Posts by AstroRudi

    Quote

    "Einen guten Wochenstart"

    Dir auch !


    Ich verstehe von python nur das Allernötigste. Aber fchart

    https://www.astro.rug.nl/~brentjen/fchart.html

    http://www.pedaldrivenprogramm…r-astronomy-using-fchart/

    https://github.com/sjmeunier/astro-finder-chart

    ist meiner Meinung nach immer noch (nach so vielen Jahren) das einzige existierende Programm, mit dem man sich seine eigenen Aufsuch-Karten herstellen kann !


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    Mit dem "Zeit rennt (davon)" hast Du auch Recht ! Aber ich renne wenigsten nicht mehr dagegen an ;) !


    Viel Spaβ weiterhin mit Deinem Teleskop !

    Hallo Jörn,


    also ich weiβ es auch nicht. Ich habe heute am Rasierspiegel probiert und im Krümmungsradius (wie Du) nur Matsch gesehen. Aber der Spiegel ist offensichtlich nicht gut und meinen Spiegel vom C6 will ich nicht ausbauen. Dann habe ich das betrachtete Objekt bis an die Spiegeloberfläche (also innerhalb des Fokus) heranbewegt und keine Umkehrung feststellen können. (Das virtuelle Bild soll aber sher, sehr groβ sein).


    Ich denke tatsächlich, daβ man beides braucht: (a) einen Schirm und (b) eine Kamera / das Auge. ... Und vielleicht noch einen abgedunkelten Raum.


    Grübel, grübel ;) !

    Hallo Ottmar,


    das sieht doch noch sehr gut "in Schuβ" aus.


    Aber Jörn hat Recht: zeig mal die Okulare. Nur weil die 0,96 Zoll sind, müssen die übriegns nicht unbedingt schlecht sein. Bei den japanischen Okularen (könnte an der Seite oder auf der silbernen Steckhülse draufstehen) wurden die Linsen immer sehr gut poliert (ich meine optisch poliert!; ... und das war "Heimarbeit"), das bewirkt wahre Wunder.


    Ein Blick auf das Objektiv wäre auch nicht schlecht (mit einer - am besten - LED-Taschenlampe von der Seite ungefähr 45° draufleuchten),
    damit man einen oder zwei / drei (nicht zu viel) Lichtreflexe auf dem Objektiv sieht!


    Ach so ja, ... und herzlich willkommen!

    Hab noch mal ein biβchen im Netz rumgesucht!


    Der Hohlspiegel produziert offenbar immer zwei Spiegel-Bilder, wovon man eines aber meistens nicht sieht (z.B. weil es hinter dem Betrachter) ist.


    Hier eine erstaunliche Erfahrung (Lämpchen im Krümmungsmittelpunkt) : https://www.youtube.com/watch/h6NqaDxi2KY


    Und hier eine Simulation (auf die Spitze des oberen Pfeils klicken und mit der Maus bewegen) https://ophysics.com/l10.html


    Die "Bildumkehr" ("Matsch") im Krümmungsmittelpunkt ist also nicht wirklich eine Bildumkehr, sondern ein Austausch der beiden Bilder, das entferntere Bild (von hinter dem Rücken / dem Objekt) "rückt in's Blickfeld" (zweiter Link). Im Fokus erfolgt auch eine "Bildumkehr", das "relle" Spiegelbild wird zu einem "virtuellen", bzw. umgekehrt !


    Tolle Geschichte !

    (das youtube-Video müβt ihr unbedingt anschauen).

    Hallo Jörn,


    Du hast schon irgendwie Recht, aber da ist auch, daβ ich das Himmlesjahr schon vor 50 Jahren gelesen habe.

    Vielleicht rutscht die Zahl nächstes Jahr wieder hoch, wenn wir die Macher für die 50 Jahre mal "hochleben" lassen !


    Die Sternkarten habe ich übrigens nicht "gezeichnet", sie wurden mit dem python-Programm fchart erstellt. Ich habe nur die Sternbildlinien und Stern- und Objektbezeichnungen eingefügt (mit Inkscape). Hatte mir die Schulter gebrochen und konnte nicht viel machen !


    Gute Lektüre !

    Hi Christof,


    Meiner Meinung nach Du muβt die Kamera = das Auge aus dem Kreislauf rausnehmen und irgendein Objekt an die Stelle setzen, wo Deine Kamera vorher war. Sozusagen die "objektive" Betrachtunsgweise, wie wenn Du aus Deinem Körper gedanklich mal kurz aussteigst, um die "subjektive" Sphäre zu verlassen.


    Ich habe aber im Moment auch noch keine Ahnung, was da rauskommt und verstehe auch noch nicht ganz, was da zwischen Krümmungsmittelpunkt und Fokus abläuft. (Wahrscheinlich, weil ich nur eine Handy-Kamera und einen Rasierspiegel hier habe, dessen Brennweite ich nicht kenne, ... und ich es nicht probiert habe ;)).


    Edit: In dem Video sieht man sehr schön, daβ das Bild, was der Spiegel von der Kerze produziert nicht an derselben Stelle (im selben Abstand vom Spiegel) ist, wie die Stelle / der Abstand, wo sich die Kerze reel befindet. Welches Bild hat Deine Kamera jetzt fotographiert ?


    Bin deshalb sehr gespannt auf die Ergebnisse Deiner "Grübeleien".

    Danke für den sehr anregenden Thread !

    Noch ein Gesichtspunkt (Beitrag zur Debatte):


    Im Video wird alles mit einer Kerze erklärt, die sehr nahe am Spiegel ist (im Verhältnis zu Sternen und Deepsky-Objekten, die ja im Unendlichen stehen).


    Sterne stehen nun aber im Unendlichen (und nicht entweder nur kurz vor oder kurz hinter dem Fokus oder kurz vor oder hinter dem Krümmunsradius, wie die Kerze oder die Kamera). Und da ist mir jetzt ein Satz von wikipedia wieder eingefallen, den ich noch so halb im Hinterkopf behalten hatte. Da steht (in der Tabelle, unterste Reihe) für den Fall, daβ das betrachtete Objekt weiter entfernt vom Spiegel ist, als der Krümmunsradius (= 2x Fokus):


    • "Im Grenzfall, bei dem die Gegenstandsweite bei großer Entfernung gegen Unendlich geht, entsteht das Bild nahe bzw. faktisch in der Brennebene" !


    Ah, ... und da ist auf einmal die Welt bei mir wieder in Ordnung ! Es ist in dem (astronomischen) Fall also egal, ob man einen Parabol- oder Kugelspiegel hat (oder eine Linse), der Brennpunkt ist dort, wo das Sternabbild ist (und das Abbild ist nicht irgendwo anders als im Brennpunkt, z.T. hinter dem endlich weit entfernten (!) betrachteten Objekt = der Kerze, wie im Video). Und weil das Sternabbild dann im Fokus ist, ist dann (im Falle des unendlich entfernten Sterns) der Umkehrpunkt wahrscheinlich auch dort, wo das Sternabbild ist, nämlich im Fokus (und nicht mehr im Krümmungsmittelpunkt)!


    Ich frage mich also jetzt, inwiefern die ganzen Fragen von virtuellem und realem Bild und auch der Krümmungsradius = doppelter Fokusabstand für unsere astronomische (!) Diskussion überhaupt relevant sind.


    Für die Bestimmung der Brennweite des Spiegels mit Hilfe der Kamera (!) (es gibt ja auch noch die oben diskutierte Plejaden-Methode oder die "Bohrer" = Pfeiltiefen-Methode im Link von Detlev (--> Stathis) oben), ist die Frage aber relevant ! Und dazu müβte man m. E. herausfinden, wo sich der Umkehrpunkt (für's Auge oder die Kamera) befindet, wenn sich im Hohlspiegel ein sehr weit entferntes Objekt (der Mond ?) spiegelt.

    Hallo Christof und Detlev,


    vielen Dank, habe das Video intensiv angeschaut !


    Also da fâllt mir nichts mehr ein !


    Sowohl das Video, als auch wikipedia (Link weiter oben) sagen, daβ das Bild im Spiegel ab einem Abstand des gespiegelten Objektes (= Kerze, Kamera), der dem Fokus des Spiegels entspricht nach auβen (also sowohl zwischen Fokus und Krümmungsmittelpunkt, als auch noch weiter weg als der Krümmungsmittelpunkt) kopfstehend (invertiert) ist und ein aufrechtes, virtuelles Bild nur dann entsteht, wenn das betrachetete Objekt (Kerze, Kamera) sich zwischen Brennpunkt und Spiegel befindet. Auch diese kanadische Seite sagt das: https://www.math.ubc.ca/~cass/…rsLenses/mirror-calcs.htm


    Aber Detlevs Experimente und Fotos besagen, daβ das Bild sich nicht im Fokus des Spiegels, sondern erst im Krümmungsmittelpunkt umkehrt !


    Liegt das jetzt daran, daβ Detlev einen Parabolspiegel verwendet hat ? Oder daran, daβ das reale Bild teilweise hinter der Kamera = Papier entsteht, weil das Papier sich nicht im Unendlichen befindet ?


    (Ich wollte jetzt eigentlich meine Schluβforderungen für unseren / Christofs Fall ziehen. Aber so kann man aus dem "Nicht-Kopfstehen" des Photos im Eröffnungsbeitrag von Christof keine Schlüsse ziehen)!

    Hi Detlev,


    Danke !


    Da aber ein Parabolspiegel auch ein Hohlspiegel ist, genauso wie ein Kugelspiegel (wovon Du ja offenbar ausgegangen bist), bedeutet Dein Ergebnis, daβ Du in Deinem Teleskop im Fokus (1200 mm Brennweite oder sagen wir bei 1250 mm = kurz danach) das Bild "aufrecht" sehen muβt (und nicht kopfstehend) ! Ist das so ?


    Die Bildumkehr erfolgt also erst bei 2400 mm ???


    Oder liegt wikipedia irgendwie falsch. Kann ja auch sein !


    I am still lost !


    (Edit: Ich hatte mal (in den 70iger Jahren) einen 76/700 Newton = f/9 mit Kugelspiegel und ohne Korrektur, der zeigte im Brennpunkt sehr schöne Bilder und keinen "blurr". Also hast Du irgendwie schon Recht. ... Aber die Erklärung habe ich noch nicht!).

    Quote

    Es waren Ansätze von Beugungsringen zu sehen, und die Sterne wurden im Fokus schön klein und punktförmig.

    Ja das ist das Tolle bei den alten langbrennweitigen Achromaten. Mein Jugendfreund mit dem ich zusammen in die Astronomie eingesteigen bin, hatte so einen ! (Ich hatte den 76/700 Newton auf Tischstativ).


    Aber die 60 mm Durchmesser sind halt irgendwie "disproportionniert" im Verhältnis zur Länge des Tubus und bei dem - jedenfalls deepskymaβig - zu erzielenden Ergebnis.


    Schön, daβ Du ihn aus dem Müll heraus wieder so hingekriegt hast !


    Wenn Du Ansätze von Beugungsringen gesehen hast, würde ich da nichts am Objektiv machen. (Ich habe an meinem 100er Refraktor-Objektiv monatelang herumgedoktert und das - so glaube ich auch ganz gut hingekriegt -, ... aber ob der Unterschied den Aufwand wirklich wert war ?) Warte erstmal auf eine Nacht mit exzellentem Seeing ! Dann kanst Du ja immer noch entscheiden !


    Gruβ

    Naja, dann ist ja wohl alles klar, es ist wohl ein kurzbrennweitiger Spiegel und der Korrektor eine verbesserte Barlow-Linse.


    Oder ?


    Ganz verstehe ich immer noch nicht. In der Zwischenphase (beim Abstand vom Spiegel) zwischen aufrechtem, vegröβertem Bild und kopfstehendem verkleinerten Bild, ist das Bild "blurred". Ich denke da sind sich alle einig. Nach wikipedia (Tabelle, zweite waagrechte Reihe) verlaufen in der Brennebene (also im Fokus) "die reflektierten Strahlen eines Bildpunkts parallel – es entsteht kein Bild".


    Ich bin bisher davon ausgegangen, daβ in dieser Zwischenphase (wo das Bild im Hohlspiegel "blurred" ist), der Fokus liegt.


    Aber dann ist da noch eine Anmerkung (die ich vorher nicht gelesen hatte) :


    "Obwohl kein virtuelles Bild entsteht, wenn die Gegenstandsweite gleich der Brennweite ist, kann ein Betrachter ein Bild erkennen, weil das Auge aus den vom Hohlspiegel reflektierten parallelen Strahlen jedes Bildpunkts ein reelles Bild auf der Netzhaut erzeugen kann. Das Auge muss dazu auf Unendlich akkommodiert sein. Analoges gilt bei der Lupe, wenn sich der Gegenstand in der Brennebene befindet".


    Ähem: Also da setzt es jetzt bei mir aus!


    Ist der Fokus jetzt da, wo ich ein "blurred" Bild sehe (ich rede nicht von der Kamera oder anderen Methoden) oder nicht ?


    Edit: noch 'ne Frage: wenn die Kamera auf 1.3 m Abstand steht (und nicht auf 1.1 m Abstand, wie in Deinem Eröffnungsbeitrag), sieht sie dann auch "blurred" oder ist das nur das Auge ? Ich komme da mit meinem Handy und dem Badezimmerspiegel auf keinen grünen Zweig, weil ich zwar das Bild "verliere", aber das umgekehrte Bild (des Handys) nie auftaucht.



    Hallo Ihr beiden !


    Wirklich interessante und spannende Dikussion.


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    "... der Spiegel hat ja unzählige optische Achsen ..."


    Also das ist schon richtig; ... aber ich wäre schon froh, wenn wir uns darauf einigen könnten, daβ die Tubusachse (= senkrechte Mittelachse des HS) gemeint ist und daβ der Hauptspiegel genau rechtwinklig zum Tubus steht.


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    "Im Bild ist ganz klar zu sehen, dass der Spiegelrand etc. in 1,1 m Entfernung unscharf ist, während das Spiegelbild 'dahinter' scharf ist".


    Also ich habe das, was der Christof gemacht hat, natürlich auch am (kleinen) Badezimmerspiegel meiner Frau ausprobiert (= an dem für die "Nahaufnahmen" ;) ). Aber die Sache mit dem "unscharfen Rand" macht mich jetzt auch stutzig. Fokussiert die Kamera etwa auf sich selbst (anstatt auf das Abbild auf Höhe des Spiegels) = auf die doppelte Entfernung (einmal "hin zu" und wieder "weg von" der Spiegeloberfläche) ?


    ... Und warum soll das dann bei unserem Auge anders sein ["Entfernungsvariationstest" für den Fokus bis das Augen-Spiegelbild unscharf und dann - kurz hinter dem Fokus - wieder (aber auf dem Kopf stehend) scharf wird] ? Und bei der "Kerze", siehe Link von Detlev, soll es dann wieder wie bei der Kamera sein ?


    Bin mal auf das Ergebnis von Detlev gespannt !

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    " ... kämen ja nicht als achsparallele Strahlen auf dem FS an".


    Hi Christof,


    das verstehe ich nicht ! Warum müssen die am FS "achsparallel" sein ?


    Meinst Du "auf dem Hauptspiegel" (beim zweiten Mal)?


    Ja da hast Du Recht. ... Denkfehler von mir: Eintritts- = Austrittswinkel gilt nur an der planen Glasplatte (also oben), aber wohl nicht (beim zweiten Durchgang) am Kugelspiegel (also unten). ... Also schlecht gezeichnet.


    Aber ist das wichtig, wenn die Strahlen beim zweiten Durchgang nahe beim Zentrum des Spiegels einfallen ? Bringt der Kugelspiegel das nicht trotzdem in den Fokus (oder jedenfalls der Korrektor, weil die Strahlen nahe am Fokus sind) ?


    Sowohl am Kugelspiegel (der ja eine Kugel"von innen" ist, also nach innen und in der Mitte stärker gekrümmt) im ersten Durchgang (nur vor dem ersten "Eintritt" in den Kugelspiegel sind die Strahlen eventuell "achsparallel"), als auch an der Platte (Eintritts- = Austrittswinkel) und dann wieder am Kugelspiegel (zweiter Durchgang) werden meiner Meinung nach die Strahlen IMMER "nach innen" / zum Zentrum hin reflektiert. (Also zwar immer symmetrisch / spiegelbildbildlich zur Achse, aber in Richtung Zentrum; sie wollen ja "in den Fokus kommen", d.h."spitz zulaufend"; niemals "parallel" oder "auseinanderstrebend"). Es entsteht auch keine "Streuung" in alle Richtungen; diese erfolgt erst nach dem Fokus (der aber bei Deinem langbrennweitigen Spiegel - im Gegensatz zum folgenden Bild - sehr weit hinten liegt = in 1 m 30 Abstand, was die allgemeinen Streuungsfehler des Kugelspiegels deutlich reduziert, ja fast unerkennbar macht : http://www.chemgapedia.de/vsen…etz_gekruemmt2.vscml.html


    Ich kann mich irren !


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    "(laser) ... von hinten bei ausgebautem Spiegel ..."

    Ja ok. ... Was geschieht aber, wenn Du von vorne - bei eingebautem (!) Hauptspiegel - mit dem Laser ganz auβen am Spiegel (entlang der Tubuswand) senkrecht zum Spiegel reinleuchtest und ein Blatt Papier hinter den OAZ hälst? Das Licht dürfte dann ja (im ersten Durchgang) gar nicht im Fangspiegel ankommen, weil es daran vorbeigeht (anders, wenn Du mit dem Laserstrahl mehr zur Mitte des Hauptspiegels / Tubusses gehst; dann fällt schon beim ersten Durchgang Licht auf des FS). Deshalb dürfte der äuβere Strahl eigntlich auch nicht (am FS) in den OAZ umgelenkt werden.


    Wenn Du den Laserpunkt trotzdem im OAZ siehst (auf einem Blatt Papier !), muβ der Laserstrahl also an der Platte reflektiert worden sein und "im zweiten Durchgang" (wo er mehr "nach innen" im HS gelenkt und dann wieder reflektiert wird) in den FS gelangt sein!


    Oder ? (Ich bin auch voll am spekulieren <X )!


    Let's find it out !

    Hi Christof,


    ich habe noch mal über die planparallele Platte gelesen. Ich stell mir meine "abstruse" Theorie jetzt so vor:


    blau = Spiegel und Platte

    schwarz = Fangspiegel

    gelb = der "originale" Lichtkegel (am Fangspiegel viel zu breit)

    dunkelorange = der an der Platte reflektierte Lichtkegel der (im ersten Anlauf) am Fangspiegel "vorbeigehenden" Strahlen

    hellorange = der vom Hauptspiegel zum zweiten Mal auf den Fangspiegel geschickte "originale" Lichtkegel


    Die offenen Fragen sind jetzt:


    (1) Wieviel Prozent des - nach "Vorbeigang" am Fangspiegel - an der Platte ankommenden (vom Hauptspiegel beim ersten Durchgang reflektierten) Lichtes wird an der Platte (für einen "zweiten Durchgang") refektiert und wieviel geht durch de Platte (nach auβen) hindurch und verloren


    und


    (2) Entstehen - durch eine "parallel-verschobene" Reflexion - an der Vorder- und Hinterseite der planparallelen Platte Doppelbilder ?


    Nach Lektüre von vielen Seiten im Netz bin ich der Meinung, daβ beide Probleme, wenn vielleicht auch nicht 100% lösbar, so doch sehr gut optimierbar sind:


    zu (1): eine "Totalreflexion" (https://de.wikipedia.org/wiki/Totalreflexion) an der Platte scheint mir nicht möglich, da der Reflexionswinkel zu schmal ist (er muβ viel flacher sein). Allerdings kann - durch Verwendung entsprechender Glassorten (Glasindex) oder auch einer "Beschichtung" / "Vergütung" der Innenseite der Platte ein groβer Teil des Lichtes reflektiert werden; siehe z.B. (habe nicht alle Links, die ich gelesen habe, gespeichert) :


    http://people.physik.hu-berlin…scripten/interferenz1.htm

    https://www3.pi2.uni-stuttgart…/planparallele_platte.pdf

    https://fkurz.net/jufo/theorie1.html


    zu (2): wenn die Platte eher dünn (jedenfalls nicht zu dick) ist, ist das von der Vorder- und Hinterseite der Platte verursachte "parallele" Doppelbild so nahe beim ersten, daβ es vernachlässigbar klein ist (man "sieht" es nicht, wie wenn man durch eine Fensterscheibe nach drauβen schaut); siehe den ersten Link oben. Die Tatsache, daβ das Licht teilweise zweimal durch den Kugelspiegel geht, verursacht meiner Meinung nach kein Doppelbild, weil der Kugelspiegel auch die "zweimal durch den Spiegel gegangenen" Strahlen in einem Punkt fokussiert (jedenfalls nach Durchgang durch den Korrektor). Die Tatsache, daβ ein Teil der Strahlen "später" ankommt, spielt wegen der Lichtgeschwindigkeit und des kurzen Weges keine Rolle.


    Ich denke also, daβ dies das tatsächlich das Prinzip ist, welches (neben dem wichtigsten Teil, dem Korrekor) dazu führt, daβ man mit Deinem Teleskop gute Bilder sieht!


    Liebe Grüβe und viel Spaβ mit dem tollen Gerät

    (Habe echt was gelernt !)

    Hallo Chris,


    lustig ! Die Magie des Internets <3 !


    Hallo Christof,


    also ich kann, auch nach Betrachtung der Bilder, keinen Fehler in Deiner Vorgehensweise beim Messen erkennen.

    Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hohlspiegel (Tabelle unter dem Titel: "Strahlengänge bei verschiedenen Gegenstandsweiten")


    ... ... Aber dann der - offenbar - kleine Fangspiegel, trotz "Abknickens" (Ausgang zum OAZ) bei ca. einem Drittel (kurzer Tubus) der Brennweite des Spiegels ??? Da ist der vom Hauptspiegel kommende Lichtkegel ja noch riesengroβ ! ... Wird da der äuβere Teil des vom Hauptspiegel kommenden Lichtkegels einfach "abgeschnitten" ? Ich kann mir das bei den sonstigen Bemühungen des Herstellers um das Teleskop (da wurde schon groβer Aufwand betrieben) einfach nicht vorstellen.


    Also im Moment bin ich mit meinem Latein am Ende!


    (Falls jemand eine Idee hat, bitte melden, ... auch wenn noch nicht angemeldet ;)!).


    Bin gespannt, was da rauskommt.


    [[ Edit: Noch 'ne ganz abstruse Idee. Die ist so verrückt, daβ ich sie in doppelte Klammern setze: Was, wenn die Rückseite der planparallelen Front-Platte verspiegelt wäre = einseitig durchlässiges Glas? (Irgendeinen Grund muβ es ja geben, daβ die eine Glasplatte verwendet haben, anstatt den sonst üblichen 3 Streben). Dann ginge das äuβere Licht vom Lichtkegel am Fangspiegel vorbei, würde aber wieder zurück- und wieder nach vorne geworfen ! ... Entstünden dann Doppelbilder? ... ... Wahrscheinlich]].


    So jetzt habe ich mich mit meiner verrückten Idee aber "geoutet". Ihr könnte gerne noch "verrücktere" bringen !

    Hallo Christof,


    nee ich habe die Bilder auch gestern - leider - nicht gesehen.


    Wenn es gar nicht klappt, schreibe dem Chris (Saghon) per PN oder E-Mail (im Impressum) ganz unten im (bei mir farbigen) Band (neben Datenschutzerklärung) auf jeder Seite. Unter dem Menu "Forum", ganz weit unten, gibt es auch eine Rubrik "Fehler im Forum".


    Chris hat aber mal geschrieben, man solle Bilder immer über die Galerie einbinden (weil sonst Fehler in's Bild kommen können). Ich habe das aber auch noch nie gemacht. Allerdings mache ich meine Bilder immer ganz klein (megabyte-mäβig), denn es gibt ein Limit: nicht mehr als 2 MB pro Bild und nicht mehr als 20 MB im Beitrag.


    Mach's gut !

    Hallo Christof,


    noch eine Überlegung: wenn Du einen Spiegel mit 1300 mm hättest, müβte der Fangspiegel ja riesengroβ sein, weil der "Abknickpunkt" in den OAZ nach auβen bei dem kurzen Tubus ja viel "früher" liegt (viel näher am Hauptspiegel), als bei einem normalen Newton. (Siehe auch das Bild im zweiten Patent). Wie ist denn das Verhältnis des Durchmessers der Fangspiegelhalterung (an den Fangspiegel selber kommst Du wohl nicht ran) zum Hauptspiegel. Da müte ja sowas wie 40% Obstruktion oder mehr herauskommen ? Sonst kann der Hauptspiegel keine 1300 mm Brennweite haben ! Sehr seltsam !


    Edit: Wenn Du nicht gemessen hättest, hielte ich einen f/4.33 Spiegel für am wahrscheinlichsten, dessen Lichtkegel dann über den Korrektor (= eine "verbesserte" Barlow) auf einen einem f/8.66 Spiegel entsprechenden Lichtkegel verjüngt worden wâre, was die Angabe 153/1300 erklären könnte. Aber Du hast ja - in meiner Meinung nach logisch richtiger Weise - 1300 mm gemessen ? ... ... Ich fürchte ganz, wir müssen auch noch Nachforschungen über die Schmidtplatte anstellen ! Die scheint ja im Patent nicht erwähnt zu sein.


    [Übrigens, könntest Du mal zwischen die Links (attachment) und dem nachfolgenden Text in Deinem Eröffnungsbeitrag mit der Leertaste einen Abstand einsetzten ? (Durch Klicken auf "Bearbeiten" unten rechts in Deinem Beitrag und dann nochmal auf "Bearbeiten" im sich öffnenden kleinen Fenster, kannst Du Deinen Beitrag abändern). Dann könnten wir die Links voraussichtlich öffnen!]

    Hallo ihr beiden !


    Also Christof's Methode zur Bestimmung der Brennweite des Spiegels allein und sein Ergebnis scheint mir schon richtig zu sein.

    Aber wir suchen ja die Brennweite des Gesamtsystems inklusive Reducer.


    Mir ist da noch eine Idee gekommen, wie man die Brennweite des Teleskops (mit Korrektor) ungefähr bestimmen kann.


    Ein 150/650 Teleskop (f/4.33) hat ja ein ganz anderes wahres Gesichtsfeld (am Himmel) als ein 150/1300 Teleskop (f/8.66). Man muβ also nur (für ein bestimmtes Okular) das theoretische wahre Gesichtsfeld für die Brennweiten 1300 mm und 650 mm herausfinden und dann im Teleskop an zwei entsprechend weit entfernten Sternen schauen, ob man sie im Teleskop-Gesichtsfeld noch siehst oder nicht mehr.


    Nach Vladimier Sazec, dem Optik-Papst im Internet, läβt sich das das wahre Gesichtsfeld einer Teleskop-Okular-Kombination vereinfacht (!) über folgende Formel berechnen ; siehe http://www.telescope-optics.net/eyepiece1.htm


    wGf = scheinbares Gesichtsfeld Okular / Vergröβerung


    Nehmen wir an, Christof hätte ein 20 mm Okular mit einem scheinbaren Gesichtsfeld von 52° (Plössl-Okular) oder von 68° (z.B. Hyperion).


    (1) Bei 1300 mm Brennweite des Teleskops ergäbe dies eine Vergröβerung von 1300/20 = 65-fach.

    (2) Bei 650 mm Brennweite, hättest Du mit demselben Okular eine Vergröβerung von 650/20 = 32.5 fach.


    Für (1) ergäbe sich dann ein wahres Gesichtsfeld von 52/65 = 0.8°, bzw. von 68/65 = 1.05°

    Für (2) ergäbe sich ein wahres Gesichtsfeld von 52/32.5 = 1.6°, bzw. von 68/32.5 = 2.1°.


    Ich habe mal in Guide 9.1 ein biβchen rumprobiert : unter den derzeit sichtbaren Sternen sind z.B.

    die Plejaden ein dankbares Testobjekt. Sie haben in der längsten Ausdehnung ziemlich genau die 1.05 Grad des o.a. 68° Okulares. (Passen sie noch in’s Gesichtsfeld der Teleskop-Okular-Kombination oder nicht ?). Durch „Benutzung“ von z.B. nur zwei Sternen innerhalb der Plejaden oder anderer Sterne kannst Du auch andere Abstände (in Grad) erreichen und so die Brennweite Deines Teleskops ungefähr abschätzen.


    [Das Ganze kann man natürlich auch am Tage machen. Aber mir ist auf die Schnelle keine Methode eingefallen, wie man die Änderung der Gröβe des Gesichtsfeldes in Abhängigkeit vom Abstand der betrachteten Objekte (zwei Bäume z.B.) in die Rechnung einbeziehen kann. (Bei den Sternen ist ja alles im Unendlichen)].


    Edit: Hier kann man die Gesichtsfelder (M 45) für verschiedene Situationen berechnen und dann "übereinanderlegen" (durch klicken auf "Add to view" unten rechts) und dann nach der "trial and error"-Methode (Ändern der Teleskop-Brennweite) das Bild im Simulator an die reale Situation im Okular annähern, um dadurch die "echte" Brennweite des Gesamtsystems zu erhalten: https://astronomy.tools/calculators/field_of_view/



    Clear Skies