der C11-Dobs

  • Siehe den 1. Link


    Ein C11-Tubus, nur für das Regal, ist etwas unbefriedigend. Besonders wenn es ein herausgesuchtes C11 ist.
    So "reifte" vor einiger Zeit die Idee, die Optik in Form eines Dobsons für mich leichter nutzbar zu machen.
    Die beiden Fotos zeigen, daß man nicht unbedingt eine GOTO-Vorrichtung braucht, wenn man mal eben
    den Saturn, wie gestern abend bei 140-facher Vergrößerung betrachten will - ob man die Cassini-Teilung
    immer noch sieht, wie weiland vor ca. 10 Jahren auf der Emberger Alm mit einem 20" Dobson.


    Der Saturn steht ziemlich tief in SüdSüdWest, das Seeing wabert bereits bei 140-fach deutlich vor sich hin,
    aber man kann sich den Planeten trotzdem genußvoll für ein paar Minuten betrachten, nachdem ein
    gewinnorientierter Bauunternehmer genau meinen Südhimmel mit einem Mehr-Familienhaus verstellt hat.
    Es ist also jetzt eine Dachsternwarte auf der Giebelseite Richtung Süd-West, die von einem C11-Dobs
    geziert wird und dem dazu passenden Himmel.



    Hier sieht man auch die Mechanik für die Elevation und die vertikale Drehung. Funktioniert klaglos und damit einsetzbar.



    Auf Wunsch von Rudi (Beitrag #02) ein paar Detail-Ansichten



  • Idee und handwerkliche Ausführung stammt von Martin Birkmeier. Ich könnte es nachbauen, und hätte
    auch die Maße, nur der Ergeiz und die Notwendigkeit fehlen mir noch. Und da ich es noch nicht unbedingt
    brauche, wurde aus dem "einarmigen" Banditen noch nix.


    am 1. Beitrag habe ich noch ein paar Ergängzungen vorgenommen.

  • Hallo Wolfgang,


    eine stimmige Dobson Idee wie ich finde. Ein Mann vom Fach


    Wünsche einen schönen Abend in die Runde.


    Grüsse,
    Sven

    12,5" / f4,7 Martini Truss | Losmandy G11 | Gemini 2 | Berlebach Planet | MGEN | ED 70/420 | Vixen 102M | Tal 1 | EOS 750D BCF MOD | ZWO ASI 120MC
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  • Hi,


    wenn ich mir zum "einarmigen Banditen" eine Bemerkung (einen "Wermutstropfen") erlauben darf; ich konnte vor einigen Jahren diese Montierung hier: http://www.aokswiss.ch/d/mont/…bersicht_ayotraveler.html erwerben. (Die "Traveller" gibt's heute nicht mehr und ist druch die AYO Vamos ersetzt).


    Also die läuft auf dem Teflon zwar butterweich in beiden Achsen, aber der Andruck bei der Höhenverstellung wird - jedenfalls - bei längeren Refraktoren (dazu zähle ich auch meinen f/9) schon stark beansprucht. ... Das ist m.E. eine Schwachstelle der "Einarmigen".


    Das Maximalgewicht ist mit 6 kg angegeben. Mein Refraktor wiegt ganz knapp unter 5 kg. Dennoch muß ich jedes Jahr die Andruckschraube etwas weiter reindrehen, damit die Hôhenverstellung so butterweich läuft, wie ich es gerne hätte (und vorallem - in vertikaler Richtung - "stehen bleibt, wo ich es beim Beobachten gerne hätte).


    Irgendwann, so denke ich, komme ich halt an's Ende der Schraube. Dann hilft wohl nur noch "Anknallen". ... Und dann ?


    Gruß

  • Naja Rudi. Ich denke mal, dass sich die Teflon (Lager??) einarbeiten bzw. abnutzen. Besser wäre m.M. nach eine Abstützung der Achsen mit Kugellagern (Zylinderrollen) oder was auch immer und dann die Klemmung über Teflon oder gar Bronze auf Bronze. Aber auch solche Dinge nutzen ab. Im Nachhinein gibt es immer viele Ideen. Ob sie dann besser sind !? So wie es jetzt aussieht übernimmt das Teflon gleich beide Funktionen: Die Klemmung bzw. Friktion (schreibt man das so?) und dann noch die Scherkraft.


    Gruss Bengt

  • Hi Bengt,


    ich sehe schon Du kennst Dich aus ! :thumbsup:


    Kannst Du mir mal helfen ?


    Also ich rede von der mittleren schwarzen Schraube im Bild von der Montierung (die auf die "Lücke" / "Spalte" in dem obersten Querbügel (golden) einwirkt). Ich denke mal, das ist die Klemmung / Friktion.


    Dann sind da noch in der Mitte der silbernen, senkrecht stehenden, runden Platte so zwei Imbus- (und daneben zwei kleinere Maden-) Schrauben zu sehen. Die hatte ich auch schon mal aufgemacht, aber da lässt sich offenbar nichts verstellen, was wirklich hilft (ich verstehe schon, daß die Kombination von Imbus- und Madenschrauben irgendwie den Andruck regelt, aber ich hatte den Eindruck, daß ein Verstellen keine Auswirkung hatte). Da muß ich wahrscheinlich irgendwann mal die Teflon-Scheibe dahinter (mit einer dickeren) ersetzen.


    Wird denn das Teflon mit der Zeit "dünner" ? Ist das die Scherkraft ?


    Oder ist es umgekehrt.


    Sorry, habe wirklich keine Ahnung !


    {Was ich nicht wirklich verstehe, ist was die (mittlere) schwarze Schraube genau macht. Ich habe nämlich das Gefühl, daß die den Abstand der "Lücke" in dem oberen, goldenen Bügel nicht wirklich verändert (jedenfalls nicht sichtbar), sondern daß die auch noch irgendwie auf '"etwas Weiches" (Teflon ?) einwirkt.]



    Rudi

  • So denn... Ich kenne die Montierung leider nicht und kann daher nur das Bild deuten. Die Lücke-Spalte Schraube klemmt nur das System, so glaube ich. Aber ! Neben den drei Kreutzschlitzschrauben scheint jeweils eine Inbusschraube zu sein. Vermutung: Du lößt die Kreutzschlitz und danach die Inbus (sagen wir mal ne halbe Umdrehung). Danach ziehst du die Kreutzschlitz wieder an und die Grundplatte drückt das Teflon weiter rein !? Ergo, mehr Friktion. Könnte das klappen ??


    Gruss Bengt

  • Sorry,


    muß noch mal zurückkommen. Ich bin (auch) von dem Bild im Link oben ausgegangen (habe den Link erst kürzlich gefunden), ... aber ich muß irgendwie ein älteres Modell haben.


    War gerade im Keller: bei mir sind gar keine Kreuzschlitzschrauben, sondern nur die 3 Inbus-/Maden - Schrauben. Und der Schlitz im oberen (goldenen) Bügel existiert auch nicht ! Dafür sind da zwei so "Einkerbungen" (eine längere und eine kürzere) und genau zwischen den beiden geht die schwarze Schraube in den Bügel rein.


    Hab mal ein Bild gemacht:


  • Hmm... Ich kann da nichts öffnen Wolfgang. Oder es öffnet sich nichts.


    Rudi: Theoretisch das gleiche Prinzip. Die große Mutter ein wenig lösen, Madenschrauben um ne halbe Umdrehung lösen, Mutter bzw. Se0chskant anziehen... Ansonsten noch ein paar mehr Bilder bitte... Aber Wolfgang weiß auch einiges in Sachen Mechanik. ;)
    ENTSCHULDIGUNG. Habe nicht das ganze Bild betrachtet. Ist ja nur die Sechskantschraube zum Stativ.

  • Hallo Ihr,


    Wolfgang Du lachst ("Besenmontierung"), aber nachdem ich das Ding auseinandergenommen habe, bin ich noch überzeugter, daß eine Gabel besser ist. Gut, man kommt nicht in den Zenit, außer wenn man den Schwerpunkt verlagert oder die Gabel schräg stellt. Aber - jedenfalls bei meiner "einarmigen" Montierung - ist der Schwerpunkt auch nach außen verlagert.


    Also das Ding funktionniert so:


    (1) Nachdem man die Madenschrauben entfernt hat, sieht man, daß die zwei runden silbernen Platten innerhalb der goldenen Bügels / Rings mit einem großen Drehgewinde miteinander verschraubt sind. Dieses runde Drehgewinde erlaubt den seitlichen Andruck zu regeln. Die Madenschrauben dienen nur der Fixierung. Die beiden dicken Schrauben, die man sieht, sind die Befestigungsschrauben für die Halterungsschiene des Fernrohrs (Rückseite des Ganzen). Bild 1.



    (2) An der flachen Außenseite der Platten (außerhalb des Gewindes) sind zwei breite Teflonringe die - nach Einbau - von vorne und hinten auf den senkrechten goldenen Bügel /Ring drücken. Drei weitere kleine Teflonstücke füllen den gebogenen 360°- Zwischenraum zwischen den (Gewindeteilen der) silbernen, runden Platten und dem Loch im goldenen Bügel/Ring. Dadurch wird seitlich geklemmt. Bilder 1 und 2.



    Soweit so gut.


    (3) Aber was macht die Schraube mit dem dicken schwarzen Drehknopf ? In dem oberen (und unteren) goldenen Bügel/Ring findet sich innenseitig ein langer Längs-Schlitz, sowie senkrecht dazu mehrere kurze Schlitze. Die Schraube drückt, je weiter man sie einschraubt, zunächst die beiden Hälften des ersten '"abgeteilten" Stücks des Bügels auseinander, und wenn man die Schraube bis zum Ende durchdreht, auch noch ein zweites "abgeteiltes" Stück des Bügels. Dadurch erfolgt die Klemmung der Höhenverstellung. Bild 3.



    Also überzeugen tut mich das nicht. ... Aber - ich gebe zu - es funktionniert !


    Gruß