TS 2 " Okular GSO Superview 30mm 2" Großfeld Okular in Verbindung mit Dobson 8"

  • Hallo Astro-Freunde ,


    ich habe wie oben beschrieben die Kombi für Deep Sky Besichtigungen zugelegt . Habe aber das Problem das ich im Objektiv den Fangspiegel samt deren Montierung sehen kann bekomme demzufolge auch keine scharfes Bild hin.



    Was mach ich falsch?


    Gruß Daniel

  • Hallo Daniel,
    bei meiner "Neuerwerbung", einem Celestron Firstscope 76 (76mm Spiegel, 300mm Brennweite) seh ich tagsüber auch einen dunklen Fleck im Okular. Nachts seh ich nichts davon, wahrscheinlich weil das Auge beim Blick ins dunkle Okular gleich die Sterne entdeckt und darauf fokussiert. Mein Fangspiegel ist etwa 2,5cm groß. Dein Fangspiegel dürfte doppelt so groß sein.
    Der Fangspiegel liegt nun mal im Strahlengang, und wenn der Fokus ungünstigerweise passend steht sieht man das Ding. Steht der Fokus anders sieht man ihn nicht obwohl der Fangspiegel immer noch da ist.


    Wenn du schon mal beim Beobachten zwischen verschiedenen (normalen) Okularen gewechselt hast wirst du bemerkt haben daß der Fokus etwas nachgestellt werden muß. Es ist meist nur 1mm oder so, aber am Fokusrad fühlt sich das nach richtig viel an. Dein neues Okular könnte eine ganz andere Position für den Fokus haben als die alten Okulare. Dreh mal richtig am Fokussierrädchen und beobachte auch außen ob sich da wirklich was bewegt. Kann ja sein daß da was hakt oder durchflutscht.
    Eventuell liegt das Okular ja jetzt auch tiefer im Okularauszuag als die 1,25" Okulare. Ich hab bisher wenig durch 2"-Okulare gesehen und das auch nur Nachts. Da erschien mir alles ok. Es gibt aber Abstandhalter, Verlängerungen für den Okularauszug. Wenn das Bild besser wird wenn du das Okular etwas rausziehst (dabei gut festhalten!) dann brauchst du so eine Verlängerungshülse. Lag beim Teleskop eventuell so was dabei?


    Wie ist denn der Augenabstand bei dem Okular? Bei meinem 32mm Plössl (1,25" Steckmaß) muß ich darauf achten nicht zu nah ranzugehen sonst seh ich einen nierenförmigen dunklen Fleck im Okular. Ich bin mir nicht sicher aber das nennt man glaube ich "Kidneybean-Effekt". Bleib ich weit genug weg dann ist das Bild gut. Bessere Okulare haben eine Gummilippe außen, deren Höhe sich einstellen lässt. Da kann man dann die Augenbraue drauf "ablegen" und so trotz völliger Dunkelheit den Abstand gut halten. Sie schützt auch vor Fremdlicht von der Seite. Bei preiswerteren Okularen die so etwas nicht haben hilft eine passend geschnittene Pappröhre.


    Nachtrag:
    Es könnte auch sein daß ein Vorbesitzer oder Erstverkäufer deines Teleskops das Teleskop für Fotografie optimiert hat. Dann ist der Tubus (=die Blechröhre) etwas gekürzt oder der Hauptspiegel wurde etwas höher "aufgebockt", weil so die Kameras besser in den Fokus kommen. Ist der Fokussierweg, also der Abstand zwischen Okular "ganz reingedreht" und "ganz rausgedreht" klein bzw. zu klein dann hat man bei visueller Beobachtung das das umgekehrte Problem: Man kommt nicht weit genug raus mit dem Okular. Ist aber eher unwahrscheinlich bei einem Dobson, das ist eher was für Teleskope auf parallaktischen Montierungen (die mit den Gegengewichtsstangen).
    Stressfreie Lösung: Eine Verlängerungshülse, z.B. sowas hier


    Viel Erfolg
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

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