Wie läßt sich ein TMB-FH optimieren?

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    Wie läßt sich ein TMB-FH optimieren?

    Lange hat er geduldig gewartet, der Josef, weil er offenbar weiß, daß man bei Optiken auch viel Ruhe
    und vor allem keine Hektik brauchen kann, wenn man sich mit den Gegebenheiten eines nicht ganz per-
    fekten Systems auseinandersetzt. Es ist also ein FH mit einer Öffnung von F/9 und den auf dem Foto
    erkennbaren Daten. Die rote Markierung wurde von mir angebracht, was bei den folgenden Arbeiten ganz
    wichtig ist.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef01.jpg]

    Beim Testen hat man es besonders im Winter mit einer kalten Decke zu tun, wenn die kalte Garage über
    dem Optik-Keller liegt, sodaß die "Einhausung" mit Styropor-Platten einigermaßen Abhilfe schafft.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef01A.jpg]

    Bei der Justage der beiden Linsen entdeckte ich Distanz-Plättchen (0.95 mm) aus schwarzem Kunststoff,
    wie er freundlicherweise auch bei den scharzen CD-Hüllen (1.1 mm) verwendet wird, sodaß eine dieser
    Schutzhüllen geopfert werden mußte, wie man an oberer Aussparung sieht. Dadurch ging es zunächst um
    die Frage, stimmt die Zentrierung und wie muß sie verändert werden.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef01B.jpg]

    Alle Kollimations-Arbeiten müssen natürlich sofort in Autokollimation überprüft werden, sodaß sich
    eine geeichte Position vor dem Planspiegel als sinnvoll herausstellt. Und weil der Schraubring leider
    nur zwei Schlitze zu Aufschrauben aufwies, bekam dieser Ring noch zwei kleine Bohrungen (2.1mm), mit
    denen sich nun viel leichter mindestens 30-40 mal der Schraubring auf- und zudrehen ließ.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef02.jpg]

    Dabei geht es zunächst darum, die Verkippung der beiden Linsen und damit die Achs-Coma möglichst auf
    Null zu bringen. Und damit man versteht, welches der drei Distanz-Plättchen wie verändert werden muß,
    Kriegt das Distanz-Plättchen oben noch 0.2 mm dazugelegt. Damit war sofort klar, wie der IST-Zustand
    zu bewerten ist. Also sucht man das Plättchen, das vorsichtig um hundertel mm Beträge abgeschliffen
    werden muß, und weil man in einem solchen Fall erst einmal über's Ziel hinaus-schießt, entstanden
    vier verschieden dicke Plättchen: 0.88, 0.90, 0.91 und 0.93, und das letzte war es dann.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef03.jpg]

    Bei der Kontrolle über einen 0.02 mm künstlichen Stern läßt sich aber bereits erkennen, daß die
    Zentrierung zwar jetzt stimmt, das System aber noch unter einem Astigmatismus leidet, und diesen
    natürlich auch gerne beseitigt hätte. Liegt es an der Fassung, oder ist er regelrecht eingebaut.
    Entsprechende Versuche klärten den Sachverhalt und nun ging es darum, ob sich das Linsenpaket durch
    gezielten Druck "erweichen" läßt. Also habe ich eine Lagerung eingebaut, die den Astigmatismus etwas
    reduziert - ganz wird man ihn nicht beseitigen!

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef04.jpg]

    Damit hat man den Zeitpunkt erreicht, der weiterführende Qualitäts-Tests erlaubt. Am Foucault-Bild
    erkennt man das sekundäre Spektrum bzw. den Farblängsfehler in der Form, daß gelb/grün nahezu zu-
    sammenfällt und die Schnittweiten von rot und blau dahinter liegen, daher die "Halbierung" der
    Farben.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef05.jpg]

    Bei 546.1 wave= e-Linie erkennt man leichte Zonen und natürlich auch den Astigmatismus.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef06.jpg]

    Der Gaußfehler bzw. farbabhängige Öffnungsfehler ist nicht besonders signifikant, soweit man das
    bei einem Ronchi-Gramm 13 lp/mm in Autokollimation darstellen kann.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef07.jpg]

    Hier zeigt sich der Rest-Astigmatismus in seiner vollen Schönheit

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef08.jpg]

    und auf diesem Interferogramm erkennt man bei 532 nm wave eine deutlich herabgezogene Kante, die
    man abblenden sollte bei einem Durchmesser von 203 mm.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef09.jpg]

    Trotzdem kommt beim Spalttest und einem Interferenzfilter von 546.1 wave eine ziemlich deutliche
    Spaltabbildung heraus, die man mit einem 10" SC nicht erreichen würde.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef10.jpg]

    Auf der Basis des selektierten Interferogrammes wird zunächst einmal "gnadenlos" ausgewertet, wobei
    jetzt die Diskussion beginnt, die leider nicht von jeder Seite gründlich genug geführt wird. Es sind
    drei Fehler, die "gewichtet" werden müssen, der Rand, die Coma und der Astigmatismus, wie sie dem
    benutzten Interferogramm zu entnehmen sind. Auf diesem Bild ist bereits der 2. Schritt vorgezeich-
    net, wie sich eine Blende auswirkt, die die Öffnung von 203 mm auf 187 mm reduziert.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef11.jpg]

    Mit allen Fehlern aus der vollen Öffnung bei 532 nm wave kommt ein Strehl von fast 0.70 heraus, also
    nicht beugungs-begrenzt, wobei die Coma mit max. 5 Punkte beteiligt ist, der Astigmatismus hingegen
    mit 25 Punkten auf der Skala von 0.00-1.00. Die Coma ist also weitestgehend verschwunden, signifi-
    kant hingegen immer noch der Astigmatismus, wie er bereits oben beim Sternscheibchen gut zu erkennen
    ist.

    System-Öffnung 203 mm - Auswertung

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef12.jpg]

    Im nächsten Schritt geht man konsequenterweise der Frage nach, wie verändert eine Blende, die die
    abfallende Kante unsichtbar macht, das quantitative Ergebnis. Dies kann man natürlich gut simulieren
    durch einen kleineren Umkreis von ca. 187 mm. Für diesen Fall hebt sich der Strehl-Wert auf 0.83,
    was im Vergleich zum ersten Ergebnis ganze 13 Punkte wären, der Einfluß der Coma reduziert sich auf
    nur noch 2 Punkte, also minimal, und der Astigmatismus bleibt in der Gegend von 24 Punkten, weil
    er gewissermaßen ins System "eingebaut ist.

    System auf 187 mm abgeblendet - Auswertung

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef13.jpg]

    Die Bildqualität dürfte bei abgeblendetem FH-Objektiv also noch erheblich zunehmen. - Leider war bei
    diesem Objektiv nicht mehr drin, aber es wäre jetzt fast perfekt zentriert und nach dem Abblenden
    sollte es ein leistungsfähiges lichtstarkes Fernrohr sein.

  • Hallo Wolfgang,


    danke für den ausführlichen Testbericht.
    Mich hätte noch interessiert, wie der Spalttest nach dem Abblenden aussieht, um den Einfluss von Asti & Zonen besser abschätzen zu können.
    Was mich insgesamt wundert ist, dass TMB - für die hohe Qualität seiner Apo-Optiken bekannt - bei seinen FHs offenbar weniger Sorgfalt walten lässt. Woran kann das liegen?


    Freundliche Grüße: Uwe

  • Hallo Uwe,

    an so einem Objektiv sitze ich ja mehrere Tage, so ähnlich wie unlängst beim Clant. Da ist man
    erst einmal froh, daß man ein vertretbares Ergebnis hinbekommen hat. Und wenn dann die Test-
    bilder im Computer sind, dann fängt erneut das Nachdenken darüber an, wie die Puzzles zusammen-
    gehören. Die Idee mit der Blende kommt einem nämlich erst dann, weil man ja simulieren kann,
    wie das mit Blende aussehen würde.
    Die Qualität der TMB-FH-Optiken unterscheiden sich in befremdlicher Weise von den Apo's schon
    signifikant. Es wäre nicht das erste FH, das ich zur Überarbeitung in die Hand gedrückt bekam.
    Normalerweise faßt man das mit spitzen Fingern an, weil man genau weiß, daß man spätestens am
    Astigmatismus scheitert. Und dann macht der Händler womöglich noch zeitlich Druck, und das
    paßt dann gar nicht. Josef hingegen ahnte offenbar, daß man sich dafür viel Zeit und Geduld
    nehmen muß, und dann macht die Sache Spaß, weil man diversen Fragen entspannt nachgehen kann,
    so auch der Deinigen.


    Ob also die FH's in einem "kostengünstigen" Land gefertigt werden, kann ich anhand bestimmter
    Polier-Merkmale nur vermuten. Die Edel-Syntas damals hatten eine ähnliche Politur drauf.


    Nur es kommt gerade jemand zur SC-Justage . . .

  • Hallo Leute!


    Zuerst einmal Dank an Wolfgang, dass er sich um diese Aufgabe überhaupt angenommen hat.


    Diese Optik war das 1. Exemplar der TMB-FH Serie das ausgeliefert wurde und hatte Einfluß auf die um 2 Jahre verschobene "Serienreife:1eye: " der großen TMB-FH.


    Folgendes war ANNO 2002 geschehen::ph34r:
    Als das Teleskop geliefert wurde machte ich einen Sterntest im Vorraum übers Arbeitzimmer, da schien die Sache noch rund zu sein.


    Nach der Montage in der Sternwarte kam es zu einer zwei Wochen langen Kälteperiode mit Temperaturen an die -18° Celsius mit kalten Nebelnächten die keine First Light zuließen.


    Als es endlich Aufklarte und die ersten Blick gen Himmel geworfen wurden schien auch noch alles in Ordnung bis zum Sterntest.


    Dort zog es mir dann die Augenbrauen hoch, ein Beugungsbild das dem Stern Logo:evil: des gleichnamigen Magazin entsprach.


    Was war der Grund:


    Die Linse hatte bei Zimmertemperatur null Spiel in der Fassung und die Linse wurde durch die niedrigen Temperaturen förmlich über einen längeren Zeitraum regelrecht gepreßt:wacko: . Die Fassung war innen nicht eloxiert sonder mit Schultafellack dick gestrichen in der die Linse wahrscheinlich eingepreßt wurde:angry: .


    Ich hätte damals das Teil eigentlich zurückschicken sollen:wub: wollte es aber dennoch nicht weil ich dachte das könnt ich selber in den Griff bekommen:whistling , hatte ich doch schon bei einigen Chinakrachern Erfahrung sammeln können.


    Nach einigen Mails mit M.L. der mir technische Unterlagen über das Objektiv und Fassungstoleranzen durchgab:sad: wurde eine neue gefertigt und immer wieder das Objektiv Jahreszeiten abhängig von mir nachjustiert:whistling .


    Bis mir dann Wolfgang in den Sinn kam:beta: und ich Kontakt mit ihm aufnahm.


    Den Rest der Geschichte kennt ihr nun ja!

  • Hallo Josef & Wolfgang,


    Josef schrieb:

    Diese Optik war das 1. Exemplar der TMB-FH Serie das ausgeliefert wurde und hatte Einfluß auf die um 2 Jahre verschobene "Serienreife:1eye: " der großen TMB-FH.


    interessant zu erfahren wäre, ob die "Serienreife" nicht nur Auswirkungen auf die (inzwischen hoffentlich optimierte) Fassung sondern auch auf Freiheit von Zonen und abfallender Kante hatte. Weiß jemand etwas darüber?


    Freundliche Grüße: Uwe

  • Hallo


    Ich habe noch im Keller einen 150/1200 FH liegen der so langsam verkümmert da ich ihn schon seit Jahren nicht mehr benutze. Das wäre doch für Wolfgang interessant den mal zu vermessen, da er von den ersten Exenplaren ist die nach Deutschland geschifft wurden. Die ersten in der größe wurden gleich aus der Hand gerissen. Der Sterntest sieht ganz gut aus, Na Wolfgang wie wäre es ?


    Gruß Dieter

  • Hallo Dieter,

    da brauchst Du doch nicht lange fragen ... oder ?
    Wie gesagt, brauche dazu immer etwas Zeit, sonst wird das nichts.
    Was isses denn überhaupt für ein FH, der Hersteller bitte ?
    Adresse hier: http://rohr.aiax.de

  • Hallo Wolfgang


    Das wäre ein Bresser/ Syntia einer von den ersten die hier gelandet sind.
    Da ich ihn im Keller habe und nicht mehr Beobachte damit ( Die größe nervt)
    müßten wir uns einigen ob ich mit Timo mal wieder zu dir hinfahre, oder das Objektiv dir zusende. Der Sterntest sieht für einen FH sehr gut aus. Habe auch mal mit verschiedenen Linsenabstände gearbeitet um zu sehen wie sich das auf die Abbildung auswirkt ( War sehr Interessant ).
    Schaun wir mal wie wir das machen.


    Gruß Dieter

  • Hallo,


    wenn Ihr (Du und Timo) Euch dafür entscheidet zum Wolfgang zu fahren dann könnte man das ja in den Februar verlegen, und zwar wenn dort in Bayern Ferien sind.
    Zu dieser Zeit werde ich auch bei Wolfgang sein um für mich ein Interferometer zusammenzubauen. Bei dieser Gelegenheit könnte man sich ja auch mal persönlich kennenlernen.

  • Hallo Wolfgang,


    ein Sternfreund hier in Wien hatte (bzw. hat) mit seinem TMB 6"f8 genau dieselben Probleme, Achskoma und Astigmatismus. Auch diese Optik war eine der allerersten TMB-FH's die noch keine Serienreife hatten und mußte zweimal zu einer Uni zum Zentrieren zurückgeschickt werden. Auch danach zeigte sich immer noch ein Rest von Astigmatismus.


    Diese Fälle zeigen sehr schön, wie sensibel Linsen auf Fassungsfehler reagieren.


    Eine Frage zum TMB von Josef. Hast du hier auch versucht den Astigmatismus
    durch Verdrehen der Linsen zueineander zu eleminieren. Ich nehme mal an JA, weil man das eigentlich automatisch probiert.

    Bino-Tom


    <a href='http://www.binoviewer.at' target='_blank'>http://www.binoviewer.at</a>
    <a href='http://www.binoviewer.at' target='_blank'><img src='http://www.binoviewer.at/images/banner.gif' border='0' alt='user posted image' /></a>

  • Hallo Tom,

    die Fassung dürfte bei 20 Grad Celsius Raumtemperatur etwa 0.05 bis max 0.1 mm Spiel gehabt haben.
    Bei zartfühlendem Einführen des Linsenpaketes verkantete es nicht.
    Nachdem ich die Achskoma annähernd auf Null gebracht hatte durch Austausch eines Distanz-Plättchens,
    ging ich, wie Du Dir denken kannst, der Astigmatismus Frage nach, indem man beide Linsen markiert,
    und dann die obere verdreht. Es nützte weder die 180-Grad Drehung, noch eine 90- oder 270-Grad-
    Drehung, der Astigmatismus blieb mir hartnäckig erhalten. Also verlegt ich mich aufs Unterlegen
    an zwei gegenüberliegenden Stellen in der Linsen-Fassung, das einen hauchzarten Erfolg brachte. Ich
    habe also den Eindruck, daß der Astigm in diese Optik eingebaut ist, und dann hat man nur durch
    heftigen Druck eine Chance, wenn man diesen temperatur-abhängig kontrollieren kann.
    Also meine Frage zurück, habt ihr denn bei Eurem Objektiv den Astigm eliminiert?

  • Hallo Leute !
    Klar ein treffen bei wolfgang nix dagegen nur rechtzeitig bescheid sagen den dann nehme ich mir freitags frei hätte da auch noch einiges zum vermessen !
    Grüße Timo

    &quot;Dunkel die andere Seite ist .....!&quot;
    &quot;Halt's maul,Yoda, und mach das Licht an!&quot;

  • Hallo Wolfgang,


    wir haben damals an das TMB-Objektiv nicht selbst hand angelegt, weil wir die
    Garantie nicht verwirken wollten. Wir haben es zweimal an ML zurückgesandt,
    der es dann an ein Labor einer deutschen Universität geschickt hat, wo es
    repariert werden sollte. Einmal kam es von dort sogar stark verschmutz
    (Staub und Fingerabdrücke) zurück und erst beim zweiten Mal war es
    sauber und etwas besser zentriert. Asttigmatismus von ca. 1/4pv-wave
    hatte und hat es auch heute immer noch, wahrscheinlich ist der in der
    Optik einpoliert.

    Bino-Tom


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  • Hallo Tom,

    wie man sieht, kochen doch alle nur mit Wasser!



    Was hier unter "Labor einer deutschen Universität" firmiert, das Meister
    Ludes beauftragte, ist mir dieses wohl bekannt. Man sollte sich nicht vom
    universitären Outfit blenden lassen. Siehe meine Eingangsbemerkung.
    Ich hätte damals in die Dienste von ML einsteigen können, wenn mir
    das Risiko nicht zu hoch erschienen wäre, mich dann mit ihm streiten
    zu müssen. Soweit mir bekannt, hat auch dieser Mann in Nürtingen bei
    Tübingen, an deren Uni er arbeitet, einige Objektive an ML zurück-
    geschickt wegen Aussichtslosigkeit. Das Labor selbst hingegen ist in
    Nürtingen in seiner Privat-Wohnung, dessen Einrichtung ich kenne,
    jedenfalls stammt das Internet-Foto von dort.

    Hallo Josef,

    Zitat

    Wie groß müsste die Blende sein um einen deutlichen Strehl über 0,90 zu
    erreichen oder andersrum wie hoch würde er sein bei einer Abblendung auf
    7" also 178mm baugleich den Meade Refraktoren?


    Genau das werde ich nochmals simulieren, und mich mit Blende und Astigm
    nochmals befassen. Wunder kann ich keine versprechen, aber immerhin das
    Optimum.

  • Die Frage von Stoffie, Timo und Dieter läßt sich wie folgt beantworten:

    http://www.km.bayern.de/km/rat_auskunft/ferien/kmbeks/
    http://www.km.bayern.de/imperi…ent/pdf/ratauskunft/9.pdf
    http://www.km.bayern.de/imperi…kunft/kalender_05_06t.xls
    http://www.km.bayern.de/imperi…ent/pdf/ratauskunft/6.pdf

    vom Mo. 27.02. bis Fr. 03.03. sind in Bayern die Frühlings-Ferien, die
    damit den Rosenmontag, Faschingsdienstag und Aschermittwoch ein-
    schließen. Just zu dieser Zeit kann man mich besüch, wie es in Franken
    häßt.

  • Es geht weiter:
    Wenn man das Objektiv maßvoll abblendet auf 180 mm, dann hat man ein f/10 Objektiv,
    das wäre für einen Fraunhofer immer noch lichtstark. Dann fallen aber die schlimmsten
    astigmatischen Verformungen von 25 Punkte vorher auf 8 Punkte zurück, was man vor
    allem auch am Sternscheibchen sieht, das sich der Kreisform annähert. Würde man auf
    ein f/12 System zurückgehen, hätte man 150 mm, bei f/15 nur noch 120 mm Durch-
    messer. Damit läßt sich zwar der Strehl hochtreiben, aber das Bild wird immer dunkler,
    und die Auflösung auch nicht unbedingt besser, weil die ja vom Durchmesser abhängt.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef14.jpg]

    Hinter der letzten Fläche sitzt von außen geschützt eine Blende mit 180 mm Durchmesser.

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef14A.jpg]

    Auch beim Interferogramm erkennt man zwar noch den Astigmatismus,
    der Randabfall, der zugleich mit Coma vermischt war, ist weg, damit
    bewegt sich der Strehl auf mittlerweile 0.833 über die Marke "beugungs-
    begrenzt"

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef15.jpg]

    Und damit kommt man der vorherigen Simulation doch entgegen und
    verbessert die quantitativen Werte dieses Objektivs. Die Abblidungs-
    leistung sollte damit ein weiteres Mal gestiegen sein, wenn man nicht
    gerade massiv auf Öffnung verzichten will. Doch auch auf die Frage von
    Josef eine Antwort:

    Simuliert man auf der Grundlage des oberen Interferogrammes kleinere
    Durchmesser, dann kommt überschlägig für 532 nm wave folgendes heraus:

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef17.jpg]

    Durchmesser 180 ... Strehl = 0.833 ... f/10
    Durchmesser 150 ... Strehl = 0.934 ... f/12
    Durchmesser 120 ... Strehl = 0.981 ... f/15

    Die Auflösung nimmt aber wegen der reduzierten Öffnung ab. Also nach "Tipps
    Tricks für Sternfreunde" 2. Auflage S. 14:

    [IMG:http://rohr.aiax.de/airydisk.jpg]

    Durchmesser...|Airy-Disk.........|arcsec für 555 nm wave
    --------------------------------------------------
    180 ..................|0.01354 ..........|0.776"
    150 ..................|0.01625 ..........|0.931"
    120 ..................|0.02031 ..........|1.164"


    Wie geht es jetzt weiter, lieber Josef?

    [IMG:http://rohr.aiax.de/FH_josef16.jpg]

    Josef Büchsenmeister hat mit diesem optimierten
    TMB FH 180/1800 folgende Bilder erzielt:
    http://www.astrostation.at/ikr…pub/content_15-de.html#PG

    [IMG:http://www.astrostation.at/ikr…0000446/mond170120053.jpg]

    [IMG:http://www.astrostation.at/ikr…0000479/mond170120056.jpg]

    [IMG:http://www.astrostation.at/ikr…0000378/mond201220041.jpg]

    [IMG:http://www.astrostation.at/ikr…ile_00000388/Alpental.jpg]

    [IMG:http://www.astrostation.at/ikr…/satrun130320052r1c_3.jpg]