Selbstbau Stativ

  • Hallo


    Habe mein Stativ noch etwas verbessert.
    Da mir das Stabilisierungsbrett aufgrund seiner Größe bei nur zwei
    Zentimeter dicke noch zu schwingungsanfällig war habe ich eine Mittelsäule eingefügt:


    Die Holzstange ist im Stativkopf verankert und ragt noch durch eine Bohrung in der Mitte der Stabilisierungsplatte.


    Das Mittelteil der Stabilisierungsplatte gleitet beim zusammenklappen der Beine an der Stange entlang nach oben.
    Mit einem verschiebbaren Klemmstück wird die Stabilisierungsplatte an der gewünschten Stelle fixiert was den Winkel der Beine festlegt.
    In einer zwischenopsition ist das merhteilige Stabilisierungsplatte leider nicht sehr steif da sich das Spiel der Schaniere bemerkbar macht.
    Daher sollen später die Beine noch mit Ketten gegen das untere Ende der Mittelsäule verspannt werden und so das Spiel geblockt werden.


    Im Normalfall soll die Stabilisierungsplatte in der Endstellung noch weiter nach unten gedrückt werden und mit dem Klemmstück auf Spannung fixiert werden (Wie auch im ersten Foto zu sehen).


    Ein erster subjektiver Test zeigt ein deutlich reduziertes Schwingunsgverhalten der Stabilisierungsplatte.
    Im "Verspannten" Zustand fühlt sich das Stativ bei jeder Belastung "hart" an.
    Ein Nachgeben ist nicht fühlbar.
    Die Verwindugssteifigkeit scheint noch deutlich höher als zuvor zu sein.
    Ein hartes aufsetzen auf den Boden gibt nur einen kurzen Ton, kein klappern ist hörbar.


    Als nächstes brauche ich noch eine standardisierte (nach meinem privat-Standard) Aufnahme für Teleskope.
    Dann noch gutes Wetter und Zeit, dann kann das "Firstlight" des Statives kommen! ;-)


    Gruß
    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
    Bresser _____114/900mm Newton

  • Hallo Rudi.


    Eine Bohrmaschine zur Fräse umzubauen gibt garantiert murx weil:
    * Bohrmaschine dreht zu langsam, Fräse bis 30000 1/min.
    * Bohrfutter läuft nicht rund genug, Fräse hat Spannzangen.
    * Bohrständer hat zu viel spiel.
    * Bohrmaschinen sind nicht für seitliche Kräfte ausgelegt.
    * Auflagefläche vom Bohrständer ist sehr groß, daher unpraktisch.
    * und und und.....


    Man kann zur Not natürlich eine kleinigkeit mit ner Bohrmaschine fräsen, geht schon.


    Es gibt allerdings Gradschleifer für die Oberfräsen Unterteile erhältlich sind.


    Ein Bohrständer wird nicht viel billiger als eine Fräse sein und Du bekommst noch einen Haufen Zubehör dazu.


    Eine Oberfräse bekommt man z.B. bei Aldi schon für 40€, dazu noch ein Hartmetall Fräserset von Ebay für 15 bis 20€.
    Qualität reicht zum reinschnuppern locker aus.


    Gruß.
    Mark

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  • Hi Mark,


    genial das mit der Mittelstange (hatte Deinen letzten Beitrag - wegen des "Umspringens" auf Seite 2 - noch gar nicht gesehen).


    Vielen Dank für die Auskunft betreffend die Fräse.



    N.B.: Kriegst Du - wegen der Mittelstange - keine Probleme mit einer - späteren - Befestigung einer Montierung, weil das Mittelloch der oberen Platte "besetzt" ist ?


    Viel Spaß weiterhin mit dem Projet (was ja wohl bald fertig ist).

  • Hallo Rudi
    Ich will eine wechselplatte anbringen um verschiedene Teleskope oder Fotoapparate anzubringen zu können.
    Die soll dann mit drei Schrauben am Stativkopf befestigt werden.


    Eventuell noch eine versenkte Zentralmutter.
    Die sollte noch über der Mittelsäule Platz finden (Säule kann ich noch rausziehen da noch nicht verleimt) so das man von oben Schrauben oder Gwindestangen eindrehen kann.


    Gruß
    Mark

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  • Hallo Rudi, Hallo Mark
    Ein Zwischenruf aus der Werkstatt:
    Meine Fräse hat auch nur 40 Euro gekostet, fiel wohl irgendwo in China vom Band.
    Die Toleranzen die ich damit und mit preiswerten Fräsern hinkriege sind vollkommen ok für Holz.
    Ich hab mit meiner Ständerbohrmaschine vorher mal versucht zu fräsen (Kopierhülse), das Ergebnis war eher schlecht. Hab gleich danach die Fräse gekauft.
    Vier Verbesserungen:
    - Klemmschraube durch eine mit größerem Griff ersetzt. Da wackelt nix mehr.
    - ungenauer eingebauter Höhenmesser ersatzlos entfernt da er eh nur störte.
    - Fräse auf ein 30cm Brettchen geschraubt. Hier und da und da und auch noch da ein 6mm Loch, fertig ist der kleine Fräszirkel.
    - Zwei Gewindestangen mit passenden Muttern stecken in einem Hartholzklotz, unten ragt ein Pin raus, fertig ist der große Fräszirkel.


    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x) | Frisch gepflückt: 200/1200 Dobson


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo.


    Bin wieder etwas weiter gekommen.
    Ich habe lange gegrübelt wie ich mein Heritage 130 mitsamt Dobsongestell auf mein Stativ bekomme.



    Das Heritage sollte möglichst wenig beschädigt werden und grundsätzlich wieder in den Urzustand zurückgebaut werden können.


    Nach langem Überlegen habe ich mich für eine Adapterplatte entschieden die unter die Rockerbox geschraubt wird.
    Da sie dünner ist als die Füße hoch kann das Heritage weiterhin auch ohne Stativ genutzt werde.



    Es werden nur drei Löcher in die Unterseite der Rockerbox gebohrt, die später recht unauffällig sind.



    In die Adapterplatte sind drei Nuten eingefräßt in die lange Schrauben seitlich eingeschoben werden.



    Dann wird die Platte mit diesen Schrauben auf dem Kopf des Stativs befestigt.


    Bei einem ersten Kellertest mit Teleskop ist mir erstmalig aufgefallen wie labiel die einarmkonstruktion der Rockerbox des Heritage 130 ist.
    In der Praxis machte sie eigentlich ihren Job ordentlich.


    Naja, man wird pingeliger mit der Zeit.


    Nächstes Projekt wird eine stabile Rockerbox für all meine Rohre :-)


    Gruß.
    Mark

  • ...


    In die Adapterplatte sind drei Nuten eingefräßt in die lange Schrauben seitlich eingeschoben werden.
    Dann wird die Platte mit diesen Schrauben auf dem Kopf des Stativs befestigt.
    Bilder reiche ich noch nach.


    Bei einem ersten Kellertest mit Teleskop ist mir erstmalig aufgefallen wie labiel die einarmkonstruktion der Rockerbox des Heritage 130 ist.


    Hallo Mark,


    also das mit den drei Nuten und den langen Schrauben kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen.


    Das mit dem "senkrechten" bei der einarmigen Rockerbox wundert mich auch, daß das überhaupt (jedenfalls über einen längeren Zeitraum) hält. Da sind ja wahrscheinlich nur Holzdübel unten drin und dann ist das (Press ?-)holz geleimt. Komisch, daß da nicht wenigstens solche Winkel angebracht sind: http://www.obi.de/decom/product/Hettich_Verstellwinkel_65_mm_x_115_mm_x_30_mm_Stahl_verzinkt/5448253&position=22&pageNum=1&pageSize=72


    Aber Du sagst mir sicher gleich wieder, daß das gar nicht bringen würde, ... ... wegen der "Drehmomente " ;( !


    Nicht für ungut


    Und gute Weiterarbeit !

  • Hallo Rudi


    Ich habe nun wie angekündigt die Bilder hinzugefügt. Vielleicht wird es mit den Bildern besser verständlich.
    Also Befestigungsplatte unter das Dobson Stativ geschraubt.
    In dieser sind die drei Nuten, wie Langlöcher die auf einer Seite offen sind.
    In die werden die Schrauben eingeschoben:


    Wenn sie bis zum Anschlag eingeschoben sind passen die Schrauben genau in die Bohrungen der Stativ-Kopfplatte:


    Damit ist das Teleskop sehr solide befestigt. Finde ich jedenfalls. :-)




    Die Rockerbox hält schon. An sich ist die schon solide verarbeitet.
    Die Spanplatten sind sauber verarbeitet und mit einem gummiartigen Randschutz versehen.
    Verbunden sind sie mit speziellen Spanplattenschrauben aus dem Möbelbau.
    Ob noch zusätzlich Holzdübel drin sind weiß ich nicht. Dazu müsste ich es mal auseinanderschrauben.


    Zusätzliches Verdübeln und Verleimen würde etwas Stabilität bringen, ebenso die von Dir genannten Winkel, aber ich denke das macht keinen großen Unterschied.
    Es wackelt mehr die gesamte Einarmkonstuktion. Man müsste also den Arm massiv versteifen -- Wegen der Drehmomente (Grins).


    Mit dem Aufwand bau ich lieber ein Universal Dobson :-)
    Hier meine erste Skizze:


    Ich werde dafür einen eigenes Thema aufmachen.



    Schöne Grüße an den "Künstler"
    ;-)


    Mark

  • Hallo liebe Selberbauer!


    Ich habe die Befestigung des Teleskops geändert.
    Die Langlöcher haben sich nicht bewährt, beim Hantieren in der Dunkelheit rutschen die Schrauben in der Dunkelheit einfach zu schnell raus.
    Dazu die einzelnen Flügelmuttern und die Unterlegscheiben.
    Man verliert einfach zu schnell die Kleinteile.


    Ich habe in die Befestigungsplatte die am Teleskop sitzt anstelle der Langlöcher drei Muttern eingelassen.
    Die Befrestigungsschrauben habe ich nun in die Kopfplatte des Stativs integriert.
    Sie können sich einige Zentimeter bewegen aber (eigentlich) nicht rausfallen.
    Sie können maximal 1,8cm aus der Kopfplatte herausragen, so das sie immer im Bereich der Befestigungsplatte des Teleskops bleiben.
    Die Löcher der Schrauben in der Kopfplatte sind größer als der Schraubendurchmesser um so Fertigungstoleranzen auszugleichen.
    Die Schrauben haben ein Handrad aus Holz um sie ohne Werkzeug zu bedienen.


    Die Konstruktion hat sich schon bei einigen Einsätzen bewährt.
    Nichts kann mehr runterfallen oder verloren gehen!


    Leider hat sich das Stativ bei den Einsätzen grundsätzlich als zu schwer herausgestellt.
    Mit aufgesetztem Teleskop kann man es nur noch mit allergrößter Mühe einige Meter tragen.
    Die Stabilität ist dagegen enorm. Es ist zur Zeit nicht nötig die Schrauben der Beine feste anzuziehen.


    Das nächste Stativ werde ich deutlich leichter bauen :-)
    Auch auf eine Längenverstellung der Beine werde ich dann verzichten, bisher habe ich alle Höhenänderungen mit der Beinwinkelverstellung durchgeführt. Das geht schnell und unproblematisch.


    Gruß
    Mark

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  • Hallo Mark,


    wenn ich mir erlauben darf: eine Bemerkung zur Längenverstellung der Stativbeine. Ja auf die Höhenverstellung der Beine kann man verzichten, wenn man immer mit demselben Teleskoptyp (Newton) arbeitet. Ich würde sagen, das geht auch bei einem Celestron oder Meade (f/10) mit Zenitspiegel.


    Bei einem Refraktor würde ich aber, ehrlich gesagt, eher auf die "Spreizung" der Beine denn auf die Höhenverstellung verzichten.


    Clear Skies