Trennung von Doppelsternen

  • Hallo Dieter,


    Glückwunsch zur gelungenen Trennung, das klingt ja richtig begeisternd!

    Zu deiner prüfung: Ich wäre froh wenn die Beugungsringe in meinem 70/700 so schön wären.

    Extrafokal

    Intrafokal



    Zu Teil 3 kann ich dir sagen daß nicht nur die Bauart des Okulars stimmen muß sondern auch die Verarbeitung. Es darf kein Plastik verwendet werden, weder im Okular noch im Zenitspiegel noch im Okularauszug. Wenn der Sucher vor der Sonne verhüllt wird darf der ruhig aus Plastik sein. Wird er nicht verhüllt kocht der sinnlos seine Linsensuppe und zeichnet einem vielleicht auch noch ein Brandmal auf den Kopf.

    Huygensokulare aus Vollmetall, die gibt es wahrscheinlich nur noch gebraucht aus den 70 oder 80er Jahren als man auf ein 60mm Teleskop noch ein Jahr gespart hat. Das ist der Grund warum Filterfolie (z.B. von Baader) heute so beliebt ist. Die kommt vorne vor das Teleskop und lässt erst gar nicht soviel Energie ins System.

    Zusätzlich klappt das mit der Okularfilter und -Projektion eher bei kleinen Teleskopen (50mm, 60mm), sonst wird es einfach zu heiß. Kochende Optik hat bestimmt keine idealen optischen Eigenschaften. Eine Möglichkeit wäre Abblenden mit einem Ring aus Pappe vor dem Teleskop.


    Im allgemeinen reihe ich mich in den Chor derer ein die sagen daß OkularSONNENfilter eine gefährliche Sache sind und auf den Müll gehören wenn man sein Augenlicht behalten möchte. Die Gläser könnten platzen. Ich habe selbst erlebt wie mein Newton-Teleskop seine innen eingeklebte Veloursfolie innerhalb von Sekunden angebrannt hat, und in meinem Fundus ist ein Okular das hat so eine Sonnenbeobachtung "miterlebt". Sämtliche Plastikteile im Okular ist sind zu einem glänzenden Stück verbacken. Bei Okularprojektion sind die Augen nicht in Gefahr, aber wie kriegt man im Schadensfall das milchige, klebrige Qualm-Kondensat wieder von der Teleskopoptik runter?


    Es gibt "Herschel-Keile" die den Großteil des Lichts seitlich rausleiten und nur einen ganz kleinen Teil zum Auge leiten. Das ist was anderes und funktioniert ohne daß irgendwas kochen muß. Wenn die Sonne das innere des Teleskops, z.B. den Okularauszug durchkocht hilft der Herschel-Keil aber auch nicht, der kommt nämlich erst dahinter zum Einsatz.


    Es gibt extra Sonnenteleskope, ab 40mm Durchmesser!


    viele Grüße

    Detlev

    "Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 70/350 Meade ETX-70
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x)

    https://astronomiefreunde-kn.de/

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Kaffee ()

  • Hallo Dieter,


    das geht ja Schlag auf Schlag bei Dir ! Hochachtung.


    Ein paar Anmerkungen zu Punkt (1) und (2), auf die anderen Punkte komme ich noch zurück.


    Vorab aber dennoch etwas wichtiges zu Deinem Punkt (4): Es kann durchaus sein, daß Du die Deklination einstellen mußt (einmalig), aber ... hast Du richtig eingenordet ? War vielleicht mein Fehler, weil der Link mit den Teilkreisen, auf den ich verwiesen habe, davon nicht spricht. Aber das ist die Voraussetzung der ganzen Arbeit mit den Teilkreisen.



    zu Punkt (1) Doppelsterne


    Die Position der Doppelsterne verändert sich über die Jahre. Aktuelle Daten zum "PA" (Position Angle) der Doppelsterne erhälst Du am besten von einer der großen Datenbasen im Internet. Ich finde da "stelledoppie" sehr gut: https://www.stelledoppie.it/in…on=2&azione=show_popolari


    Was die Orientierung der beiden Sterne zueinander anbelangt, so ist die Position des Begleiters von Norden aus (im 360°-Kreis) zu rechnen, also im umkehrenden Teleskop im Prinzip (!) unten; ich habe dazu nur einen französichen Link (aber es geht ja um die Bilder / Darstellungen, nicht um die Sprache); siehe 4. Bild auf dieser Seite (etwas runterscrollen) : http://sebastien.caille.pagesp…range.fr/test_doubles.htm


    Du mußt dann natürlich (im Teleskop) immer wissen, wo Norden ist. Aber so schnell, wie Du Dich in die Materie eingearbeitet hast, denke ich, daß Du einer bist "der den Norden nie verliert", wie die Franzosen sagen ("il perd jamais le nord"). Der Zenitspiegel dreht das Bild des umkehrenden Fernrohrs wieder aufrecht (also Norden oben), aber seitenverkehrt (!) in Ost-West Richtung. Bei azimutalen Montierungen (Dobson) auch noch Folgendes beachten: Bilder in Beitrag Nr. 10 auf diesem Forum: http://www.cloudynights.com/topic/502674-15-bootis-proble



    Zu Punkt (2) Justierung


    Daß Du mit dem 6 mm und dem 25 mm ohne Zenitspiegel praktisch nicht in den Fokus kommst, finde ich nicht normal, fast einen Skandal ! Liegt wahrscheinlich wieder mal daran, daß die Hersteller immer alles auf "Foto" trimmen und die Interessen des visuellen Beobachters vernachlässigt werden.


    Ich habe den Beugungsring im Fokus (eigentlich die Beugungsringe, denn es sind viele) mit meinem 102/920 Uralt-Meade-Refraktor auch lange nicht gesehen. Bei mir sind das ganz, ganz feine ("haarfeine") Ringe (ungefähr so dünn wie die Linen auf einem Fingerabdruck), die man nur sieht, wen man den Fokus voll erwischt hat und wenn außerdem das Seeing sehr gut ist.


    Zur violetten Farbe extrafokal: das ist beim Achromat (Fraunhofer) normal, siehe: Bruce MacEvoy, Astronomical Optics, Part 2: Telescope & Eyepiece Combined: http://www.handprint.com/ASTRO/ae2.html#startest (unter Punkt (3) am Ende, direkt vor dem - bei mir nicht mehr vorhandenen - letzten Bild der Seite). Er sagt dort:


    "In apochromatic refractor, color should be the same; achromat will show blue in extrafocal."


    Dies ist auch meine Erfahrung. Das kommt wohl von Folgendem:


    Spiegel reflektieren Licht, Linsen brechen es. Daher haben Spiegel keine Farbabweichungen (oder nur die durch's Okular eingeführten), einfache Linsenfernrohre reagieren aber wie ein Prisma (unterschiedliche Brechungswinkel der Farben, siehe Regenbogen). Du hast einen Achromaten (Zweilinser). Der Erfinder des Achromaten, der geniale Herr Fraunhofer, hat dann eine andere Linse aus anderem Material / Glassorte (Kron / Flint) hinter die erste Linse gebaut, die die Strahlen andersherum (!) bricht ("zurûckbiegt") und im Prinzip die farbigen Strahlen wieder zu weißem Licht zusammenfügen sollte. Allerdings hat Fraunhofer es damals zwar geschafft, die beiden Extreme des Farbspektrums (rot und blau) in einem Fokus-Punkt zusammenzulegen. Dieser Punkt stimmte aber mit dem Mittelpunkt des Spektrums (grüngelb) nicht 100% überein. Siehe folgendes Bild; der Fokus von rot und blau liegt weiter außen (extrafokal).




    Par File:Lens6b.svg: DrBob, Piteltravail dérivé Eric Bajart — File:Lens6b.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10473477



    Das führt dazu, daß, wenn man auf grün fokussiert (weil das für unsere Augen am angenehmsten ist), rot und blau (zusammengelegt), von intrafokal, d.h. vom Objektiv her kommend, noch nicht im Fokus ist und einen- "um den Stern herumkreisenden" - blauroten Ring bildet, den man wegen der Licht-Streuung jedoch kaum sieht (an Wega aber schon, weil das ein blauer Stern ist). Demgegenüber sieht man, wenn grün auf extrafokal gestellt ist, einen intensiv blauroten Punkt im Zentrum des Sternscheibchens, weil blaurot jetzt im Fokus (oder nahe dabei) ist. Zur Verdeutlichung habe ich mal einen Ausschnitt aus obigem Bild etwas ergänzt, man sieht es auch auf den Fotos von Detlev (im vorigen Beitrag).





    Zu Schleier und fliegende Mücken auf dem Sternscheibchen: Du kannst das defokussierte Sternscheibchen ruhig etwas größer drehen, dann siehst Du die Ringe besser. Nahe am Fokus ist nur besser, wenn Du auf Astigmatismus testen willst (ovale Sternscheibchen).



    Edit @ Detlev: A propos Deine Sternscheibchen. Wenn Du mal ein bißchen Muße hast, trau Dich mal an das Objektiv ran. Die zwei Linsen müssen näher zusammen (Abstandsplättchen verdünnen, vielleicht hast Du ja auch einen Abstandsring ?); das Objektiv ist unterkorrigiert. Hängt natürlich auch davon ab, ob Du das Objektiv danach (und überhaupt) wieder justieren kannst. Alles natürlich vorher schön markieren (Position Objektiv zum Tubus, Linsen zueinander und zum Tubus, Position der Abstandsplättchen). ... Ich helf Dir.




    Gruß

    Rudi
    ----
    "andropos zoon politicon" = "jeder Mensch ist ein Politiker"

    (Aristoteles)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von AstroRudi () aus folgendem Grund: Links repariert

  • Hallo Dieter,


    wie versprochen noch zu Deinem Punkt 4 (Punkt 3 hat Detlev ja schon ausgiebig behandelt).


    Hier mal eine einfache Anleitung zum Einnorden, die für visuelle Zwecke ausreichen sollte (letzte 3 Absätze): http://www.binoviewer.at/teleskoptuning/lidltuning.htm  


    Neben der Einstellung der Polhöhe (= "Altitude" oder geographische Breite), die "azimutale" = waagrecht-horizontale (Ost-West-) Ausrichtung auf den Nordpol / Polarstern nicht vergessen ! Da sind mestens so Zug- und Druckschrauben an der Montierung, die von links und rechts auf eine Nase drücken, die beim "Einhängen" der Montierung in ein "Loch" auf der Bodenplatte der Montierung eingreift. (Ist eigentlich nur ein einziger Satz in der binoviewer - Anleitung).



    Viel Spaß weiterhin !

    (Ich hatte auch mal eine parallaktische Montierung mit einem C 8, bin dann aber nach 20 Jahren auf eine "alt-azimutale" umgestiegen, weil ich ein rein visueller Beobachter bin, nach 48 Jahren Astronomie die Sternbilder "aus dem FF kenne" und "Sternehüpfen" einfacher finde als das ganze "Eingestelle" jedesmal. ... Aber es ist auch sehr wichtig, die parallaktische Montierung zu verstehen, weil die ja die Himmelsbewegungen "nachvollzieht").


    Gruß

    Rudi
    ----
    "andropos zoon politicon" = "jeder Mensch ist ein Politiker"

    (Aristoteles)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von AstroRudi () aus folgendem Grund: Typos

  • Guten Tag euch allen,

    es ist super wie ihr mir bei meinen ersten Schritten ins Reich der Astronomie helft.

    Ich werde alles bearbeiten und ausprobieren aber ich möchte nun Thema für Thema behandeln.

    Ich werde erstmal über meine Sonnenbeobachtung berichten.

    Ich beobachte seit Anfang Juni 2018 die Sonne um Sonnenflecken zu finden, zu zeichnen, zu zählen, die Re zu berechnen und deren Koordinaten zu bestimmen. Dazu hatte ich mir einen Objektivsonnenfilter (Weißlichtfilter) von Omegon (138 bis 153mm -143 mm) gekauft.

    Den benutze ich nätürlich auch.

    Leider beginne ich meine Beobachtungstätigkeit im Sonnenfleckenminimum und es ist meist tote Hose auf der Sonne.

    Aber macht nichts dann kann ich ja nun den nächsten Sonnenflecken-Zyklus von Anfang an beobachten.

    Ich bin eifriger Leser des Mitteilungsblattes für Amateursonnenbeobachter "Sonne".

    Die aktuelle Ausgabe hat die Nr. 144.

    Ich wollte aber bei Ausgabe1 beginnen und habe mich bisher bis zur Folge 32 durchgearbeitet. Mir ist inzwischen klar geworden, dass ich dadurch von Dingen erfahre die sich im laufe der Jahre deutlich verändert haben könnten.

    Viel gelesen hatte ich auch über die Möglichkeit das Sonnenabbild mittels Projektionsmethode auf eine Papiervorlage zu projizieren.

    Deshalb sollte mein erster Schritt sein ein Okular zu kaufen, dass keine verkitteten Linsen besitzt. Das weitere habe ich ja berichtet.

    Nun schreibt Detlev, dass man ja auch mit einem Ring aus Pappe vor dem Teleskop abblenden kann und da machte es "Klick in Lamberts Kopf" - (aus dem Kinderbuch: Der kleine Löwe Lambert - grins).

    Meine Tauschutzkappe hat doch tatsächlich einen eingebauten Deckel von 52 mm Durchmesser, den ich abnehmen kann!!!. Ich habe mal gerechnet, das dann nur noch 18,8 % des Sonnenlichtes durchgelassen würde.

    Wäre es damit möglich doch noch eine Sonnenprojektion auf Papier zu ermöglichen (Zeichnungen einfacher zu erstellen, die Koordinatenbestimmung zu ermöglichen und auch auf einfache Weise Bilder zu machen)?

    Ich habe schon mal geschaut, ich finde keine geeigneten Okulare (außer meinen beiden Billigprodukten aus Plastik!!) und auch keine Projekttionshalterungen (würde ich mir aber selber bauen können).

    Meine Frage nun, welches Okular sollte ich kaufen oder soll ich es ganz bleiben lassen?

    Ein weiteres Teleskop (Sonnenteleskop ab 40 mm) würde ich vorerst einmal nicht kaufen wollen.

    Abschließend noch ein weiteres Problem: ich sehe keine Granulen?


    Die zwischenzeitlich gekauften Nachführmotoren haben sich auch bei der Sonnenbeobachtung ganz toll bewährt. Ebenso das Fadenkreuzokular (24mm). Mithilfe des Okulars und des RA-Motors könnte ich auf einfachste Weise die Ost-Westrichtung ermitteln und somit eine grobe Koordinatenbestimmung durchführen. Leider ist die Sonne zur Zeit makellos rein.

    Tschüs für Heute

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    wegen der Okulare - ganz aus Glas und Metall - schreib mal dem Joachim Hahn (snafu, alias vistara auf den beiden großen Foren), der bietet immer wieder mal alte Okulare an und hat sicher noch welche ganz aus Glas und Metall (vielleicht auch Huygens, ist ja egal wenn es 24.5 mm Okulare sind). Auf dieser Seite : http://home.snafu.de/vistara/astro1.htm ist unten auf der Seite eine E-mail Adresse !

  • Hallo Dieter, hallo Rudi!


    wenn ich das noch richtig im Kopf habe sind die Granulen von der Erde aus gesehen 1-2 Bogensekunden breit, mehr nicht.

    Das bedeutet du musst richtig hoch vergrößern um sie zu sehen, und die Bedingungen müssen mitspielen.

    Es macht einen Unterschied ob man über ein Haus hinweg beobachtet oder über eine Wiese hinweg. Das Haus scheint die Luft mehr in Bewegung zu versetzen.

    So hell wie die Sonne scheint sieht man auch gar nicht wenn sie sich durch ein paar dünne Wolken durchbrennen muß. Hell ist sie dann immer noch, aber das kostet Kontrast. Ich habe versucht Granulen zu sehen und bei meinem Teleskop gelang mir das nur für einige Momente, nicht stabil, ich habe es aber auch nicht stundenlang versucht, ich krieg da irgendwann Kopfschmerzen beim Wechsel zwischen dunklem Teleskop und heller Umgebung.

    Mit einem "Fotografentuch" geht da wahrscheinlich mehr, aber mir läuft so schon dir Brühe durchs Gesicht ;-)

    Meistens verhindern bei mir hohe Schleierwolken einen genaueren Blick und es bleibt bei den gut sichtbaren Sonnenflecken, wenn es sie denn gibt.

    Zum "Ausgleich" halten die Wolken die Wärme fest und lassen hier in der Nähe von Bruchsal Wein, Spargel, Erdbeeren und andere leckere Sachen gedeien.


    Wenn die Sonne nichts interessantes zeigt, dann vielleicht die kleinen runden Dinger drumherum?

    Es sind momentan ordentlich Planeten am Himmel wenn man sich Zeit nimmt. Am 27 Juli gibt es einen rötlichen Mond ("Blutmond"). Der Mars ist am gleichen Abend der Erde recht nahe, kommt aber noch ein wenig näher. Ein Blick zu den Planeten lohnt sich eigentlich immer.

    https://news.astronomie.info/sky201807/planeten.html?


    Stellarium auf dem PC zeigen den Himmel so wie er jetzt ist oder in 3 Tagen, oder in 2 Wochen, oder vor 20 Jahren in der Südsee...

    Damit kann man sich vorher anschauen wo die Planeten stehen, das hilft zumindest mir beim Finden sehr.

    Eine Skizze auf Papier ist schnell gezeichnet.

    Stellarium für unterwegs? Die aktuelle Version läuft problemlos auf meinem 10 Jahre alten "T61" Len*v* Thinkpad mit Windows 10.

    Für Smartphones gibt es bestimmt auch was um die Planeten zu finden, neben dem Platzhirsch G**gle Sky Map.


    Klare Sicht

    Detlev

  • Hallo Detlev und Dieter,

    irgendwie habe ich auch noch in Erinnerung, daß für Granulen der Kontrast sehr wichtig ist. ... War es eine Filter Diskussion ? ... Könnte sein. ... Und die von Detlev eingeworfenen 1 bis 2 Bogensekunden würden auch passen.

    Also leg Dir mal eine dunkle Jacke über den Kopf, wenn Du durch das Teleskop schaust, ... und/oder probiere einen UHC - Nebelfilter (oder igendeinen Planetenfilter,evtl. auch einen vom Fotoapparat), wenn Du hast.

    Rudi

  • Sonnenbeobachtung

    neuester Stand: Projektionsmethode


    Habe heute morgen folgenden Test durchgeführt: Taukappe ohne Deckel (Durchmesser der Öffnung dann 52 mm)

    1. Objektivfilter vorgesetzt

    2. Sonne mittig ins Fadenkreuz

    3. Nachführmotoren eingeschaltet

    4. Okular und Zenitspiegel herausgenommen

    5. Objektivfilter abgenommen (Teleskopöffnung mit Pappe abgedeckt)

    6. Taukappe eingestzt

    7. Prüfung ob Wärme im Tubus zu spüren ist (nein)

    8. angeschmolzenes Huygens Okular (12 mm) eingesetzt

    Ergebnis: es wird wieder heiß und riecht etwas nach Plastik (ist aber deutlich weniger als beim letzten mal)


    Fazit: Es könnte mit einem Okular aus unverkitteten Linsen und Metallgehäuse funktionieren!?

    Habe soeben eine emaiil an snafu geschrieben mit der Frage ob er mir weiterhelfen kann.


    Ansonsten beobachate ich die Sonne weiterhin mit meinem Objektivfilter.


    Justierung der Deklinationsachse


    Aufbau des Stativs und der Montierung mache ich van Anfang an wie es in der Bedienungsanleitung beschrieben wurde:

    1. bei Tag - grobes Aufstellen des Stativs (Stativbein mit der Bezeichung "N" mithilfe eines Kompasses nach Norden ausrichten)

    2. bei Tag - Libellenblase durch verstellen der Beinhöhen in richtige Position bringen

    3. nachts - mittels Polsucherfernrohr den Polarstern richtig ausrichten


    Justierung: Habe mir den Hauptstern des Sternbildes Schwan Deneb mittig ins Fadenkreuz und den Deklinationsteilkreis auf 45°21 gestellt.

    Nun habe ich den Stern Adler (Altair angepeilt und die Deklination abgelesen (soll 8°55 - ist 0°)

    Der Teilkreis wird gehalten von einer winzig kleinen Imbusschraube.

    Die habe ich gelöst und den richtigen Wert eingestellt.

    Zur Kontrolle nochmal zurück zum Deneb - passt


    alles weitere später

    Dieter

  • Hallo Dieter,

    jetzt hat dich der Ergeiz aber gepackt ;-)

    Bedenke bitte daß die Sonne mittags stärker scheint weil die Lufthülle durch die die Strahlen scheinen dann am dünnsten ist.

    Aus dem "riecht etwas, geht aber noch" kann daher im Laufe des Tages schlimmeres werden.

    Ein Metallokular erscheint mir trotz Abblenden die bessere Lösung.


    Zum Ausrichten:

    Mir hat es als ich noch parallaktisch beobachtet habe gut geholfen einen ausgeklappten Zollstock per Kompass in Nord-Süd-Richtung zu bringen (lässt sich besser mit dem Kompass anpeilen) und dann das Dreibein darüber aufzustellen. Das "Nord-Bein" direkt auf den Zollstock, die anderen beiden so daß der Zollstock durch deren Mitte geht. Ein zweiter Zollstock oder die eigenen Hände helfen dabei. Warum ein Zollstock? Weil der beim Transport weniger Platz wegnimmt als ein Besenstiel oder 'ne Dachlatte. Mit Kreppklebeband und Unterlegscheiben kann man sich auch Markierungen auf die Terasse machen und so am nächsten Abend etwas Zeit sparen.


    Grüße

    Detlev