Mond Saturn - was brauche ich dafür ?

  • Hallo Maik,


    wie ist das den eigentlich mit dem Justieren bei der Händler-Firma ausgegangen ?


    Im übrigen, darf ich mir erlauben, weil älter, nochmals darauf hinzuweisen: ... mach langsam ! Was sagt denn Deine Frau dazu ? ;)Wenn Du nach ein paar Monaten feststellst, daß das Hobby doch nicht wirklich das Deine ist, hast Du lauter neues Equipment, welches Du allenfalls noch zum halben Preis verkaufen kannst (so ist der Gebrauchtmarkt bei Astronomie-Sachen). Wie Du ja selbst sagst, beobachte erst mal ! ... Nichts für ungut ;):saint:.


    Zu den Okularen:


    4 mm: Kannst Du da wegen der langen Lieferzeit nicht vom Vertrag zurücktreten und woanders bestellen ? Ich denke schon. Kürzlich hat jemand - ich glaube auf dem schwarzen Forum - gleich zwei von den Okularen (wohl weil Binoviewer) gebraucht angeboten ... such mal ein bißchen !


    36 mm aspheric: Also ich kenne das Okular nicht, habe mich aber auch mal dafür interessiert. Deshalb kann ich ein bisschen etwas dazu sagen:


    (1) Es gibt Hinweise auf anderen Foren (Cloudynights), daß es nicht ganz so randscharf ist, wie beworben. Wenn Du also perfekte Sterne bis zum Rand willst, dann frag mal nach !


    (2) Ansonsten finde ich Deine Wahl sehr gut, weil:


    (a) die Austrittspupulle von 6 mm ein sehr guter Kompromiss ist, zwischen den allgemein vorgeschlagenen (und ständig nachgeplapperten) "maximal 5 mm wegen Lichtverschmutzung" und der REIN RECHNERISCH maximal sinnvollen Austrittspupille von 7 mm: AP = Spiegeldurchmesser dividiert durch Vergrösserung.


    [Als überzeugter "Ketzer" halte ich das - mit dem bei uns aufgehellten Himmelshintergrund gerechtfertigten -kleinen Austrittspupillen-Limit, also das von 5 mm, trotzdem für hochkarätigen Quatsch ! Man fährt ja ab und zu auch an einen dunklen Himmel, und zuviel AP schadet ja nicht. Ich habe an meinem f/5 12 Zöller ein wundervolles 40 mm König Okular mit wenig Linsen, mit dem ich alle meine Objekte aufsuche, auch schwache Galaxien. Das bringt aber eine AP von 8.0(sic !). Und kürzlich (im August) hat ein erfahrener Hobbyastronom auf einem Teleskoptreffen gesagt, er habe die knöcherne Hand (Zirrusnebel) noch nie so detailliert gesehen !]


    Also die 6 mm AP sind ein sehr guter Kompromiss zwischen der Meinung der Konformisten und der von Ketzern.


    (b) Was mich an dem Okular aber (ausser dem 72* Feld und der Möglichkeit, das Okular - natürlich mit Vignettierung - auch an 1.25 Zoll zu nutzen) noch so interessiert hatte, war die Tatsache, daß es eine oder mehrere asphärische Linsen hat. Sphärisch bedeutet kugelförmig. A-sphärisch bedeutet also nicht-kugelförmig. Normalerweise sind Linsen immer Ausschnitte aus einer Kugel. Die Kombination von Farbaufspaltung (Regenbogeneffekt, nicht beim Spiegel) und "Kugelform" von Linse oder Spiegel führt aber zu optischen Fehlern, von denen es eine Unmenge gibt. Bei Spiegeln kennt man asphärische Korrekturen von optischen Fehlern schon lange: Dein Hauptspiegel ist ein Asphäre, nämlich eine Parabel (alle guten Newtons haben parabolische Hauptspiegel, schlechte -ausser ganz langbrennweitige, die trotzdem gut sein können - haben Kugelspiegel).


    Bei Linsen ist es schwieriger, Asphären herzustellen, um z.B. den Farbfehler oder andere optische Fehler zu korrigieren. Was macht man also traditionnel-klassisch ? ... Man baut "Linsentürme", z. B. in Form von Okularen, wo jedesmal, wenn man noch einen von den vielen optischen Fehlern feststellt, noch eine neue "Korrektur"-Linse nachschaltet wird, ... und noch eine, ... und noch eine, ... ... solange bis das Bild zwar quasi-perfekt, aber auch - durch die vielen Linsen - sehr dunkel ist.


    Ein asphärisches Okular ist dagegen innovativ und zukunftsorientiert. Man kann mit weniger Linsen dasselbe Ergebnis erreichen.


    Das ist es, was mich an dem Okular interessiert hatte. Wie gesagt, ich habe es aber nicht gekauft. Dagegen habe ich mir für meinen Sucher das hier: Sv Bony: Leichtes und sehr günstiges 23 mm asphärisches Okular mit 62° Gesichtsfeld (Kurzbericht) besorgt: Es ist superleicht (damit mein Dobson nicht un die Knie geht) und die asphärische Linse ist auch noch aus Kunststoff. Ich will zwar - in der aktuellen ökologischen Krise - nicht dem Plastik das Wort reden, ... aber innovativ ist es trotzdem.


    Lieben Gruss

  • Hallo AstroRudi,


    ich halte mich kurz, weil ich just in dem Augenblick arbeiten sollte 😜 war schon den halben Tag unterwegs 😂

    Den Termin bei Bresser habe vor 1 1/2 Wochen habe ich abgesagt, da wir auf Arbeit noch viel zu tun hatten. Dafür habe ich meinem Chef direkt erklärt, dass ich düsen heute nachhole. Ohne wenn und aber. Und von da komme ich gerade ☺️

    Mein Dobson ist frisch justiert. Tatsächlich war der fs nicht ganz mittig.

    Das war heute Mega interessant. Da ich auch noch nie auf einer Messe war, war das schon ein kleines Paradies ☺️ Ob Reflektoren oder Refraktoren...in allen Größen 😍

    Die vielen hübschen Okulare 😍

    Was soll ich sagen?? Der Service von Bresser sucht seines gleichen! Auch wenn ich in der Astronomie Branche neu bin...man hat ja in anderen Branchen seine Erfahrungen gemacht.

    Also die haben das gerät komplett gecheckt und justiert...haben mir nochmal in der Praxis alles zur justage gezeigt...meinen laserkollimator haben die auch gleich geprüft. Der ist auch gut justiert.

    Danach haben sie sich noch Zeit für meine Fragen genommen und mir noch ein bisschen was über Filter erklärt und mir ein paar Okulare vorgestellt.

    Anschließend haben sie sich meine beiden Ferngläser angesehen. An dem Guten binocum war ein Deckel gerissen. Da sie keine originale da hatten, haben sie mir gleich zwei neue passende gegeben.

    Und an meinem uralten Fernglas (für 10 € bei eBay geschossen) haben sie neue Augenmuscheln ausgekramt...die waren abgerissen.

    Was hat mich der Spaß gekostet? 45 min Hinfahrt, 45 min Rückfahrt und 10 € Sprit in etwa...alles Service und gratis.


    Jetzt bin ich happy...werde mal heute Abend berichten, sofern der Himmel etwas von sich preis gibt.

    Ach ja...noch schnell zum 4mm Okular: ja sicher kann ich das abbestellen...aber das Angebot war einfach Mega. Zu dem Preis bekomme ich das so schnell nicht mehr.


    Ich behalte den Markt einfach mal etwas im Auge. Und vielleicht nehme ich erstmal das 36mm Übersichtsokular...sowas brauche ich ja eh auch noch.

    Aber gut...jetzt kommt es wirklich nicht mehr auf die ein oder andere Woche an 😜 erstmal gucken, was der Abend und die Nacht bringt ☺️


    Ach ja...noch ein Nachtrag. Der Techniker von bresser hat es ähnlich wie AstroRudi beschrieben. Bezüglich der Spiegel hatte er keine Bedenken und was den Offset angeht, den kann ich erstmal getrost vergessen für meine Ziele. Das ist zumindest meine kurze Zusammenfassung mit eigenen Worten.

    Und dann hatte ich ja vor einigen Wochen von meinem Wunsch erzählt, mir den optischen Sucher von Bresser zuzulegen.

    Er hat mir eher zum Telrad geraten.

    Was denkt Ihr darüber?


    Schönen Gruß aus Marl!

  • Hallo Maik,


    ich kenne die optischen Sucher von Bresser nicht. Der Telrad ist ziemlich klobig aber recht leicht und vor allem super funktional. Ich habe zwei davon, einen am 16 Zöller und einen am alten D8 Dobson. Wenn er nicht so sperrig wäre, würde ich ihn auch an meinen Refraktor anbringen.

    Fazit: passt super zum Dobson! Ich kann Dir noch den DeepSky Reiseatlas empfehlen, der für viele lohnenswerte Objekte am Himmel die Teilkreise des Telrad abgebildet hat.

    Eine Alternative ist der Rigel Quick Finder. Die Kosten sind in etwa dem des Telrad gleich. Ich kenne diesen aber nicht in der Praxis, aber der Rigel baut deutlich kleiner!


    Viel Spaß beim Finden (anstelle des Suchens...)


    Thomas

  • Hallo Maik und Thomas,


    also ich habe an meinem Dobson beides.


    (1) Einen "Peiler" um einen helleren Stern in der nahen Umgebung des gesuchten Objekts anzupeilen [z.B. Leuchtpunkt; am Refraktor sogar nur eine lange Pappröhre (von Küchenpapier-Rolle mit weisser PVC-Folie beklebt, wegen Feuchtigkeit].


    (2) Einen Sucher / Finder; der dann zur Suche im Umfeld in Gebrauch kommt. So 5* (10 Vollmonddurchmesser) am Himmel sind sehr schön, aber schon Luxus; weniger, z.B. 3.5* reicht auch.


    Alle 3 Geräte müssen natürlich gut zueinander justiert sein. Wenn Du vom Zentrum des Peilers / der Küchenpapierolle zum Sucher / Finder überwechselst, sollte der anvisierte Stern möglichst im Zentrum des Suchers sein, sodass Du damit weitersuchen kannst. Und wenn Du vom Sucher auf das Hauptgerät wechselst, sollte der Stern / das Objekt möglichst wiederum im Zentrum des Gesichtsfeldes sein. Ist natürlich ein bisschen Einstellarbeit !


    Deshalb mein Vorschlag: Behalte zunächst mal den alten Sucher, besorg Dir einen Peiler und teste mal die beschriebene "Dreierkonstellation". Du kannst ja zunächst mit der Küchenpapierrolle probieren (aber Achtung: da gibt es welche aus dickerem Karton mit schmalerem Durchmesser und welche aus "labberigem", dünnerem Karton mit grösserem Durchmesser; letztere sind wie lange Klopapierrollen und deshalb nichr so gut. ... Ich glaube, mein Peiler war von einer Alu-Papierrolle). Wenn das klappt, und Du Dir einen Leuchtpunkt-Peiler zulegen willst, würde ich einen leichten empfehlen; also eher den auch von Thomas genannten Quickfinder. Solltest Du einen neuen Sucher erwerben wollen, bitte auch da auf das Gewicht achten, damit Dein Dobson mit Peiler und Sucher zusammen nicht "in die Knie geh". (Es gibt Sucher aus China mit Stahl-Tubussen, die wiegen 1.5 Kilo; das ist viel zu viel für "'vorne am Dobson"; ich würde möglichst deutlich unter 1 kg bleiben).


    Gute Wahl wünscht

  • Hallo zusammen!


    Ich wollte ja nochmal ein Update zu meinem ersten Test nach der Justage bringen.


    Auch wenn das Seeing für meinen Ort nicht optimal war, habe ich mich gefreut, dass der Himmel gestern schön frei war. War ja eigentlich nicht nur der Test der justage, sondern auch der erste Test des neuen 9mm okulars (Goldkante)...und das erste mal, dass ich das Fernglas direkt dabei hatte.

    Also M13 konnte ich wieder nicht wirklich als Kugelsternhaufen erkennen, wobei es mit der Goldkante schon durchaus zu erahnen war. Werde es heute Nacht mal von einem anderen - dunkleren - Standort versuchen. Außerdem mal das Seeing in nächster Zeit intensiv beobachten.


    Noch etwas zur Goldkante: ich habe tatsächlich wie zuvor beschrieben, ein kleines Problem mit dem Okular. Der Abstand des Auges...ich muss etwas weiter weg mit der Pupille. Komme ich zu nah ran oder nutze tatsächlich die Gummi-Muschel, dann wird es dunkel und ich sehe nichts mehr.

    Habe ich aber den richtigen Abstand und gucke zentral durch, dann liefert das schon einen tollen Einblick.

    Mit der Zeit funktionierte es immer besser. Weiß trotzdem nicht, ob das so sein soll 🤔


    Lieber Gruß

    Maik

  • Komisch, die Gummi-Augenmuschel sollte eigentlich den richtigen Augenabstand geben. Beobachtest Du mit Brille ? Wenn ja probier mal ohne. Wenn nein drücke mal die Augenhöhle ein bißchen auf die Muschel oder geh umgekehrt ein bißchen davon weg. Vielleicht ist die Okular-Muschel ein bisschen zu lang / zu kurz für Dich. Also ich habe (wie gesagt, allerdings mit dem 6 mm) keine solchen Probleme. ... Und das 8.6 mm Antares W 70, das baugleich mit dem 9 mm Goldkante sein soll, hatte ich auch lange, ohne mich an Probleme erinnern zu können.


    Hier noch ein Testbericht (mit weiteren Links von Sven Wienstein: http://www.svenwienstein.de/HTML/goldkanten_mit_fmc.html


    Gruß

  • Hallo,


    also offensichtlich ist mir die Augenmuschel zu kurz. Vielleicht sollte ich mal selbst zum Augenarzt?! 🤔

    Aus der richtigen Entfernung liefert das 9mm ein tolles Bild. Dadurch fällt halt nur mehr Licht ein.


    Habe mir gestern einen schönen dunklen Ort gesucht...war schon fast etwas unheimlich 😂😂

    Während das Teleskop noch am auskühlen war, habe ich es mir mit dem Fernglas gemütlich gemacht.

    Dabei habe ich - zu meinem eigenen Erstaunen - den Andromeda Nebel sehen können.

    Habe ihn mit dem Dobson ins Visier genommen. Ja war ein Nebel 😂 wirklich viele Details konnte ich nicht sehen.

    Offensichtlich etwas mehr Details als beim letzten Versuch konnte ich m13 entnehmen.

    Mit dem 9mm Okular waren dieses Mal schon mehr einzelner Sterne zu erkennen. Aber im großen und ganzen war es wieder sehr nebulös.

    Mal sehen was die nächsten Wochen do zeigen.


    Da habe ich doch glatt noch ne Frage, weil bei bresser ein Okular im Angebot ist (Ausstellungsstück). Was haltet ihr davon?


    https://www.bresser.de/Sale/Au…ision-68-Okular-40mm.html


    Ach und nochmal ergänzend zur 9mm Goldkante: auch wenn der Vergleich weit her geholt ist, weil die Vergrößerung viel höher ist...aber ich glaube jetzt sagen zu können, dass mein 6mm Plössl Schrott ist. Wenn ich bei der 9mm Goldkante den richtigen Augenabstand habe, dann ist das Bild scharf und macht einfach Spaß. Das 6mm Plössl wirkt dagegen irgendwie stumpf.

  • Hi Maik,


    vom wahren Gesichtsfeld am Himmel (scheinbares Gesichtsfeld dividiert durch Vergrösserung) her geben sich die beiden Okulare nichts; beide zeigen ungefähr 2.2 Grad am Himmel (4 Vollmonddurchmesser). Von der Anzahl der Linsen her auch nicht. Ich weiß nicht wie randscharf das Bresser und was für ein Okulartyp das überhaupt ist (wahrscheinlich ein verbessertes Erfle-Okular), aber vom Baader Aspheric weiß ich das auch nicht. Meiner Meinung nach muß ein Übersichtsokular auch nicht 100% randscharf sein. Der Preis des Bresser ist natürlich attraktiv.


    Bleibt nur ein Haken: mit 1.2 Kilogramm ist das Bresser ein ganz schöner Oschi, eine richtige "Handgranate"; da mußt Du eventuell Deinen Dobson neu ausblancieren oder - weiß nicht genau, was dein Dobson da für Möglichkeiten hat - die vertikale Feststellschraube feststellen (und dann wieder zurück, wenn Du das Okular wechselst). Das Baader wiegt dagegen 400 Gramm (1/3 des Gewichtes). Bei meinem Dobson (der funktionniert nach dem "Stehaufmännchenprinzip" und bleibt in jeder Position von alleine stehen), wären die 1.2 kg zuviel. Ich habe allein aus diesem Grund (Gewicht) eines der besten Okulare, die es gibt, mein 8.8 mm Meade UWA Series 4000 gegen ein Nagler Typ 6 mit 9 mm getauscht ;( !


    Aber bei Deinem Dobson muß das nicht unbedingt zuviel sein.


    Du mußt also wahrscheinlich (kenne beide Okulare nicht) Preis gegen Gewicht abwägen ! Man kann ja auch beide bestellen und dann eines innerhalb der Konsumentenschutz-Frist zurückgeben (wenn das bei Ausstellungsstücken auch geht --> fragen).


    Edit: Hier ist noch ein Leichtgewicht-Schnäppchen mit einem Preis der dazwischen liegt und eine verstellbare Augenmuschel hat: https://www.teleskop-express.d…d---6-Element-Design.html


    Sorry, das mußt Du selber entscheiden !


    Gruß

  • Hi AstroRudi,


    so...da ich unter der Woche wieder weit weg von meinem Dobson bin, nur ein kurzes Update.


    Ich muss mich ehrlich noch daran gewöhnen, auf das Gewicht zu achten 😂 das sind ja unglaubliche Unterschiede 😳 also tatsächlich ist es bei den Bresser Geräten gut gelöst mit Rohrschellen. Man kann diese vom Tubus entfernen und ihn in einer equatorialen Montierung einsetzen. Insofern ist es relativ einfach, ihn neu auszurichten. Aber ich habe auch kein Interesse, ständig die Schellen zu öffnen, nur weil ich das Okular wieder nutzen will.

    Wobei mein Dobson vermutlich halten würde. Habe ihn gerade - wie gesagt - nicht hier, aber der ist sehr stabil.

    Nur möchte ich ja auch nicht ständig noch 20 kg zusätzliches Gepäck dabei haben, weil ich mir alles in der extra schweren Ausfertigung hole 😂😂

    Ich bleibe bei dem anderen Okular. Ein gutes Okular muss man sich mal was kosten lassen. Umso mehr achten man hinterher drauf 😂


    Dann ein Update aus Hessen. Dem Foto kannst du entnehmen, dass ich meinen anderen Newton nun aufgebaut bekommen habe. Deine links haben dabei geholfen, wobei ich das mit diesen Nachführ-Kabeln erst nicht richtig erkennen konnte und es mehr aus Zufall entdeckt habe.

    Außerdem weiß ich noch nicht ganz genau, warum ich zwei Gewichte habe, ob ich beide brauche und wozu die überhaupt sind 😂


    So...mal sehen, ob ich damit in den nächsten Tagen etwas zu sehen bekomme.


    Ich halte Dich / Euch auf dem laufenden.


    Lieber gruß

  • Hi Maik,


    ich finde Dein "Oldie" sieht aber noch sehr gut aus !


    Du mußt die obere Achse, die (mit den Gewichten) auf Deinem Bild auf den Boden ziegt, mal waagrecht stellen, so daß das Teleskop auf der einen und die Gewichte auf der anderen Seite sind. Dann verstehst Du wozu die Gewichte sind: Teleskop und die Gewichte sollten sich so ausblancieren, daß die Achse in waggrechter Stellung "stehen bleibt", auch wenn die Festellschraube ganz locker / überhaupt nicht angezogen ist.


    Dasselbe gilt übrigens für die andere Achse. Die Rohrschellen sollten so "in der Mitte" am Teleskop sitzen, daß das Teleskop (mit Okular) bei glockerter Feststellschraube waagrecht stehen bleibt und weder nach vorne noch nach hinten kippt.


    Viel Spaß weiterhin


    ---


    P.S.: wollte noch was zu Deinem vorherigen Beitrag sagen (war bei meiner Antwort grad unterwegs):


    (1) also das mit dem "ein bißchen unheimlich" passiert mir heute auch noch (nach 48 Jahren Astronomie). Nimm 'ne gute Taschenlampe mit; deren Lichtstrahl reicht um die meisten "Geräuschemacher" zu erkennen und ggfls zu vertreiben (Igel, die "schnaufen"; Marder, die "stinken"; Katzen, Hunde mit "leuchtenden" Augen (manchmal rot); usw).


    (2) Also ich persönlich finde, die Andromeda-Galaxie sieht man immer besser im Fernglas als im Teleskop. Das liegt daran, daß der leuchtende Fleck der Galaxie so "breitgetreten" ist (sog. Oberflächenhelligkeit; die Andromeda-Galaxie hat ca 8 Vollmonddurchmesser am Himmel), daß das Licht der Aussenbezirke praktisch kaum zu sehen ist, so sehr ist das Licht "verdünnt". Man sieht im Teleskop - außer man strengt sich sehr an und versucht die Aussenbezirke zu "erahnen" - praktisch nur das Zentrum der Galaxie. Ähnliches gilt für die Dreiecksgalaxie M 33.


    (23) Zum 6 mm Plössl: Das Plössl muß nicht unbedingt Schrott sein, ... manchmal (schlechtes Seeing) ist 200-fache Vergrößerung schon zuviel, obwohl der Himmel (sehr) klar ist, z.B. bei Wind. Siehe auch meinen BB von letzter Woche: Kleiner Beobachtungsbericht von gestern abend


    Gruß