Stabiles Selbstbau Stativ aus Sperrmüll Material

  • Hallo Astrofreunde!


    Da nicht jeder mit Dobson unterwegs ist, wurde von mir hier mal was für die Refraktor, Maksutov und die kleinen Newtons und Parallaktischen - Montierungs - Nutzern ausgebrütet!

    Ich kann es halt, wegen meines Früheren Berufes, nicht lassen technisch Lösungen dort zu sehen wo sie auftauchen, Rente schaltet halt den Ideensprudel nicht ab!

    Ich stelle das exklusiv hier in diesem Forum vor, werde aber das Endergebnis, dann auch in Anderen einstellen!


    1. ich möchte, wenn dafür Interesse besteht ein äußerst stabiles Stativ aus hochwertigem Sperrmüll - Material bauen, dass sicher schon Jeder gesehen hat!

    Das Stativ wird so aus gelegt, dass von Astro 3 = EQ3 -1; EQ5; NEQ5 + Vixen GP; GP DE 2, alles passend zur Montage auf den Montierungs - Flansch eingerichtet werden kann!


    2. Eine Transportkiste für kurze Refraktoren und den Feld Akku, bis 120mm und Maksutov bis 127mm, und Newtons 76mm bis maximal 150/F5 die gleichzeitig als Astrosäule verwendet werden kann!

    2a. Ein Transportkasten, für die Montierung mit Gegengewicht > und Schublade für die Okulare, die gleichzeitig als Beobachtungssitz genutzt werden kann!

    Wenn möglich soll das so ausgeführt werden, dass die beiden Kisten übereinander gestapelt, festverbunden als Einheit und mit Räder ausgestattet gleichzeitig als Transportwagen fungiert!


    Verwendung:

    Im Feld wird dann ausgepackt, dazu werden von der Tubus Transportkiste Teile des Deckels so ausgeklappt, das eine stabile 3 Fußsäule mit 2 Nivellierenschrauben daraus entsteht.

    Dann wird die Montierung + Akku aus dem Transportsitz geholt, und auf der Säule befestigt, nun kann das wird Teleskop aus der Kiste entnommen, und montiert werden!

    Der Transportsitz kann auch eine Sitzhöhenverstellung haben, aber ich dachte es so einzurichten, dass man bei möglich niedriger Säulenhöhe bequem im Sitzen beobachten kann!

    Das ist für Refraktor oder Maksutov ideal, für die Newton´s, muss man dann es selbst etwas anpassen!


    Eigentlich hauptsächlich für visuelle Beobachtung gedacht, kann sich das denn Jeder auch für fotografische Anwendung erweitern, Stromversorgung ist ja schon da!


    Ich habe das schon seid Jahren auf dem Plan, deshalb weiß ich schon wie es Fertig aussehen soll, aber wer da noch Erweiterungen im Kopf hat, Der solle sich melden!


    Bei Interesse bitte ich um rege Teilname, dazu Ideen und Vorschläge einzubringen, vielleicht kann Ja Einer ein in einem flachem Kasten ein preiswertes Strom Verteilersystem kreieren das dann dort angebaut werden kann!





    Gruß Günter

    http://www.g2-astronomie.de


    GSO 12" Dobson teilbarer Alu-Tubus, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, Comet-Catcher, MTO100/1000 MAK, Skywatcher ED 80 PRO, Skywatcher 8" Dobson, Skywatcher Maksutov SKM 127 / 1500

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  • Pssst! Hallo Günter,

    gute Idee das zu nehmen was keiner mehr braucht. Von dort bekam ich mal einen Tchibo-Torpedo!

    Ich hatte mal die Idee aus den Latten eines Lattenrosts einen Gitter-Tubus zu bauen, aber das Holz ist erstens sehr schwer und zweitens in alle Richtungen verwindbar. Transportkiste = Sitz ist eine gute Idee, aber vielleicht taugt die Kiste auch als Stativ? Wenn nicht als ganzes, dann vielleicht Teile der Kiste?

    Vielleicht die Beine aus je drei flachen Brettchen "aufrollen", dann kann man sie flach transportieren. Klavierband macht's möglich...

    Flach ausgerollt könnten sie Teil des Transportkoffers werden wenn das Teleskop ähnlich lang ist.

    Ausziehbare Beine könnte man machen wenn in das hohle Dreieck ein Rundholz passender Stärke eingesetzt wird. Das könnte der obere Teil werden der mit der Platte verbunden wird. Ob das aber stabiler wird als die klassische 1-zwischen-2-Vierkant-Stangen Konstruktion kann ich nicht sagen. Hängt wahscheinlich stark davon ab wie starr die Dreiecke gebaut werden können.

    Dein Thread erinnert mich schmerzlich daran daß ich ja auch einem Spiegel ein Zuhause bauen möchte. Aber eins nach dem anderen, erst mal der Dachausbau...


    klare Sicht und viele gute Ideen

    Detlev

  • Hallo Detlev,


    wenn Du Punkt 2. durchliest, ist ja bei der Verwendung: Die Transportkiste als Teleskopsäule vorgesehen!

    Die Höhe dieser Säule legt man so aus, dass sitzend von einem Hocker 35cm - Stuhl / Drehstuhl von 60cm die Einblick ungefähr bei 110 - 130cm liegt.

    Das reicht für alle meine parallaktisch montierten Teleskope von Refraktor; Mak und 114/900 Newton für guten Einblick aus, in der Einblickhöhe habe ich alle meine Mond und Planetenzeichnungen gemacht.

    Weil hier anders als beim Dobson, der Einblick jederzeit gut fürs Auge in Position gedreht werden kann!

    So ist es überhaupt nur möglich lange konzentrierte Beobachtungen am Teleskop also auch für Zeichnungen zu machen, stehen geht das garnicht!

    Beobachtungen von feinen Details an Mond, Sonne und Planeten gehen ja nur wenn man auch mal länger ins Okular schauen kann, nach 15 -20 sec. fängt das Auge schon an unruhig zu werden und beginnt dann auch verstärkt zu tränen, feine Details verliert man dann immer wieder aus dem scharfen Blickpunkt!

    Deshalb, beobachten mit einer Augenklappe oder wer hat mit dem Binoansatz, damit das Auge zur Ruhe kommt, weil man eben im Stehen mehr wackelt, oder das Auge beim zukneifen das Anderen zittrig wird!

    Nur so lässt sich minutenlang jedes Detail im Blick zuhalten für genaue Beobachtungen!


    Es bedarf also gar keiner lang ausziehbaren Stativbeine oder Säulenfüßen, da z.B. der Transportkasten für ein Lidl Teleskop oder ein 114/900mm Newton + Platz für Akku schon 80 - 95 cm betragen muss, dazu kommt dann die Höhe der Montierung von 30 - 45cm bis Klemmschienen - Aufnahme!

    Was dann je nach Teleskoplänge zu der Einblickhöhe von 100 - 130cm führt!


    Ich weis nicht was Du mit aufrollen meinst, aber ich dachte da an aufklappen wie die Türen an einem Schrank, vorne zwei hinten eine, die dann 2-3 Punkten arretiert werden, was eine Höhenverstellung von max. 150mm ermöglicht!


    Ja das in Punkt 1 angedachte 3 Beinstativ für Alle die was Stabileres zum brauchen, soll aus Latten vom Lattenrosts gemacht werden, oben mit möglichst breiter Basis verbunden mit passenden Holzklötzen Oben; Mitte und Verstellbarem Fuß zum Nivellieren, nicht für Höhenverstellung!

    mit der Höhe halte ich es lieber wie beider Kastensäule!

    Denn gerade diese Höhenverstellung ist aus der Schwachpunkt der meisten Stative!

    Wer unbedingt im Stehen beobachten will mit Einblick bei 170cm Höhe, findet ja genug Angebote lange Stative und Säulenverlängerung für den Passenden Geldbeutel!


    Ich habe mein 1985 selbst hergestellte Säulenverlängerung für die Super - Polaris DX aus 15mm Starkem Alurohr, die bombenfest mit dem Vixen Stativ verbunden werden konnte nur einmal benutzt, weil sie danach schlechter war als ohne.

    Der Schachpunkt sind die zu schmalen Stativbeine, die zu viel Torrision zulassen, was verstärkt wird Je mehr Gewicht, oberhalb der Mitte der Gesamthöhe platziert ist!

    Nur möglichst kurze Stative, mit ausreichen breiter Basis und dicker Befestigungsschraube oben am Stativbein, bieten genug Festigkeit dagegen!


    Ich habe zum Test ein 90 cm Stativbein mit den Bettlatten hergestellt und die Torrision gegen ein 90cm Vixen Alustativbein verglichen, mit einem Winkelmessuhr, mit 800mm langem Hebel, 1Kg Zugkraft mit einer Federwaage:

    Alustativbein am Fuß eingespannt = 6°

    Bettlatten - Stativbein am Fuß eingespannt = 2,2°


    Gruß Günter

  • Hallo Günter,

    da war ich wohl nicht so ganz wach als ich den Beitrag schrieb ;-) Deine Messergebnisse zeigen daß deine Konstruktion funktioniert.

    Glückwunsch zur guten Idee!

    Anscheinend sind deine Lattenrost-Latten besser geeignet als jene die ich gefunden hatte. Meine waren wie Mutiplex-Platten aus einigen Lagen aufgebaut aber schon vorgebogen, entweder "ab Werk" oder vom ehemaligen Besitzer :-) Als ich sie schon weggeworfen hatte kam mir die Idee 2 dieser Latten gegeneinander zu schrauben/kleben um etwas zu bekommen was einem "Leimbinder" ähnlich wäre. Naja, vielleicht beim nächsten "Projekt".

    Mit aufwickeln meine ich 3 Latten an ihren Längsseiten mit Scharnieren zu verbinden, so da sie zu einem dreieckigen Hohlprofil zusammengefaltet werden können.

    Wenn die Außenkanten gezahnt wären müsste das sehr stabil werden. Flach gelegt nimmt das kaum Platz weg...


    Viel Erfolg beim weiteren Bau

    Detlev

  • Hallo Günter,


    zu deinem 2. Punkt hätte ich meinen Konstruktionsvorschlag eines "Mak-Dobson".


    Ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube, dass wir uns vor ein paar Jahren über die Konstruktion ausgetauscht hatten.


    Viele Grüße

    Gordian