Die EQ-8, - erste Eindrücke

  • So Leute, Teil 2 der ersten Eindrücke.


    Gestern Abend war es so halbwegs klar, zumindest bis 23 Uhr.
    Der Mond war ein absolut lohnendes Objekt, so flimmerfrei habe ich ihn selten gesehen. Doch vom Anfang an:


    Einnorden:


    Leichte Bewölkung, logischerweise im Norden und genau da, wo Polaris
    steht. Also nichts mit genauem Einnorden. Ergo die Monti mit Kompaß
    ausgerichtet und die Polhöhe anhand der Skala und dem dazugehörigen
    Pfeil eingestellt. Hier schon mal die erste Krux. Der Pfeil sitzt gut
    einen Zentimeter höher als die Skala, man kann also die Polhöhe auf
    diese Weise nicht genau einstellen. Je nach Winkel, zu dem man vor der
    Montierung steht, kann die Ansicht eine andere sein. - Nicht gut gelöst!
    Das hat man bei der EQ-6 besser hinbekommen.


    Die ersten Eingaben:


    Nun gut, die Monti eingeschaltet. Ein leichtes Ruckeln der Motore und
    sie piepst. Ready to go.... Erst einmal das Übliche: Standort eingeben,
    Datum und Zeit, Zeitzone. Diese Daten werden gespeichert und nur die
    Zeit und das Datum müssen jedesmal neu eingegeben werden. - Wie bei
    jeder anderen Montierung eben auch.


    Nun das 3-Sterne Aligment gestartet, er schlug Arkturus
    vor. Also hinfahren. - Die Montierung lag dabei fast 35 Grad daneben.
    Arkturus manuell anfahren, 8 mm Ethos rein, zentrieren und bestätigen.
    Der zweite Stern lag leider hinter dem Haus, das konnte die Montierung
    natürlich nicht wissen. Also den nächsten Vorschlag akzeptiert, Dubhe in der Bärin. Angefahren und er ist schon mal im Okular. Leichte Korrektur, bestätigen. Regulus
    war die Nummer drei, wurde angefahren und stand fast mittig, nur eine
    kleine Korrektur war nötig. Die Monti bestätigte, daß das Aligment
    erfolgreich sei.


    Das alles ging recht flott vonstatten. Zu bemerken sei, daß ich das
    Aligment mit der EQ-6 immer mit der höchsten Geschwindigkeit (9) gemacht
    habe. Ein kurzes Antippen genügte. Das sollte man bei der EQ-8 lassen,
    dieses Teil rast sofort los! Also mit Stufe 4 oder 5 gemacht, kommt
    besser hin.

    Nun konnte es losgehen.


    Der Mond stand im Südwesten und wurde sauber und angenehm leise
    angefahren. Die Motorgeräusche sind vernehmbar, haben aber einen
    angenehmen Ton. Kein Knirschen wie bei der EQ-6. So kann man arbeiten,
    ohne die Nachbarn zu stören.


    Der Mond zeigte sich, wie bereits erwähnt, in absoluter Ruhe. Eigentlich
    hätte man nun zeichnen müssen, aber ich wollte ja die Monti testen, -
    schade eigentlich. - Also mal einen weiten Bogen schlagen und M81/82
    in UMA angefahren. Beide Galaxien waren punktgenau in der Mitte, durch
    den aber recht hellen Mond heute keine Augenweide. - Wieder rüber zu
    Regulus, findet er ihn beim Gang über den halben Himmel? - Toll, genau
    mittig im 13mm Ethos (am 127mm ED mit 950mm Brennweite).
    Die Montierung macht, was sie soll. Und sie ist leise und bereits jetzt, ohne genaue Ausrichtung auf den Himmelspol, sehr genau.


    Zur Tragkraft:


    Bestückt mit drei Geräten habe ich noch nicht einmal die fotografische
    Traglast erreicht, die bei 35 kg liegen soll. Insgesamt rund 25 kg
    bringen die drei Geräte auf die Waage. Dafür ist der MN-68 aber rund
    150cm lang und recht dick, hat also eine große Hebelwirkung, mit der die
    EQ-6 schon fast im Grenzbereich war.


    Wackeln, Zittern, Ausschwingen...


    Worte, die man bei der EQ-8 vergessen kann, zumindest auf der massiven
    Säule, die schon mal satte 250 kg wiegt. Auch heftig Stöße bringen sie
    nicht aus der Ruhe, ein Nachschwingen gibt es so gut wie garnicht. Auch
    das Drehen des MN68 in den Rohrschellen, um den richtigen Einblick zu
    haben, bringt diese Montierung nicht aus der Ruhe. Kein Zittern, nichts.


    Auch beim Wackeln am MN-68, um zu sehen, wie steif die Montierung ist,
    passiert rein gernichts. Die EQ-6 hat da doch einiges Spiel, die EQ-8
    überhaupt keines. Toll! Sie ist wirklich sehr sauber verarbeitet, ich bin zufrieden.


    Anfahren, Bremsen:


    Kein Vergleich zur EQ-6. Die Montierung legt sofort los, kein
    Anfahrgeräusch, kein Zittern wie bei der EQ-6, die Motore arbeiten
    völlig spielfrei und akkurat. Vor dem Ziel bremst sie sanft ab und
    zentriert das eingestellte Objekt genau mit langsamer Geschwindigkeit.
    Richtig sanft!


    Ich habe dann natürlich die Zeit genutzt, um diverse Objekte wie Nebel
    und Doppelsterne sowie M3 und M5 anzufahren. Überall das gleiche Spiel.
    Die Montierung arbeitet und positioniert schon jetzt sehr genau.


    Um 0:30 war dann Schluß, die Wolken nahmen den gesamten Himmel für sich
    in Anspruch. Zufrieden schloß ich die Sternwarte ab. Ach ja, zu Ulf: ja,
    die Parkposition kann man selbst bestimmen, bei mir "liegen" die Geräte
    flach, sonst geht das Dach nicht zu.


    So, das waren nun einmal die ersten Erfahrungen mit der neuen EQ-8. Sie
    hat wohl, im Gegensatz zu ihren kleineren Geschwistern, keine
    Kinderkrankheiten, sieht man mal von den zwei kleinen Mankos wie die zu
    kleinen Klemmhebeln in RA und DEC und der Polhöhenskala ab. Dinge, die
    Skywatcher leicht lösen und verbessern kann.

  • Hallo Winfried,


    Danke für deinen Bericht, ich kann bestätigen, dass das Einstellen der Geographischen Breite mit der Skala recht schwirig ist. Doch die Qualität und Verlässlichkeit ist da gleich wie be der eingeleimten Dosenlibelle - mehr schlecht wie recht. Man sollte daher sich nicht auf diese Angaben verlassen und die Säule mit einer genauen Wasserwaage ausrichten und für die Breite ein Drift Alignment machen.


    Beim neusten Motoren-Controller Update wurde der Strom für die höchste Geschwindigkeit etwas reduziert, aber in der Tat für Feineinstellungen sind logischerweise die niedrigen Stufen zu verwenden.


    Quote

    Die Montierung macht, was sie soll. Und sie ist leise und bereits jetzt, ohne genaue Ausrichtung auf den Himmelspol, sehr genau.


    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Du kannst deine Montierung praktisch frisch aus der Box aufstellen ohne spezielle Ausrichtung und ein 3 Stern Alignment machen und du wirst ein exaktes GoTo zu deinen gewünschten Objekten haben, da der Algorithms so funktioniert. DOCH GoTo-Genauigkeit und Nachführgenauigkeit sind zwei verschiedene paar Schuhe! Und falls du deine Montierung auch fotografisch nutzen möchtest must du sie zwingend einschreinern oder ein drift alginment machen mit den gebräuchlichen Software wie (eqalign, alignmaster, astrotortilla) da dafür die exakte Ausrichtung zum Himmelspol zwingend ist.


    Das mit der Tragkraft ist immer so eine Sache, durch den stabilen Aufbau trägt sie die 50kg locker und bei einem gut ausbalancierten System ist sie auch fotografisch nahezu bis an diese Grenze nutzbar wie schon viele Astroaufnahmen und Guiding Graphen beweisen. Ich weiss nicht wie du auf die 35 kg kommst...


    cs andy

  • Hallo Andy,


    die 35 kg "fotografisch" werden so beworben. Aber sie kann wohl auch mehr, man ist eben vorsichtig geworden mit Superlativen, die dann nicht eingehalten werden konnten...
    Mit Deinen Bemerkunge hast Du recht, aber die EQ-6, die ich ja auch noch habe, ist nicht so genau, auch nicht nach der 3 Sterne-Initialisierung. - Und sie hat überall etwas Spiel.


    Ich bin Zeichner und ein rein visueller Beobachter, ich fotografiere nachts nicht, da das mein Beruf ist und ich nachts etwas anderes machen möchte als tagsüber....


    Trotzdem werde ich sie einscheinern, ich liebe es eben, wenn alles genau ist. Die Option, einmal wieder zu fotografieren, hebe ich mir für die Rente auf. Ist ja nicht mehr lange hin...
    Ich wollte eben nur meine ersten Eindrücke schildern, denn die EQ-8 ist ja noch nicht so weit verbreitet. Manch einem könnte der Bericht auch nützlich sein.


    Ach ja, danke für den Tip mit der Dosenlibelle. - Die hatte ich noch gernicht gesehen! Stimmt, da ist eine, aber diese Dinger sind eigentlich nur Spielerei, ich habe noch nie was drauf gegeben.

  • Hallo,
    mein Senf dazu, ich hatte ja inzwischen 7 EQ-8 hier.
    Das erstmalige Anfahren zum Alignment hat etwas mit der Zeitzone und dem "Daylight" zu tun. Ich habs nie kapiert, ist immer in der Stundenachse 1 oder 2 Stunden daneben gefahren. Egal, nach einstellen des ersten Sternes spielt das keine Rolle mehr.
    Die Dosenlibelle ist schrott, war bei allen verschieden.

    SCHLUSS AUS ! Ich ertrage das hier nicht mehr!
    Bitte keine Belästigungen mehr, ich steige aus.

  • "...in der Stundenachse 1 oder 2 Stunden daneben gefahren..."


    Stimmt, Stefan. Irgendwo hatte ich mal gelesen, daß die Steuerung auf UTC eingestellt sei und "unsere" Zeitzone umrechnet, gibt man sie ein. Bei der EQ-6 hatte ich da auch so meine Probleme. Im Sommer stand der erste Stern immer weiter daneben als im Winter. Also hat zumindest die sechser die reale eingegebene Zeitzone nich kapiert sondern blieb wohl auf UTC stehen.
    Durch das Anfahren und zentrieren des ersten Sterns "merkt" die Montierung wohl, daß sie sich "verrechnet" hat.
    Alles in allem trotzdem ein tolles Teil.


    Dem Distributor könntest Du aber mal meine kleinen Änderungsvorschläge zukommen lassen, sind ja nur marginale Dinge. Einfach den Zeiger der Skala (Polhöhe) etwas tiefer setzen, Platz ist ja da. Und die beiden Knebel in RA und DEC könnten etwas länger sein, man kann sie kaum greifen. Und drittens die 3 Verschlußhebel der "Losmandyschiene" nicht in Hochglanzlack, sondern griffig in matt ausführen, so wie die Belederung der DSLR, damit sie sicher in der Hand ruht. Beim Festklemmen der 3 Geräte konnte ich sie kaum fest bekommen, bin dauernd abgerutscht. Aber, wie gesagt, das sind absolute Kleinigkeiten, die man leicht beheben kann.
    Dann ist diese Montierung wohl unschlagbar.


    Nebensatz zu Deiner Doppelbefestigung: noch besser als die erste! Geräte draufgeschnallt, austariert und siehe da, ich musste nirgens etwas unterlegen, beide Geräte hatten den Mond genau in der Mitte. Gratulation zur Präzisionsarbeit!

  • Servus Winfried,


    danke für den Hinweis mit den Klemmen - aber und hier eben ein Thema, was mich viel Zeit, Kraft und Nerven gekostet hat - war das etwa eine Jahr, mit Verbesserungen, bis die Monti für mich Marktreif war.
    In der "Ur-Version" hatte die Monti längere Klemmhebel, was aber bei falscher Einstellung auch leicht zu einer Blockade mit der Losmandy-Schiene oder den Motorgehäuse hätte führen können.
    Daher wurden hier die Klemmen "verkürzt" - denke es ist im Sinne Aller, dass es hier nicht zu Motorschäden kommen kann, nur weil man einmal Nachts nicht richtig aufgepasst hat.
    War zumindest am Ende für mich wichtiger, als die etwas unhandlichere Weise der Klemme.


    Beste Grüße / Clear Skies
    Andi Rodoschegg

  • Hallo Andi,


    habe ich verstanden. Blieben noch die beiden anderen Vorschläge, die man bei einer Neuauflage der Montierung berücksichtigen könnte. Aber das soll keine Kritik sein, die Montierung ist wirklich ein sauberes Prachtstück und wird mich hoffentlich lange begleiten (auch wenn sie nicht aus dem Haus kommt...)

  • Hallo Winfried!


    Gratuliere zur neuen Montierung! Mein Neid ist Dir sicher!


    Ich liebäugle auch schon geraume Zeit mit einem Wechsel, da ich den Kabelsalat meiner G11 langsam Leid bin. Bei der EQ8 bekommt man enorm viel Montierung fürs Geld und man liest nirgendwo etwas schlechtes über das Ding. Im Gegenteil sind die neuen Besitzer scheinbar alle begeistert. Ich weiss nur noch nicht, ob ich mir das deutlich höhere Gewicht antun möchte, da ich keinen festen Standort für die Monti zur Verfügung habe und zur Beobachtung das ganze jeweils raus auf die Terrasse wuchten muss.


    Viele Grüsse


    Thomas

  • Hallo Thomas,
    ich weis nicht, wie Du körperlich drauf bist.
    Da ich aber Krafttraining mache und dank der schönen Griffe, kann ich die Problemlos auf meine 1,6 meter Säule hochwuchten.
    Aber meist ist die Gesellschaft durch massives TV und Computer schauen schwach.

    SCHLUSS AUS ! Ich ertrage das hier nicht mehr!
    Bitte keine Belästigungen mehr, ich steige aus.

  • Hallo Thomas,


    mal ganz ehrlich gesagt, ich bin froh, daß sie auf der Säule sitzt. Und da bleibt sie auch. Als "transportable Montierung" würde ich sie auf keinen Fall einstufen, die gehört fest aufgestellt.
    Aber ich bin sehr zufrieden mit Ihr, zumindest nach der ersten Nacht, da klappte alles wunderbar. Gestern nach unserem Stammtisch waren wir noch kurz in meiner Sternwarte, um Mars anzuscheuen. Naja, es gign so (mit Mars). Aber Ralf wollte die EQ8 unbedingt manuell steuern, was nach einigen Fehlversuchen auch gelang. Das Ergebnis: nichts stimmt mehr, ich darf das ganze Aligment neu machen. Bei manueller Steuerung muß man eine Knopfkombination drücken, die aber wusste er nicht mehr. Danach haben wirs wieder mit dem GOTO versucht und danach manuell die richtige Position angefahren und bestätigt. Und jetzt alles nochmals von vorne...
    Naja, ich werde mich erst einmal einlesen.
    Sie Sonne hat die EQ heute dann wieder ganz korrekt nachgeführt, nur die Parkposition ist nun genau in der anderen Richtung....
    Nun denn, wenn man was neues hat...

  • Hallo Winfried,


    es ist wohl bei mir eher der Reiz des Neuen! Mit Vernunft betrachtet ist die G11 für meine Zwecke absolut in Ordnung. Der Schneckenfehler ist minimal und mit dem derzeitigen Gewicht (TOA130 + ggf. FS60) kommt sie problemlos zurecht. Für die Monti und das Berlebach-Planet habe ich mir eine Rollenplatte gebaut mit der ich das ganze bequem verfahren kann. Aber selbst Stativ und Achsenkreuz zusammen kann ich zur Not noch gut heben und versetzen. (@ Stefan: Das klingt jetzt irgendwie, als würde ich sonst am Stock gehen, aber alles gut, ich bin glücklicherweise in guter körperlicher Verfassung :thumbup: ).
    Das ist bei mir ein wenig wie bei einer Modelleisenbahn, wenn fertig, dann langweilig. Und die G11 macht nach einigen Modifikationen eigentlich alles was sie soll und so gibt es für mich nichts mehr zu basteln und auszubaldowern. Die kleinen Anfangsprobleme, wie Du sie beschreibst sind genau so etwas, was mich reizt! Aber vernünftigerweise kann das natürlich kein Grund sein, seine Monti zu wechseln! Obwohl....


    Viele Grüsse aus dem Norden


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    dieses "obwohl" habe ich mich auch lange gefragt. Schließlich habe ich mir selbst nachgegeben.
    Die Monti soll 50 kg tragen, das reicht mir (als Visueller). Wozu dann auch noch die WAM mit ihren 70kg, die auch noch höher und ist. Ich stehe eh schon hoch genug auf der Leiter.
    Ich werde in einer klaren Nacht wieder alles auf Ausgangsposition setzen und die ganzen Einstellungen noch einmal machen. Muß ja nur einmal gemacht werden.

  • So Leute,


    ich nerve Euch ein letztes mal mit der EQ-8. Sozusagen der Schlußbericht.


    Nachdem ich mich nun eingelesen habe und mein "third light" gestern Abend hatte, kenne ich mich mit der Handhabung jetzt aus. Ein klein wenig Bauchweh hatte ich gestern schon, als Uwe S. und ich in die Warte gingen. Macht sie das, was sie soll? - Ja, sie tat es. Powerschalter auf on, die Monti war in Parkposition. Jetzt KEIN Alligment gemacht, Handsteuerbox raus, Mars eingegeben und nach 30 Sekunden stand er bei 257x Vergrößerung mittig im Okular. - Also doch Absolutencoder!


    Über die Beobachtung möchte ich hier nicht berichten, dank vieler und teils dichter Zirren war es nicht gerade die Nacht der Nächte. Bis 24 Uhr haben wir trotzdem durchgehalten, diesmal aber mehr in Konversation denn Beobachtung.


    Schlußbericht:
    Die EQ-8 wird es anderen hochwertigen Montierungen schwer machen. Da hat Skywatcher so richtig hingelangt und ein Gerät entwickelt, das sehr sauber verarbeitet ist, genau läuft, Absolutencoder sehr hoher Auflösung besitzt und im Gegensatz zu Ihren kleineren Brüdern angenehm leise ist. Eigentlich schon ein Traum von Montierung.
    Ein paar kleine Anmerkungen habe ich trotzdem, man kann ja nicht alles über den grünen Klee loben...
    - wie schon geschrieben, die 3 Stellhebel der Geräteaufnahme sollten gummiert sein, damit man sie besser fassen und zuziehen kann.
    - Die Hebelchen zur manuellen Verstellung in RA und DEC sind gewöhnungsbedürftig und recht klein.
    - Die elektrischen Anschlüsse mit Ihren sowiso-45 Steckerchen dürften massiver sein, so wie die Stromversorgung, da hat man einen Winkelstecker aus Metall verbaut, der auch noch verschraubt wird. Das stünde den anderen Steckern gut an.
    - Das Kabel der Handbox erscheint mir zu kurz. 50cm mehr wären gut. Ich muß mir für die Box noch eine Halterung bauen, sie bleibt einfach nicht auf dem Säulentisch liegen, da zu kurz.
    ...und mein Fehler: Die Handbox beginnt mit DEC, erst dann kommt RA, daher habe ich 2x falsch eingegeben, da ich es andersherum gewohnt war.


    Summa Summarum eine wohl hervorragende Montierung, die zum Standard werden kann.

  • Hallo Thomas,
    ich weis nicht, wie Du körperlich drauf bist.
    Da ich aber Krafttraining mache und dank der schönen Griffe, kann ich die Problemlos auf meine 1,6 meter Säule hochwuchten.
    Aber meist ist die Gesellschaft durch massives TV und Computer schauen schwach.


    Ja, durch die ständige TV- und Computer-Glotzerei sind wir ein physisch schwaches Volk von untersetzten schmerbäuchigen Weicheiern geworden :thumbup:


    Mfg Michi

  • Hallo Winfried,


    die EQ-8 hat definitiv nur Inkrementalencoder, keine Absolutencoder. Es ist ein einfacher Strichcode, der mit Reflektionslichtschranken abgetastet wird. ABER: es scheint eine rundum gelungene Montierung zu sein - vielleicht etwas Kosmetik hier und da, aber eine enorme Leistung und Qualität für diesen Preis.


    Lieben Gruß,
    Michael

  • Hallo Michael,


    ...hat Gerrit auch geschrieben (Facebook).
    Nun habe ich aber genau das getan, was Du vorgeschlagen hast und die Monti im ausgeschalteten Zustand gedreht. Trotzdem hat sie anschließend noch genauso funktioniert. - Jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.... Aber ich habe von Elektronik so viel Ahnung wie eine Kuh vom Flugzeugbau!
    Naja, ist ja auch egal, hauptsache sie macht, was sie soll und das tut sie ja auch.

  • So,


    das Thema scheint durch zu sein. Mehr über die EQ8 kann ich derzeit nicht berichten, sie steht einsam und verlassen in der Sternwarte.
    Der Grund:


    in der Zwischenzeit haben unsere Hausrotschwänze beschlossen, nach einem Raubüberfall seitens der Elstern ihre neuen Kleinen genau über der Türe der Sternwarte großzuziehen. - Ich lasse sie gewähren, die erste Brut war ja nun weg und mit der zweiten sollen sie die Sicherheit meiner Warte ungestört genießen.


    Wenn sie flügge und ausgeflogen sind werde ich weiter berichten, wie sich die Montierung verhält.
    Solange betrete ich die Warte nun nicht mehr.

  • Unsere Rotschwänze sind nun flügge und ausgeflogen.
    Von 5 Eiern wurden 4 bebrütet und drei Vögelchen haben es geschafft.


    Nun ist die Warte endlich wieder frei und ich konnte mit Mathias in der vergangenen Woche endlich wieder beobachten. Die Monti funktioniert wirklich gut. Dank Einspeicherung der Home-Position brauche ich kein Alligment, sie fährt jedes Objekt genau an. Schon klasse!


    Meine nächste Aktion wird gerade vorbereitet. Ein älterer Computer (mit XP, das man nicht mehr für das Internet nutzen sollte) wurde neu aufgebaut und mit Astroprogrammen aller Art bestückt, hauptsächlich mit THE SKY VD. Dann das englische update aufgespielt, das auch die Steuerung für die EQ6-8 enthält. Fehlt nur noch ein 10 Meter Kabel 6-polig. Das alte hängt in der Säule und ich hatte vergessen, es herauszuziehen, als ich die Säule mit Quarzsand gefüllt hatte. - Nun bekomme ich es nicht mehr raus...
    Wenn der Computer in seinem noch zu bauendem Verbau steht, kann ich die EQ8 dann über the Sky steuern, das hatte ich schon mit der EQ6 und dem Laptop gemacht.