Rückbaubarer Umbau meines «Standard» (China) 8x50 Suchers zum Winkelsucher: Frage zum wahren Gesichtsfeld

  • Hallo,


    Also ich habe jetzt, nach positiven Erfahrungen mit einem aus einem alten 8x40 Fernglas gebauten Winkelsucher an meinem Refraktor, auch den o.a. Sucher meines 12 Zoll Newtons umgebaut.
    Bilder zum Umbau mit ein paar Anmerkungen gibt es sogleich !


    Aber vorher wollte ich noch folgende Frage loswerden !


    Ich wundere mich, über die SEHR verschiedenen, wahren Gesichtsfelder meines aus dem Fernglas gebauten Suchers (ich sehe das ganze Dach des Nachbarhauses im Gesichtsfeld) und des umgebauten China-Suchers (ichsehe eignetlich nur die Dachgaube im Feld).


    Der China-Sucher hat 200 mm Brennweite (nachgemessen wohl eher 190 mm) und ein 50 mm Objektiv und ich benutze JETZT ein altes (sehr schönes) 32 mm Super Plössl Okular von TS, --> Vergrößerung (bei f= 200 mm) = 6,25 fach.
    Der Achromat des Fernglasses hat 175 mm Brennweite (nachgemessen) und das Objektiv 40 mm Durchmesser; --> Vergrößerung 5,5 fach.


    Das Verhältnis von f/4.0 zu f/4.3 scheint mir einen solch eklatanten Gesichtsfeldunterschied nicht zu rechtfertigen und auch nicht der Unterschied in der Vergrößerung.


    Hat jemand eine Idee; kann das an der Krümmung der Objektivlinsen liegen ? Die Ferngläser haben ja immer so Angaben von 140 m /1000 m oder 160 m /1000 m; könnte das daher kommen ? Aber wenn ich mir diebeiden Achromate so anschaue, sehe ich kaum einen Unterschied in der Krümmung.


    Also bilde ich mir das Ganze nur ein ? ... ... .... Aber der Unterschied «Dachgaube» zu «ganzes Dach» ist schon erstaunlich !


    Hat jemand eine Antwort darauf ?




    Gruß


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    Hier ein paar Bilder zum Umbau.



    Bilder 1 und 2:


    Der Standard Sucher und der Ausbau des Achromaten. Ich mußte mir extra ein Werkzeug («Doppelschraubenzieher») aus einem Stück Aluminiumleiste anfertigen (auf dem Bild an das Maßband» gelehnt»), weilder Ring, der die Linsen hält, im Gewinde «klemmte» und man also an den beiden - gegenüberliegenden - Schlitzen im Ring gleichzeitig drehen mußte. Ist halt China-Qualität.






    Bilder 3 - 9:


    Ich habe ein 2 Zoll Wasserohr aus dem Baumarkt mit Gummidichtung genommen; da passt der Achromat des 8x50 genau rein und er sitzt super auf der Gummidichtung. Dann habe ich noch ein Rohrstück mit gleichem (2 Zoll) Durchmesser genommen, aber mit einer «Abzweigung» mit 40 mm Durchmesser. Sowohl den 2 Zoll-Anschluß, als auch den 40 mm Anschluß (jeweils mit eingebauten Gummidichtungen) habe ich abgesägt. Der 2-Zoll Anschluß wird zur Taukappe und hält das Objektiv von oben, der 40 mm Anschluß paßt umgekehrt genau hinten in den zukünftigen Sucher.
    Dann habe ich noch ein Reduzierstück von 40 mm auf 32 mm gefunden («dunkelgrau»).


    Nach Absägen des überstehenden Randes, wollte ich zunächst die "Taukappe" am vorderen Endes des Suchers mit langen M 3 Schrauben mit dem "Gegenstück" verbinden, ich habe das dann aber aufgegeben, weil die Schrauben zu nahe am Achromaten saßen und das «Auf- und Zu-Schrauben» dessen Glas (an der Seite) gefährdete. Einfach nur mit schwarzem Tesa verbunden (siehe Bild des fertigen Suchers).


    Das Auskleiden der verschiedenen mit Velours war ein bißchen eine «Fizzel»arbeit, führte aber auch dazu, daß die Teile bombenfest ineinanderhalten (zum Beispiel vom 32 mm Innendurchmesser des Reduzierstücksauf den 31, 75 mm Okulardurchmesser).


    Das Reduzierstück aus Hartplastik hatte so dicke Wände, daß ich da sogar ein Gewinde für eine Fixierungsschraube reinschneiden konnte (Bild des fertigen Suchers).




    Bilder 10 - 12:


    Das alte Zenitprisma hatte ich mir schon für meinen 40 mm Sucher bei hood.de besorgt. Allerdings stand mir das - als Sucherokular wunderschön passende (große Augenlinse, Riesengesichtsfeld) - 32 mm Superplössl-Okular (nach dem «Knick») zu hoch. (Der Lichtweg nach dem Prisma war fast länger, als der vom Objektiv zum Prisma).


    Also habe ich die Okularführungshülse des Zenitsprismas auf ein Minimum abgesägt, die Okularhülse des32 mm Okulars ganz entfernt und in die Resthülse des Zenitprismas einen passenden, überstehenden Plastikring mit ebenfalls ganz kurz abgesägtem «Rohrstück» eingeklebt, auf den - nach Anbringen des Fadenkreuzes - das Oberteil des 32 mm Okualrs mit Superkleber befestigt wurde.


    Ach ja, in das Okular (aus Metall), habe ich noch eine Nut gefeilt (und ein kleines Loch durch die Okularwand gebohrt), auf der eine Fahrrad-Nabenmutter sitzt. Da kann ich nun die Sucherbeleuchtung reinschrauben (Gewinde paßt genau).




    Bilder 13 - 15:


    Der fertige Sucher. Ich kann jetzt das Zenitprisma mitsamt Okular einfach zwischen dem 40 mm Winkel-Sucher am Refrakor und dem 50 mm Sucher am Portaball austauschen. Scharfstellung erfolgt jeweils über die Klemmhülse für das Prisma mit Festellschraube (Bild 15).