Glück auf!

  • Die Verlockung "Alles" zu machen ist spürbar, aber sei gewarnt:

    Wenn du richtig in die Fotografie einsteigst, trittst du eine Lawine los, die mit immer neuem Geld die "Nebenwirkungen" einer gerade teuer erkauften Lösung überdeckt.


    Nur ein Gedankenspiel:

    Eine bessere Kamera (€) die du dir zum Geburtstag gegönnt hat zeigt dir mehr Details, dadurch fällt dir erstmals auf dass der Fokuspunkt nicht stabil ist. Ein stabiler, fein justierbarer neuer Fokussierer (€) löst das Problem, aber mit der neuen Kamera zusammen ist das Gesamtgewicht jetzt so hoch und ungünstig verteilt, dass es mehr wackelt und schwingt. Eine stabilere Montierung (€) löst das Problem, aber die braucht wieder andere Nachführmotoren (€), andere Kabel (€) und andere Elektronik (€) die leider die Stromversorgung schneller kapitulieren lassen. Also noch ein paar stärkere Akkus kaufen (€). Sch***e, das passt ja gar nicht mehr alles in die Transportkoffer! Also einen oder zwei zusätzliche Koffer (€) kaufen, und bei der Gelegenheit auch gleich ein paar Spanngurte und eine Sackkarre (€).


    Du sagst dir ist bewusst dass es für jeden Zweck das optimale Werkzeug gibt. Ich möchte dir davon erzählen was es in der Praxis bedeuten kann, "falsches Werkzeug" zu kaufen.

    Ich habe mir vor einigen Jahren ein 150mm Newton mit 750mm Brennweite gekauft, ein "Bresser Messier NT150s", und zwar als "OTA" (optical tube assembly), also nur das Teleskop, ohne Montierung, ohne Stativ. Es war ein Vorführgerät vom Händler, ein paar mal ausgepackt und aufgebaut, aber im Grunde neu. Es gab nur dieses eine Teleskop zu diesem coolen Preis. Es kam alles gut verpackt bei mir an. Es war nichts verbogen, nichts verkratzt, alle Kleinteile waren dabei. Aber es stellte sich heraus, dass es mir visuell weniger zeigte als das 114/900er Newton das ich kurz zuvor verkauft hatte. Ich war geschockt. Es war nicht kaputt, nein es war "Foto-optimiert"! Erst nach umfangreicher Ursachensuche, Optik-Nachrechnerei und einigem Ausprobieren war ich sicher was zu tun war. Beide Spiegel wurden entspannter befestigt und der Tubus mit einem angenieteten Blechkragen um fast 5cm verlängert. Danach wurde alles mattschwarz und thermisch isoliert ausgekleidet. Erst danach war dieses Teleskop in der Lage mir visuell das zu zeigen was ein 150mm Teleskop zeigen kann, nämlich jede Menge Objekte außerhalb unseres Sonnensystems ("Deep Sky"). Vorher zeigte es mir nur die hellen Planeten und den Mond, ähnlich wie mein auf dem Sperrmüll gefundenes 76mm Teleskop. Fotografisch mag das Teleskop einwandfrei gewesen sein, aber visuell war es für ein neues Teleskop dieser Größe eine echte Enttäuschung. Jetzt ist es visuell sehr gut aber fotografisch vollkommen unbrauchbar. Ich käme mit einer Kamera nicht mehr in den Fokus.


    Bei Nicht-Newton-Teleskopen verläuft vielleicht der Übergang von einer Optimierungsart zur anderen nicht so hart, und vielleicht gibt es ja das einzig wahre, das universelle Teleskop wirklich. SCs sollen bei Deepsky und bei der Fotografie super sein, und trotz riesiger zentraler Abschattung feinste Details bei den Planeten offenbaren. Newton-Besitzer hingegen brechen sich einen ab bei ihren Versuchen, möglichst kleine Fangspiegel zu verbauen um viele Planetendetails zu sehen. Manche MAK-Besitzer schwören, dass sie regelmäßig weit über die theoretische Maximalvergrößerung hinaus vergrößern ohne dass das Bild zu dunkel wird. Andere schwören nur auf Linsen, und haben weder Probleme mit dem Farbfehler noch mit dem Hebel. Meinen Glückwunsch zum Kauf eurer Teleskope liebe Astrokollegen, wenn ihr wirklich so schöne Teleskope habt.

    Ich kann es nicht prüfen. Ich weiß nur was ich selber erlebt habe, und das möchte ich dir und anderen ersparen.


    Viel Erfolg bei deinen ersten Gehversuchen. Natürlich lassen wir dich auch dabei nicht im Regen stehen, versprochen!


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Detlev,


    Vielen Dank für die ehrlichen Worte. Deine hypothetische Erzählung kenne ich aus dem PC Selbstbau. Ist das gleiche in dunkelbunt. Ich habe mir dort angewöhnt, bevor ich jetzt zuviel Geld in Komponenten stecke, dann lieber gleich am großen Rad zu drehen. Ich denke aber für den Beginn und für das was ich vorhabe ist eine gute Wahl.



    Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Habe heute früh auf "kaufen" gedrückt. Ich hatte beim Shop gefragt und die hatten mir exakt das selbe Okular wie ihr empfohlen. Super Plössl 32mm. Das, sowie noch eine Smartphone Halterung und einen Mondfilter hab ich jetzt geordert.

    Jetzt heißt es warten und auf wolkenfreie Nächte hoffen...


    Vielen Dank nochmal für die sehr interessanten Infos von Euch. Ich werde über meine ersten Gehversuche berichten.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    ich bin froh dass du das so siehst. PCs "Aufrüsten" ist ein vergleichbares Geldgrab. Irgendwas ist immer der Flaschhals, das muß man akzeptieren, sonst kommt man aus der Nummer nie mehr raus.


    Dein Kauf passt ja wunderbar, Hochdruckgebiet "Paul" ist unterwegs zu uns. Jetzt brauchst du nur noch Zeit und Ruhe.

    Ich sage schon mal vorrausschauend: Willkommen im "Club der Teleskopbesitzer"!


    Was für ein Setup genau ist es denn jetzt geworden?


    Es fehlt nur eine Kleinigkeit, nämlich der wichtige Hinweis, niemals ohne Schutz die Sonne zu beobachten! Früher, als die verfügbaren Teleskope noch klein waren (50 - 60 mm) gab es Sonnenfilter, die kamen innen vors Okular, und hielten das Sonnenlicht zurück indem sie selber gegrillt wurden. Bei den heutigen, viel größeren Teleskopen können diese alten Filter platzen und das Sonnenlicht ungefiltert zu deinem Auge durchlassen. Selbst wenn dein Augenlid sofort dicht macht verbrennst du dir dabei das Augenlid. Wenn es nicht sofort dicht macht wahrscheinlich was im Auge.

    Seit der Sonnenfinsternis 1999 gibt es Folie zu kaufen aus der man sich seinen Filter selber bauen kann. Dieser Filter kommt dann außen VOR das Teleskop.

    So wird die Energie gar nicht erst ins Teleskop gelassen und es gibt keine Hitze die nirgendwo hin kann.

    Es gibt solche Filter auch fertig zu kaufen. Puristen kaufen Filter aus Glas, die ebenfalls vor das Teleskop kommen, oder einen "Herschelkeil" (nicht für Newtons).


    Noch ein Tipp:

    Installier dir mal "Stellarium" auf deinem PC, dann kannst du schon mal spickeln was es wann zu sehen geben wird. Dort kann man auch den Blick durch das eigene Teleskop simulieren und mit verschiedenen Okularen und Kameras "spielen", auch solchen die man (noch) gar nicht hat. Irgendwie kann man damit auch ein Goto-Teleskop steuern, wenn es die passende Schnittstelle hat.

    Da kenn ich mich aber zu wenig aus für eine qualifizierte Antwort.


    Klare Sicht

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Auch von mir "Daumen hoch" :thumbup: zur reiflich überlegten Entscheidung.


    Vollmond ist zwar - wegen des "Strassenlampen-Effekts" - gar nicht gut, um Deep Sky Objekte zu finden, aber immerhin besser als 2 Wochen dicke Wolken (die es normalerweise gibt, wenn man ein neues Astrogerät gekauft hat). ... Aber es wird ja noch ein paar Tage dauern, bis das Teleskop ankommt, und dann ist der Mond auch wieder weg.


    Wenn Du finden solltest, daβ die Handy-App die Dunkeladaptation stört, schau mal auf meine Homepage. Ich habe sie auf jeder Himmelsrichtungs-Seite um einen Hinweis auf Sternbild-Übersichtskarten ergänzt, die von der von Detlev empfohlenen Freeware "Stellarium" stammen: http://aktuelle-sonne.de/html/himmelsubersichten.html


    Edit: Mondkarten gibt es hier: Schöne Mondkarte und 100 Beobachtungsobjekte für Anfänger

    Und wenn's noch detaillierter sein soll: hier gibt's sogar den berühmten Mondatlas von Antonin Rükl kostenlos: http://www.arcturus.len.it/atl…0luna/Mappa%20luna%20.htm


    Und dann wirklich "Glück auf" !

  • Hallo Detlev,


    Mein setup ist:


    https://www.astroshop.de/teles…star-127-slt-goto/p,20041


    https://www.astroshop.de/okula…okular-32mm-1-25-/p,47420


    https://www.astroshop.de/smart…martphone-adapter/p,49763


    Das von dir empfohlene Programm werde ich mir mal anschauen. Gerade die Kopplung mit dem PC sollte funktionieren. Zur Zeit nutze ich Star walk 2 das hat diese von Dir genannte Zeitfunktion auch.


    Den Tipp mit der Sonne hab ich schon verinnerlicht. Jetzt geht's erstmal um Aufbau, Bedienung und erste Erfahrungen sammeln. Der Wetterbericht sieht zwar gut aus, vermutlich wird das Teil laut Prognose erst Montag geliefert...


    Ich werde sehen...



    Gruß Jörg

  • Hallo zusammen!

    Singen wir dann zum "Firstlight" eine Strophe vom Steigerlied?

    Obwohl, sein "helles Licht bei Nacht" wäre eher störend...;)


    in diesem Sinne


    Glück auf!

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  • Hallo Jörg,


    naaaa.... hast du dein Paket bekommen?

    Bei uns ist eine geschlossene Wolkendecke am Himmel, es regnet sogar ab und zu.

    Das muß dieser alte Fluch sein:

    "Der Himmel wird den mit Wolken strafen, der mit neuem Menschenwerk des Nächtens gen Himmel blicken will!" ;)


    Der Himmel beruhigt sich auch wieder. Zeit, mal die Himmelsrichtungen zu bestimmen, in die man von der Terasse aus blicken kann und mit dieser Info

    in "Stellarium" zu prüfen was den gerade in diesem Sichtfeld sichtbar wäre. Den Rest braucht man gar nicht probieren.

    Gegen eine Hauswand oder einen Baum hilft weder GoTo noch ein gutes Okular.^^


    Klare Sicht

    Detlev

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  • Gegen eine Hauswand oder einen Baum hilft weder GoTo noch ein gutes Okular ^^

    Jo, da hast Du Recht, Detlev !


    ... Aber die Hauswand im Rücken (mit den Händen erstastet, während man den Blick zum Himmel hebt) hilft ungemein, den Himmel (und die Himmelsrichtungen), und vielleicht auch den richtigen Weg (?) zu erkennen !


    Warum die Vorsicht, wenn man den Blick zum Himmel hebt ?


    Dazu die Geschichte der Magd des Thales (ein "vor-sokratischer" Philosoph), die aus Thrakien stammte [Thrakien war damals eine sehr arme (und ungebildete ?) Gegend Griechenlands und die Thraker wurden deswegen verspottet]:


    • „Thales […] fiel, als er sich mit den Sternen beschäftigte und nach oben blickte, in einen Brunnen. Da soll ihn eine witzige und reizende thrakische Magd verspottet haben, weil er zwar die Dinge am Himmel zu erkennen begehre, ihm aber, was ihm vor den Füßen liege, entgehe.“  ;)
    • aus: Platon: Theaetetus 174a[39]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Thales



    [Und die folgende Geschichte, kommentiere ich lieber mal nicht, sondern stelle sie nur dar:

    • „Man hielt ihm [dem Thales] aufgrund seiner Armut vor, dass die Philosophie eine nutzlose Beschäftigung sei. Da er nun infolge seiner Sternbeobachtung erkannt hatte, dass es eine reiche Olivenernte geben werde, soll er noch im Winter […] für alle Ölpressen in Milet und Chios Anzahlungen hinterlegt und sie, da niemand dagegenhielt, für einen geringen Betrag gemietet haben. Als aber der rechte Augenblick gekommen war, und gleichzeitig und plötzlich ein hoher Bedarf an Ölpressen entstand, habe er sie zu seinen Bedingungen vermietet und viel Geld dabei gemacht. Er habe damit bewiesen, dass es für Philosophen leicht sei, reich zu werden, wenn sie nur wollten, es jedoch dies nicht sei, wonach sie strebten.“
    • aus: Aristoteles: Politica 1259a]


    Macht's alle beide gut !

  • Ja, die alten Griechen...

    Ich dachte die antiken Hinterwäldler wären den Erzählungen nach immer aus Abdera und Umgebung gekommen. Aber wir haben beide Recht, denn Abdera ist eine Stadt auf dem Gebiet des damaligen Thrakien. Die "alten Griechen" würden sich mit Ekel abwenden von unseren modernen empirischen Wissenschaften, die sich scheinbar planlos "Nach oben irren". Alle, außer Leuten wie Erathosthenes. Der würde sich ein Loch ins Knie freuen zu sehen dass nicht der große Name des Autors sondern Experimente entscheiden ob eine Theorie richtig ist.

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Leute,


    Yoh der Postbote war bereits Freitag bei mir. Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich noch nicht mal zum auspacken gekommen bin. Jeden Tag gearbeitet. Zum Glück immer schlechtes Wetter, damit ich mich nicht ärgern muss. Der Gipfel ist aber heute...


    Der Wetterbericht sieht ja auch nicht wirklich gut aus... Wird noch funktionieren ??


    Gruß Jörg

  • Schnee?!?!?

    Wir haben gestern zum Muttertag auf der Terasse gegrillt und sind danach im Sonnenschein spazieren gegangen.

    Am Horizont tauchten Wolken auf, gegen Abend fing es dann an zu regnen.

    Da haben wir hier mit 5°C, heftigem Wind und Dauerregen ja noch Glück!

    Um es mit den Worten von Wirbitzki und Zeus auf SWR3 zu sagen: "1,2...Die Natur braucht den Regen!"

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo,


    Also ursprünglich habe ich mir vorgenommen den ersten Einsatz des Teleskops in aller Ruhe vorzubereiten. Nun war es gestern Abend plötzlich fast wolkenfrei und ich wollte das Gerät unbedingt testen. Den Sucher hatte ich schon justiert, nun wollte ich das skyalign einstellen. Gewartet bis es dunkel wird, die ersten Sterne kamen raus.

    Das Teleskop hat einwandfrei funktioniert. Problematisch war extrem das rote Licht der Bedienung und die LCD Anzeige konnte ich kaum erkennen. Mein Garten ist keine gute Wahl, zumindest mit dem ganzen Licht.


    Hat die Freude getrübt aber ich denke die Erfahrung muss man machen. Habe dann auch abgebrochen.


    Ist jemand von euch Brillenträger? Und wie geht ihr damit um? Ich hatte das Gefühl das ich keine Schärfe ins Bild bekomme. Ich vermute aber das es eher an mir als am Teleskop liegt. Wie macht ihr das mit der Stromversorgung? Ich habe geschaut. Es gibt solche Powertanks. Taugen die was? Batterien finde ich nicht gerade praktisch. Zumindest für den Dauerbetrieb.


    Danke!


    Gruß Jörg

  • Hi Jörg,


    Glückwunsch zum first light !


    Wie gesagt, aller Anfang ist schwer; ich meine aber man findet auf (fast) jedem Grundstück eine dunkle Ecke. (Auβer bei mir, ich habe zwei (!) Strassenlaternen, die in jede Ecke leuchten. Allerdings kann ich mich im Sommer hinter einem Baum und dem Haus so "verstecken"; daβ sich die Schatten der Lampen überschneiden. Im Winter hat der Baum leider keine Blätter ;( )!


    Für das Rotlichproblem schau mal hier: https://www.modulor.de/plexigl…m-zuschnitt-moeglich.html Nimm so dunkel wie möglich (oder nimm 2 es ist unglaublich, wie hell die roten LEDs sind und auh der Bildschirm des Laptops / Handys! (Ich benutze das auch für meinen Laptop).


    Um die Schärfe wirklich beurteilen zu können, muβt Du auf den Mond warten und dort an der Licht-Schattengrenze testen (oder früh morgens aufstehen !). Ich habe auch eine Brille, aber beobachte immer ohne (habe eine Schnur um den Hals um Sternkarten / Display zu schauen). Wenn Du allerdings starken Astigmatismus hast, ist es offenbar besser mit Brille zu schauen. Ich kann es nicht sagen, denn ich habe nur minimalen und ansonsten Alterskurzsicht. ... Aber da gibt es viele Diskussionen darüber im Netz auf den Foren, besonders auch auf cloudynights (English).


    Wegen Batterien: ich hatte beides an meiner GP Montierung; für zuhause so einen kleinen schwarzen Netzadapter 6/12/24 Volt, den es für kleines Geld überall gibt und einen Zigarettenanzünder-Stecker für's Auto. Mit dem Powertank bist Du sicher unabhängiger, aber ich kenne die nicht (die waren vor 20 Jahren, als ich meine "parallaktische" hatte, noch nicht so "in" ;)).


    Liebe Grüβe und vorallem viel Spaβ weiterhin !

  • Hallo Jörg,

    auch von mir meinen herzlichen Glückwunsch zum Firstlight. Und es wäre kein richtiges Firstlight, wenn man nicht mit einer ToDo-Liste davon zurück kommen würden.

    Ich hoffe du hattest trotzdem Spass.


    Ich brauche mittlerweile eine Lesebrille, aber am Teleskop geht es ohne. Bei Okularen vom Typ "Plössl" ist der notwendige Augenabstand so in etwa die Brennweite in Millimeter.

    Bei 20mm sehr bequem, bei 4mm setzen die Wimpern schon mal auf dem Glas auf. Der manchmal vorhandene, hochklappbare Gummirand ist mehr ein Fremdlichtschutz als ein

    Sitzpolster fürs die Augenpartie. Er hilft aber, im Dunkeln den richtigen Abstand zu halten weil die Augenpartie vor den "Einschlag" gewarnt wird.

    Wie lange hast du mit dem Abkühlen gewartet? Eine halbe Stunde würde ich jedem Teleskop geben, je nach Größe auch mehr. War es bei niedriger Vergrößerung auch unscharf?

    Vielleicht war es auch nicht so klar wie es ohne Teleskop aussah. Das hatte ich auch schon ein paar mal. Der Himmel sah brauchbar aus, war es aber nicht.

    Nicht aufgeben, weiter probieren, auch tagsüber an fernen Objekten.


    Für unser Vereinsteleskop hatten wir eine ganze Weile eine "Powerstation". Das ist im Grunde genommen ein handlicher Motorrad-Bleiakku (12V, 4Ah), den man in ein Gehäuse mit Griff gesteckt hat

    und mit Taschenlampe, Laderegelung und manchmal auch mit einer elektrischen Luftpumpe versehen hat. Da ist eine Buchse dran um einen Stecker für den Zigarettenanzünder reinzustecken.

    Wenn man sowas nicht im Astronomiebedarf sondern anderswo kauft kostet es unter 100 Euro. Mit modernen, handlichen Powerbanks wäre ich vorsichtig. Lithiumakkus vertragen keine Kälte,

    sie gehen kaputt. Hab selber schon einen Laptopakku im Rucksack bei einer nächtlichen Wanderung (Bus fuhr nicht wegen Glatteis) bei -10°C verloren.

    Bleiakkus verlieren in der Kälte schnell ihre Kapazität, sind aber wieder ladbar wenn es wärmer wird. So nah am Haus würde ich aber wie Rudi zu einem Netzteil raten.


    Im Handbuch zu deinem Teleskop müsste drin stehen was das Netzteil können muß. Die Spannung (in Volt, kurz "V") muß genau stimmen, die Stromaufnahme (in Ampere, kurz "A") des Teleskops sollte

    kleiner sein als die mögliche Stromabgabe des Netzteils. Wenn das Teleskop weniger Strom nimmt als das Netzteil geben kann, dann geht nichts kaputt. Spannung mal Strom ergibt die Leistung.

    12V x 1,5A = 18 Watt (W). Das würde bedeuten du brauchst mindesten ein 18 Watt Netzteil. Dann brauchst du nur noch den passenden Stecker dran. Sehr weit verbreitet sind Hohlstecker, z.B. mit 5,5 mm Außendurchmesser und 2,5 oder 2,1mm Innendurchmesser. Plus ist immer innen oder immer außen. An der Buchse fürs Netzteil ist meist ein stilisierter Stecker zu erkennen. Daran ist zu sehen ob "+" innen oder außen sein muß. Universalnetzteile haben oft einen Satz von Steckern dabei die bei Bedarf auch gedreht werden können für die passende Polarität. Achtung, nicht jedes Gerät verträgt es, verpolt zu werden. Lieber dreimal prüfen und nachmessen (lassen).

    Klare Sicht

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo ✌?,


    Vielen Dank ?für die Glückwünsche. Ich habe mir schon überlegt wie das mit dem Licht das nächste Mal besser klappt. Ich denke ich werde einen anderen Standort versuchen (hinter dem Haus ist ne große Wiese). Bei uns gehen die Laternen um 1 ganz aus. Dann sollte zu Hause auch was gehen. Naja, ich werde sehen.


    Ausgekühlt war es denke ich ausreichend. Es stand bestimmt 3 Stunden im Garten. Probiert habe ich ausschließlich mit dem 32mm super Plössl. Ich bin echt überrascht über die Wertigkeit des zusätzlich gekauften zu den beiliegenden Okularen. Ich werde mir, so denn es der Himmel hergibt, die auch noch mal testen. Ich habe aber gelesen das empfohlen wird sie gehen bessere zu ersetzen.


    Als Netzteil hab ich eins von einer externen Festplatte probiert. Daten und Stecker sind identisch. Hat sofort funktioniert. Nichtsdestotrotz ist so eine powertank sinnvoll, auch so Im Haus kann man sowas denke ich gebrauchen.


    Die größte Herausforderung werden denke ich sind die Augen. Ich hab ne neue Hornhaut und ohne Brille bin ich Hans Maulwurf. Vorallem hab ich meine Sehleistung am besten mit beiden Augen zusammen. Ich werde es probieren.


    Was mich noch interessieren würde. Was für Okulare nutzt ihr so? Gibt's ein "must have" ? Oder sind auch welche dabei die ihr im Nachhinein als rausgeschmissenes Geld empfindet?



    Danke. Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    meine Okulare sind großteils Plössl oder Super-Plössl. Wobei Super-Plössl glabe ich auf geschwärzte Linsenkanten hinweist. An Teleskopen mit großem Öffnungsverhältnis (f/5 und f/4) empfinde ich den Einblick meines 32mm Super-Pplössl als nicht immer angenehm. Es kommt zum sogenannten Kidneybean-Effekt. Wenn ich ein wenig schräg hineinschaue erscheint eine nierenförmige Verdunklung, die den Spass am Beobachten trübt.

    An f/6 und f/8 ist mir das noch nie aufgefallen. Mein Lieblingsokular ist ein 25mm Plössl von Celestron. Das macht ein gutes Bild bei meinem 160mm und 200mm Teleskop. Obwohl das 32mm mehr Himmel zeigt, suche ich lieber damit.

    Ansonsten habe ich noch ein 20mm, 12.5mm, 9mm, 6mm und ein 4mm vom Typ Kellner. Das würde bei 1200mm Brennweite 400-fache Vergrößerung bringen. Das klappt aber eigentlich nur am Mond, und man kommt mit dem nachschubsen kaum hinterher weil das Gesichtsfeld eines Kellner-Okulars noch ein Stückchen kleiner als das eines Plössl ist.

    Mein großes Teleskop hat 1200mm Brennweite, und damit nutze ich neben 25, 32, 12.5, 9 und 6mm mit 1,25" Steckmaß auch ein 25mm Okular mit weitem Gesichtsfeld (weiß grad nicht wieviel, Hersteller ist "Bresser"). Damit macht das Aufsuchen Spass, selbst bei f/5. Ich habe auch noch ein 28mm in 2", das macht auch ein sehr gutes Bild, hat aber ein kleineres Gesichtsfeld. Ist glaube ich ein "Kellner" oder "Reversed Kellner".

    Von Anfang an dabei ist ein Zoom-Okular 8-24mm der Firma Seben. Es wird bejubelt und beschrien im Netz, die Firma wirbt mit Anzeigen die bei vielen kopfschütteln auslösen. Allerdings macht sie dieses Okular nicht selbst. Ich finde es OK für damals 50 Euro. Hat allerdings wie alle Zoom-Okulare nur ein kleines Gesichtsfeld. Aber mit einer Nachführung wie bei dir ist das kein großer Nachteil. Ändert man die Brennweite, ändert sich neben der Vergrößerung auch der Fokus, man muß ein wenig nachregeln. Wer nicht nachregeln möchte muß ein "homofokales" Zoom-Okular kaufen. Das gibt es, aber nicht für 60 Euro. Wenn ich mit einem Teleskop unterwegs bin nehme ich das Zoom-Okular gerne mit und lasse dafür viele andere Okulare zurück. Das spart Gewicht und Platz, vor allem im Urlaub.


    Dein Teleskop hat 1500mm Brennweite und 127mm Öffnung. Mit pi x Daumen gilt: Maximale Vergrößerung = Öffnung in mm mal zwei, also rund 250. Da kommst du für die maximale Vergrößerung auf ein 6mm Okular.

    Ich würde noch eins nehmen dass nicht den Maximalwert bringt, denn für den muß alles stimmen. Bei meinem Himmel ist das einmal im Jahr, meistens wenn ich keine Zeit habe.

    Wieviel Licht dann noch im Auge landet sagt dir die "Austrittspupille". Das ist Öffnung geteilt durch Vergrößerung. 127/250 = 0,5mm. Kann noch funktionieren, muß man probieren. Darunter wird es für viele zu dunkel.

    Wie groß deine Pupille im Auge ist, das kann man ausprobieren mit einem Satz Metallbohrer. Mit jeweils einem Schaft dieser Bohrer versucht man den Mond in einigem Abstand vor dem Auge zu verdecken, und ermittelt so empirisch den Wert der Irisöffnung. Ist die "Austrittspupille" größer als deine Irisöffnung kann gar nicht alles Licht im Auge landen. Man muß mit dem Auge über dem Okular wandern um alles zu sehen. Auch nicht so toll ("Kidneybean-Effekt").

    Bei angenommenen 9mm Irisöffnung wäre es Öffung durch Austrittspupille 127 / 9 = 14. 14 fache Vergrößerung erreichst du mit einem (1500/14) 107mm Okular. Das bräuchte einen Okularauszug, fast so dick wie dein Teleskop.:thumbsup:

    Sowas gibt's vielleicht in großen Sternwarten. Eine zu große Austrittspupille wird an diesem Teleskop kein Thema sein, da bin ich mir sicher!


    Es gibt auch noch ein Zubehörteil, das die Brennweite deines Teleskops vergrößert. Es nennt sich "Barlow-Linse" oder kurz "Barlow". Eine "2x Barlow" macht aus 1500mmm 3000mm Brennweite. Dem ensprechend verdoppelt sich die Vergrößerung. Mechanisch ist es ein Stück Rohr das in den Okularauszug gesteckt wird und oben kommt dein Okular drauf. So kann durch geschickte Wahl der Okulare und Barlow eine gut abgestufte Palette von Vergrößerungen abgedeckt werden. Aus einem 25mm Okular wird mit 2x Barlow ein 12,5mm Okular. Dann noch ein 12mm Okular zu kaufen lohnt nicht. Lieber 20mm und 15mm, das ergibt dann zusätzlich 10 und 7,5mm. 25, 20, 15, 12.5, 10 und 7.5mm, und das mit 3 Okularen. Aber Vorsicht: Jede Linse schluckt ein wenig Licht, und ohne Licht siehst du nichts. Auch wird das Bild kaum besser wenn es durch noch mehr Linsen geht. Präzision ist hier gefragt. Deshalb gibt es Barlows für 20 Euro und Barlows für 500 Euro. Bei meinem 40-Euro Mikroskop war eine Zoom-Barlow 2x-10x dabei, allerdings mit für Teleskope winzigem Steckmaß. Über die Bildqualität schweige ich an dieser Stelle. Das Gegenteil einer Barlow ist ein "Reducer", der z.B. die Brennweite um den Faktor 0,6 reduziert. Oft lassen sich die Linsen vom Röhrchen trennen und mit etwas niedrigeren Werten als Einschraublinse vor dem Okular nutzen. Aus 2x wird dann vielleicht 1.5x

    Da dies ein technisch einfacher Weg ist aus einem Okular zwei Brennweiten zu machen, gibt es natürlich auch Okulare die haben innen schon eine Barlow drin. So baut der Hersteller ein Okular, verkauft aber zwei. Kommt dann noch eine Barlow von dir dazu, sieht es meist bescheiden aus. Deshalb bitte nicht nach Taschenrechner-Ergebnis kaufen sondern wann immer möglich vorher ausprobieren.


    Viele Grüße

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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  • Hallo Jörg,


    bei einem Öffnungsverhältnis von f/12 und der Brennweite von 1500 mmm kannst Du mit Okularen fast nichts falsch machen. Ich würde erstmal mit den existierenden Okularen sehen was geht. Das 25 mm würde ich - trotz seines kleinen Gesichtsfeldes - nicht ausmustern, das 10 mm ist wahrscheinlich "an der Grenze" des angnehmen Beobachtens.


    Ich habe mal kurz von der Austrittspupille her zurückgerechnet (siehe Bild unten und Excel-Tabelle in der Anlage). Allgemein sagt man, daβ man eigentlich nur 3 Okulare braucht.


    - Eines mit einer Austrittspupille von 7-5 mm (die Augen-Eintrittspupille geht nicht weiter auf als 7 mm) für die Übersicht und groβflâchige ..Deepsky-Objekte (wie den Zirrus-Nebel);

    - eines für Galaxien (mit einer AP von 1.5 - 2); und

    - eines mit einer AP von 1 oder etwas darunter für Planeten, planetarische nebel und Kugelsternhaufen.


    Für seltene Nächte mit exzellentem Seeing könnte man auch noch ein Okular mit einer AP von 0.67 nehmen (Höchstvergröβerung). Manche Leute meinen auch, daβ eine AP von 0.5 noch geht.



    Da Du schon Okulare hast (die roten in der Tabelle) und Du wegen der langen Brennweite des Maks die groβen APs gar nicht erreichst, ist bei Deinem Teleskop das Ganze ein biβchen hin zu den kleinen APs verschoben. Ich habe interpoliert und würde folgende sehr günstige (teurer findet man immer), aber dennoch guten Okulare empfehlen (siehe Tabelle), die zudem ein groβes Gesichtsfeld haben (was bei Deinem Teleskop wichtig ist).


    (1) das 15 mm Goldkante mit 66° Gesichtsfeld (ich hatte mal das 6 mm) : https://www.teleskop-express.d…----66--Gesichtsfeld.html

    und

    (2) das 8 mm "kleine schwarze" (70° Gesichtsfeld, ein seltenes König-Okular), welches ich auch selber getestet habe, bevor ich es meinem Neffen geschenkt habe: https://www.teleskop-express.d…70--Weitwinkelokular.html


    Falls Du zusätzlich noch das 10 mm ersetzen willst (und mit der AP ein biβchen Richtung 1 zurückgehen willst), dann trau Dich und nimm das 11 mm da mit 80° Gesichtsfeld (ich habe das 16 mm an f/5: ist da zwar nicht randscharf, aber bei Deinen f/15 ist das kein Problem; es handelt sich um ein Okular aus der früher mal sehr bekannten und deutlich teureren Widescan-Serie) : https://www.telescopes-et-acce…-11mm-80-3175-c2x30355463 (der Händler ist aus Colmar im Elsaβ: ich finde es gerade nicht in DE; ich kann Dir dabei helfen). ... Ansonsten gäbe es noch das hier mit 62 Grad Gesichtsfeld, welches es auch in 10 mm gibt: Sv Bony: Leichtes und sehr günstiges 23 mm asphärisches Okular mit 62° Gesichtsfeld (Kurzbericht) (da gibt es aber anscheined gerade Lieferverzögerungen aus China wegen Corona).


    Alle kann man auch sehr gut doppelt am Bino verwenden, weil sie schlank sind und man die Nase gut dazwischen bekommt (Dein Hinweis auf beidâugiges Sehen).


    Gruβ

  • Hallo zusammen,


    Danke vielmals für die ausführliche Antworten. Ich bin sehr dankbar für die Menge an input die ihr mir gebt. Hilft vor allem die Grundlagen zu verstehen. Die Okulare die Rudi empfohlen hat, hab ich mir mal auf die Liste gepackt.

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    Gestern Abend hab ich den nächsten Versuch gestartet. Es war wesentlich entspannter und auch mit mehr Erfolg gekrönt, als unter der Woche. Ich habe den Platz leicht verschoben das die Flackerei vom Nachbar nicht mehr sichtbar war und die LED Lampen im Garten abgedeckt

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    Das Display kann nicht zwar nicht lesen (bei Laufschrift) , aber der Prozess ist schon im Kopf. Die Venus, Castor und Capella als Referenz und skyalign war justiert. Dann erstmal ausgiebig die Venus beobachtet. Ich muss schon sagen. Es ist geil. Die großen Planeten sind ja erst gegen Dämmerung sichtbar, aber solange wollte ich aber nicht warten. ?. In Summe saß ich fast ne anderthalbe Stunde und bin von unbekanntem Stern zu Stern gesprungen. Es war toll. Hab dann noch versucht die Sternbilder zu erkennen bzw. Mit meiner App abzugleichen. Auch nicht ganz so einfach.

    Aber gut. Bin dann zufrieden wieder rein.

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    Habe heute auch vor zu schauen. Aufgebaut ist alles, jetzt muss es nur noch dunkel werden.

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    Das einzige was mir aufgefallen was ich nochmal testen möchte ist, daß die Nachführung einwandfrei funktioniert jedoch ist ein leichtest wackeln beim beobachten auffällig. Mal schauen ob das heute auch so ist


    Gruß Jörg

  • Hi Jörg,


    wenn ich richtig verstehe, beobachtest Du im Westen (wegen Venus und Castor und Pollux). Bei Venus sieht man nichts auf der Oberfläche, weil die vollkommen von hellen weiβen Wolken umgeben ist (die zu 75% aus Schwefelsäuretröpfchen (!) bestehen).


    Probier doch (im Südwesten und von den Zwillingen aus) auch mal M 44 und M 67 im Sternbild Krebs. ... Der Messier Katalog enthält eine Menge Objekte, die fast alle für Dein Scope gehen müβten (die schwächsten liegen bei 12 mag, z.B. der planetarische Nebel M 97 im groβen Wagen / Bär, auch Eulennebel genannt und M 76, der kleine Hantelnebel, ein anderer planetarischer Nebel im Perseus; alle anderen sind heller).


    Ansonsten sind Maksutovs auch gut für Doppelsterne. Der Polarstern hat einen Begleiter von etwas über 9 mag. Da bist Du zwar noch lange nicht an der Grenzgröβe Deines Teleskopes angekommen, aber Du kannst mal sehen, wie hell (oder dunkel; hängt natürlich von der "Beleuchtung" in Deinem Garten ab) 9 mag leuchten. (Vielleicht brauchst Du da das 10 mm Okular).


    Liebe Grüβe