Sonnenfilter

  • Hallo


    Hat jemand von euch schon Erfahrung mit Sonnenbeobachtung gemacht?


    Ich selst habe einen 203/1200 Skywachter (Dobson). Ich habe mir überlegt ob man bei der Sonne mit meinem Teleskop auch gut Sonnenflecken beobachten kann.
    Nur habe ich keine Ahnung wie viel man dabei wirklich erkennt bzw ob es sich loht sich einen Filter zu besorgen.


    Wenn ich mir einen zulege, würde ich mir eine Folie kaufen und dann daraus selber den Filter zusammen bauen.


    Ich habe schon etwas herum gestöbert und habe dabei diese 2 Angebote in die engere Auswahl geschlossen.


    https://www.amazon.de/20x20-Solarfilterfolie-Teleskope-Ferngl%C3%A4ser-Kameras/dp/B00DS7S52W/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1472017587&sr=8-4&keywords=solarfilterfolie
    http://www.astroshop.de/filter…m/p,2718#tab_bar_0_select


    Bei der Folie von Amazon soll Die Sonne in einem gelben Licht erscheinen. Bringt das für die Beobachtung irgendwelche Vor- oder Nachteile?


    Es würde mich auch interessieren was ihr von H- Alpha Filter haltet. Mit welchem denkt ihr kann man am Meisten erkennen, oder bei welchem sollte man die Figer davon lassen?


    LG Elias

  • Hallo Elias,


    wenn du dich mal in den Bereich Sonnenbeobachtung etwas umschaust, findest du jede Menge Bilder, die mit der Baderfolie gemacht wurden. Mit deinen Dobson kannst du auf jeden Fall Sonnenflecke sehen. Umbra und Penunbra werden gut abgebildet.


    Beim Selbstbau eines Filters mit Folie ist es extrem wichtig, dass dieser sich nicht vom Teleskop sich lösen kann. Innerhalb von Millisekunden ist das Auge geschädigt.


    H-Alpha Filter gibt es welche für die Sternbeobachtung und welche für die Sonnenbeobachtung. Nur mit den für die Sonnenbeobachtung kann man auch die Sonne beobachten. Die anderen sind Filter, die entweder vor die Kamera oder dem Okular befestigt werden.
    H-Alpha taugliche Sonnenteleskope, da kann ich nur raten, Finger weg beim Selbstbau. Es gibt genügend H-Alpha Sonnenteleskope. Vom PST angefangen (600 Euro) bis 100 mm Lunt (> 6000 Euro). Die Filterung ist recht kompliziert und erfolgt über mehrere Stufen.
    Am besten bei einem Teleskoptreffen durch verschiedene Teleskope sehen und dann einen Kompromiss zwischen Geldbeutel und den eigenen Ansprüchen finden.

    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


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    Eine wichtige Eigenschaft von Meinungen ist, dass sie sich unterscheiden können.


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    Verzeichnis-Sonnenbeobachtung-Bilder-und-Bildbearbeitung

  • Hallo Elias,


    mit einer Folie kannst du - ordentlich befestigt (!) - sicher und vergleichsweise preiswert in die Sonnenbeobachtung einsteigen.


    Achte darauf, die Folie mindestens eine oder zwei Nummern größer zu nehmen, du brauchst Reserve zum Befestigen. Sollten dann noch Reste übrigbleiben, kannst du dir noch eine Brille daraus bauen. 20 cm sind für 8" zu wenig, deine verlinkten Folien sind somit zu klein.


    Wie von Hans-Ulrich beschrieben kannst du damit schön die Umbra und Penumbra beobachten. Der für mich schönere Teil liegt im H-alpha-Bereich, und dafür habe ich das P.S.T. Da wirds dann aber schon teuer.


    Intercon Spacetec hat die Folie in beiden Versionen.


    Gruß


    Rainer

  • Hallo Elias,


    ich habe schon mehrere Folienfilter für Teleskope gebaut, alle aus Baader Astrosolar Filterfolie.
    Damit ist die Sonne weiß, die Flecken grau bis schwarz. Die andere Folie die eine gelbe Sonne zeigt
    habe ich mal an einem Fernglas ausprobieren können. Das Bild hat eine andere Farbe aber sonst ist mir als Anfänger bei der Vergrößerung (10x) nichts negatives aufgefallen. Die Granulation der Sonnenoberfläche hab ich aber mit keiner der beiden Folien gesehen, bei der grauen auch nicht im Teleskop.


    Zur Größe:
    Für Sonnenbeobachtung ist es gar nicht zwingend erforderlich 200mm Öffnung zu benutzen. Die Sonne ist ja kein lichtschwacher Stern. Unser erster Sonnenfilter für das Vereinsteleskop (10") war ein handtellergroßes Stück entsprechender Folie vor das Lüftungsloch des Staubschutzdeckels geklebt. Hoch vergrößern ging damit nicht gut (zu dunkel), aber im unteren Bereich war es ok. Wenn du "nur" 180-190mm benutzt verlierst du überhaupt nichts, im Gegenteil. Der Rand ist oft der problematische Bereich des Spiegels. Schlechte Spiegel werden manchmal durch Abblenden des Randes zu kleineren aber brauchbareren Spiegeln. Interessanter Nebeneffekt: Da die Brennweite gleich bleibt, der genutzte Durchmesser aber kleiner wird, ändert sich das Öffnungsverhältnis: Es wird kleiner. (f/7 ist kleiner als f/6)


    Zur Herstellung:
    Generell darf die Folie nicht gespannt werden. Wellen sind kein Problem, aber stramm darf es nicht sein. Das kann dann sogar zu Querstreifen im Bild führen. Ist mir selbst schon passiert.
    Ich habe meine Sonnenfilterfassungen anfangs aus Pappe gebaut, die letzten beiden habe ich aus dickem Styrodur ausgeschnitten. Die Folie habe ich zwischen zwei Pappringe geklebt und diese "Folie mit Ring" zwischen zwei Styrodurringe geklebt. Ich habe mir dann 4 Streifen Klettband (den flauschigen kratzigen Teil) genommen, jeweils ein Ende umgeschlagen und zu einer Schlaufe getackert. Ein kurzes 6mm Aluröhrchen habe ich in jede Schlaufe gesteckt. Mit einem scharfen Messer habe ich danach 4 Schlitze an passender Stelle in das Styrodur geschnitten und die Klettbänder da durchgefädelt. Ein dünner Draht hilft dabei. Damit es etwas schöner aussieht habe ich die Aluröhrchen "versenkt" indem ich das Styrodur darunter etwas weg geschnitten habe. Am Teleskop habe ich die entsprechenden Gegenstücke als selbstklebende Variante angebracht. Damit die Montage einfacher gelingt liegt unterhalb der Tubusöffnung auf Höhe der Klettpunkte noch ein Ring aus dünner stoffbeschichteter Gummischnur. Diese Schnur hilft die 4 losen Enden nach dem Aufsetzen "einzusammeln" wenn es etwas windig ist. Danach kann man die Klettverbindung in aller Ruhe und in jeder Tubuslage sauber herstellen. Das hält bei mir so stabil das es montiert bei einem Umkippen des hochkant gestellten Tubus keinen Schaden nahm und sich auch nicht löste. Wenn der Wind das weg weht, dann nimmt er das Teleskop mit.


    Gruß
    Detlev



    Nachtrag:
    Auf der Unterseite steht das Styrodur einige cm über die Öffnung über und das Teleskoprohr sitzt fest in einer ringförmigen Aussparung.
    Ich habe dafür eine Styrodurplatte aus dem Baumarkt verwendet, ca 5 cm dick. Der untere Ring passt IN den oberen Ring, denn der untere ist nur halb so dick. Von außen sieht man also fast nur den oben Ring, so daß selbst bei gelockerter Klebung nichts abhauen kann. Es waren einige Stunden Arbeit aber das Ergebnis überzeugt mich. So stabil bei so wenig Gewicht. Der Filter passt auf mein 6" Newton und würde auch auf mein 8"-Newton passen wenn es denn schon fertig wäre. Wenn ich mal wieder die Sonne beobachte kommt da noch ein Sonnenfinder rein ins Styrodur (Pappe mit Loch, darunter Pappe mit Fadenkreuz), denn der Sucher hat ja dann Pause falls er nicht auch präpariert ist.
    Die Werkzeuge:
    Brotmesser, Laubsäge, Aluschiene als Anlegelineal, Zirkel, Stanleymesser mit laanger scharfer Klinge (etwas Wasser drauf und es rutscht besser), Spannzangen.
    Eine Styroporsäge (heißer Draht) wäre hier sehr gut, aber sowas hab ich nicht und wollte es mir auch nicht basteln. Im Prinzip kann man Styrodur auch fräsen, aber das ist eine Riesensauerei.


    Ein Sonnenschutzschild am Teleskop ist auch was feines, zumindest wenn kein Wind weht. Ich hab mir eine Rettungsdecke gekauft und werde ein Stück davon in einen Kissenbezug stecken der rundherum mit Bleiband umsäumt ist (war glaube ich ein Tipp von Rudi). Dieser "Hut" dürfte tags und nachts vor zuviel Licht schützen. Ein Fotografentuch macht das gleiche.

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

    Edited 2 times, last by Kaffee ().

  • Hallo Elias,


    Dieser hier ist für Newton die beste Bauweise hat wenig Einzelteile,
    Welches meiner Teleskope zur Sonnenbeobachtung?
    Bauzeit ca. 35 min, schützt bei der Lagerung die Folie vor Staub und das Auge bei der Beobachtung vor Sonnenlicht und kann jederzeit leicht ausgewechselt werden!


    Anstatt preiswerte Pappe z.B. vom Pizzakarton oder anderer Verpackungreste, kann man auch sehr gut hier mit arbeiten
    https://www.amazon.de/Kunststoff-Bastelplatten-Möbelverblendung-Laubsägearbeiten-Werbetafeln/dp/B006NVWCZG


    Von Flexklebeband oder Lassoband an der Außenseite eines Filterhalters halte ich wenig, da der Kleber davon mit der Zeit durch die UV Strahlung zersetzt und schmierig und klebrig wird, von den Fingern zu den optischen Teilen Okularen und Okularauszug ist der weg dann kurz!


    Ich bevorzuge hier Papier,- und Bastelkleber die schnell vollständig ausgasen und aushärten!
    Bei Folienhalter aus 1mm Sperrholz selbe Bauweise wie oben verwendete ich immer wasserfesten Holzleim!


    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


    GSO 12" Dobson teilbarer Alu-Tubus, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

  • Hallo Ellias.


    Man kann die Sonnenflecken mit jedem Teleskop gut beobachten.


    Entweder mit den genannten Filterfolien oder mit der Projektionsmethode bei der das Bild einfach auf ein Blatt papier projiziert wird.


    Das geht auch mit kleinen Rohren.
    Bei so großen wie den Deinem musst Du aber den Durchmesser mit einer Blende verkleinern, so ungefähr auf 5 cm da ansonst das Okular schmilzt oder sonst was verschmort.
    Und am besten keine verkitteten Linsen im okular, die können sich bei Hitze verfärben.


    Einfach mal googeln



    Gruß.
    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
    Bresser _____114/900mm Newton

  • Hallo Mark,


    ja die Projektionsmethode geht mit jedem Fernrohr, nur nicht mit den oft beigelegten billigen Okularen deren Linsen in Kunststoff gefasst sind!


    Trifft die fokussierte Sonne bei Detailbeobachtungen den Fassungsrand brennt der mit starker Rauchntwicklung weg, schmilzt und der Rauch schlägt sich auf den Refraktollinsen nieder!


    Bei Lidl Skop 70 / 700 mm über 90 / 500; 90 / 1000 bis zu 120 / 600, hab ich schon solch erblindete Optiken gesehen, nur 2 konnte ich noch reinigen, bei 3 Anderen war so schon zu fest, so das man die Linsen ca. 8 Tage einweichen musste.


    Dabei hatten die Anwender nur das gemacht, was in der Anleitung zur Projektionsmethode steht! Aber nirgend ein Hinweis mit den beigelegten Okularen geht das aber nicht!
    Das grenzt schon bald an eine Frechheit, sowas ohne den entsprechenden Hinweis zu verkaufen!


    Für die Projektionsmethode bekommt man geeignete Huygens oder Mittenzwey Okulare bekommt man nur noch vom Gebrauchtmarkt!


    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


    GSO 12" Dobson teilbarer Alu-Tubus, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

  • Hallo Günter,


    ich kann das bestätigen. An meinem Refraktor mit uraltem Herschelprisma (= "Knick in der Optik") habe ich die Sonne früher - mangels anderer Ideen - immer folgendermaßen im Hauptrohr zentriert:


    (1) Front-Deckel vom (Original) 6x30 Sucher abgenommen
    (2) Schattenwurf des Sucher beobachtet
    (3) linke Hand hinter den Sucher gehalten
    (4) Teleskop bewegt, bis Schatten des Suchers auf der Hand kreisrund erschien und der gleissende Fleck der Sonne im Zentrum des Schattens war
    (5) Objektiv-Deckel des Suchers wieder drauf.


    Später habe ich dann mal festgestellt, daß sich rund um die - zum Feld =der Sonne hinzeigende - Feldlinse der PLASTIK-Fassung des Sucherokulars (nicht AUF DEN Linsen, die wohl aus Glas sind) kreisförmig, fast regelmässige Brandlöcher in dem aus Plastik gefertigten, schwarzen Teil des Okulars befanden !. ... ... Wo die wohl herkamen ?


    Also: NICHT zur Nachahmung empfohlen !!!


    @ Elias:


    Herschel-Prisma geht NICHT am Spiegelteleskop !

  • Hallo Rudi,


    besonders gut waren die milchigen Plastikdeckel vorne an den Suchern, damit brannten die hintere Abdeckung und die Plastikokulare vom Sucher regelmäßig weg!
    Bei einem Herbst - Astrotreff in den Rheinauen Bonn, gab es mehrere verbrannte Haare und versenkte Jacken, bis per Megafon darauf hingewiesen wurde!
    Man sollte meinen, das Grundwissen derart breit gefächert ist, und man den Zusammenhang zwischen Hauptteleskop und Sucher leicht erkennt, dem ist scheinbar aber nicht so!


    Ich nehme dafür dann eine alte Justierdose die in einem PVC - Rohr mit Mattscheibe hinten, oder ein Streifen 1,5mm Alublech 3cm breit zu einem 8cm I____I < C - Profil gebogen mit einem 2mm loch auf einer Seite und eine weißen Fläche auf den anderen Innenseite!
    Den Steg 4x kurz eingesägt und dort so breit zusammen gebogen, damit es in den Sucherschuh passt!




    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


    GSO 12" Dobson teilbarer Alu-Tubus, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

  • Hallo Günter,


    Ein Sonnenfinder für den Sucherschuh, das ist ja eine elegante Lösung.
    Danke für die Idee!


    Noch eine Frage zur Okularprojektion: Weiter oben sagst du Okularprojektion geht mit jedem Teleskop.
    Ich hab das bei meinen Spiegelteleskopen bisher nicht gemacht weil ich Bedenken hatte daß mir das Velour innen angesengt wird wenn der Lichtkegel dort landet, und zum anderen habe ich bedenken daß der Fangspiegel warm wird. Profis haben natürlich Super-Fangspiegel mit annähernd 100% Reflexion, aber ich hab nur das was "ab Werk" drin ist. Auch wenn er nicht "platzt" so würde er sich doch ungleichmäßig verformen und so das projezierte Bild unbrauchbar machen. Als "Entschädigung" für das schlechte Bild wäre dann vielleicht sogar der OAZ angekokelt...


    Kannst du was dazu sagen?


    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


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  • Hallo Günter,
    Hallo Detlev.


    Ich habe Okularprojektion mit meinem alten Revue Refraktor 60/910mm jahrelang betrieben. Ohne jegliches Problem.
    Mit verschiedenen Okularen.
    Da wurde rein gar nichts heiß oder verschmort.


    Mit dem nur etwas größeren Firstscope Newton 76/300mm kann man das schon nicht mehr machen.
    Dort kokelt es sehr schnell und deutlich, Kunststoff gefasste Okulare verbrutscheln regelrecht.


    Ich denke das ein Spiegel die Wärmestrahlen besser reflektiert als ein refraktor durchlässt und der Durchmesser geht im Quadrat ein.


    Mit dem Revue habe ich FRÜHER auch mit den gefährlichen Okularsonnenfiltern beobachtet. Ist nichts passiert. Gott sei dank!
    Den habe ich entsorgt!!! Nicht auszudenken wenn den jemand mit einem größeren Rohr benutzen würde.


    Gruß.


    Mark

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  • Hallo Mark,


    jetzt wo du es sagst - ich habe deinen 60/910 beim Merkurtransit ja in Aktion gesehen!


    Aber deine Aussage ist interessant. 60mm Linse geht, aber 76mm Spiegel nicht? Von der effektiven Öffnung nehmen die sich ja nicht viel. Ob die insgesamt 10-15% Unterschied in der gesammelten Energie den Unterschied zwischen kokeln und nicht kokeln machen?
    Liegt das vielleicht eher an den Blenden die im Tubus verbaut sind? Bauartbedingt werden Blenden bei Newtonteleskopen ja eher spärlich verbaut. Am Hauptspiegel ggf. ein schmaler Trauerrand, am OAZ vielleicht noch einer. In dem Bresser "Skylux" 70/700 Refraktor an dem ich gerade bastele sind gleich zwei Blenden im Tubus, beide aus Blech. Falsche Ausrichtung bei der Okularprojektion ist ja eigentlich auch nur Streulicht, nur eben mit einem ganz erheblichen Energieeintrag. Die Blenden könnten kochend heiß werden, aber da ist ja kein Plastik.


    viele Güße
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
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  • "Die Blenden könnten kochend heiß werden, aber da ist ja kein Plastik".

    Ja, sehe ich auch so ! Früher war die Materialqualität der nicht-optischen Teile eines Teleskops einfach so, daß da - auch im Sonnen - Fokus nichts passierte.
    Was die Qualität der optischen Teile anbelangt, meine ich, daß die heute besser ist (mal abgesehen von Plastik-Linsen-Schrott).

  • Hallo Mark,
    Hallo Detlev,


    ich mit meinem alten Revue Refraktor 60/910mm auch, da waren ja auch vernünftige Japanische Metall Okulare dabei, Huygens, Mittenzwey und Kellner, erweitert habe ich dann mit Kellner und Orthoskopischen von Tasco, auf 32mm; 20mm; 12,5mm; 8m; + 6 mm, alle von guter Qualität mit scharfen Blenden!
    Nur Huygens und Mittenzwey eignen sich uneingeschränkt zur Sonnenprojektion!
    Bei kleinen Öffnungen auch noch Kellner, man muss aber hier die Erwärmung im Auge behalten, da sonst das Kittelement darin leiden könnte!


    Bei Spiegelteleskopen habe ich das mit 114 - 150mm Öffnung und Abblendungen bis 80mm ohne Problemen gemacht, darüber würde ich aber nicht gehen!
    Dem Velours selbst an der Tubuswand macht das nichts, da nur der schmäler werdende Strahlenkegel immer wärmer wird, so lange der Teleskoptubus von Außen nicht zu heiß wird und sich der Kleber löst!



    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


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  • Hallo Günter,


    Aha, DAS ist der Trick gegen brennende Newtons: Ordentlich abblenden vor dem Tubus!
    Manchmal ist die Lösung überraschend einfach.


    Bei Marks Kokelerfahrung mit dem 76/300 würde ich wahrscheinlich eher noch weiter abblenden.




    @mark_m
    mit was für Okularen machst du denn die Projektion?


    @Rudi
    Das mit dem Plastikanteil kann ich bestätigen. Hatte mal ein uraltes Optus 76/700 mit 1" Okularen. Da war fast kein Plastik dran. Das letzte Omegon 76/700 das ich hier "auf dem OP-Tisch" hatte war bis auf Tubus und Schrauben fast nur aus Plastik, selbst die Teile die früher aus hartem Metall waren sind heute aus weichem Alu. Die Klemmstange des Feintriebs sieht nach 3 Abenden aus wie ein angenagter Knochen.


    @Elias1995
    Na, schon eine Lösung rausgepickt?



    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Elias,


    na dann viel Erfolg beim Bau deines Filters und hoffentlich gute Sicht!
    Für die entscheidende Klebung Folie/Pappe habe ich die Folie flach auf den Tisch gelegt, sie an einer Ecke am Tisch fixiert damit sie nicht wandern geht und die Pappe dann aus wenigen cm Höhe auf die Folie fallen gelassen. Achtung, da ist eine durchsichtige Schutzfolie drauf! Ob ein- oder beidseitig weiß ich jetzt gar nicht mehr so genau. Wenn das runterknibbeln der Schutzfolie mit den Fingernägeln nicht klappt dann helfen 2 Stückchen Tesafilm
    auf jeder Seite der Ecke. Halb aufkleben, leicht auseinander ziehen und schon lösen sich die Folien voneinander!


    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


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  • Hallo Detlev.


    Früher mit den 1" Revue Okularen die beim Teleskop dabei waren,
    Vollständig aus Metall und Glas, 35, 20, 9 mm.
    Nachteil ist das man den Staub auf der Linse im Fokus hat.


    Jetzt nehme ich 70° Weitwinkel von Omegon oder Planetarys,
    Bei der Projektion kommt es meiner Meinung nach nicht so drauf an.


    Bessere Bilder hat man wohl mit der Folie.


    Gruß.
    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
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