Seben Big Boss 1400-150 Reflektor Teleskop fragen

  • Hallo und Guten Morgen.
    Bin neu hier im Forum (es ist das erste atsro forum für mich!)
    Bin einsteiger, habe seit vielen vielen Jahren interesse an allem was dem All zu tun hat!
    Ich verfolge ALLE sendungen, dokus usw usw.


    Ja ich weiß das Seben bigboss ist nicht das beliebteste stück aber ich habe schon super schöne Mond aufnahmen damit gemacht!
    Nun zu meiner frage!


    Welche Okulare usw brauche ich um mehr als nur den Mond und ein paar hundert sterne zu sehen?
    Ich sehe weder farben noch irgend welche anderen dinge!


    Ich würde so liebend gern mal mit eigenen Augen den Saturn durch ein Teleskop sehen können!


    Aber auch andere Planeten würde ich gerne mal sehen! Mars etc!
    Oder nebelfehler, sterne und und und!


    Ich bin so wiss und sehbegierig das ich mich jetzt doch mal an andere wende!
    Wusste auch nicht wo ich mich anmelden soll! Habe dieses Forum gewählt!



    Ich hoffe das ich nicht zu viel geschreibe und gefrage zum anfang und so als erster thread?! :thumbsup:


    Hoffe auf viele antworten 8o


    Danke
    Gruß Dirk

  • http://shop.seben.com/sms/shop/index.php?p=b3JnYT1zZWJlbiZncm91cD0yJmxhbmc9MSZjdXJyPTE=&action=products&cat=1


    Hallo Dirk,


    Dein Newton-Teleskop D=150 F=1400 verträgt im Normal-Fall ein 10 mm Okular, das man gut bei
    Teleskop-Service kaufen kann. Mehr wirst Du gar nicht brauchen. Ich habe damals vor 50 Jahren
    angefangen mit diesem Buch: http://www.amazon.de/Welcher-S…im-Herrmann/dp/3440091678
    das es jetzt in moderner Fassung gibt.


    Im Web findest Du sicher auch, zu welchen JahresZeiten, Du welche Planeten, wo zu sehen sind. Suche
    auch nach Astronomie-Vereinen in Deiner Nähe, Sternwarten etc.. TeleskopTreffen sind für Einsteiger
    auch überwältigend. Suche Dir eine reiche Erbtante, damit Du langfristig Dein neues Hobby auch
    finanzieren kannst.


    Viel Freude und Erfolg weiterhin . . .

  • Hallo und Herzlichen Dank für die hilfreiche antwort.


    Mein Zubehör ist leider noch nicht sehr vielseitig, habe nur ein PL6,5mm und ein PL25mm Okular
    Dazu noch ein 2X Barlow und ein 1,5X Erecting Eyepiece.
    Mit dem 25mm Okular habe ich schon sehr Schöne Mondaufnahmen gemacht.
    Ich war anfangs überwältigt von der von der eigenen sicht auf den Mond!


    Allerdings hielt das nur wenige Tage an weil ich direkt aussachau auf andere dinge halten wollte, leider ohne erfolg.
    Ich möchte aber definitiv am ball bleiben und es weiter verfolgen! Seit ich jung bin interessiere ich mich für alles was uns umgibt!


    Wenn andere sagten ich kann wegen dem "blöden" Vollmond nicht schlafen, sagte ich, ich kann wegen dem "tollen" Vollmond nicht schlafen =)


    Ich weiß ja nicht wie weit ich mit einem 6,5mm Okular komme?


  • Bei einem Refraktor benutzt man als UmkehrSystem ein AmiciPrisma, das im 45° Winkel im Strahlengang steht,
    und damit als Umkehr-System funktioniert. Es sind prinzipiell zwei Planspiegel, die das Bild umkehren: Das funktioniert
    dann, wenn man die opt. Achse um 90° kippt, und dabei diese zwei Spiegel im 45° Winkel zur opt. Achse einfügt.
    In vielen Feldstechern ist so eine Umkehr-Einheit eingebaut.


    Da aber beim Newton-System bereits der Fangspiegel je nach Einblick entweder das Bild horizontal/seitenverkehrt
    umkehrt oder vertical/oben_unten vertauscht, kommt es zu keiner richtigen Umkehrung des Bildes. Für die vollständige
    Umkehrung würde bereits ein weiterer Fangspiegel ausreichen, der zum 1. Fangspiegel um 90° gedreht ist. Das wäre
    dann auch eine Art 'Amici' Prisma.
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    Hallo Dirk,


    ich halte mich mal an die Hersteller-Angaben:
    D=150 (HS-Durchmesser) und F=1400 (Gesamtbrennweite, wie immer die entsteht.
    dann wäre die a) Vergrößerung und b) AustrittsPupille
    PL6.5 ............. 215x..................0.69mm (könnte beim Mond grad so gehen)
    PL25.0 ............056x .................2.67 mm (insgesamt besser)
    PL25.0 + 2x Bar .112x ................. 1.33 mm (sollte auch gehen)
    Möglichst wenig opt. Elemente im Strahlengang - also Barlow möglichst vermeiden.


    1.5x Erekting Eyepiece ist vermutlich seitenverkehr, weil ein Newton-System mit Fangspiegel
    und hängt davon ab, wie man hineinschaut.


    Wichtig:
    01. Mehr wie 150x sollte man von diesem System nicht verlangen. Hängt vom Tubus ab, von weiteren opt. Elementen
    und vor allem:
    02. System muß gut kollimiert sein
    03. Leere Vergrößerungen sind nicht sinnvoll.


    Banner unten anwählen und sich weiter informieren.

  • hallo Herr Rohr
    Ich weiß leider nicht, wie sie zu der Annahme kommen, ein Newton würde seitenverkehrt abbilden.
    Jeder, der einen hat kann das sofort überprüfen und weder hab ich den Mond oder irgend eine Schrift seitenvertauscht gesehen noch irgendwas disbezüglich gehört /gelesen.
    Es gibt auch keine seitenvertauschten Astroaufnahmen mit Newtons aufgenommen.
    Könnte es sein, daß Sie das Fokalbild eines Spiegels mit einem Stück Papier (ohne Fangspiegel) aufgefangen haben?
    Dabei ist das Bild tatsächlich seitenrichtig aber deshalb, weil man es von der Spiegelseite her anschaut und nicht wie bei der normalen Beobachtung von hinter dem Brennpunkt.


    nebelfreie Grüße wünscht Felix

  • Bei einem Newton gilt zunächst das gleiche Gesetz wie bei einem Refraktor ohne Umkehr-System:
    Man sieht die Objekte seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend.
    Nun kann man aber in den Okular-Auszug bei einem Newton auf mindestens 3 Arten hineinschauen.
    der Okular-Auszug liegt a) waagrecht/horizontal b) senkrecht/vertical und c) im 45° Winkel, damit
    z.B. die Okular nicht herausfallen. Und genau das wirkt sich auf die Abbildung aus.


    Der Hauptspiegel liefert in jedem Fall ein seitenverkehrt/auf dem Kopf stehendes Bild ab. Der ellipt.
    Planspiegel hingegen vertauscht in jedem Fall entweder die Seiten - je nach dem, wie man hineinschaut
    in das Teleskop. Den gleichen Effekt hat man übrigens auch bei einem Refraktor. Auch in den kann
    man auf mindestens 5 Arten hineinschauen (mit einem Zenit-Prisma).


    Am besten protokollarisch in einen Newton hineinschauen.

  • hallo Herr Rohr


    vorhin hab ich mit dem Celestron Firstscope 76 mm Newton ein paar Fotos gemacht. Objekt war ein Hinweisschild für Gasleitung (Abzweiger9
    Dabei hab ich zuerst das Fernrohr selbst von oben fotografiert mit 1. Blick Richtung Objekt und 2. Blick Richtung Hauptspiegel. Im zweiten Fall ist das Bild aufrecht seitenrichtig, im ersten Fall astronomisch orientiert (um 180 ° gedreht). Auch in der Betriebsanleitung für das Firstscope wird diese Möglichkeit (Beobachten mit Rücken zum Objekt) erwähnt. Ich hab den entsprechenden Auszug aus der Anleitung (Seite 7 unten) dazugelegt (Müßte eigentlich erlaubt sein)
    Beste Grüße
    Felix

  • Lieber Felix,


    die Anleitung bestätigt eigentlich meinen Einwand: Es kommt darauf
    an, wie man in das Okular hineinschaut. Die Mehrzahl aller Newton-
    Beobachter schauen entweder von der Seite , bei horizontaler Lage des
    opt. Tubus oder von oben hinein. Durch die Armbeuge hindurch beobachten,
    sieht man bei Teleskop-Treffen kaum, weil ein normaler Dobson viel zu groß ist.
    Ein Planspiegel im Strahlengang dreht immer eine der Bild-Achsen, entweder die vertikale
    oder die horizontale.

  • Hallo Herr Rohr
    Daß sich das Bild je nach Einblickrichtung herumdreht ist klar aber:
    "Da aber beim Newton-System bereits der Fangspiegel je nach Einblick entweder das Bild horizontal/seitenverkehrt
    umkehrt oder vertical/oben_unten vertauscht, kommt es zu keiner richtigen Umkehrung des Bildes. Für die vollständige
    Umkehrung würde bereits ein weiterer Fangspiegel ausreichen, der zum 1. Fangspiegel um 90° gedreht ist. Das wäre
    dann auch eine Art 'Amici' Prisma"
    und
    "1.5x Erekting Eyepiece ist vermutlich seitenverkehr, weil ein Newton-System mit Fangspiegel
    und hängt davon ab, wie man hineinschaut."
    meint ja wohl was anderes, nämlich, daß die Bilder , egal wie gedreht, gespiegelt bleiben - was ich weder beobachten kann, noch die Bilder zeigen noch der Text der Anleitung - auch theoretische Überlegungen führen bei mir zu anderen Ergebnissenl.
    Ich glaub auch, daß es nirgends Astrofotos mit Newtons gibt, die vesehentlich nicht entspiegelt werden und deshalb seitenverhehrt sind.
    Dagegen sieht man von Hyperstar - Aufnahmen, bei denen nur ein Spiegel vorkommt, tatsächlich immer wieder seitenverkehrte Bilder.
    (Für mich als Beobachter ist es eine der Vorteile des Newton Prinzips, daß man ohne weiteres Zubehör keine vertauschten Seiten hat und sich nur klar sein muß, daß sich der Himmel sowohl durch die Erddrehung als auch Einblicklage dreht.


    momentan sieht man eh nix draußen
    also klare Nächte wünscht Felix

  • Moin,
    als Astrofotograf meine ich, ist doch vollkommen egal wie das Bild raus kommt.
    Das Ergebnis wird doch dann durch drehen/spiegeln immer korrekt dargestellt. Zumindets der ernsthafte Fotofrag macht das.


    Dann verstehe ich nicht, warum es eine Diskussion über spiegelnde oder gedrehte Objekte gibt. Mir wäre das vollkommen egal.

  • hallo an alle.


    Als erstes: wenn klar ist wie das Bild orientiert ist, dann wird man kann und wird man die Bilder so drehen und spiegeln bis es passt.
    (Wenn man es nicht weiß, dann kann es sehr schwierig sein, in einer abgelegeren Gegend des Himmels irgendwas zu identifizieren.)
    Visuell geht es mir auch nicht darum, daß das Bild unbedingt aufrecht steht - einfach weil sich der Himmel sowieso dreht.
    Was mich stört ist das gespiegelte Bild - egal ob aufrecht oder auf dem Kopf.
    Man hat erhebliche Probleme mit der Orientierung - zumindest mir geht es so.
    Starhopp mit gespiegeltem Bild ist mir ein Graus.
    Das Beispiel mit dem Firstscope soll keine Empfehlung für astronomische Beobachtungen sein, das wär natürlich ein Witz.
    Es beweist aber, daß das Bild im Newton nie gespiegelt sein kann.
    Das kam hier mißverständlich rüber und mir ist es, besonders gegenüber Einsteigern, wichtig korrekt zu sein.
    Hier nochmal vier Bilder vom Mond mit verschiedenen Orientierungen.
    Das Erste: Anblick im Refraktor oder Cassegrain geradsichtig ohne Prisma und im Newton
    Das Zweite:Anblick im Refraktor oder Cassegrain mit Zenitspiegel/od Prisma
    Das Dritte: Anblick mit bloßem Auge /Feldstecher/Spektiv sowie Refraktor und Cassegrain mit Amiciprisma oder Newton mit Linsenumkehrsatz.
    Das Vierte: Refraktor oder Cassegrain mit seitlich verdrehtem Zenitspiegel .
    Beim Newton dreht sich das Bild, wenn man das Gerät in den Rohrschellen dreht es wird aber nicht gespiegelt.


    Mag sein, daß das ein wenig korinthenkackerisch daherkommt, aber mir kommt das Thema ein wenig zu kurz.
    Oder kennt hier noch jemand Pentaprismen oder Littrowprismen - beide verändern das Bild nicht - weder spiegeln noch drehen -und waren früher bei Planetenzeichnern beliebt.


    Halbwegs geradsichtige Sicht wünscht
    Felix

  • Die optische Abbildung über optische Systeme wird man nur begrenzt korrigierend der Gewohnheit
    unseres Seh-Instrumentes + Verarbeitung im Gehirn anpassen können. Die Crux beginnt bereit auf
    der Netzhaut, auf der - den opt. AbbildungsGesetzen gehorchend - erst einmal ein umgekehrtes
    seitenverkehrtes Bild entsteht. Dem Gehirn ist es wurscht. Man hat durch ein Umkehrsystem versuchs-
    weise das Bild auf der Netzhaut gedreht: Nach einer kurzen Umgewöhnung hat das Hirn das neue Bild
    wieder richtig interpretiert.


    Die Situation beim Newton ist hinlänglich bekannt und bei visueller Beobachtung lernt man, mit den
    opt. Gesetzen zu leben. Leichter hat man es bei LinsenSystemen. Als einfachste Lösung wäre das Amici-
    Prisma, das prinzipiel aus zwei Spiegeln besteht, die das Bild in den zwei Richtungen wieder dreht,
    damit es gewohnheitsmäßig wieder so auf der Netzhaut ankommt, wie wir das gewohnt sind.


    Bei einem Feldstecher auch Bino genannt kann man bis zu einer Vergrößerung von 100-fach ein
    entsprechendes Bild bekommen - nur die Dinger kosten gleich mal 5 KiloEuro. Wer sich damit
    vergnügen will, gleich mal bei Martin Birkmeier oder Markus Ludes nachfragen.


    Am leichtesten hat man es, wenn man die Welt so nimmt, wie sie ist, und statt dessen einfach
    fragt, wie ist sie denn, die Welt.