D030A * Vergleich Meade LX850 f8 - Celestron C11 f10

  • Hallo Wolfgang,


    danke, das bestätigt nun im nach hinein meinen Rat an einen Astrofreund dem ein 10" ACF und ein C11 angeboten wurde und es universell einsetzen wollte.

    Ihm war nämlich eindeutig geraten worden, nimm visuell und Fotografisch das Neue 10" Meade mit der besseren moderneren Optik, anstelle des gebraucht angebotene grauen C11!

    Nach eigenem Sterntest vergleich beider Geräte nebeneinander am K - Stern in einer 100 m Halle, war Er stutzig geworden, wegen der so unterschiedlichen aussehenden Sternscheibchen.

    Nach meinem Foucault > + Ronchi-Gitter- 10 Linien + Stern - Test an diesem Meade 10" ACF und C11 bei Ihm, mit ähnlichen unterschiedlicher Erscheinungsbild wie in deinem Bericht, der für mich die Situation dann eindeutig aufzeigte, in dem man sehen konnte warum und wo die Sterntestbildchen so unterschiedlich waren. > nimm das C11!

    Nach 2 Jahren gebrauch hatte man nun versucht Ihm wieder einzureden, es könne garnicht sein, das ein einfaches SC im Test besser sein solle, als diese hochgelobte ACF Optik!


    Gruß Günter



  • Hallo Günter,


    Zit."hatte man versucht, ihm wieder einzureden ..."

    Solche Floskeln liebe ich, weil sie mit brachialer Logik ohne jeden harten Beweis auskommen:

    Je mehr optische Komponenten in einem System verbaut sind, um so mehr Fehlermöglichkeiten

    gibt es, weil nämlich die Herstellung opt. Systeme gute oder schlechte Handwerksarbeit bedeutet,

    und das im Angesicht von Massenproduktion von Optiken, wie es SC-Systeme sind. Zwischen dem

    Design einer Optik - und damit argumentieren diese Experten - und der handwerklich/industriellen

    Ausführungen, liegen Welten, und es reicht bereits ein einfacher Sterntest, um das festzustellen.


    Diese "wertvolle" ACF-Optik war dem Kunden als Weihnachts-Schnäppchen angedreht worden.

    Erwartungsvoll hatten sich die beiden Sternfreunde eine ganze Nacht um die Ohren geschlagen,

    um enttäuscht festzustellen, dass die Abbildung mies, und die Sterne im Fokus "Zacken" hätten.

    Betrachtet man das betreffende I-gramm, dann erahnt man auch warum. Dann diskutierten die

    beiden Sternfreunde, ob man das Meade ACF ohne jeden Nachweis zurück geben könne. Und

    da gibt es ja nun Händler, die alles abstreiten, weil sie eben besonders "kundenfreundlich" sind.


    Also hatte ich das Vergnügen - und tatsächlich acht Tage vorher das Vergnügen - ein gebrauchtes

    aber perfektes Celestron C11 untersucht zu haben. Und so entstand dann dieser Bericht.


    Im Angesicht der vielen Euronen, die der Sternfreund bezahlen soll, schon eine Dreistigkeit !!!

  • Jou, der Unterschied ist extrem !

    Aber wohl nicht zu verallgemeinern, in keiner der beiden Richtungen, ... leider !

    Es ist nicht nur traurig, sondern ein juristischer Skandal, daß es Händlern durch die Gesetzgebung erlaubt wird, solche Geräte zu verkaufen, und daß der Käufer faktisch gezwungen ist, jedes gekaufte Gerät (für das er viel Geld ausgibt) bei einem neutralen Tester überprüfen zu lassen.

  • Richtig Rudi,


    die Ware kommt aus USA, besser noch aus Fernost. Ohne jedes glaubhafte Prüf-Zertifikat, wie man

    das z.B. bei LZOS gewohnt wäre und überschwemmt Container-weise die Vielzahl unterschiedlich

    großer Meade-Händler, wie man sie im Web finden kann unter klingenden Namen.


    Die Werbung ist das Beste in einem solchen Fall, und weil uns Deutschen das Geld derzeit locker sitzt,

    man kriegt ja nix mehr auf der Bank dafür, kauft man sich bei ebay, Amazon oder sonst einem jungen

    Händler ohne Polster, das ersehnte Produkt.

    Es wird also ohne stichhaltigen Beweis beworben, und die auf den bekannten Foren niedergelassenen

    Experten tun ein Übriges, irgend eine Optik entweder hochzuloben, oder in Grund und Boden zu schreiben.


    Dabei wären die Optiken bei entsprechender Ausgangskontrolle durch den Hersteller - wir bewegen uns

    ja im 3 000.- Euro Bereich - oder bei entsprechender Eingangs-Kontrolle durch den Importeur oder

    Einzelhändler in ihrer Qualität erfaßbar und auch korrigierbar. Aber das sind dann leider Kosten, die

    man sich sparen kann, wenn,

    ja wenn man nur einen Dummen findet ! Und davon gibt es zu allen Zeiten mehr als genug. Wir haben

    doch mittlerweile die Schwarm-Intellegenz durch die Foren. Wenn das mal nix iss.

  • Hallo Wolfgang,


    Dank Dir für das Aufzeigen dieser gravierenden Fehler. Mein lieber Scholli Spitz, dass grenzt ja schon fast an fahrlässige Täuschung oder eher: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.... In diesem Sinne; frohes Detektiv spielen :) Lieben Gruß, Sven

    12,5" / f4,7 Martini Truss | Losmandy G11 | Gemini 2 | Berlebach Planet | MGEN | ED 70/420 | Vixen 102M | Tal 1 | EOS 750D BCF MOD | ZWO ASI 120MC
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  • Hallo,


    Werbung ist die eine Seite, die manchmal mit Abbildungsleistungen ( schöne Bilder ) aufwartet , oder wie hier > http://www.baader-planetarium.de/news/edgehdwhitepaper.pdf < auch mit nachprüfbaren Diagrammen unterlegt werden, die aber auch nur das optische Design belegen und die optische + mechanische Ausführung wäre die andere Seite!


    Da können schnell hoch gelobte Neuerungen, über die Fertigungsfehler die nutzbaren Leistung, dann schnell sogar hinter das ältere Design zurück werfen, das ja Vollmundig abgelöst werden sollte!


    Hatte man mit den alten SC`s ein visuelles und Fotografisch fasst gleichaufligendes System mit großem Einsatzspektrum, legt man sich mit der

    Meade ACF Optik auf Fotografisch fest!

    Die Konkurrenz mit den Celestron EdgeHD, werden dann schnell unbelegte Schwächen nachgesagt, die sich in Beobachtungstests aber nicht bewahrheitet haben!

    Die SC´s gleich welchem Design, steht und fällt mit der Genauigkeit der Schmidt-Korrektoren Herstellung entscheidend für die Korrektur, dabei ist die Glassorte > BK7 / Floatglas eher eine untergeordnete Größe, die eher die Glattheit des Gesamtsystems bestimmt, wenn eine Seite unbearbeitet bleibt!


    Es büsst aber nichts an visueller Einsatzfähigkeit ein, ganz im Gegenteil, es zeigt die bessere Definition im Feld und auf der Achse!


    Schnell bezieht sich dann fast alles auf fotografische Anwendung, weil nur hier noch Vergleiche möglich sind!


    > Auszug: Meinungen von Anwendern + aus Tests > Cloudy Nights

    > Für mich ist der Meade ACF ein flexibleres System. Da die Koma in der Optik korrigiert wird, gibt es keinen kritischen Abstand für die Kamera oder das Okular auf der visuellen Rückseite. Sie können den Astro-Physik-Feld-Flattener hinzufügen und haben jetzt alles, was im Rand-HD-System ist, aber ohne den kritischen Abstand, der für das Okular oder die Kamera erforderlich ist. Ich ziehe es vor, das Okular oder die Kamera innerhalb weniger Millimeter des richtigen Abstandes zu haben, was eine echte Herausforderung sein kann. <


    > Die Feldkrümmung war bei APS-C-basierten Chips kein Problem, und bei der Verwendung des Optec Lepus-Reduktionsgeräts wurde die ACF-OTA auf 1: 4,96 eingestellt.

    Die Edge-Teleskope haben ein flaches Feld bei f / 11 (C14) und f / 10 und haben einen größeren Bildkreis bei dieser Brennweite, erfordern jedoch längere Belichtungszeiten. Bei Verwendung eines Brennweitenreduzierers am Edge ist der Bildkreis kleiner und von ähnlicher Größe wie der Meade ACF. Daher ist bei flachem f die Ebenheit zwischen den beiden kein Problem für die Astrofotografie.

    Für visuelle Zwecke ist das flache Feld kein Problem.

    Für die Videoastronomie ist das flache Feld kein Problem.

    Beide Modelle sind gut gebaut und die QS ist sehr gut. <


    > Ich hatte die 14 "EdgeHD und habe derzeit eine 8 und 11" EdgeHD.

    In der Vergangenheit hatte ich das 14 "F / 8 Meade, als ich mein LX850 besaß und während des Betatests wurde mir ein 12" F / 8 ausgeliehen.

    Ich hatte auch viele Gespräche mit einigen der wichtigsten Spieler von Meade, als sie gekauft wurden und sie erzählten mir einige Geschichten.

    Aus meiner eigenen Erfahrung heraus finde ich, dass ich zur visuellen Beobachtung die EdgeHDs bei F / 10 bevorzuge. Sie kühlen nicht nur schneller ab, sie haben auch etwas mehr Kontrast, da sie hauptsächlich für das visuelle Arbeiten bei F / 10 entwickelt wurden.

    Ich fand mit meinem 14 "F / 8 Meade, dass ich mich immer wieder konzentrieren wollte, da die Sterne einfach nicht eng genug schienen. Perphaps, die auf sehr schlechtes Sehen während der Zeit zurückzuführen waren, in der ich ein Auge hatte oder vielleicht der OTA. Ich habe mich richtig abgekühlt, aber ich erinnere mich deutlich daran, dass ich im Stich gelassen wurde.

    Nichtsdestotrotz fand ich für die Fotografie eine Freude mit der Meade F / 8 zu arbeiten. <


    > EdgeHD hat nur dann eine geringere Toleranz für den Rückfokus, wenn das Feld über einen großen Sensor hinweg gut korrigiert werden muss. ACF wird nie vollständig über einen großen Sensor bei jeder Backfokus-Distanz korrigiert - so dass Sie keinen direkten Vergleich durchführen können. Wenn Sie zulassen, dass das EdgeHD-Feld so fehlerhaft wird wie das ACF-Feld, können Sie einen viel größeren Bereich des Backfokus tolerieren. Es hat nichts damit zu tun, wo die korrigierenden Elemente platziert sind - es hat damit zu tun, dass ACF das Feld nur teilweise korrigiert - und wird daher bei keiner der hinteren Fokus-Entfernungen nicht vollständig korrigiert. <


    > Die Behauptungen, dass EdgeHD nur ein kleines Feld mit oder ohne Reduzierer hat, sind völlig falsch und verwechseln leichte Vignettierung für nutzbare Feldgröße. EdgeHD 8 ist für APS-C-Sensoren mit und ohne Reduzierstück korrigiert, und die anderen Größen sind für einen 42-mm-Bildkreis korrigiert. Es wird eine Vignettierung geben, aber das wird durch die sekundäre Größe bestimmt - die in EdgeHD kleiner ist als in ACF. Dies bedeutet, dass es in der Mitte heller als ACF und besser für Planeten geeignet ist. Es bedeutet auch, dass es am Rand eines 42-mm-Kreises etwas dunkler wird - aber die Sterne bleiben scharf und die Vignettierung verschwindet mit einem Flat.

    Hier im Original! <


    > Es ist wichtig zu beachten, dass Celestron versuchte, die Meade-Produkte fair darzustellen. Viel besser als Meade, weil sie nichts produziert haben, was ich bei der Leistung eines ihrer Teleskope gesehen habe. Keine Spot-Plots, keine Feldkrümmung, das Ergebnis von Astigmatismus auf Spotgröße aufgrund der vermeintlichen Ritchey-Chretien-ähnlichen Optik. Nichts dergleichen. <

    >Eine Sache, die ich gerne klarstellen möchte, dass Leute, die in diesen Threads ziemlich oft posten, sind, dass die Meade "ACF" typischerweise auf die F / 10-Version ihres OTA verweist. Mit dem F / 10-System wäre es sehr richtig, dass es überhaupt nicht flach ist. Das Design des F / 8-Systems ist jedoch anders! Sie haben nicht die gleichen Formspiegel, da sie nicht nur die Koma, sondern auch die Feldkrümmung korrigieren. Sie tun dies ohne Linsen in der Schallwandröhre, wie es die EdgeHD tut. Man könnte argumentieren, dass das F / 8-System nicht so flach ist wie das EdgeHD, aber im Vergleich zum ACF F / 10 ist es viel flacher.


    > Und du weißt das wie? Haben Sie die Feldkrümmung des älteren f / 10 gegenüber dem neueren f / 8 gemessen? <


    > Ich werde hier nicht ins Detail gehen, aber das obige ist völlig ungenau.

    Nachschlagen von Tom Johnsons Patenten. Er erklärt deutlich, warum Celestron bei der Herstellung von Schmidt-Korrektoren besser ist als andere (ältere) Techniken. Dies führt direkt zur heutigen Zeit, da die Schaffung von Schmidt-Korrektoren im Wesentlichen entweder durch Bernard Schmidts ursprüngliche Methode oder Tom Johnsons verbesserte Methode erfolgt. Genau das ist das Herz des Biests für massenproduzierte SCTs - die Herstellung eines hochwertigen Schmidt-Korrektors. Je schlechter der Korrektor ist, um so mehr müssen die anderen optischen Elemente "optimiert" werden. Und je mehr Sie "tweaken", desto mehr führen Sie eine ganze Reihe neuer optischer Probleme ein. <


    > https://www.cloudynights.com/t…de-acf-vs-celestron-edge/



    Wäre dann Interessant auch mal ein C11 EdgeHD hier im Test zu sehen, ob das bei CloudyNights gelesene, sich dann auch so zeigt!


    Gruß Günter

  • Lieber Sven,


    Ob man es mit einer guten, leidlich guten oder "schrecklichen" Optik zu tun hat, ist für den Normal-Verbraucher

    eher schwer zu ermitteln. Er hat keine Beurteilungs-Übung am Stern und glaubt allzugerne den blumigen Ausführungen

    der Verkäufer, die in der Regel auch nicht so recht wissen, welche Qualität ihre Optiken haben. Auch gibt es für

    diese in Fernost gefertigten Teleskope keinen Testreport, wie dies die Firma LZOS z.B. tut: Eine Sammlung diverser Reports

    findet man hier. Damit merkt der einfache Sternfreund erst mal nix und schiebt die schlechte Abbildung aufs

    Seeing, auf sein Unvermögen im Umgang mit dem Fernrohr. Nur daß er es mit schlechter handwerklicher Arbeit

    bei einem Massenprodukt zu tun hat, das merkt er nicht. Dabei könnte man das sogar korrigieren, nur hätte

    ich in einem solchen Fall mehrere Tage zu tun, nur bezahlen möchte mir keiner meine Liebesmühe, wieso auch,

    da muß erst mal der Händler ran, und der tut das Teil ins Regal und wartet, bis er einen anderen Dummen findet.

    Natürlich gibt es auch ganz excellente Optiken unter diesen Schmidt-Cassegrain-Systemen, nur wen interessiert

    das, wenn man diese Dinger ungeprüft verramschen kann. Man nennt das Marktwirtschaft und nur die Ausgeschlafenen

    unter uns kriegen auch was Ordentliches.

  • Lieber Günter,


    das Internet hat einen großen Nachteil: Jeder Benutzer darf ungefragt, ungeschützt, seine

    Meinung offenbaren, die in der Regel mit nachprüfbarem Wissen nichts zu tun hat: Speziell

    die sog. Sozialen Medien sind ein lebhafter Beweis, wie Emotionen in den Cyber-Space

    katapultiert werden. (Also virtuelle Welt oder Scheinwelt.) Wer zu einem spezifischen Thema

    auf der Suche ist über youtube, Foren etc. wird bald merken, wie wenig harte Fakten vermittelt

    werden. Ein wahllos herausgegriffenes Beispiel ist die Evolutions-Theorie von Darwin, bei dem

    du ein breites Spektrum bis zum Kreationismus finden kannst. Die Gruppen unterschiedlicher

    Glaubensrichtungen benutzen das WWW ebenfalls fleißig, egal ob Jesus, Mohammed oder

    welcher Religions-Gründer auch immer. Die Beispiele sind beliebig!


    Wer also ernsthaft nach belastbarer Information sucht, wird mit der Zeit mißtrauisch und

    auch wortkarg.


    Zit. Beitrag #07:

    > Auszug: Meinungen von Anwendern + aus Tests > Cloudy Nights

    > Für mich ist der Meade ACF ein flexibleres System. a) Da die Koma in der Optik korrigiert wird, gibt es keinen kritischen Abstand für die Kamera oder das Okular auf der visuellen Rückseite. Sie können den Astro-Physik-Feld-Flattener hinzufügen und haben jetzt alles, was im Rand-HD-System ist, aber ohne den kritischen Abstand, der für das Okular oder die Kamera erforderlich ist. Ich ziehe es vor, das Okular oder die Kamera innerhalb weniger Millimeter des richtigen Abstandes zu haben, was eine echte Herausforderung sein kann. <


    Ungeprüft werden Behauptungen weitertransportiert: Ob Koma korrigiert wird, könnte man am Spotdiagramm sehen.

    Das heißt aber nicht, daß das ge-Fließband-gefertigte Meade SC ACF auch dem Design entspricht. Auch erfährt man nichts

    über die Größe der Koma vorher und nachher, auch macht keiner den Versuch, eine korrigierte Koma im Bildfeld am

    Künstlichen Sternhimmel darzustellen: D041 C11 Edge HD 280-2800 - scharf bis in die Ecken.


    Der Hinweis auf die Astrofotografie ist ein Roßtäuscher-Trick. Weil man ein mangelhaftes SC immer noch für die

    Fotografie empfehlen kann, auch wenn ein dicker Astigmatismus das visuelle Vergnügen auf der opt. Achse stört.

    Im Übrigen ist der Satz unter a) so verschwurbelt, daß man selbst bei mehrmaligem Lesen nicht versteht, was der

    Schreiberling eigentlich meint.


    Da ich prinzipiell die Welt nicht retten will, reicht es mir, mich vor solchen Widrigkeiten zu schützen, soweit das geht.


    https://www.innovationsforesig…t/uploads/2015/09/EHD.png

    http://www.telescope-optics.net/images/edge2.PNG

    https://www.google.de/search?q…AdiYcM:&spf=1513468123211




  • Hallo Wolfgang,


    ich bin vollkommen einverstanden mit Dir und will auf gar keinen Fall - und besonders nicht in diesem Fall - Meade verteidigen.


    Aber das hier ...

    Im Übrigen ist der Satz unter a) so verschwurbelt, daß man selbst bei mehrmaligem Lesen nicht versteht, was der

    Schreiberling eigentlich meint.

    ... ist der katastrophalen Übersetzung von "google translate" geschuldet. Als ich die von Günter zitierten Zitate gelesen hatte, habe ich mich - obwohl ich die Intervention von "google translate" vermutete - ernsthaft gefragt, was da überhaupt steht und was da gesagt werden soll und ob das überhaupt einen Sinn macht, was da steht !


    Günter hat aber auch den Original-Link eingefügt und ich konnte deshalb dort nachlesen. Der Beitrag, den zuerst Günter, und dann Du zitierst, macht aber - ganz entgegen der deutsche Übersetzung - schon Sinn; hier ist er im Original:


    • "For me the Meade ACF is a more flexible system. Because the coma is corrected in the optics, there is no critical spacing for the camera or eyepiece at the visual back. You can add the Astro Physics field flattener and now have everything that is in the edge HD system but without the critical spacing required for the eyepiece or the camera. I prefer this over having to have the eyepiece or camera within a few millimeters of the proper spacing, which can be a real challenge."
    ... ...


    Und die Moral von der Geschicht ? ... ... Die "social forum" - Problematik, die Du beschreibst, wird durch die Kombination mit "google translate" erst recht zum totalen Schwachsinn !


    Clear Skies





  • Hallo,


    so schlimm ist die Übersetzung aber auch nicht, da auch im Original alles nur wage zu fassen ist ohne jeden Nachweis!


    Fest steht, das der Abstand zum Reducer fotografisch genau, aber auch visuell nahe beim Optimum eingehalten werden muss!

    Das geht aber nur mit Zenitspiegel direkt am Celestron Gewinde und auf keine Fall mit OAZ ca. 65mm + Zenitspiegel ca. 110mm,

    besser ist da ein T2 Zenitprisma mit nur 45mm Lichtweg + Microfokosseirer als Okularhalter! Dann geht es sogar mit einem Bino ohne Vignettierung!


    Aber auch die Korrektur im Meade kann Fotografisch und visuell nicht über solche Entfernung vom Optimalen ohne weitere Fehler ausgedehnt werden!



    Gruß Günter

  • Hallo,


    "Wer also ernsthaft nach belastbarer Information sucht, wird mit der Zeit mißtrauisch und

    auch wortkarg"! (Zitat Wolfgang)


    diese Aussage kann ich nur unterstreichen. Das gilt sowohl für Werbeaussagen, als auch für Messverfahren, die der Laie nur schwer nachvollziehen kann. Letztendlich kommt man um eigene, gemachte Erfahrungen nicht herum. Da bleibt dann weniger Zeit sich hier in den Foren zu beteiligen. Man ist ja mit dem Hobby beschäftigt.


    Ich selbst nutze seit 2009 einen ACF 10", der zwischendurch auch schon bei Wolfgang auf dem Prüftisch lag. Seit dem ersten Tag bin ich von dem Gerät überzeugt und mit den Beobachtungen mehr als zufrieden. Durch C9,25 und C11 habe ich auch schon häufig geblickt. Da gab es schon eine gewisse Streuung. Die 5 ACF f10 - Geräte von Astrofreunden, durch die ich bisher geblickt habe, waren alle in Ordnung. Die neuere Generation an f8 Optiken kenne ich aber nicht.


    Auch die Ansichten, die mir mein Gerät liefert, sind absolut in Ordnung. Die Sternabbildung ist freilich nicht mit einem hervorragenden Refraktor vergleichbar, dafür hat man relativ "viel Öffnung" kompakt schnell montiert und nachgeführt. Planetenbeobachtung ist super möglich und auch an Galaxien bin ich oft überrascht, was der blaue Dicke so an Details zeigen kann.

    Nach meinen Jahren an Erfahrung in Sachen Hobbyastronomie mit unterschiedlichsten Optiken stellt sich früher oder später Genugtuung ein. Die Anzahl an Beobachtungsnächten spricht für Teleskope, die man einfach montiert bekommt bzw. schnell Einsatz bereit sind. Es sei denn, man hat die Möglichkeit der stationären Aufstellung.


    Unter unserem Himmel sind SC´s sicher keine schlechte Wahl, da in der Regel die Himmelsqualität der begrenzende Faktor ist. Sie können vieles gut, sind aber auch stets ein Kompromiss. Ein großer, perfekter 24" Dobs liefert andere Bilder und auch ein 8" APO leistet mehr.


    Was im oben genannten Fall an Abbildungsleistung gezeigt wird ist auf alle Fälle tatsächlich eine Katastrophe und sollte beim Sterntest sogar einem "Anfgänger" recht schnell ins Auge fallen. Nur gut, dass es doch noch seriöse Händler gibt, die einem vor dem Kauf einen Blick durch die Optik ermöglichen und einem die Sache am Besten anhand einer anderen Teleskopart / Optik im direkten Vergleich erklären und beschreiben....

    Diese aufzusuchen ist nicht einfach und bedeutet evtl. Kosten und Zeit....

    oder wir kommen wieder zurück zum oben beschriebenen WWW! Da kann man dann anonym vom Sofa aus bestellen und ist selbst seines Glückes Schmied - mit 14tägigem Rückgaberecht.


    Jeder so wie er es haben möchte!


    Ob Celestron oder Meade - Montagsgeräte gibt es immer wieder. Die Serienproduktion dürfte mittlerweile jedoch ein gut brauchbares Maß an Qualität erreicht haben.

  • Hallo Wolfgang und Uwe,


    also ich bin ehrlich erstaunt, wie sehr die Korrekturplatte bei den Schmidt-Cassegrains die ganzen Refraktor-Farb-Probleme in ein - normalerweise farbreines - Spiegelteleskop einführt. Hatte das von meinem Celestron 8 nicht so in Erinnerung.


    Da fragt man sich ja, ob da ein Ritchey-Chretien oder z.B. das reine Cassegrain von Vixen oder so was nicht besser ist, ... trotz eventueller Justierschwierigkeiten !?


    Gruß

  • Hallo Rudi,


    es liegt letztendlich am Anspruch des Beobachters und den gegebenen Voraussetzungen! Wir erleben es doch immer wieder... da werden die "Probleme" der Geräte in Foren breitgetreten und thematisiert, gemessen, vermessen und unter Labor-Bedingungen analysiert. Anstelle draußen unter klarem Himmel die Optik zu genießen, vergeudet man nicht nur seine Zeit auf der Suche nach der "Endlösung"! Die gibt es leider nur selten... oder man hat mehrere Geräte am Start!


    Schau, bei http://r2.astro-foren.com/inde…-2500-ungleiche-zwillinge war es so, dass ein Astrofreund von mir auf der Suche nach einem ordentlichen Gerät war. Mobil sollte es sein, nachgeführt und auch noch einigermaßen Öffnung bieten - ein Dobson schied aus, da auch an Fotografie gedacht wurde. Ein SC auf deutscher Montierung wurde ins Auge gefasst, da APOs Richtung 5", 6" schon den Rahmen sprengen würden. Ein wenig Deep-Sky-Freude sollte ja schon aufkommen.


    Ich selbst kenne den Unterschied zwischen dem 10" ACF und einem 8" Dobson... der ist wirklich groß und der Gewinn an Details ob am Planeten oder in Nebeln ist enorm.

    So standen wir bei unserem Händler des Vertrauens auf dem Rasen mit meinem 10" ACF, einem 10" TAL (hier würde keine Schmidtplatte "Fehler" einführen und eine Taukappe eher nicht benötigt) und einer ordentlichen Okularpalette, um zu sehen, welche Optik überzeugte. Nach eingehender Begutachtung an diversen Objekten wurde die Entscheidung zum Kauf eines 10" ACF gefällt. Der Kontrast an schwachen Galaxiendetails und die bessere Sternabbildung im Feld gaben dem Meade - Gerät den Vorzug. Scheinbar brachten die gebogenen Streben des "Russen" doch mehr Streulicht in das System, als gedacht.


    Die C 11 Edge-HD waren zu der Zeit noch nicht auf dem Markt und da Fotografie ein Thema war wurden Nägel mit Köpfen gemacht.


    Als dann das Teleskop beim Händler nach der Bestellung eintraf wollte der Astrofreund seine Optik bei Wolfgang vermessen lassen und fragte, ob ich nicht auch Lust hätte meinen 10" ACF daneben zu legen. So entstand dann der Testbericht.


    Dies ist nun fast 7 Jahre her. Frank und ich sind mit unseren 10"ern absolut zufrieden und viele Nächte im Jahr habe ich mein "Hauptgerät" neben meinem 130er Aspherical Doublet Apochromat (Selbstbau mit Ralf Mündlein / Peter Große, ein Vorgänger der Astro-Optik-Manufaktur Refraktoren), einem 115/805 TMB, dem 8" f5 Dobson und einem 60/910 Revue Refraktor aus den 60ern am Start. Es hat mich nie enttäuscht!


    Ich glaube darauf kommt es letztendlich an! Wenn die Optik funktioniert, dann soll man sie auch ohne Einschränkung genießen!!!


    Wenn natürlich nicht einmal ein scharfes Sternbild zu erreichen ist, dann... ja... dann sollte man schon etwas unternehmen und einen Umtausch etc. anstreben bzw. das Geld zurückverlangen! Ob ein Beweis durch Wolfgangs Testung in diesem Falle ausreicht, weiß ich selbstverständlich nicht. Hier gibt es ja keine standardisierten Vorgaben. Strehl hin oder her...

  • Der Farbeffekt bei SC-Systemen:

    http://r2.astro-foren.com/inde…er-foucault-und-lyot-test


    Besonders beim Foucault-Test sieht man die typische Farbverteilung links/rechts, wie sie von der Schmidtplatte verursacht wird.

    Das entspricht in etwa einem normalen APO und ist eine Mischung aus Farblängsfehler und Gaußfehler.

    Je größer der Farblängsfehler ist, umso deutlicher sieht man das: http://rohr.aiax.de/foucault-bilder.jpg Daran kann man bereits

    erkennen, wie farbrein ein solches System ist.


    Bei aller Qualitäts-Diskussion, ich habe ja selbst zwei perfekte C11 Systeme, nützt alle im Labor gemessene Auflösung nix,

    wenn das Seeing über die oberen Luftschichten begrenzt ist:

    https://www.meteoblue.com/fr/m…%9Ffurt_allemagne_2909335

    Ich habe das heuer am Saturn erlebt, da waren dann max. 200-fache Vergrößerung drin . . .


    Noch eine Bemerkung zu Uwe: Eine eindeutig belastbare Aussage zur opt. Qualität von Schmidt-Cassegrain-Systemen

    ob von Meade ACF oder Celestron Edge HD gibt es aus zwei Gründen nicht: Strehlaussagen finden immer nur auf der

    opt. Achse statt, also nie im Bildfeld, auf die sich ja die Qualitäts-Aussagen beziehen.

    Während also vom Importeur angefangen, jeder der Händler das einzelne Teleskop in glühenden Farben malt,

    gibt es bei Händler in den meisten Fällen weder eine beweisbare Eingangskontrolle (Restreport etc.) oder aber

    eine Ausgangskontrolle. Der führende Importeur sperrt sich mit folgender Behauptung gegen eine Selektierung

    aus mehreren Teleskopen mit dem Hinweis: "Diese Teleskope sind alle Spitzen-Qualität"

    Obwohl wir es doch alle besser wissen und auch beweisen können. So sind die Menschen halt.


    Trotzdem gilt: Der intellegente Kunde entscheidet.