Selbstbau Rockerbox für verschiedene Teleskope

  • Hallo zusammen


    @Mark
    ich hatte an anderer Stelle mal ein ähnliches Problem mit einem gewissen "zurückfedern". Nach einiger Suche fand ich heraus daß die Achsen meiner Lager etwas Spiel in ihren Löchern hatten. Beim bewegen rollten die Achse in der Mulde ein kleines Stückchen "bergauf" und beim loslassen wieder zurück. Das Holz könnte natürlich auch federnd wirken und oder kippeln.


    Viel Erfolg bei weiteren Tests


    @Rudi
    Wenn es gelingt die einigermaßen gleichmäßig zu versenken dann sollte das gehen. Es wäre strukturiertem Blech ähnlich. Ich würde die Löcher mit einem dünnen Bohrer oder Drahtstift vorbohren, sonst ist das Ergebnis nicht gleichmäßig genug. Am Ende ein Stück hartes Holz über eine Gruppe Nägel und nochmal mit dem Hammer "einebnen". Da fällt mir auf: Ist dan nicht genau da wo es gleiten soll der Drahtstift? Oder ist der nur innen?


    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Wolfgang,


    das erinnert mich sehr an die hier:
    http://www.bm-online.de/produk…ni-max-unsichtbar-in-xxl/


    Aber deine Version ist natürlich solider.


    Gruß
    Detlev

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  • Hallo Wolfgang


    Danke für die Bilder, eine sehr schöne Lösung!
    Feinmechaniker müsste man sein und eine Drehbank haben :-)


    Ich denke gerade angestrengt darüber nach wie ich das mit meinen sehr beschränkten Möglichkeiten in Holz realisieren kann.


    Detlev: Ich denke Du hast recht, es ist das Wippen der Kugellager auf den Schrauben.


    Gruß
    Mark

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  • Hallo Mark,

    Quote from Mark

    Ich denke gerade angestrengt darüber nach wie ich das mit meinen sehr beschränkten Möglichkeiten in Holz realisieren kann.

    - man braucht eine Anzahl von kleinen Laufrollen, max 15 mm Durchmesser
    - dazu mittige Stifte durch die innere Bohrung, wenn noch nicht vorhanden
    - am einfachsten auf die Grundplatte legen und fixieren, sodaß die Kugellager-Lauffläche eine Kreisbahn beschreibt.
    - dann kann man diese Kugellager soweit versenken, bis die Lauffläche ca. 5 mm oben herausschaut. Muß man aber nicht, schaut aber besser aus und wäre stabiler.
    - eine Höhen-einstellbare Bohrmaschine mit Fingerfräser würde schon reichen.


    http://www.bm-online.de/produk…ni-max-unsichtbar-in-xxl/
    Das würde funktionieren, wenn man es weit genug versenken kann.

  • Hallo Mark,


    vielleicht einfach folgenden "Stapel" auf die Schraube packen:
    Mutter+Holz+Abstandhalter+Kugellager+Abstandhalter+Holz+Mutter
    und dann richtig stramm anziehen?


    Erweiterung:
    Mutter+Holz+Mutter+Abstandhalter+Kugellager+Abstandhalter+Mutter+Holz+Mutter
    Hier zuerst Mutter+Abstandhalter+Kugellager+Abstandhalter+Mutter verbauen, dann den Rest.


    Viel Erfolg
    Detlev

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  • Hallo Wolfgang
    Hallo Detlev


    Vielen Dank für die Tipps und Anregungen!
    Bei Schlendern durch den Baumarkt bin ich auf eine recht elegante Ausführung gekommen.
    Die Kugellager werden auf eine Welle befestigt und diese in einen gefrästen Schlitz mit Wellendurchmesser eingelegt.
    in den Boden des Schlitzes wird eine V-Nut eingefräst. Damit Stabilisiert sich die Achse selbsttätig.
    Quer zum Schlitz wird eine Aussparung für die Kugellager gefräst die komplett durch das Bodenbrett geht.
    Damit sind die Kugellager in der Bodenplatte versenkt und Schmutz fällt nach unten durch.


    Eine genaue Ausrichtung des Abstandes zum Drehachse ist für einen guten Lauf nicht erforderlich.
    Die Achse der Kugellager muss nur genau auf den Drehpunkt zeigen.
    Mit einem Fräslineal für die Oberfräse sollte das sehr exakt möglich sein.


    Die Kugellager habe ich auf einen 8 mm Alustab aus dem Baumarkt aufgeschoben.
    Als Abstandhalter zwischen den Kugellagern dient eine Unterlegscheibe.



    Fixiert werden die Kugellager mit jeweils einem Alurohr mit 10 mm Außen- und 8 mm Innendurchmesser das sich spielfrei über die Aluachse schieben lässt.
    Die Rohre werden mit jeweils einer M6 Inbusschraube an jedem Ende der Achse gegeneinander verspannt so das die Kugellager fixiert sind.
    Die M6 Inbusschraube hat einen Kopfdurchmesser von 10 mm so das sie (wenn denn das Gewinde in der Achse mittig ist) genau auf das Alurohr mit 10 mm Durchmesser Passt.
    Ich finde das sieht sehr elegant aus :-)




    Die Lager reiben noch ganz leicht an der Unterlegscheibe, diese muss noch gegen eine kleinere oder gegen einen Sprengring ersetzt werden.


    Die Herstellung der Teile lässt sich mit einfachen Mitteln ohne Spezialwerkzeuge einfach bewerkstelligen.
    Nur das Schneiden der M6 Gewinde in die Enden der Wellen ist problematisch.
    Es ist problematisch die 8 mm Stange mittig zu körnen und eine gerade mittige Bohrung anzufertigen.
    Es bleibt recht wenig material über und es besteht die Gefahr das bei schiefen Bohrungen der Gewindeschneider die Aluminiumoberfläche des Stabes verformt.
    Dann lässt sich das Rohr nicht mehr aufschieben.
    Ich habe mir folgendermaßen geholfen:
    Ein Stück 10 mm Rohr 3 cm über die Stange Schieben und ca. 8 cm über die Stange hinausragen lassen.
    Das Rohr im Bereich der Überlappung in den Schraubstock einspannen, damit ist auch die Stange fest verklemmt.
    Dann einen 8 mm Metallbohrer in das Rohr stecken und 1.2 mm Tief in die Stange bohren. Also nur kurz mal die Bohrmaschine einschalten.
    Damit hat der 8 mm Bohrer einen ziemlich mittigen Körnerpunkt hinterlassen.
    Jetzt einen 5 mm Bohrer in die Bohrmaschine und den Körnerpunkt im Rohr ertasten. Bohrmaschine anhand es Rohres ausrichten und 20 mm tief bohren.
    Mit dem Alurohr kann man die Bohrmaschine während des Bohrens recht gut ausgerichtet halten.
    5 mm ist auch gleich der Kernlochdurchmesser für M6 Gewinde.


    Schöne Grüße
    Mark

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    Edited once, last by mark_m ().

  • Hallo Mark,


    na das sieht doch extrem sauber aus, und das Problem mit der Wackelei scheint ja auch überwunden.
    Applaus, Appläuse!
    Für die Achse selbst würde ich aber nicht auf das Alurohr allein vertrauen. Wenn die Kugellager auch nur ein wenig wegknicken versaust du dir die Lauffläche.
    Vielleicht innen noch einen 6mm Stahl- oder Hartholzstift mit aufnehmen?
    Im Baumarkt bei den Möbelrollen gibt es auch Stahlrohre als Achsen. Aber ich persönlich hätte keinen passenden Gewindeschneider. Da müsste ich einen Gewindereduzierer einkleben oder mir was entsprechendes überlegen um ein Gewinde in die Achse zu zaubern.


    Gruß
    Detlev

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  • Hallo zusammen


    Hatte leider sehr wenig Zeit zum Bastel und habe daher jede freie Minute zum Schrauben genutzt.
    Daher erst jetzt ein Bericht als Lebenszeichen.
    Ich musste Die Achsen deutlich kürzen da die Rollen sonst zu weit nach innen gerutscht wären.
    Das hat die Herstellung der Holgebohrten Achsen (für die Gewinde) sehr erschwert.
    Bei nicht wirklich mittiger Bohrung hat der Gewindeschneider die Außenwand des Rohres verbeult.


    Also habe ich mir eine Vorrichtung zum mittigen Anbohren und eine Spannvorrichtung zum Bohren und Gewindeschneiden gebastelt.
    Diese umfasst den Stab und Verhindert ein ausbeulen.
    Ebenso verlaufen die Bohrungen sehr gerade.


    Die jetzt ebenfalls sehr kurzen Ringe zur Fixierung der Kugellager waren jetzt auch zu schief.
    Also wieder eine Vorrichtung zum exakt rechtwinkligen Kürzen gebaut.
    Freund Flacheisen sei dank! :-)


    Zur Befestigung der Achsen in der Bodenplatte habe ich in diese eine 10mm breite Nut mit der Oberfräse erstellt.
    Diese dann mit einem 9,5mm breiten 90° V-Fräser vertieft. In dieser Rille sitzen die Achsen der Kugellager perfekt fest und absolut wackelfrei.
    Für die Kugellager noch einen Ausschnitt ins Bodenbrett und fertig ist die genaue Kugellagerhalterung :-)


    Da die Kugellager nicht sehr gut auf Holz rollen habe ich aus einem Reststück Plexiglas mit 5mm Stärke eine Scheibe gefräst.
    Plexiglas mit einer Holzoberfräse zu bearbeiten ist ein besonderes Vergnügen. ;(
    Nun weiß ich aus dem Ersten Lehrjahr Mechanik das man Kunststoffe mit geringer Drehzahl und großem Vorschub bearbeitet.
    Leider lässt sich eine Holzoberfräse nicht beliebig weit runterregeln.
    Also habe ich meinen Kleinsten Fräser genommen um die Schnittgeschwindigkeit runter zubekommen.
    Dennoch haben sich sehr schnell die Späne verpappt und einen schönen massiven Klumpen um den Fräser gebildet.
    Den habe ich nur mit mittlerer Gewalt wieder vom Fräser abbekommen :-(
    Danach mit wirklich sehr großen Vorschub gearbeitet. Also fast so schnell wie möglich!! Dann ging es.


    Die Platte ist viel glatter als Holz und ich hoffe auch genügend Abriebfest.


    So drehte sich meine Rockerbox schon recht gut.
    Vor allem sehr sehr leicht!


    Aber beim Abendlichen Test am Sternenhimmel zeigte sich das die Kugellager immer noch etwas zurücklaufen bzw. nicht ganz rund laufen.
    Meistens geht es gerade so bei höchster Vergrößerung, aber manchmal rollte es sehr weit zurück so dass man den angepeilten Stern verliert.
    Auch dreht es sich für meinen Geschmack doch etwas zu leicht. Eine unachtsame Bewegung und der Stern ist weg.


    Auch rattert es beim Drehen dann und wann was ich mir nicht so recht erklären kann. Es ist jedenfalls kein Dreck oder Unebenheit.
    Vielleicht eine Ausgleichsbewegung weil der Drehpunkt der Kugellager ganz leicht von der Drehachse der mittleren Welle abweicht?


    Ich habe dann die äußeren Achsen der Kugellager um ein paar Millimeter angehoben so das nur noch jeweils eine Ecke eines Kugellagers pro Paar die Plexiglasplatte berührt.
    Nun läuft der Drehteller wesentlich ruhiger und Präziser.
    Ich hoffe das sich die Lager nicht in die Platte einarbeiten.


    Ein Test Am Himmel steht jetzt noch aus.


    Dies waren Meine neusten Abenteuer mit der bösen Lagerung der Rockerbox
    :-)


    Bilder folgen morgen


    Schöne Grüße
    Mark

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  • Hallo Sternenfreunde!


    Trattattata: Es ist vollbracht, das Dobson ist fertig!

    Zumindest im groben :-)


    Das Problem des Zurücklaufens der Kugellager hat mir noch zu schaffen gemacht.

    Ich habe es gelöst indem ich eines der Drei Kugellagerpaare gegen ein Teflon Pad ausgetauscht habe.

    Leider lief das Teflonlager auf der mühsam angefertigten Plexiglasplatte nur schlecht an. Die Haftreibung war so groß das man keine kleine verstellungen durchführen konnte.

    Erstaunlicher Weise hat sich gezeigt das das Teflonlager viel besser auf dem unbehandelten Holz der Multiplexplatte läuft.

    Den Kugellagern ist der Untergrund auch recht egal, so das der Anlauf jetzt ruckfrei genug ist und sich das Teleskop angenehm drehen lässt.


    Das Höhenlager ist ebenfalls mit zwei Holzscheibend die auf Teflonpads laufen ( 7:30 und 15:00 Uhr) ausgeführt.

    Ich wollte dei Holzscheiben eigentlich noch mit Alublech ummanteln, aber das Holz läuft so gut auf den Pads das das gar nicht nötig ist.


    Den Schwerpunkt des Teleskops habe ich durch Verschieben und die Mehrfachlochung der Höhenräder genau auf den Drehpunkt eingestellt so das es in allen Winkeln sicher stehen bleibt.


    Erste Tests an der frischen Luft zeigten das die Rockerbox in Querrichtung zu sehr zum schwingen neigt. Das hat mich sehr gewundert da die Rockerbox einen sehr stabilen Eindruck macht.

    Ich habe dann noch ein hinteres Brett zur Stabilisierung eingeschraubt was die Stabilität effektiv verbessert hat.


    Jetzt kann ich das Teleskop auch bei maximaler (Übertriebener) Vergrößerung gefühlvoll nachführen :-)

    Eine ganz neue Erfahrung für mich!


    Das Nachwackeln ist nicht mehr der Rede wert und auch beim Fokussieren Rappelt sich das Bild nicht mehr zu tode.

    Sehr angenehm!!


    Jetzt müssen noch ein Haufen Feinarbeiten gemacht werden, alle Hölzer geschliffen und das wetterfest behandelt werden.



    Hier noch ein paar Bilder:







    Schöne Grüße

    Mark

  • Hallo Mark,

    herzlichen Glückwunsch zum neuen Teleskop! Das passt ja perfekt zu deinem Stativ - Ton in Ton sozusagen. Die vielen kleinen Details lassen ahnen wie lange du da dran geplant und gebaut hast. Hut ab vor dem Baumeister!


    Mit Velours würde ich warten bis du absolut sicher bist daß mechanisch alles gut passt. Zur Not kann man auch erst mal Tonpapier nehmen.


    Viel Spass mit dem Teleskop und immer klare Sicht

    Detlev

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    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Rudi.


    Die Fangspiegelhalterung habe ich gedreht.

    Die Nuten zu den äußeren Bohrungen die die Spinnenbeine aufnehmen habe ich mit der Drehmaschine (nicht ganz fachmännisch) gestoßen.


    Ich stelle die Spinne noch mal separat vor.


    Gruß.

    Mark

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