Vereisung des Chips bei gekühlten ZWO Asi-Kameras

  • Hallo Leute,




    da
    ich mir überlege, neben meiner ZWO ASI 290MM auch eine Farb-ASI mit
    grösseren Sensor zuzulegen, kommen folgende 2 Modelle in Frage




    ZWO ASI 1600MCC



    ZWO ASI 071MCC




    Verwenden würde ich die Kamera hauptsächlich für EAA mit SHARPCAP 3.0, aber ich erwäge auch den Einstieg in die Astrofotografie.



    Ich habe schon einige Testberichte gelesen und bin mehrmals auf das Problem der Vereisung des Sensors gestossen.




    Gibt es hier im Forum Mitglieder die eines der 2 Modelle besitzen und mir von ihren Erfahrungen berichten möchten?



    Was kann man gegen Vereisung des Sensors tun?



    Kommt es häufig vor?




    Andererseits
    gibt es Kameras von anderen Firmen, die ähnlich Eigenschaften aufweisen
    und bei denen keine Vereisungsprobleme vorkommen?




    lg



    Markus

    Takahashi Mewlon 210, TOA 130 NS, FC 100 DF, FS 60 CB/Q
    Televue Delite, Nagler, Plössl, 2x Powermate Barlow, 3x Achromatic Barlow, ZWO ASI 290 MM
    Skywatcher EQ5, AZ-EQ6

  • Hallo Markus,


    Vereisen kann nur etwas das Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Keine Feuchtigkeit = kein Eis!
    Verschiedene Hersteller haben dazu "ihre" Lösung gefunden:
    http://www.sbig.de/sbig-histor…/bildfehler.htm#vereisung


    Webcams werden von eifrigen Bastlern auch gekühlt, da kommt meist ein Tütchen "Silica Gel" mit
    ins dichte Gehäuse und dann werden die Daumen gedrückt. Es gibt Silica Gel das ändert die Farbe wenn es feucht geworden ist.


    Klare Sicht
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x) | Frisch gepflückt: 200/1200 Dobson


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Markus,



    eine Trockenkammer baut man in folgende Verlängerungen,

    2" < ......................... > T2 < ............................... > 1,25"
    den UV ; CLS oder Astronomik UHCFilter als vorderen Verschluss ein.


    Dann diesen 8 oder 10mm Pneumatik Schlauchadapter mit Gewinde oder mit Stabelitt-Express einkleben.

    gerade oder gewinkelt, eventuell Gewinde kürzen!


    Darin wird ein kurzes Stück Pneumatik Schlauch mit Trockenmittel Gefüllt mit eingesetzt

    Verschluss Stopfen versehen.
    Die Tockenpatronen kann man selbst herstellen Trockengeel in Nylonstrumpf - Röllchen eingeschweißt!


    Gruß Günter

  • Hallo Günter, hallo Detlev


    super, herzlichen dank, das sind ja gute Tipps. zwecks trokenkammerbau, das muss ich mir noch genauer anschauen.


    gibt es trockenkammern zu kaufen? wenn das vereisungsproblem real ist, sollten die kamerahersteller doch darauf reagieren.


    lg


    markus

    Takahashi Mewlon 210, TOA 130 NS, FC 100 DF, FS 60 CB/Q
    Televue Delite, Nagler, Plössl, 2x Powermate Barlow, 3x Achromatic Barlow, ZWO ASI 290 MM
    Skywatcher EQ5, AZ-EQ6

  • Hallo Markus und Günter,


    jetzt wo ich Günters Bauanleitung nochmal in Ruhe durchlese verstehe ich die Idee dahinter. Das Trockenmittel ist ja auswechselbar ohne daß man die Kammer komplett zerlegen muß! Verschlussstopfen ab und schon kommt man ran. Zuerst dachte ich man müsste den Schlauch aus der Arrretierung prökeln aber mit dem Stopfen ist es nicht nur einfacher sondern auch eleganter.
    DAS ist natürlich ein Vorteil gegenüber einem irgendwo im Kameragehäuse platziertem Säckchen Trockenmittel.


    wenn das vereisungsproblem real ist, sollten die kamerahersteller doch darauf reagieren.

    Einige Kamerahersteller haben ja ihre Lösung (siehe Link in Beitrag 2). Es ist ja nicht die 2cm entfernte Filterscheibe vorne die zufriert, es ist der gekühlte Sensor tief innendrin.
    Ich habe irgendwo mal eine Bauanleitung/Baubericht für eine gekühlte Webcam gesehen, da hat der Astro-Kollege einen zweiten "kalten Finger"(Kälteleitendes Alu, z.B. ein Streifen Alublech) vom Peltierelement abgehen lassen. Der erste ging zur Sensorunterseite und kühlt diese. Der zweite Finger ging nirgendwo hin, sollte bewusst zufrieren und so die Feuchtigkeit die im geschlossenen Gehäuse natürlich nur gering ist binden. Es erinnert an die Idee einer "Opferanode" die bewusst im Erdreich vergraben wird und statt eines wertvollen Tanks vor sich hin korrodiert. Sowas kostet natürlich extra Strom, das Peltierelement muß ggf. durch das nächstgrößere ersetzt werden, die Abwärme steigt, schwerer Kühlkörper, größerer Lüfter, mehr Vibrationen...
    Eine ganze Kette von Problemem kann dadurch gestartet werden die man auch erst einmal in den Griff kriegen muß. Vorteil wäre daß man das Gehäuse 100% dicht versiegeln kann, den Rest erledigt die Kühlung autark. Auf der Terasse ist zusätzliche elektrische Energie kein Problem, draußen auf dem Feld vielleicht schon. Ich glaube das ist der Grund warum die profesionell gebauten Kameras andere Lösungen nutzen.


    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x) | Frisch gepflückt: 200/1200 Dobson


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • hallo detlef, hallo günter,


    also wenn ich plus 1000euro für eine kamera ausgebe, möchte ich nicht zum bastler werden müssen, das teil sollte von anfang an tipptopp funktionieren ;-)


    in einem anderen forum bekam ich den tipp zur asi1600 alternative - ALccd–QHY163 - bei dieser kamera soll es angeblich keine vereisungsprobleme geben,


    hat irgenwer hier im forum schon erfahrung mit dieser cam?


    lg


    markus

    Takahashi Mewlon 210, TOA 130 NS, FC 100 DF, FS 60 CB/Q
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    Skywatcher EQ5, AZ-EQ6

  • Vielleicht liegt das Geheimnis in der Temperatur? Wenn der Sensor kaum rauscht muß man den nicht auf -20°C bringen...

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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    https://astronomiefreunde-kn.de/