Teleskop draußen ... Steuerung aus dem Haus

  • Hej Rudi.


    Jupp, dat geht. Im tiefsten Winter sogar sehr praktisch, sofern man Astrofotografie betreibt. Allerdings habe ich immer Angst, dass das Teleskop irgendwo anschlägt. Deswegen bin ich alle paar Minuten draußen um nach dem Rechten zu schauen. Außerdem kann man auch nebenbei mit dem Fernglas beobachten. Nichtsdestotrotz sollte man sich erstmal richtig informieren und sich mit einer Sache auseinandersetzen. Naja, und Flach Kabel durch das Fenster... geht auch... Ich könnte dort antworten, aber nein.


    Gruss Bengt

  • Ja, es ghet, ... aber warum ?

    Hallo Rudi,


    ja man könnte sich drüber ärgern, ... aber warum ?


    Es gibt viele Wege zu den Sternen. Die einen setzen auf maximal viel Technik, die anderen stören sich schon an einem LED-Sucher. Für die einen zählt am Ende nur das Bild in der Hand, für die anderen das erleben der Nacht und die Photonen auf der eigenen Netzhaut.
    Auch wenn der eine den anderen vielleich nicht ganz ernst nimmt haben hoffentlich alle ihren Spass an unserem Hobby.


    Daher: Nicht ärgern, nur wundern!


    Klare Sicht
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x) | Frisch gepflückt: 200/1200 Dobson


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Was mich stört ist die GANZE künstliche Welt, nicht nur in der Astronomie.


    Man kann die Luftverschmutzung abbauen, indem man die Luft nicht mehr verschmutzt, ... oder aber - wohlklingend als Katalysatoren verkaufte - Feinststaub-Dreckschleudern produzieren, die den Dreck noch besser in unsere Lungen pumpen.


    Mann kann die Lichtverschmutzung aushebeln, indem man elektronische Geräte baut, die durch den Licht-Nebel sehen können, ... oder man kann die Lichtverschmutzung an der Wurzel beseitigen.


    Und ich könnte noch viele ander Beispiele anführen, wie z.B. den Weltraum-Müll-Schrott und viele andere.


    Ich WILL diese künstliche Welt NICHT ! ich will die Sterne soo sehen, wie sie in Natur mit meinen Augen gesehen werden können.


    Am Ende wird den Menschen, die so wie ich denken, wohl nichts anderes übrigbleiben, als sich abzuspalten, in einen anderen Staat, wie das in Katalonien geschieht, und den Cyborgs den Rest-Staat zu überlassen. .... Aber leider macht der Müll an den Grenzen nicht halt !

  • Ich kann dich gut verstehen Rudi. Allerdings gibt es so manch Künstliches, das ich definitiv nicht missen möchte. Meine letzte Errungenschaft war eine "alte" FS2-Steuerung von dem Herrn Koch für meine kleine Astro Physics Montierung. Anfangs sagte ich mir noch: "Ach was Bengt, du findest jedes Himmelsobjekt über das "StarHopping" ! Aber im Nachhinein muss ich gestehen, dass so eine kleine Steuerung die Suche stark erleichtert. Man muss selbstverständlich die Objekte kennen, ansonsten passiert nichts. Quasi, Grundvoraussetzung !


    Gruss Bengt

  • Hallo Rudi,hallo Bengt!
    Ich kenn das von meinem alten Hobby: Elektronik
    Was ich früher mühsam entworfen und gebaut habe gibt es heute für ein paar Euros fertig zu kaufen. Elektronik-Einsteiger programmieren am zweiten Wochenende schon einen Microcontroller. OK, die Dimensionierung eines LED-Vorwiderstandes lässt sie verzweifeln und warum eine 10 Watt LED nicht direkt mit 2 Mignon-Batterien läuft ist anfangs auch unklar. aber komplexe Elektronik ist heute zum Taschengeldpreis verfügbar, die Einstiegshürde ist niedriger als beim Bau eines Laubsäge-Vogelhäuschens aus Sperrholz.
    Meine ersten Elektronikprojekte begannen mit einer leeren Lochrasterplatine. Damals gab es aber auch in jedem größeren Ort einen Elektronikhandler der einzelne Bauteile verkaufte. Das ist vorbei und kommt nicht wieder. Wer heute einsteigt kauft nicht Bauteile sondern Komponenten.
    Ganz ähnlich sehe ich die vollelektronischen Teleskope. Vielleicht lernt man damit nie auf was es ankommt, lernt nicht die Sternbilder, verkommt zum Konsumenten.
    Die Frage ist: Was will ich persönlich?
    Und die muß jeder selbst beantworten


    Gruß von unterwrgs
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Rudi,


    ganz OT:
    wir werden vom Nachbargrundstück reichlich mit Walnusslaub beschenkt. Das geht weder mit pusten noch mit saugen gut weg, ist einfach zu grob. Die Nüsse und Zweige bleiben sowieso liegen. Mit dem Rechen bin ich inzwischen genauso schnell und kann Laubhaufen formen. Da freut sich der Igel. Ein Winterquartier mit ein paar kriechenden Snacks drin versteckt... :-)
    Ist nur ein wenig unheimlich wenn man nachts draußen ist und plötzlich den kleinen Kerl kratzen und deutlich wahrnehmbar schnaufen hört.


    Zurück zum Thema:
    Wie fing den Fernrohr-Astronomie an? Mit einem Bestellzettel beim Linsenschleifer, den Rest haben die ersten Teleskopbenutzer selber bauen müssen oder als Auftragsarbeit vergeben. Eine interessante Aufgabe - wenn man sonst nichts zu tun hat und ausreichend Barschaft oder ein Mäzen vorhanden sind. Heute gibt es Teleskope fertig zu kaufen zu erschwinglichen Preisen, man muß sich nur entscheiden können!


    Ich verstehe deinen Groll aber Fortschritt hat immer mehrere Gesichter. Schon die alten Griechen waren von der damaligen Jugend schwer enttäuscht weil sie es sich zu leicht machte. Trotzdem ist seither einiges tolles entstanden, obwohl doch offensichtlich nur Luschen unter den nachfolgenden Generationen waren ;)


    Viele Grüße
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hi Detlev,


    Ich verstehe deinen Groll aber Fortschritt hat immer mehrere Gesichter. Schon die alten Griechen waren von der damaligen Jugend schwer enttäuscht weil sie es sich zu leicht machte. Trotzdem ist seither einiges tolles entstanden, obwohl doch offensichtlich nur Luschen unter den nachfolgenden Generationen waren ;)

    ich habe überhaupt keinen Groll gegen die Jungen.
    Aber die Alten versperren den Weg,
    ... da liegt das Problem: ... Es wird der falsche Fortschritt gefördert !


    Und wenn ich mir eine Zukunftsvorausage erlauben darf: ... die nächsten 4 Jahre wird es wieder so sein. Am Ende der Legislaturperiode wird es dann 16 Jahre so gegangen / gewesen sein.


    Die Frage ist nur: ... was kommt danach ? Seit Ihr irgendwie darauf vorbereitet ?
    (Ich kann immer noch als Franzose durchgehen).

  • Rudi,
    deine Gedankensprünge überaschen mich immer wieder.
    Aber sei beruhigt. Das geht keine 4 Jahre!


    Dann dürfen die Wähler das zweitgrößte Parlament der Welt (nach China) neu wählen. Aber wenn Wahlen etwas ändern könnten wären sie verboten. Die wichtigen Entscheidungen werden am Ende sowieso da getroffen wo auch das Geld ist.


    Gruß
    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Die Eingangsfrage "Astronom" drinnen bei 23 Grad C und Sternwarte draußen bei minus 40 Grad C
    lässt Rückschlüsse zu, wie der Einzelne, also ICH, zu meinem Hobby stehe. Hat man Multitasking
    verinnerlicht, dann sollte man unbedingt gleichzeitig auf dem Smartphone spielen, während man
    ebenfalls gleichzeitig im TV den Krimi verfolgt und wiederum gleichzeitig eine Tüte Chips leert.
    Hat das System draußen einen Autopilot, dann könnte man beruhigt schlafen gehen.


    Frag mich nur, warum wir uns früher, also vor 50 Jahren, noch am Nachthimmel begeistern konnten,
    und uns dabei den A... abgefroren hatten.


    Die Seelöwen waren ursprünglich einmal Raubtiere auf dem Land, bis sie ins Wasser machten, wie
    das Sachsen das auszudrücken pflegen. Ihre Beine sind also zu Flossen verkümmert. Sollte es hingegen
    das Raubtier Mensch über die nächsten 100 000 Jahre schaffen, dann käme er eventuell mit
    Rädern auf die Welt und eines reduzierten Gehirnvolumens, weil fürs Smartphone völlig ausreichend ist.


    Ich bin mir bewußt, daß ich ein Auslaufmodell bin.

  • Hallo,


    Ja das war eine andere Zeit damals für Uns, ( ich war 14 ) die vor 1950 - 1955 Geborenen, die sich mit den 62 - 76ziger Jahren konfrontiert sahen, wir wollten uns nicht nur was erzählen lassen, wofür wir uns begeistern könnten, nein wir wollten deshalb alles selbst erkunden, selbst mit eigenen Augen sehen und erfahren!
    Es war fasst ein muss, sich die nötigen Informationen selbst zu beschaffen, keiner wollte was vorgekautes aus der Erzeuger Ära verdauen müssen!


    Unsere Freizeit nach der Arbeit und am Wochenenden wurde mit Freunden oft im Benachbarten Ausland, von Staßburg bis IJsselmeer verbracht, mal zum Bowling nach Frankfurt, zum " hau den Lukas " aufs Oktoberfest, zur Disko nach Straßburg, Gokart in Valkenburg oder Segel am IJsselmeer, da bot sich immer eine Mitfahrgelegenheit, bei so vielen Möchtegern - Kapitänen!
    Da war Cool!
    Nicht Daumenakrobatik, mit nur einen Hand frei, nicht "verrieselt" von Pocoman - Counter-Strike!

    Oder zu gemeinsamen spechteln zu den noch raren Astrotreffs damals!
    Wir waren damals durch, und mit den Taschenbüchern 1 - 10 vom Sterne und Weltraum, Verlag von Dr. Vehrenberg und deren legendären Herausgebern und Autoren;
    oder der Der Amateurastronom, von Joachim Herrman;
    Veränderlichen Sterne von Wolfgang Strohmeier;


    und besonders >
    Der Sternenhimmel von Robert A. Naef und Paul Wild
    dem Kosmos Himmelsjahr
    in die Astronomie reingewachsen.


    Besonders die Lebensgeschichten zu den Beobachtungsleistungen von, >


    Galileo Galilei
    Johannes Kepler
    Ole Christensen Rømer
    Friedrich Wilhelm Herschel
    Friedrich Wilhelm Bessel
    Friedrich Wilhelm August Argelander
    und die begeisternden Bücher von Bruno H. Bürgel >
    Himmelskunde. Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens, Berlin 1907
    Der Komet Halley. Berlin 1910
    Aus fernen Welten – Eine volkstümliche Himmelskunde. Berlin 1910
    Vom Arbeiter zum Astronomen –Die Lebensgeschichte eine Arbeiter Berlin 1919
    waren im beginnenden Raumfahrtzeitalter angesagt, man wollte es von Grund auf verstehen!
    hier: >



    Die ich alle in Volksbibliotheken, meistens aber im dem vom deutschen Museum München lesen konnte + wollte, als ich dort 2,5 Jahre beim Aufbau der Verkaufsmeile nahe dem Olympiazentrum tätig war.
    Nebst einigen interessante Wochen im Museum, auf allen Etagen vom Keller bis selbst zum Dach!

    Die dann meinen den Wunsch nach, will ich auch verstehen und sehen, immer weiter vertiefte!
    Selbst haben sich über 200 Astronomiebücher und Bildbänder + Atlanten bei mir angesammelt, wurden alle gelesen und dienen immer nach zum Nachschlagen!


    Dabei haben wir dann so " unsinniges Zeugs" gelernt, wie Bau oder Umgang mit Teleskop, Montierung, allerlei Zubehör und Hilfsmittel selbst anzufertigen und wie und was man damit sehen kann!
    Und vor Allem den Spaß am beobachten, den unvergesslichen Live - Eindruck, genau das so gesehen zu haben, wie die berühmten Vorgänger in den kurzweiligen Lebensberichten oben!


    Da hat uns dann in die Lage versetzt,
    Mit Sterne und Planeten von Günter D. Roth;
    Atonin Rückl´s Mondatlas;
    und Zwischen den Planeten von Hermann - Michael Hahn
    es selbst so zu versuchen und so auch die enormen Leistungen der Altvorderen würdigen zu können!
    Wer z.B. mal die die Verfinsterung der Jupitermonde ala Ole Christensen Rømer beobachtet hat, oder die Sterne
    der Plejaden oder Hayden, nach der Argelander - Methode geschätzt hat.
    Der kann mal ermessen was es bedeutet, 324.198 Sterne, mit einem Fraunhofer Fernrohr von 78 mm Öffnung, 630 mm Brennweite beobachtet, Position vermessen, dafür die Helligkeiten geschätzt und mit seien 2 Assistenten in der Bonner Durchmusterung katalogisiert hat!


    Gerade so groß wie die 80mm Skaywatcher ED´s von heute!
    Wer das so liest, und es mal selbst am 80mm Teleskop probiert hat, dem fällt es fasst schwer, spontan auf die Frage zu antworten, was kann ich mit einen geschenkten 70-80 mm Teleskop denn alles anfangen oder sehen?


    Dem müsste man eigentlich den eigenen Werdegang zur Astronomie beschreiben, glaube aber das beim 3 Satz schon die Konzentration dafür nachlässt!
    Also mal abwarten was Andere schreiben und ergänzen, wenn man was beitragen kann, um noch etwaige Lücken zufüllen!


    Dann ist die Astrofotografie ein schöner ergänzender Teil, der Astronomie, ist mir aber angesichts der rasanten Fortschritte auf allen Gebieten der Astronomie, zu wenig, sich ausschließlich damit zu befassen!


    Da geht so weit, das ich mit jedem 14 Jährigen sofort tauschen würde, um das was nun noch entdeckt werden kann, alles noch mit zu kriegen!


    Die Möglichkeiten der heutigen Astrovideo und extrem schnellen CCD Aufnahmen die z.B. bei ca. 30 x 10.000 und mehr, damit ohne große Nachführungen erreichbare Sterngrößen bis zur 20.Größe, eröffnen nun die Galaxien Überwachung und sogar Exo Planeten mit Amateurmitteln in Reichweite bringen!
    Es ist also wieder Astronomie möglich, die mehr ist als, nur auf absolut schwarzen Hintergrund und Farbbrillanz getrimmte Fotos, die ja dadurch gewollt einen Teil der AstroInformation unterdrückt!





    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


    GSO 12" Dobson teilbarer Alu-Tubus, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

    The post was edited 10 times, last by G2_Astro: Missverständlicher Satzstellung ().

  • Hallo Günter,

    "... , glaube aber das beim 3 Satz schon die Konzentration dafür nachlässt"!

    Obwohl ich anerkenne, daß Du ein lebendiges Lexion bist,
    ... ehrlich gesagt, bei mir auch läßt die auch nach !


    Was willst Du - mit Deinem langatmigen Beitrag - eigentlich sagen ?

    ... ergänzen, wenn man was beitragen kann, um ... Lücken zufüllen!

    Mit dem wenn setzt Du Bedingungen, die von einer undefinierten, aber sehr hohen ("Roß"-) Position ausgehen.

    Wer oder was gibt Dir das Recht dazu, diese Bedingung zu fordern ?

    Freundliche Grüße

  • Hallo Rudi,


    Dann bin ich aber sehr froh, das Deine Beiträge, so informativ sind, gleichsam die Ausgeburt eines Zielführenden Geistes folgend, immer auf dem engen Pfad des gestellten Themas bleiben!


    Sorry Du warst nicht direkt angesprochen!


    Es war viel mehr für Leute gleichen Geistes gedacht, die verstehen was ich meine!



    Günter



    Zitatfrei, denn die helfen hier nicht!

  • Ja, die digitale Welt - weshalb in der SZ heute unter Wissen ein längeres Traktat zu lesen ist.
    Titel: "Die Angst, was zu verpassen"
    "Im Büro, beim Essen, im Bett: Ständig unterbrechen wir, was wir tun, um auf unser Handy zu schauen.
    Hat die andauernde Ablenkung Folgen für Psyche und Produktivität? Und wenn ja, wie lernt man abzuschalten?"


    Da das Leben bzw. die Natur ein Selektions-Prozess ist, werden Fehlentwicklung immer wieder ausgesondert
    bis hin zum Ausscheiden einer Gattung. Was das menschliche Gehirn sich da zusammenreimt ist das Eine,
    ob es auf dem Planeten Erde Bestand hat, eine ganze andere Sache. Da andere Tiere ebenfalls mit einem
    gut funktionierenden Denk-Apparat ausgestattet sind, wäre das kein großer Verlust. Unser Planet leidet
    derzeit an der Krankheit "Homo Sapiens".


    Vertreibe mir die Zeit mit diesem Buch:
    https://www.thalia.de/shop/hom…4929.html?ProvID=11000522

  • Hallo zusammen,


    hier wird so geschrieben so als gäbe es "den Fortschritt" nur atomar, also unteilbar - alles oder nix, und es sei immer alles schlechter geworden seit den am Thread beteiligten Forenmitgliedern die ersten Bartstoppeln gewachsen sind.Im Rückblick ist oft alles schön, auch wenn es gar nicht so toll war. Wenn man dann mit viel Enthusiasmus Orte der Vergangenheit besucht und Aktionen von damals widerholt weicht die Euphorie schnell der Ernüchterung.
    Ähnliches gilt für die ach so verlockende oder auch erschreckende Zukunft die dann doch immer anders zur Gegenwart wird als man glaubt.


    Ein gerüttelt Maß an Skepsis gegenüber der allgemeinen Weltuntergangsstimmung hätte ich von euch bei all der Lebenserfahrung die sich hier versammelt schon erwartet.


    Eins ist sicher: Die Zukunft kommt. Und dann wird auch das Heute verklärt in den Himmel gehoben werden.


    Skeptiker blieben immer in der Höhle - und verhungerten.
    Optimisten liefen jeden Morgen aus der Höhle - und wurden von gefressen.
    Wir stammen von denen ab die über Skeptiker und Optimisten gelacht haben.
    Machen wir was draus!
    Detlev

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    The post was edited 1 time, last by Kaffee ().

  • Hi,


    ich meine, es ist vollkommen sinnlos, die "gute, alte Zeit" heraufzubeschwören ! ... Das kommt so an, wie "och der arme Opi" !


    Was man aber tun kann, ist, von den heutigen Gegebenheiten ausgehend (also Photographie und Handy berücksichtigend - was nicht heißen soll immer und überall gutheißend -), bei den Jungen wieder und wieder vom Anfang an, d.h. "von unten" anzufangen.


    ... Damit die nicht so vollkommen abgehoben im leeren Raum schweben und wenigstens noch ab und zu irgendwie ein Bein auf den Boden kriegen.


    Ich glaube mehr kann man im Moment, und bei der augenblicklichen Orientierung der Gesellschaft, realistischerweise nicht zu erreichen hoffen.


    Gruß


    (Edit: Gerade Dich meinte ich nicht Detlev, hatte Deinen Beitrag nicht gesehen; wir haben wohl beinahe gleichzeitig geschrieben !)

  • Seht es doch mal astronomisch ,
    Wir sind es doch gewohnt, in langen Zeiträumen zu denken. - auch wenn unser Denkapparat
    dafür vielleicht 70 Jahre Zeit dazu hat: Die Sterbeanzeigen kann man jeden Tag in der Zeitung
    lesen. Das bedeutet aber auch, daß der Zeitgeist sich mit den Generationen schnell ändert.
    1980 hat man ein Handy noch nicht gekannt, ein Smartphone ebenfalls auch nicht. Wie also
    will sich eine unschuldige Generation einfühlen können in die 40-er, die 50-er oder auch 60-er
    Jahre des 20-ten Jahrhunderts, nachdem die Welt vorher partout nicht am Teutschen Wesen genesen
    wollte. Bei der Aktion mußten immerhin 55 000 000 Leute ins Gras beißen, weil's der aus Braunau so wollte.


    Es sind immer junge Leute, die die Welt retten wollen, bis sie vom Leben eingeholt werden.
    Merkt euch mal, was ihr heute verzapft habt, und lest es in 20, 30, 40 Jahren nochmal nach.

  • Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen!
    Prof. Harald Lesch


    Wenn die Lichtverschmutzung und Wolkenbildung in ein paar Jahren einen Grad erreichen der die Sternbilder verblassen lässt dann wird optische Astronomie genauso unbemerkt verschwinden wie Briefmarkensammeln oder Modelleisenbahn, egal ob 100% zu Fuss mit selbstgebautem Equipment oder vollelektronisch mit einem Teleskop von der Stange. Wenn es zum Einstieg mit 100 Euro auf der Terasse nichts mehr zu entdecken gibt was sich von dem was man mit freiem Auge sieht unterscheidet dann ist das Thema für Kinder und auch für die meisten Erwachsenen durch. Wenn nur noch mit Filtern, Nachführung und Kamera was geht ist die Hürde zu hoch um Kinder dafür zu begeistern. Dann braucht man keine Jugendarbeit mehr, zumindest keine die über den Betrieb einer Hüpfburg und anschließenden Eisverkauf hinaus geht.


    Horrorszenario? Halloweenfantasien?
    Ich kann Polaris + kleinen Wagen von meinem Dorf aus mit freiem Auge nicht sehen weil eine stabile Lichtglocke dort steht. Richtung Süden ist es auch nicht viel besser.
    Habt ihr mal überlegt was nachts am Himmel los sein wird wenn Amazon&Co ihr Zeugs per Drohnengeschwader liefern dürfen?


    Verteufelt nicht vorschnell die Technik die vielleicht mal der einzige Zugang zu den Sternen sein wird der uns bleibt.
    Und wenn's nicht so kommt? Mazel Tov!


    Und damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion und wünsche euch klare Sicht!


    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    hier ist was, was Hoffnung macht (rein mechanisch, max. 60 Sekunden Minuten Fotos ! ... und hat nix mit Schleichwerbung zu tun):

    https://www.youtube.com/watch?v=S4u4KAD3Aqo


    (Ich muß zugeben, ich mag Berge, ... aber damit komme ich auch mit 80 Jahren noch auf die höchsten ! ... Und dann werde ich mich - vielleicht - auch mal mit Astro-Fotographie beschäftigen ^^).


    Gruß