Schmidtplattenprojekt fertig

  • Hallo Astrogemeinde


    Habe mein Projekt Schmidtplatte zu meiner zufriedenheit fertiggestellt.


    Da Sie noch nicht Vergütet ist, habe ich in bezug auf Auflösung und Kontrast abstriche zu machen.


    Die Tests am künstlichen Stern sind Positiv verlaufen habe drei schöne konzentrische Beugungsringe, aber einen hauch Astigmatismus, schade, Man sieht ihn aber nur bei Vergrößerung jenseits von 200 fach,damit muß ich leben. Ist halt handarbeit.


    Da momentan kein gutes Wetter herscht konnte ich nur selten am Himmel testen. Ein Test ist mir aber trozdem gelungen war zwar schlechtes Seehing so 2-3 konnte den Saturn mal aufs Korn nehmen.


    Das Ergebnis war ein schöner Anblick, konnte zwar die Cassiniteilung noch nicht erkennen, was bei meiner Russentonne sonst mühelos zusehen ist. Muß eben auf besseres Wetter warten.


    Das wars erst mal werde weiter Berichten.


    CS Achim

  • Hallo Theoretiker


    Da Überhaupt kein Interesse besteht, möchte Ich nun an die Theoretiker ein keines Statement abgeben.


    Wer sich das Buch von Kurt Weske( Spiegeloptik entwurf u. Herstellung) kauft und die Schmidtplatte nach der Lokalen Retusche herstellt kann ohne viele Tests sich die Platte ohne weiteres selbst herstellen. Vorausgesetzt man verfügt ein wenig über Handwerkliches geschick.


    Man benötigt nur einen Künstlichen Stern zum Testen damit man sich die Oberfläche des Gesamtsystems anschauen kann, das reicht voll und ganz aus. So habe ich es auch gemacht.


    Desweiteren viel Geduld Zeit u. Ausdauer und ein gutes Auge für die Interpretation der Tests am K-Stern. Bei diesen vier-fünf
    voraussetzungen ist es ganz einfach zu bewerkstellen.


    Wer seine Schmidtpatte geschrottet hat, hat die möglichkeit sie zu ersetzen ohne sein Teleskop wegzuschmeißen. Für was anderes ist es sonst nicht zu gebrauchen.( viel zu Schade)


    Für Fragen bezüglich Herstellungs, gebe ich Auskunft.


    CS Achim


    PS. Die Materialkosten liegen bei Ca.80 Euros. Das ist es doch wert??????!!!!!!:whistling:wub:

  • Hallo Achim,

    - was für eine Glasplatte hast Du denn genommen? Das wäre das erste, was mich interessiert.
    - hast Du die Retouche auf beiden Seiten, oder nur auf einer durchgeführt.
    - wie weit war der künstliche Stern weg.
    - den Kurt Wenske habe ich seit mindestens 30 Jahren hier, entsprechend zerfleddeert ist er auch.

    Einen leichten Astigmatismus habe fast alle EC-Systeme. Geht bei Massenproduktion gar nicht anders. Ein SC-System muß schon sehr gut sein, wenn es die Cassini-Teilung kontrastreich abbildet. Außerdem nähern wir uns beim Saturn der Kantenstellung, da wirst Du vom Ring nix mehr sehen.

    ES gibt jede Menge freie Bildhoster, auf die Du Deine Bilder packen kannst. Dann mußt Du nur noch dorthin verlinken. So mache ich das wenigstens.

    Vielleicht zeigst Du uns auch den Ronchi-Gittertest mit Angabe der Gitterkonstante und intra- oder extrrafokal. Und natürlich, wie weit der künstliche Stern weg ist, oder ob Du gegen einen Planspiegel gehst.

  • Hallo Wolfgang


    Ich habe mir beim Glaser eine OptiWite (soll B270 Glas sein) Glasplate schneiden lassen nicht selektirt.


    Fertigmaß 212mmx6mm plus 63mm Kernbohrung.


    Habe auf eine Seite die Kurve hinein geschliffen und die andere Seite so gut es geht Planparaell mit drei normalen Glasscherben geschliffen das ganze dann Sorfälltig poliert.


    Geprüft habe ich mit K-Stern in 8m entfernung ( ohne Planspiegel ) bin damit an das minimum gegangen sodas ich intrafokal und extrafokal fokusieren konnte. Desweiteren habe ich ein Amiziprisma benutzt.anstatt ein Roncigitter.Siehe obiges Bild da sieht man diese Linie. Dabei sieht man einen leichten Fehler in Form eines umgekehten Mexikanerhutes. Um das Zentrum bin ich noch einwenig zu hoch.


    Wenn ich um den Sekundärspiegl eine 5mm breite Blende lege ist der Fehler behoben. Da muß ich nochmal ran. Deswegen auch um Saturn eine hauch Nebel was mir die Cassiniteilung versaut.


    Da ich noch ein Paar Pits sehe was noch Streulicht verursacht werde ich noch etwas feintunin betreiben bis ich ein Knachscharfen Saturn sehe mit allem drum und dran. Ich denke das ich bei etwa 98% angelangt bin, wenn ich den vergleich mit der Russentonne nehme.( Die ist sehr gut da ich bei Ihr die Cassiniteilung sehe)


    Der Vorbesitzer des C8 hat die Cassiniteilung mit der Originalen Schmitplatte auch nicht gesehen was mich sehr wunderte.Deswegen habe ich mir das Gerät zugelegt als Versuchsobjekt weil alle behaupten man kann eine Schmidtplatte nicht selber an einem fertigen System herstellen. Pustekuchen man kann es!!!!!!


    Auch ohne Roncie, Focault und sonstige Testaparaturen.


    Wenn alles zu meiner zufriedenheit erledigt ist,geht es zum vergüten.


    Oder erst zum Testen nach dir Wolfgang?


    Damit die Theoretiker auch was zu reden haben weil Sie praktisch nicht in der Lage sind. So sind die Handwerker nun mal. Was nützt es dem Messinginginuer wenn er es nicht in die Tat umsetzen kann? Mein Motto lautet geht nicht gibt es nicht!


    Das soll jetzt kein Vorwurf sein, sondern manchmal Tatsache.


    CS Achim

  • Hallo Achim,

    Du wirst es nicht glauben, das Produkt interessiert mich schon sehr, nachdem ich die SC's, die ich hier untersuchte, gar nicht mehr zählen kann.

  • Hallo Achim,


    schade, daß ich Deinen Eintrag erst heute gelesen habe. Durch Zufall habe ich nachfolgenden Link im Internet gefunden. Es ist eine Quellensammlung zu Bernhard Schmidt.


    http://www.digilife.be/club/jo…%20Bernhard%20Schmidt.htm


    Auch einige Beschreibungen zur Herstellung von Schmidt-Platten sind mit enthalten. Eventuell ist der eine oder andere Artikel auch heute noch interessant. Bei Problemen die alten Literaturquellen zu erreichen, kann ich eventuell helfen.


    Gruß Ralf

  • Hallo Achim,


    finde ich super, daß Du Dich über eine Schmidtplatte drübergetraut hast!
    In diesem Zusammenhang würde mich folgendes interssieren.


    Wie hast Du den Unterdruck erzeugt?
    Wie hast Du die Platte gegen die Unterdruckkammer hin abgedichtet und ist der Druck dann konstant geblieben?


    Grüße
    Hans-Heinrich

  • Wie hast Du die Platte gegen die Unterdruckkammer hin abgedichtet und ist der Druck dann konstant geblieben?


    Hallo Hans-Heinrich,


    schau mal in den Thread "Schmidtplatte selbst herstellen?" etwas weiter unten. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Achim die Platte ohne Vakuum geschliffen und poliert, nur mit Retusche. Wenske beschreibt das kurz in seinem Buch. Die Anforderungen an die Oberflächengenauigkeit ist auch nicht so hoch wie bei Spiegeln. Siehe z.B. hier ganz unten auf der Seite.


    Mich interessiert, wie lange der Schliff gedauert hat und wie es mit den
    Geisterbildern bei unvergütetem Korrektor aussieht?


    Grüße,
    Thomas