Hi Christof,
ich habe noch mal über die planparallele Platte gelesen. Ich stell mir meine "abstruse" Theorie jetzt so vor:
blau = Spiegel und Platte
schwarz = Fangspiegel
gelb = der "originale" Lichtkegel (am Fangspiegel viel zu breit)
dunkelorange = der an der Platte reflektierte Lichtkegel der (im ersten Anlauf) am Fangspiegel "vorbeigehenden" Strahlen
hellorange = der vom Hauptspiegel zum zweiten Mal auf den Fangspiegel geschickte "originale" Lichtkegel

Die offenen Fragen sind jetzt:
(1) Wieviel Prozent des - nach "Vorbeigang" am Fangspiegel - an der Platte ankommenden (vom Hauptspiegel beim ersten Durchgang reflektierten) Lichtes wird an der Platte (für einen "zweiten Durchgang") refektiert und wieviel geht durch de Platte (nach auβen) hindurch und verloren
und
(2) Entstehen - durch eine "parallel-verschobene" Reflexion - an der Vorder- und Hinterseite der planparallelen Platte Doppelbilder ?
Nach Lektüre von vielen Seiten im Netz bin ich der Meinung, daβ beide Probleme, wenn vielleicht auch nicht 100% lösbar, so doch sehr gut optimierbar sind:
zu (1): eine "Totalreflexion" (https://de.wikipedia.org/wiki/Totalreflexion) an der Platte scheint mir nicht möglich, da der Reflexionswinkel zu schmal ist (er muβ viel flacher sein). Allerdings kann - durch Verwendung entsprechender Glassorten (Glasindex) oder auch einer "Beschichtung" / "Vergütung" der Innenseite der Platte ein groβer Teil des Lichtes reflektiert werden; siehe z.B. (habe nicht alle Links, die ich gelesen habe, gespeichert) :
http://people.physik.hu-berlin…scripten/interferenz1.htm
https://www3.pi2.uni-stuttgart…/planparallele_platte.pdf
https://fkurz.net/jufo/theorie1.html
zu (2): wenn die Platte eher dünn (jedenfalls nicht zu dick) ist, ist das von der Vorder- und Hinterseite der Platte verursachte "parallele" Doppelbild so nahe beim ersten, daβ es vernachlässigbar klein ist (man "sieht" es nicht, wie wenn man durch eine Fensterscheibe nach drauβen schaut); siehe den ersten Link oben. Die Tatsache, daβ das Licht teilweise zweimal durch den Kugelspiegel geht, verursacht meiner Meinung nach kein Doppelbild, weil der Kugelspiegel auch die "zweimal durch den Spiegel gegangenen" Strahlen in einem Punkt fokussiert (jedenfalls nach Durchgang durch den Korrektor). Die Tatsache, daβ ein Teil der Strahlen "später" ankommt, spielt wegen der Lichtgeschwindigkeit und des kurzen Weges keine Rolle.
Ich denke also, daβ dies das tatsächlich das Prinzip ist, welches (neben dem wichtigsten Teil, dem Korrekor) dazu führt, daβ man mit Deinem Teleskop gute Bilder sieht!
Liebe Grüβe und viel Spaβ mit dem tollen Gerät
(Habe echt was gelernt !)