Skywatcher Dobson 8''

  • Guten Abend,


    endlich eine Community, in der man nicht durch einen Administrator freigeschaltet werden muss. Man sollte nicht denken, dass es über Pfingsten so schwer ist, ein paar simple Fragen loszuwerden...^^


    Ich war am vergangenen Donnerstag in einer Sternwarte und durfte das erste Mal den Mond, Merkur, Mars und den wunderschönen Saturn aus der Nähe betrachten. Dieses für mich wunderschöne Erlebnis hat mir augenblicklich Lust auf "Mehr" gemacht: ein eigenes Teleskop soll her. Da ich Student bin, spielt der Preis eine entscheidene Rolle, daher war ich vom Skywatcher Dobson 8'' sehr überrascht: Man bekommt es schon für 269€. Ich habe schon viele Stimmen im Internet gelesen, die dieses Teleskop als sowohl einsteigerfreundlich als auch aufrüstbar gelobt haben. Trotzdem habe ich keine Vorstellung, wie die Bilder verschiedener Himmelsobjekte mit diesem Reflektor aussehen. Habt ihr Bilder mithilfe dieses Modells gemacht und könnt sie mir zeigen? Ich habe leider keine Vorstellung, was mit diesem Teleskop möglich ist - außer dass es keine so guten Bilder wie das in der Sternwarte liefert.:happy:


    Auch für allgemeine Erfahrungsberichte wäre ich dankbar. Besonders interessiert mich, wie einfach sich die Nachführung gestaltet. Ein letzter Punkt wäre das Zubehör: Was brauche ich neben den beiden mitgelieferten Super Plössl Okukaren über kurz oder lang? Ist bspw. ein Justierlaser Pflicht?


    Ich wäre für konstruktive Antworten sehr dankbar! :wub:


    Gruß, Jonas

  • Hi Polluw1988,

    so ein 8" Dobson ist DAS aktuelle Universalgeraet fuers visuelle
    beobachten von Planeten und Deep Sky. Je nachdem wie dunkel
    dein Standort ist kannst du damit durchaus ein noch besseres
    Seh-Erelebnis haben als z.B. von einer Stenwarte in der Stadt.
    Bilder, egal ob von Planeten oder Deep Sky Objekten, kannst
    du nicht direkt mit dem visuellen Bild vergleichen.
    Aber du kannst mit diesem Geraet eigentlich Objekte aller
    Kategorien sehen: Galaxien, Nebel, Kugelsternhaufen, offene
    Sternhaufen, Planeten und natuerlich auch den Mond.
    Galaxien und Nebel sind auf Photografien farbig und um ein vielfaches
    deutlicher zu erkennen als visuell - da sind sie schwarz/weis und
    wesentlich lichtschwaecher. Trotzdem sind Strukturen auszumachen.
    Sternhaufen sind visuell schoener als auf Photografien, Planeten kleiner,
    wirken dafuer aber mehr. Du kannst also das visuelle Erlebnis nicht
    von Bildern ableiten - und - je oefters du das Teleskop benutzt
    umso mehr Details wirst du erkennen lernen. Du wirst dann
    immer besser wissen "wie" du schauen musst.

    An deiner Stelle wuerde ich erst mal mit den Standard-Dreingaben
    beobachten. Ein Justierlaser oder ein Cheshire ist schon eine
    Hilfe fuer die Justage. Es geht aber auch ohne bzw. einfacheren
    Hilfsmitteln.

    Viel wichtiger am Anfang ist Objekte zu finden. Hier ist ein Telrad,
    Orion Starfinder oder Leuchtpunktsucher hilfreicher als ein mittelklassiges
    Sucherfernrohr. Und entsprechende Karten in denen die Objekte
    verzeichnet sind. Der Karkoschka ist z.B. so ein "Standardwerk".
    Und um beim beobachten darin lesen zu koennen brauchst du eine
    Rotlichtlampe um die Dunkeladaption deiner Augen zu behalten.

    Also: 8" Dobson mit Finder, Karkoschka und Rotlichtlampe.
    Das waehre die Grundausstattung damit Freude aufkommt.

    Gruesse,
    argus

  • Hmmmm, du hast mir richtig Lust gemacht... Es freut mich zu hören, dass mein Wunschteleskop einen guten Ruf genießt. Ich dachte bisher immer, ein sinnvoller Einstieg in die Astronomie würde um die 1000€ kosten... Eine Rotlichtlampe habe ich schon, auch mehrere Himmelskarten. Ein Leuchtpunktsucher wird also auch noch gekauft.


    Danke für deine ausführliche Antwort!:happy:

  • ..1000 Euro? Ich bin grade dabei Deep Sky Fotografie mit einer
    500 Euro Ausruestung zu versuchen...

    Aber es ist klar, je teurer desto besser *kann* die Ausruestung sein
    -> bevor man viel Geld ausgibt sollte man sich sehr gut auskennen.

    Mit dem 8" Dobson machst du nix falsch. Garantiert.
    Egal ob von Skywatcher, GSO, Orion, Meade...

  • Hallo Jonas,
    vor einiger Zeit stand ich vor der gleichen Situation wie du und wollte mir ebenfalls ein 8" Dobson zulegen.
    Dem Skywatcher würde ich in jedem Falle das Galaxy-Dobson von Intercon-Spacetec vorziehen.
    Hier besteht der Hauptspiegel nicht aus billigem Float-Glas sondern aus hochwertigem BK7 (in der Einsteiger-Version), was die Abbildungsqualität noch verbessert.
    Außerdem hast du mehr und sinnvolleres Zubehör.
    Die Lieferung verlief bei mir schnell und einfach und ich bin mehr als zufrieden. Die Schärfe ist atemberaubend, vor allem an Mond und Planeten. Und im Deep-Sky-Bereich bist du dann sowieso gut aufgestellt.
    Die Sternwarte in unserer Nähe hat einen Skywatcher-Dob und wir haben an einem Abend mal den ultimativen Vergleich gemacht. Die Abbildungsqualität des Galaxys ist schon ein wenig besser...


    http://www.intercon-spacetec.d…opberatung/galaxy-dobson/
    http://www.fernrohrmarkt.de/ad…esult.php?keywords=4D0824

    Viele Grüße und CS
    Ulrich


    [COLOR="Red"]Galaxy 8" Dobson (Pyrex)[/COLOR]

  • Meeeeeeeh,


    ich bin für jeden Tipp dankbar, aber mittelschwer verqirrt. Ich kann mit meinen Kenntnissen einfach nicht selbstständig abschätzen, welches das richtige Gerät für mich ist. Der Preis würde sich ja nicht ändern, obwohl mehr Zubehör dabei ist. Kann noch jemand anderes was zum Galaxy sagen?


    Gruß, Jonas

  • ..letzten Endes entscheidet bei einem Vergleich auch welches Teleskop optisch besser auskorrigert ist - samt Justage.
    Ich selbst hab eine 12" GSO Optik (so wie
    im Galaxy verbaut) und auch einen Newton mit Skywatcher
    Optik und bin mit beiden aeusserst zufrieden.

    Ich sag, egal fuer welche Marke du dich auch entscheidest, du machst
    nichts falsch.

  • Meeeeeeeh,


    ich bin für jeden Tipp dankbar, aber mittelschwer verqirrt. Ich kann mit meinen Kenntnissen einfach nicht selbstständig abschätzen, welches das richtige Gerät für mich ist. Der Preis würde sich ja nicht ändern, obwohl mehr Zubehör dabei ist. Kann noch jemand anderes was zum Galaxy sagen?


    Gruß, Jonas


    Die optische Qualität all dieser Billigsdobsons ist vergleichbar und mindestens mittel. Also benutzbar. Aus diesem Grund kann man sich an den restlichen Parametern orientieren.
    Ein Speigel aus Fensterglas zeigt genau so gute Bilder wie der aus dem billigsten optischen Glas BK7. Da würde ich nicht viel drauf geben. Aber paar Okulare brauchst du für den Anfnag schon, und einen Sucher. Die meisten schwören auf Peilsucher a la Telrad und Co. Du musste eben sehen, was du im Komplettpaket mit dazu bekommst, und was dann in Kürze noch mal ein Loch in die Geldbörse reißt.

  • So, habe mir soeben den Galaxy 8er bestellt. Man darf gespannt sein. Erstmal danke ich jedem von Euch für eure fundierten Ratschläge.
    Nun noch ein paar Fragen, die mir durch den Kopf schwirren:


    1) Ist es problematisch das Teleskop (natürlich abgedeckt) in einem Keller zu lagern? Bei der Beobachtung setzt man es sowieso Kälte und sogar Feuchtigkeit aus, daher sollte einer dauerhaften Lagerung in einem unbeheizten Keller mit recht hoher Luftfeuchtigkeit nichts entgegen stehen, oder?


    2) Wo gibt es einsteigerfreundliche Infos zu Okularen? Besonders diese Koponente des Teleskops habe ich bisher nicht hinreichend verstanden, um weitere Ausgaben planen zu können.


    3) Ich weiß von vielen Objekten nicht, ob ich sie mit meinem Gerät sehen kann. Existieren Listen im Netz, welche die benötigte Optik angeben? Oder ganze "Himmelstouren" für bestimmte Teleskoparten?


    4) Das für mich mysteriöse Thema der Benutzung einer Dobsonhalterung. Lassen sich auch zu diesem Thema Tipps finden? Wie genau peile ich ein bestimmtes Objekt an - bzw. wie stelle ich die Koordinaten richtig ein?


    Besonders die letzte Frage mag euch (Halb-) Profis vielleicht dumm vorkommen, aber ich frage lieber offen als dass ich nachher wertvolle Zeit meines... wie nennt ihr das noch gleich... first lights verpasse. :D


    Enthusiastische Grüße,


    Jonas

  • So, habe mir soeben den Galaxy 8er bestellt.
    1) Ist es problematisch das Teleskop (natürlich abgedeckt) in einem Keller zu lagern? ..


    2) Wo gibt es einsteigerfreundliche Infos zu Okularen? Besonders diese


    3) Ich weiß von vielen Objekten nicht, ob ich sie mit meinem Gerät sehen kann...


    Gute Entscheidung, wichtiger Schritt in eine Beobachterkarriere.


    Im Keller lagern: Die Optik leidet nicht, das Glas ist aluminiumbedampft und quarzbeschichtet. Aber wenn sich nach einiger Zeit Rostspuren am Tubus zeigen oder die Rockerbox aufquillt, ist es Zeit, sich etwas anders zu überlegen. Kälte an sich ist kein Problem, etwas höchere Luftfeuchte auch nicht. Aber richtige Feuchtigkeit im Sinne eines Kohlenkellers à la 50er Jahre würde ich einem Instrument nicht zumuten. Besser ist vielleicht so etwas wie Schuppen oder Garage: besser duchlüftet und insbesondere im Sommer nicht an das kalte Erdreich angekoppelt. Dadurch wird es nämlich feucht: Die warme Luft von außen trägt viel Feuchte ein, die bei Abkühlung kondensiert. Der Schuppen wird mit warm und die Luft bleibt trocken.


    Okulare: Hier gibt es Glaubenskriege. Manche schwören auf Okulare, von denen ein einzelnes mehr kostet als dein Gerät als ganzes. Ich arbeite viel mit dem sog. Goldkanten, die sind bezahlbar. Im Hochvergrößerungsbereich lässt die Schärfe wegen der kurzen Brennweite des Newtons etwas nach, da empfiehlt sich der Einsatz einer Barlowlinse (für Mond und Planeten).



    Zu den Beobachtungsobjekten: 8 Zoll bieten so viel Öffnung, dass man sich erst einmal an jedes einigermaßen bekannte Objekt heranwagen kann. Es gibt keinen Grund, irgendein z.B. im Uranometrie verzeichnetes Objekt nicht wenigstens zu versuchen. Voraussetzung ist dunkler Himmel und ggf. ein Nebelfilter. Am Anfang wird man nicht alles sehen, was das Instrumet zu leisten in der Lage ist: Beobachtungserfahrung nennt man das. Fange also mit Messierobjekten an, wenn diese hoch am Himmel stehen. Das klappt auf jeden Fall.

  • zum Objekte finden:

    ..wenn ein Peilsucher mit Kreisen verwendet wird kann man die
    Kreise auf Klarsichtfolie im richtigen Masstab zu den verwendeten
    Sternenkarten malen. Dann in der Sternkarte damit das Objekt
    zentrieren und schauen welche anderen Sterne geschickt fuer
    eine Orientierung liegen. So kann man eigentlich alle Objekte finden.

    ..oder in CDC (cartes du ciel) ein Okular mit den Lichtkreisen definieren und darin das Objekt zentrieren - geht genauso.

  • Gut. Ein Vorteil der etwas kühleren Lagerung ist die geringere Abkühlzeit des Hauptspiegels, wenn ich das richtig sehe?


    Ihr sprecht immer von Cartes du Ciel, ich habe mir stallarium heruntergeladen und bin sehr zufrieden mit dem Programm. Spricht irgendetwas gegen die Software?

  • Die Abkühlzeit wird ja so richtig im Winter erst interessant, wenn der Temperaturunterschied ziemlich groß ist. Im Zweifelsfall ist der Galaxy auch mit einem Ventilator ausgestattet, der die Abkühlung noch beschleunigt.


    Zu den Okularen: eine sehr hilfreiche Site mit vielen grundlegenden Infos, Tipps, Tests, usw. ist http://www.astro-okulare.de/.


    stellarium ist sicherlich auch kein schlechtes Programm und erfüllt den gleichen Zweck wie Cartes du Ciel, macht auf meinem PC allerdings ziemliche Probleme. Guck dir auch mal die allerneuste Microsoft-Erfindung an: http://www.worldwidetelescope.org/. Einfach genial für Einsteiger (und Fortgeschrittene :)).


    Für den Einsteiger auch immer wieder empfehlenswert:
    http://www.deepsky-brothers.de
    http://www.binoviewer.at

    Viele Grüße und CS
    Ulrich


    [COLOR="Red"]Galaxy 8" Dobson (Pyrex)[/COLOR]

  • Vielen Dank für die Links. Jeder einzelne von ihnen ist sehr hilfreich. Besonders die Okular-Info ist genau das Richtige für mich. Ich werde den Text noch mal genauer durchgehen und Fragen, die sicherlich auftreten werden, hier posten.


    Danke vielmals,


    Jonas


    PS: Dank schnellem Versand sollte das Teleskop am Mittwoch da sein. Am Donnerstag muss ich nie zur Uni, das kann doch nur Schicksal sein:whistling Drückt mir also die Daumen, dass mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. :happy:

  • Der Wetterbericht ist auf meiner Seite...
    Dank der tollen Links habe ich mein Anfängerwissen in einem Wochenende beträchtlich steigern können. :beta:
    Ich habe keine direkte Frage, nur noch die Bitte einiger Empfehlungen von Euch, was das Zubehör anbelangt. Welche Okulare sind neben 9 und 25mm sinnvoll? Ich hätte auf jeden Fall gerne ein "normales" Weitwinkelokular - ab "Super/Ultra/Mega"-Weitwinkel wirds mir zu teuer.
    Dann noch die Frage nach einem Okular mit geringer Brennweite, um die Vergrößerung der Optik noch ein wenig mehr ausreizen zu können. Ich habe gelesen, dass ein 4mm nur sehr selten in äußerst klaren Nächten zum Einsatz kommen kann. Wie sieht es im Bereich zwischen 4 und 9mm aus? Irgendeine Brennweite, die sich regelmäßig zu benutzen lohnt? Oder wäre statt eines kurzbrennweitigen Okulars eine Barlowlinse zu empfehlen?


    Ich wäre für ein paar Kaufvorschläge dankbar, da ich betreffend der Okulare noch nicht selber entscheiden kann, was ich brauche. Denkt dran: Ich bin Student,d.h. ich muss auf ein möglichst gutes Preis/Leistungsverhältnis achten. Ich gebe aber keinen Preis vor, damit ich mich gleich an die hohen Kosten meines neuen Hobbys gewöhnen kann...:whistling


    Gruß, Jonas

  • ..mit der richtigen Okularwahl kann man sich gar nicht frueh'
    genug auseinandersetzen. Wichtig ist vor allem auch die Sache
    mit einem gewissen technischen Background anzugehen um
    die optischen Effekte abschaetzen zu koennen. Kommt das Coma
    im Randbereich des visuellen Felds nun vom Okular, oder
    durch die Reflektion eines schraegen Lichtbuendels auf dem
    Spiegel, oder ist das Teleskop nicht gut genug justiert? Oder ist
    das in Wirklichkeit gar kein Coma sondern Astigmatismus der
    von einem verspannten Fangspiegel kommt? Oder ist es weder
    noch sondern Tubus-Seeing? Hat es ueberhaupt was mit dem Okular
    zu tun? Und warum hat die Venus nun einen roten und blauen
    Rand in diesem Okular? Oder ist das einfach die Lichtrefraktion der
    Atmosphaere? Und jetzt hab' ich mir ein ganz kurzbrennweitiges
    Okular gekauft, aber die Frontlinse ist dauernd von meinem
    Wimpernschlag verschmiert weil der Augenabstand so kurz ist.
    Haette ich mit einem Okular diesen Typs mit doppelter Brennweite
    und Barlow nicht das bessere Seherlebnis? Oder besser das
    Okular mit etwas weniger Kontrast aber dafuer angenehmeren
    Augenabstand? Stoert mich eine Verzeichnung
    am Feldrand oder ein Kidney Bean Effekt mehr als ein kleines
    visuelles Feld ? Oder gefaellt es mir einfach mit einem Weitwinkel
    ins Universum abzutauchen und im Okular sozusagen in alle
    Richtungen zu schauen und keine Grenze zu sehen...
    Oder will ich lieber ein kleineres Feld und dafuer so hin- und herzoomen
    koennen bis ich persoenlich der Meinung bin nun am meisten der mich
    interessierenden Details zu sehen?

    Wenn das alles geklaert ist kann man sich an den Vergleich
    verschiedener Okulartypen machen und auch schauen was sie so kosten.

    Was nie ein Fehler ist ist sich mit Optik grundsaetzlich auseinanderzusetzen. Das gilt dann generell fuer alle
    optischen Elemente und deren Kombination, egal ob als Objektiv,
    Okular, Filter etc. Das wuerd ich dir empfehlen. Dann fallen dir viele
    Entscheidungen einfacher.

    z.B. hier:
    http://www.telescope-optics.net/eyepiece_aberrations_1.htm
    http://www.telescope-optics.net/eyepiece_aberration_2.htm
    http://www.telescope-optics.net/

    oder auch hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/A….28.C3.96ffnungsfehler.29

    ..und natuerlich die Tests und Berichte in Foren und den Homepages
    (wie bereits genannt) von vielen Amateurastronomen.

    Und zu guter Letzt, wenn es irgendwie moeglich ist, das Okular
    in den OAZ von deinem Teleskop stecken und durchschauen *bevor*
    du kaufst. So waere das optimal.

    Und hab' keine Eile, es ist nicht so dass du mit dem 9 und 25 mm
    (wahrscheinlich) Ploessl nicht auch schoene Beobachtungen machen kannst.


    Gruesse,
    argus

  • ...Mama... Pack die Fachwort-Keule wieder ein...^^
    Jaja, ich lese weiter. Ihr habt übrigens Talent, gute Links zu posten.:happy:


    Ich habe mir für morgen -sofern mein Teleskop da ist und der Himmel aufreißt- bisher folgende Objekte vorgenommen: Saturn, M12, M13, M51. Habt ihr noch ein paar Vorschläge für gute Anfängerobjekte?


    Gruß, Jonas

  • Hallo,


    ich wollte nur schreiben, dass ich meine Kanone aufgrund des Mistwetters noch kein einziges Mal benutzen konnte. Nicht dass ihr denkt, ich würde meine ersten Erfahrungen nach eurer netten Hilfe nicht teilen wollen oder hätte nach ein paar Tagen schon die Lust verloren...:smartass:


    Für morgen hat meteoblue klaren Nachthimmel orakelt - bisher hatte die Seite (leider) immer Recht. Ich warte in gespannter Vorfreude auf mein Firstlight.


    Grüße, Jonas

  • Ahhhh, habe gerade Teleskop + Ausrüstung wieder in den 3. Stock geschleppt.:blink:


    Meine erste Beobachtungssession ist zu Ende. Da der Löwe noch gut zu sehen war, entschied ich mich, den Saturn als erstes zu suchen. Dies lief erstaunlich schnell und bald sah ich ihn schon im 25mm Okular als helle Scheibe mit eindeutigem Ring. Bei 9mm entfuhr mir dann ein Entzückungsquietscher: Der Planet war zwar immernoch recht klein, aber ich konnte aufgrund der hohen Bildschärfe sehr viele Details erkennen, je länger ich hinsah. Mir kam aber trotzdem der Wunsch nach einem 6mm Okular. Als nächstes wollte ich mich an M13 versuchen, woran ich erstmal kläglich scheiterte. Allein Herkules zu finden war schwieriger als geplant, da seine Sterne schwächer scheinen, als ich es mir vorgestellt(bzw. anhand von Sternkarten ausgemalt) habe. Daher setze ich bei meiner Suche an einem völlig falschen Stern an, was für einen Durchhänger gesorgt hat. Erstmal ließ ich die Sucherei bleiben und widmete mich den Sternbildern. Eine Stunde lang habe ich mir ihr Aussehen und ihr Verhältnis zueinander eingeprägt, was für viele neue Eselsbrücken am Nachthimmel gesorgt hat. Danach habe ich mich am Ringnebel der Leier versucht - erfolglos. Auch M81 wollte nicht erscheinen. Als ich es danach recht entmutigt nochmal mit M13 versucht habe, wurde ich schnell fündig. Ein schöner Anblick, allerdings unerwartet lichtschwach und nicht sehr hoch aufgelöst. Nur am Rand waren Einzelsterne auszumachen. Trotzdem hat mich der Fund sehr glücklich gemacht. Ich bin nicht enttäuscht, sondern freue mich, dass ich anscheinend das richtige Hobby gefunden habe: Es macht tierischen Spaß nach der Sucherei mit einem schönen Anblick belohnt zu werden. :happy:


    Allerdings werde ich mir definitv einen anderen Standort suchen müssen. Eine sehr helle Straßenlaterne, die partout nicht ausgehen wollte, hat mir wohl M13 versaut. Eigentlich sollte der Kugelsternhaufen mit meiner Öffnung problemlos aufzulösen sein, oder?
    Desweiteren werde ich mir, bevor ich mir weiteren Schnickschnack für das Teleskop leiste, einen Bollerwagen kaufen. Damit sollte ich zu Fuß eine geeignete Stelle aufsuchen können.


    Die Navigation mit Karkoschka hat mich ein wenig entmutigt. Im Okular erscheinen selbstverständlich viel mehr Sterne als auf der Karte, was mir das Auffinden bestimmter Fixsterne recht schwierig gemacht hat. Ich denke, ein Aufsuchokular mit größerem Gesichtsfeld würde mir die Sache erleichtern. Somit sind die nächsten Ausgaben schon geplant.


    Trotz der "nur" 2 Objekte war's eine tolle Nacht. :laugh: