobachten und zeichnen, das ist "ehrlicher".


    8 oder 10" = zum Beobachten durchaus den 10", aber nicht zum fotografieren (s.o.). Da bräuchte es eine Montierung, wie ich sie gerade verkaufe. Unter 2-3 Tausend Euro geht da wenig (Gewicht, Hebel, Leitrohr etc.).


    Wenn Fotografie, dann - wie auch schon geschrieben - zweigleisig fahren. Ein guter ED mit 4 Zoll Öffnung auf der EQ-5pro oder EQ6-pro würde da genügen. Das wäre auch noch bezahlbar.
    Mit dem Dobson auf Plattfürm ginge aber auch schon mal die Planetenfotografie mit einer entsprechenden Kamera. Planetenkameras gibt es zwischen 250 und 600 Euro, eine Deep Sky Kamera kostet das 10-fache.

  • Hallo,


    wenn Du den Link mit den Fotos richtig gesehen hast musst Du doch Festellen, dass so was ausreicht
    http://www.teleskop-austria.at/shop/index.php?lng=de&m=2&kod=rapo-072-432-la&skod=%207&om=TELESKOPE
    http://forum.astronomie.de/php…rehl_und_Temperaturkompen


    um Fotos für dich zu erstellen. Damit kann man für ca. 850,-- Euro und Webcam - Nachführung schon gute Fotos machen,
    http://1.bp.blogspot.com/-V9QP…_20120325_72WO_085Red.jpg


    und hier zum vergleich die Region mit verschiedenen Optiken virgo haufen
    Alles was da beim beobachten und auch optisch zu noch beachten ist, kannst Du aber bei den Astrofreunden www.bayerwald-sternwarte.de selbst an den Geräten ausprobieren oder mal wenn Du bei einer Fotonacht teilnimmst, sehen wie hoch der Aufwand ist!


    Gruß Günter

  • Vielen Dank für eure Antworten und die Zeit die Ihr investiert, echt erstklassig!


    Ich versuchs nochmal für mich zusammenzufassen:


    Die Astrofotografie mit einem 8 oder 10 zöller stellt zu hohe Anforderungen an die Technik, damit auch den Geldbeutel, und an den Benutzer, als dass ich damit glücklich
    werde bzw. bezahlbar bleibt! Richtig verstanden soweit?


    Ich habe ein Bild bzw. eine Seite gefunden auf der jemand seine Fotos vorstellt:


    http://www.fotocommunity.de/search?q=M31&index=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtpOjA7fQ&pos=1&display=28791424


    Ich bin von diesem Bild alleine schon extrem begeistert. Der Ersteller beschreibt auch kurz seine Ausrüstung... das sollte so ein ED Apochromat sein. Die Ausrüstung sollte so bei ca. 2000€ liegen, ohne camera...scho heftig =(


    Oder ist es utopisch zu glauben auch solche Fotografien hinzubekommen, da es sich dabei um einen, wie oben erwähnten, "Amateuerprofi" handlet?



    piu58 : Du schreibst von einem Teleskop mit guter Abbildung... welche Eigenschaften eines Teleskops beeinflussen die Abbildung? und wie spielt die Auflösung, die ja mit der Öffnung ansteigt mit rein?



    Zwei Geräte hab ich gefunden die mir gefallen würden:


    http://www.teleskop-express.de…mm-1-11-Untersetzung.html


    und


    http://www.teleskop-express.de…fer---Okularzubehoer.html



    Wie unterscheiden sich diese Geräte denn bzgl. Fotografie?




    MFG

  • Hallo,


    was spricht gegen den 72/432 Lacerta ED-APO + Montierung was handliches auch für den Urlaub!

    solche M31 Fotos kannst Du hiermit machen Barndoor Montierung auch ohne Teleskop!
    http://galerie.chip.de/k/still…mie/m31_andromeda/712021/


    Aber besser Du schaust erst mal durch die verschiedenen Teleskope bei den Astrofreunden.


    Gruß Günter

  • > guter Abbildung... welche Eigenschaften eines Teleskops beeinflussen die Abbildung?


    Die Konstruktion und das Öffnungsverhältnis, also letztlich die Baulänge. Je länger desto besser. Allerdings steigen die Anforderungen an eine Montierung extrem an, es lohnt also, in Konstruktion zu investieren.


    Die Apo-Tripletts mit Bildfeldebnung sind schon gut. Um 8 cm Öffnung ist das auch halbwegs bezahlbar (Tubus im 100€, da kommt noch die Montierung dazu).
    EDs würde ich nicht nehmen: Einen Farbfehler, den man visuell verkraftet, sieht man im Foto deutlich.

  • Hallo,


    also wenn Du ohnehin erst visuell anfangen willst, was natürlich immer zu empfehlen ist, dann brauchst Du Dir um die Fototauglichkeit des Erstequipments zunächst wenig sorgen zu machen.
    Grundsätzlich ist zwar erst mal gar nichts, aber es hat sich einfach aus vielerlei Gründen heraus gestellt, der beste Weg ist später zwei Setups zu haben, ein Kleinfein zum Fotografieren und den Lichteimer zum Gucken.

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • Vielen Dank nochmal für die Antworten!


    Mittlerweile habe ich eingesehen, dass die Astrofotografie erstmal ganz weit hinten an stehen muss, erfahrungsmäßig und finanziel.


    Also erstmal nur "spechteln"


    Und eins vorweg: bevor ich mir irgendwas kaufe, hol ich mir das leihgerät und geh in ne sternwarte, oder so!


    Ich stell mir auf jeden fall eine 10 zoll dobson vor


    Z.b.:http://www.astroshop.de/skywat…yliner-classic-dob/p,5025


    Es stellt sich mir noch die frage nach dem zubehör:


    Justierlaser
    Variabler polfilter 1 -40%
    Uhc FILTER
    Was noch?


    Okulare (schwierig):


    Ich könnt mir vorstellen dass folgendes zoomokular mit barlow gut ist


    http://www.astroshop.de/baader…1-25-barlow-2-25x/p,43638


    In verbindung mit


    http://www.astroshop.de/baader…che-okulare-1-25-/p,10803


    Und passenden filtern, aber ich lass mich da gerne belehren!


    Bitte belehrt mich:)


    PS: den Astroshop hab ich nur zur Veranschaulichung genommen

  • Hallole,




    Mittlerweile habe ich eingesehen, dass die Astrofotografie erstmal ganz weit hinten an stehen muss, erfahrungsmäßig und finanziel.


    Du musst die Fotografie nicht ganz kippen. Es macht durchaus Spaß und Sinn mal nebenher mit kurzer Brennweite auf dem Fotostativ Himmelsregionen zu fotografieren. Da kannste auch schon mit Timer Serien aufnehmen, das stacken üben etc.

    Quote


    Ich stell mir auf jeden fall eine 10 zoll dobson vor


    Gute Wahl, ein 10er ist doch ein gerne und oft genommener Allrounder, mit dem ich selbst auch viele Jahre Freude hatte.


    Quote

    Justierlaser


    Besser wäre für den Anfang aber ein Justierokular, das kann eine einfache Filmdose sein, ich arbeite gerne mit dem Concenter-Okular von Spheretec, das ist genial einfach.
    Mit dem Laser kannst Du nur einen Teil der Justage am Ende durchführen, man nimmt ihn gerne um mal schnell zu gucken ob alles noch stimmt, nötig ist er aber nicht.


    Quote

    Variabler polfilter 1 -40%


    Wenns am Geld nicht hapert, gerne, ansonsten für den Anfang aber sicher nicht nötig.


    Quote

    UHC FILTER


    Jepp, gerne, und da bin ich ausnahmsweise mal nicht Uwe's Meinung, hier sehe ich den UHC ganz klar in der Anschaffungsreihenfolge noch vor dem OIII.


    Quote

    Was noch?


    Ein Rigel Quickfinder und ein passendes Kartenwerk dazu, z.B. den Deep Sky Reiseatlas aus dem Oculumverlag
    Eine dimmbare rote Lampe
    Ein Aquariumsmagnet (braucht man gelegentlich um Fehlballancen am Chinadobson auszugleichen, wenns vorne mit schweren Okularen kopflastig wird.


    Quote

    Okulare (schwierig):


    Ich könnt mir vorstellen dass folgendes zoomokular mit barlow gut ist


    http://www.astroshop.de/baader…1-25-barlow-2-25x/p,43638


    Das Zoom macht Gesichtsfelder (scheinbares Gesichtsfeld) von gerade mal 50°-68°, das wäre mir viel zu teuer für den Preis.
    Gerade am Dobson ist man froh über große Gesichtsfelder. Also entweder Festbrennweiten, z.B. Explore Scientific Maxvision, die werden derzeit sehr günstig rausgehauen,
    oder wenn schon Zoom, dann a) Antares Speers Waler, b) Televue oder c) mit AstroZoomset selber bauen.
    Wenn Festbrennweiten hier mal eine grobe Staffelung: 28-30mm, 24mm, 13mm, 8mm, 5mm



    Quote


    Viel zu teuer! Ein Maxvision 28mm 68° kostet gerade mal 95 € und ist baugleich mit den Meade SWA Serie 5000.

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

    The post was edited 3 times, last by raziel28: Ja was wohl? Rechtschreibfehler beseitigt. Wann lernt die Menschheit endlich fehlerfreie Tastaturen zu bauen? ().

  • Ok, danke nochmal!


    Ein paar offene Punkte hab ich noch, bzgl. eines Dobsons:


    Eins noch vorweg: Es soll auf jeden Fall Deepsky tuaglich sein!



    1. Skwatcher, GSO oder Galaxy?


    2. Sucher oder Telrad?


    3. Rollenlager oder Teflon mit Friktion?


    4. Strehlwert: 0,8 oder 0,9 ?


    5. 10 Zoll oder doch evtl. 12 ?

  • Hallöle,



    Eins noch vorweg: Es soll auf jeden Fall Deepsky tuaglich sein!


    Das sind Dobsons von der Stange eigentlich immer. 'Reine' Paletendobsons sind eher selten und auch nicht im Einsteigerbudget aufgestellt.



    Quote

    1. Skwatcher, GSO oder Galaxy?


    Galaxy = GSO, jedoch ist die Grundausstattung bei den Galaxy besser als bei GSO selbst. Auf den ersten Blick mögen die Galaxy etwas teuer sein als die GSO, rechnet man sich jedoch das Zubehörpaket mal auseinander, fährt man mit den Galaxy letztlich günstiger, wenn man noch kein Zubehör hat.
    Skywatcher und GSO sind in einigen Details unterschiedlich, in der Gesamtbetrachtung geben sich die Geräte aber nichts.


    Quote

    2. Sucher oder Telrad?


    Sucher UND Rigel Quickfinder ;) Der Rigel hat zwar nur zwei Peilkreise (der Telrad hat drei), dafür ist der Rigel leichter, der Einblick ist (IMHO) etwas angenehmer und er bringt einen Tauschutz aufgrund seiner Bauart schon mit. Der Telrad geht aber auch recht gut, wenns trockene Nächte hat.


    Quote

    3. Rollenlager oder Teflon mit Friktion?


    Ähm, die Friktionsbremse kommt allgemein in der Höhenachse zum Einsatz, das Rollenlager im Azimut (rechts-links)...
    Meine Meinung: Teflon/Ebony ist jedem Rollenlager um Klassen überlegen. Wenns gerade an Ebony magelt, kann man beim Dobson bis 8" gerne auch eine Schallplatte nehmen. Ganz allgemein geht auch Hammerschlagblech aus dem Baumarkt, meist in der Ofenabteilung.


    Quote

    4. Strehlwert: 0,8 oder 0,9 ?


    *grins* ...von....was? Nur der Hauptspiegel? Das ganze System? Bei entsprechend hochwertigen Okularen?? Ich sage mal, bis der heilige Strehl mal wirksam wird, hat man schon eine Menge Werdegang hinter sich und, bleiben wir mal beim Beispiel 8" Dobson, kolportiere ich mal einen Preis für ein gutes GESAMTSYSTEM von um die 1500 -2000 €, einfach mal aus der Hüfte geschossen. Im Einsteigerbereich, gerade bei den Chinadobsons gibt man als Mindestanforderung Beugungsbegrenztheit an, das reicht, auch und gerade im Deepsky-Bereich nach meinem Dünken völlig aus.. nicht zuletzt natürlich auf den Geldbeutel geschaut.



    Quote

    5. 10 Zoll oder doch evtl. 12 ?


    Musst Du wissen ;)

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    CN&CS
    Toni


    Astronomen können Glühbirnen auch im Dunkeln wechseln

  • > Was bringt mir ein Quarzspiegel im vergleich zum bk7?


    Wenig. Quarzglas hat einen geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als andere Gläser. Nach einer kürzeren Auskühlphase wird die korrekte Form erreicht - das ist der optische Sinn. Die Bildgüte hängt aber viel stärker von Warmluftschlieren ab, die im Tubus aufsteigen, dagegen hilft auch kein Sonderglas. Auskühlen ist Pflicht, und ein Lüfter hilft dabei zweifach - es kühlt besser aus und die Warmluft wird nach unten abgesaugt.

  • >Was bringt mir ein Quarzspiegel im vergleich zum bk7?


    Quarzspiegel sollten -der Tendenz nach- mit höheren Strehlwerten verknüpft sein.


    Beim Polieren wird gleichzeitig die Parabelform hergestellt. Es entsteht dabei Hitze.
    Dem Quarzspiegel macht die Temperatur weniger aus als dem BK7 so dass die korrekte Parabelform bei Massenfertigung besser erzielt werden kann.

  • Und ist das gleitlager das Intercon dazu anbietet notwendig?


    nicht unbedingt, denn die Galaxy Dobsons haben schon ein, wenn auch kleines, Teflon-Gleitlager. Ich habe es mir aber trotzdem dazugekauft und muß sagen, die paar Euro haben sich gelohnt. Der Dobson läuft wesentlich ruhiger und läßt sich in Azimut sanfter bewegen, gerade wichtig bei hohen Vergrößerungen am Planeten.


    Zum Spiegel wurde ja bereits alles gesagt. Zur Größe: 8" f:6 oder 10" f:5, beide sind gleich lang, der 10" nur etwas dicker und schwerer. Den 12" würde ich ausschließen. Grund: das Blechmaterial ist das gleiche wie beim 8", daher ist er wackelig und man muß ihn laufend kollimieren, da der Tubus zur Größe zu dünn ist (ich hatte ihn einmal, jetzt hat ihn ein Bekannter und er hat ihn zum Gitterrohr umgebaut). Zudem unhandlich und riesig groß, den legt man nicht mehr so einfach auf den Rücksitz im Auto.

  • Darf ich noch um Vergleich, Meinungen, Tipps und Verbesserungs- bzw. Veränderungsvorschläge bitten!


    Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB Set € 439,
    Omegon Newton Justierlaser 1,25'' mit Sichtfenste € 39,90
    Omegon 2x Barlowlinse, achromatisch, 1,25" € 29,90
    Oculum Verlag Buch Deep Sky Reiseführer € 29,90
    Telrad Projektionssucher mit Basis € 56,-
    Skywatcher Dual Rotlichtlampe mit Dual Dimmer € 19,90
    Omegon SWA 32mm Okular 2'' € 109,-


    Gesamtbetrag: € 723,60


    VS.


    Galaxy Dobson Einsteigerpaket 50,00 EUR
    Galaxy D8-K-MCF 8'' f/6 Dobson Teleskop 498,00 EUR
    Telrad-Finder incl. Basis 56,00 EUR
    Gleitlager-Set für Galaxy D8 30,00 EUR
    Deep Sky Reiseführer Ronald Stoyan 29,90 EUR
    Galaxy 2-fach Barlow MC 1,25'' 39,00 EUR


    Zwischensumme: 702,90 EUR