Posts by AstroRudi

    Hallo Maik,


    wie ist das den eigentlich mit dem Justieren bei der Händler-Firma ausgegangen ?


    Im übrigen, darf ich mir erlauben, weil älter, nochmals darauf hinzuweisen: ... mach langsam ! Was sagt denn Deine Frau dazu ? ;)Wenn Du nach ein paar Monaten feststellst, daß das Hobby doch nicht wirklich das Deine ist, hast Du lauter neues Equipment, welches Du allenfalls noch zum halben Preis verkaufen kannst (so ist der Gebrauchtmarkt bei Astronomie-Sachen). Wie Du ja selbst sagst, beobachte erst mal ! ... Nichts für ungut ;):saint:.


    Zu den Okularen:


    4 mm: Kannst Du da wegen der langen Lieferzeit nicht vom Vertrag zurücktreten und woanders bestellen ? Ich denke schon. Kürzlich hat jemand - ich glaube auf dem schwarzen Forum - gleich zwei von den Okularen (wohl weil Binoviewer) gebraucht angeboten ... such mal ein bißchen !


    36 mm aspheric: Also ich kenne das Okular nicht, habe mich aber auch mal dafür interessiert. Deshalb kann ich ein bisschen etwas dazu sagen:


    (1) Es gibt Hinweise auf anderen Foren (Cloudynights), daß es nicht ganz so randscharf ist, wie beworben. Wenn Du also perfekte Sterne bis zum Rand willst, dann frag mal nach !


    (2) Ansonsten finde ich Deine Wahl sehr gut, weil:


    (a) die Austrittspupulle von 6 mm ein sehr guter Kompromiss ist, zwischen den allgemein vorgeschlagenen (und ständig nachgeplapperten) "maximal 5 mm wegen Lichtverschmutzung" und der REIN RECHNERISCH maximal sinnvollen Austrittspupille von 7 mm: AP = Spiegeldurchmesser dividiert durch Vergrösserung.


    [Als überzeugter "Ketzer" halte ich das - mit dem bei uns aufgehellten Himmelshintergrund gerechtfertigten -kleinen Austrittspupillen-Limit, also das von 5 mm, trotzdem für hochkarätigen Quatsch ! Man fährt ja ab und zu auch an einen dunklen Himmel, und zuviel AP schadet ja nicht. Ich habe an meinem f/5 12 Zöller ein wundervolles 40 mm König Okular mit wenig Linsen, mit dem ich alle meine Objekte aufsuche, auch schwache Galaxien. Das bringt aber eine AP von 8.0(sic !). Und kürzlich (im August) hat ein erfahrener Hobbyastronom auf einem Teleskoptreffen gesagt, er habe die knöcherne Hand (Zirrusnebel) noch nie so detailliert gesehen !]


    Also die 6 mm AP sind ein sehr guter Kompromiss zwischen der Meinung der Konformisten und der von Ketzern.


    (b) Was mich an dem Okular aber (ausser dem 72* Feld und der Möglichkeit, das Okular - natürlich mit Vignettierung - auch an 1.25 Zoll zu nutzen) noch so interessiert hatte, war die Tatsache, daß es eine oder mehrere asphärische Linsen hat. Sphärisch bedeutet kugelförmig. A-sphärisch bedeutet also nicht-kugelförmig. Normalerweise sind Linsen immer Ausschnitte aus einer Kugel. Die Kombination von Farbaufspaltung (Regenbogeneffekt, nicht beim Spiegel) und "Kugelform" von Linse oder Spiegel führt aber zu optischen Fehlern, von denen es eine Unmenge gibt. Bei Spiegeln kennt man asphärische Korrekturen von optischen Fehlern schon lange: Dein Hauptspiegel ist ein Asphäre, nämlich eine Parabel (alle guten Newtons haben parabolische Hauptspiegel, schlechte -ausser ganz langbrennweitige, die trotzdem gut sein können - haben Kugelspiegel).


    Bei Linsen ist es schwieriger, Asphären herzustellen, um z.B. den Farbfehler oder andere optische Fehler zu korrigieren. Was macht man also traditionnel-klassisch ? ... Man baut "Linsentürme", z. B. in Form von Okularen, wo jedesmal, wenn man noch einen von den vielen optischen Fehlern feststellt, noch eine neue "Korrektur"-Linse nachschaltet wird, ... und noch eine, ... und noch eine, ... ... solange bis das Bild zwar quasi-perfekt, aber auch - durch die vielen Linsen - sehr dunkel ist.


    Ein asphärisches Okular ist dagegen innovativ und zukunftsorientiert. Man kann mit weniger Linsen dasselbe Ergebnis erreichen.


    Das ist es, was mich an dem Okular interessiert hatte. Wie gesagt, ich habe es aber nicht gekauft. Dagegen habe ich mir für meinen Sucher das hier: Sv Bony: Leichtes und sehr günstiges 23 mm asphärisches Okular mit 62° Gesichtsfeld (Kurzbericht) besorgt: Es ist superleicht (damit mein Dobson nicht un die Knie geht) und die asphärische Linse ist auch noch aus Kunststoff. Ich will zwar - in der aktuellen ökologischen Krise - nicht dem Plastik das Wort reden, ... aber innovativ ist es trotzdem.


    Lieben Gruss

    Hi Maik,


    also ich habe schon von - ganz wenigen = 2 - Leuten gehört, die bei den Goldkanten BEI TAGESLICHT Probleme mit Abdunkelungen (sog. "kidney beaning") hatten. Es kann durch eine eingebaute Barlow verursacht sein. ... ... Und der Vollmond ist ja wie Tageslicht.


    Probier mal an Jupiter und Saturn (und am Mond, wenn er nicht voll ist; bei Vollmond sieht man - wegen der überstrahlung der Krater usw. - sowieso nicht viel). Dann sollte der Effekt eigentlich nicht auftreten. Es ist auf alle Fälle nur ein Gewöhnungseffekt (Einblicksverhalten / Position des Auges).


    Gruß

    Hallo Thomas,


    Zitat:

    "... aber geometrisch hat der Offset in jedem Fall seine Begründung"


    Das mag ja sein, aber die Geometrie bringt kein Resultat, bzw nur am Rande wo sowieso kein Mensch hinschaut. Ich halte die ganze Offset-Diskussion weiterhin für eine sinnlose, - aus europäischer oder internationaler Sicht - typisch deutsche Erbsenzählerei; besonders wenn wir über visuell reden.


    Kleine Fangspiegel von unter 20% des Hauptpiegeldurchmessers (bei denen der Kontrastverlust mit dem Auge nicht mehr sichtbar ist), führen zu Randabschattungen, die ja nicht total sind, aber mit einem Stern-Grössenklassenverlust am Rand des Gesichtsfeldes von 1 mag (1.25 Zoll Okular) bzw. 2 mag (2 Zoll Okular) einhergehen. Das entspricht ungefähr einem Lichtverlust von 25% bzw. 50% am Rand.


    Wo dagegen bei den deutsche Astronomen kein Zählen der Erbsen, bzw besser der Linsen, in der Suppe stattfindet, ist bei der Transmission von Okularen. Ein 10-linsiges Televue oder ein 12-linsiges Nikon Okular haben die jeweilge doppelte Anzahl von Glas-Luftübergängen, also 20, bzw. 24. Ein orthoskopisches Okular hat, weil 3 der 4 Linsen zementiert sind, nur 4 Glas-Luftübergänge. Selbst wenn man annimmt, dass "Superduper-Starbright-Coatings" den generelles Lichtverlust durch Reflektion pro Glas-Luftübergang von 0.4 auf 0.1% reduzieren können (woran ich aber zweifele), wäre das Licht, welches bei einem 10 linsigen Okular nach 20 übergängen ankommt = 0.99y^x = 0.99^20 = 81%, während es bei dem ortho mit 4 übergängen = 0.99^4 = 96% sind.


    Hier NICHT Erbsen, bzw Linsen zu zählen, ist also ebenfalls unsinnig. Aber gebau das wird mehrheitlich gemacht. Man schaut wiederum auf den Rand und will dort perfekt abgebildete Sterne, wo kein Mensch beim Beobachten hinsieht, und zählt hier aber keine Linsen ???, obwohl diese einen enormen Transmissionsverlust herbeiführen.


    Das verstehe wer will. Aber eines ist sicher: Bzgl beider obengenannter Punkte (einmal Erbsenzählen, wo es unnötig ist und einmal Nicht-Linsenzählen, wo es nötig ist), ist die ganz grosse Mehrzahl der deutschen Hobbyastronomen-Gemeinde (auf allen Foren), ganz schwer auf dem Holzweg ! Sowohl mit dem Offset der sich nur am Rand auswirkt, wo er wegen des Lichtverlusts am Rande des Gesichtsfeldes sowieso vollkommen unwichtig ist, als auch mit dem Nicht-Linsenerbsenzählen: der Reflexions-/Transmissionsverlust an den Luft-Glasübergängen ist ein Naturgesetz, was man nicht wegdiskutieren kann (was aber ständig gemacht wird).


    Siehe noch hier, 2 Beiträge von Harry Rutten, nach denen Rolf Mündlein einräumt, daß "real" nach Durchgang durch 2 Linsen nur 97% Licht ankommmt: https://forum.astronomie.de/th…uegt.224123/#post-1189028


    Gruß

    Hallo Thomas,


    danke für die Blumen !


    Ich glaube aber nicht, daß es "um das letzte Quentchen Lichtausbeute" geht, denn der Tubus eines Newtons hat ja generell einen Durchmesser, der mindestens 2 cm dicker ist, als der Hauptspiegel. Dies ermöglicht eine gering-winklige Verkippung des Fangspiegels (und in der Konsequenz auch des Hauptspiegels, da letzterer ja auf ersteren ausgerichtet wird) zur "Tubus-Parallelität". Wie gesagt, das geht innerhalb eines gewissen Rahmens (habe ich weiter oben in diesem Thread schon erklärt), ohne daß eine Beschneidung / Vignettierung durch den Tubus erfolgt.


    (1) Es geht meiner Meinung nach darum, den Käufer, der Anfänger in der Astronomie ist, zu verwirren, um ihm "noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen". Wenn der Fangspiegel nicht zentrisch ist, sondern 2-3 mm versetzt, versteht er nicht mehr, wie er justieren muß. Also wird er - nachdem er verschiedene Foren konsultiert hat, wo ihm Leute, die keine Ahnung haben, oder die Händler-Lobbyisten sind, "den Kopf zudröhnen" - sich letzendlich einen Laser- Justierer kaufen, der aber auch nicht hilft (oder was es sonst noch so an teuren Justierhilfen gibt). ... ... Geld zum Fenster rausgeworfen ! ALLEIN mit dem Auge kann man einen Newton sehr gut justieren (Es gibt ein Video von John Dobson dazu; das habe ich aber jetzt nicht gefunden).


    (2) Du hast vollkommen Recht mit den kontrast-tötenden viel zu grossen Fangspiegeln an den Newtons (und den daraus resultierenden viel zu langen Okularauszug-Türmen), die, genauso wie der erzwungene "Offset" (um den es weiter oben geht), der Fotographen-Lobby geschuldet sind. Fotographen brauchen ein bis zum Rand des Fangspiegels perfekt ausgeleuchtetes Bild; daß dabei der Kontrast baden geht, stört sie nicht. Aber da ist natürlich auch wieder Geld im Spiel. Ein Fotograph gibt Tausende von Euros mehr an fotographischem Equipment und Zubehör aus, als ein visueller Beobachter. Also richtet man - da man aus Rentabilitätsüberlegungen keine zwei Teleskope pro Oeffnungsverhältnis herstellen will (ich habe eine, einzige rühmliche Ausnahme im Hinterkopf) -, die Teleskope an den Wünschen der Fotographen aus, und betrachtet die visuellen Beobachter eben als "Kollateralschaden". Dieser Teleskop- "Einheitsbrei" ("one size fits all") ist aber für visuelle Beobachter eine Katastrophe: Sie brauchen nun eben mal kleine Fangspiegel und möglichst kurze Okularauszüge.


    Ich glaube, ich werde mal einen Beitrag hier zu dem Thema schreiben !


    Ich werde mich übrigens auch auf der AME umsehen !


    Gruß

    Hi Maik,


    re: schiefer Blick !


    Es kann sein, daß Dein Fangspiegel schon um 2-3 mm "versetzt" auf seinen Träger aufgeklebt wurde (wegen des "Offset"). ... ... Nichts hält den (nur sogenannten) Fortschritt auf ;(. Bin sehr, sehr froh, daß mein Fangspiegel zentrisch aufgeklebt ist !


    [Ehrlich gesagt, den "Offset" können sich die Leute dahin stecken, wo ich denke. "Erbsenzählerei" kann in seltenen (!!!) Fällen im Leben wichtig sein, in der Mehreit der Fälle nervt es aber nur die anderen Menschen. Zu unterscheiden, wann "Erbsenzâhlerei" wichtig ist, und wann nicht, gehört aber zum Sinn des Lebens eines Individuums. (Wenn ich mit vorstelle, daß Teleskop-Händler mir vorschreiben (Fangspiegel im Teleskop von vornherein "schief" aufgeklebt), daß ich "Erbsenzählen" muß, geht mir der Hut hoch. Ich würde das beim Verkäufer als "Fehler" der Optik reklamieren !)].


    So, jetzt bin ich erst mal weg. Melde mich gegebenfalls über's Handy.


    Liebe Grüße

    Hallo Maik,


    Astronomie ist kein Zwang, wie die Arbeit, sondern ein Hobby! Also laß Dir Zeit mit allem. Wenn Du alles auf einmal weißt und kannst und hast (Zubehör), fällt ein Teil des "Plaisirs" am Hobby weg. Also lieber immer nur ein kleines bißchen was Neues lernen und / oder dazukaufen; ... Weihnachtsgeschenke (für Dich) brauchst Du ja auch noch;) . ... Das gilt z.B. für Filter; die oder den (eigentlich braucht man nur einen) laß mal als zukünftiges Plaisir. Einen Sternführer brauchst Du aber tatsächlich noch möglichst bald. Ich komme darauf !



    1."Einnorden"


    Zunächst noch zum Einnorden (sie haben ja jetzt deutlich besseres Wetter als vorher für nächste Woche angesagt; ich fahre also in den Schwarzwald, obwohl der Mond stört).


    Das Einnorden ist an und für sich gar nicht kompliziert. Der Teufel steckt aber im Detail.


    Der Himmelsäquator ist der Erdäquator an die Himmelkugel projeziert. Der Himmelsnordpol ist der Endpunkt der in den Himmel verlängerten Erdachse.


    Unser Horizont, gesehen von dem Punkt auf der Erdoberfläche aus, auf dem wir stehen, ist immer eine Kreisfläche ums uns herum, die TANGENTIAL zur Oberfläche steht. Du kanst Dir den Horizont wie eine runde Scheibe auf einem Ball vorstellen. Am Nordpol steht die Scheibe waagrecht, am Äquator senkrecht und am Südpol hängt sie waagrecht unter "unter" dem Ball. (Du kennst ja den Spruch: "in Australien hängen die Leute mit den Köpfen nach unten"). Hier ist das in einer Simulation sehr schön dargestellt (Flashplayer wird benötigt und das Abspielen muß im Browser auch zugelassen sein; hier steht wie das geht)


    http://astro.unl.edu/classacti…tion/meridaltdiagram.html (Schieber in der Mitte unten mit der Maus bewegen)


    Auf den Breitengraden dazwischen steht, wegen unseres abweichenden Horizonts, die Richtung zum (Himmels-) Nordpol "schief". Weil unser Horizont "schief" steht (im Verhältnis zu dem der Erde am Nordpol oder zum Äquator) bewegen sich die Sterne (genauso wie die Sonne; in Wirklichkeit dreht sich aber die Erde) scheinbar auf einer Kurvenbahn; die nach außen verlängerte Fläche unseres Horizonts schneidet die nach außen verlängerte Fläche des Horizonts am Nordpol / des Erdäquators, was zu der Kurvenform der Bahnen der Himmelskörper führt: Ost (tief) --> Süden = Meridian (Kulmination) --> West (wieder tief).


    http://astro.unl.edu/classacti…rdsmotion/celhorcomp.html


    Will man nun, daß ein Stern immer im Zentrum des Gesichtsfeldes bleibt, muß man, wegen dieser Kurvenbahn der Himmelkörper eine alt-azimutale Montierung ständig in BEIDEN ACHSEN bewegen: in der Höhe ("Altitude" genannt, wenn von unserem Horizont aus gesehen), aber auch in der waagrechten Achse ("Azimut" genannt, wenn von unserem Horizont aus gesehen).


    Wenn man jetzt dem Teleskop aber einen BESTIMMTEN (je nach Breitengrad unterschiedlichen) ANDEREN Horizont KÜNSTLICH vorgibt (nämlich einen der dem Horizont am Nordpol "parallel" ist), indem man die Montierung "schief" stellt, entspricht (für die Montierung) der Horizont dem Horizont am Nordpol und das Teleskop dreht sich in der waagrechten Achse auch parallel zum Erdäquator. Die Sterne bleiben "auf der Linie" im Teleskop, und es genügt, daß Du mit NUR EINER der beweglichen Drehknöpfe an Deiner Montierung (oder mit einem Motor) die - dann ja waagrechte - Erddrehung ausgleichst, damit die Sterne immer im Zentrum des Gesichtsfeldes bleiben. Die auf diesen Horizont bezogenen "parallaktischen" Koordinaten heißen nicht mehr "Azimut" und "Altitude" sondern "Rektaszension" (waagrecht) und "Deklination" (senkrecht). Die beiden Teilkreise an Deiner Montierung zeigen, wenn sie "geeicht" (= eingestellt) sind, diese Koordinaten des beobachteten Sterns.


    Das Einnorden ist also ganz einfach und bedeutet lediglich, daß Du die UNTERE Achse Deiner deutschen Montierung GENAU auf den Polarstern ausrichtest (über eine Einstellmöglichkeit an Deiner montierung, die auf dem im zweiten Bild hier mit "H" bezeichnet ist). Vorher mußt Du noch sehen (Wasserwaage), daß die Montierung möglichst waagrecht auf dem Erdboden steht (Länge der Stativbeine !?).


    http://www.teleskop1x1.de/einordnen.asp


    Das Problem an der Sache ist das "genau". Wir Deutsche sind ja generell sehr exakt; aber eigentlich ist es für visuelle Astronomie egal, ob die Stern- oder Planetenbahn im Gesichtsfeld ein bißchen von der Idealkurve abweicht (für Fotographen muß, wegen der langen Belichtungszeiten, die Einstellung tatsächlich sehr genau gemacht werden) . ... Aber wenn man dann den Planeten im Gesichtsfeld hat, da nagt dann der deutsche Genauigkeitswahn / Perfektionnismus und dann fängt es an, kompliziert zu werden (ich hatte 20 Jahre lang ein Celestron 8 auf parallaktischer Montierung).

    • Erstens ist der Polarstern nicht genau am Himmelsnordpol, sondern letzterer ist ein bißchen neben dem Stern.
    • Zweitens: Weil die zirkumpolaren Sternbilder sich ja um den Himmelsnordpol drehen, ändert sich die Richtung, in der man vom Polarstern abweichen muß ständig.
    • Drittens: Der Abstand vom Polarstern ändert sich auch noch (Präzession der Erdachse).
    • Viertens hat Deine Montierung kein Polsucherfernrohr (Durchbohrung der unteren Achse), also mußt Du an der Achse entlang peilen.
    • Füntens: Wenn die Montierung ein Polsucherfernrohr hätte, bräuchte man noch eine Polsucherbeleuchtung, weil das Bild in dem kleinen Fernrohr zu dunkel ist. Da braucht man dazu noch Batterien, die dauernd leer sind.
    • Sechstens: Das Polsucherfernrohr selbst muß justiert werden.
    • Siebtens: Zum Einstellen und Anpeilen muß man sich auf die Erde knien. Wenn die Erde feucht ist, ... ... ... (manche Leute kaufen dann noch eine Umlenkprisma für das Polsucherfernrohr, echt !),
    • ... usw, usf.

    Wenn Du jetzt noch die Sterne nach Rektaszension und Deklination einstellen willst (also nach den Teilkreise an deiner Montierung) wird es ganz kompliziert. Die einfachste Anleitung dazu, die ich kenne, stammt von den Talianern:


    http://www.die-talianer.de/html/teilkreise.html


    .... aber auch da (trotz guter Erklärung) wird's Dir schon vom Durchlesen schwindlig (und außerdem muß für das Aufsuchen von Sternen über die Koordinaten die Einnordung wieder sehr genau sein).


    Also mach es einfach so: richte die untere Achse ungefähr auf den Polarstern (Höhe). Da ist bestimmt eine Skala oder zumindest eine Schraube an Deiner Montierung (= "H" weiter oben), wo Du Deinen Breitengrad einstellen kannst. Dann hast Du schon ungefähr die Höhe und mußt allenfals noch gering nachjustieren. Das "waagrecht" Einstellen machst Du entweder am Fuß der Montierung (da müssen so Schrauben sein zum "Links/Rechts verstellen") oder - oft einfacher - indem Du das ganze Stativ so verstellst, daß die untere Achse möglichst genau nach Norden ausgerichtet ist (das "Waagrechte" kannst Du auch mit einem Kompaß machen, das genügt für visuell). ... Fertig. (Und vergiß die Teilkreise und den ganzen anderen Klimbim).



    Edit: Ach so ja, der Polarstern ist nicht besonders hell; wie man ihn (im Sternengewimmel) trotzdem leicht findet, steht hier, im Survival-Blog :) : 5x die beiden hinteren Sterne des Leiterwagen-Kastens verlängern: http://survival24.org/polarstern-mit-grossen-wagen-finden/



    2. Sternführer


    Ja, ich finde "Welcher Stern ist das" sehr gut. Die Ausrichtung der Karten nach Himmelsrichtungen erleichtert das Auffinden und vorallem das Kennenlernen der Sternbilder sehr und außerdem sind da genügend Beobachtungsobjekte drin (in den Karten eingezeichnet), daß es bestimmt für 2 Jahre reicht.


    [Es gibt auch noch "Welches Sternbild ist das" (auch aus dem Kosmos Verlag), ein Buch im Westentaschenformat, was ein Vorteil ist, ... aber ich glaube mich zu erinnern, daß da auf den Karten keine "Deep Sky"-Beobachtungsobjekte eingezeichnet sind (--> gegebenfalls nachfragen)].


    Ansonsten gibt es noch (für später ?) den "Deep Sky Reiseführer" aus dem Oculum Verlag und den "Karkoschka", z.B. bei Astro-Shop (mit Bindestrich) aus Hamburg (nicht Astroshop ohne Bindestrich aus Oberbayern); die haben auch sehr gute Filter (Astronomik; es gibt aber auch sehr günstige von SV Bony auf Amazon, die auch nicht viel schlechter sind; ich habe so einen für meinen Refraktor). ... Aber ich denke der Filter (UHC oder O III, einer von beiden) hat noch ein bißchen Zeit. ... [Du mußt auch drüber nachdenken, ob Du den in 2 Zoll willst, falls Du mal ein großes Übersichtsokular kaufst (z.B. Zirrusnebel). Du kannst ihn ja in die Reduzierung von 2 auf 1.25 Zoll einschrauben, die meisten haben ein Gewinde, wenn du 1.25 Zoll Okulare verwenden willst].


    Weiterhin viel Spaß

    Gruezi Rush,


    und herzlich willkommen. Ich hatte Deinen Beitrag schon früher gesehehn, aber gehofft, ein Fotograph-Experte würde sich melden. Ich kann leider gar nichts sagen, weil ich nicht fotographiere. Aber Du kennst ja Tante "Googel": ich habe mal Astrofotographie mit einfachen Mitteln eingegeben und viele schöne Seiten gefunden !


    Sorry

    Hallo,


    nach planetarischen Nebeln und Kugelsternhaufen, wollte ich noch was zu offenen Sternhaufen bringen. Nachdem ich diese exzellente Dokumentation (mit Bildern) zum Thema gefunden hatte (Runterladen dauert ein bißchen, wegen der integrierten Bilder), habe ich das griechische Astronomie-Forum AstroVox.gr kontaktiert, woher der pdf stammt (auf Englisch, mein (Alt-)Griechisch hat ein bißchen Rost angesetzt). Denn ich fand die sehr sorgfältige Auswahl der Objekte (durch Manos Tsikalas) so super (einserseits große Sternhaufen mit 1000en von Sternen für kleine und mittlere Teleskope, andererseits Sternhaufen (mit vielen Sternen, bei denen der hellste Stern bei 15 mag (und mehr) liegt, die also hauptsächlich für große Teleskope und ganz besonders für Fotographen interessant sind), daß ich damit unbedingt "was machen" wollte (für mich selber und andere). ... ... ... Aber da war das "copyright" !


    Ανδρεασ (Andreas) von Astrovox antwortete mir dann aber Folgendes:


    "Please use and reproduce freely, there is no copyright problem! The more people enjoy this, the better"!


    ---


    Also habe ich die Liste (Seite 8 folgende) aus dem pdf kopiert und in Excel sortiert (habe kein Excel, aber so was ähnliches: Softmaker) zunächst mal nach "Größe" = Durchmesser in Bogensekunden (') der Sternhaufen. ... Aber Größe allein bringt es irgendwie nicht so. Danach also nach "Anzahl der Sterne" (No *). Das war schon viel interessanter. Dabei habe ich z. B. herausgefunden, daß M 37 im Fuhrmann (Auriga) - mit 1842 Sternen - offenbar die meisten Sterne der Liste hat, und daß der "kleine" Haufen, direkt neben M 35 in den Zwillingen, NGC 2158, aus 973 Sternen besteht, also viel, viel mehr Sterne hat als M 35 !


    "Carolines Rose", NGC 7789 in der Kassiopeia (auf Deutsch - sehr prosaisch - auch "Herschels Spiralhaufen" genannt) ist in der Tabelle mit 583 Sternen angegeben; hier steht aber, daß der Haufen 15.000 (ohne Schmäh) Sterne hat. Im Interesse der Frauenrechte, habe ich das also geändert (das ist aber die einzige Änderung, die ich vorgenommen habe !).


    M 11, der Wildentenhaufen im Schild, ist natürich auch ganz oben in dieser "Sortierung".


    Immer davon ausgehend, daß man ja nach den "interessantesten" Sternhaufen fahndet, habe ich dann die Liste auch noch nach dem hellsten Stern innerhalb des Haufens sortiert (der Haufen selber ist ja, durch die schiere Anzahl der Sterne, von der Magnitude her, heller als der hellste Einzelstern). Die - vorher nicht gesehene - Erkenntnis war, daß Manos Tsikalas' Liste Sternhaufen enthält (besonders die mit "Be" = "Berkley" bezeichneten), deren hellster Stern mit 18 (!) mag angegeben ist. Also das ist dann wirklich was für Fotographen. ... Aber auf den dazugehörigen Fotos, die dem "Digitalized Sky Survey" entnommen sind ("copyright" Hinweis auf Seite 8 des originalen pdfs, auf den ich hiermit hinweise), sieht man gar nicht, daß der hellste Stern bei 18 mag liegt, der Haufen sieht ein bißchen aus wie die anderen; ein Haufen eben !


    Das ist tatsächlich das wirklich Besondere an der Liste: ... sie enthält für JEDEN etwas.


    ---


    Aber irgendwie haben mich alle diese "Sortierungen" immer noch nicht so richtig befriedigt. Ok, "Caroline's Rose" in Kassiopeia, M 37 in Auriga und NGC 2158 in den Zwillingen haben die meisten Sterne um sich geschart. Das ist ja schön und gut, aber was machen, wenn Kassiopeia, der Fuhrmann oder die Zwillinge gerade nicht (gut) sichtbar am Himmel stehen oder im städtischen Lichtsmog versumpfen ?


    Also habe ich der Tabelle noch eine Spalte hinzugefügt: Sternbilder (ich habe jeden einzelnen Sternhaufen mit der Planetariumssoftware Guide 9 aufgesucht und das dazugehörige Sternbild bestimmt). Vorher habe ich aber die Anzahl der Sternhaufen dadurch von 300 auf 250 reduziert, daß ich alle Süd-Sternhaufen unterhalb von M 6 im Skorpion (- 32° Deklination), aus der Liste eliminiert habe (nach Deklination sortiert und "weg damit"). Es waren zufällig genau 50 Haufen, die wegfielen. Dann habe ich die Haufen sozusagen gleichzeitig "doppelt" sortiert, prioritär nach Sternbild (das hilft sehr bei der - spontanen - Beobachtungsentscheidung), und sekundär nach der Anzahl der Sterne.


    Deshalb in der Anlage jetzt zwei pdfs [die Spalten " Cluster oder nicht" (es sind ja alles Haufen) und "Größe der Fotos" habe ich weggelassen, weil uninteressant]:


    (1) Ein pdf mit den 250 Sternhaufen des Nordhimmels (bis Deklination - 32 °) nach Sternbildern und Anzahl der Sterne sortiert

    (2) Ein pdf mit den 250 Sternhaufen des Nordhimmels (nur) nach Anzahl der Sterne im Haufen sortiert


    Weil ihr ja vielleicht gerne selber sortiert [eine Sortierung nach der visuellen Helligkeit der Haufen ist z.B. auch interessant, weil es ja auch kleine Haufen mit wenigen, aber sehr hellen Sternen gibt, wie z.B. M 47 in Puppis (gar nicht sooo tief; im Winter auf der Höhe der Füsse des Orion = Rigel), der - im Gegensatz zu M 46 direkt daneben - aus "nur" ca. 100 Sternen besteht, aber (mehrheitlich) aus schönen, hellen, blauen, die wie Diamanten vor einem dunklen Himmel leuchten] und weil man hier Exel-Tabellen nicht direkt hochladen kann, in einer Zip-Datei dann noch 3 Excel-Dateien:


    - einmal (1) und (2) von weiter oben (mit 250 Haufen) als Excel-Tabellen, sowie

    - zweitens die "Original"-Tabelle mit allen Spalten und 300 Sternhaufen (nach der Anzahl der Sterne im Haufen sortiert) auch im Excel Format


    Viel Spaß beim Sortieren !

    Ok, der erste Link mit den 300 offenen Sternhaufen scheint (aber scheint nur) nicht mehr zu funtionnieren !


    Auf den Link mit der rechten Maustaste klicken, dann "Ziel speichern unter" ! (Dauert ein bißchen)

    Hi Maik,


    ich habe zwar keine Bedienungsanleitung gefunden; aber hier - auf einem französischen Forum - sind ein paar Bilder, wie das Teleskop (oder so ein ähnliches) "aufgebaut" aussehen soll:

    https://www.webastro.net/forum…59934-une-antiquit%C3%A9/


    Die Franzosen bezeichnen es übrigens auch als "antiquité" = Oldtimer.


    Edit: Und hier eine englische Betriebsanleitung für einen Tasco 114/900. Dein Reflektor muß aber nicht unbedingt ein Tasco sein, es gab damals noch viele andere japanische Firmen, aber diese, und besonders die Montierungen waren alle ähnlich. (Nicht durch das Refraktor-Bild auf der Cover-Seite verwirren lassen): https://wiki.telescopeclassics.com/images/5/53/Tasco_1970s_11TE-5_300_Power_Reflector_Telescope_Manual.pdf


    Den Ratschlag, den Spiegel mit Alkohol zu reinigen (Ende der Anleitung), finde ich aber sehr schlecht und sogar gänzlich falsch. Ich bin irgendwann nächste Woche wieder im Schwarzwald, dann fotographiere ich Dir meine Bedienungsanleitung für das "Waschen des Babys" = des Zambuto Spiegels meines 12 Zöllers ab (habe dort keinen Scanner) und schicke sie Dir. Die ist, so finde ich, sehr gut.

    Die Tasco-Anleitung stammt von hier, eine sehr, sehr interessante Seite für Liebhaber alter Teleskope mit 100en von alten Bedienungsanleitungen. Man muß aber - jedenfalls für einige der Anleitungen - bei webastro eingeloggt sein, um sie herunterzuladen und auch dann funktionieren einige Links nicht (mehr ?). Ggfls. über die "wayback machine" probieren): https://www.webastro.net/forum…t-descriptifs-techniques/


    Gruß

    Hallo Jörg,


    das ware eine leichte Übung !


    Schwieriger wird es mit offenen Sternhaufen (z.B. hier: http://www.astrovox.gr/files/300_open_clusters.pdf und hier:
    http://users.skynet.be/fc219947/openclusters.html#tita). Da gibt es so viele Formen, daß man nicht weiß, wie man die - nach Schönheit / Interesse - "sortieren" soll.


    Ich bin dabei darüber nachzudenken.


    Aber vielleicht ist es auch gut so, daß man die nicht einordnen kann. Die Vielfalt in der Schönheit und der Geschmäcker ist ja ein großes Glück in unserer Welt.

    Hi Maik,


    na da hast Du ja was erlebt heute ! Das mit en Paketzustelldiensten ist schon sehr schwierig - für beide Seiten. Ich glaube die Fahrer sind sehr schlecht bezahlt und haben ein so umfangreiches Lieferpensum (auch kilometermäßig), daß sie die ganze Zeit mit den Lieferwagen zumindest an der Grenze der Geschwingigkeitsbegrenzung, wenn nicht darüber durch Stadt und Land rasen müssen, ... und sie können ihre Arbeitszeiten von 8 Stunden trotzdem nicht einhalten. Und Essen und Ruhepausen einhalten müssen Sie ja auch noch. Das ist ein solcher Stress, das kann man mal ein paar Jahre machen, aber danch ist man fertig. Ich meine da müsste die Regierung dringend gesetzlich eingreifen. Wenn die fahrer einigermaßen ordentliche Arbeitsbedingungen haben, kommt sowas, wie das was Dir passiert ist, kaum noch vor.


    Naja, für Dich ist ja jetzt Ende gut, alles gut !


    Die Okulare sind genau solche, wie die die ich vor 40 Jahren auch hatte.


    Das 40 mm Übersichtsokular ist wohl eine achromatisches Huygens (AH); ich war damals sehr zufrieden damit; die Leute heute sagen, es habe einen Tunnelblick.


    Die 20, 10 und 6 mm sind wohl reine (nicht achromatische) Huygens oder Huygens-Mittenzwey (siehe Chris Lord vom Brayebrooks Observatory, S. 21). Der Vorteil sind wenig Linsen und ein helles, klares Bild; der Nachteil ein kleines Gesichtsfeld (40°). Da es ja ein Spiegel ist sind die Farbabweichungen (nicht-achromatisch) kaum ein Problem. Das 10 und 20 mm scheinen ja relativ große Augenlinsen zu haben, die dürften also zumindest an den Planeten schöne Bilder liefern; mit dem 6 mm wirst Du weniger zufrieden sein (kleiner Augenlinse, geringer Augenabstand), obwohl ich damit damals die Cassini-Teilung an Saturn gesehen habe.


    Von den Symmetrical Ramsden (SR, also das 4 mm) gibt es gute und schlechte; siehe z.B. die verschiedenen Meinungen hier: https://forum.astronomie.de/th…kular.106723/#post-644768


    Auf den Okularhülsen steht sicher "Japan" drauf ?


    Das mit dem Okularauszug ist schade, es gab in der Übergangszeit 1.25 Zoll OAZs mit einem (schwarzen) Ring, der auf 0.96 Zoll reduzierte; wenn man den abschraubte, konnte man das Okular direkt in die Metallhülse (ohne den schwarzen Ring) reinschieben. Aber Dein OAZ sieht so aus, als wäre er ganz auf 0.96 Zoll ausgelegt. Das bedeutet

    (1) daß, wenn Du mit den 24.5 mm Okularen nicht zufrieden bist, Du einen anderen OAZ brauchst. Die findet man aber auch gebraucht. (Es gibt auch "Erweiterungshülsen" von 0.96 Zoll auf 1.25 Zoll, aber ich weiß nicht / glaube nicht, daß das eine gute Lösung ist) und

    (2) daß Dein Gerät sehr wahrscheinlich ein "Oldtimer" ist. Aber die japanischen Geräte waren sehr solide gebaut und hatten sehr gute Optiken.


    Teste erst mal am Himmel !


    Viel Spaß

    Hi Maik,


    da sind 3 Zug- und 3 Druckschrauben. Nur die "Zug"schrauben (sie "ziehen" die Spiegelhalterung gegen das Gehäuse) haben ein Gegengewinde im Gehäuse. Die 3 anderen ("Druck"-) Schrauben drücken nur gegen das Gehäuse; da ist kein Innen-Gewinde gegenüber, in das die Schrauben reingehen. Mit den Druckschrauben justierst Du den Hauptspiegel durch "Druckausübung"; wenn Du mit denen nicht mehr weiter drücken kannst (außer Du willst durch zuviel Kraft die Spiegelhalterung verbiegen) , weil Du am Anschlag bist, dann mußt Du die "Zug"schrauben ein bißchen lösen und Du kannst die Druckschrauben ein bißchen weiter eindrehen (und den Spiegel dadurch verkippen).


    Also, anders ausgedrückt: die Druckschrauben dienen zum Justieren, die Zugschrauben nur um die Position des Spiegels zu "fixieren", nachdem er justiert ist. Ich vermute sehr stark, daß die kleineren Schrauben auf Deinem Bild, die "herausstehen", die Justierschrauben (also die Druckschrauben) sind, während die anderen größeren nur dazu dienen, die Spiegelhalterung gegen das Gehäuse (des Tubus) anzudrücken und somit zu fixieren.


    Ich hoffe, ich habe mich ein bißchen verständlich ausgedrückt ;).


    Wie schon gesagt: vergiß den Offset !


    Hallo,

    ich habe einen Katalog "der meisten" (so die Internetseite) Kugelsternhaufen unserer Galaxis gefunden: http://www.atlasoftheuniverse.com/globular.html. Der Katalog stammt wohl usrprünglich von hier: http://physwww.mcmaster.ca/~harris/mwgc.dat

    Ich habe mir erlaubt, ihn zu sortieren (copyright ok, auf beiden Seiten geprüft); und zwar nach deren Durchmesser in Bogenminuten. Dabei habe ich zunächst die nördliche und die südliche Hemisphäre auf der Höhe des von - uns aus gesehen - tiefststehenden Messier-Kugelsternhaufen (M 69 mit - 32° 21' Deklination) getrennt und nach Durchmesser (6. Spalte) sortiert ('). Siehe Anlage unten.

    Das erstaunliche Ergebnis ist nicht, daß die beiden südlichen Kugelsternhaufen "Omega Centauri" und "47 Tucanae" (die Südhälfte beginnt im letztes Drittel der Seite 2 des pdf) die größten Durchmesser haben, sondern daß es auch auf der Nordhälfte ein paar Kugelsternhaufen gibt, die nicht nur größer als M 13 sind, sondern auch noch heller (mag): Zwar stehen M 4 und M 22 schon ziemlich südlich, sodaß sie von uns aus schwieriger zu sehen sind; aber auch M 5 in der Schlange (Serpens caput) ist noch größer (23' gegen 20') und heller als M 13. (Und M 10 im Schlangenträger steht mit ihm gleich).

    Also liebe Kugelsternhaufen-Präsentierer auf den Teleskoptreffen: "ran an Messier 5" !

    (Und M 3 in den Jagdhunden steht übrigens auch gar nicht so schlecht da !)

    Freundliche Grüße

    Files

    • GC_N+S.pdf

      (509.31 kB, downloaded 12 times, last: )

    Hi Maik,


    sieht gut aus das Fernglas und die technische Seite ist sehr ok; wenn Dich die Strichplatte nicht stört ! Oder ist die nur mit Licht eingespiegelt und man kann sie abschalten ? Das Gewicht (1,1 kg) würde mir ein bißchen Sorgen machen.

    Nimm mal irgendwas, was ungefähr 1 kg wiegt (auf der Küchenwaage testen) und halte es 2-3 Minuten vors Gesicht (Arme hoch). dann weißt Du ungefähr, wie das ist.


    Edit: zum Spiegel: bau ihn doch einfach mal aus ! ... Hinten die Position der drei Schrauben irgendwie markieren (Ring mit flüssigen Tipp-Ex um die Stelle an den Schrauben zeichnen, wo die Schraube in's Gehäuse eindringt oder ein schmales Stück Klebeband an der selben Stelle um die Schraube wickeln und außerdem markieren, welche Schraube wo hingehört (z.B. Nummern: 1, 2, 3 auf Schraube und Gehäuse. Oder auch nur die Zahl der Umdrehungen zu Herausdrehen jeder einzelen Schraube aufschreiben). Dann die Schrauben rausdrehen. Dann siehst Du was Sache ist. Danach genau wieder so reindrehen, wie es vorher war.


    Gruß

    Rudi

    Hi,

    Ja super, auch noch Okulare dabei !


    Nichts gegen die alten 24.5 mm Okulare ! Wenn Du kurzbrennweitige hast (so ab 7 mm und kürzer z.B.), auf keinen Fall weggeben. Egal welche Marke. Das sind echte Planetenkiller. Ich habe auch noch ein bis zwei.

    Vorallem das hier: https://www.cloudynights.com/a…ahashi-28mm-hi-ortho-r329

    Hier mal das Bild dazu, das in der alten Bewertung auf Cloudy Nights nicht mehr existiert:



    Dieses 2.8 mm Hi-Ortho ist natürlich ein Hammer, was die (Über-) Vergrößerung anbelangt. Aber ab und zu kann ich es einsetzen (am Mond und an Planeten); das ergibt eine AP von kleiner als 0.5 am Refraktor (so hoch sollte man ja eigentlich nicht vergrößern). Und weil ich von früher an diese alten Okulare gewöhnt war, macht mir auch das kleine Gesichtsfeld und der kurze Augenabstand (obwohl letzteres eher für die Plössls mit kurzer Brennweite gilt und weniger für die Orthos und ganz besonders nicht für das 2.8 mm; siehe obigen Test-Bericht) nichts aus. Dafür haben die Orthos nach Abbé nur 4 Linsen, wovon 3 verkittet sind, also nur 4 Glas-Luft-Übergänge, was - bei entsprechendem Seeing, ein helles, klares Bild, eine ausgezeichnete Transmission und Detailschärfe garantiert.


    Das 2.8 mm hat eine eingebaute, einlinsige (!) Barlow, die man abschrauben kann. Dann wird aus dem Okular ein "normales" aktes 5 mm Takahashi Ortho. Es gab auch noch ein 4 mm Hi-Ortho (Bild), das habe ich damals nicht gefunden (die Hi-Orthos waren damals schon aus dem Markt, als ich das 2.8 mm gebraucht gekauft habe). Aber ich habe ein 7 mm normales 24.5 mm Takahashi gefunden und kann das 4 mm durch Aufschrauben der Barlow vom 2.8 mm auf das 7 mm "herstellen". Also vier (2.8, 4, 5 und 7 mm) exzellente Planetenokulare aus 2 Okularen herzustellen.


    Die Nachfolger der beiden in 1.25 Zoll (31.75 mm), die Tak HI-LEs werden heute - obwohl auch schon wieder nicht mehr am Markt (wie alt bin ich eigentlich 8o) - noch sehr teur auf dem Gebrauchtmarkt verkauft.


    Wenn Du Zeit und Lust hast, stell mal Bilder von Deinen Okularen ein. Die sind wahrscheinlich alle noch aus japanischer Fertigung.

    Auf jeden Fall, viel Spaß !

    Hi Maik,


    wie gesagt, neue astronomische Bestellungen werden bestraft: entweder durch schlechtes Wetter oder durch Lieferverzögerungen ;)!


    Das Seeing war auch gar nicht toll gestern, es lag bei 2.5 Bogensekunden; bin gleich wieder rein nachdem ich einen Blick auf Saturn und den Himmel geworfen hatte. Die Sterne flackerten wie die Sturmwarnungs-Melder (am anderen Ufer) des Bodensees (da bin ich her). Das Seeing macht schon schwer was aus, besonders bei Planeten (Detailerkennung gefragt). Bei Deepsky ist das nicht so tragisch. Da ist es eher wichtig, daß es mal gut regnet, damit die Luft wieder klar wird. Ich habe dennoch - trotz Tiefststandes des Saturn, nächstes Jahr kommt er wieder höher (... nicht aber Jupiter !) - bei Seeing von ~1" diesen Sommer mit meinem 100 mm/f 9 Refraktor schon die Cassini Teilung gesehen und vorgestern abend - trotz Seeings von 1.5 - ein Wolkenband (wohgemerkt auf Saturn, nicht Jupiter !).


    Ist ein schönes Gerät der 114/900; ... und auch noch der Holzkoffer mit beweglichen Drehknöpfen zum Nachführen ! Wenn ich das richtig sehe, kannst Du da Einnorden und parallaktische Nachführung lernen :cursing: ... [Ehrlich gesagt (Du mußt die Meinung aber nicht teilen): Versuche irgendwo eine gebrauchte altazimutale Montierung zu ergattern; besonders wenn das Gerät zum Schnellspechteln und auf Reisen gedacht ist. Habe ich an meinem Refraktor auch; das "Einnorden" ist wirklich nervig !]


    Aber ansonsten toll der 114/900. Wie schon gesagt, als ich 16 Jahre alt wurde, bekam ich einen 76/700 Quelle-Newton mit Tischstativ. Ein Freund hatte Dein neuerworbenes Gerät und ich war immer erstaunt (und ein bißchen neidisch), wieviel besser man damit Details auf Jupiter sah. ... Naja, ist ja immerhin der eineinhalb-fache Spiegel-Durchmesser gewesen !


    Edit: wenn da ein 24.5 mm Okularauszug (alter japanischer 0.96 Zoll Standard) dran ist (kann ich nicht erkennen, aber könnte sein), probier mal den schwarzen Ring auf dem OAZ abzuschrauben. Oft gehen dann die 1.25 Zoll Okulare rein (ggfls etwas Veloursfolie in den OAZ kleben).


    Bis bald

    Hier ist die Fleißarbeit von Kent Wallace: 300 Beobachtungsberichte von planetarischen Nebeln. Alle mit einem 8 Zoll Celestron gemacht.

    (Ein UHC oder - besser (aber nicht für alle Nebel) - O III Filter ist aber klar hilfreich !


    Zuerst auf diese Seite gehen:

    https://web.archive.org/web/20…blackskies.org/intro.html

    Dann runterscrollen und unter III. "Files available (as of 2005)" auf den vierten Link klicken, bei dem Folgendes steht:

    "For Kent (Wallace's) observation reports, enter:
    (Link)
    Kent Wallace's observing reports for 300 PN's in WORD format. These are reports Kent has written down during the observing time on his 8" f/10 SCT. The file name is monster.doc (300KB)".

    Gruß und viel Spaß

    Hi Maik,


    gerne geschehen; hat mir auch Spaß gemacht !


    Wenn es denn wirklich ein Kratzer sein sollte:


    auch wenn es nicht schön ist (und Du Recht hättest Dich über den Verkäufer zu ärgern, bzw. darüber daß er Dir das nicht gesagt hat), ein (auch etwas stärkerer) Kratzer hat kaum (ich würde sogar sagen keine) Auswirkung auf die Abbildungsqualität. Viel schlimmer ist es, wenn auf dem Spiegel mit kratzender Watte oder sowas herumgeputzt wurde, was hunderte Mini-Karatzer hinterlässt. Dies führt sprichwörtlich zu einer "Zerstreuung" des Lichts.


    Also mach Dir mal keine Gedanken. (Der viele Staub deutet wohl daraufhin, daß nicht zu oft geputzt wurde und so alt ist der Dobson ja nun auch wieder nicht).


    Gruß