Guten Tag aus dem "Blauen Ländchen"

  • Moin Rudi,


    Asche über mein Haupt, ich dachte Du hättest die Karten komplett via einer GUI "gezeichnet" :)

    Mithilfe von Python hatte ich vor so ca. 20 Jahren mal Audio CDs zu Flac files verarbeitet, ansonsten nie damit zu tun gehabt. Damals war Speicher noch teuer, aber ich wollte keine kompressions behafteten MP3s nutzen. Heute bin ich nicht mehr so dogmatisch. Da wird einem wieder mal klar, wie die Zeit rennt.


    Einen guten Wochenstart


    Jörn

  • Quote

    "Einen guten Wochenstart"

    Dir auch !


    Ich verstehe von python nur das Allernötigste. Aber fchart

    https://www.astro.rug.nl/~brentjen/fchart.html

    http://www.pedaldrivenprogramm…r-astronomy-using-fchart/

    https://github.com/sjmeunier/astro-finder-chart

    ist meiner Meinung nach immer noch (nach so vielen Jahren) das einzige existierende Programm, mit dem man sich seine eigenen Aufsuch-Karten herstellen kann !


    ----


    Mit dem "Zeit rennt (davon)" hast Du auch Recht ! Aber ich renne wenigsten nicht mehr dagegen an ;) !


    Viel Spaβ weiterhin mit Deinem Teleskop !

  • Hi Sternenfreunde,


    bei mir ging es nun etwas anders weiter als es eigentlich geplant war.

    Aufgrund der Lieferengpässe der Celestron Teleskope, habe ich mir ein gebrauchtes 8 Zoll F/6 Dobson zugelegt und das C8 Edge bei Hr. Kloss abbestellt.

    Es ist zu erwähnen, dass die Rückabwicklung des Kaufes prima klappte.


    Die leztzten Tage war der Himmel leider zugezogen, aber direkt nach dem Kauf hatten wir ein paar klare Nächte. Da ich bisher mit dem kleinen Refraktor und Fernglas beobachtete, war ich sehr gespannt auf das Dobson. Es war ordentlich kollimiert und so stand dem ersten Einsatz nichts im Wege. Das grosse Sucherfernrohr hatte ich gegen einen LED Rotpunktsucher getauscht.


    Es ging direkt los mit dem Paradeobjekt Orionnebel. Als Okular war ein 31mm Hyperion im Einsatz, welch ein schöner Anblick! Nach einiger Zeit holte ich noch die Plejaden und später die Hyaden ins Blickfeld. Dann wurde wieder zum Orionnebel geschwenkt und ein OIII Filter ans Okular geschraubt. Da fiel mir die Kinnlade herunter, ein wahnsinnig schöner Anblick! Meine Frau und ich waren absolut begeistert, dieser Anblick bleibt unvergessen.


    Leider war der Mond bisher noch nicht zu beobachten, da freue ich mich drauf wie ein Kleines Kind.


    Beim stöbern in einem anderen Forum, stiess ich auf einen Thread bei dem es um Plate Solving mit einer Handyapp ging. Da ich ja nun kein GOTO System erworben hatte, hörte sich das sehr spannend für mich an. Kurzerhand bestellte ich also ein kleines Celstron Teleskop mit dem "Starsense" Feature. Das Teleskop schenkte ich meinem Vater, die Handyhalterung fand nun auf dem Dobson ihren Platz. Das System funktioniert einwandfrei.


    Was meine EAA Ambitionen angeht, da werde ich erstmal noch abwarten und ein bisschen mehr Know-How sammmeln, erstmal geniessen wir das Dobson.


    Klare Nächte


    Jörn

  • Hallo Jörn,


    meinen Glückwunsch zum gelungenen "First Light"!


    Ein 8" stößt die Tür zu Deepsky weit auf, und erfordert trotzdem keine Herkuleskräfte beim Aufbau.

    Mein 8" F6 habe ich an David Kuhn verkauft, aber als "Reiseversion" habe ich noch eins hier.

    Wir heißen dich also willkommen in der großen Familie der 8"-Spechtler :thumbsup:


    Ein Tipp zum Mond: Weniger ist mehr! Bei schmaler Sichel werfen die angeleuchteten Krater wunderbare schwarze Schatten.

    Das lässt die Oberfläche sehr pastisch erscheinen.

    Bei Vollmond dagegen leuchtet die Sonne in die Krater rein, und du sieht nur noch "graue Pfannkuchen".
    Zusätzlich ist der Vollmond hell, und deine Iris im Auge macht zu. Dadurch siehst du vielleicht weniger Details.


    Klare Sicht

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Hi Detlev,


    mit dem Refraktor hatte ich am Mond schon eine interessante Erfahrung gemacht, bei etwa 3/4 Mond. Während der Beobachtung passierte eine Tiefenumkehr (https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefenumkehr). Plötzlich sahen die Krater wie Blasen aus. Erst dachte ich, dass ich 'nen Schaden habe. Nun habe ich das Buch "Illusionen des Sehens: Eine Reise in die Welt der visuellen Wahrnehmung" von Thomas Ditzinger besorgt, klasse Buch.


    Grüsse Jörn

  • Ja, die eigenen Augen sind nicht die zuverlässigsten Zeugen...


    Unser Hirn biegt sich diese "Sensor-Informationen" so zurecht dass für uns alles "stimmig" wirkt.

    Schau mal mit einem Auge durch eine Pappröhre, während du mit dem anderen Auge auf die geöffnete Hand vor deinem Auge schaust.

    Du siehst die Öffnung der Pappröhre und daneben die Hand. Jetzt schwenke mit dem Papprohr in Richtung Hand.


    Tadaaa! Du siehst deine Hand mit einem Loch darin, so als wäre das ganz normal!


    Das funktioniert immer wieder, egal wie oft du das machst.


    Noch dazu bemerken wir meistens nicht wenn wir blinzeln. Aber in diesen Momenten ist das Auge komlett zu, das fehlende Licht

    sollte uns doch auffallen, oder? 5-10% unserer Wachzeit laufen oder fahren wir mit geschlossenen Augen durch die Welt und

    merken es selber gar nicht!


    Das zum Thema "Ich glaube nur was ich mit eigenen Augen sehe"...


    Ich wünsch dir viel Spass mit den Teleskopen und auch mit dem Buch


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • War das eins mit rot-schwarzen Einband?

    Ich hatte eins von meinem älteren Bruder "geerbt", weiß aber nicht mehr ob es ein Schneider-Buch war.
    Vorne drauf war glaube ich ein Junge im Profil mit Spitzhut, der beschörend die Hand hob.

    Aus heutiger Sicht merkt man den Zeitgeist. Die Tricks gingen wie selbstverständlich davon aus dass
    jemand in der Familie so viel Zigarre raucht, dass man an einen Vorrat mit Zigarrenasche kommt.

    Aus Brennspiritus und anderen Zutaten einen Feuerzauber zu basteln, das war kein Problem.


    Aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Aber wir hatten trotzdem unseren Spass ;-)

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


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