Reaktion auf einen Beitrag in einem anderen Forum

  • Hallo,


    Zitat (von hier): http://www.astrotreff.de/topic…253029&whichpage=1#862091


    "Der Hans Vehrenberg sagte mir, warum Er immer noch so fürs visuelle beobachten schwärmte [Anm. Voll einverstanden], das ist live, als wärst Du im Film dabei, Fotos sind da wie ein Buch lesen, nur Kino im Kopf"!



    JA, ... ABER "BUCH LESEN" ist falsch eingeordnet: Buch lesen ist LIVE (echtes Leben), Film / Foto ist KINO IM KOPF (virtuelle Welt) !


    Gruβ

  • Guten Morgen.


    Ist nicht alles was man nicht live erlebt Kopfkino?

    Oder versteh ich das jetzt falsch?

    Wenn ich einen Film schaue (was ja noch nicht mal Phantasie erfordert), ein Buch lese, mir Fotos anschaue oder Geschichten höre.

    Bei allem mache ich mir selbst Gedanken darüber und wäre somit Kopfkino.


    Mich wundert, als Anfänger, bei dem Bericht was ganz anderes.

    Das hört sich nach Sport an.

    Wieviel kann ich in kürzester Zeit entdecken und abhaken?

    Liste machen (was will / muss ich heute Nacht alles finden / sehen) und innerhalb von ca 3std ca 11 Objekte finden und zeichnen.

    Wenn ich das mit mir vergleiche, schaff ich in der Zeit aktuell gerade mal Jupiter, Saturn und vllt noch 1-2 Sterne.


    Gruß Schreddl

  • Hi,


    ja, du hast recht, ich will nicht polemisieren! Es ging mir eigentlich auch eher um "direkt" vs "indirekt"; ich finde bei Foto und Film ist das Auge gar nicht im Einsatz und damit auch nicht das Gehirn (es ist ja nicht, wie wenn ich einen Spielfilm drehe und als Regisseur ûber jede Szene nachdenke). Alles wird "von der Maschine" gemacht, inklusive "teilen" auf Twitter oder so. Es fehlt der direkte Zugang zur Faszination des Universums. Es gibt jetzt sogar Teleskope die alles "in einem Aufwasch" machen, z.B. "Stellina": abends stellt man das Teleskop raus, morgens liegt das fertige Langzeitbelichtungsfoto auf der Druckerausgabe. Und nebenher kann man fernsehen, essen, schlafen oder spazierengehen.


    Bei einem Buch ist man aber auch direkt dabei, an dem was der Schreiber erlebt, geschrieben und - ausführlich - reflektiert hat: das Gehirn ist voll im Einsatz, sowohl beim Schreibenden, als auch beim Lesenden. Mir fehlt bei der Astro-Fotografie das direkte Erlebnis des "Wunders des Weltalls"; sozusagen der "offenstehende Mund" und die "Spannung", die einen dazu bringt ein Buch ohne abzusetzen von Anfang bis Ende zu lesen. Das meine ich mit "live" dabeisein. Beim Komputer auf Knöpfe zu drücken und in der Software enthaltene (von jemand anderem programmierte) technische Abläufe für die Bearbeitung von Fotos "nachzuvollziehen", ist für mich dagegen nicht wirklich "denken". ... Aber wie gesagt, ich will nicht streiten: "jedem Tier-chen sein Plaisier-chen".


    Das mit dem "Sport" ist auch richtig. Ich habe das noch nie so gemacht. Ein oder zwei, manchmal drei neue Objekte pro Abend ûber den ganzen Himmel verteilt aufzusuchen, bis man den Himmel per Himmelsgegend und seine / deren Haupt-Objekte kennt. Später kommen dann sogar nur noch einzelne neue Objekte pro Abend hinzu, weil man wohl zunächst Mal das dann ja schon Bekannte anfährt. Man muβ natürlich schon gut vorbereitet sein und mehrere Objekte "in petto" haben, weil es gibt ja "Störungen" durch Wolken, Bäume, Licht, usw.


    Clear Skies

  • Hallo.

    Öhm.....????!!!!

    Dieses Stellina Ding kostet 3999€!!!!

    Das wär mir too much!

    OK... Ne "richtige" Astrofoto Ausrüstung wird bestimmt nicht billiger sein.

    Dafür kann ich damit dann aber bestimmt auch mehr machen. Denk ich mal.


    Die Astrofoto Geschichte reizt natürlich.

    Ich hab da auch schon überlegt mir mal so einen Smartphone Adapter zu kaufen.

    Natürlich preislich in einem anständigen Verhältnis zu meinem jetzigen Teleskop.

    Die Fotos, wenn sie denn was werden, wären halt hauptsächlich zur persönlichen Erinnerung.


    Aber da steh ich voll hinter dir. Das ganze live mit eigenem Augen erleben ist ne ganz andere Erfahrung / Dimension!


    Gruß Schreddl