Astrofotos und Montierungs pflege ?

  • Hallo habe mal ein Paar fragen zur Astrofotografi zur flege der Montierung


    1.ich lese immer wieder das Bilder aus 50 Bilder oder mehr zusammengesetzt werdennicht nur bei deep Sky sondern auch bei Planeten wie geht das was muss ich da machen ?habe ja selbst die Lipi Cam von Meade


    2. ich habe vor meine Montierung draußen im Garten fest zu installieren so das ich sie nicht immer wieder ausrichten muss reicht es wen ich mir da ein so ein Kleinen Graten schuppen auf rollen drüber baue wegen der Feuchtigkeit also frei nach den Motto Tür auf das Ganze weg schieben los legen ?

  • Hi cuga,
    moeglicherweise kann die Software zur LPI bereits mehrere Bilder mitteln. Ansonsten
    kannst du das mit Giotto oder Registax machen. Selbst verwende ich Giotto. Damit
    kann man voreingestellte Ablaeufe waehlen die bereits gute Ergebnisse liefern. Dann ist
    nur noch die Bildquelle anzuklicken und abzuwarten. Feintunen kann man natuerlich
    auch.
    Fuer die Montierung gibts auch noch eine andere Loesung: eine Saeule
    auf die dann bei Bedarf die Montierung gesteckt/geschraubt wird - also
    nur die Montierung ohne Stativ. Das Stativ wird durch die z.B. im Garten
    einbetonierte Saeule erstetzt. Obendrauf eine Aufnahme in die man bei Bedarf
    die Montierung setzt und dann bereits ausreichend richtig eingenordet ist.
    So kann die Elektronik im Trockenen bleiben.
    Gruesse,
    argus

  • Hm ja danke das mit der Säule wäre eine Lösung und ja so weit ich weiß kann die Lpi mehrfach Aufnahmen machen da ist so was im Programm drin konnte das nur leider noch nicht wirklich nutzen weil der Garten noch fehlt und da wo ich jetzt Wohne eine Ausrichtung nach Polariss nicht Möglich Vollen Süd Blick hoffe das sich dies in Bald Haus mit Garten ist in reichweite ändert

  • Hi cuga,
    wenn du Polaris nicht im Blickfeld hast, kannst du die Montierung
    trotzdem sehr genau mit der Drift Methode ausrichten.
    Dazu stellst du erstmal die Montierung so gut wie moeglich auf, mit
    Kompass die Polachse nach Norden und die Hoehe (Winkel) der Polachse auf
    Breitengrad.
    Ab dann bedienst du die Montierung manuell, also ohne motorische Nachfuehrung,
    und stellst sie so ein:
    Von der Seite: so dass die beiden weiss eingezeichneten Kanten etwa parallel
    sind.



    Von oben: so dass das Teleskop in Richtung Sueden zum Himmelsequator
    zeigt.



    Nun kannst du das Teleskop einhaengen und dann nach einem Stern schauen der
    nicht weit von dieser Montierungseinstellung entfernt ist.
    Mit der Rektaszensions (R) und Deklinationseinstellung (D) bringst du ihn mittig in das
    Zentrum eines Fadenkreuzokulars und drehst das Fadenkreuzokular so dass bei einer
    Rektaszensionsbewegung der Montierung der Stern auf der waagrechten Linie
    im Fadenkreuzokular hin und her laeuft. Dann stellst du den Stern in die
    Mitte des Fadenkreuzes und korrigierst nur noch mit der Rektaszension.
    Laeuft der Stern nach oben oder unten, musst du solange den Azimut
    der Polachse aendern bis er das nicht mehr tut. Dabei kannst du im einfachsten Fall die gesamte Montierung drehen. Ob die Richtung
    der Azimutaenderung gegen oder mit dem Uhrzeigersinn eine Drift-Verbesserung
    bringt, haengt davon ab wie und ob dein Teleskop die Seiten vertauscht. Das kann
    man sich ueberlegen oder einfach ausprobieren. Einmal die
    Montierung um 30 grd gegen und 30 grd mit dem Uhrzeiger von der Ausgangsposition
    drehen und schauen was passiert.Wenn man sich das notiert hat laesst sich damit
    ganz einfach intuitiv umgehen.
    Nun so lang den Aziumt korrigieren bis der Stern keine Drift nach oben oder unten hat.



    Dann schwenkst du mit der Rekataszension nach Westen oder Osten, je nach
    Sicht.
    Dazu stellst du die Montierung so ein:



    Suchst dir wieder einen Stern unweit dieser Montierungsposition, stellst das
    Fadenkreuzokular so ein das der Stern beim drehen der Rekataszensionsachse
    auf dem waagrechten Strich hin und herlauft. Dann stellst du den Stern in die
    Mitte des Fadenkreuzes und korrgierst nur noch mit der Rektaszension und schaust
    ob der Stern mit der Zeit nach oben oder unten wegdrifted.
    Tut er das musst du nun die Hoehe der Polachse aendern bis er nicht mehr
    drifted. Ob die Hoehe groesser oder kleiner gestellt werden muss haengt wieder
    davon ab wie dein Teleskop die Seiten vertauscht. Am einfachsten du
    drehst die Polachse um 10 grd von der Ausgangsposition nach oben und unten
    und schaust in welche Richtung die Drift ist - und notieren. Dann wieder so lang
    die Hoehe der Polachse aendern bis es keine Drift mehr gibt.
    Fertig. Normalerweise genuegt ein Durchgang um ein Planetenscheibchen
    mit eingeschalteten Motoren dann fuer so lange Zeit auf der LPI zu halten
    dass man in aller Ruhe die optimale Fokussierung und alle notwendigen
    Kameraeinstellungen vornehmen kann. Dazu bringst du das Planetenscheibchen
    ins Fadenkreuz und steckst die LPI rein. Jetzt kannst du die auch die Fernbedienung
    verwenden um kleine Korrekturen in Rektaszension und Hoehe vorzunehmen.
    Auch da ist ausprobieren und Intuition das Beste. Je nachdem wie gedreht du
    die LPI einsteckst und wie dein Teleskop die Seiten vertauscht musst du
    verschiedene Richtungstasten auf der Fernbedienung druecken um das
    Planetenscheibchen ins Zentrum zu ruecken.
    Und je nachdem wie gut du mit der Drift Methode deine Montierung
    aufgestellt hast musst du ab und zu mit der Fernbedienung nachkorrigieren.
    Du kannst aber auch ausgehend von der aktuellen Montierungsaufstellung
    auch weitere Durchgaenge mit der Drift Methode machen. Beim naechsten
    Durchgang wird die Montierung noch besser eingestellt sein und du musst
    noch weniger nachkorrigieren. So wirst du auch verfahren wenn du die
    Montierung auf der Saeule anpassen willst. Die Drift Methode ist noch
    genauer als die Methode mit dem Polsucher.
    Du brauchst dir nicht mal allzusehr den Kopf zerbrechen wie diese
    Methode funktioniert. Du wirst sehen, das geht in Fleisch und Blut
    ueber, ohne viel nachdenken dreht man an der richtigen Schraube.
    Du musst es einfach nur mal ausprobieren, der Rest kommt von selbst.
    Und du lernst dabei die Eigenheiten deiner Montierung kennen, das Spiel,
    den toten Gang, wie die Rektaszensionsgeschwindigkeit des Antriebs
    abweicht und wie und wann mit welcher Geschwindigkeit (2,4,8,16x) zu
    korrigieren ist. Aber, aus Erfahrung mit der EQ EM-10, wenn man die
    Charaktersitik kennt, kann man schon was damit anfangen.
    Viel besser als die EQ-1 und Lidl-Montierung die ich auch hab'.
    Gerade bei Experimenten mit der WebCam am Planeten wird
    alles wesentlich entspannter, beim fokussieren, WebCam einstellen
    und Planetenscheibchen auf dem Chip halten. Und bei 400 mm
    Brennweite kann man schon mal Belichtungszeiten ueber
    mehrere Sekunden andenken. Das werd' ich mir aber noch genauer
    anschaun.

    Gruesse,
    argus

  • erstmal Großes UFFFFFFFFFFFFFFFFF Na mal schauen ob ich das alles hin bekomme werde das mal versuchen wen es nicht Klappt nicht wundern wen ich dich dann nachts um 12 Anrufe dann musste Vorbeikommen *SFG*aber danke für diesen Tip