Zweitbesitzer eines selbstgebauten Zollstock-Dobson

  • Hallo Freunde der Nacht!


    ich habe vor wenigen Tagen meinen 200/1200 Sky-Watcher Dobson verkauft, weil ich endlich ein Teleskop gefunden habe das nahezu

    uneingeschränkt transportabel ist. Die Rede ist von einem sogenannten Zollstock-Dobson.
    Vor über zwei Jahren habe ich in einem Forenbeitrag von genau diesem Dobson Einzelstück erzählt, das ich auf einem einzigen Foto ohne weitere

    Erklärungen gefunden hatte. Die Seite gibt es nicht mehr, aber ich hätte den Konstrukteur damals gerne mal ausgefragt.


    Genau dieser Astro-Freund hat sich Jahre später, genauer gesagt vor einigen Wochen bei mir gemeldet, aufgrund genau dieses Forenbeitrags.

    Das Teleskop stand zum Verkauf, und nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen hatte wurden wir uns einig.

    Gesundheitsbedingt kann Peter, der Konstrukteur, es nicht mehr ohne Schmerzen benutzen, und steigt deshalb auf Großfernglas,

    Parallelogramm und eine bequeme Liege um.


    Mein persönliches "Firstlight" steht noch aus, momentan hängt mal wieder eine geschlossenen Wolkendecke über mir.


    Das Teleskop ist so gebaut dass es zu einer kompakten Kiste mit Griff "geschrumpft" werden kann. In dieser Kiste findet dann auch

    einiges an Zubehör seinen Platz. Nicht ganz zufällig erfüllt die Kiste die Kriterien für Flugzeug-Handgepäck, und war so auch schon auf dem

    Teide und in Namibia. Es ist damit natürlich auch fahrradtauglich!


    Die technischen Daten:


    Bauart: Newton

    Montierung: Dobson

    Spiegeldurchmesser: 200mm

    Brennweite: 1000mm

    Okulare: 9mm und 25mm, 2x-Barlow

    Filter: UHC und OIII

    Sucher: Rigel Quickfinder, kein optischer Sucher.

    Okularauszug: 1,25" (Michael Koch)

    Gleitlager: Teflon gegen "Ebony Star"

    Tubus: 8 gekürzte Zollstöcke

    Sonstiges: Tubussocke, optionaler Laserpointer als Zielhilfe, 3-fach Okularablage, Kontergewichte

    Gesamtgewicht: ca 8kg


    Dem Laserpointer stehe ich eher skeptisch gegenüber. Naja, ich muß ihn ja nicht benutzen.


    Momentan putze ich das gesamte Teleskop (wegen Rauchgeruch). Wenn ich Raucher wäre, würde ich die Dunkeladaptionszeit sicher
    auch für die eine oder andere Zigarette nutzen, und meine Ausrüstung würde mit der Zeit ebenfalls geräuchert werden.;)


    https://c.gmx.net/@327746271974523631/TGMz1_wdS0iRToJTwYruyg

    (Eigene) Bilder werde ich im Laufe der Woche nachreichen.

    Schreibt mir was euch besonders interessiert, dann kann ich detailliert darauf eingehen.


    Klare Sicht

    Detlev


    Nachtrag:

    Nach lüften und Febreeze riecht das Teleskop jetzt nach Blumenwiese. :thumbsup:

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

    Edited once, last by Kaffee ().

  • Hallo Kaffee (Detlev),

    ich bin jetzt Mitglied im Forum.


    Dein Beitrag ist gut gelungen und ich wünsche Dir (hoffentlich bald) viel Freude mit (meinem) Deinem Zollstockdobson,

    Was hast Du gegen den Laserpointer? Ich habe ihn zwar auch nur selten benutzt, aber wenn interessierte Besucher kamen, dann konnte ich ihnen mit einem Knopfdruck zeigen, wohin das Teleskop gerade zielte.


    Clear Skies

    astropfr (Peter)

  • Hallo Peter,


    willkommen im Forum! Jetzt seh ich dich auch mal mit Gitarre!

    Danke für den Hinweis! So eine Anwendung hatte ich nicht im Sinn, ich dachte ich sollte damit das Teleskop ausrichten, quasi als "zweiten" Sucher, parallel zum Rigel Sucher.

    Besuchern mal kurz zeigen zu können wo man überhaupt beobachtet, das hätte was. Danke!


    Klare Sicht

    Detlev

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  • Hallo Peter (und Detlev)


    auch von mir herzlich willkommen.


    Ich war mal auf einem Teleskoptreffen im Elsaβ, da hatte jemand so einen Zollstockdobson. Er hatte ihn auch gebraucht gekauft. (Gab's die auch mal kommerziell ?... wenn dann wohl nur in sehr geringer Stückzahl ?).


    Ich kam gerade vorbei, als er gerade am Fertig-Aufbauen war. Kaum war er fertig, hatte er schon den Helix-Nebel eingestellt, der noch kaum in beobachtungstauglicher Höhe über dem Südosthorizont stand.


    ... Ohne Filter!


    Beeindruckend, sowohl Mensch, als auch Gerät :thumbsup:


    Da scheinen ja die richtigen zusammengefunden zu haben ;) .


    Clear Skies

  • Hallo Rudi,


    bei Hofheim Instruments gibt es, soviel ich weiß, einen 8 Zoll f/4 und einen 12 Zoll f/4 als Zollstockdobsons

    Meiner ist den beiden sehr ähnlich (gibt ja auch nicht sehr viele Möglichkeiten)

  • Hallo zusammen,

    Mich würde mal interessieren wer als erster die Idee mit den Zollstöcken hatte.

    Auf Zellix de gab es auch noch andere Fotos von Zollstock- und Stangen-Dobsons. Ein Foto eines Zollstock-Dobsons war in

    schwarz-weiss, daran erinnere ich mich noch. Ist das das älteste? Es hatte einen einzelnen Aluring als "Hut" und einen "normalen" 1,25" OAZ mit "Zahn und Trieb".

    "Das Zollstock-Dobson von ...", ja von wem denn nur? Mein Namensgedächtnis...:/


    Mechanisch ergibt sich die dreieckige Verspannung mehr oder weniger automatisch, man könnte vielleicht probieren ob es wirklich 8 braucht oder ob es nicht auch mit 6 geht.

    Günter hier aus dem Forum brachte mal größere Zollstöcke ("Nivellierzollstöcke"/"Geometer-Maßstäbe") ins Spiel, etwa doppelt so lang und doppelt so dick.
    Bei rund 50 Euro pro Stück darf man die Säge aber erst in die Hand nehmen nachdem man eine kurze Ansprache in der Werkstatt gehalten hat;)


    Bilder mach ich heute Abend. Die Kamera streikt. Dann eben mit dem Smartphone...


    Klare Sicht euch allen

    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    einen Zollstockdobson habe ich zu ersten Mal bei Michael Koch gesehen als ich im Web nach Ideen für einen Reisedobson

    suchte. Später erfuhr ich, dass Hofheim Instruments so ein Gerät verkauft, da hatte ich meinen schon fast fertig.

    Außerdem war er mir zu teuer und ich hatte ja die Optik schon von meinem Galaxy D8.

    Das achteckige Design wählte ich wegen der rechtwinkligen Konstruktion, außerdem steht eine viereckige Kiste besser als eine sechseckige.


    Übrigens ist in Scheuring sternklarer Himme.......


    Peter

  • Hallo Peter,

    dann trommel mal in deinem Verein und schaut alle in den Himmel, mit Abstand natürlich.


    Klare Sicht

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  • Hallo zusammen,


    die neuen Bilder sind hochgeladen


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    Klare Sicht euch allen

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  • Hallo zusammen,

    "zwischen den Jahren" hab ich mal ein bischen aufgeräumt, und hatte plötzlich die Blechdose mit dem 200/1200er Hauptspiegel in der Hand, dahinter lagen jede Menge Zollstöcke. Ich hatte das gar nicht mehr "auf dem Schirm". In meinem Kopf war 200/1200 als "verkauft an David" markiert. Aber stimmt ja, es gab auch diesen Spiegel und die Zollstöcke. Jetzt wo ich hier schreibe lese ich es in meinem Footer ^^


    Jetzt fuchst es mich natürlich zu probieren wie das neue Teleskop mit 1200mm klarkommt. Mit ein paar Stücken Dachlatte und Schraubzwingen sollte sich die exakte benötigte Länge schnell experimentell ermitteln lassen. Der Daumenwert ist "alte Länge + 200mm", ähnliches gilt für den Abstand der Bohrlöcher. Aber lieber dreimal nachmessen als acht Zollstöcke falsch zusägen und bohren. Gerade bei den Bohrlöchern geht es ja darum, die wenigen cm Arbeitsbereich des Fokussierers gut zu treffen. Alles was ich zur Ermittlung der Länge brauche ist eine halbe Stunde Vorbereitung und eine halbe Stunde klare Sicht auf einen Stern am Nachthimmel.


    Mal überschagen...


    Zollstock-Dobson ...check

    Spiegel 8"F6 ...check

    Neue Zollstöcke ...check

    Klebepads ...check

    Dachlatten ...check

    Schraubzwingen ...check

    Säge ...check

    Bohrer ...checkBohrmaschine ...check
    Nachthimmel ...check

    Sterne ...check

    Zeit heute Abend ...check

    klare Sicht ...nein :(


    Die wichtigste "Zutat" fehlt mal wieder. Wir warten auf das Christkind besseres Wetter!


    Klare Sicht euch allen


    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    erst mal ein gesundes glückliches Neues Jahr 2021!

    Als ich meinen Zollstockdobson von 1200 auf 1000 mm umgebaut habe, da kürzte ich die Zollstöcke einfach um 200 mm.

    Die Millimeter-Beschriftung war dabei eine große Hilfe....

    Wenn Du leichte Okulare verwendest, dann ist gerade genug Stabilität vorhanden, dass der Hut sich nicht verdreht,

    Ich hatte ja meinen Zollstockdobson von f/6 auf f/5 umgebaut, nachdem ich mir bessere (leider auch schwerere) Okulare zugelegt hatte und der Hut sich dann verdrehte.

    Vielleicht kannst Du mit zusätzlichen Verstrebungen so etwas verhindern. Leider verliert man dabei aber etwas von der Einfachheit des Zollstockdobson. Lass mal was hören, wenn Du soweit bist.


    Hoffentlich macht endlich mal jemand den Nachthimmel sauber, das hält ja kein Schwein aus!


    Gruß und hoffentlich bald mal Clear Skies


    Peter

  • Hallo Peter,

    Ich überlege wie ich das "verbiegen" erkennen kann. Vielleicht mit Markierungen an Hut und Boden und dann deren Abstand zueinander messen?
    Ein Concenter würde zeigen ob der OAZ und FS jederzeit gut ausgerichtet sind, aber wenn ein fettes Okular drinsteckt passt kein Concenter mehr rein...
    Ich hab noch Taucherblei hier, vielleicht mit Concenter und entsprechendem "Ballast"?

    Die Zollstöcke die ich mir gekauft habe sind echt gut, mit Metallscharnieren. Ich setze einige Hoffnungen in sie.

    Ich überlege ob nicht schon eine feste Schnur (Drachenschnur, Anglerschnur,...), wie ein Korkenzieher um den "Tubus" gelegt helfen könnte.

    Oder kleine Löcher/Kerben in den Zollstöcken, die mit Draht oder Schnur auf Abstand fixiert werden. Die könnten dann "auf Zug" diagonal verstreben ohne groß "aufzutragen".
    Je eine diagonale Verstrebung auf jeder der vier Seiten, so dass einem verdrehen des OAZ entgegen gewirkt wird.
    Die Konstruktion ist ja auf allen Seiten gleich. Vielleicht kann ich einfach je eine von 4 gleich großen Schlaufen aus Schnur in die Zollstockscharniere einhängen.
    Meine erste Idee war, sie mit an die Befestigungszapfen der Zollstöcke zu setzen, aber am Hut sind die so nah zusammen, die Schnur oder der Draht wäre annähernd parallel zu einem der beiden Zollstöcke und damit sinnlos. Ein Ende könnte dort vielleicht befestigt werden, aber das andere Ende müsste den anderen Zollstock (ich glaube) am besten mittig treffen.

    Ein "Ring" auf halber Höhe des Tubus könnte gegen "Bauchbildung" helfen, gegen verdrehen würde das aber nichts bringen.


    Es ist 9 Uhr Morgens und ich sehe seit langer Zeit mal wieder blauen Himmel, zumindest ein Stückchen. Juhuuu!


    Viele Grüße

    Detlev


    Nachtrag: ganz vergessen: Auch dir ein frohes Neues Jahr 2021 mit ganz viel Gesundheit!

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  • Hallo zusammen,

    gestern gab es ein paar Wolkenlücken. Nicht genug zum beobachten, aber um mal auf einen Stern zu fokussieren.
    Damit gelang es mir, die Länge der Zollstöcke für F6 zu bestimmen. Momentan sind sie noch 1,5cm zu lang, der Fokussierer steht 2,7cm raus.
    Ich muß abe rnochmal prüfen wie die Spiegelzelle justiert ist. Wenn da der Spiegel sehr hoch steht, dann wird erst mal nicht gekürzt.

    Leider gab es einen Unfall. Das vor 2 Wochen neu gekauften Spiegelklebepads hielten ihr Versprechen nicht und ließen den F6 Spiegel gemeinschaftlich los als

    der gerade hochkant in der Zelle stand während ich die Gegengewichte unter der Zelle montieren wollte.

    Er polterte in den horizontal drehbaren Teil der Rockerbox und kam mit der Spielseite nach unten auf einer herausstehenden Schraube zum Stillstand.

    Ein etwa 1,5 x 1,5mm großes Stück Glas ist weggeplatzt! So eine verda***e Sch***e!


    Die Pads taugen nur als Reperaturset für vertrocknete PostIt-Zettel. Es sind auch nicht die Styrodur-Kissen die ich kenne, sondern etwas viel dünneres und weicheres.

    Es ist passiert, da kann ich hundertmal fluchen. Ich werde das Loch in der Verspiegelung mit einem kleinen Tropfen schwarzer Farbe verdecken um kein Streulicht zu erzeugen.
    Das Höhenlager selbst funktionierte erstaunlich gut, mit den beiliegenden zwei Metallscheiben als gegengewicht bis etwa 30° blieb der Hut dort wo ich ihn hinschob.

    Die Verwindung des "Tubus", das muß ich noch prüfen, aber da hab ich ja noch ein paar Ideen falls es Probleme gibt.

    Ich überlege, ob ich die Spiegel nicht anders befestigen kann. "Dual Lock" Klettpunkte? Einschlagmuttern in Silikon?

    Aufgeklebte Unterlegscheiben, die auf Powermagneten haften? Halteklammern?


    Klare Sicht


    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    ich hatte sowas mal an einem Okular, was mir runtergefallen war.


    Ja, ... "verda***e Sch***e".


    Ist der Abpatzer mehr in der Mitte oder mehr am Rand ?

    Wenn er in der Mitte ist, ist es egal, wegen dem Fangspiegel, der die Mitte sowieso abdeckt.

    Wenn er am Rand ist es auch komplett egal, wenn Du ihn schwärzt.


    Wenn er in der Fläche ist (z.B. bei 70% Durchmesser Radius), siehst Du es (bei 1.5 x 1.5 mm) auch nicht beim Beobachten. Ist also ein Schönheitsfehler, mehr nicht. Ungefähr so, wie ein "Leberfleck / Schönheitsfleck" bei eienm lieben Menschen, was diesen nur noch schöner macht ;).


    Mach Dir nichts draus.


    Ich habe gestern abend auf der Schmidtplatte meines neuen C6 Tau gehabt. Da habe ich ein sauberes, weiches Tuch geholt und versucht wegzuputzen. Ging aber nicht weg ! ... Da habe ich dann stärkeren Druck ausgeübt.


    Ob das wohl so gut war ? Es war nämlich Eis !


    So gehts halt bei unserem Hobby. Das sind Gebrauchsinstrumente, wie ein Auto auch. Die Leute, die immer einen fürchterlichen Aufstand machen, wenn das "heiligs Blechle" eine Kratzer im Lack hat, habe ich nie verstanden. Dann sollen sie das Auto doch in der Garage stehen lassen, und zu Fuβ gehen :P. (... Und dann sch...t auch noch eine Spinne auf den Lack, und wenn man das nicht sofort entfernt, "brennt" sich das ein).


    Alles Gute

  • Hallo Detlev,


    Dein Pech ist wirklich zum K*tzen. Aber tröste Dich, Rudi hat recht, ein so kleiner Spiegelschaden macht sich so gut wie gar nicht bemerkbar. Hast Du eigentlich den Zollstockdobson mit dem f/5 Spiegel schon mal ausprobiert?. Dass das Teleskop ganz gut im Gleichgewicht ist mit den Metallscheiben freut mich. Vielleicht findest Du noch eine praktikable Lösung gegen das Verdrehen.


    Peter

  • Hallo Rudi,


    die Schraubenspitze gehört zu einer der Schrauben die die Gleitpads für die horizontale Lagerung halten. Das Loch ist so bei 2/3 Radius.
    Verkauft krieg ich den Spiegel nicht mehr, aber benutzen kann man ihn, davon bin ich überzeugt.


    Mittlerweile frage ich mich was schlimmer gewesen wäre - flächig aufsetzen mit vielen Kratzern oder punktförmig aufsetzen mit einen einzigen "Einschlag".

    So verrückt es klingt, ich glaube ich habe Glück im Unglück gehabt.


    Mittlerweile hat sich ein weiteres kleines Problem ergeben. Die neuen Zollstöcke sind zusammengefaltet einige mm länger als die alten.

    Sie passen nicht in die Ablage! Die Ablage ist so lang wie es die Rockerbox zulässt. Nach den Scharnieren kommt an jedem Ende

    der Zollstöcke noch etwas Holz. Bandschleifer, Dekupiersäge oder Fräser mit Kopierhülse...? Mal sehen was sich so ergibt.
    Beidseitig auf dem zusammengefalteten Zollstock anzeichnen und dann ran mit dem langsam laufenden Bandschleifer - Das ist mein Favorit.


    Leider habe ich momenten etwas "Ping" (Schmerzen) im Schulterbereich. Ich möchte so viel machen aber sitz rum wie ein alter Mann;)

    Schon das zurechtsägen der 8 Zollstöcke hab ich am nächsten Tag unangenehm gemerkt.


    Naja, der Himmel ist eh wieder zu, es eilt also nicht.


    Klare Sicht

    Detlev

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  • Hallo Peter,


    "Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu!", hat mal ein Fußballer im Interview gesagt.:thumbsup:

    Ja, das Teleskop ist wirklich sehr gut ausbalanciert. Hut ab vor dem konstrukteur!
    Mit dem F5 Spiegel konnte ich den Fokus auf etwa 1cm vor dem unteren Ende des OAZ-Arbeitsbereiches bestimmen, und da soll auch der Fokus mit F6 hin.
    Zu mehr hat es bisher nicht gereicht. 6 Wochen ohne einen einzigen Stern, so sah es in der Vergangenheit aus. Pünktlich zum Verkauf meines Teleskops
    sah es ganz gut aus, aber als David dann abends kam zog schon wieder Nebel auf. Einen wolkigen Mond haben wir dann gerade noch so gesehen.


    Mit den zwei Spiegeln ergibt sich die Gelegenheit mit ganz wenig Material mal auszuprobieren welcher Spiegel in der Praxis besser funktioniert,

    sowohl mechanisch als auch optisch. Wenn der Spiegel nicht gerade über die Straße kullert ist ein Umbau gerade durch die offene Bauweise
    sehr leicht möglich. Allerdings zeigt sich das Teleskop nach dem Umbau auf F6 mit der für F5 ausgelegten Lichtschutzsocke...ich sag mal "bauchfrei"^^


    Klare Sicht

    Detlev

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  • Hallo Detlev,


    wegen der Schulter. Ich hab mir vor ein paar Jahren im Aostatal beim Bergwandern die Schulter gebrochen. Die its zwar wieder vollkommen ok, zwickt aber auch ab und zu. Ich habe da sowas (nachdem ich auch Voltaren und so Zeug ausprobiert habe): https://www.amazon.de/Schulter…85269031&s=apparel&sr=1-2. Ich ziehe das nachts unter dem Schlafanzug an. ... Zwei Nächte und gut iss !


    Mach's gut !

  • Firstlight!

    Ja, so schnell kann es gehen, keine 3 Monate nach dem Kauf;-)

    Bei etwa -10°C auf den Eispanzer der Terasse. Gaaanz vorsichtig....Aber bei der Witterung radel ich nicht zu unserem Beobachtungsplatz, bei aller Begeisterung. Eine weise Entscheidung wie sich bald zeigte.


    Angefangen hatte ich mit meinem 8"F6 spiegel, weil ich die Länge der Zollstöcke prüfen wollte. Ergebnis: Auch ganz reingedreht kam ich mit keinem Okular in den Fokus. Die Zollstöcke sind also etwas zu lang. 1cm, vielleicht etwas mehr. Kürzer geht immer. Daneben fiel mir auf dass der Hut unter 45° absackte. Vielleicht ist "Ebony Star" bei der Kälte noch etwas rutschiger?


    Also "Umbau" auf 8"F5. Momentan sind die Spiegel mit "Dual Lock" Klettpads von 3M befestigt, der Umbau ging daher wie bei der Formel 1. Die grobe Ausrichtung des Spiegels auf den Fangspiegel geschieht werkzeuglos über Handschrauben, war Ruckzuck erledigt. Nach einer erneuten Auskühlphase bin ich wieder raus und habe verschiedene Sterne angepeilt. Immer das gleiche Bild, die Sterne waren irgendwie unscharf, ausgefranst. Ich habe alle Okulare durchprobiert, es änderte sich nichts. Was ist denn hier los? Fangspiegel beschlagen...? Nö, sieht gut aus, Hauptspiegel auch. Vor einigen Tagen gab es Lücken zwischen den Wolken. Auch hier das gleiche Bild: Ausgefranste Sterne. Ich kenne dieses Bild aus den Anfängen meines 6" F5 Dobsons. Verspannte Spiegel waren dort die Ursache.


    Der Haupspiegel hängt auf den drei Klettpunkten und ist sonst rundherum frei. Wenn das nicht für seine Entspannung reicht weiß ich auch nicht weiter.
    Aber der Fangspiegel ist rundherum, wenn nicht sogar flächig mit braunem, hartem Kleber an die scharze Aluhalterung geklebt. War das mal weicher und ist inzwischen gealtert, so dass es jetzt bei frostigen Temperaturen den Fangspiegel in die Zange nimmt? Die komplette Fangspiegelhalterung ist so wie ich Peter verstanden habe von einem fertig gekauften Teleskop übernommen. Der ursprüngliche Zweck von Peters Baukunst war ja spechteln in Namibia. Da wird es ganz selten so kalt wie bei uns im Winter. Kann also gut sein dass ich auf dieses Problem stoße während Peter durch dieses Teleskop wunderbare Sterne gesehen hat.


    Wenn es 2K-Kleber ist...2K-Kleber mag keine Wärme. Also eine Runde im Backofen, bei 150°C? Aber was passiert dann mit der Verspiegelung? Lieber mit der heißluftpistole dran und den eigentlichen Spiegel gut schützen? Oder dremeln soweit es geht und dann absägen? Und dabei immer schön aufpassen dass der Spiegel nicht runterfällt, aber nicht auf die Fläche packen... vielleicht beim Sägen eine Wäschewanne voller Wasser drunterstellen, dann fällt der Spiegel weich...


    Dieses ergebnisreiche Firstlight wurde gekrönt von meiner Planisphäre. Sie lag auf den Tisch, rutschte über den Rand, fiel senkrecht runter,
    landete auf der Kante und ein handgroßer Bereich zerbröselte sofort. Offenbar weil das Material mit der Kälte gar nicht gut zurecht kam.


    Bevor noch mehr Schaden entstehen konnte hab ich zusammengepackt und bin rein.

    Klare Sicht euch allen

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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