Die Software Guide 9.1 - Tipps und Tricks

  • Hallo,


    Ein Kollege hat sich kürzlich Guide 9.1 gekauft, (wohl) auch auf meine Empfehlung hin.
    Jetzt ist er nicht sehr zufrieden. Das Programm sei ja wirklich alt !


    Es ist wohl richtig, daß die Grafik des Programms etwas veraltet ist ! (Zur neuesten Geschichte der Software, von Projekt Pluto: http://www.projectpluto.com/ und zu den Entscheidungen von Bill Gray, dem Autor, habe ich am Anfang des Beitrags September Aufsuchkarten hier Aufsuchkarten für «Starhopper» mit 4-6 Zöllern - Beobachtungsvorschläge für September mal kurz Stellung genommen.)


    Aber Guide hat Hunderte von Einstellmöglichkeiten, die der große Vorteil von Guide sind, und die auch die Ansicht der Sternkarten verschönern können. Desweiteren hat es bestimmt keine Kinderkrakheiten mehr und ist günstig.


    Da ich Guide seit der Version 4 habe, habe ich dem Kollegen eine Kurzanleitung geschrieben. (Es gibt zwar auch das (englische) Handbuch: http://www.projectpluto.com/guide9.pdf (das deutsche nur, wenn man die Software in DE kauft) aber ich habe einen „quick and dirty“ - Ansatz gewählt um den Einstieg in die Software zu vereinfachen).



    Ich wollte nun im Folgenden eine verbesserte Version meiner „Erklärungen“ an den Kollegen hier einstellen und - vorallem - ein paar versteckte Einstellungen (= Tipps und Tricks) von Guide zeigen.



    Also öffnen wir zunächst mal Guide. Es erscheint normalerweise die



    (1) Originaleinstellung (die man auch über das Haupt-Menu „Datei“, dann „Karte laden“ und „Originaleinstellung“ erreichen kann)


    Das sieht dann so aus:




    ==> Das ganze Bild und vorallem die Isophoten der Milchstraße sind zu hell und wirklich nicht besonders schön.


    Das liegt vorallem daran, daß Guide zunächst nur ein Minimum an Dateien auf der Festplatte installiert. Als Allererstes muß man also zunächst mal von der CD eine ganze Reihe von Dateien auf den Komputer hochladen und dort speichern.


    Dazu - bei eingelegter CD - ins Menu „Extras“ gehen und ganz unten auf „Auf Festplatte kopieren“ klicken. Dann mindestens (! - ich habe sehr viele / fast alle zusätzlichen Dateien auf der Festplatte; Guidebenutzt bei mir mehr als 1 GB an Platz) die im folgenden Bild gezeigten Zeilen auf die Festplatte kopieren. (Es erscheint durch Anklicken ein Stern (*) vor der hochzuladenden Zeile / den hochzuladenden Dateien).



    Doch zurück zur Milchstraße. Man kann diese schrecklichen „Isophoten“ im Haupt-Menu „Karte“ ganz unten, unter „Umrißlinien“ natürlich einfach ausschalten. Aber das ist auch nicht befriedigend, es ist ja eigentlich gut, die Michstraße (und die Nebel) auf der Karte zu sehen !


    Deshalb => Tipp 1:


    Im Menu „Einstellungen“ (ganz unten) auf „Toolbar“ gehen und dort die Zeilen „Milky Way Display“ und „Nebula outline display“ suchen. (Leider sind die Bezeichnungen nicht alphabetisch angeordnet, ... und es gibt, wie gesagt, Hunderte von Möglichkeiten. Ich erkläre weiter unten, wie man das übersichtlicher gestalten kann).
    Hat man die beiden Zeilen (liegen beieinander) gefunden, diese einzeln anklicken, dann jeweils rechts zunächst auf „An“ klicken. Vor der Zeile erscheint jetzt ein Stern (*).
    Dann auf die Zeile „Isophoten“ gehen und diese ausschalten: = Zeile anklicken und rechts auf „Aus“ klicken.



    Nachdem man bei den 3 Zeilen die o.a. Änderungen vorgenomment hat (2x „an“ und 1x „aus“), müßte man zum Schließen des Menus jetzt eigentlich auf „Ok“ drücken.


    Aber da wir gerade in dem Untermenu sind, schlage ich vor, auch noch unten die 3 Häckchen „Große Tasten“, „Toolbar anzeigen“ und „Show Tooltips“ zu setzen, und dann erst auf „ok“ zu klicken.
    Dieses Manöver hat jetzt dazu geführt, daß oben rechts in Guide 9 in der Symbolleiste zwei neue Symbole angezeigt werden, welche vorher nicht da waren (und sich außerdem die Größe der Symbole (von 16 bit auf 32 bit) geändert hat (weil wir die Häckchen gesetzt haben).
    Einzeln auf die neuen Symbole klicken und dann die „Radioknöpfe“ auf „umrandet“ umschalten (siehe Bild) und außerdem in den Zahlenfeldern von „0“ bis „180Grad eingeben und „ok“ klicken (siehe Bild).




    ==> Jetzt sieht das Ganze schon so aus (gezeigt ist hier Simeis 147 im Stier). Die Milchstraße ist außerdem nur noch durch (Rand-) Linien angezeigt.




    ==> Ist das nicht schon viel schöner ?



    (2) Haupt-Menu „Overlays“


    Jetzt sind aber die Sternbildlinien und -grenzen immer noch nicht sehr schön. Das kann man im Menu „Overlays“ ändern. Dazu „Overlays An / Aus“ auswählen und auf „Sternbild-Liniendoppel-klicken. Es öffnet sich ein Fenster mit (neuem) Menu, welches es erlaubt die Linien ein- und auszuschalten, den „Stil“(= die Dicke der Linien und ob gestrichelt, gepunktet oder durchgezogen) der Linien, sowie deren Farbe zu verändern.



    Ebenso mit den Sternbild-Grenzen (im Unter-Menu Overlays An /Aus) verfahren.


    Bei den Sternbild-Namen schließlich gibt es als Alternative zu den lateinischen Abkürzungen noch eine deutsche Version mit voll ausgeschrieben Sternbildnamen. Dazu im Menu „Overlays“ die Sternbild-Namen ganz ausschalten (= kein Stern (*) mehr vor der Zeile) und dann in das Menu „Extras“ gehen und dort die Zeile „Anwender Datensätze“ anklicken.


    Weil die „Anwender-Datensätze“ so versteckt sind, ist das fast ein Geheim-Tipp => Tipp 2


    Hat man die Liste der „Anwender-Datensätze“ (= von Guide-Usern geschriebene „Add-ins“) geöffnet, muß man die Zeile „Sternbilder“ suchen und doppelt anklicken: dann einschalten, die Farbe auswählen und gegebenenfalls „Zeigen von bis“ (in Grad) durch Zahleneingaben verändern, dann „ok“ und „Fertig“.



    [Mit dem Menu „Overlays/ „Overlays bearbeiten“ / „neues Overlay“ kann man übrigens auch eigeneHilfslinien in die Sternkarten einzeichnen. Dazu muß man (nachdem man dem „Overlay“ einen Namen gegeben hat) „Overlays bearbeiten“ wieder verlassen und dann „Overlays An /Aus“ anklicken und auf den Namen des gerade neu geschaffenen Overlays gehen. Es öffnet sich eine neues Fenster, welcheses ermöglicht zu den Karten Linien, Kreise, etc. hinzuzufügen. Diese „Aufsuchshilfen“ werden automatisch gespeichert, man kanndas Menu - ohne etwas zu löschen - verlassen, und einfach abschalten, wenn man es nicht mehr sehen will.]


    Die „Anwender-Datensätze“ enthatten im übrigen ein paar sehr interessante „Add-Ins“, wie z.B. „Quasare“ und „Kühle Kohlenstoff-Sterne“, um nur zwei von ihnen zu nennen. Wenn man diese Optionen einschaltet (evtl. die CD nochmals einlegen), muß man die Einstellungen aber so wählen, daß sie erst ab einem gewissen„Zoomfaktor“ gezeigt werden (z. B. ab 30° und kleiner am Himmel), weil sonst, wenn manz.B. die Kartengrößen 180° oder 90° ausgewählt hat (dazu gleich unter dem Punkt 3 im „ Menu Einstellungen“), der ganze Himmel mit gelben (Quasare) oder roten (Kohlenstoffsterne) Punkten übersät ist.



    (3) Haupt-Menu Einstellungen


    Den Beobachtungsort (Koordinaten) und die Zeit einzustellen überlasse ich Euch.
    Ich würde aber vorschlagen, sich diese beiden Einstellungen als Verknüfungen oben in der Symbolleiste anzeigen zu lassen. Wie das geht (über das Untermenu „Toolbar“) habe ich oben unter „Tipp 1“ kurz erklärt. Ich komme aber noch mal ausgiebig auf die Symbolleiste zurück.


    In dem Menu „Einstellungen“ ist sonst (außer dem Untermenu „Toolbar“) nur noch das Untermenu „Stufengröße“ interessant (nicht verwechseln mit „Stufe auswählen“, der Wechsel der Stufe erfolgt automatisch mit dem „Scrollrad“ der Maus).
    Wie man sieht kann man jede einzeln Stufengröße nach seinem Geschmack einstellen (siehe Bild):



    Im Menu „Extras“, Untermenu „feste Stufen“ kann man übrigens die „festen“ Stufen ganz abschalten (Häckchen entfernen). Hat man das getan, kann man durch „Ziehen eines Rahmens“ mit der linken Maustaste (Maustaste nicht loslassen) von einem zentralen Punkt der Karte aus eine ganz individuelle Kartengröße einstellen, die dann in der „Legende“ angezeigt wird (wenn man diese Option eingeschaltet hat; dazu sogleich unter dem Punkt 4: „Menu Karte“).


    => Tipp 3: Will man die maximal gezeigte Größenklasse bei den Sternen erhöhen bzw reduzieren ohne die Stufengröße (in Grad am Himmel) zu verändern (zuviele Sterne machen das Bild unüberichtlich) kann man das durch Drücken der (+) und (-) Tasten auf der rechs liegenden, „quadratischen“ Zahlen-(Zusatz-)Tastatur des Komputers erreichen. Allerdings reduziert das Drückender (-) Taste nicht nur die angezeigte Zahl / Größenklasse der Sterne sondern auch die der Deepsky-Objekte.


    Will man also die Größenklasse der Deep-Sky-Objekte - bei geringerer Anzahl von Sternen - beibehalten, muß man die Größenklasse im Menu „Karte“, Untermenu „Objektauswahl“ durch die ¨Abänderung der Grenzgröße (in Zahlen eingeben dazu sogleich) dauerhaft verändern.


    (Die sich ebenfalls in der rechten Zahlentastatur befindlichen Tasten „Slash (/) und „Stern“ (*) verändern auch noch mal die Stufengröße, zusätzlich zum Scrollrad der Maus).



    (4) Haupt-Menu Karte (das wichtigste Menu in Guide)



    (A) Untermenu: Sterndarstellung



    Hier kann man die Sterndurchmesser (in Pixel), die Zahl der gezeigten Größenklassen, die Beschriftung „bis zu“ Größenklasse, usw einstellen.
    Die Bayer-Bezeichnungen (lateinische Buchstaben) habe ich (durch mehrfaches Klicken auf die Zeile (!), wird das Häckchen grau = „Auto“) auf „Auto“ gesetzt und eine helle Farbe gewählt. Ich würde auch die Flamsteed-Nummern (= die „kurzen „Stern-Zahlen) auf „Auto“ setzen, dann aber eine sehr dunkle Farbe wählen, z.B. ein ganz dunkles grau, damit die Karte nicht überladen wird. Die („langen“) SAO Nummern würde ich generell auf „Aus“ lassen.


    => Ich habe mir dieses Untermenu als Verknüfung in die Symbolleiste gesetzt.



    (B) Untermenu: Objektauswahl




    · Die „Radioknöfe“ "Aus", "An", "Fest", "Auto": bei "Auto" könnt Ihr für eine gewisse Kartengröße die Größenklasse der Objekte einstellen (Zahlen eingeben), die ändert sich dann automatisch (ist angepasst) wenn ihr die Stufe verändert.
    · Häckchen: Objektbezeichnung = an / aus
    · Farbe der Objekte und Beschriftung: durch Klicken auf die Farbe ändern


    => Ich würde auch dieses Untermenu mittles Verknüfung in die Symbolleiste aufnehmen.


    ...


    Hat man dies alles getan und den verschiedenen Deepsky-Objekten verschiedene Farben gegeben, sieht das Ganze dann so aus (hier das Sternbild „Schwan“):




    Sieht doch schon viel besser aus, ... oder ?


    (Ich habe auch noch den Himmelshintergrund von „schwarz“ auf „extrem dunkles Blau“ geändert, dazu gleich).




    (C) Untermenu: Legende



    Hiermit werden die „Auf den ersten Blick“-Angaben der Legende (bei mir unten rechts im vor-letzten Bild oben) eingestellt, bzw. verändert. Außerdem kann man dort bestimmen wo die „Legende“ stehen soll und wie sie aussehen soll (hochkant oder Querformat).



    (D) Untermenu: Orientierung





    Damit kann man einstellen, ob das System auf Norden oben (Rektaszension / Deklination) oder Zenit oben (alt-/azimutal) ausgerichtet sein soll; ich persönlich mag „Zenit oben“ lieber, weil das intuituv leichter verständlich ist, wenn man draußen unterdem Himmel steht.
    Im Menu „Finden“ (habe das Menu sonst nicht weiter erklärt, da es sehr einfach zu verstehen ist) gibt es dazu das Untermenu “Himmelsrichtungen“, welches erlaubt auch immer den Zenit zur gewünschten Uhrzeit einzustellen.



    ==> Auch hierfür ist eine Verknüpfung in der Symbolleiste sehr nützlich.


    Desweiteren kann man im Unter-Menu „Orientierung’ (= vorletztes, nicht das letzte, Bild) die Karte in alle Richtungen drehen und spiegeln (Zenitprisma):man kann Nord / Süd auf den Kopf stellen oder Zwischenstufen einstellen (30, 60, 90, 180, 270 Grad) oder spiegeln.


    ==> Bei mir ist dieses Untermenu auch in der Symbolleiste gelandet.



    (E) Untermenu: Skalen



    Hier kann man unter anderem Folgendes (duch Klicken auf die entsprechende Zeile) einstellen bzw. verändern (aus- und einschalten, Dicke und Form der Linine, Farbe bestimmen):


    - Ekliptik (wegen der Planeten),
    - Horizontlinie (siehe auch noch unter „Hintergund“ --> dazu sogleich)
    - Beschriftung.



    Die Zeile „Beschriftung“ muß ich näher erklären. Wenn man auf die Zeile klickt, erscheint ein neues Fenster, welches es erlaubt am Rande der Karte die Rektaszension und die Deklination anzuzeigen. Ich habe bei mir die „Striche“ am Rand auf 1 Stunde in Rektaszension und 10° in Deklination eingestellt, aber jeder kann das natürlich nach seinem Gusto machen. Siehe Bild.


    Bild 14 (fehlt hier: siehe Antwort auf diesen Beitrag)


    Weiterhin interessant im Menu „Skalen“ (vorletztes, nicht das letzte, Bild) sind die folgenden Optionen (Häckchen setzen):


    - Zentrales Fadenkreuz
    und/oder
    - Telrad (=> Tipp 4)



    Den Telrad kann man bei Guide nicht (innerhalb der Karte) verschieben. Er steht immer im Zentrum der Karte. Aber man kann die Karte „unter dem Telrad“verschieben, indem man mit der Maus auf das Objekt / den Stern klickt, den man im Zentrum haben will; der telrad ist dann automatisch auf des Objekt zentriert.


    ==> Auch zum „Ein- und Auschalten“ von Fadenkreuz und Telrad gibt es wieder die Möglichkeit, sich über das Menu „Einstellungen“ / „Toolbars“ (siehe oben Tipp 1) Verknüpfungen in der Symbolleiste zu erstellen.


    Schließlich ist da noch die Option „Add aperture circle“ (Gesichtsfeld). Eigentlich zum Anzeigen des Gesichtsfelds eines Okulars gedacht, ist diese Einstellung auch sehr nützlich um sich z.B. eine Linie von 30° über dem Horizont anzuzeigen. Unterhalb dieser Linie ist es, wegen des Dunstes am Horizont, meistens schwierig Objekte zu finden. Dafür anstatt der vorgegebenen (Bogen-)Sekunden einfach „120.000“ (180° minus 2 x 30°) und dahinter „°“ (Grad) eingeben: =>Tipp 5:



    ==> Auch diesen „Kreis“ über dem Horizont kann man dann über eine Verknüpfung ein- und ausschalten



    (F) Untermenu: Hintergrund




    Ich denke das Bild erklärt sich von selbst, insbesondere ist, glaube ich, jedem ersichtlich, was der „Taschenlampen- (=Rotlicht) oder der „Karten“-Modus (= wie auf Papier = dunkle Sterne auf hellem Grund) ist.
    Indem man einen Haken bei „Boden anzeigen“ setzt, kann man dem Himmel „unter demHorizont, der weiter oben nur als Linie / Grenze darzustellen war, in einer anderen Farbe darstellen (fällt dann sofort auf).


    ==> Den „roten Modus“ gib es natürlich auch als Verknüpfung.


    *****


    WICHTIG: Die Änderungen insgesamt als „Karte“ (mit Namen) im Menu „Datei / Karte“ abspeichern. Guide behält zwar die Änderungen beim erneuten Öffnen von Guide bei, aber man weiß ja nie. Wenn mal was passiert, kann man die Karte mit den Änderungen (aus dem menu Datei) wieder laden.


    Es gibt zwar noch Hunderte von anderen Einstellungen in Guide (man kann z.B. per Internet die neusten Stern- und Objekt-Kataloge herunterladen (siehe dazu: http://www.projectpluto.com/) und das Forum: https://groups.yahoo.com/neo/g…er/conversations/messages ) und zwei Hauptmenus habe ich noch gar nicht erwähnt, nämlich die Menus „Tabellen“ und „Hilfe“ ), aber ich werde jetzt hier gleich aufhören.



    Ein schönes Feature von Guide ist auch noch, daß man durch einen Rechtsklick auf ein Objekt eine Unmenge von Information über dieses bekommt, darunter die kurzen, prägnanten Beobachtungsberichte von Steven Coe vom Saguaro Astronomy Club http://www.saguaroastro.org/content/obsnotes.htm



    Schließlich kann man sich über das Menu "Extras / Realsky" (wenn man die Realsky-Dateien auf der festplatte hat) auch noch echte Bilder vieler Deep-Sky Objekte anzeigen lassen. Da muß man aber die Kartengröße, bei der das angezeigt wird, auf maximal 5° setzten, um die Übersicht zu behalten.


    Aber bevor ich wirklich aufhöre, noch ein letzter Tipp:






    => Tipp 6: Die Symboleiste





    Wie ihr seht, habe ich die Reihenfolge meiner Symbole sortiert (A) und außerdem enthält meine Symbolleiste ein paar ganz spezielle Symbole und ich habe z.T. auch die Bilder der Symbole verändert (B), (weil einige Originalsymbole von Guide wirklich häßlich sind).


    Meine Symbolleiste hat folgende Symbole (von links nach rechts):


    - Beobachtungsort auswählen
    - Wechsel Norden / Zenit oben
    - Himmelsrichtung auswählen
    - Orientierung der Karte
    - Objektauswahl
    - Messier Objekt aufsuchen
    - NGC Objekt aufsuchen
    - IC Objekt aufsuchen
    - Rektaszensions- / Deklinations-Koordinaten aufsuchen
    - Bayer / Flamsteed Stern aufsuchen
    - Doppelstern aufsuchen
    - Veränderlichen aufsuchen
    - Planeten aufsuchen
    - Mond Auf- und Untergang
    - Mondphasen
    - Jupitermond-Ereignisse

    - GRF Passagen

    - Zentrales Fadenkreuz an/aus
    - Gesichtsfeld (bei mir die „30° über dem Horizont-Linie“) an / aus
    - Telrad an / aus
    - Nebel-Isophoten (Umrisse) an / aus
    - Rote Darstellung umschalten
    - Zeiteinstellung
    - Plus eine Stunde
    - Minus eine Stunde
    - Vorherige Karte („zurück“)
    - Letzte Karte („wieder vor“)
    - Karte neu zeichnen



    (A) Das Sortieren der Symbole geht folgendermassen:


    (1) Man schaltet Guide auf Englisch um (im Menu „Einstellungen / Sprache“).
    (2) Man macht eine Sicherheits-Kopie der Datei „toolbar.dat“ im Ordner Guide 9 auf dem Komputer.
    (3) Man öffnet die Datei „toolbar.dat“ mit Notepad. Das sieht so aus:



    (3) Wenn man oben unter „Tipp 1“ das Häckchen bei „Show Tooltips“ gesetzt hat, werden die „Tooltips“ (= die Namen der Verknüpfungs-Symbole) in der Symbolleiste jetzt auch auf Englisch angezeigt.
    (4) Dann sucht man die Symbole (mit ihren englischen Namen) in der in Notepad geöffneten Datei „toolbar.dat“. Die sich in der Symbolleiste befindlichen Symbole haben keine (!) Raute (#) am Anfang der entsprechenden Zeile. (Man kann also Symbole auch in die Symbolleiste setzen, indem man die Raute in der Notepad-Liste entfernt). Dann schneidet man die ganze Zeile aus („cut“) und setzt sie nach oben in der Liste („paste“), in der Reihenfolge, in der man will. (Das Ganze ist auch am Ende der - in Notepad geöffneten - Datei erklärt).


    [Achtung: Es gibt im Guide 9 Ordner auch eine Datei „dt.toolbar.dat“ („deutsche Toolbar“). Es nutzt nichts dort die Reihenfolge zu ändern, da laut Bill Gray diese Datei nur der Übersetzung dient).


    (5) Man speichert die Änderungen und schließt die Datei „toolbar.dat“.


    Fertig.


    ***


    (B) Will man jetzt auch noch die Bildsymbole ändern, ist auch das ganz einfach.


    (1) Im Ordner Guide finden sich auch eine Reihe von bmp (bitmap) Dateien. Die haben Namen, die entsprechen den Begriffen nach dem Ausrufezeichen (!) = 3. Spalte des jeweilgen Symbols (siehe oben im Bild).
    (2) Jetzt einfach im Internet ein Bild für ein Symbol suchen, welches besser passt.
    (3) Dieses Bild mit einer Software wie IrfanView oder XNView auf 32x32 bit (wichtig !) reduzieren, und im Format bmp abspeichern. (Mit der Software „PIXresizer“ kann man das für eine ganze Serie von Bildsymbolen gleichzeitig machen).
    (4) Das / die Bild(er) entsprechend dem nach dem Ausrufezeichen in obiger Liste angegebenen Namen umbenennen (z.B. „load.bmp“ = die erste Bezeichnung in der Liste).
    (5) Das / die Bild(er) in den Ordner Guide 9 verschieben (gegebenenfalls vorhandene Bilder ersetzen). Der Komputer wird nicht bei allen Bildern die Frage nach dem Ersetzen stellen, weil manche Bildsymbole in Unterordnern von Guide sind, aber Guide sucht immer zuerst die bmp Datei im Hauptordner und verwendet dann diese (ist in der - in Notepad geöffneten - Datei „toolbar.dat“ am Ende genau so erklärt).


    *****


    Voilà, ich hoffe ein paar andere Guide Nutzer können mit diesen Tipps was anfangen.

  • Hallo Rudi,


    unlängst habe ich mir Guide 9.0 von TS schicken lassen. Nachdem ich schon mal THE SKY auf dem Rechner
    hatte, und Stellarium immer noch, hat mich dieses Programm nicht besonders "mitgerissen" . Es staubt
    mittlerweile vor sich hin.


    D107-06 Der Kamera-Sensor macht die Auflösung


    Mit solchen Themen erreicht man hier offenbar keinen Astro-Fotografen.

  • Hallo Wolfgang,



    (1) was das "Verstauben" anbelangt, bin ich einverstanden und doch nicht einverstanden (also JEIN) :D ..


    Das kommt daher, daß heute alles in unserer Gesellschaft auf kurze, schnellebige "Flash-(= Blitzlicht-)"- (aber IMMER) Bilder konzentriert ist.


    Nur ... ... das Problem dabei ist, daß Bilder kurzlebig sind (und gerade nicht nach-haltig).


    Lesen bewirkt das genaue Gegenteil: einen nachhaltigen Eindruck.


    Aber wer liest den heute schon noch irgendetwas ? Lesen ist mühselig (kommt von "Mühe"): ein kurzer "Peek" in den "Thread" und schon ist alles (demjenigen der "peekt") [scheinbar] sonnenklar !


    Siehe hierzu meinen Beitrag Nr. 3 in diesem Thread: Teleskop für Astrofotografie



    Da fällt mir dann nur noch der "Abklatsch" ein (in Frankreich ist ein "cliché" ein Abzug von einem Bild (eine billige Kopie des Bildes eines berühmten Malers genauso, wie eine weiterer Abzug eines Photos von einem Film): https://de.wikipedia.org/wiki/Klischee


    (2) Hinsichtlich Deines Beitrags : D107-06 Der Kamera-Sensor macht die Auflösung hab ich mir schon ein paar Gedanken gemacht ! Aber das "dreht noch" in meinem Kopf !


    Liebe Grüße





  • Hallo Rudi


    Das Programm sieht auf jeden Fall interessant aus.
    Ich mag Programme die gut funktionieren dafür aber die Optik vernachlässigen. Ist halt ein wenig die alte Unix Denke.
    Ich bin nun wirklich kein Computer Profi, aber ich liebe meine Linux Kommandozeile. :-)
    Für viele Probleme braucht man nun wirklich keine schöne Oberfläche.


    Sehr schön das Du Dir die Mühe machst und hier Tipps und Tricks reinstellst!


    @Wolfgang: Doch, Deine Berichte werden mit großem Interesse gelesen, auch wenn ich keine Astrofotografie mache ist der Bereicht sehr interessant um die Techniken rund um das Teleskop zu verstehen. :-)



    Schöne Grüße


    Mark

    Teleskoppark :) :
    Revue? ______60/910mm Refraktor
    Firstscope ___76/300mm Newton
    Heritage ____130/650mm Newton
    Eigenbau____76/700mm Newton 2" OAZ, In Arbeit
    Bresser _____114/900mm Newton

  • Jo merci Mark,


    ich will keinesfalls Reklame machen. Und es ist richtig, daß das Programm alt ist !
    Aber man bekommt eine sehr komplette Software mit unglaublich vielen Möglichkeiten, ... wo man zum gleichen Preis bei anderen nur eine Art "verbesserte Demoversion" bekommt ! (Und mit Stellarium kann ich persönlich, ehrlich gesagt, nichts anfangen).




    Danke !