Die beste Methode den Schwan nicht zu fotografieren

  • Hallo,
    eine vernünftige Astronomiefotografie zu bekommen, ist ja für jemanden der seine ersten Versuche auf diesem Gebiet unternimmt, nicht so einfach. Nur man muß ja erst mal dahin kommen, daß man auf den Auslöser drücken kann.
    Vor zwei Jahren habe ich das erste Mal meine komplette Ausrüstung (klingt gewaltiger als es ist) mit in den Urlaub geschleppt und wollte versuchen, eine Aufnahme von der Milchstraße im Bereich des Schwanes aufzunehmen.
    Es gab leider in dem Jahr in Bayern im Sommer nicht allzuviele schöne Tage. Als endlich mal ein schöner Abend sich ankündigte, wurden alle notwendigen Vorbereitungen erledigt. Also der neue Polsucher in die Monti montiert und ausgerichtet. Noch mal die Beschreibung durch gelesen. Fotoapparat auf der Gegengewichtsstange montiert und ausgerichtet. Jetzt mußte man nur noch auf den Abend warten und das es dunkel wird. Gegen 22 Uhr waren die ersten Sterne und auch Polaris zu sehen. Also Montierung nach Beschreibung ausgerichtet und an einem Stern im Süden getestet. Irgendwie muß ich aber die Beschreibung nicht richtig verstanden haben. Der Stern lief ständig aus dem Fadenkreuz. Also schnell noch „gescheinert“. Gegen 23 Uhr war es dann so dunkel, daß ich einen Versuch wagen konnte. Der Schwan war wunderschön zu sehen. Nur war ein Ast mitten im Bild. Also eine andere Stelle ausgesucht. Ich hatte mir zwar gemerkt, wo Polaris im Polsucher stand, nur leider war es jetzt so dunkel, dass man den Ring im Polsucher nicht mehr sehen konnte. Also wieder gescheinert. Nun schnell das Newton auf den Schwan gerichtet. Hätte ja auch fast geklappt, wenn da nicht das Newton an der Monti angeschlagen hätte. Also Newton gedreht. Nur zeigte jetzt der Fotoapparat genau in die falsche Richtung. Glücklicherweise hatte ich das benötigte Werkzeug zur Hand. Jetzt war es endlich so weit, schnell eine Serie von einer bis zehn Minuten aufgenommen. Dann Licht eingeschaltet und mit dem Abbau begonnen. Leider bemerkte ich dabei zu meinen Entsetzen, das die Optik des Fotoapparates total beschlagen war. Also eine Verlängerungsschnur gesucht um mit dem Föhn die Feuchtigkeit weg zu bekommen. Allerdings muss ich dabei etwas Krach gemacht haben, meine Frau ist aufgewacht ...
    Nach dem die Optik trocken war und alles wieder zur Aufnahme bereit war, kam im Osten etwas helles über den Horizont. Der Mond war aufgegangen und hellte den Himmel so auf, das alle Versuche sinnlos wurden.
    Heute kann ich darüber lachen, damals war ich so „stinke sauer“.


    M.f.G.


    Hans_Ulrich

    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


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    Eine wichtige Eigenschaft von Meinungen ist, dass sie sich unterscheiden können.


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  • Hallo allerseits,


    eigentlich gehört zu jeder Geschichte ja so was wie ein guter Ausgang. Im vorigen Sommer ist mir dann eine vorzeigbare Aufnahme aus dem Gebiet des Schwans gelungen. Ich bin zwar noch nicht so richtig zufrieden, die Belichtungszeit hätte ich wahrscheinlich verdoppeln können.
    Die Aufnahme ist mit einer Praktika und einem 50 mm Objektiv gemacht wurden. Belichtungszeit war 5 min. Als Film habe ich einen 400 asa Diafilm von Kodak verwendet.
    Die Orginalaufnahme hat noch eine 2,5 fach höhere Auflösung als das hier gezeigte Bild.




    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


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