Spiegelzellen Transplantation

  • Hallo


    Sind die Spiegelzellen (also die Aufnahmen der Spiegel mit Justagemöglichkeit) so mehr oder weniger genormt?
    Konkret:
    Ich würde gerne meinem Firstscop 76/300 Newton eine justierbare Spiegelzelle spendieren damit ich diesen ohne größere Probleme und Verrenkungen mit dem Laser justieren kann.
    Bisher hat es genau keine Einstellmöglichkeiten.
    Man kann es nur etwas in den vorhandenen Bohrungen hin und her drücken und hoffen das es nach dem Festziehen der Befestigungsschrauben so ungefähr dort geblieben ist wo es hin sollte.


    Kann ich eine Spiegelzelle eines alten Lidle-Torpedos oder ähnlichem mit ebenfalls 76mm Spiegeldurchmesser in meine Firstscope transplantieren?
    Die Lidle-Torpedo-Gattung ist ja fast genormt wie es mir scheint :D .


    Schöne Grüße


    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
    Bresser _____114/900mm Newton

  • Hi Mark,


    hab mir den Optus im internet mal angesehen; er hat hinten so Zug- und Druck-Schrauben, wie der alte Quelle 76/700, den ich mal besaß.
    Der Spiegel wird wahrscheinlich durch so kleine "Winkel" mit Filzunterlage innen (weil auf die Spiegeloberfläche drückend) gehalten.
    Du mußt auch das Gegenstück (am hinteren Tubusende) mit übernehmen, weil an dem Ring am hinteren Tubusende auch wieder so kleine "Ecken" sind mit einem Gewinde für die Zugschrauben und einer kleinen Fläche auf die die Druckschrauben draufdrücken.


    Es müßte also im Prinzip gehen.
    Weiß nur nicht, ob "geklebte" Torpedos und solche mit Spiegelfassung densselben Tubusdurchmesser haben.


    Gruß

  • Hallo Mark,
    ich stand vor der gleichen Frage und hab mir mal angesehen was ich da so vor mir habe:
    "Firstscope 76" und inzwischen zwei "Tchiboskope" mit 76mm Spiegel und 700mm Brennweite in einem 115mm Tubusrohr.
    Die Spiegelzellen der beiden Tchiboskope sind gleich, 3 Zug- und 3 Druckschrauben M4. Ich hab aber auch schon ein Tchiboskop gesehen das hatte nur 3 Rändelschrauben die unter einem Deckel versteckt waren.


    Der Spiegel des Firstscopes hat zwar den gleichen Durchmesser wie die Spiegel der Tchiboskope, aber die Dicke ist anders. Firstscope ca 10mm, Tchiboskope 15mm. OK, mit 3 Silikonfüßchen drunter geht das irgendwie.
    Der Tubusdurchmesser ist natürlich anders, das Firstscope 76 ist schlanker. Einfach den Boden eines Tchiboskops nehmen und ans Firstscope adaptieren wird nicht so einfach gehen.
    Ich habe daher wie schon an einigen Stellen im Netz beschrieben die Schraubenlöcher zu Langlöchern aufgefeilt und konnte so den Hauptspiegel des Firstscope justieren.


    Ich überlege inzwischen ob ich nicht den Fangspiegelhalter austausche (ist eh schief geklebt) und einen Fangspiegelhalter eines Tchiboskops nehme (3 Streben statt einer, voll justierbar). Dazu müsste ich aber beide Fangspiegel aus ihren Halterungen lösen. OK, beim Firstscope sollte das mit Zahnseide als Säge gelingen, aber der andere ist irgendwie eingefasst.


    Frohes Basteln


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Zusammen


    Ich hatte gehofft das die Tuben in etwa den gleichen Durchmesser haben. Schade.


    Hier mal ein paar Bilder von Ebay:




    Ich werde erst mal abwarten wie der Zustand der Optik des Optus ist.
    Ist sie gut dann versuche ich daraus einen kleinen Selbstbaudobson zu machen.
    So zum Üben bevor ich was teures mache.
    Ist sie unbrauchbar werde ich das Firstscope mit der Spiegelzelle pimpen.
    Vielleicht kann man ja den den Spiegel des Firstscopes in den Tubus des Optus einsetzen, Tubus absägen und an die "Rockerbox" des Firstscopes schrauben.
    Dann noch nen 2" Auszug dran.... Träum ^^
    Wenn der Tubus einen größeren Durchmesser hat könnten noch ein paar Blenden passen :-)


    Den Fangspiegel des Firstscope hatte schon mal vom Halter entfernt (Der war total schief aufgeklebt). Er ist mit einem beidseitig klebenden Schaumstoffstückchen befestigt.
    Habe einfach kräftig dran gezogen und mir keine weiteren Gedanke gemacht. Der spiegel ist ja recht dick so das ich dachte das nichts passieren kann. Ist auch gut gegangen.


    Gruß


    Mark

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  • Hallo,


    ja das ist er, (fast der) den den ich hatte !
    Sehr solides Teil; z. T. wohl noch aus Grauguß (Spiegelzelle ??)ein
    Die Gabel hat schon ein "halbes" Loch unten in der Mitte, das kannst Du ganz durchbohren und mit einer passenden 3/8 oder 1/8 Zoll Schraube auf einem Fotostaiuv befestigen.
    Ich hatte mir damals auf dem Okularauszug (aus Gruguß) einen Sucher befestigt, so solide war der.
    Also wenn die Optik noch ok ist und es ein 76/700er ist, würde ich ihn an Deiner Stelle "adoptieren" wie er ist.
    Das f/9 Öffnungsverhältnis ist sehr schön, brauchst keine teuren Okulare und keine Mini-Okulare für die Höchstvergrößerung.
    (Habe allerdings auch schon durcheinen 76/900er geschaut, da fand ich die Brennweite zu lang).


    Viel Spaß

  • Hallo Rudi


    Ich habe mir das Teil nur zum Basteln gekauft und weil es fast nichts kostet.
    Meine Frau kriegt Anfälle wenn ich jetzt das 6. Teleskop in Folge anschleppe. ;(


    Da hat man 10 Jahre mit einem ollen Refraktor mit miesen Okularen rumgemacht (80'er) und kam nicht mal auf die Idee mal was richtiges bezahlen zu können.
    Und nun findet man alle Nase lang Teleskope für nen Appel und nen Ei.


    Na ja, die Zeiten ändern sich, Ebay sei dank! :)


    Wenn die Optik taugt dann werde ich es jedenfalls gründlich ausprobieren bevor ich damit bastel.
    Falls man den Okularauszug, der ist wohl tatsächlich aus Grauguss, halbwegs spielfrei bekommt und es kein 1" ist schraube ich den auch auf mein Firstscop.
    Vielleicht ist das als Gegengewicht zur dann nachgerüsteten Spiegelzelle auch bitter nötig ;-)
    Das Firstscop habe ich immer in meinem kleinen Wohnmobil, das passt noch neben die Socken in den Schrank.
    Daher kann ich es nicht gegen was längeres austauschen.
    Aber das Bild ist leider alles andere als optimal. Die f=3,95 sind für mich nicht ganz unproblematisch.
    Denke mal auch wegen der serienmäßig üblen Justagemöglichkeit.


    Ich weiß aber eigentlich noch nicht mal ob in dem Rohr noch Irgendwelche Optik drin ist.
    Habe halt ne Wundertüte gekauft. ;-)
    Vielleicht hat irgend ein Vorbesitzer die Spiegel ja mit Scheuermilch und Stahlwolle richtig schön sauber gemacht 8o


    Mich würde für zu Hause eher noch ein klassischer 114/1000 er interessieren. Aber die sind schon etwas teurer.


    Gruß


    Mark

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  • Hallo Mark,
    das mit dem häuslichen Frieden beim Anblick eines weiteren Teleskops kenn ich. Aber ich möchte selber die Teleskopecke im Keller klein halten, daher passt das schon.


    Ein klassischer 114/900 ist teurer? Kommt drauf an...
    Für ein Vixen 114/900 wird einiges gezahlt, wahrscheinlich weil die Dinger angeblich einen Parabolspiegel haben und große Namen große Erwartungen wecken. Andere Fabrikate sind da zum Teil deutlich preiswerter. Mein Nachbar hat 60 oder 65 Euro für einen gebrauchten Omegon 114/900 auf EQ-1 gezahlt. Mittlerweile ist der Tubus auf 'ner Rockerbox, "Firstlight" nach diesem Umbau steht aber noch aus. Es kann eigentlich nur besser geworden sein. Ich hatte mal ein Bresser Galaxia, auch ein 114/900.
    Leistung eines 114/900?
    Aus unserer Siedlung (BaWü, Rheingraben, lichtverschmutzt) heraus musste ich feststellen daß die optische Leistung von insgesamt drei 76/700 und zwei 114/900 bei Planetenbeobachtungen sehr nah beieinander liegen und es wirklich nur kurze Momente gab bei denen die 114/900 die Nase vorn hatten.
    (Cassiniteilung) Etwa 1km entfernt (Wald dazwischen) war der Abstand größer aber auch nicht dramatisch. Einige Messier-Objekte mit 114/900 gingen, aber ich hatte mich an nur indirekt zu beobachtendem "Lichtmatsch" schnell satt gesehen. Die mickrigen optischen Sucher und der LED-Sucher meines Galaxia machten es auch nicht einfach "unsichtbare" Objekte zu finden.
    Vielleicht waren die gewählten Beobachtungsnächte nicht die besten, aber so sind die Bedingungen hier im Südwesten. Man freut sich irgendwann auch über eine wolkenlose Vollmondnacht!
    Mit dem 250/1250 vom Verein mit seinem großen Sucher machte das ganze viel mehr Spass.
    Sternhaufen waren als solche zu erkennen!
    Deshalb hab ich mein 114/900 verkauft und einen 8" Spiegel erstanden...


    Eine komische Idee kommt mir da gerade:
    Wenn du unbedingt den Boden des Tchiboskops verwenden willst - warum nicht auch den Tubus? Natürlich nur der vordere Teil mit OAZ-Loch und Fangspiegelspinne, passend gekürzt.
    Mit einem großen Blatt Zeitungspapier um den Tubus kriegt man ganz einfach eine gerade Schnittlinie gezeichnet.
    Das müsste man vorher mal mit MyNewton durchrechnen lassen ob der Fangspiegel dann noch passt.
    Kommt wahrscheinlich sehr auf den OAZ an. Die Tischmontierung des Firstscope sollte mit einem etwas breiteren Tubus kein großes Problem haben und nicht gleich zur Seite kippen.


    Viel Erfolg
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Ihr beiden,


    wenn ihr so viele Teleskope "rumliegen" :D habt (habe übrigens auch 3, wenn man das Fernglas mitrechnet, ... von den Suchern ganz zu schweigen), warum baut Ihr denn dann keinen Bino-Dobson : http://www.astrosurf.com/altaz/460_bino.htm und auf Englisch: http://www.astrosurf.com/altaz/460_bino_e.htm


    Stereo sehen, soll ja viel besser sein, als ein Binoviewer, der das Licht nur splittet.



    Und noch hier:



    https://www.google.de/search?q=bino+Dobson&hl=de&biw=1600&bih=709&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi5mIbKxsnJAhUDPRoKHZU8BuIQsAQIUw


    Aber das maxi-mini-malistische französische Telekop ist wahrscheinlich nichts für lichtverschmutzte Gebiete, wie bei mir, in einem der zwei frz. "Ruhrgebiete".


    Im übrigen meine ich auch, daß, wenn 100mm Durchmesser für einen Refrakor ganz gut ist (auch vom Gewicht und Größe her), sollte man, wenn man sich für einen "richtiges Teleskop" entscheidet, bei einem Newton - auch angesichts des preises - nicht unter 150 mm bleiben. Bin z.B. bei meinem 100mm Refraktor immer wieder enttäuscht von M 13; ... Planeten sind aber schön.

  • Hallo Rudi,


    es ist nicht so schlimm wie es sich anhört. Ich habe momentan nur 2 funktionsfähige Teleskope, beide vom Typ Newton: ein 76/700 und ein 76/300. Das zweite 76/700 das vor zwei Wochen in meinen Besitz kam
    dient als Ersatzteillager für das 1. (Sucher, Spiegel). Alles andere ist wieder verkauft oder war geliehen. Zum 8-Zöller gibt es viele Einzelteile und Pläne. Bis auf ein paar Kleinteile müsste alles da sein, abe rich arbeite in Laufweite eines Baumarktes... Warum ist das Ding nicht in Arbeit? Da momentan der Bastelkeller umgebaut/umgeräumt wird und danach das Dach (Keller wird Lager für alles was momentan da oben ist....) ruht in Sachen Teleskopbau alles.
    Vielleicht ergibt sich eine Lücke zwischen Keller und Dach in der ich Zeit habe.
    Ein Bino aus zwei 76/700 wäre lustig, aber etwas sperrig ohne Auto, und die Zenitspiegel gibt es auch nicht geschenkt... Am Ende wäre es nett anzusehen aber für mich kaum nutzbringend.


    Viele Grüße


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
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  • Hallo Detlev,


    das mit dem "rumliegen" war nicht böse gemeint. Ich find das wirklich gut mit dem "Ersatzteillager" !
    Der Herr Dobson hat ja seine ersten Teleskope aus Holz vom Sperrmüll gebaut. ... Und das war gut so.


    Habe gerade Dein Bild mit dem 76/900er gesehen !
    Wirklich solide handwerkliche Arbeit !


    Laßt uns alle so weitermachen, damit das Forum lebt !


    Gruß

  • Hallo Mark,


    gerade habe ich bemerkt daß du ja von einem 114/1000 redest, also eher von einem katadioptrischen Newton (Kat-Newton). Dazu kann ich dir keine Erfahrungswerte geben, außer daß alle sagen daß die nur für Widefield taugen, für Hochvergrößerung an Mond & Planeten sei deren Bild zu matschig.
    Nicht weil das Design schlecht wäre sondern weil die Einsteigergeräte die eben auch zum Einsteigerpreis gebaut werden müssen nicht exakt genug gebaut werden.
    Als Bastler kann man da anscheinend nicht viel retten. Der Spiegel ist ein Kugelspiegel (da kann man nix falsch machen), die Korrekturlinse soll optisch alles retten.
    Ist diese Linse gut ist alles bon. Ist sie schlecht hat man verloren.



    Gruß
    Detlev

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    Edited once, last by Kaffee ().

  • Hallo zusammen!


    Ein kleines Bino währe sicherlich ein interessantes Projekt.
    Da ich aber viel zu wenig Zeit habe wird es wohl noch etwas warten müssen.


    Inzwischen ist das 76/700er Optus eingetroffen und es ist alles ganz anders als erwartet!
    Optik scheint recht gut zu sein. Niemand hat die Spiegel mit Scheuermilch oder dergleichen traktiert.
    Erster Blick ohne Justage war schon recht vielversprechend.
    Aber die scheinbar massiven Graugussteile sind in Wriklichkeit aus weichem Plastik :S
    OAZ ist leider nur ein Einzöller.
    Auch die eigentlich einstellbare Spiegelzelle ist aus dem weichem Material.


    Dafür ist der Tubus sehr viel größer im Durchmesser als ich erwartet haben.
    Also WESENTLICH größer als das Firstscope.
    Das ist bezüglich Streulicht natürlich sehr schön.
    Die Innenschwärzung ist recht gelungen. Satt schwarz und sehr rau.
    Schluckt das Licht sehr gut.
    Besser als alles andere was ich bisher serienmäßig gesehen habe.
    Da die Lackierung eigentlich perfekt ist vermute ich das sie serienmäßig ist.


    Fangspiegel hat eine Spinne mit drei Beinen.
    Ohne das ich Vergleichsmöglichkeiten habe macht sie einen sehr Stabilen Eindruck.
    Da kann man ruhig dran rumdrücken ohne das sich die Einstellung verstellt.


    Ich habe dann den Spiegel ausgebaut.
    Dieser war recht staubig aber ansonsten einwandfrei. Habe Ihn daher nicht geputzt.
    Eine Mittenmakierung angebracht.


    Wieder zusammengebaut und dann versucht zu justieren.
    Laser rein und den Fangspiegel eingestellt.
    Das ging sehr gut und schnell.
    Dann den Hauptspiegel:
    Der war komplett auf Block geschraubt.
    Hatte mich noch gewundert warum.
    Die Antwort hat dann die Spiegeljustage gegeben:
    Man kann "Justieren", aber nicht systematisch :-(
    Die ganze Spiegelzelle ist sooo weich das jedes Verstellen eine Schraube die Zelle komplett verzieht so das der Laserpunkt sonst wo hinwandert.
    Aber bestimmt nicht in die Richtung die man erwartet.
    Also so lange dran rumgedreht bis es so ungefähr stimmt.


    Dann noch mal in der Wohnung einen Blick durchs Teleskop: Astrein, Knackscharfes Bild, Einstellung hat sich gelohnt!
    Test am Sternenhimmel improvisiert: Mit zwei Kabelbindern aufs Fotostativ, altes 1" 20mm Okular rausholen und ein Blick auf den recht klare Nachthimmel.
    Sterne sind Punktfein und rund. :-)
    Aber volles Retrofeeling: Alles am wackeln, winziges Gesichtsfeld.
    Habe dann noch den Orionnebel gefunden :-) und muss sagen das er sehr schön aussah.
    Hoher Kontrast, Form war deutlich und strukturiert zu sehen.


    Mond und Planeten waren leider nicht verfügbar.


    Fazit: Schöne Optik und gruselige Mechanik.




    Hallo Detlev
    Ich meinte auch ein 114/900
    Es war mir nicht so klar das es ein großer Unterschied zwischen 114/900 und 114/100er Rohren gibt.
    Ist jetzt aber klar.
    Ich habe jetzt eins im Zulauf, 40€ mit einer EQ2 Montierung.
    Bin mal gespannt.


    Warum sollen die nicht für Planeten taugen.
    Ist doch F8, sollte doch gerade für hohe Vergrößerung und nicht für Weitfeld geeignet sein??
    Bitte klär mich auf.
    Jedenfalls wollte ich es für Planeten und Mond einsetzen.
    So als unproblematische Optik im Gegensatz zum Firstscope (F4) und Heritage 130/650 (F5) wo ich immer noch mit der Justage kämpfe!


    Gruß
    Mark

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  • Hallo Mark,


    erstaunlich was du alles "im Zulauf" hast, und vor allem was dann draus wird. Glückwunsch zum 76/700 Teleskop
    und viel Spass mit dem 114/900.
    Du hast Recht, f/8 und ähnlich ist eher was für Planeten, aber ich hab mein 114/900 ja damals auch auf Orion & Co draufgehalten und mich über blasse,geisterhafte Bilder gefreut.


    Die 100mm Unterschied in der Brennweite sind entscheidend für die Bauart. 114/900 ist ein klassischer Newton so wie du gerade einen justiert hast.
    114/1000 ist mechanisch nur etwa halb so lang, mit einer Korrekturlinse im OAZ. Die Linse muß natürlich auch genau richtig eingestellt sein, so sie denn überhaupt justiert werden kann.
    Ich stelle mir das vor wie einen 114/500 und einer eingebauten 2x-Barlow die auch noch ein bischen das Bild vom Kugelspiegel verbessert.
    Wissensmäßig bewege ich mich da aber auf unsicherem Terrain und lass mich daher gerne "aufschlauen".


    Gruß
    Detlev

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  • Ist F8 mit Kugelspiegel nicht schon beugungsbegrenzt?

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  • Hallo Mark,
    f/8 und Kugelspiegel passt gut, hab gerne Planeten auf 150x mit meinem 114/900 und seinem f/8 Kugelspiegel beobachtet. Aber beim 114/1000 ist der Spiegel in der Gegend von f/4,5 sonst bräuchte es ja keine zusätzliche Linse.


    Einen 114/1000 als "echten Newton"scheint es nicht zu geben. Wozu auch, die Unterschiede zum 114/900 wären minimal: 10% höhere Vergrößerung bei gleichem Okular aber dafür auch 10% mehr Hebel beim bewegen. Das was die Kat-Newtons so interessant macht ist ja der kurze Tubus, der ein handliches Packmaß ergibt und es darüber hinaus vielleicht erlaubt die Montierung eine Nummer kleiner zu nehmen da der "Hebel" vom Tubus im Vergleich zum Newton deutlich geringer ist. Das Ziel ist klar: Tolles Teleskop mit akzeptablen Maßen und Gewichten.


    Gruß
    Detlev

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  • Mark,
    das mit dem Plastik und dem kleinen Okularauszug ist schade.


    (1) Zum Spiegelzellen-Problem:
    Ich frage mich on Du nicht irgendwo einen alten (Auto-)Lautsprecher-Befestigungs-Aluring auftreiben und über den Rand stülpen kannst !
    So was ähnliches: https://www.google.fr/search?q=aluminium+Lautsprecher+Ring&biw=1600&bih=709&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjfwJ-N4c_JAhWGVhoKHYh3Be8QsAQILA


    (2) Zum Okularauszug:
    Bei meinem 1" Okularauszug war vorne so ein schwarzer Ring drauf, wo die Feststellschraube drin war.
    Wenn man den abschraubte, paßten 1,25" Okulare mit "etwas", aber wenig Luft hinein. Ein bißchen Veloursfolie innen, und die 1,25 " Okulare gingen "saugend" rein und saßen bombenfest, ohne Fixierschraube. Weiß natürlich nicht, ab das bei Dir auch so ist.


    Bin mal gespannt, was Du machst !



    Edit: Noch eine Anmerkung zur Justierung, Mark.


    Ich frage mich, ob das nicht normal ist, daß der Laser "rumeiert", weil sich bei Justierung des Hauptspiegels der reflektierte Lichtpunkt - bedingt durch den Einfluß der beiden anderen Doppel-(Zug-und Druck-)schrauben gar nicht "radial" = senkrecht zum Zentrum nach innen und außen bewegen kann, sondern sich "spiralförmig" dem Zentrum / der Idealposition annähert.

  • Hallo Rudi


    Zu (1):
    Ich glaube das macht keinen Sinn da man auch die Basis der Spiegelzelle verstärken müsste.
    Eine komplett neue selber bauen dürfte einfacher sein.
    Da werde ich mir einen kleinen Dobson raus bauen :-)
    Aber erst noch mal an Mond und Planeten testen.


    Zu (2):
    Super Idee, bin ich noch gar nicht drauf gekommen.
    Werde ich am Wochenende testen.


    Justierung:
    Das könnte schon so sein, zumindest teilweise.
    Da aber das ganze Fokusgewinde alles andere als spielfrei ist und man das wackeln durch leichtes berühren des Lasers provozieren kann macht das Spiel meiner Meinung nach mehr aus als die leichte Dezentrierung durch die Halteschrauben.
    Es ist halt keine solide Basis für Einstellungen vorhanden, außer wenn man den Fokussierer auf Block geschraubt hat.



    Ich habe meinen neuen alten 114/900 bekommen! In sehr schönem Zustand.
    Justierung (mit Laser) war ein Traum und in 10 min erledigt. :-)
    Wenn ich da den Fokussierer rausdrehe (Normaler Type) bleibt der Punkt so halbwegs im Zentrum.


    Gestern mal kurz am Himmel ausprobiert.
    Recht schlechte Bedingungen aufgrund hoher Wolken, nur Plejaden und so, war nicht so der Hit mit dem Gerät.
    Planeten und Mond sind ja momentan abends nicht zu sehen.


    Ich warte dann mal auf den Mond :-)


    Gruß
    Mark

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  • Wenn ich da den Fokussierer rausdrehe (Normaler Type) bleibt der Punkt so halbwegs im Zentrum.

    Hallo Mark,


    noch eine Frage, um alle Eventualitäten auszuschließen, weil Du immer (wieder) sagst, daß Deine Okularauszüge "eiern".
    Hast das mal das hier getestet ? : http://www.astromart.com/articles/article.asp?article_id=96


    Aber nicht so kompliziert wie da, besonders auf Bild 2. Ich lege meinen einfach auf die etwas geöffenten Backen des Schraubstocks (Tesafilm oder ein anderes Klebeband über die Backen des Schraubstocks kleben, falls Du Kratzer vermeiden willst). Dann markierst Du den Punkt, wo der Laserstahl auf die Wand trifft, und drehst zunächst um 180° (um einen Eindruck zu bekommen), und dann in vier 90° Stufen um 360°.


    Falls der Laser dejustiert ist, zeigt der Strahl einen Kreis auf. Und wenn Du die 90° Punkte markierst, weißt Du auch in welcher Richtung er abweicht / Du ihn justieren mußt.


    All Guddes


    Edit: Ach ja und noch was: als ich das Objektiv meines Reise-Refraktors justiert habe, habe ich festgestellt, daß sogar das Festklemmen des der Klemmschraube am Okularauszugs die Justierung verändert. Also die Klemmschraube auf lassen (auf keinen Fall festziehen), ... ... ... aber das Teleskop nicht heftig bewegen, sonst fällt der Laser aus !

  • Da aber das ganze Fokusgewinde alles andere als spielfrei ist

    Hallo Mark,
    Ich hab bei meinem Firstscope Plastikschrauben in den OAZ gedreht, mit denen ich das innere Rohr stufenlos klemmen kann. So konnte ich das Gewackel erheblich reduzieren.
    Gebohrt mit 4mm, dann M5 reingeschnitten. Kernloch soll eigentlich 4,2mm sein aber bei Plastik geht das auch mit 4mm.
    Beim schneiden hatte ich den Gewindeschneider in eine Ständerbohrmaschine gesteckt damit er sich nicht verkanten konnte.
    Eiert nur noch wenig beim fokussieren. Demnächst schleif ich die Enden der Plastikschrauben mal plan, dann sollte das noch weniger werden.
    Fixiert von außen mit Plastikmuttern. Günter gab mir den Tipp. Fotos? Hier, neben anderen Tipps auf seiner Seite
    http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/viewtopic.php?t=33


    Er hat M4 in Metall geschnitten, ich M5 in Plastik weil M5 etwas mehr Material fürs Gewinde übrig lässt.
    Achtung beim fixieren, nach "fest" kommt "ab"!


    Gruß
    Detlev

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  • Hallo Rudi


    (2) Zum Okularauszug:
    Bei meinem 1" Okularauszug war vorne so ein schwarzer Ring drauf, wo die Feststellschraube drin war.
    Wenn man den abschraubte, paßten 1,25" Okulare mit "etwas", aber wenig Luft hinein. Ein bißchen Veloursfolie innen, und die 1,25 " Okulare gingen "saugend" rein und saßen bombenfest, ohne Fixierschraube. Weiß natürlich nicht, ab das bei Dir auch so ist.


    Das klappt leider nicht da der Rohrdurchmesser nach Abschrauben des schwarzen Ringes immer noch wesentlich zu klein ist.
    Das Auszugsrohr hat in etwa den Druchmesser eines Okulares, also recht genau 1,25".


    Gruß
    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
    Bresser _____114/900mm Newton