Das übliche, der Neue sucht sein erstes Equipment

  • Hallo rudy und Banana,


    wie sieht es bei euch aus? Plant ihr noch oder beobachtet ihr schon?


    Grüße und klare Sicht

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hallo Detlev (und Hallo auch an die anderen die mitlesen),

    [Und ein frohes neues Jahr zusammen]


    Ich wollte schon länger mal schreiben, aber die Vorweihnachtszeit war nicht so motivierend bei mir.

    Wir hatten auf die Empfehlungen hier im Forum hin dann lange nach einem geeigneten Stativ gesucht für unsere "Wunsch-Konfiguration".

    Ein EQ-6 sollte es werden. Aber gebraucht hätte gereicht.


    Nachdem wir dann bei einem Inserat nicht schnell genug reagiert haben, kam uns ein Komplett-Angebot über den Weg.

    Der Herr war sehr kompetent, mein Vater war vor Ort, wurde komplett eingewiesen und konnte alle Fragen stellen die wir so hatten.

    Ich selbst war nicht dabei, aber mein Schwager in Spe hatte mich repräsentiert.


    Schlussendlich haben wir dann zugeschlagen. Aber irgendwie hat es gepasst.

    Zubehör, Koffer, alles in einem Super Zustand.


    Wir haben jetzt:

    Omegon 102/700 triplet APO

    Skywatcher NEQ-6

    Verpackungen für alles

    Ein vernünftiger Sucher ist dabei

    Ein 90° Prisma

    ...


    Leider ist jetzt erstmal nur ein 2" Weitwinkel-Okular dabei. Der Mond schaut klasse aus, aber sonst braucht man sich noch nichts damit anschauen.


    Der Preis hat einfach gestimmt, wir wären mit unseren ganzen Wünschen darüber gelandet.

    Und wenn uns der Refraktor nicht mehr taugt, holen wir uns halt doch was anderes und haben aber schonmal ein guten Teil an Equipment.


    Vielleicht stellt mein Vater demnächst mal Bilder rein. Ich hab noch kein gutes vom Teleskop.

  • Hallo Banana,


    herzlichen Glückwunsch zum Kauf ! Deshalb ist also das Wetter die ganze Zeit so grau ;).


    Die EQ6 hat noch deutlich "Luft nach oben" und der Apo ist ein sehr schönenr Einstieg.


    Tja, mit nur einem Weitwinkelokular kann man die Qualität des Refraktors natürlich nicht ausreizen.

    Wenn ich mir erlauben darf, würde ich - bei der Brennweite von 700 mm - zusätzlich ein 8 mm und ein 4.5 mm Okular empfehlen.


    Bei einem Apo sollte man natürlich auch passende schöne Okulare haben, die aber vielleicht trotzdem nicht zu teuer sind ?


    Wie wär es denn mit:

    sowie

    andererseits ?


    Liegen alle bei 150 €.


    Wenn ihr lieber überall auf 82° geht (das Pentax hat "nur" 60°, was ich persönlich aber nicht zuwenig finde; ich habe das 12 mm Pentax XF),

    und / oder auf 7 mm anstatt auf 8 mm (100-fach; AP von 1), käme in derselben Preisklasse auch noch das hierso was hier in Frage: https://www.amazon.de/TS-Optic…dicht-UWAN7/dp/B01I4ROAF6


    Nur so ein Vorschlag (auch durch mein Faible für "Leichtbau" beeinfluβt) ! Es gibt noch viele schöne andere Okulare, auch günstigere und teurere. Hängt natürlich auch von der Lieferzeit ab.


    Macht's gut.

  • Hallo Banana,


    herzlichen Glückwunsch, das klingt nach einem guten Start. Ich drücke euch die Daumen das bald mal was am Himmel zu sehen ist.

    Ich kenne die EQ-6 nur von Bildern, aber da die Motoren und die Elektronik innen liegen, gehe ich davon aus dass es keine EQ-6 ohne Nachführung gibt und ihr jetzt ein Teleskop mit Nachführung und Goto habt. Damit hätte sich das Thema "weites scheinbares Gesichtsfeld" bei den Okularen entspannt. Welches Okular euch noch zuläuft, das findet sich.


    Wenn ihr ausprobieren möchtet welches Okular wieviel vom Himmel zeigt, dann kann ich euch das kostenlose Programm "Stellarium" für den PC empfehlen. Darin kann man den Nachthimmel erkunden. Nachdem man die Daten des eigenen Teleskops eingegeben hat und auch die seiner (Wunsch)Okulare, kann man zwar nicht ausprobieren wie gut die Abbildung ist, aber immerhin wird deutlich, welches Okular wieviel vom Himmel zeigt.

    Mit dem Programm kann man auch ganz entspannt üben, den Nachthimmel zu "lesen", also die Sternbilder zu finden und beliebte Objekte wie den Herkuleshaufen, die Andromedagalaxie, den Orionnebel oder den Ringnebel in der Leier zu finden. Ein "Goto" findet das für euch, aber wenn die Sicht nicht in alle Richtungen frei ist, dann ist es ganz gut wenn man abschätzen kann ob das gesuchte Objekt überhaupt am sichtbaren Himmel ist. Ich hatte da mit meinem ETX-70 und dessen "Autostar"-Goto so einige Aha-Erlebnisse bei Beobachtungen von der Terasse aus.


    Mit einem Goto-Teleskop auf den nächsten klaren Himmel zuwarten bedeutet nicht, sich nicht etwas vorzubereiten zu können. Eine drehbare Sternenkarte ("Planisphäre") ist ein tolles Werkzeug um seinen Beobachtungsabend zu planen. Datum und Uhrzeit einstellen, schon sieht man was gesehen werden könnte und kann sich schon mal einen Spickzettel schreiben. Meine ist recht groß und vom Oculum-Verlag. Anleitung: https://www.astro-shop.com/komp/drehbare-anleitung.pdf

    Man muß die Zettel nicht wegwerfen, in einem Jahr sind sie wieder aktuell. AstroRudi hat sich Arbeit gemacht und auf seiner Homepage Kartenausschnitte für jeden Monat und jede Himmelsrichtung bereitgestellt.
    Auch wenn ihr die Karte selbst nicht braucht, so könnt ihr eurem Teleskop dadurch zumindest den Namen des Objektes mitteilen.


    Was mir sehr geholfen hat war, meine Seheindrücke aufzuschreiben, und zwar noch am Teleskop, nicht hinterher. So lernt man ganz nebenbei, genauer hinzuschauen.

    Eine dimmbare rote LED-Lampe hilft da sehr. Ich hab meine selber gelötet, kann daher keine Kaufempfehlung geben.


    Ab und zu liest man von "indirektem Sehen". Das ist ein Trick um leuchtschwache Objekte doch noch zu sehen. In der Mitte unseres Sehfeldes sehen wir Farbe, aber nur wenn es hell genug ist.
    Drumherum können wir nur hell/dunkel unterscheiden, aber viel empfindlicher als Farben. Mit Farbe ist am Nachhimmel eh nicht viel los, also ist farbig sehen in der Nacht durchaus entbehrlich. Mit etwas Übung schafft man es, etwas im Okular zu beobachten, ohne direkt darauf zu schauen. Und schon taucht der eine oder andere schwache Nebelfleck am Himmel auf der vorher unsichtbar war! Aber bitte nicht mit der Brechstange beobachten, sondern mit kurzen Pausen dazwischen. Aufmerksam hinsehen ist anstrengend, und ein entspanntes Auge sieht mehr.


    Ich wünsche euch jede Menge Spass mit dem Teleskop


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/