Wieder ein Neuer der sein Einsteiger Teleskop sucht

  • Hallo zusammen,


    Als blutiger Anfänger (mit großem Interesse), habe ich mich schon ein wenig eingelesen.

    Wir wohnen in der nähe von Münster, Stadtrand, eher ländlich. Ich möchte gerne etwas in die Astronomie einsteigen und den eigenen Garten dafür nutzen (also nichts mobiles angedacht).


    Als Mitt 50‘er, der schon länger fotografiert und dies auch schon hobbymässig Unterwasser seit ein paar Jahren macht, liegt es nicht all zu weit entfernt, dass man aufgrund des Interesses dies auch in umgekehrter Richtung versuchen möchte.


    Dies soll aber absolut im Hobby Bereich bleiben.


    Bevor ich also jetzt zum Start schon Unmengen für eine Astro Fotografie Ausrüstung ausgebe und dann feststelle, dass es doch nicht so toll ist, versuche ich lieber den umgekehrten Weg.

    Ich suche also ein Einsteigerteleskop und Grundkonfiguration, die mir den schrittweisen Weg hin zur Astrofotografie offen lässt.


    Als Grundkonfiguration mit einem Einstiegsetat von 400-500 Euro (Empfehlung von Anbietern) tendiere ich zum 130/650 Reflektor.

    Typ: Skywatcher N 130/650 Explorer 130PDS In Kombination mit einem EQ3-2


    Zum Start möchte ich mir 2 Okulare dazu kaufen und eine Barlow Linse (noch nicht sicher welche, hoffe auf Empfehlungen).


    Dieses System könnte ich durch Motoren/goto Steuerung, Kameraadapter usw. auf meine kommenden Ansprüche anpassen.

    Starten würde ich erst einmal ohne Kamera (📸 naja Schnappschuss Mond ggf.) und einfach nur mit zurechtfinden am Himmel, sowie anfänglicher Monderkundung Schnappschüssen.


    Wie seht ihr diese Entscheidung zum 130/650?

    Welche Okulare/Barlow wären zu empfehlen?

    Würdet Ihr ggf. Etwas an der Grundkonfiguration ändern? (Wenn ja - warum?)

    Würdet Ihr evtl. Noch einen Schritt zurück gehen und erst ein Dobson nutzen, welches man später auf ein Stativ umbauen kann?


    Fragen über Fragen.....



    Vielen Danke für Eure Hilfe vorab


    Andreas

  • Hallo Andreas.

    Erstmal Herzlich Willkommen im Forum.


    Leider kann ich dir zu deinen "Bedürfnissen" nicht viel raten da ich selbst noch blutiger Anfänger bin.

    Ich lerne hier gerade wie was zusammenspielt.

    Aber es gibt hier bestimmt irgendjemand der dich kompetent beraten kann.

    Was mir allerdings auch schon viel gebracht hat ist diese Seite:

    http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

    Vllt. bringt dir die Seite auch schon ein bisschen was.


    Gruß Schreddl

  • Hi Andreas,


    auch von mir herzlich willkommen.


    Eigentlich muß man - als Fotograph - nur zwei Dinge wissen, wenn (Astro-) Fotographie betreiben will:


    (1) eine Kamera / ein Fotoapparat ersetzt das menschliche Auge hinter dem Objektiv/Okular: dieser Apparat ist aber ungleich viel leistungsfähiger, als das menschliche Auge.


    (2) Logischerweise reicht für Fotographie deshalb ein viel kleineres Fernrohr aus, als für visuell, welches nur ein bißchen besser sein muß als ein Teleobjektiv. Z.B. ein 80 mm Refraktor.


    Aber dafür braucht man, bei Langzeitbelichtung (= Deepsky) eine - stabile (überleg mal, qas da alles noch am Fernrohr dran hängt) - parallaktische Montierung, Motorer zur Nachführung um die Erddrehung auszugleichen und "Strichspuren" von Sternen zu vermeiden, usw. ... Bei Planeten reicht "Stacking" von 30 Sekunden Fotos, bei denen der Effekt der Erddrehung noch nicht sichtbar wird.


    Schwierig wird es nur, wenn man beides (oder alles) will, visuell und fotographisch, und in letzterem Fall auch noch Planeten und Deepky. Weil dann sucht man nach der "eierlegenden Wollmilchsau". Das bedeutet unter (1) oben Auge und Kamera zu kombinieren.


    Ich komme von der rein visuellen Ecke. Aus DIESER MEINER Sicht mit dem schwächeren Auge sind die oben erwähnten 80 mm Durchmesser (besseres Tekeobjektiv) natürlich nicht ausreichend. Da würde ich HEUTE (die Tekeskope sind viel billiger geworden) ALS ANFÄNGER eher zum 150/750er Newton tendieren.


    Wenn man dann aber (zunächst vom Auge ausgehend) noch Fotographie will, muß / sollte man wohl zunächst von einer STABILEN Montierung ausgehen, BEVOR man sich für eine Optik entscheidet.


    Liebe Grüsse


    Rudi

  • Hallo Schreddl,


    Danke für den Tipp, werde ich mir einmal anschauen.


    Rudi,

    Danke auch Dir,

    ich stimme Dir, aus Erfahrung, in (fast) allen Punkten zu :-)


    Was ich aber nicht ganz einschätzen kann und wo ich etwas bei der Teleskopwahl hänge, ist Dein letzter Satz.

    Ich würde erst gerne „schauen“ um mich überhaupt mit der Thematik auseinanderzusetzen. Hier mit einer Ausstattung die ggf. Für erste Schnappschüsse genutzt werden kann - ohne gleich das Konto zu sprengen.


    Daher meine oben genannte Wahl zum Einstieg. Das 150/750 hatte ich auch im Blick, aber hier wird alles wieder teurer, größer, schwerer, benötigt mehr Standfestigkeit, bessere Montierung usw. - ohne das es (meiner Ansicht nach) extreme Vorteile zum 130/650 bringt (Licht/Brennweite klar) - Kosten/Nutzen als Einsteiger !!!


    Was vielleicht nicht richtig raus kam, meine Fotoerwartungen sind „Schnappschüsse“ bei überschaubarem Invest.

    Als Vergleich: Ich kann UW Fotografie mit Spiegelreflex und Gehäuse ab 2000 Euro, sowie High End Lichtsystemen betreiben - oder aber mit Edelcompakter 1“ einfacherem Gehäuse unter 500 Euro und die vorhandenen Tauchlampen ins Lichtsystem integrieren.

    Damit erziele ich für mich perfekte Ergebnisse, muss nicht das ganze Gerödel schleppen und habe einen Bruchteil der Urlaubskasse geplündert und sitze nach dem Urlaub nicht Stundenlang an der Entwicklung des perfekten Bildes.


    Ein echter UW Fotograf wird mich belächeln und wird viele Verbesserungen finden :-) Es hängt an der Erwartungshaltung.


    Daher mein geplantes Vorgehen mit dem 130/650 und dem EQ3-2 als Basis, die Möglichkeiten im begrenzten (für mich erst einmal ausreichenden) Rahmen bietet.. und dann Mal schauen, was passiert wenn ich eine Kamera ansetze, ob es mit dem Mond klappt, ob es mit anderen Dingen auch klappt, was bekomme ich raus, was erwarte ich, bin ich bereit dafür weiter Zeit und Geld zu investieren.....


    Es wäre schade ein tolles Stativ/Montierung zu kaufen und dann festzustellen, dass es doch nicht meins ist.... beim Verkauf würde ich sicherlich unnötige Verluste machen.


    Daher bin ich weiterhin für jeden Tipp dankbar!

  • Hi Andreas,


    ich hab zwar schon durch 130er Newtons geschaut und man sieht da durchaus einiges, habe aber keinerlei Erfahrung / Erkenntnisse für fotographisch (zu tragendes Gewicht).


    Ich kann also nur auf die Montidatebank verweisen (fotographisch): https://www.montidatenbank.de/

    Bei den Deepskybrothers findet sich auch noch was: http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm


    Aber vielleicht findet sich ja jemand im Forum, der Erfahrung hat ?


    Hallo, wäre nett !!


    Rudi

  • Hallo Rudi,


    Danke für die Links, gerade den Zweiten finde ich gut für die Kaufentscheidung 👍🏻


    Leider ist das irgendwie alles nicht so wie ich mir das als Einsteiger vorgestellt habe :-) Gerade das Thema Fotografie ist, trotz Vorkenntnisse, etwas (mega) komplexer als angenommen.

    Nach weiteren (gefühlten) 400 Abhandlungen und Videos, bezweifle ich mein Interesse an der Astrofotografie. Ich denke das es ein tolles Hobby ist, aber ich bin eher nicht bereit zum Einstieg gleich entsprechend zu investieren. Ich glaube auch, das mir die Zeit fehlt (Familie und weitere Hobbys wie Tauchen und UW Fotografie). Es ist ja nicht damit getan, das Teleskop in den Garten zu stellen und den Auslöser zu drücken, so das man nach ein wenig Fotobearbeitung tolle Aufnahmen bekommt.


    Fand dieses Video gut:

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    Auch wenn das jetzt eine 180 Grad Kehrtwende ist, werde ich den Fokus doch wohl auf "betrachten" setzen, ggf. noch 1-2 Fotos vom Mond, mehr aber eher nicht - und wenn die nichts werden, dann halt nur "betrachten".


    Somit werde ich natürlich auch den Fokus anders auf die Entscheidungsfindung Teleskop legen:


    - Einfach aufbauen

    - Schnell einsatzbereit (In den Garten stellen und los)

    - Ziel: Mond, Kometen, schauen und lernen :-)


    Denke jetzt eher an ein Dobson (ggf. trotzdem mit 130/650 oder 150/750 bzw. 200/????)

    Macht hier die App Steuerung Push+ (an einem Dobson) für den blutigen Anfänger Sinn?


    Andreas