150/750 Bresser Messier Newton; Unscharf ab ca 100x - Tubus innen isolieren?

  • Hallo Freunde der Nacht!


    Ich bin mit der Leistung meines 150/750mm Dobson nicht so ganz zufrieden. Niedrige Vergrößerung und Deepsky geht, der begrenzende Faktor bin ich mit meiner fehlendne Ortskenntnis da oben.
    Nachdem ich die Spiegel neu befestigt und in Ruhe justiert hatte war es schon viel besser, aber Vergrößerungen über 100x sind immer noch ein Problem. Mit Lüfter komm ich ab und zu über 100x, es geht also.
    Ich werd auch noch einen stärkeren Lüfter testen.
    Der Lüfter bekämpft das Tubusseeing, und da könnte ihm ein isolierter Tubus doch zur Seite stehen.


    Um ohne Tariergewicht auszukommen verschiebe ich den Tubus in den Rohrschellen um auf der Rockerbox in die Balance zu kommen.
    Das würde ich nur ungern aufgeben weil ich ohne Auto jedes Kilo mit Muskelkraft schleppen muß.
    Daher überlege ich ob ich den Tubus nicht innen isolieren könnte, so daß die Außenseite unverändert bleiben kann (Eventuell noch silberne Folie drüber).
    Ich hab hier noch 2mm dicke Styrodurfolie (grüne und gelbe) vom Laminatverlegen. Der Tubus hat ca 180mm Durchmesser, die Optik 150mm.


    1 oder 2 Lagen von der Styrodurfolie und eine Lage Velours in den Tubus kleben - kann das funktionieren?
    Das Velours müsste wahrscheinlich vorher aufs Styrodur und das Styrodur dann mit doppelseitigem Klebeband in den Tubus geklebt werden.


    Ein kleinerer Fangspiegel wäre auch noch eine Option, der 46mm (=30% Obstruktion) Fangspiegel der drin ist erlaubt Fotografie, was ich aber gar nicht mache mangels geeigneter Kamera.
    Der Fangspiegel eines 76/700 Tchiboskops liegt hier noch rum. 25mm kleine Achse wäre zwar genial wenig Obstruktion für eine 6"-Optik, aber ich befürchte da wird
    der Spiegel nicht mal annähernd ganz ausgeleuchtet.


    etwas ratlose Grüße


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x)


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Detlev,



    der fehlenden "Ortskenntnis da Oben" kann man am leichtesten mit dem Buch > Welcher Stern ist das <
    http://www.kosmos.de/produktde…lcher_stern_ist_das-7302/ abhelfen! Es heute gibt viele solcher Bücher, aber ich denke es ist immer nach das Beste, da Es für jeden Tag des Jahres und Himmelsrichtung, auch zu unterschiedlichen Abendstunden der entsprechenden Himmelsausschnitt darin zu finden ist!
    Auch wird der Auffindungsweg, von nicht mit bloßem Auge sichtbarer Objekte aufgezeigt!


    Das ist auch nach 30 Jahren immer noch das Buch, wo ich zuerst nachschaue was wann, wo am Abend zu finden ist!
    detailreicher wie fast jede Drehbare Sternkarte!
    Und deutlicher bei weitwinkeliger Darstellung, da immer ein 1/4 des Himmels angezeigt wird, als jede App auf kleinem Display !!!


    Zum Bresser Dobson, kann ich nur sagen gut justiert, muss Er bei guter Witterung, mindestens die Nennvergrößerung von 150mm scharf zeigen! An Doppelsternen nahe am Zenit prüfen! Meistens aber sollte Er sogar, nahe am doppelte seiner Öffnung noch scharf abbilden!
    Leider konnte ich aber noch keinen Bresser sehen, der mit einem GSO oder Skywatcher + Co mithalten konnte! Obwohl mir weiße Tuben wegen der geringeren Aufheizung bei Sonnenbeobachtungen besser gefallen!


    Auskleiden mit Veloursfolie gibt ein Kontrastreicheres Bild, der Himmels - Hintergrund wirkt dunkler, lässt so etwas höhere Vergrößerungen zu!


    Als Isolierung, benutze ich auch wegen dem Tubusdrehen ein passendes Mäntelchen aus Sonnenschutzfolie, dass mit Klettverschluss Abends nach den austemperieren angelegt wird!
    Das ist so ausgeführt, das es gleichzeitig eine Tauschutzhaube bildet, dafür wird der erobere Teil mit einem Velours ausgekleidetem harter Kunststofffolie oder Pappe unterstützt.



    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


    GSO 12" Dobson teilbarer Alu-Tubus, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

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  • Hallo Günter,


    du bist immer wieder eine Informationsquelle ersten Ranges!
    Vielen Dank für den Hinweis auf das Buch. Jemand im Verein hat es, da werde ich mal drin blättern und es kaufen wenn es mir gefällt.
    Die von dir genannten Vergrößerungen sind auch das was ich so im Kopf habe. 150 sollte möglich sein ohne Urlaub in der Atacama zu machen,
    200 oder mehr wenn alles passt.
    Velours ist schon drin, schon der erste Test zeigte: Ganz schön hell hier drin! Da gibt's doch was von D-C-Fix...
    Hab ich bis jetzt bei allen meinen Newtons gemacht und hab es nicht bereut.
    Die Idee mit dem "Mäntelchen" das erst später umgelegt wird ist gut, auch dafür Danke! Meinst du mit "Sonnenschutzfolie" diese
    einseitig metallisierten Schaumstoffmatten das man sich unter die Windschutzscheibe legen kann?


    Grüße
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Detlev,


    > Meinst Du mit "Sonnenschutzfolie" diese
    einseitig metallisierten Schaumstoffmatten das man sich unter die Windschutzscheibe legen kann? <


    Genau Die !! Sie lässt sich gut mit Einfassband
    http://www.ebay.de/itm/Schragband-15-mm-lederimitat-ab-0-85-Meter-Einfassband-/201356252095?var=&hash=item2ee1c493bf:m:meR6HIp6X2BAcr7m5XO1tVg +
    und Klettband vernähen!
    http://www.naehkaufhaus.de/Kle…nd-schwarz-50mm-p4490.htm



    Gruß Günter

  • Hallo Detlev,


    hast Du mal probiert, auf Deinen Hauptspiegel-Rand einen 1cm breiten schwarzen Ring zu legen. Habe mal auf einem frz. Forum gelesen, dass das beim Test eines 150mm f/5 Starblast von Orion (ich weiss, ist nicht Bresser) wahre Wunder bewirkt haben soll. Wenn ich den Link wiederfinde, schicke ich ihn Dir.


    --> Günter: Zu "welcher Stern ist das": ich bin 1000%ig einverstanden. Es ist das beste Buch was es gibt, um am Anfang Objekte aufzusuchen und später Schnellspechtel-Ideen zu haben. Hab heute noch die schwarz-weiss Version aus dem Kosmos-Verlag, mit der ich vor 44 Jahren angefangen habe und benutze sie immer noch zur kurzfristigen Beobachtungsvorbereitung !

  • Hallo Günter,


    Na da hab ich ja gut geraten :-)


    So ganz hab ich die Idee innen zu isolieren noch nicht verworfen. Im Grunde genommen müsste es sogar etwas besser (schneller?) funktionieren weil das Blech vom Tubus dann "draußen" ist. So muß nicht der ganze Tubus temperiert werden sondern "nur" die Luft im Tubus und der Spiegel. Die Blechtemperatur darf unterschiedlich sein, hauptsache im Tubusinneren ist alles stabil. Natürlich wird die Wärmeenergie dann irgendwie doch teilweise übertragen, aber das passiert bei Außenisolation auch.
    Allerdings wäre dann der einzige Weg des Spiegels überhaupt effektiv Wärme los zu werden über die an ihm vorbeiströmende Luft. Strahlungsaustausch mit dem Tubusblech geht ja dann nicht mehr.
    Vielleicht einfach mal offen hochkant hinstellen wie Wolfgang es mir mal geraten hatte, mit freiem Blick zum Himmel sozusagen.


    Wenn die Sicht es wieder erlaubt werde ich mal Styrodur und Velour provisorisch in den Tubus heften
    und ausprobieren was sich ändert.



    einen klaren Himmel wünscht
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
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  • Hallo Detlev,


    ein 150/750 Dobson, also ein F5 Newton-System läßt sich bis 75-fache Vergrößerung sinnvoll benutzen.
    Mehr iss nicht. Dann sollte aber schon der HS und auch der FS optisch OK sein, und das System gut zentriert sein.
    Mit 75-facher Vergrößerung sieht man an Mond und Planeten schon eine ganze Menge, und auch diverese
    Kugelsternhaufen, Galaxien etc. sieht man damit. Günter hat Dir ja schon einen informativen Titel genannt.
    Aber auch im Web gibt es wertvolle Informationen.
    Dann gibt es das schöne Programm "Stellarium.exe", das man sich irgendwo herunterladen kann, also eine
    Art Sternkarten-Programm.


    Anders herum: An Newtons mangelt es mir ja wirklich nicht, beginnend mit einem 8-inch, einem 10", 12.5", 15" und
    schließlich 20" Newton. Wenn es gut läuft, sind 300-400-fache Vergrößerung drin, also hohe Vergrößerung würde
    ich vermeiden zugunsten einer guten Abbildung bei geringer Vergrößerung. Auch mein KOWA Highlander Bino
    liefert 50-fache Vergrößerung ab, und das ist in vielen Fällen völlig ausreichend. Solange also Dein Newton
    optisch OK ist, wären 75-fache Vergrößerung ebenfalls OK.

  • Hallo Wolfgang, Hallo Rudi,


    bei so viel Werbung bin ich ja schon ganz neugierig auf dieses Buch :-)


    Eine Blende um den Spiegel? Das sollte keine große Arbeit sein. Ein schmaler Blendenring etwa 5mm über dem Spiegel ist schon "ab Werk" da.


    Wolfgang, was mich stutzig macht ist daß es ja hier und da mal besser wird. Oder spielt mir da mein Hirn einen Streich?


    Die Folien mal locker in den Tubus zu stecken kostet nicht viel Aufwand, kein Vergleich zum Bau der Rockerbox.


    viele Grüße
    Detlev


    OT: Rudi, wieder zurück aus Hannover? Mutter und Kind wohlauf?

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  • Hallo Detlev,


    in fest Isolierter Tubus ( Innen oder Außen ) braucht dann auch länger für den Temperaturausgleich !
    Eine Blende vor dem Hauptspiegel macht Sinn, wenn im Sterntest eine schlechte Spiegelkannte, starke Über,- oder Unterkorrecktur angezeigt wird!


    > Wolfgang, so ein 150 mm Teleskop wenn es wirklich mindestens Beugungsbegrenzt ist, sollte schon bis ca. 170 Fach einwandfreie scharfe Abbildung abliefern!
    So wie hier mit meinem 140 / 500mm Comet-Catcher Schmidt - Newton den ich schon oft mit GSO und Skywatcher 150 / 750mm mit und ohne Komakorektor vergleichen konnte, die Alle von 170 - 200 Fach so gute Abbildungen ablieferten, wie aus dieser Zeichnung ersichtlich ist!
    3_Rund_um_Schrter_2_1.jpg
    überwiegend bei 133 Fach gezeichnet zur Fomenkontrolle bis 180 Fach
    aus > Mond


    Oder wie auch hier mit Lidl Teleskop, das zeigt was damit bei guten Bedingungen eigentlich sichtbar sein sollte!
    Die Krater Cleomedes; Burckhardt, Peirce + Swift
    Mit 70 / 700mm und dem einfachen Nachführmotor, bei Vergrößerung von 100 - max. 194 Fach mit 3,6mm Kellnerokular zur Formenkontrolle 3_Mondbild_3fertig_1.jpg
    aus > Mondzeichnung und Sternbedeckung


    Dazu muss ich sagen, das alle meine Zeichnungen nur am Teleskop entstehen und nicht im Nachherein am Schreibtisch als Gedächtnisprotokoll !



    Gruß Günter

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  • Hallo zusammen,


    daß der Himmel mitspielen muß ist klar, aber mein Eindruck ist daß es manchmal mit der Belüftung korreliert. Daher mein Ansatz diese zu unterstützen.
    Es kann gut sein daß beides die maximale Vergrößerung begrenzt und die Änderungen des einen deshalb nur manchmal aber nicht immer was verändern.
    Gemäß der verlinkten Pickering-Skale wäre mein "guter Himmel" eine 5, in Ausnahmen eine 6. Schöne Grüße aus der Rheinebene mit ihrer Dunstglocke...


    Vielleicht sollte ich mal versuchen mit der Webcam Fotos zu machen von dem was ich sehe. Leider ist mein "Atomgetriebenes" 10"-Netbook (Samsung NC10) mit meiner
    Quickcam 3000 schon fast überfordert und seit ich Windows 10 drauf habe hab ich ehrlich gesagt noch nix mit der Webcam gemacht.


    Gruß
    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    wenn die Abbildung früh nachlässt, kann das bei einem Newton einige Gründe haben. Nehmen wir mal an, die Optik sei i.O., dann sollte sie bis 230fach auf jeden Fall mitspielen und unter sehr guten Bedingungen auch 300fach schaffen.


    Du hast geschrieben, dass du die Spiegel schonmal ausgebaut hast. Hast du beim Einbauen des HS auch den kleinen Luftspalt zwischen Klammer und Spiegel gelassen oder liegt die Klammer auf dem Spiegel auf? Ich hab den Unterschied mal optisch selbst erfahren und ich kann sagen, dass es der Unterschied zwischen scharf und unscharf sein kann.


    Hast du die Zentrierspinne gut zentriert? ein nicht zentral angebrachter FS guckt nach Kollimation "schräg" nach oben in den OAZ und das verdirbt dir die Flächenschärfe, da die Schärfeebene des HS sich dann nur mit der Schärfeebene des Okulars in Form einer Linie schneidet - alles andere liegt dann nicht im Fokus.


    Ich persönlich finde ja, dass man sich in so einen Newton mit der Zeit immer besser reinkniet und ihn erst dann versteht. Viel Erfolg dabei.


    Sternklare Grüße
    Alko

  • Hallo Alko,


    ich habe sorgfältig geprüft ob ich keinen Fehler gemacht habe. Der Hauptspiegl lässt sich mit 2 Fingern in seiner Fassung drehen und wackelt trotzdem nicht. Der Fangspiegel ist mit 3 Silikonpunkten geklebt,
    Die 4 Streben der Spinne hab ich mit einem Zollstock mittig ausgerichtet.
    Aus einem "Aufrichtokular" hab ich mir sowas wie ein Ceshire Koncenter-Okular selber gebaut. Der Mittelpunkt bleibt stabil auch wenn ich das Ding drehe, die Kreise sind nicht 100% konzentrisch aber ziemlich.
    Damit habe ich den Fangspiegel ausgerichtet. Wenn ich ihn um 90° drehe geht seine Kante durch die Mitte des Ceshire Koncenter.
    Eine Idee hab ich noch. Die Auflagepunkte des Hauptspiegels waren früher 3 Stellen einer Gummimatte. Die hab ich rausgeschmissen um Luft an den Spiegel zu kriegen. An den 3 Punkten hab ich Stücke einer 3mm Hartschaum-Platte eingebaut. Vielleicht ist das zu hart. Ich hab irgendwo noch selbstklebende Filzpads. Die wären weicher.


    Gruß
    Detlev

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  • Hi Detlev,


    also wenn das mit dem Abblenden (vielleicht auch ein 1,5 oder 2 cm breiter Ring) auch nichts bringt, dann gehen mir so langsam auch die Ideen aus.


    Es bleiben noch die Okulare: die China-Okulare werden zwar immer besser, aber ich hatte mal ein hochvergrösserndes Okular mit vielen Linsen (ein "LER" glaube ich, "Long Eye Relief"), da sah man dann "vor lauter Linsen den Wald nicht mehr". Hast Du mal am Tag gestestet, zeigt sich da das Hochvergrösserungsproblem auch am Tag ?


    Probier außerdem mal ein einfaches (Ortho-, Plössl-) niedrigvergrösserndes Okular mit einer guten Barlow (ggfls. geliehen aus Deinem Club).


    Schließlich kommt ich noch mal auf den Seeing-Hinweis von Wolfgang zurück, möchte die Bemerkung aber noch etwas erweitern: Von wo aus beobachtest Du ? Von einer aufgeheizten Terrasse aus ? Zwischen "Wolkenkratzern", wo sich die Wärme staut ? ... Es war ziemlich warm die letzten Tage.


    Probier mal von der Wiese aus.


    Wie gesagt, sonst fällt mir im Moment nichts mehr ein.


    Lieben Gruß


    PS. OT: Ja, alles in Butter ;) !

  • Hallo Rudi,


    meine Okularpallette umfasst momentan
    4mm Kellner --> unscharf
    6mm TS Planetary HR 58°--> unscharf
    9mm TS Superplössl -> ok, meistens jedenfalls
    25mm Celestron Plössl -> ok
    32mm TS Superplössl -> ok
    8-24mm Seben Zoom-> ok, Richtung 8mm manchmal unscharf, sonst zeigt es das beste Bild von allen.
    2" Bresser 25mm 70° -> ok
    außerdem eine TS short Barlow 1,5/2x.
    Solange ich die Barlow nur mit 25 oder 32mm benutze ist alles ok, beim Zoom-Okular ist alles ok solange ich bei großen Brennweiten bleibe.


    Alle Okulare bis auf das 4mm Kellner haben an meinem 114/900 Newton gut funktioniert.
    Sie sind also nicht defekt.
    Das mit dem Blendenring werde ich mal probieren. Geschwärzte Pappe sollte für einen Test ja genügen.
    Momentan ist an Beobachten nicht zu denken.
    Beobachtungsorte in der Vergangenheit waren unsere Terasse direkt an einem Reihenhaus und auch ein abgelegenes dunkles Plätzchen einige hundert Meter vom Ortsrand entfernt. An beiden Orten war die maximale Vergrößerung gleich. Zeitpunkt 22 Uhr bis 1 Uhr. Das zeitgleich da draußen aufgebaute vereinseigene Skywatcher 250/1250 Flextube-Newton hatte keine Probleme allen den Himmel zu zeigen.


    Hmm...vielleicht drückt eine Justierschraube auf die Spiegelhalterung? Aber nach Dreieck siehts ja nicht mehr aus. Ich tausch mal die 3 Pads, dann bin ich fürs nächste mal vorbereitet. Wollte sowieso die Schrauben schwärzen.



    Gruß
    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    gib nicht auf !


    Also ich will nicht (vollkommen) ausschließen, daß der Spiegel 'ne Gurke ist, ... aber ich glaube noch nicht so richtig dran. Ich bin da eher mit Günter.


    Gehen wir das Problem lieber zunächst mal von der anderen Seite an; von noch kürzeren Öffnungsverhältnissen, wie z.B. f/4 oder gar f/3.


    Thomas F. Back schrieb dazu mal Folgendes (Antwort auf den Beitrag von Mike Spooner, ganz unten, ganz am Ende): https://groups.yahoo.com/neo/g…conversations/topics/6298


    Umkehrschluß: f/5 MUSS also - im Prinzip - auch bei höheren Vergrösserungen GUT gehen, auch aufgrund meiner persönlichen Erfahrung mit meinem eigenen 12 Zoll f/5 Newton.


    (Ich schicke Dir gerne den Auszug von Herrn Selby aus "Amateur Telescope Making" als pdf per E-mail, ... habe aber leider Deine E-mail verlupt :S ! Betrifft aber Okulare (und nicht Spiegel) und -vorallem - bis zu welcher f/.. HINUNTER sie ein scharfes Bild liefern. (Hat mir Harry Rutten, Co-Autor des Buches: Telescope Optics, persönlich geschickt, nachdem ich ihn auf obigen Link hingewiesen hatte !).


    Also nicht entmutigen lassen ! Ich glaube (noch) nicht an die Spiegel-Gurke !


    Courage !

  • Hallo Detlev,


    hört sich (fast) alles gut an, was du da schreibst. Die Pads würde ich aber wieder austauschen und es muss immer ein leichtes Wackeln des HS entstehen, wenn du mit dem Finger hinten gegendrückst. Der HS darf nicht (und wenn auch noch so drucklos) bündig an den Pads liegen. Als Hilfestellung legt man sich ein Stück Papier zwischen Spiegel und Pad. Das Papier muss nach der Montage reibungslos rauszuziehen sein.


    Eine Frage zur Kollimation habe ich noch an dich. Nimmst du nur die "Photodose" bzw. das Koncenter? Ich hatte anfangs nur mit dieser Methode die grauenvollsten Ergebnisse. Ein dann bestellter Laser zeigte eine deutliche Fehllage, obwohl die Fotodose "Kollimation" anzeigte. Seitdem nehme ich eine Kombination aus beidem und fahre damit sehr gut. Die Zentrallage des FS macht man mit dem Koncenter und dann ist der Laser dran. Bitte dabei nicht die linke oder rechte Madenschraube der FS-Halterung benutzen. Der Laserpunkt wird lediglich durch Drehen des FS auf seiner Längsachse zentral über die HS-Markierung gebracht. Man nutzt zur "Lösung" bzw. Fixierung des FS dann nur die obere zentrale Madenschraube der FS-Halterung. So bleibt dein FS immer schön "Links-Rechts-stabil" in seiner Lage und du verdrehst während der Kollimation auch nicht die korrekte "Vorwärtsneigung" des FS. Letzteres ist wichtig, damit der FS nicht schräg hoch in den OAZ guckt.


    Viel Erfolg
    Alko

  • Hallo Rudi,


    keine Sorge, ich habe nicht vor aufzugeben. Die Okulare sollten f/5 "vertragen". Soweit ich mich erinnere habe ich sie schon am Vereinsteleskop benutzt, und das ist ja auch ein f/5 (250/1250).
    Naja, mein 114/900 kam auch als Schrotthaufen bei mir an (Transportschaden) und am Ende war es richtig gut.


    Gute Nacht


    Detlev

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  • Hallo Alko,


    das mit dem Papier probier ich mal aus. Danke für den Hinweis! Mein Eindruck ist daß der Spiegel seitlich etwas mehr "geklemmt" wird als durch die einstellbaren Spannbacken. Ich werd das nochmal genau prüfen und bei Bedarf mit Schleifpapier oder einem Dremel für etwas Luft sorgen.
    Was genau meinst du mit "wieder austauschen"? Zurück zur Gummimatte? Ich hätte auch noch Kork im Angebot.


    Einen Justierlaser habe ich nicht, habe aber schon von der Diskrepanz zwischen Justierung der Geometie per Auge und Justierung per Laserreflexion gehört. Eigentlich dürfte es keine zwei "perfekt justiert" Positionen geben sondern nur eine. Meine Erklärung: Ein kleiner "Berg" in der Spiegelmitte der bei der Beobachtung keine Auswirkung hat könnte solche Effekte bewirken. Immerhin justiert man gegen einen Punkt auf dem Spiegel der nie Sternenlicht sehen wird.
    Eigentlich bräuchte man ja z.B. 3 Laser die als Dreieck angeordnet hereinstrahlen und eine Projektionsfläche mit konzentrischen Ringen im OAZ müsste sie dann als Dreieck bzw verschmolzenen Punkt abbilden. So etwas dürfte aber mechanisch recht anspruchsvoll werden wenn es reproduzierbare Ergebnisse liefern soll. Vielleicht ein einziger Laser der um die optische Achse herum gedreht werden kann? Hmmm, drehen könnte man ja das ganze Justierokular, dann wäre die Mechanik auch nicht aufwändiger als bei einem "normalen" Justierlaser.


    viele Grüße und frohe Pfingsten


    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    ich weiß jetzt nicht genau, wie du deine spezielle Spiegelklemmung realisiert hast, aber es könnte durchaus ein Verspannungseffekt nach dem Herunterkühlen auftreten. Die Frage dabei ist, welches Material den größeren Temperaturausdehnungskoeffizienten hat - der Spiegelträger oder die Schrauben der Klemme. Wenn es die Schrauben sind, dann biegt die Klemme deinen Spiegel nach hinten mit abnehmender Temperatur. Lass dem Spegel einfach minimal Luft in alle Richtungen. Der verkippt schon nicht, da er ja immer etwas nach oben ausgerichtet ist.


    Ja, bei der Kollimation mit Laser oder Photodose gibt es Befürworter und Gegner beider Methoden. Ich halte viel von einer Kombination aus beidem. Die Photodose taugt gut zur Zentrierung und der Laser richtet dann prima die beiden Spiegel aus. Du hast natürlich Recht, eine "Beule" darf der Spiegel in der Mitte nicht haben, sonst geht es erst recht in die Hose. Es gibt zur Maximierung der Genauigkeit die sogenannte "Barlowed Laser methode", bei der der Laser in eine Barlow gesteckt wird, um dann aufgeweitet auf den HS zu treffen und damit eine größere Fläche zu nutzen. Ich habe das mal ausprobiert (mit einer sehr guten Barlow). Vielleicht war ich zu ungeschickt, aber nach der Kollimation mit Laser sah das Bild schlecht aus und die Probe ohne Barlow ergab, dass der Laser mit Barlow ganz woanders hinschaute. Entweder war die Barlow nicht supergenau auf die optische Achse ausgerichtet oder die Klemmung des Lasers machte den unterschied. Wie man's auch anstellt, je mehr Elemente man einbezieht, desto mehr Fehlerquellen bringt man in's Spiel.


    Frohen Pfingstmontag
    Alko