Alluna 20-Zöller - First light

  • http://www.alluna-optics.de/pr…n-7-sonnensternwarte.html
    http://www.alluna-optics.de/pr…n-8-alu-beschichtung.html
     
    Mein größtes Projekt
     
    Auf diesen Dobson habe ich jetzt 10 Jahre hingearbeitet. Es begann damit, daß mich vor 10 Jahren auf dem ITT
    in Kärnten der Blick durch einen 20 Zoll LOMO Spiegel auf den Saturn dermaßen beeindruckte, daß ich diesen
    Blick nicht mehr vergaß. Der Weg zu einer gleichwertigen Optik war aber ein langer und steiniger, mit unschätz-
    baren Erfahrungen, was die Spiegelschleifer-Zunft anbelangt. Da gab es im Jahre 1999 einen in Puimichel, der
    auf einem Teppichfleck seinen 1 Meter Spiegel nächtlicherweise geprüft und poliert hatte, und mir den Himmel
    auf Erden versprach - aber das ist eine andere Geschichte . . .
     
    In der Zwischenzeit hatte ich viele Newtonspiegel hier mit einem recht guten Überblick, was man von einzelnen
    Herstellern so erwarten darf - sehr unterschiedlich die Ergebnisse, obwohl alle als Premium-Ware von "ahnungs-
    losen" Händler verkauft. Seit einigen Jahren ist mir die Firma Alluna im Schwäbischen bekannt, die sich auf die
    Herstellung großer Spiegel verlegt hat mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man noch
    einen Begriff von Qualität hat und nicht die Schnäppchen aus China braucht, die im übrigen derartige Größen
    gar nicht liefern. So entstand die günstige Situation, daß ich die Entwicklung meines eigenen Spiegel mit mehr
    Akribie verfolgte, als es üblicherweise ein Sternfreund tut. Das Ergebnis ist ein Newton-System, das an das
    LOMO-Schlüsselerlebnis von vor 10 Jahren deutlich herankommt. Preislich wäre ein LOMO Spiegel ohnehin
    nicht mehr bezahlbar.
     
    Der Gitterrohr-Dobson von Dieter Martini, variierbar für ein f/5 und f/4 Newtonsystem, war bereits fertig im vergangenen
    Sommer, als ich bei Alluna-Optics den f/4 20-inch Newton bestellte. In vergleichsweise kurzer Lieferzeit von ca. 6
    Monaten war der Spiegel fertig - man wußte dort offenbar auch, daß ich das Ergebnis besonders kritisch unter die Lupe
    nehmen würde.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna01.jpg]
     
    Der Gitterrohr-Dobson von Martini ist mehr als Bausatz gedacht, den man preisgünstig erwirbt, dann aber noch optimieren
    muß. Das betrifft besonders auch die Hauptspiegel-Lagerung. In meinem Fall kam ein Haltering hinzu, der zuverlässiger den
    Spiegel zurückhält, als die Holzsegmente, die sich ungünstigerweise verdrehen und dann in die Spiegelfläche hineinragen.
    Auch die Pads der Höhenachse muß man auf 05:00 Uhr und 09:00 verschieben, weil sonst die Keilwirkung die Bewegung
    bremst. Ein Fehler, der bereits bei den 16-Zoll Meade Dobsons gemacht wird. Auch der Gleitbelag ist nicht optimal, viel-
    leicht verwendet Dieter Martini in absehbarer Zeit andere Materialien. Unabhängig davon ist diese Art Dobson eine durch-
    aus zweckmäßige und ansprechende Konstruktion, die auch vom Schwingungsverhalten her fast keinen Ärger macht: Bei
    Neueinstellung schwingt der Dobson nur geringfügig nach.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna02.jpg]
     
    Der certifizierte Fangspiegel von Intercon Spacetec, Augsburg, war nicht ganz billig. Ein guter Hauptspiegel sollte aber
    auch einen Fangspiegel L/10 PV der Wellenfront haben, um eventuelle Fehler eindeutig zuordnen zu können. Eine perfekte
    Justage des Systems vorausgesetzt. Die Spinne und Befestigung des Fangspiegels ist etwas kritisch, möglicherweise
    werde ich das noch austauschen - bei der bisherigen Beobachtung funktionierte das System jedoch zufriedenstellend.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna03.jpg]
     
    Von Alluna-Optics bekommt man eine CD mit allen Prüfproptokollen, also sowohl die unterschiedlichen Interferogramme
    wie deren Auswertung. Newton-Spiegel werden auf ganz unterschiedliche Weise geprüft. Am sichersten natürlich am
    Stern mit Foucault oder Ronchi-Gitter. Auch der Roddier-Test wäre ein quantitativer Test am Stern. Im Labor bei senk-
    rechter Lagerung wird der Foucault-, der Caustic, der RoC-, der Kompensations-Test durch Linse oder gegen sphärischen
    Spiegel, oder schließlich in Autokollimation geprüft, wenn man einen gleichgroßen Planspiegel mit Bohrung hat. Auch ein
    Test gegen eine Flüssigkeitsoberfläche wurde in Sky & Telescope beschrieben. In meinem Falle hatte ich Ergebnisse aus
    Foucault, RoC, Kompensation und das Ergebnis vom Stern selbst. Doch zunächst das Alluna Certifikat:
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna15.jpg]
     
    Die Auswertung des oberen RoC-Interferogramms in Orginalgröße:
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna05.jpg]
     
    In meinem Fall kam ein hoher Strehlwert heraus, egal mit welchem Test man den Spiegel vermaß. Dabei erfährt der
    Lagerungs-Astigmatismus eine besondere Beachtung, wie weiter unten ausgeführt wird.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna06.jpg]
     
    Der leidige Lagerungs-Astigmatismus bei großen Spiegeln
     
    Bei großen Spiegel-Durchmessern fällt die große Spiegelscheibe durch senkrechte Lagerung regelmäßig in sich zusammen,
    folgt also der Schwerkraft. Aus diesem Grunde prüft Alluna-Optiks sehr sorgfältig auf Astigmatismus sowohl durch wieder-
    holte 90-Graddrehung, wie schlußendlich beim abschließenden Test am Stern im Zenit, der in diesem Fall der sicherste
    Test ist. Das ist der Grund, warum in den Auswertungen folgerichtig der Astigmatismus deaktiviert wird, weil durch die
    Lagerung derartig großer Spiegel regelmäßig nicht unerheblicher Astigmatismus eingeführt wird, was man an den Inter-
    ferogrammen sofort erkennt.
    Da sich aber, trotz der 90°-Drehung in der Wellenfrontdarstellung, nahezu nichts geändert hat bei der Wellen-
    frontdeformation, muß angenommen werden, daß der Spiegel selbst weitestgehend frei von Astigmatismus ist.
    Am Stern bin ich der Sache sofort auf den Grund gegangen mit einem sehr guten Ergebnis: kein Astigmatismus am Stern.
     
    Der Spiegel in Position 0° Grad
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna04A.jpg]
     
    Der Spiegel in Position + 90° Grad
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna04B.jpg]
     
    Das perfekte Rotations-Paraboloid einschließlich der thermischen Besonderheiten wird nachgewiesen über die einschlä-
    gigen Interferogramme. Jedoch mindestens ebenso wichtig ist die Qualität der Spiegeloberfläche selbst. Und diesem
    Umstand bin ich über weitere zwei Tests nachgegangen. Das folgende Bild bekam ich von Alluna selbst, es entstand in
    Kompensation durch eine Plankonvex-Linse bei 550 nm wave.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna07.jpg]
     
    In gleicher Testanordnung, jedoch mit einer ganz anderen Plankonvex-Linse, bekam ich jedoch ein fast identisches
    Ergebnis des Sachverhaltes: Also nahezu perfekter Rand und lediglich eine ganz weiche Zone bei ca. 90% des
    Spiegeldurchmessers, offenbar unter PV L/10 der Wellenfront: Im Foucault-Test jedoch in jedem Falle gut zu sehen.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna08.jpg]
     
    In Autokollimation gegen meinen eigenen 400 mm Flat erkennt man ebenfalls keinerlei Zonen, was erneut die hohe
    Flächenqualität dieser Spiegel unterstreicht. Da die Luftunruhe auch im Labor nie auszuschließen ist, auch bei
    Verwendung eines Styropor-Kanales, muß man die "Wolken" als Luftunruhe interpretieren.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna09.jpg]
     
    Zonen oder Störungen in der Fläche würde man auch sehr gut beim Sterntest erkennen. Auch hier ein perfektes Ergebnis.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna10.jpg]
     
    Mein eigenes Interferogramm in Autokollimation mit 532 nm wave, ganz leicht unterkorrigiert.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna11.jpg]
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna12.jpg]
     
    Mein Kompensations-Interferogramm, ebenfalls mit ähnlich hohem Strehlwert. Dabei geht es nicht mehr um einen mög-
    lichst hohen Strehlwert, der die bekannte Streubreite von 1-2% hat. Es geht für die Praxis um die Gesamt-Bilanz. Und
    die ist bei allen Fakten rundum zufriedenstellend. Außerdem sitzt der Hersteller in Deutschland. Das bedeutet, daß kein
    Zwischenhändler den direkten Kontakt verdirbt und Sonderwünsche jederzeit möglich sind. So gibt es also nicht nur in
    Frankreich einen Geheimtipp für erstklassige große Newton-Spiegel, sondern auch in Deutschland mit der Firma Alluna
    Optics.
     
    Meine eigene Kompensations-Anordnung http://www.astro-foren.de/showthread.php?p=33294#post33294
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna13.jpg]
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/@20New-Alluna14.jpg]
     
    First light
     
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag (29./30.03.) stellte sich mit einem Zwischenhoch gegen 22:45 Uhr ein recht gutes
    Seeing ein, sodaß ein Blick auf mein Testobjekt Saturn im Kulminationspunkt bei 350-facher Vergrößerung möglich wurde.
    Mein bisher bester Spiegel von ICS mit 12.5 inch Durchmesser ist dabei der Maßstab für hochwertige Optik. Ein Blick auf
    Saturn, dessen Ring mit Cassini-Teilung, war seeingbedingt imer wieder klar und kantenscharf. Im Orion-Trazep die Sterne
    E und F ebenfalls gut zu erkennen, obwohl das Objekt zu dieser Zeit etwa eine Stunde über dem Horizont stand. Am
    Stern verliefen die Ronchi-Gittertests 13 lp/mm intra- und extrafokal ebenfalls zufriedenstellend, also keine Überkorrektur.
    Auch der Test auf Astigmatismus in Zenit-Nähe und in 45° Höhe ohne signifikante Auffälligkeiten. Dieser Spiegel paßt also
    sehr gut als größte Optik in die Reihe meiner durchwegs hervorragenden Telescope: Fünf Newtons (6, 10, 12, 15, 20),
    zwei APO's, 3 FH's, unbearbeitete Bausätze von Wolfgang Busch, viele weitere Kleinoptiken und schließlich ein Objektiv
    aus jener U2, die die Kuba-Krise ausgelöst hatte.

  • Mein Lieblings-Newton wird also nun weiter ausgetestet. Vor ein paar Tagen war es der Vergleichstest mit einem ICS 12.5 inch f/5 Newton, mein handlichster und für den Spiegeldurchmesser bester Dobson. Ein kleines Zwischenhoch, und nun verglich ich ca. 3 Stunden lang beide Dobsons (12.5 inch und 20 inch) miteinander am Saturn.
     
    Hauptproblem des ersten Abends war die ca. doppelt so lange Zeit, die der 20-inch Dobson braucht, bis er temperiert ist. Das Holz aus der Rockerbox speichert sehr viel Wärme und es dauert, bis sich die gesamte Einheit angeglichen hat. Gegen Ende des ersten Abend lieferte auch der 20-inch Newton von Alluna die brilliante Abbildung ab, wie ich sie eigentlich erwarte. Damit war klar, dieser 20-Zöller kann was.
     
    Aus dem ersten Abend habe ich die Konsequenz gezogen und ca. 2 Stunden vor der eigentlichen Beobachtung mit einem großen Ventilator den 20-Zoll Hauptspiegel von hinten kräftig angeblasen und damit offenbar auch die Wärme aus der Rockerbox vertrieben. Das Ergebnis war eine sehr kontrastreiche Abbildung des Saturnringes und besonders der Cassini-Teilung. Bei der exakten Fokussierung hilft der kleine Saturnmond Enceladus, der als ca. 11.8 mag großer nadelscharfer Lichtpunkt zu sehen war (**), ähnlich wie die Komponente E und F des Orion Trapezes, eines meiner Testobjekte im Winter. (*)
     
    Dabei liefert das Nagler Zoom 3-6 bei einer Brennweite von 5 mm eine sehr farbreine und kontrastreiche Abbildung, und ist damit besser als das 5 mm Hyperion, was mich auch verblüffte. Störend wirkten sich unerklärliche Farbeffekte an den Kanten aus, die beim Nagler-Zomm nicht zu beobachten waren.
     
    Mittlerweile verstärkt sich also der Eindruck, daß die Alluna-Spiegel zu den Hochleistungs-Spiegeln gehören, wenn sie richtig temperiert sind und man das richtige Okular hat. 400-fache Vergrößerung schaffte dieser Spiegel bei einem mittleren Seeing ca. 6 auf der Seeing-Skala problemlos.
     
    http://open-site.org/img/bytee/saturn.jpg
    http://earthobservatory.nasa.g…Images/saturn_cas_lrg.jpg
    http://www.planetengrund.net/d…nsystem/saturn03_1024.jpg
    http://www.sternwarte.at/Galerie/Saturn/Saturn.html
    http://www.sternwarte.at/Galer…urn/Saturn-2005-01-15.jpg


    (*)

    Zitat

    Das Mehrfachsternsystem theta1 Ori, der nördliche Stern des Dolches des Jägers wird auch das Trapez genannt; dieses System befindet sich im Zentrum des Orion Nebels und hat sich aus dem Gas des Nebels entwickelt, der nun durch ihr Licht leutet. Kleinere Teleskope ab 5 cm zeigen vier, rechtwinklig angeordnete Sterne, deren Helligkeit von 5 mag bis 8 mag reicht. Fernrohre mit einer Apertur um die 10 cm zeigen zwei weitere Sterne 11. Größe in dieser Gruppe.


    Ein besonders interessantes Objekt im Nebel ist das Sternensystem, welches man als "Trapez" bezeichnet. Es handelt sich hierbei um vier Sterne, die einen durchschnittlichen Abstand von 15" zueinander haben. Die Helligkeit dieser vier Sterne 4m - 6m. Im Umkreis von 5' um das Trapez findet man etwa 300 Sterne bis 17. Größe. Das Trapez wird übrigens mit theta-Orionis bezeichnet.


    (**)

    Zitat

    Enceladus besitzt eine scheinbare Helligkeit von 11,8m. Um ihn zu beobachten, benötigt man ein größeres Teleskop.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Enceladus_(Mond)

  • Hallo Wolfgang


    Glückwunsch zu deinem feinen Spiegelchen!


    Da es mich selber interessiert, so ein Upgrade, würde ich doch gerne wissen, wie sich 20" gegen 12" so verhalten?!
    Ist es visuell am Planeten ein ebensolcher Quantensprung, wie von den physischen Dimensionen?


    Viel Spaß wünscht,


    Uwe

  • Hallo Uwe,
     
    Deine Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil es zu viele Einflußfaktoren sind, die alle eine Rolle spielen.
     
    01. Beide Dobsons schlummern außerhalb der Beobachtungszeit gut verpackt bei 20° Celsius in meiner Werkstatt, jeder an seinem Platz, mehr dürfen es nicht mehr werden. Das bedeutet also, daß sich beide Dobsons an einem Abend unterschiedlich temperieren. Beim 12.5" liegt der Hauptspiegel auf eine Aluplatte (12mm) mit Alu-Lagerung und Halteklammern, der Tubus ist aus Hartpapier. Beim 20" liegt der Hauptspiegel in einem Holzwürfel bzw. der Dieter-Martini-Holz-Montierung, die erst einmal die ganze Wärme loswerden muß. Am zweiten Abend habe ich einen großen Ventilator dazu benutzt mit großem Erfolg. Indem ich im Abstand von ca. 50 cm den ziemlich offenen Spiegel von hinten angeblasen habe. (Übrigens habe ich hier auch einen erstklassigen 15" LOMO-Spiegel, wo sich prinzipiell die gleiche Frage stellt.)
     
    02. Der 12.5" hat einen geschlossenen Tubus, der 20" ein Gitterrohr, allerdings mit einem schwarzen "Kondom", wie man das gewöhnlich sieht, um Körperwärme abzuhalten. Nachdem ich am ersten Abend mit der unterschiedlichen Auskühlzeit gekämpft habe, konzentrierte ich mich am 2. Abend mehr auf die Fokusssierung, den Kontrast und die Definition des 20" Spiegels.
     
    03. Dabei war zu Beginn der Beobachtung das Seeing besser und auch der Spiegel selbst vermutlich in seiner optimalen termischen Form. Die Bilder von Saturn erschienen mir bis 400-fach eindeutig kantenscharf definiert hinsichtlich Ringkante und Cassiniteilung. Die ist derzeit schlechter zu sehen, weil wir in ca. 1 Jahre nur noch auf die Kante sehen. Orientiert habe ich mich am Saturnmond Enceladus, der zeitweise als klar definiertes nadelscharfes Pünktchen zu erkennen war. Gegen 22:30 Uhr nahm das Seeing ab und die Luftunruhe zu, das Bild verschwimmt dann immer wieder.
     
    04. Bei größeren Spiegeln wirkt sich die Luftunruhe stärker aus und eine aktive Optik habe ich leider nicht eingebaut.
     
    Fazit: Genau Deine Frage wird mich in den nächsten Wochen und Monaten stärker beschäftigen, u.a. bei der Mondbeobachtung im ersten oder dritten Viertel, bei den Epsilon Lyrae Sternen u. den anderen Testobjekten. Sodaß ich über die Länge der Zeit ein sicheres Urteil habe. Es sind zu viele Einflußgrößen, die man alle im Griff haben muß. Die Spiegelqualität selbst ist top, beantwortet unsere Frage aber nur zum Teil.
     
    Heute abend war das Seeing schlechter und gegen 21:30 Uhr zog der Himmel endgültig zu. Morgen soll es regnen.

  • Hallo Wolfgang,


    danke für den schönen Bericht - Du machst einem ja den Mund wässerig! :whistling
    Weißt Du, ob Alluna auch 20"er in f3,5 liefern kann?
    Mein von Dir getesteter 16"f4 hatte jetzt auch endlich sein firstlight. Gamma Leonis war bei 800-fach (Nagler 2mm) trotz mäßigem seeing sauber getrennt und ein wunderschöner Anblick.


    Freundliche Grüße: Uwe

  • Hallo Uwe,
     
    die Unterkorrektur Deines Spiegels war damals der Hauptfehler. Wobei das gar nicht so kritisch ist, wenn man damit richtig umgeht. Die thermische Bewegung eines Spiegels ist heftiger, als einem recht sein kann.
     
    Eine 20-inch f/3.5 Newton zu schleifen dürfte für Alluna kein Problem sein. Nur sollte man sich das nicht antun. Je kürzer nämlich der Fokus, umso kritischer die Koma-Situation. Ich hätte nämlich auch einen 20-inch f/5 Spiegel hier, nur fällt mir diese Art Leiter-Astronomie zunehmend schwerer. Zwei Meter Brennweite ist gerade so, daß man noch gut
    im Stehen beobachten kann. Wo ich mir ebenfalls Gedanken mache, wie man den Gitterrohr-Tubus wirksam gegen Wind
    abschirmt - davon hatte ich gestern abend nämlich genug. Für das Seeing auch nicht vorteilhaft.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/20NewF3-5.jpg]
     
    Bereits bei Achsabstand von nur 1 Millimeter ist die Komafigur bei exakter Kollimation um einiges größer als das Airy-Scheibchen. Noch schrecklicher ist das bei Achsabstand 2-10 mm.

  • Hallo ihr beiden Uew's
     

    Zitat

    Glückwunsch zu deinem feinen Spiegelchen!


     
    so langsam nähere ich mich tatsächlich diesem feinen Spiegelchen. Da sind aber noch einige Klippen zu umschiffen. Aus der allerersten Nacht weiß ich, daß so eine Rockerbox aus Holz ganz schön viel Wärme speichern kann, bis sie schließlich von 20° Celsius auf ca. 6° Celsius heruntergekühlt sind, die Rockerbox und der Spiegel selbst. Und weil ich am ersten Abend meinte, eine zarte Überkorrektur gesehen zu haben mit dem 13 lp/mm Ronchigitter, habe ich ganz "brutal" meinen 40 cm Venilator genommen, und den Spiegel rückwärtig ca. 2 Stunden so angeblasen, daß die ganze Wärme über die Rockerbox nach oben entweicht, was sie sonst viel langsamer tun würde. Glas ist auf Temperatur-Differenzen zwischen Vorder und Rückseite schon sehr sensibel.
     
    Zumindest ist jetzt ganz klar, mein Spiegel ist perfekt korrigiert, also weder über- noch unterkorrigiert. Das hätten wir also.
     
    Der zweite Aspekt ist wohlbekannt: War beim first light der Saturn noch bis 400-fach kantenscharf zu sehen, also auch die Cassiniteilung auf jeden Fall im Bereich der Ansen (= größter Ringdurchmesser) so störte am zweiten Abend das Seeing erheblich. Zur Kontrolle betrachtete ich einen Stern mittlerer Helligkeit, der starke Ähnlichkeit mit einem Nadelbällchen aus Eiskristallen hatte.
     
    Erst vor zwei Tagen stand erneut ein Zwischenhoch vor der "Haustür",
    Rockerbox und Spiegel waren entwärmt, also zwei Stunden kräftig angeblasen, das Seeing war brauchtbar, also noch nicht unbedingt excellent, aber die Vergrößerung bis 400-fach super, bis 500-fach kantenscharf und bis 660-fach zeitweise ebenfalls kantenscharf, aber immer nur für Bruchteile einer Sekunde.
     
    Erst wenn also alle Bedingungen einigermaßen erfüllt sind, bekommt man ein hartes und excellentes Ergebnis, wie gut auch immer die Optik sei.
     
    Nicht zu vergessen der aktuelle Stand der Saturnringe hier:
    http://astronomy.libsyn.com/?search=1&search_string=mimas
     
    [IMG:http://cdn3.libsyn.com/astronomy/Saturnoppositions.jpg]



    zwischenzeitlich suche ich mir ein anderes Objekt, beispielsweise die epsilon lyrae Sterne und was sich zwischen den engen Doppelsternen noch alles abspielt.

  • Hallo Wolfgang,


    Zitat

    Wo ich mir ebenfalls Gedanken mache, wie man den Gitterrohr-Tubus wirksam gegen Wind abschirmt - davon hatte ich gestern abend nämlich genug. Für das Seeing auch nicht vorteilhaft.


    Bei Beobachtung von deinem Garten aus, ein Drahtseil, Gerade oder in V-Form spannen und eine Bauplane grün in Haupt - Windrichtung durch die Ösen darauf verschiebbar befestigen. Mit 2 Sonnenschirm -Ständern dem unteren Stangenteil oder Telekopstangen aus dem Baumarkt gegen flattern beruhigen ( mit Bändern anbinden).
    So kann man es nach der Nutzung an einer Seite zusammengeschoben und - gebunden bis zur nächsten Beobachtung verbleiben.


    Gruß Günter


  • Eine 20-inch f/3.5 Newton zu schleifen dürfte für Alluna kein Problem sein. Nur sollte man sich das nicht antun. Je kürzer nämlich der Fokus, umso kritischer die Koma-Situation....


    Das kann ich nur deutlich bestätigen. Als ich auf der Suche nach einem12-Zöller war, habe ich mal durch ein f/3.85-Gerät geschaut, mit einem Nageler.


    Nicht nur Koma, sodnern das ganze Bild wirkt flau. Schon f/4 ist merklich besser und f/4.5 gewaltig besser (das habe ich jetzt). Aber selbst da muss man im Hochvergrößerungsbereich nachdenken, wie man das realisert. Zu Deutsch: Barlow ist Pflicht.


    Es ist nicht nur Koma, sondern auch sphärische Aberration bei bezahlbaren Okularen.

  • Hallo Wolfgang


    Wenn du bis 660-fach Vergrößern konntest, so ist das eigentlich schon das Ko für den 12".
    Mit meinem 12" konnte ich schon öfters bis 453 oder 544 fach gehen, was einer AP von 0.7 bis 0.6 entspricht, was ja auch der Planetentauglichen AP entspricht.
    Das dabei alles stimmen muss, dass musste ich auch schon feststellen.
    Dabei bin ich auch dazu übergegangen mit einem 35cm Bodenventilator mit max. 7000m³/h Luftdurchsatz den Spiegel zu kühlen.
    Mit einem 120mm PC-Lüfter wartest du nämlich ewig, bis vergeblich um eine solche Scherbe auf Betriebstemperatur zu bringen.
    Auch ist ein Justagecheck immer Pflicht!
    Wenn dann alles stimmt, macht der 12" Newton auch meinen 8" Schiefspiegler platt.
    Wäre nun interessant, ein statistisches Mittel zu erfahren, wann man eine solche Vergrößerung fahren kann.
    Das versuche ich nun mit Hilfe meines Beobachterbuches zu ermitteln. Die Chancen stehen jedenfalls gut, dass ich mich auch noch vergrößere.


    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe,
     
    so langsam gewöhne ich mich an den 20-Zoll-Newton. In der Regel wäre die 1. Nacht eines neuen Hochs hinsichtlich
    Seeing immer besser und die Zeit unmittelbar nach der Dämmerung ebenfalls. Passend dazu steht Saturn nahe am
    Kulminations-Punkt.
     
    Der Ventilator läuft schon seit zwei Stunden, bevor ich ihn abschalte und zur Beobachtung übergehe, Saturn und Regulus,
    in dessen Nähe der Planet zur Zeit steht, sind bereits mit bloßem Auge zu sehen.
     
    Ich benutze das 6 mm - 3 mm Nagler Zoom, weil leicht, ohne eigene Farbfehler und variabel in der Einstellung 5 mm, 4mm
    und eben 3 mm. Das Scharfstellen geht entweder über das Doppelbild des Ringes, wenn man nicht exakt im Fokus ist,
    oder noch besser an einem der Saturn-Monde (Bild) , die bei exakter Fokussierung als feine Nadelpunkte erkennbar sind,
    und dann bekommt das Bild genau diesen gestochen scharfen Bildeindruck.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/Saturngr_maerz.jpg]
     
    Bei 330-fach war klar, geht noch mehr. Also 400-fach - wie weiland auf der Emberger Alm mit dem Lomo Spiegel gleicher
    Größe, auch kein Problem. Eine Stufe weiter 500-fach, immer noch ein klares Bild, die Cassiniteilung kantenscharf,
    zwischendurch der Verdacht, man sieht auch die Encke-Teilung. Bei 660-fach kämpft man schließlich mit dem Seeing, die
    Momente in denen der Saturn klar und "scharf" erkennbar ist werden kürzer. Also wieder zuurück zu 500-fach, und diese
    Vergrößerung macht der Spiegel sehr zuverlässig - also auch die Monde sind immer wieder als feine Nadelpunkte
    erkennbar. Diesmal alle "unterhalb" des Planeten angesiedelt.
     
    Die Dobson-Montierung von Dieter Martini erfüllt ihren Zweck, den Saturn stelle ich immer etwas außerhalb des
    Gesichtsfeldes, dadurch sind die unvermeidlichen Schwingungen im Bildfeld bereits abgeklungen. Komabedingt ist der
    Saturn nicht überall gleichscharf im Bildfeld, aber auch das merkt man sich. Die Distanzstangen habe ich nummeriert,
    sodaß sie immer wieder die gleiche Position einnehmen und damit auch die Justage jedesmal wieder stimmt - Gottseidank!
     
    Nun überlegt man sich, ob es nicht irgendwo ein Dobson Positioniersystem gibt, das einem das Finden der lichtschwachen
    Objekte erleichtert - also besonders der Nebel, Galaxien etc. Irgendwann wird es auch eine irgendwie geartete
    Nachführung geben, je einfacher, umso besser.
     
    Und zu vorgerückter Stunde - man möchte auch noch schlafen - das Ganze wieder rückwärts:
    - Mantel abnehmen
    - Hauptspiegel abdecken
    - Hut abnehmen
    - Transport-Rollen hinten und vorne
    - Hut auf Rockerbox
     
    und das Möbel wieder am Haken zurück in die 20° warme Werkstatt. Gar nicht so schlecht - sooooooooo'n 20-Zöller,
    Jedenfalls man schläft prima danach.
     
    http://www.av-appenzell.ch/?p=12
    http://astrofotografie.hohmann…n/sonnensystem.saturn.php

  • Hallo Wolfgang


    Gestern habe ich auch wieder mit dem 12" schon in der Dämmerung gegen 20:45Uhr mit Saturn begonnen. Das Seeing ist dann am besten. Später gegen 22:00 Uhr wurde es immer schlechter.
    Dabei konnte ich auch wieder 453fach sicher Vergrößern und gelegentlich habe ich es bei 544fach probiert, doch die Zeitabstände, wo der Planet scharf erschien wahren mir zu lang und zu anstrengend.
    Die Monde konnte ich auch schon bei 302fach als feine Pünktchen erkennen.
    Das sind schon große Kontrast- und Helligkeitsunterschiede von dem Planeten auf die Monde!
    Ich habe mich aber gestern auf die Ringe konzentriert, A-B-C Ring kein Problem Cassiniteilung auch Messer scharf, deutliche weiß-graue Aufhellung in den Ansen vom B-Ring zur Cassiniteilung.
    C-Ring, schön wie ein grauer Schleier auslaufend vom B-Ring zur Planetenkugel. Vor der Planetenkugel wie ein feiner schwarzer Balken mit dem A und B-Ring als grauer Balken davor. Enke, leider unsichtbar.
    Messer scharfer Schatten der Planetenkugel auf dem Ring.
    Danach kann man wirklich selig schlafen.
    Ich wünsch dir noch viel Spaß mit deinem neuen Instrument und lass als mal wieder etwas von deinen Beobachtungen hören.


    Gruß Uwe

  • Hallo Leute,
    ist ja ein älterer Tread. Hierdurch angeregt und mit Wolfgangs Wohlwollen habe ich mich entschlossen, auch einen Alluna Spiegel zu ordern.
    Es ist ein 510mm F 4,7. Der Spiegel wird in etwa im August einfliegen, so das ich hier noch zeit habe für den Bau. Bis jetzt steht nämlich noch gar nichts fest, ob Bausatz, Bauanleitung, oder der FS-Kauf. Eine EQ-Plattform solls auch werden.
    Eventuell bekomme ich ja einige Anregungen von Euch. Ich habe zwar schon mal aus einem Starfinder 16" einen Dobs gebaut, aber der ist recht schwer.


    [IMG:http://www.astronomieclub-volkach.de/dobson16_4.jpg]


    Damals verfügte ich aber noch nicht über meine jetzige Werkstattausrüstung.
    Der Dobson ist nicht meiner, steht aber im Moment bei mir. Aber die 16" mit der Uraltverspiegelung hauen mich nicht unbedingt vom Hocker.

  • Vom Refraktor zu einer Mülltonne? Au weiah....


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    Hallo Stefan, Du wandelst auf meinen Pfaden?


    Nicht nur ein Refraktor ist ein feines Gerät,
    auch ein Newton kann höheren Ansprüchen genügen.
    Wenn man keine Kompromisse bezüglich Qualität eingeht,
    und der Karre zeigen kann wer der Meister ist :D

  • Hallo Gerd,
    Refraktor UND Mülltonne. Dieser wird auch draussen eingesetzt, bei mir daheim ist der Refraktor immer noch der Favourit.
    Ausserdem muss man ja mitreden könne, also probier ich das mal aus.
    Wenn dann gscheit, keinen der heutzutage erwerblichen Billigspiegel. Beispiel, Nachbar kaufte sich einen der üblichen 16" im 2K Preissegment. Was verspricht die Werbung? Das Beste vom Besten! => 2 mal Umtausch, kann man gleich einen Wandspiegel vom OBI kaufen. SCHROTT.

  • Anmerkung: Das haut rein :whistling
     
    Wenn Du, lieber Stefan, auch noch mit einer äquatorialen Plattform ein paralaktisches System realisieren willst, dann
    steht Dir eine größere Aktion ins Haus bei einem 20-Zöller, immerhin hast Du ja einen Fokus von fast 2.40 Meter über
    Grund ! Da wäre ein Goto System das näher liegende.
     
    Natürlich gibt es die Flying Dobson Version: 2002 The Flying Dobson 16. ITT in Kärnten
    In meinen Berichten habe ich auch fleißig Dobsons fotografiert als Anregung für mich selbst. Da war dann -
    2008 Bayerisches Teleskop Meeting unter gutem Stern - auch diese Lösung dabei. Für einen 20-Zöller
    bei f4.7 dürfte das aber etwas größer ausfallen.
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/BTM-2008-12.jpg]
     
    [IMG:http://rohr.aiax.de/BTM-2008-13.jpg]

  • Gratulation Stefan,


    die Entscheidung hat was positives!
    Ich fahre seit Jahren ja auch zweigleisig mit Rafraktoren und dem Ulugh Beg. Allerdings genügen mir die 14" des Lomo-Spiegels durchaus. Allerdings im Volltubus.
    Bedenke aber auch, daß Du das Schlachtschiff auch aufbauen mußt und auch wieder abbauen. Traust Du Dir das zu in Deinem körperlichen Zustand?


    Frage Dich lieber vorher, bevor dieses dann sicherlich tolle Teil nur ungenutzt herumsteht!


    So, das war`s von mir für die kommenden Tage, ich bin nun auf dem Weg nach Mannheim und werde mich wohl erst wieder am Sonntag melden.

  • Hallo Wolfgang,
    das wäre eine mechanische Herausvorderung...


    Hallo Winfried,
    Auf und Abbauen tue ich nicht. Vorerst wird er mittels Räder, wie auch der 16", von dem Abstellraum (ehemals Raucherecke) einfach auf ein Betonplatte im Garten gekarrt. Späterer Einsatz standhaft in der geplanten Aussensternwarte.

  • Hallo,


    Beispiel, Nachbar kaufte sich einen der üblichen 16" im 2K Preissegment. Was verspricht die Werbung? Das Beste vom Besten! => 2 mal Umtausch, kann man gleich einen Wandspiegel vom OBI kaufen. SCHROTT.


    Genau dieses Thema bringt mich immer wieder zum Nachdenken. Von Orion höre ich viel Gutes zu einem angemessen Preis. Alluna und andere Edelhersteller bringen Spitzenqualität zu exorbitant hohem Preis. Sieht man so viel mehr mit den Spitzenmodellen?


    Vermutlich wirds jetzt wieder eine Endlosdiskussion mit 2 gespaltenen Lagern :twisted: :whistling


    Gruß
    Rainer

    "Es ist durchaus möglich, dass sich hinter unseren Sinneswahrnehmungen ganze Welten verbergen, von denen wir keine Ahnung haben..."
    Albert Einstein

  • Zitat

    Sieht man so viel mehr mit den Spitzenmodellen?
     


     
    Hallo Rainer,
     
    das hängt vom genauen Hingucken, dem Seeing und von der Einstellung ab, die man zur hohen handwerklichen Qualitäts-Arbeit hat.
    Die richtige Parabel-Retouche und die Glätte einer polierten Oberfläche sind das Geheimnis. Die Diskussion brauchen wir nicht führen,
    das erledigen die dafür reservierten Foren mit unnachahmlicher Schärfe.
     
    Wer Zambuto, Intes, Lomo, Alluna, Zeiss-Spiegel etc. kauft, zahlt gerne den gerechtfertigten und deshalb teueren Preis. Für diese
    Entscheidung muß man sich nicht rechtfertigen.