Saudumme Frage

  • Ich schäme mich fast zu fragen, weil ich ja abgesehen von einer immerhin 10jährigen Pause das Hobby schon seit 1982 betreibe....., aber :

    was ist eigentlich "besser" : Zenitspiegel oder Zenitprisma ? Hab mir ehrlich nie große Gedanken um dieses Zubehörteil gemacht *knirsch*

    Nicht schlagen !!! *schäm* :wub:

    Michi *räusper*

  • Hallo Michi,


    der Hauptunterschied ist, daß man ein Zenitprisma erst ab f/10 aufwärts
    verwenden sollte, da sonst die Dispersion zu groß wird.


    Der Vorteil eines Prismas ist, daß die Transmission höher ist als bei einem
    Spiegel mit Standardbeschichtung. Außerdem ist es preislich günstiger.
    Das multivergütete Vixen/Celestron-Zenitprisma ist gebraucht
    für 35,- bis 45,- zu bekommen. Ein Zenitspiegel mit forcierter Beschichtung
    kommt ebenfalls gebraucht mindestens auf das dreifache.


    Wenn du also maximale Transmission willst und das Gerät f/10 oder mehr
    hat, ist das Prisma die bessere Wahl. Der Spiegel ist aber universeller
    einsetzbar, dafür in hoher Qualität jedoch deutlich teurer.


    Bei beiden Teilen ist peinlich genau auf korrekte Ausrichtung zu achten,
    sonst gibt es Achskoma. Ein Punkt, der von den meisten Amateuren
    gerne übersehen und ignoriert wird.

    Bino-Tom


    <a href='http://www.binoviewer.at' target='_blank'>http://www.binoviewer.at</a>
    <a href='http://www.binoviewer.at' target='_blank'><img src='http://www.binoviewer.at/images/banner.gif' border='0' alt='user posted image' /></a>

  • Hallo Michi67,


    auf diesem unserem Forum wird sich nicht geschämt! Da fragst Du einfach nach Herzenslust, weil jeder nicht überall alles wissen kann, und weil wir kein Psycho-Laden sind, sondern ausschließlich Astro-Freaks. Mit Deiner Frage ermöglichst Du nämlich für andere viel Information, die sich z.B. nicht zu fragen trauen.

    Nun scheint es bei der Frage Prisma vs. Umlenkspiegel auch unterschiedliche
    Meinungen zu geben. Weil ein Prisma prinzipiell eine planparallele Platte aus
    meist BK7 ist, die in einem convergenten Lichtbündel steht und es damit be-
    einflußt, habe ich mich immer für den Planspiegel entschieden, den man zudem
    auch noch besser oder einfacher messen kann, außer natürlich der "Transmission", dafür habe ich hier noch keine geeichte Einrichtung. Also hätte
    ich mich immer am liebsten für den 2-Zoll Umlenkspiegel hoher Qualität ent-
    schieden.

    So verschieden sind die Meinungen.

  • Rohr wrote:

    ... weil jeder nicht überall alles wissen kann,



    Hi Wolfgang,

    der war gut, überall.

    Ist es nicht auch so, daß das Prisma nur seitenverkehrt und der Planspiegel auf den Kopf stehend abbildet?

  • Hallo Dietmar,

    Quote

    überall


    Ja,
    gell !?
    oft genügt schon ein Wort!

    Quote

    Ist es nicht auch so, daß das Prisma nur seitenverkehrt und der Planspiegel auf den Kopf stehend abbildet?



    Kommt auf das Prisma drauf an bzw. wie es benutzt wird:
    http://www.foto-net.de/net/kameras/slr.html
    http://spot.fho-emden.de/ilo/Poster/Simulation/Prisma.htm

    zunächst ist scheinbar die Begrifflichkeit nicht ganz klar: Bei beiden Prismen
    steht der Begriff Dachkantprisma, wobei ich beim zweiten Link "Porro"-Prisma
    dazu sagen würde. Man kann es auf zweifache Weise benutzen: so wie in
    der Zeichnung gezeigt mit zwei "Spiegel"-Flächen, oder von hinten mit einer
    "Spiegel"-Fläche. In beiden Fällen wird eine Richtung umgedreht. Der senk-
    recht zur Hauptrichtung schauende Beobachter sieht ein aufrechtes aber
    seitenverkehrtes Bild im Fernrohr, das zunächst ein seitenverkehrtes auf dem
    Kopf stehendes Bild abliefert.



    Benutzt Du hingegen ein Amici-Prisma, dann siehst Du das Bild wieder richtig.
    Würdest Du zwei Spiegel im Winkel von 90-Grad zueinander stellen, und im
    Winkel von 45-Grad "durch"-schauen, dann hättest Du den gleichen Effekt.
    Sind sehr schöne Spiele, sich das klar zu machen. Kannst Du Dir ja denken,
    daß ich damit ausgiebig gespielt habe.

    http://www.astrokatalog.de/a_Amici%20ETX.htm
    http://www.teleskop-service.de…rismenSpiegel/prismen.htm
    http://www.teleskop-service.de/Intes/intzub.htm<!-- / message --><!-- sig -->

  • Hi Wolfgang,

    danke für Deine Linksammlung. Man lernt ja nie aus, auch, daß das Thema Optik sehr vielschichtig und damit schon kompliziert ist.

    Quote

    Sind sehr schöne Spiele, sich das klar zu machen. Kannst Du Dir ja denken,
    daß ich damit ausgiebig gespielt habe.



    Spricht für Dich, daß Du in Deinem Alter noch sooo verspie(ge)lt bist

  • Ich schließe mich mal der Frage an! An Wolfgang ein Problem, und Andere, könnte für andere Freunde interessant sein?!: Ich nehme a) ein Normal- Okukar, sehe hindurch und die Sterne bewegen sich entspr. der Teleskopstellung im Koordinatensystem RA/ Dec. b) ich nehme ein Strichkreuz- Okular (doppelt oder einfach) , das Strichkreuz liegt nicht in der RA-Richtung! folglich: das Strichkreuzokular drehen! Bis dahin alles ok. Setze ich jetzt aber einen "Augenersatz" ein (CCD o.ä.), dann habe ich ja ein fiktives Strichkreuz, das ich nicht als Strich sehe; wenn ich mit diesem elektron. Auge Nachführe, würde doch eine kleine Verdrehung der CCD zu ständiger DEC- Korrektur führen?! Eine fehlerhafte Stellung des Polkopfes würde doch den gleichen Effekt erzeugen?! Wie kann ich nun bei einer CCD (egal, welche Art, ob EOS, Digicam oder PurCCD) feststellen, ob die Horizontallinie des Chips parallel zur RA liegt, ich sehe ja dieses "Strichkreuz" nicht! Hat wer eine Idee? Ergo: wie kann ich die Teleskopachse (RA/ DEC) mit dem Strichkreuzokular und einem Nachführsystem auf einen Minimalfehler korrigieren? Ich hätte ja auf einem Chem. Foto ständig Striche, aber nur bei Monitor- Nachführung!
    Haut ran' Leute! georgi