Moin zusammen!

  • Moin zusammen,


    ich heiße Christof und wollte mich als neues Mitglied hier kurz vorstellen.

    Nachdem es mich vor wenigen Jahre aus 'romantischen' Gründen aus einer rheinischen Großstadt an den nordwestlichen Rand der Norddeutschen Tiefebene verschlagen hat, erwachte mein Interesse für Astronomie wieder, als ich nachts problemlos die Milchstraße erkennen konnte und zum ersten mal mit dem Feldstecher durchs Klofenster die Andromeda-Galaxie erblickte.

    Vorher in der Großstadt hatte ich mit dem Lidl-Refraktor Mond und Planeten betrachtet. Das hatte mir auch gereicht - vielmehr wäre eh' nicht gegangen. Jedenfalls fand ich das schon sehr eindrucksvoll.

    Während dieser Zeit erwarb ich auch einen kleinen Japanischen Refraktor der Marke 'Panorama' (60/900) - da dämmerte mir, dass man mit japanischem Altglas viel Spaß haben kann! Entsprechend musste ich einfach 'zuschlagen', als diesen Sommer im Netz ein Vixen NP 80 L zum fairen Preis direkt in meiner Nähe angeboten wurde. Kurze Zeit später fand ich ebenfalls im Netz und 'um die Ecke' einen katadioprischen Newton von Bresser (BlueLine 153/1300 bzw. Towa, vermutl. 80er- o. 90er-Jahre) zum sehr fairen Preis. Klar: Als Ur-Vater der 'short tube newtons' sind die Geräte verschrien. Doch ich hatte mich im Netz informiert - u. a, auch hier - und erwarb auch dieses Teleskop.

    Ich weiß garnicht so recht, was mich an der Amateur-Astronomie mehr interessiert - die Sterne oder die Geräte. Vielleicht kriege ich das ja mit Eurer hilfe raus - ich freu mich!


    schönen Gruß


    C. bzw. lentibus

  • Hallo Christof,


    auch von mir herzlich willkommen und viel Spaβ bei uns.


    Sich für die Telekop-Technik zu interessieren, erlaubt einem seinem Hpbby auch dann zu frönen, wenn der Himmel grau ist.

    Was hälst Du denn von Deinem Katadiopter? Wenn Du Lust hast, kannst Du vielleicht ja mal was dazu schreiben ?

    Das Design des Gerätes interessiert mich (und ich denke alle hier).


    Der Einbau des Jones-Bird-Korrektors ist ja an sich eine sehr interessante Gestaltung, weil es den Newton "kurz" hält (und den Preis, wegen des Kugelspiegels, niedrig).

    Hier mal zwei Links zum Design (beim zweiten Link ganz nach unten scrollen):

    https://sites.google.com/a/ase…-s-site/scopes/jones-bird

    https://www.telescope-optics.n…ture_corrector.htm#bottom


    Aber der Korrektur muβ halt genau auf die Brennweite gerechnet sein. Und da haben die Hersteller anscheinend gesündigt, und einen und denselben Korrektor für verschiedene Brennweiten eingesetzt. Deshalb wird das Gerät so oft "verrissen". Aber ich habe so dunkel in Erinnerung, daβ er tatsächlich ursprünglich für eine "längere" Brennweite, wie Deine, gerechnet wurde (finde den Link zu einem "cloudynights"-Artikel diesbezüglich jetzt gerade nicht wieder).


    Alles Gute

  • Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank für die freundliche Begrüßung!

    Was ich von dem Katadiopter halte? Nun, soviel Beobachtungserfahrung hab ich noch nicht, aber bereits beim ersten Blick in Nachbars Pappeln fiel mir auf, dass da was nicht stimmte. Ich hab das Ding dann erstmal grob justiert. Danach hatte ich ein deutlich klareres Bild von Nachbars Pappel - und zwar durch die geschlossene Terassentür. Ich denke nicht, dass das 'ne Gurke ist - alles ist sehr massiv gefertig - kein Plastik! Ich werd das Ding nun erstmal soweit nötig reinigen und nochmal richtig justieren. Da ich zu dem Gerät selber noch fragen habe, werd ich hier sicherlich noch 'nen thread starten.


    schönen Gruß


    Christof

  • Hallo Christof,

    auch von mir ein herzliches Willkommen!

    Da hast du ja eine schöne Sammlung zusammengetragen. Was mit Kat-Newtons geht, das muß man glaube ich einfach ausprobieren. Bei keinem Teleskoptyp gibt es so gegensätzliche Meinungen. Jedes Teleskop ist ein Einzelstück, die Erfahrungen der anderen Besitzer helfen nur bis zu einem gewissen Grad. Aber da du noch andere Teleskope hast, muß das Ding ja nicht sofort einsatzberit sein.

    Ich kenne Leute die bastelten mehrere Jahre an einem Gogomobil und gaben trotzdem nicht auf:thumbup:

    Beim reinigen habe ich sehr gute Erfahrungen mit Druckluft aus der Dose gemacht. Wenn der ganze lose Dreck weg ist, sieht es oft gar nicht mehr so schlimm aus. Leider ist ganz selten wirklich nur Luft in der Dose, also draußen an der frischen Luft anwenden. Vergisss nicht zu markieren was wie rum reinkommt. Ich sprech da aus Erfahrung...;)


    Klare Sicht und eine gute Justage wünscht

    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/

  • Moin Detlev,


    erstmal vielen Dank für das freundliche 'Hallo'.

    Tatsächlich beschäftigt mich der Kat-Newton mehr, als er sollte - aber es macht ja Spaß! Immerhin hat mir das Ding nach der ersten Grob-Justage mein erstes richtiges Deep-Sky-Erlebnis ermöglicht, als ich beim herumstochern im All plötzlich den Running-Man-Nebel (NGC 1977) im Okular hatte. Mir schien die Abbildung mehr als brauchbar und bin mir sicher,dass da noch mehr geht. Generell denke ich, dass man bei den Kat-Newtons unterscheiden sollte, wann und wo sie produziert wurden. Außerdem kursieren im Netz viele fehlerhafte Infos zu den Geräten: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei meinem Teil (Towa 153/1300) nicht (!) um ein Jones-Bird-Layout handeln kann, wie man es so oft liest. Es muss irgendwas anderes sein - aber das wäre ein anderer thread...


    schönen Gruß


    Christof

  • Hallo Christof und Detlev,


    ich habe noch mal nach dem Cloudynights-Link wegen dem Bird-Jones-Korrektor gesucht, aber nicht gefunden. (Du hast sehr wahrscheinlich Recht mit dem Jones-Bird-Design. Der Name wurde wohl für den Korrekor im OAZ übernommen, ursprünglich war der aber wohl zwischen Haupt- und Fangspiegel angesiedelt).


    Dafür habe ich einen anderen Thread gefunden. Ist es das Teleskop hier, der Danubia CT-70 ? https://www.cloudynights.com/t…-danubia-ret-70-pictures/


    Nach dem Beitrag eines Japaners in dem Thread könnte der Hersteller Yamamoto sein, eine alteingesessene, kleine aber feine japanische Optik-Firma.


    Ich habe auch noch einen Katalog gefunden, wo das Gerät drin ist (wenn es denn Deines ist); ... allerdings auf japanisch <X! http://yumarin7.sakura.ne.jp/retrokan/Towa1995.pdf


    Ich suche - wenn ich grad Zeit und Lust habe - noch weiter nach dem Jones-Bird Thread, den ich in Erinnerung habe.


    Mach's gut !

  • Hallo Rudi,


    der Danubia CT-70 entspricht meiner Meinung nach dem CT-70 in dem von Dir verlinkten Towa-Katalog von 1995 (S. 14). Auf der selben Seite findet man den CT-75. Wenn ich das richtig sehe, unterscheiden sich beide nur in der Montage und dem Stativ - der Tubus ist gleich (153/1300). Das CT-75 weist die stabilere Montierung auf und kostete demnach 15.000 Yen mehr. In dieser Form entspricht es meinem Bresser BlueLine.


    Zu Jones-Bird: Meintest du diesen link?

    https://sites.google.com/a/ase…-s-site/scopes/jones-bird


    bzw.


    https://docs.google.com/a/asem…neDoyNjhjOTQyMDVjYWNjYWEx


    Vielen Dank & schönen Gruß


    Christof

  • Hi Christof,


    nee das war der Link nicht.


    Hast Du übrigens den hier gesehen: https://stargazerslounge.com/t…estron-powerseeker-127eq/


    Da hast sich einer eine Waaahnsinn-Arbeit gemacht, eine ähnliches, aber billiges, Gerät zu perfektionnieren.

    Seite 1 unten ist eine Nahaufnahme des / eines (wohl ähnlichen) Korrektors (achromatischer 2-Linser, wie eine Barlow, aber eine Linse sehr dick) und

    Seite 3 gibt's Hinweise zur - wohl nicht so einfachen - Kollimierung.


    So ein exotisches Gerät an's "Perfekt-Laufen" zu kriegen, würde mir auch Spaβ machen.

    Aber villeicht ist Deines ja schon perfekt ! Wenn man im Netz so liest, waren die alten Geräte diesen Typs wirklich gut.


    Viel Spaβ

  • Hi Rudi,


    den Beitrag auf 'stargazerslounge' hatte ich auch schon gesehen - vielen Dank! Das ist ja quasi ein Neubau aus Gebrauchtteilen, wobei das neue Gerät dann 'zufällig' dem alten ähnelt ;-)

    Ich werde in Kürze hier einen neuen thread erstellen, in dem es um die Frage geht, ob das Gerät überhaupt ein Jones-Bird Katadiopter sein kann. Hoffentlich kann mir da jemand weiterhelfen!


    schönen Gruß


    Christof

  • Hallo zusammen,

    Hast Du übrigens den hier gesehen: https://stargazerslounge.com/t…estron-powerseeker-127eq/


    Da hast sich einer eine Waaahnsinn-Arbeit gemacht, eine ähnliches, aber billiges, Gerät zu perfektionnieren.

    und ich glaubte bis jetzt, ich hätte einen "an der Waffel", wenn ich ein Teleskop bis an die Schrottgrenze zerlege um es zu reparieren. 8o


    Beruflich muß ich oft planen ohne alles zu wissen. Mein Lieblingsspruch dazu: "Wenn du Gott zum lachen bringen willst, mach einen Plan..."

    Eine der Erkenntnisse daraus ist, sich vorher zu fragen was man mit gewonnenen Erkenntnissen macht und ob der Aufwand dafür das Ergebnis rechtfertigt.
    Ein Beispiel: Es ist mir schon zweimal so ergangen dass der Himmel so lange bewölkt war dass ich nicht prüfen konnte ob der Fangspigel vespannt montiert ist.
    Um schneller zum Gesamtziel zu kommen habe ich nach Indizien entschieden: Vollflächig verklebt und das Gesamtbild am Stern nicht gut. Der FS wurde entfernt,

    die Klebefläche gereinigt und mit 3 Klecksen Silikon neu befestigt. Das dauerte mit allem drum und dran 2 Stunden, aushärten nicht mitgerechnet.

    Das Gesamtergebnis gab mir Recht, das Bild wurde besser. Eine eingehende Untersuchung welche optische Komponente das Bild stört hätte deutlich länger gedauert:

    Teleskop aufbauen, Bild einer Gruppe von Sternen dokumentieren (3x Foto: kurz vor, im und kurz nach dem Fokus), Teleskop einpacken, rein ins Haus, Teleskop zerlegen,

    HS ein wenig drehen, Teleskop zusammenbauen, wieder raus, abkühlen lassen, nochmal 3 Fotos, Teleskop abbauen, Bilder interpretieren, ggf. nachtesten.

    Da ist schnell mal ein ganzer Abend weg. Manchmal lohnt es sich also gar nicht ein Problem exakt zu identifizieren, wenn der Aufwand es zu lösen vergleichsweise gering ist.

    Danach habe ich noch den Hauptspiegel lockerer befestigt, was auch kein großer Aufwand war. Ich hatte beim ersten Test danach das Gefühl, ein neues Teleskop vor mir zu haben!


    Ohne den Korrektor hast du ein F3...F4 Newton mit Kugelspiegel. Die übliche Justierung des Haupsspiegels mit drei Schrauben sollte auch so möglich sein. Danach dürften

    verzerrte Sterne in der Bildmitte dir zeigen ob die Halterung der Spiegel OK ist. Wenn solche Bildfehler minimiert sind sollte es einfacher sein den Korrekor

    "per Augenmaß" zu justieren, ganz gleich welchem Design er folgt.


    Ich wünsche dir viel Spass dabei!


    Detlev

    "Das Universum ist nicht dazu verpflichtet für dich irgendeinen Sinn zu ergeben!" (N. D. Tyson)


    Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 200/1000 Zollstock-Dobson
    Im Bastelkeller: 8"f/6 Spiegel | 76/700 "Tchiboskop"-Newton


    https://astronomiefreunde-kn.de/