Sehr großer Sonnenfleck am 21.05.2016

  • Hallo Sternfreunde


    Heute habe ich meinen alten 60/910 Refraktor mit einem Baader Sonnenfilter in Folienform ausgerüstet.
    Diesen hatte ich noch von einem Astromedia Newton Spiegelteleskop Bausatz.


    Netterweise habe ich gleich recht gute Wetterverhältnisse zum Test und konnte gleich loslegen.
    Das Bild ist bei einem so kleinen Teleskop aufgrund es Filters nicht sehr hell und die Beobachtung ist nicht einfach.
    Die Sonne ist gar nicht so einfach zu finden. Mit der Projektionsmethode ist es um Größenordnungen einfacher.


    Freundlicherweise zeigt die Sonne aktuell einen sehr großen Sonnenfleck der sich gut beobachten lässt.
    Es ist der mit Abstand größte Sonnenfleck den ich bisher gesehen habe!
    In meiner Jugend (80'er) habe ich sehr oft die Sonne mit der Projektionsmethode und auch mit dem damals noch gebräuchlichen Okularfilter beobachtet.
    In den Letzten Jahrzehnten bin ich nur sporadisch zum Beobachten gekommen.
    Ist der Fleck so außergewöhnlich groß wie es mir vorkommt?


    Sonnenbeobachtung macht mir gerade wieder sehr viel Spaß! Eine nette Abwechslung zu kalten Nächten :-)


    Gruß


    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
    Bresser _____114/900mm Newton

  • Hallo Mark,
    den "dicken Brocken" hab ich vorgestern auch schon gesehen. Kurz vor dem Abendessen hab ich ihn auf der Straße beobachtet. So lange beobachte ich die Sonne auch noch nicht, aber die Flecken waren in meiner Erinnerung meist kleiner. Die Passanten deren Aufmerksamkeit ich gewonnen hatte waren auch ganz angetan und es entstanden interessante Gespräche.
    O-Ton meiner Frau: "Na, wie viele neue Mitglieder hast du angeworben?" ;-)


    schöne Grüße
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x) | Frisch gepflückt: 200/1200 Dobson


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Mark,


    > Die Sonne ist gar nicht so einfach zu finden


    Eigentlich ganz einfach, man muss sich nur nach dem Schatten richten, der von außen auf dem Tubus deines Teleskops fällt. Wenn das zu umständlich ist, kann man sich auch in wenigen Minuten einen "Sonnensucher" basteln (oder 30 Euro dafür ausgeben).


    Getsern wollte ich den Fleck fotografieren, aber da hatten die Schleierwolken was dagegen.

  • Hallo Hans-Ulrich


    Nach dem Schatten hatte ich mich schon gerichtet, aber das Finden war dennoch erstaunlich aufwändig.
    Wollte es gar nicht glauben!


    Mein Refraktor habe ein in den Tubus integriertes Sucherfernrohr mit Klappspiegel, das im Fall der Sonnenbeobachtung den Vorteil hat das man nur eine Filterfolie benötigt.
    Aufgrund der wackligen Montierung möchte ich das Stativ nicht ausfahren. Daher ist der Einblick ins Sucherfernrohr sehr unbequem :-) Man muss sich praktisch unter das Teleskop legen.
    Dann ist das Bild sehr dunkel, man hat überhaupt keinen Anhaltspunkt bis man wirklich die Sonne getroffen hat.
    Aufgrund des schrägen Einblicks habe ich die Sonne wohl mehrfach verpasst.
    Auch die Suche direkt mit einem Übersichtsokular hat nicht funktioniert.
    Der Einblick muss derart genau zentrisch erfolgen damit man überhaupt was sieht das es sogar nach kurzen Beobachtungspausen von nur ein paar Sekunden sehr schwierig ist auf Anhieb die Sonne zu sehen.
    Also überhaupt nicht praktikabel zum suchen.
    Nachts ist das Okular wesentlich gutmütiger und man merkt ja aufgrund der fehlenden Hintergrundsterne wenn man falsch reinschaut.


    Gestern habe ich es noch einmal versucht und die Sonne dann recht schnell gefunden.
    Die Übung machts :-)


    Ich werde mir noch einen Sonnensucher basteln, denke mal das lohnt sich :-)


    Kleiner Nebenerfolg für mich:
    Aufgrund des aufwändigen Suchens der Sonne habe ich erstmals versucht das Teleskop azimutal auszurichten.
    Ich hatte mir vor einiger Zeit einen Standort im garten gesucht an dem ich den Polarstern genau über eine Dachantenne sehe.
    Danach und nach dem Breitengrad habe ich die Achse der Montierung ausgerichtet.
    Und siehe da, es hat auf Anhieb geklappt. Nach Ausrichtung auf die Sonne musste ich über mehr als eine Stunde nur noch eine Achse nachführen :-)
    Das Finden der Sonne nach Pausen war damit trivial einfach.



    Schöne Grüße
    Mark

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  • Hallo Mark,


    wenn mir die Sonne "abhanden" kommt finde ich recht schnell wenn ich ohne Okular durch den OAZ schaue. Zuerst grob am Schatten orientieren, dann das Teleskop ein wenig hin -und herbewegen und dabei auf helle Reflexe im OAZ achten.


    Weiterhin viel Erfolg und Glückwunsch zur Ausrichtung der parallaktischen Montierung. Hat bei mir anfangs auch selten geklappt, aber irgendwann hab ich verstanden was ich da mache und ab da wurde es jedes mal besser.
    Zu den klapprigen Beinen: Schon mal über Holzbeine (Dachlatten) nachgedacht? Ich hab es mal probiert mit meinem 114/900 Newton und war begeistert. Einzig die eingeschränkte Transportmöglichkeit hat mich gestört.


    Gruß
    Detlev

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  • Hallo Detlev.


    Vielen Dank für die Glückwünsche :-)
    Ohne Okular geht es besser.


    Bezüglich Dachlatten:
    Ja hatte ich schon dran gedacht, wollte es aber weitgehend original lassen.
    Mir ist jetzt aufgefallen das die latten des Stativs weigehend voneinander getrennt sind.
    Nur am unteren Ende sind sie gegeneinander verschraubt.
    Ich werde sie mal mit kleinen Schraubzwingen verpressen, könnte schon eine deutliche Verbesserung bringen.
    Da ich noch einere größere eq Montierung vom 114er Newton habe wollte ich das Rohr mal dran machen.
    Später mal, da diese noch ein deutliches Spiel hat und nur ein einfaches Alustativ.


    Gruß.
    Mark

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  • Tote Hose auf der Sonne!
    Heute ist absolut nichts zu sehen, dachte schon das irgendwas mit dem Teleskop nicht stimmt!
    Sehr schade bei den tollen Beobachtungsbedingungen.


    Gruß
    Mark

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  • Hallo Mark,
    das kann ich bestätigen. Am Sonntag hab ich kurz die Sonne beobachten können. Zuerst glaubte ich auch an einen Defekt, dann an die verschleiernde Wirkung der Wolken. Ein Check auf Ajoma.de zeigte daß da wirklich nix zu sehen ist. Naja, man kann ja nicht immer so ein Glück haben wie beim Merkurtransit ;-)


    Schöne Grüße


    Detlev

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  • Hi Detlev


    Ich nutze immer die Astrokramkiste.
    Dort ist ein sehr große Sonnenbild auf der Seite bei dem man die Flecken sofort sieht.
    Heute scheint zumindest einkleiner sichtbar zu sein.
    Dafür ist es nun schön solide bewölkt.
    Schaun wir mal ob es noch mal aufreißt.


    Gruß
    Mark

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  • Solche Phänomene sind immer wieder große Überraschungen.
    Die Sonne ist für Beobachtung sehr interessant und erstaunlich.
    Man braucht speziellen H-Alpha-Teleskop, um Oberfläche von Sonne zu beobachten.
    Bilder stellte sich heraus cool.
    In diese Situation, man hofft auf ein astronomiefreundliches Wetter.