Mondfinsternis vom 27.07.2018

  • Gestern hatte sich die längste Mondfinsternis in diesem Jahrhundert ereignet, wobei auch viele Besucher während der Mondfinsternis durch mein Teleskop durch geschaut haben. Zwar hatte es am Anfang Probleme gegeben, was das Wetter betrifft: Beim Aufgang des Mondes bildeten sich Wolken die den Beginn der Finsternis ein wenig störten. Auch beim Betrachten des Mondes durch das Teleskop kam nicht so optimal herum: Der Mond zeigte sich ein wenig sehr blass und kaum sehr arg rot gefärbt. Aber die Aufnahme mit der Spiegelreflexkamera zeigte ein deutlich besseres Ergebnis.



  • Hallo Himmelsgucker,


    herzlich willkommen und vielen Dank für Dein Bild von der Mondfinsternis.

    Ich erlaube mir mal, Dich zu zitieren, um eine Frage zu stellen:


    Zuerst das Zitat:


    "Auch beim Betrachten des Mondes durch das Teleskop kam nicht so optimal herum: Der Mond zeigte sich ein wenig sehr blass und kaum sehr arg rot gefärbt. Aber die Aufnahme mit der Spiegelreflexkamera zeigte ein deutlich besseres Ergebnis".


    Also Du sagst daß, nachdem Du das Foto gemacht und möglicherweise bearbeitet hast, man den "Blutmond" viel besser sah. ... Ich bin einverstanden. ... Aber Du sagst auch, daß viele Leute zu Dir kammen, um den roten Mond gut zu sehen. (Bei mir waren auch viele Leute, ... und Kinder).


    Und jetzt die Frage:



    Meinst Du nicht, daß die ein bißchen enttäuscht waren, weil sie das Ergebnis mit der Spiegelreflexkamera nicht unmittelbar, direkt am Teleskop sehen konnten.


    Anders ausgedrückt, "Du" hast, möglicherweise Stunden später, ein schönes Ergebnis gesehen, ... "sie" aber nicht !


    Nochmals anders ausgedrückt: Wenn die Leute den Weg und die Anstrengung auf sich nehmen, zu uns zu kommen, um etwas zu "sehen", sollten wir dann nicht besser darauf hinarbeiten, ihnen direkt etwas zu zeigen, als sie - viel später - mit einem Ergebnis zu konfrontieren, was sie in 99% der Fälle nur im Fernsehen sehen (weil sie schon wieder weg sind, wenn das Bild fertig ist) ? ... Oder vielleicht weniger Reklame machen, wenn das Ergebnis nicht so ist - ja gar nicht SEIN KANN -, wie VISUELL zu erwarten ??


    Nichts für ungut (war eine philosophische Betrachtung, dir ich mir erlaube, weil Du sagst, daß Du die Mitte des Lebens schon überschritten hast).


    Gruß Rudi

  • Hallo zusammen und ein herzliches Willkommen Himmelgucker,

    bei uns waren einige visuelle und einige Fotografen. Bei den visuellen gab es eindeutig mehr Publikum.

    Die scheinbar fehlende rote Färbung wurde auch thematisiert. "Nachts sind alle Katzen grau."

    Die Planung begann etwa 12 Stunden vorher, als klar wurde daß niemand was vorbereitet hatte und der "Chef" selbst gar nicht vor Ort sein würde.

    Ruck-Zuck wurde was organisiert und wir konnten vielen interessierten Zuschauern den Mond, Saturn, Jupiter und natürlich den Mars zeigen.

    Astro-Alex mit der ISS zog auch über den Himmel, aber das war schon fast Nebensache bei soviel Spektakel am Himmel.

    Meine Tochter (8) war auch dabei, mit ihrem 76/700 Spiegelteleskop, und auch damit konnte man gut sehen was da am Himmel so leuchtet.

    Die Meinungen wo denn der Mars sei gingen auseinender, ein Blick durchs Okular enttarnte einige Flugzeuge...

    Ich hoffe bei euch war das Wetter so gut wie bei uns. Erst als alles vorbei war zogen Wolken auf.


    Viele Grüße

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1200 Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton (2x) | Frisch gepflückt: 200/1200 Dobson


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Also bearbeitet habe ich nur ein wenig die Schärfe, aber eine nachträgliche Veränderung wurde nicht gemacht.


    "Ich hoffe bei euch war das Wetter so gut wie bei uns. Erst als alles vorbei war zogen Wolken auf."


    Leider war das nicht der Fall um diese Uhrzeit, als der Mond aufgegangen war. Es waren am Horizont viele Wolken die hier auch ein wenig einen Einfluss auf die Sicht genommen haben. Gegen 23:00 Uhr wurde es auch besser, aber dann war es ja schon. Belichtet habe ich diese Aufnahme auf ISO 800 mit 6 Sekunden.

  • Hallo Himmelsgucker,

    ja das Wetter hat man nicht im Griff, da muß man nehmen was kommt. Ich hatte eigentlich auch vor zu fotografieren, hab dann aber schnell gemerkt

    daß mir noch ganz viel Routine fehlt. Ich habe die Kamera seit einigen Monaten und den Teleskopadapter seit 14 Tagen. Zeit am Teleskop?

    Wenige Stunden ;-) Es fing schon gut damit an daß ich mein 200mm Objektiv vergessen hatte. Anfängerfehler...Da mein 150/750er Newton von mir für visuell optimiert ist kam dann nur noch Okularfotografie in Frage, und da passte es mit der Balance

    in der Rockerbox nicht so Recht. Eine Nachführung gab es natürlich auch nicht, aber beim Mond sollte es doch noch ohne gehen.

    Trotzdem scheiterte ich schon am scharfstellen. Vielleicht hab ich in der Eile was falsch gemacht, ich weiß es nicht.

    Also ganz schnell wieder die Kamera weggepackt und visuell beobachtet. Da macht mir am meisten Freude.

    Meine Tochter war ganz stolz daß andere durch ihr kleines Teleskop schauen wollten :-)

    Mittlerweile hab ich auch den Leuchtpunktsucher für ihr Teleskop gefunden. Für den nächsten Einsatz ist ihr Teleskop jetzt besser vorbereitet.


    klare Sicht

    Detlev


    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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