Beiträge von AstroRudi

    Hallo,


    gestern, am 20. September, bei 3/4 Mond habe ich mir noch ein besonderes Beobachtungsobjekt herausgesucht: den Totenkopfnebel, ein großer planetarischer Nebel im Walfisch. ... Aber der steht ziemlich tief und ... ... der Mond.


    Die Stelle ist einfach zu finden: Der Walfisch hat zwei charakteristische Sternformationen: Das Maul (ein Sechseck bestehend aus alpha, lambda, my, xi, nu und gamma, östlich) und das Dreieck der Schwanzflosse (bestehend aus eta, iota und beta, östlich).


    Von der engsten Stelle der Schwanzflosse aus (eta) braucht man nur westlich (rechts) zweimal zwei Sterne zu finden (die ersten beiden sind schwächer und stehen enger beisammen), um dann von den zweiten beiden (phi 1 und phi 2) in südlicher Richtung die dritte Position eines gleichseitigen Dreiecks zu finden.


    ...


    Aber da war einfach nix. Da ist nix und da war nix. (Wie unter'm Schottenrock ;)).


    Hier wird gesagt, er wäre mit 6 Zoll zu sehen:

    https://www.astronomie.de/beob…deep-sky-objekte/ngc-246/


    und hier ist eher von 16 Zoll die Rede:

    http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=125116&WCF_AMPERSAND񿜻


    Also ich habe ihn, trotz einstündiger Suche, vor und nach Mitternacht, mit und ohne O III Filter im 12 Zöller (das Vorderrad des kleinen Wagens - 5.5 mag - war freiäugig und M 27 und M 57 - auch planetarische Nebel - waren im Teleskop gut zu sehen), auf 1000 m Höhe im Schwarzwald, und obwohl ich sicher bin, an der richtigen Stelle gewesen zu sein, um's Verr...en nichts gesehen.


    Ich glaube eher die Aussage hier ist realistischer ("extrem lichtschwach"):


    https://astrofotografie.hohmann-edv.de/aufnahmen/NGC246.php


    Ob's am Mond lag ? Aber dem Filter dürfte der ja nichts ausmachen.


    ... Na ja: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben".


    [Ich glaube über solche Ergebnisse muss man auch mal berichten, sonst meint mancher, Astronomie sei immer ein Zuckerschlecken, ... ... von den Minusgraden, die jetzt (heute ist Herbstanfang) bald wieder kommen, ganz zu schweigen.]

    Hallo Detlev,

    ja Sichtung mit 6 Zoll sollte durchaus auch möglich sein. Ob im Winter oder jetzt hängt von der Uhrzeit ab. Im Moment wird es tatsächlich ein bißchen später in der Nacht.

    UHC sollte ähnlich gut sein, wie OIII. Habe keinen UHC zum Vergleich. Aber ohne Filter scheint mir wegen des tiefen Standes schwierig. Vielleicht - wenn ohne Filter - etwas höhere Vergrösserung (bei f/5) als ich (25 mm Okular anstatt dem 40 mm, welches ich zunächst zun Suchen verwendet habe). ... Wegen der Austrittspupille.

    Gruß

    Hallo,


    wollte nochmal den O III Filter loben.


    Habe heute Mars beobachtet, mit mäßiger Befriedigung, der steht einfach zu tief.

    Da der Helix-Nebel (NGC 7293) nicht zu weit entfernt steht (aber noch tiefer ?), habe ich mir dann den noch vorgenommen. Er steht - unterhalb des "Mercedes-Sterns" (eta, zeta, pi, gamma) des Wassermanns - genau auf der Kreuzung der Linien iota Aqr - Formalhaut (alpha PsA) und 88 Aqr - epsilon Cap (Steinbock). [Die 4 Sterne passen genau un die vier Ecken des rechteckigen Gesichtsfeldes des Rigel Quickfinders].


    Ohne Filter war auf der Kreuzung, trotz intensiver Suche mit den 40 mm Okular an 12 Zoll f/5 einfach nichts zu sehen.


    Dann hab ich den O III hergenommen, ... _ und er war einfach da. Also wenn ich jetzt noch mal in Astronomie anfangen würde, und Geld höchstens für einen Filter hätte, dann nur den O III. (Und aus heutiger Sicht würde ich wahrscheinlich auch später keinen einzigen anderen Filter kaufen ... Ausgenommen vielleicht den Baader Moon & Skyglow für Mond und Planeten).


    Gruß

    Hallo Klaus, der Sternensucher

    Sterne (und Objekte zwischen den Sternen) suchen ist wirklich das, was bei dem Hobby am meisten Spaß macht !

    Ich bin deshalb voll einverstanden mit Detlev.

    Ein Teleskop mit 150 mm ist tatsächlich DER Einstieg in Deep Sky, und insofern ist Deine Entscheidung voll richtig, was das Teleskop anbelangt.

    [Wenn Du natürlich - von Dir aus (!) - noch die 58 Jahre in die Waagschale wirfst, könntest Du auch an 200 mm Durchmesser denken, an ein gebrauchtes C 8 = "Celestron 8" zum Beispiel (gibt es so um die 400 €), was vom Gewicht her auch von "älteren" Personen (bei Dir auch noch in 10 Jahren) durchaus noch zu händeln ist].

    Mit der "parallaktischen" Montierung (also der NEQ 3) ist das so eine (andere) Sache. Ausrichtung in Rektaszension und Deklination und automatische Nachführung / "Goto und so, sind sehr toll und technisch "top". Aber sie vermiesen einem auch das Beobachtungserlebnis, weil das ganze "Klimbim" an der Montierung (Polsucher, Motoren, Batterien oder Kabel) immer vor der Beobachtung zur Verfügung stehen muß (und die Batterien nicht - im Winter, weil eiskalt ist - leer sein dürfen) und eingestellt werden muß .

    [Einstellen: = mit der Wasserwaage horizontal ausrichten (in unebenem Grasbuckel-Gelände); dann auf den Polarstern (oder leicht daneben, ... in welcher Richtung daneben ?; ist der Polsucher richtig justiert oder liegt er daneben ?) einstellen; dann zwei Leitsterne suchen und mit dem technisch ultrakomplexen Handsteuergerät (auf Englisch) die zwei Leitsterne (und sonst noch so einiges) mit den richtigen (!) Leitsternen "synchronisieren", usw und so fort. ..

    Warum das Ganze ? Weil die Achse der Erde schief ist (sie steht in einem Winkel von 23° zur Ekliptik, welche ihrerseits die Ebene ist, auf der die Planeten (auch die Erde) um die Sonne kreisen und welche in einem 90° Winkel zur Rotationsachse der Sonne steht. Weil die Achse der Erde um 23° geneigt ist, sind viele Sterne - von unserem Beobachtungsort aus gesehen - also manchmal manchmal über und manchmal unter der Ekliptik (= der Ebene auf der die Planeten um die Sonne kreisen). Daraus entsteht übrigens auch Sommer und Winter.

    Und ich kann Dir sagen, das "Eingestelle" nervt (mit der Zeit).

    Ich würde deshalb empfehlen, auch nach einer azimutalen Montierung Ausschau zu halten. Eigentlich "alt-azimutale" Montierung, weil die einfach vom konkreten Beobachtungsort aus nur "senkrecht" (= Altitude) und "waagrecht" (= Azimut) und sonst gar nchts kann, und die komplizierten Rotations-Bewegungen der Erde im Laufe des Jahres um die Sonne nicht nachvollzieht.

    Das ist wirklich um vieles einfacher, vom Beobachtungsspaß her, setzt aber voraus und hilft (!), daß man die Sternbilder kennt oder kennenlernt. ... Einfach "Knöpfchen drücken" iss da nich ! (Aber wie oben dargelegt, bei der anderen Montierung auch nich).

    [Inwischen gibt es aber auch Komputerhilfen für alt-azimutale Montierungen (sowohl "push to" = Du mußt "schieben", aber der Komputer-Bildschirm hilft Dir, als auch "go to" = der Motor führt Dich zum Objekt].

    Also google auch mal nach "azimutaler Montierung" ! ... Aber DU entscheidest !

    Lieben Gruß von "auch einem Alten". (Bin übrigens auch aus Ba.-Wü.)

    Hallo,


    zur Zeit heute abend befindet sich M 75, ein selten beobachtetes Messier Objekt (Kugelsternhaufen), ziemlich genau 5° (eine Hand breit am ausgestreckten Arm) oberhalb von Mars (der sich kurz vor seiner Schleifenkurve befindet und deshlab noch ein bißchen da bleibt).


    Eigentlich sehr hell (8.5 mag) und "motteled" (wie die Amerikaner sagen; der Begriff stammt eigentlich aus der Galaxienbeobachtung), ist er aber auch im 12 Zöller nicht zu "knacken" (in Einzelsterne aufzulösen).


    Muß wohl sehr weit entfernt sein.


    Clear Skies

    Hallo,


    die schöne Seite von Dirk Walther, die seit Jahren (gefühlt seit Jahrzehnten) verschwunden war, ist wieder da ! Seit ich - vor 15 Jahren - mein Celestron 8 verkauft habe, habe ich keine parallaktische Montierung mehr, weil mir das Einnorden und Einstellen zu komplex war (enormer Zeitverlust vor dem "Sterne gucken"). Aber ich kriege immer wieder Fragen, so auch am letzten Wochenende !


    Hier ist die Seite: http://www.dirk-walther.de/html/polsucherjustage.html    (Probiert erst mal ohne Schritt 2, weil da kann viel schiefgehen (Madenschräubchen, Plastikgewinde, usw). Vielleicht geht es ja ohne ! )


    Unbedingt speichern (auf eine Art und Weise, daß man sie nicht mehr verliert !): ich mach das im Moment hiermit: https://addons.mozilla.org/fr/firefox/addon/save-page-we/


    Achtung: die Seite ist 2004 zum letzten Mal "upgedated" worden !


    [Und hier noch eine ähnliche: http://www.strickling.net/aufstell.htm#justier ]


    Gruß

    Edit: ist schon schön, auf dem Net Leuten zu begegnen, die etwas von ihrem Fach verstehen ! :love:

    Hallo Himmelsgucker,


    herzlich willkommen und vielen Dank für Dein Bild von der Mondfinsternis.

    Ich erlaube mir mal, Dich zu zitieren, um eine Frage zu stellen:


    Zuerst das Zitat:


    "Auch beim Betrachten des Mondes durch das Teleskop kam nicht so optimal herum: Der Mond zeigte sich ein wenig sehr blass und kaum sehr arg rot gefärbt. Aber die Aufnahme mit der Spiegelreflexkamera zeigte ein deutlich besseres Ergebnis".


    Also Du sagst daß, nachdem Du das Foto gemacht und möglicherweise bearbeitet hast, man den "Blutmond" viel besser sah. ... Ich bin einverstanden. ... Aber Du sagst auch, daß viele Leute zu Dir kammen, um den roten Mond gut zu sehen. (Bei mir waren auch viele Leute, ... und Kinder).


    Und jetzt die Frage:



    Meinst Du nicht, daß die ein bißchen enttäuscht waren, weil sie das Ergebnis mit der Spiegelreflexkamera nicht unmittelbar, direkt am Teleskop sehen konnten.


    Anders ausgedrückt, "Du" hast, möglicherweise Stunden später, ein schönes Ergebnis gesehen, ... "sie" aber nicht !


    Nochmals anders ausgedrückt: Wenn die Leute den Weg und die Anstrengung auf sich nehmen, zu uns zu kommen, um etwas zu "sehen", sollten wir dann nicht besser darauf hinarbeiten, ihnen direkt etwas zu zeigen, als sie - viel später - mit einem Ergebnis zu konfrontieren, was sie in 99% der Fälle nur im Fernsehen sehen (weil sie schon wieder weg sind, wenn das Bild fertig ist) ? ... Oder vielleicht weniger Reklame machen, wenn das Ergebnis nicht so ist - ja gar nicht SEIN KANN -, wie VISUELL zu erwarten ??


    Nichts für ungut (war eine philosophische Betrachtung, dir ich mir erlaube, weil Du sagst, daß Du die Mitte des Lebens schon überschritten hast).


    Gruß Rudi

    Hallo Detlev und Dieter,

    irgendwie habe ich auch noch in Erinnerung, daß für Granulen der Kontrast sehr wichtig ist. ... War es eine Filter Diskussion ? ... Könnte sein. ... Und die von Detlev eingeworfenen 1 bis 2 Bogensekunden würden auch passen.

    Also leg Dir mal eine dunkle Jacke über den Kopf, wenn Du durch das Teleskop schaust, ... und/oder probiere einen UHC - Nebelfilter (oder igendeinen Planetenfilter,evtl. auch einen vom Fotoapparat), wenn Du hast.

    Rudi

    Hallo Dieter,


    wegen der Okulare - ganz aus Glas und Metall - schreib mal dem Joachim Hahn (snafu, alias vistara auf den beiden großen Foren), der bietet immer wieder mal alte Okulare an und hat sicher noch welche ganz aus Glas und Metall (vielleicht auch Huygens, ist ja egal wenn es 24.5 mm Okulare sind). Auf dieser Seite : http://home.snafu.de/vistara/astro1.htm ist unten auf der Seite eine E-mail Adresse !

    Hallo Wunni,


    willkommen im Forum !


    Also ich glaube, da muß ich passen. Ich hatte - wie gesagt - damals alle Dateien einzeln heruntergeladen und das python Script erst nachträglich gefunden und das Herunterladen an-probiert, aber nicht (nochmals) zuende geführt. Leider kann ich auch kein python programmieren.


    Aber ich hatte damals auch noch diesen Link gefunden, der noch auf meinem Komputer war.


    https://stackoverflow.com/ques…izier-ucac4-full-download


    Vizier Straßburg sagt dort, daß die das Herunterladen von großen Dateien durch Leute, die nicht genau wissen, was sie machen, absichtlich blockieren. ... Zu den Leuten gehöre ich auch ;(. Aber vielleicht kannst Du etwas damit anfangen, was da steht ? Siehe den Hinweis auf das Row-Limit.


    Im übrigen, hast Du in Straßbourg oder von dem Spiegel-Server in China runtergeladen ? Der Link in Straßburg sollte ja vielleicht heute wieder funktionieren ?


    Ansonsten wäre ich auch bereit die 9 GB irgendwo hochzuladen, ... falls Du einen Server kennst, wo man kostenlos so große Dateien hochladen kann.


    Gruß und Good luck !


    Edit: und wenn's nicht funktionniert, wie wäre es mit dem ganz neuen GAIA 2 Katalog ? http://www.gaia2.de/catalog.html

    Hallo Dieter,


    wie versprochen noch zu Deinem Punkt 4 (Punkt 3 hat Detlev ja schon ausgiebig behandelt).


    Hier mal eine einfache Anleitung zum Einnorden, die für visuelle Zwecke ausreichen sollte (letzte 3 Absätze): http://www.binoviewer.at/teleskoptuning/lidltuning.htm  


    Neben der Einstellung der Polhöhe (= "Altitude" oder geographische Breite), die "azimutale" = waagrecht-horizontale (Ost-West-) Ausrichtung auf den Nordpol / Polarstern nicht vergessen ! Da sind mestens so Zug- und Druckschrauben an der Montierung, die von links und rechts auf eine Nase drücken, die beim "Einhängen" der Montierung in ein "Loch" auf der Bodenplatte der Montierung eingreift. (Ist eigentlich nur ein einziger Satz in der binoviewer - Anleitung).



    Viel Spaß weiterhin !

    (Ich hatte auch mal eine parallaktische Montierung mit einem C 8, bin dann aber nach 20 Jahren auf eine "alt-azimutale" umgestiegen, weil ich ein rein visueller Beobachter bin, nach 48 Jahren Astronomie die Sternbilder "aus dem FF kenne" und "Sternehüpfen" einfacher finde als das ganze "Eingestelle" jedesmal. ... Aber es ist auch sehr wichtig, die parallaktische Montierung zu verstehen, weil die ja die Himmelsbewegungen "nachvollzieht").


    Gruß

    Hallo Dieter,


    das geht ja Schlag auf Schlag bei Dir ! Hochachtung.


    Ein paar Anmerkungen zu Punkt (1) und (2), auf die anderen Punkte komme ich noch zurück.


    Vorab aber dennoch etwas wichtiges zu Deinem Punkt (4): Es kann durchaus sein, daß Du die Deklination einstellen mußt (einmalig), aber ... hast Du richtig eingenordet ? War vielleicht mein Fehler, weil der Link mit den Teilkreisen, auf den ich verwiesen habe, davon nicht spricht. Aber das ist die Voraussetzung der ganzen Arbeit mit den Teilkreisen.



    zu Punkt (1) Doppelsterne


    Die Position der Doppelsterne verändert sich über die Jahre. Aktuelle Daten zum "PA" (Position Angle) der Doppelsterne erhälst Du am besten von einer der großen Datenbasen im Internet. Ich finde da "stelledoppie" sehr gut: https://www.stelledoppie.it/in…on=2&azione=show_popolari


    Was die Orientierung der beiden Sterne zueinander anbelangt, so ist die Position des Begleiters von Norden aus (im 360°-Kreis) zu rechnen, also im umkehrenden Teleskop im Prinzip (!) unten; ich habe dazu nur einen französichen Link (aber es geht ja um die Bilder / Darstellungen, nicht um die Sprache); siehe 4. Bild auf dieser Seite (etwas runterscrollen) : http://sebastien.caille.pagesp…range.fr/test_doubles.htm


    Du mußt dann natürlich (im Teleskop) immer wissen, wo Norden ist. Aber so schnell, wie Du Dich in die Materie eingearbeitet hast, denke ich, daß Du einer bist "der den Norden nie verliert", wie die Franzosen sagen ("il perd jamais le nord"). Der Zenitspiegel dreht das Bild des umkehrenden Fernrohrs wieder aufrecht (also Norden oben), aber seitenverkehrt (!) in Ost-West Richtung. Bei azimutalen Montierungen (Dobson) auch noch Folgendes beachten: Bilder in Beitrag Nr. 10 auf diesem Forum: http://www.cloudynights.com/topic/502674-15-bootis-proble



    Zu Punkt (2) Justierung


    Daß Du mit dem 6 mm und dem 25 mm ohne Zenitspiegel praktisch nicht in den Fokus kommst, finde ich nicht normal, fast einen Skandal ! Liegt wahrscheinlich wieder mal daran, daß die Hersteller immer alles auf "Foto" trimmen und die Interessen des visuellen Beobachters vernachlässigt werden.


    Ich habe den Beugungsring im Fokus (eigentlich die Beugungsringe, denn es sind viele) mit meinem 102/920 Uralt-Meade-Refraktor auch lange nicht gesehen. Bei mir sind das ganz, ganz feine ("haarfeine") Ringe (ungefähr so dünn wie die Linen auf einem Fingerabdruck), die man nur sieht, wen man den Fokus voll erwischt hat und wenn außerdem das Seeing sehr gut ist.


    Zur violetten Farbe extrafokal: das ist beim Achromat (Fraunhofer) normal, siehe: Bruce MacEvoy, Astronomical Optics, Part 2: Telescope & Eyepiece Combined: http://www.handprint.com/ASTRO/ae2.html#startest (unter Punkt (3) am Ende, direkt vor dem - bei mir nicht mehr vorhandenen - letzten Bild der Seite). Er sagt dort:


    "In apochromatic refractor, color should be the same; achromat will show blue in extrafocal."


    Dies ist auch meine Erfahrung. Das kommt wohl von Folgendem:


    Spiegel reflektieren Licht, Linsen brechen es. Daher haben Spiegel keine Farbabweichungen (oder nur die durch's Okular eingeführten), einfache Linsenfernrohre reagieren aber wie ein Prisma (unterschiedliche Brechungswinkel der Farben, siehe Regenbogen). Du hast einen Achromaten (Zweilinser). Der Erfinder des Achromaten, der geniale Herr Fraunhofer, hat dann eine andere Linse aus anderem Material / Glassorte (Kron / Flint) hinter die erste Linse gebaut, die die Strahlen andersherum (!) bricht ("zurûckbiegt") und im Prinzip die farbigen Strahlen wieder zu weißem Licht zusammenfügen sollte. Allerdings hat Fraunhofer es damals zwar geschafft, die beiden Extreme des Farbspektrums (rot und blau) in einem Fokus-Punkt zusammenzulegen. Dieser Punkt stimmte aber mit dem Mittelpunkt des Spektrums (grüngelb) nicht 100% überein. Siehe folgendes Bild; der Fokus von rot und blau liegt weiter außen (extrafokal).




    Par File:Lens6b.svg: DrBob, Piteltravail dérivé Eric Bajart — File:Lens6b.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10473477



    Das führt dazu, daß, wenn man auf grün fokussiert (weil das für unsere Augen am angenehmsten ist), rot und blau (zusammengelegt), von intrafokal, d.h. vom Objektiv her kommend, noch nicht im Fokus ist und einen- "um den Stern herumkreisenden" - blauroten Ring bildet, den man wegen der Licht-Streuung jedoch kaum sieht (an Wega aber schon, weil das ein blauer Stern ist). Demgegenüber sieht man, wenn grün auf extrafokal gestellt ist, einen intensiv blauroten Punkt im Zentrum des Sternscheibchens, weil blaurot jetzt im Fokus (oder nahe dabei) ist. Zur Verdeutlichung habe ich mal einen Ausschnitt aus obigem Bild etwas ergänzt, man sieht es auch auf den Fotos von Detlev (im vorigen Beitrag).





    Zu Schleier und fliegende Mücken auf dem Sternscheibchen: Du kannst das defokussierte Sternscheibchen ruhig etwas größer drehen, dann siehst Du die Ringe besser. Nahe am Fokus ist nur besser, wenn Du auf Astigmatismus testen willst (ovale Sternscheibchen).



    Edit @ Detlev: A propos Deine Sternscheibchen. Wenn Du mal ein bißchen Muße hast, trau Dich mal an das Objektiv ran. Die zwei Linsen müssen näher zusammen (Abstandsplättchen verdünnen, vielleicht hast Du ja auch einen Abstandsring ?); das Objektiv ist unterkorrigiert. Hängt natürlich auch davon ab, ob Du das Objektiv danach (und überhaupt) wieder justieren kannst. Alles natürlich vorher schön markieren (Position Objektiv zum Tubus, Linsen zueinander und zum Tubus, Position der Abstandsplättchen). ... Ich helf Dir.




    Gruß

    Hi Detlev,


    Merciiii !

    Jetzt hab ich verstanden. ...

    Frage mich allerdings, ob sich beim Einfahren nicht der Spreizwinkel der Beine verändert, d.h. die 3 Punkte auf den das Stativ auf dem Boden steht bein Einfahren näher zusammenrücken und beim Ausfahren weiter auseinander liegen. Muß das mal probieren.


    Hier (Bilder 3,4,5) scheint Deine Idee an der Mittelachse eine Stativs verwirklicht zu sein.

    Hallo,


    vielen Dank auch von mir.


    Hatte auch schon nach solchen fahrbaren Kreuz-Hubtischen gefahndet und die Vorschläge von Detlev sind da schon sehr gut, wie auch der Zeichenbrett-Vorschlag von Günter. Ich erinnere mich noch daran, daß mein Vater (Bauzeichner) sowas in seinem Arbeitszimmer stehen hatte, mit einem Riesen-Gegengewicht auf der anderen Seite (was auch noch irgenwie auf die Parallelogramm-Montierung zurückverweist).... Auch die Säulen-Ideen sind super !


    (Ohne zuviel verlangen zu wollen, ... aber) wenn man jetzt das Ganze gewichtsmäßig noch ein bißchen abspecken könnte, wären ja wohl die Teleskop Stative der Zukunft erfunden.


    Gruß

    Hallo Detlev,


    Zitat aus diesem Faden (ich mach mal einen neuen auf, weil das ganze mit Doppelsternen nicht so viel zu tun hat :


    "Bei Rudis Beschreibung musste ich an einen Frisierstuhl mit "Pump-Pedal" denken. Eine Nummer kleiner, also Bürostuhl (ohne Rollen) könnte so etwas eine Plattform für das gesamt Teleskop sein. Wenn der Stuhl 100kg trägt, dann auch ein Teleskop von insgesamt vielleicht 30kg. Aber wie hindert man einen Bürostuhl daran sich zu drehen ohne die Höhenverstellung zu blockieren? Und wie kriegt man das wieder runter wenn es ausgefahren ist? Zusätzlich ist die Bastelei mit Gasdruckkartuschen auch nicht ohne. Bei Montagefehlern hätte die Kartusche genug Wumms um dicke Sperrholzplatten zu durchschlagen!"


    Genau die zwei Ideen (Schreibtisch- und Frisörstuhl) hatte ich auch schon ausgiebig hin und her gewälzt, nicht nur wegen der Zenitproblematik
    beim Refraktor, sondern auch wegen der Balkonbrüstungsproblematik beim Dobson. (Wenn Du mit Dobson horizontnah beobachten willst, stört oft eine Balkonbrüstung).


    Habe aber auch noch nichts 100%iges gefunden, ... aber so was muß doch gehen und muß es irgendwie geben. Habe z.B. diese Hydraulik Mini-Wagenheber gefunden; ... so was müßte man doch auf ein Stativ unter seine alt-/azimutale oder parallaktische Montierung bauen können. Beim Dobson bräuchte man allerdings einen größeren Durchmesser der Hubplattform, weil das Ding ja die ganze Rockerbox, in der Dobson gelagert ist, anheben soll, ähnlich wie bei einer Äquatorialplattform.


    Wenn also jemand noch Ideen in der Richtung hat, ... "je suis preneur" (= ich nehme gerne an).


    Gruß

    Hallo Detlev,

    vielen Dank für den Hinweis mit den apk's. Hatte das auch schon ml irgendwo gelesen und werde das jetzt mal probieren.

    (Hab meinen Komputer wieder, der das vielschichtige und nervige Problem des "intermittent black screen at cold startup" hatte; aber die Reparateure scheinen das definitiv gelöst zu haben !)

    Gruß


    Edit: Es funktionniert nicht mehr, siehe: https://windowsarea.de/2017/12…d-apps-windows-10-mobile/

    Es gibt zwar noch eine andere Möglichkeit: https://www.windowslatest.com/…d-apps-windows-10-mobile/

    aber nachdem ich die ganzen Programme heruntergeladen htte, stieß ich auf folgende Zeile im 2. Link: "Windows 10 Mobile Build 10240 is extremely buggy and it might be unusable". ... Da hab ich das Ganze dann sein gelassen !