200/1200mm Spiegel von Meade... gibt es das überhaupt?

  • Hallo zusammen und allen ein frohes neues Jahr!


    Ich hab hier einen gebrauchten Newton-Spiegel der laut Vorbesitzer aus einem beim Transportt beschädigten Meade-Newton stammt.
    Durchmesser 200mm
    Stärke 25mm
    Brennweite 1200mm
    Gewicht ca 1900 g
    Material: wahrscheinlich klares "Plateglas" ("Ultra Plex"? (diese Bezeichnung erwähnt eine Seite von ICS), die Dichte passt dazu.


    Was mir auffällt ist der metrische Durchmesser. Meine Suchen im Netz haben ergeben daß sowohl die "Meade Lightbridge" als auch die ältere "Meade Starfinder" mit 203mm Spiegeln gebaut werden/wurden, obwohl mindestens einer im Netz einen 200/1200er Spiegelset aus einem "Starfinder" verkauft hat. Vielleicht hat er die 3mm auch einfach nur mathematisch weggerundet.


    Hat Meade nun solche Spiegel verbaut oder nicht...?


    etwas ratlose Grüße
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x)


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Detlev,


    das ist wirklich zu blöd, ... ich habe vor kurzem meine Bücherregale ausgedünnt (die Regale waren kurz vor dem Zusammenbrechen) und dabei auch einen Ordner mit Astro-Produkt-Katalogen aus den 70igern weggeworfen ?( .


    Aber ich habe (aufgrund der "Produkt-Katalog-Idee") gedacht, ândere hätten vielleicht pdfs in Netz gestellt und folgendes gefunden: http://geogdata.csun.edu/~voltaire/classics/


    Hier ist einer von 1978: http://geogdata.csun.edu/~volt…lassics/meade/meade78.pdf (... aber die Angaben über die Spiegel sind dort sehr "dünn").


    Vielleicht findest Du aber (im ersten Link) noch mehr.


    Gruß

  • Vielleicht ist es ja auch ein Bresser-(Meade)?


    Bresser war ja kurzzeitig an Meade verkauft worden und später, als Meade (weltweit) in finanziellen Schwierigkeiten steckte, hat Bresser MeadeEuropa wieder zurückgekauft; siehe:
    http://www.vwg-rhede.de/mitgli…aufen/bresser-profilseite


    APM hat noch so einen Dobson von Bresser.


    Geht Dein Bauprojekt voran ?


    Gruß

  • Hallo Rudi,


    vielen Dank für die Hinweise. Das ist ja wie eine Leihkarte für eine Bücherei!
    Bin nur neugierig woher der Spiegel stammt. Der Spiegel ist wie er ist, vielleicht gut, vielleicht nicht.
    Einbauen werde ich ihn so oder so, ich hab nur diesen in der Größe.



    In den letzten Tagen konnte ich mein 76/700 Dobson mit neuem Spiegel und einem neuen Sucher versehen. Erst kam ich nicht mehr in den Fokus, aber nachdem ich den Hauptspiegel 10mm "aufgebockt" hatte passte es wieder. Besseres Bild und ein neuer Sucher, das ist doch schon was. DeepSky geht damit eher nicht, aber immerhin könnte ich damit "Catalina" sehen, wenn es nicht dauernd regnerisch und bewölkt wäre. Naja, in anderen Landesteilen legt Glatteis und Frost alles lahm, da würde man sich über +5°C und Regen sehr freuen.


    Jetzt ist erst mal das Haus wieder dran. Innenvertäfelung unterm Dach ist wieder angetackert bis es dort weitergeht. Also erst mal keine Kisteninvasion im Keller. Bastelkeller bleibt fürs erste so bis die Gasleitung geerdet ist. An dieser Stelle schöne Grüße an die Jungs die den Gaszähler getauscht haben.
    Genau sowas hab ich gebraucht!
    Wenn die passgenau gebauten Regale im Vorratskeller fertig lasiert sind, der Komposter nagersicher umgebaut und die Terassenbeleuchtung fertig ist hab ich Zeit. Ich muß ja erst am 11. wieder arbeiten. Immerhin hab ich 'nen Plan für die 6-Punkt-Spiegelzelle gemacht. Also Gehrungssäge klar gemacht und Aluprofil rausgesucht... Dann ist mir aber aufgefallen daß ich die Kiste drumherum ja auf den Hut abstimmen muß, denn der soll ja am Ende da reinpassen (eben ein "Zollstockdobson" nach dem Matruschka-Prinzip ). Der Aufbau rund um den Spiegel ist klar, aber wie lange laß ich die Profile überstehen? Lang lassen und hinterher freihändig abschneiden? Nein, das Auge ist doch auch mit.
    Also besser mit dem Hut anfangen. Da hab ich immerhin schon vor einiger Zeit den Ring aus 10x10 Aluprofil gebogen und genietet. Messingblech für die Spinne hab ich, Drehfokussierer und Fangspiegel auch. Diverse Alubleche und Profile liegen ebenfalls bereit. Es kann sich also nur noch um wenige Stunden bis zum Firstlight handeln, alles andere wäre reine Spekulation!
    Wär doch auch langweilig wenn alles gleich fertig ist. Einer meiner Kollegen kam vor einiger Zeit mit einem russischen Sprichwort: Lieber 5 mal messen als einmal falsch abschneiden.


    In diesen Sinne:
    "Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" ;-)


    viele Grüße
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Detlev,


    ich sehe, Dir geht die Arbeit im Moment nicht aus !


    Aber immerhin arbeitest Du zeitweise zuhause, da können die Kinder - falls vorhanden - mit Dir in Kontakt treten. Ich hatte, als meine Tochter 13 war oder so, mal eine sehr arbeitsame Zeit, wo ich jeden Abend erst um 9 Uhr nach Hause kam. Das war gar nicht gut für die Vater-Tochter-Beziehung.


    Zu Aufmunterung eine lustige Geschichte aus dieser Zeit:


    Trotz der vielen Arbeit wollte ich natürlich trotzdem noch meinem Hobby frönen. Eines Tages (es muß wohl schon gegen Ende der Woche geween sein, sagen wir mal Donerstag) war ein besonders schöner Himmel. Also Teleskop auf die Terrasse zum Auskühlen. Damals hatte ich noch das C 8, mit Zenitprisma. ... Hatte das Stativ tief gestellt und mir einen Gartentuhl beigezogen. (Man wird ja nicht jünger).


    Auf einmal, so um 1/2 eins in der Nacht, ... bin ich aufgewacht (!), ... ... ... weil ich mit dem Auge gegen das Okular gestoßen war. ?(



    Ich glaube das war ein Weckruf für mich, danach habe ich weniger gearbeitet !



    Liebe Grüße

  • In diesem Fall würde mich mehr interessieren, ob dieser 8-inch Newton-Spiegel optisch OK ist,
    nachdem er offenbar aus einem beschädigten Newton-System stammt. Auch den Fangspiegel
    sollte man kritisch prüfen, bevor man HS und FS in einen neuen Tubus einbaut.

  • Hallo Wolfgang, Hallo Rudi!
    @ Rudi
    Beim Augen-an-die-Dunkelheit-gewöhnen bin ich auch schon mal im Gartenstuhl weggenickt.
    Regale sind fertig.


    @Wolfgang
    meine Möglichkeiten den Spiegel zu prüfen sind sehr begrenzt, ich muß mir alles erforderliche erst bauen (künstlicher Stern etc), und mit unserem kurzen Keller bräuchte ich 'nen 6er-Karton Planspiegel...
    Die Brennweite hab ich am Mond mit einer L-förmigen Dachlattenkonstruktion und einem Zollstock ermittelt. Der Fangspiegel ist neu gekauft bei TS und umlaufend 1mm größer als ausgerechnet um Probleme mit absinkender Kante erst gar nicht aufkommen zu lassen.
    Die Fase am Rand ist etwas breiter als ich es bei kleineren Spiegeln gesehen habe, und trotzdem sind einige Muscheln (1mm) zu sehen. Das sollte die nutzbare Fläche aber nur unmerklich reduzieren, könnte aber bei hellen Objekten wie Planeten und Mond für Streulicht sorgen. Ggf kommen da kleine Klekse schwarze matte Farbe hin oder drumherum eine passende Maske 1-2mm kleiner als die spiegelnde Fläche. Fiese Kratzer seh ich keine, kleine Kratzer vielleicht. Hab den Spiegel aber noch nie geputzt, das mach ich erst vor dem Firstlight. Immerhin, eine runde weisse Mittenmarkierung ist schon draufgedruckt.


    Ich bau das Teleskop, mach die Stangen aber erst mal aus Dachlatten bevor ich die Zollstöcke säge. Da ich momentan mit einem 3" Newton beobachte braucht es nicht viel um mein Auge zu erfreuen. Wenn es keine totale Gurke ist bleibt der Spiegel drin. Bei unserem schlechten Himmel hier im Rheingraben ist es selten das Teleskop daß die Beobachtung limitiert. Meine Sorge ist eher daß mir die bauliche Länge mit f/6 Probleme bereiten wird.
    Hab zwar sehr gute Zollstöcke gekauft, aber ein stabilisierender Ring auf halber Länge könnte trotzdem erforderlich sein. Hey, da könnte ich dann auch den Sucher drauf packen!


    viele Grüße
    Detlev

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  • Zitate (chronologisch) von hinten nach vorne:


    "Meine Möglichkeiten den Spiegel zu prüfen sind sehr begrenzt, ich muß mir alles erfoderliche erst bauen (künstlicher Stern, etc), ... ."
    ...


    "Die Brennweite habe ich am Mond mit einer L-förmigen Dachlattenkonstruktion und einem Zollstock ermiitelt. Der Fangspiegel ist neu gekauft ... ."

    und


    "In diesem Fall würde mich mehr interessieren, ob dieser 8-inch Newton-Spiegel optisch OK ist, ... ."


    Hallo Wolfgang und Detlev (die Frage geht eher an Wolfgang),



    mal 'ne ganz blöde Frage: könnte man nicht mit einer "L-förmigen Dachlattenkonstruktion" einen Test am Stern machen ?



    Jetzt einfach mal "in's Blaue" spekuliert:


    Unter der Hypothese, daß man "eine Dachlattenkonstruktion" mit Okularbefestigung einfach, aber genügend präzise herstellen könnte, um einen Test am Stern zu machen (ich mag "Sterntests", weil sie einfach und effektiv sind), ... gäbe es eventuell eine (einfache) Möglichkeit, einen Foucault-Test am Stern zu machen ?


    ... Messerschneide / Rasierklinge im Lichtweg zum Okular ?


    Oder was sind da die Hindernisse ?


    Liebe Grüße


    Rudi



    Edit: wikipedia sagt dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/…tsches_Schneidenverfahren
    unter Unterpunkt: Prüfung astronomischer Instrumente an einem hellen Stern

    "Ein heller Stern am Himmel ist natürlich auch als Prüfmittel geeignet. Die Schneide kann an einer Okularsteckhülse befestigt werden. ... ."



    ==> Also andere sind auch schon auf die (-wahrscheinlich - verrückte) Idee gekommen !


  • Hallo Wolfgang und Rudi,



    ich hab mal ein Foto von einem Einarm-Dobson gesehen, das bestand hauptsächlich aus einem stabilen Zaunpfahl mit einem Loch für den OAZ. Das wäre doch im Prinzip so eine Konstruktion.
    Aber...
    Momentan ist mein Sekundärspiegel noch nicht einmal geklebt. Für meinen Brennweitentest brauchte ich keinen Sekundärspiegel, ich hab einfach auf einem Pappestreifen den Fokus gesucht. Das ergab zwar einiges an Abschattung, aber es war ja nur ein Test, keine Dauerlösung. Mit 1190mm liegt mein Messergebnis ziemlich nah an den 1200mm.
    Realitäts-Check bestanden, ich habe wirklich einen 200mm f/6 Spiegel


    "Schiefspiegeln" wäre eine Möglichkeit ohne Sekundärsiegel zu arbeiten, aber das was man dann sieht wäre vom Interpretationsspielraum nahe am "Kaffeesatzlesen".
    Der Hut ist in Arbeit. Ich hab für'n Appel und 'n Ei 300mm Sägeblätter gekauft in der Hoffnung sie als Arme verwenden zu können. Leider sind sie zerbrochen bei dem Versuch sie ein wenig zu biegen. Naja, dann eben Blech zurecht sägen...



    Gruß
    Detlev

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