Beiträge von AstroRudi

    Hallo Detlev,


    wunderschön, Deine Montierung; ... besonders, wenn man an die ganze Arbeit denkt, die da drin steckt !

    Aber was ist das für ein Zahnrad mit den 4 Löchern drin ? Meine GP (nicht DX) hatte das nicht.

    Das Stativ habe ich aktuell für meinen Refraktor; ... jetzt weiß ich wenigstens, wo das her ist :).


    [An meinem Refraktor sind nur noch Objektivfassung und OAZ Original; alles andere ist "Harlekin", d.h. er ist ein "Flickenkleid", wie das von Till Eulenspiegel



    Leider habe ich auf dem Netz nicht gefunden, daß es für das Buch über den "Dritten in uns" (er ist "als Linkshänder in der Gascogne geboren und wurde Rechtshänder und Franzose" und, besonders beeindruckend, seine Beschreibung, wie er über den Ärmelkanal schwamm und, in der Mitte jegliche Orientierung verliert, um dann schon vorher zu ahnen / wissen (??), wie es da ist, wo er schließlich ankommt) eine deutsche Übersetzung gibt.


    Dafür habe ich ein Buch von ihm gefunden, was ich nicht kenne, aberwelches Dir vielleicht etwas sagt:
    https://www.amazon.de/Erfindet…-4&keywords=Michel+serres]


    Also , wie gesagt ein schöne Montierung ! Und ich bin sehr für Harlekin !


    Gruß

    Hallo Volker,


    viel Spaß bei Eurem Treffen.

    Ist ein bißchen weit für mich, um dort hinzufahren. Aber ich war schon mal 2 Wochen in Eurer Gegend: Erzgebirge, Dresden, Leipzig, Meißen, usw.

    Wenn ich wieder mal da bin, komme ich bei Euch vorbei !


    [Und jetzt weiß ich wenigsten, daß nicht alle außer mir auf diesem Forum gesperrt sind :D] !


    Macht's guët !

    Also das Objektiv ist sehr gut !


    Wenn ich vom Fokus ungefähr eine Viertel Umdrehung des Drehknopfes nach innen fahre und mit dem gleichen Abstand nach außen vergleiche, dann sind die Sternscheibchen jetzt (von der 1/4 Umdrehungs-Entfernung an) gleich schön (hell-/dunkel Verteilung innerhalb der Scheibchen mit den Ringen); siehe den Link zu "Binoviewer" weiter oben. Nur nahe am Fokus (weniger als 1/4 vom Fokus aus gedreht), ist das extrafokale Bild noch deutlich besser. Das Sternscheibchen hat intrafokal immer noch viele nach außen gehende "Zacken"; d.h. es ist "ausgefranst", wie Wolfgang immer sagt, während dies extrafokal nicht der Fall ist.


    Keine Ahnung woher das kommt.


    Vielleicht lege ich nochmal eine Lage Alufolie drauf, auf die Abstandstandsplättchen; könnte sein, daß der Abstand noch zu gering ist (siehe dazu hier).


    Aber dann ist gut. Es geht ja um "Sterne gucken", nicht um Optik testen.


    Die Sterne in den Plejaden kommen im Fokus gestochen scharf und nadelfein rüber, ebenso wie das Trapez im Orion (schon bei 30-fach sind alle 4 Sterne zu sehen). Die Farbabweichungen am Mond sind auch bei 225 fach kaum zu sehen und vergrössern am Mond bis 225 fach (Austrittspupille von 0.45) ist (fast) ohne Schärfeverlust möglich. (Ich habe aber heute nachmittag auch sehr pingelig kollimiert). Da war bei dem alten Objektiv schon bei einer Vergrößerung kurz hinter dem Objektivdurchmesserbei (AP von 1) das Ende der Fahnenstange erreicht. ... Und keinerlei Astigmatismus !


    Wenn ich mir überlege, daß ich mich jahrelang (fast ein Jahrzehnt, ... mit großen Abständen) immer wieder mit dem alten Schrott-Objektiv mit starkem Astigmatismus im Glas rumgeschlagen habe. ... Naja, ich habe viel (über Optik) gelernt !


    Jezt verschönere ich noch die Äußerlichkeiten des Refraktors (die weiße Farbe auf dem alten Baumarktrohr aus PVC hat - natürlich, weil es ja PVC ist - nicht gehalten) und dann habe ich endlich ein gutes Zweitteleskop (vom Flohmarkt ).


    Ciao

    So jetzt habe ich mich getraut und die Linsen des neuen Objektivs in die alte Fassung eingebaut.

    Zwischen den Linsen war tatsächlich ein schmaler, transparenter, von außen nicht sichtbarer Abstandsring:



    Ich habe gleich davon profitiert und an drei Stellen der unteren (konvexkonkaven) Linse zusätzlich zum Abstandsring, der an der oberen, doppelkonvexen Linse klebte, noch 3 Abstandsblättchen aus Alufolie angebracht (die Alufolie soll so maximal 0.5 mm haben [wenn sie dick ist], ich denke eher weniger, was sehr gut zu dem in meinem letzten Beitrag zitierten Vorschlag von Wolfgang weiter oben passt; ich habe keine Möglichkeit solche Dicken im Sub-Millimeter-Bereich zu messen und einfach auf gut Glück probiert. Den Kleber muß man natürlich möglichst platt drücken, weil der auch noch ein paar 10tel mm beitragen kann):


         


    Geklebt habe ich hiermit:



    Dann mit den Cheshire den OAZ wieder neu justiert (von vorne durch's Objektiv nach hinten schauend) und anschließend das Objektiv von hinten mit dem eingespiegelten Lichtstrahl das Objektiv perfekt kollimiert.


    Ich habe schon mal an der Antenne des Nachbarn (bei Tage) getestet: das grün an den Kanten und Rändern, welches beim Passieren über den Fokus zwischen dem limonengrüngelb auf der einen Seite des Fokus und dem rotviolett auf der anderen Seite des Fokus liegt, hat von klar blaugrün zu leuchtend grün gewechselt.


    Ich berichte heute abend weiter (nach Sterntest).


    Gruß

    Hi,


    Also das Seeing war echt klasse heute abend (siehe Meteoblue), und das trotz Nebels von der Mosel bis fast 45° über dem Horizont. Der 9 mag Begleiter des Polarsterns stach richtig raus.


    Ich habe natürlich wieder mit dem 4 mm Circle V Ortho (Vulcano Top) getestet (bei einer AP von 0.45), aber auch mal ein bißchen weniger hoch vergrössert (7 mm Vulcano Top Ortho und 10 mm Eudiaskopisch).


    Die Sternscheibchen sahen da intrafokal nicht ganz so schlimm aus, wie gestern bei höherer Vergrößerung; aber trotzdem. Das Wollensak-Objektiv, so scharf es am Mond ist, ist ganz klar überkorrigiert (weil intrafokal “ausgefranst” und “mistig”, wie hier (nur intrafokal und nicht extrafokal; das Lidl-Objektiv, zu dem das Bild gehört [= aus einem alten Beitrag aus diesem Forum] ist unterkorrigiert):





    Ich habe auch ein Ronchi-Gitter von Gerd Neumann, welches ich heute ohne Okular = Vergrößerung benutzt habe (hatte - wegen der Kälte - keine Lust, mit Klebeband das Oberteil eines Okular draufzukeben). Es zeigte am Polarstern Linien mit einem - nach außen gedrückten - Bauch im Fokus (also bei grün; ... obwohl, wie bestimmt man eigentlich den Fokus eines Ronchi- Gitters ? ... Anhand der Schärfe der Linien vermute ich mal. Ich habe einfach die Position im Fokus des vorher benutzten Okulares unverändert gelassen, ... aber der Fokus ist ja bei verschiedenen Okularen woanders;... kopfkratz. Ich denke dennoch, der Bauch war bei grün, weil beim Hin- und Herfahren über die schärfste Stelle der Bauch da war, wo die Linien am “gelbsten” waren.


    Der Bauch (Linien nach außen) ist auch ein Zeichen von Überkorrektur. Siehe das schöne Schema hier von Wolfgang:



    Das Wollensak-Objektiv ist also wahrscheinlich auf rot korrigiert (für Fotografen). Ich könnte somit den Abstand zwsichen den Linsen etwas erhöhen, um das zu korrigieren. ... Aber sollte ich ? Ich weiß es immer noch nicht. Binoviewer schreibt hier:


    http://www.binoviewer.at/teleskoptuning/lidltuning2.htm


    daß die Sternscheibchen intra- und extrafokal gleich aussehen sollten und kritisiert vorallem die 4. Reihe im untersten Bild, während er meint, die dritte Reihe sei noch ok (obwohl Saturn da auch schon etwas unscharf wirkt).


    ***


    Ich vermute mal, daß mein Objektiv einem der dritten Reihe entspricht. Deshalb (und weil die Abbildung am Mond, auch bei einer AP von 0.45 = 225fach am 4 Zoll Refraktor, eigentlich sehr schön scharf ist - im Gegensatz zu meinem alten astigmatischen Objektiv -) weiß ich nicht, ob ich den Linsenabstand verändern soll oder nicht. ... Und von Euch kommen ja leider keine Kommentare :thumbdown:.


    Ich glaube, ich laß das mal auf mich zukommen. Am Montag kommt mein neuer Tubus für 3.33 €:


    https://www.amazon.de/L%C3%BCf…al+%C3%98+100+%2C+0%2C5+m


    Ich hoffe der passt so, wie ich mir das vorstelle, und dann werde ich auch die neuen Linsen in die alte Fassung einbauen und je nach dem, was ich vorfinde, wenn ich das neue Objektiv öffne, entscheiden.


    Bis demnächst

    Hallo,


    habe heute im Laufe des Tages erst mal meinen OAZ auf das (neue) Objektiv kollimiert.

    Dazu habe ich den Plastikdeckel auf das Objektiv gesetzt (der ein mittiges, nadelgroßes Loch hat) und dann durch das Loch im Objektivdeckel und das Objektiv umgekehrt in den Im OAZ steckenden Cheshire geschaut. Dann den OAZ an den Schrauben auf die Ringe des Cheshire zentriert. Geht wunderbar.


    Dann heute abend (14.2.2019) wieder Sterntest:


    Seeing laut Meteoblue: 0.90" (= sehr gut !); Index 1: 4; Index 2: 3 (weiß nicht genau, was das bedeutet, "Best" bei den Indexen ist 5; muß mal die Hilfe-Datei lesen); Jetstream 13 m/s (= wahnsinnig gut)


    Aber das ist nich gar nichts gegen morgen abend !: Seeing: 0.69 " !!!, das habe ich auf Meteoblue noch nie gesehen (und der Jetstream bei 2 m/s !)


    Also der Lichtpunkt (= nahe beim Fokus; wenn der OAZ weiter nach außen, bzw. nach innen gedreht ist, soll das Zentrum des Scheibchens schwarz sein und ist es auch) ist jetzt sowohl intra-, wie auch extrafokal zentrisch. Aber das Bild des Sternscheibchen ist intrafokal immer noch deutlich schlechter, als extrafokal, wo es sehr gut aussieht. Der "Mist" ist immer noch da.


    Weil er viel heller ist, habe ich auch an Sirius getestet (obwohl da das Bild, anders als beim Polarstern, ohne Nachführung immer wieder aus dem Fernrohr hinausläuft). Extrafokal sind da, zwischen den Ringen, von außen nach innen alle Farben vorhanden, von limonengelb über bordeauxrot bis blauviolett im Zentrum. Bei dem alten Meade-Objektiv sehe ich extrafokal nur den blauvioletten, vegrösserten Punkt im Zentrum, aber sonst keine Farben zwsichen den Ringen. ... Seltsam ! Eignetlich sollten rot und blau doch zusammenliegen und so einen rotlila-blauvioletten Farbmischmasch ergeben ?


    http://rohr.aiax.de/FH-Achromat.jpg


    Aber hier sind rot und blau deutlich getrennt ??

    Dennoch viel besser als Intrafokal, denn da ist nur Mist; kein Vergleich.


    Habe nochmal versucht den Beugungsring zu sehen, aber meine einseitig (rechts) mehrere Ringe gesehen zu haben. Liegt wohl daran, daß das Objektiv noch immer nicht richtig kollimiert ist. Das neue Objektiv hat diesbezüglich keine Einstellungsmöglichkeiten; ich werde wohl die Position der Linsen zueinander genau markieren und sie dann in die alte Fassung einbauen. (Zum Unterschied Zentrieren / Kollimieren, siehe hier: Zentrieren oder kollimieren ? ).


    Dann am Mond:


    Schärfe an den Kratern am Mondrand (Terminator) 100% bei 225 fach (AP von 0.45). Da gibt es absolut nichts zu meckern. Farbreinheit sehr gut (ich sehe keine Farben an den Kraterrändern und Licht-/Schatten-Übergängen).


    Trapez im Orionnebel:


    Mit dem 30 mm Vixen Plössl alle 4 Sterne eindeutig und sauber mit Zwischenräumen getrennt.


    ***


    Jetzt muß ich erstmal über die Konsequenzen einer Überkorrektur lesen. Vielleicht lasse ich die so (und "doktere" also nicht an den Abstandsplättchen herum, die ich übrigens an dem neuen Objektiv gar nicht sehe; wenn dann ist da wahrscheinlich ein sehr schmaler und transparenter Abstandsring zwischen den Linsen), denn am Himmel ist mir bisher kein durch die Überkorrektur entstehender Nachteil aufgefallen.


    Das setzt aber voraus, das es mir gelingt, das Objektiv, nachdem es in der alten Fassung ist, perfekt zu kollimieren.


    Bis demnächst

    Hallo,


    ist ja egal durch welches Land die Mosel gerade fließt: Frankreich, Luxemburg oder Deutschland. Hauptsache der Frühling kommt, ... nee ?


    Der gelbe Krokus beim Sonnenbaden:



    und genauso der violette:



    ... und sie alle zusammen:



    ... ...


    Aber die Schneeglöckchen trauen der Sache noch nicht so ganz:


    ... und die Osterglocken auch nicht:



    Gruß

    Hallo,


    hier mal ein erster Zwischenbericht nach 2 Testabenden:


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    11.2. 2019 und 13.2.2019


    900/102 Wollensak-Objektiv (das neue) am Mond, Polaris und Sirius


    • mit 30 mm, 5-linsigem Vixen Plössl (V = 900/30 = 30 fach; AP = 102/30 = 3.3);
    • mit 8 mm 4-linsigem, symmetrical Televue Plössl (V = 900/8 = 112.5 fach; AP = 102/ 112.5 = 0.9),
    • mit 6 mm unbekanntem japanischen Plössl (4-Linser); wahrscheinlich Celestron aus den 1970ern (V = 900/6 = 150 fach; AP = 102/150 = 0.7) und
    • mit 4 mm Circle T Japan ortho (V = 900/4 = 225 fach; AP = 102/225 = 0.45).


    Seeing laut Meteoblue (am 13.2.2019): 1.02 " ; Index 1 = 4; Index 2 = 3; Jetstream = 19 ms (!); leichter Nebel; leichte Minusgrade


    (1) Mond:


    Krater am Terminus (nahe Südpol) absolut scharf und ohne jede Farbabweichung, auch bei 225 fach = anders als beim Meade Objektiv, welches bei hohen Vergrößerungen (spätestens ab 6 mm Okular) unscharf wirkt / ist;

    Fokus erstaunlich kurz, kein "Snap-in" (bei keinem der 3 kurzbrennweitigen Okulare) = anders als bei dem alten Meade Objektiv.


    Mit dem 30 mm Okular ist es möglich, am Mond und bei zentrischem Einblick, die grüngelbe Farbe am dem Terminus gegenüberliegenden Rand komplett wegzufokussieren. Mir fällt auf, daß beim Wechsel von intra- zu extrafokal und zurück neben limonengelbgrün und blauviolett noch ein "richtiges" grün in der Mitte auftaucht. Das ist bei dem Meade Objektiv nicht so; ich hatte deshalb das limonengelbgrün immer für grün gehalten.


    (2) Sternscheibchen an Polaris und Sirius


    (a) extrafokal: sehr schönes Scheibchen, zentrischer Lichtpunkt, kein ausgefranster, aber deutlich ausgeprägter äußerer Ring;

    leuchtender rotvioletter Ring im Zentrum bei Annäherung an den Fokus (von extrafokal kommend)


    (b) intrafokal: Scheibchen auf einer Seite (rechts) von "Mist" überlagert, Lichtpunkt nach links verschoben und nicht zentrisch (wie ist das denn möglich, wenn extrafokal zentrisch ?);


    Anders als das Meade Objektiv, welches (am Anfang, bevor ich die Abstände geändert hatte) einen klare Unterkorrektur zeigte (extrafokal nur "Mist"), scheint das neue Wollensak Objektiv also überkorrigiert zu sein (intrafokal Mist anstatt schöne Sternscheibchen).


    (c) Passieren über den Fokus:

    Keinerlei Astigmatimus, ... uff !!


    Beugungsring nicht sicher erkannt (schwierig, den Fokus zu erwischen, kein "snap in", siehe weiter oben).


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    Ich vermute (und hoffe mal) daß die Tatsache, daß der zentrale Lichtpunkt (nur !) intrafokal nicht zentriert ist, darauf zurückzuführen ist, daß ich das Objektiv nur provisorisch auf dem Refraktor befestigt und keine Kollimation vorgenommen habe.


    Aber die Überkorrektur nervt (wenn der intrafokale halbseitige Mist auf dem Scheibchen nicht auch in der Nicht-Kollimation seine Ursache hat) !


    Gruß

    Hallo Thomas,


    ja, ich glaube die sind gut, die von Meteoblue. Sie hatten (bei mir) für heute 20.00 Uhr eine Wolkenlücke von einer Stunde vorausgesehen (vorher und nachher 100% Wolken) und 1.03 Bogensekunden beim Seeing. Sie kam die Lücke, mit einer Viertelstunde Verspätung und ich konnte mein neues Objektiv ein bißchen testen. ... Jetzt (21.15 Uhr) bin ich wieder rein, ... mir war es zu kalt, aber die Lücke ist immer noch da !


    Gruß

    http://www.spiegel.de/wissensc…ralgalaxie-a-1251602.html


    Vielleicht wie die wunderschöne Superthin-"edge-on" NGC 5907 im Drachen ?


    Oder gar wie die Integralzeichen-Galaxie, UGC 3697 in der Giraffe (Camelopardalis) ? (Für Amateurteleskope nur schwer zu erreichen, da nur 14.5 mag).


    An der Galaxie ESO 510-G13 in der Wasserschlange, sieht man sehr schön, daß es sich nicht nur um eine "s"-förmige Verbiegung, sondern eigentlich um eine "Achterbahn" handelt.


    ... Ob das von der Gezeitenwirkung der Andromeda Galaxie kommt ? ... Wohl eher nicht, weil zu weit entfernt, obwohl Andromeda auch eiert = "warped" !


    Hier noch eine andere Theorie dazu: https://www.freenet.de/nachric…deckt_876018_4702462.html


    Spannend !

    Jou,

    Du sprichst genau das Problem an: Man will ja vorher wissen, bevor man aufbaut, wie das Seeing ist. Die Sternabbildungs-Kontroll-Methoden, wie Pickering und so, die erst nach dem Auskühlen des Teleskops Sinn machen, helfen da leider nicht.


    Deshalb gibt es meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten:

    - entweder auf gut Glück aufbauen, oder

    - auf die Wetterfrösche von Meteoblue vertrauen: https://www.meteoblue.com/en/w…ing/rombas_france_2983005


    Du mußt oben (Mitte oder rechts) Deinen Beobachtungsort eingeben. Dann:

    - die beiden Indexe (1) und (2) sollten möglichst grün sein (auf (5) stehen);

    - in der schwarzen Spalte (arcsec) wäre es ideal, wenn da eine Zahl um / unter 1 stünde (ist aber sehr selten);

    - der Jetstream sollte unter 20 liegen (= gelb; er wird auch grün mal, ist aber - leider - meistens orange oder sogar rot).


    Und natürlich auf die "Cloud cover" (die drei ersten Spalten) achten !


    Hier ist die "Help File": https://content.meteoblue.com/…ions/air/astronomy-seeing

    Hallo Thomas,


    ja schön gemacht und schön kompakt, Dein Teleskop, und genau das Öffnungverhältnis, was für mich als "altem Knacker" noch oberhalb der "Unvernunftsgrenze" liegt. Ich hatte mir 2004 / 2005 auch die Obsession Teleskope angesehen und auch noch die mit der Hufeisenmontierung, ... weiß nicht mehr wie die hießen, NGT oder so.


    Ich hatte auch mal (sogar 20 Jahre lang) eine parallaktische Montierung (für mein C8), eine Vixen Great Polaris (nicht mal die GX). ... Aber das Einnorden hat mich immer genervt !

    Jetzt habe ich für meinen 4-zölligen Billig-Refraktor eine wunderbare azimutale Montierung (es gibt auch Encoder dazu), die AYO Traveller, aus der Schweiz: http://www.aokswiss.ch/d/mont/…bersicht_ayotraveler.html


    (Hier noch die Betriebsanleitung: http://www.aokswiss.ch/d/pdf/AYOtraveler.pdf )

    Auch die gibt es nicht mehr, aber die VAMO ist sicherlich sehr ähnlich !


    ***


    Ob der Portaball geschützt ist, kann ich nicht sagen. Einer in Deutschland, der das wissen könnte, ist Markus Ludes aus Saarbrïcken (hier um die Ecke). Er hat früher mal ein paar von den Portaballs verkauft und soll, nach einer Information, die ich auf der Astromesse in Villingen im Herbst so nebenbei mitbekommen habe, zur Zeit an der Restaurierung eines Portaballs arbeiten.

    Hallo Thomas,


    was hast Du eigentlich für ein Teleskop. ... Bin sicher der Alluna Spiegel ist auch exzellent.


    Mir ist da noch was eingefallen. Du schreibst weiter oben:


    Zitat

    Das große Thema dieser Konstruktion ist vermutlich der Ball. Diesen entsprechend zu produzieren scheint mir der Knackpunkt zu sein, weswegen die meisten Dobson Freunde, welche auf eine Codierung der Achsen verzichten können oder möchten, einen herkömmlichen Selbstbau vorziehen.




    Aber so schlimm scheint mir das gar nicht mit der Kugel. Hier gibt es z.B. Kugeln aus Aluminium (im 2. Link sogar bis 2 m Durchmesser; habe aber keine Angaben zum Gewicht gefunden):


    https://german.alibaba.com/pro…ylikeexp.9.4b21488e7apy0h


    https://german.alibaba.com/pro…malList.46.41b548b7MLO3AK


    Ist sicher trotzdem schwierig wegen der Befestigung der Stangen und so, ... Aluminium Schweißen ist glaube ich nicht so einfach. Dennoch das Herstellen der Kunstharzkugel wäre vermieden.


    Gruß

    Hallo Thomas,


    danke für Deine Antwort. Die Sache mit dem Fest-Installieren ist nicht so einfach. Ich habe eine kleine Ferienwohnung mit kleiner Loggia-Dachterrasse (in's Dach eingeschnitten). Im Winter liegt da manchmal ein halber Meter Schnee drauf, und ich bin ja nicht ständig da, um den zu entfernen. ... Also ist da auch eine hohe Terassentür-Schwelle und die Tür ist auch noch ziemlich eng. Raustransportieren der Kugel ist schwierig (echt !). ... Über eine Sternwarte habe ich noch nicht nachgedacht, aber die kommt nicht in Frage, weil sie teuer ist, eine Baugenehmigung benötigt, die Zustimmung aller Mitbewohner und vorallem die des Nachbarn, der dann weniger Sonne hat !


    Aber ich will mich nicht beschweren; der Himmel in 1000 m Höhe ist einfach klasse.


    Dennoch: ich denke, ich werde "meine grosse Teleskop-Liebe" in den nächsten Jahren verkaufen.


    ---


    Ich habe dem Chris einen Hinweis geschickt, wegen der Bilder: Bilder in Beiträgen eingeloggt / nicht eingeloggt


    ---


    Danke nochmals

    Hallo Thomas,


    ja du hast Recht: das Gerät ist einfach genial. Deshalb komme ich Deiner Bitte gerne nach ! Ich liebe den Portaball wirklich: so intensiv wie man eine Sache lieben kann. Ich habe mir das Teleskop zu meinem 50sten “geleistet” (ich meine zu so einem Datum kann man sowas mal machen) und hatte vorher ein Jahr auf dem Internet gesucht, weil ich was sehr Flexibles haben wollte.


    Wenn ich es auf Teleskoptreffen zeige, gibt es immer einen großen Andrang (obwohl es inzwischen viel größere Teleskope gibt). Das Teleskop funktionniert nach dem “Stehaufmännchen-Prinzip”; hinter dem Spiegel wurden Bleikügelchen (Schrot) in die Kunstharzkugel (Material wie bei Kanus) eingearbeitet. Man kann es in - wirklich - jede Richtung drehen und wenn ich es z.B. vom Südwesthorizont zum Nordpol oder so bewege geht einen Raunen durch die Menge, weil ich das mit einem kleinen Finger machen kann.


    Wenn Kinder durch das Teleskop schauen wollen, kann ich den Einblick auch komplett nach unten drehen, sodaß sie oft ohne Leiter herankommen. Ich selber brauche nie eine Leiter. Die Kugel läuft auf einem Ring aus Holz mit drei Beinen. An der Oberseite des inneren Randes des Holzringes ist eine Nut eingerfräst, in die ein flexibles Röhrchen aus transparentem Plastik / Nylon eingeklebt ist (könnte eine Benzinleitung oder so was sein). Die Kugel läuft darauf “wie geschmiert” (“really smooth”, wie die Amerikaner sagen).


    Einmal im Jahr mache ich ein Autopolish mit Silikonanteil auf die Kugel, aber das ist gar nicht nötig.


    Kennst du die Pythia, die griechische Weissagerin des Orakels von Delphi ? Sie saß auf so einem Dreibeinschemel über den vulkanischen Dämpfen und diese drogenartigen Dämpfe brachten sie dazu die Zukunft vorauszusehen. Wenn ich mein Teleskop aufbaue und die Kugel auf das Dreibein stelle, werde ich oft gefragt, was denn das für ein Hexenkessel sei ;)!




    Leider steht das Gerät fest im Schwarzwald (hier im “Lothringischen Ruhrgebiet” macht ein 12-Zöller nicht viel Sinn) und ich hatte nur zwei Bilder auf meinem Handy. Das erste zeigt das Teleskop im Transportmodus (in meinem Toyota Auris Hybrid, der wegen der Batterien einen kleinen Kofferraum hat); der Hut ist in die Kugel eingeschoben. Wie man sieht (reinzoomen) ist noch mehr als die Hälfte des Kofferraumes frei. Die Kugel passt auch auf jeden Autositz. Ich habe darüberhinaus noch einen Schlauch von einem Autoreifen, auf die man die Kugel setzen kann, wenn man über Holperstrecken fährt. Aber meistens reicht es die Kugel mit einer Decke oder Klamotten / Taschen oder so im Kofferraum festzuklemmen; auf dem Autositz braucht man überhaupt keine Fixierung (vielleicht Sicherheitsgurt, wenn vorne).




    Ich hatte das Teleskop überall mit, im Gebrige und in Südfrankreich, Südspanien oder Süditalien. Trotzdem ist es noch in sehr gutem Zustand, inklusive Spiegel und Elektronik (zwei 6 V Motoradbatterien in der Kugel, Spiegel-Lüfter, Fangspiegelheizung, Beleuchtung für den Quickfinder).

    Das Teleskop bleibt in jeder Position stehen; ich habe sogar noch - zusätzlich zum Rigel Quickfinder - einen 10x76 Leichtbau Sucher (selbst gebaut) am Hut befestigt:




    Das einzige Okular was Schwierigkeiten machte war ein 8.8 mm Meade UWA Series 4000, welches ich durch ein 9 mm Nagler Typ 6 ersetzt habe (was ich ein bißchen bedauere). Aber das 8.8 mm Meade hatte ein Gewicht von über eienm Pfund und das brachte den Portaball in horizontnahen Positionen dazu, sich nach unten zu bewegen. Wie man in einem verlinkten Beitrag weiter unten sieht, kann man aber das Gewicht hinter dem Spiegel erhöhen (ich habe für meinen Sucher mit Doppelklebeband eine runde Metallplatte znetrisch auf die verklebten Bleikugeln aufgeklebt).



    Auf dem zweiten Bild (von meinem Handy) sieht man den - dicken, da 14 Jahre alten - Zambuto-Spiegel (mit Deckel; die Verspiegelung ist noch astrein), die drei Halterungen, die außen an dem Dreieck mit den 6 Auflagepunkten angebracht sind, sowie das Kabel des Lüfters.





    In die Kugel sind 3 Gegenhalterungen eingearbeitet durch die lange Schrauben mit Drehgriffen und Federn in die Halterungen am Spiegel eingedreht oder wieder rausgedreht werden können. Der Spiegel ist also hängend in der Kugel befestigt. Hier ein Bild der Spiegelhalterung (6 Auflagepunkte).






    Hier sind ein paar Bilder wie es innen in der Kugel aussieht. Es ist zwar ein 14.5 Zöller und mein Hut ist ganz anders, aber die Kugel ist prinzipiell die gleiche.




    Ich habe auch noch eine Äquatorialplattform, die z.B. Planeten ungefähr 45 Min perfekt im Zentrum hält, dann muß man nachstellen.



    ***


    Wenn man im Menu des Links zu MAG 1 auf der letzten Unterseite meiner Internet Seite (ich kriege den Link hier nicht reingestellt, so daß er aufgeht) auf “Articles&Reviews” klickt, findet man noch eine ganze Reihe weiterer Berichte zu den Portaballs.



    Ich denke mein Gerät und der in obigem Cloudy-Nights Bericht gezeigte 14.5 Zöller gehörten zu den letzten von Pete Smitka gefertigten. Pete verkaufte sein Firma kurz danach, wegen einer schweren Krankheit an Josy Juckem (https://www.skyandtelescope.co…my-news/portaball-reborn/) und verstarb kurz darauf an Leukämie (https://www.cloudynights.com/t…reator-of-the-porta-ball/). Ich hoffe es war nicht wegen dem Blei und den giftigen Dämpfen des Kunstharzes.


    Seitdem ging und geht es mit der Firma leider bergab: https://www.cloudynights.com/t…6-portaball-still-around/ (siehe gegen Ende von Seite 1 des Beitrages). Inzwischen ist auch die Internetseite verschwunden, obwohl anscheinend jemand in 2017 noch einen Portaball erwerben konnte (http://www.astronomyforum.net/…nts-portaball-12-5-a.html).


    Schade !


    ***


    [Übrigens: ich könnte mir vorstellen, daß ich den Portaball so bis in zwei Jahren verkaufen werde. Dann bin ich 65 und werde mir was kleineres, noch transportableres zulegen. Die Kugel (mit innenliegendem Spiegel und Hut) wiegt 22 kg und ich werde nicht jünger und habe mir zudem diesen Sommer noch die Schulter gebrochen. ... Für Jüngere ist das Gewicht aber kein Problem].


    Gruß


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    Edit: Es gab auch mal einen auf astrotreff dokumentierten "Kugelson"-Selbstbau durch Thomas Stelzmann (alles, jedes Kleinteil selbst gemacht! Bravo !). Leider sind die Bilder der Dokumentation "verschwunden", was ihr viel von ihrem Charme nimmt.






    Hi Nielz,


    ich habe mit meiner Frau (Französin) die Frage diskutiert.


    Sie sagte: es gibt ja auch "Blutorangen".


    Ist also alles halb so schlimm. ... Aber mich hat das an einen wirklichen "Sch...film" aus 1981 erinnert, den ich - aus ich weiß nicht mehr welchem Grund - irgendwo mal gesehen hatte, und der auch unter dem Titel "Bloody Moon" lief: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_S%C3%A4ge_des_Todes


    Also das ist / scheint alles relativ !


    (Und ich finde den Mond, in seinen verschiedenen Phasen, am Terminator, unheimlich interessant).


    Aber trotzdem: ... mach weiter !


    Alles Gute


    Gruß

    Hallo Thomas,


    ich finde das ganz toll, daß Du das machst, ... und sogar auf die klassische Art und Weise. Ist irgendwie schon wissenschaftlich.


    Ich wollte das auch schon öfter machen, ... bin aber hin- und hergerissen. Es ist viel Aufwand und das Wichtigste hat man im Kopf denke ich.


    (Ist bei mir wie mit Landschafts- und sonstigen Erinnerungs- Fotos; da denke ich auch, daß die "Fotos", die ich nicht im Kopf behalte, auch nicht so wichtig waren. Und viele Fotos liegen tatsächlich jahrzehntelang im Schrank rum oder nehmen Speicherplatz auf dem Komputer weg. ... Andererseits, wenn ich mal alte Fotos betrachte, kommen auch wieder Erinnerungen hoch, die ich vergessen hatte).


    Ich hatte vor Jahren mal nach Komputerprogrammen gesucht, wo man solche "Obervings Logs" erstellen kann und hatte die Links abgespeichert:


    Da sind z.B. die Programme von David Green:

    generell: https://web.archive.org/web/20…idpaulgreen.com/tsol.html

    "overlooked objects": https://web.archive.org/web/20…dpaulgreen.com/oolog.html

    Messiers: https://web.archive.org/web/20…dpaulgreen.com/tumol.html


    Es gibt auch noch tcol ("Caldwell objects"), aber die Seite scheint gehackt zu sein: (https://web.archive.org/web/20…idpaulgreen.com/tcol.html)


    Etwas moderner scheint das hier:

    http://observation.sourceforge.net/en/



    Vielleicht (bin mir nicht sicher) mache ich mich auch mal dran !


    Gruß und meine Bewunderung hast Du !