Posts by AstroRudi

    Hi Detlev,


    herzlichen Glückwunsch: Deiner Frau zum Geburtstag und Dir zu dem tollen Ding, was Du Dir da an Land gezogen hast. Ich glaube, ich war 22 Jahre mit meinem 8-Zöller zugange, bevor ich auf 12 Zoll umgestiegen bin. Damit sieht man schon eine RIESIGE Menge an Objekten. ... Gegen Ende der 2 Jahrzehnte habe ich dann einen Okular-Fetisch gehabt, um noch mehr zu sehen. ... Habe viel über Okulare gelesen und einige getestet. ... Aber das bringt nichts ! Dunkler Himmel ist alles (und danach kommt Öffnung und einiges andere, ... Okulare kommen ziemlich am Ende der Skala).


    Den Transport hast Du ja auch super organisiert :thumbsup:.


    (Wenn Du aber trotzdem Deine Okulare vorstellen willst, ... vielleicht kann ich was dazu sagen, ich habe ein paar von den älteren Schätzchen behalten. ... Obwohl, bei f/6 braucht man gar keine teuren Okulare).


    Alles Gute

    Hallo Thomas,


    bin immer noch in Südfrankreich und hab den Refraktor nicht dabei ! Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich mal sehen, ob ich noch weiter am Objektiv rumteste. Im Moment bin ich unschlüssig, weil ich mich frage, ob die Abstandsveränderungen der Linsen bei einem einigermassen guten Objektiv dem visuellen Beobachter überhaupt was bringen. Bei meinem alten, schlechten Objektiv war das was anderes. ... Aber vielleicht mach ich trotzdem weiter, ... aus (halbwissenschaftlicher) Neugierde ;( :).


    [Das Wetter ist hier auch "aprilig", aber wohl generell ein bisschen wärmer. Marseillan ist sehr schön, warst Du auch mal in Pézenas ? Hat mich sehr beeindruckt.]


    Gruss

    Hallo Detlev,


    kannst Du nicht den Tubus irgendwie in senkrechter Zenitalposition fixieren ? Mit Zurrbändern, Gürtel oder so? Das hauptsächliche Packmass wird ja wohl der Tubus sein; ob da jetzt noch 'ne Rockerbox dranhängt oder nicht, scheint mir - aus der Ferne betrachtet und vom prozentualen Anteil des Packmasses her - eher zweitrangig.


    Siehe auch hier (Tragegriff), gezeigt am 6 und am 12 Zöller:


    Die Idee mir Spiegel und Zubehör gepolstert im Rucksack finde ich gut.


    Edit: Man müsste das Gewinde der beiden Haltegriffe für die vertikale Bewegung kennen, und das Ganze dort mit entsprechenden Schrauben blockieren.


    Gruss

    Hallo Detlev,


    also ich meine, Du hast das schon ganz perfekt überlegt. Weiss nicht wie hoch die Box für den Spiegel ist, aber als meiner aus Amerika kam, war die so hoch, das über dem Spiegel, der mit einer Sperrholzplatte zugedeckt war, noch Fangspiegel, OAZ und Sucher Platz fanden.


    Wenn dem bei Dir auch so ist, denke ich dass bei Deinem Transport das erste Problem der Tubus ist (wegen seiner Grösse).


    Und dann ist da noch der alte Spruch: "dreimal umgezogen = einmal abgebrannt". Das gilt besonders für IKEA-Typ-Möbel aus Pressspanplatten.


    Meine Tochter ist als Studentin dreimal umgezogen. ... Und - ohne irgendjemand zunahe treten zu wollen -, ich denke mal, dass man die Rockerbox durchaus mit GEWISSEN IKEA-Möbeln vergleichen kann !


    Gruss

    Hallo Christian und Chris,

    also ich habe keinerlei praktische Erfahrung, aber in dem letzten frz. Link sagen tatsächlich einige Leute, dass das Problem nicht die Kamera ist, sondern die Software. Die, die die Software an's Laufen gekriegt haben, haben anscheinend sehr schöne Ergebnisse erzielt !

    Viel Erfolg !

    Hallo,


    falls ihr das gebrauchen könnt (bin kein Fotograph), hier ein paar Links aus Frankreich:


    (1) zunächst ein Bild von einer DSI I: https://www.webastro.net/forum…-meade-deep-sky-imager-i/

    (2) und dann ein Driver (funktionniert anscheinend nicht unter VISTA und XP 64 bits); steht aber nicht dabei für welche DSI (I, II oder III oder - wahrscheinlich - für alle): https://www.astronamis.net/t11…de-dsi-pour-win7-32-et-64

    (3) Hier steht noch, daß man die alte CD (für ein "NUR"-CD Laufwerk) auf eine CD für eine CD/DVD Laufwerk umkopieren muß: https://forums.futura-sciences…eurs/66924-meade-dsi.html


    Gruß

    Hallo,


    Zitat (von Chris):

    • "Da sollten unsere User aber auch mal was schreiben. und genau da hat wohl keiner Lust".

    Das sehe ich genauso. ... Und genau das ist das Problem, ... beileibe nicht nur bei uns / auf diesem Forum.


    Passivität ist eine Zeit lang sehr gut, weil es wichtig ist, zwischenzeitlich mal nachzudenken. ... ... Aber dann muß man auch wieder aktiv werden ! ... Weil sonst nimmt (nur so z.B.) die Lichtverschmutzung überhand.


    Ich habe noch (in der Grundschule) gelernt, daß das "Aktiv"-Sein auch "Tu-Form" heißt, weil man etwas tut oder tuen muß. "Passiv"-Sein ist dagegen nicht nur "Nichts-Tun", sondern auch die "Leidensform" (inklusive "Er"-Leiden). ... Ich meine zumindest gegen das Letzere muß man doch was tun, ... solange es noch möglich ist.


    Im Altgriechischen gab es es noch eine dritte "Teilnehmer-Rolle" der Menschen in einer Gesellschaft, das "Medium": https://de.wikipedia.org/wiki/Medium_(Grammatik)


    Es ist also eine Position in der man gleichzeitig "aktiv" ist und "er-leidet" (z.B. agressive Kommentare auf einem Internet-Forum, ... oder was auch sonst).


    Also liebe Leser, bitte werdet ein bißchen mehr "medial" !


    Freundliche Grüße

    Hallo Sepp,


    sowas wäre auch noch eine Möglichkeit:

    http://www.aokswiss.ch/d/zub/s…rsicht_schutzhuellen.html


    gibt es aber auch noch billiger:

    https://www.google.com/search?…biw=1536&bih=678&dpr=1.25


    [Ich habe mal meinen Portaball in der - unterschätzten- Sommerhitze tagsüber abgedeckt auf einer Terrasse draussen stehen lassen. Danach waren die Batterien für den Lüfter kaputt (2 Motorradbatterien à 6 Volt) und die Kabel wegen des Kurzschlusses geschmolzen; ... ich wußte nicht, dass die Batterien kaum mehr als 30 Grad aushalten).


    Gruß

    Ja, Greta Thunberg hat mit den kleinen grünen Männchen kommuniziert. Die haben die Schule geschwänzt (??) und den Bohrer blockiert !

    Recht haben sie ! (Erst die Erde unbewohnbar machen und dann, wenn sie kaputt ist, auch noch andere Planeten zerstören ? Wo kämen wir denn da hin ?)

    Hallo,


    bitte den vorigen Beitrag ignorieren. Ich lag total daneben. Muss ja auch mal vorkommen.


    Der Ronchi-Test taugt nur, um die sphärische Aberration zu testen ,nicht aber die Farbreihenfolge, weil:


    " Die Tatsache, dass am Ronchi-Gitter Beugung auftritt, ist [...] für den Test primär nicht wichtig, da er nicht die Beugung ausnutzt, wie vielleicht öfters geglaubt wird! Die Beugung am Gitter führt aber sehr wohl dazu, dass sich beim Ronchi-Test mehrere Bilder (in der Regel die der 0., -1. und 1. Beugungsordnung) überlagern und die Interpretation erschweren bzw. die Genauigkeit des Tests reduzieren".


    Siehe: http://www.blackskynet.de/ronchitest.html


    Sorry !


    Rudi

    Hallo !

    Ich verweise zunächst auf diesen Beitrag:

    FedC = "Fraunhofer eliminiert die Chromasie"

    Bei der Lektüre des dort zitierten Beitrags von Wolfgang http://r2.astro-foren.com/inde…atisierung-ueber-rc-index

    und insbesondere der sich dort befindlichen Tabelle (rechte, dritte Spalte) ist mir ein ganzer Kronleuchter aufgegangen !

    Wenn ich jetzt nochmal meine beiden Zeichnungen aus diesem Beitrag

    Zwei f/9 Achromaten

    (Beitrag vom 2.3.2019)

    heranziehe, also diese hier:


    und diese hier:

    kann man folgendes vermuten:

    Wenn man mal davon ausgeht, dass:

    (1) die Gitterlinie des Ronchis vor dem dunkelgrünen Fokus liegt, und

    (2) die "inneren" (zum Bildzentrum hin), im Zentrum gespiegelten Farben intrafokal sind und die jeweils äusseren extrafokal,

    dann ergibt sich für die beiden Bilder folgende Farbreihenfolge:

    1. Bild (dünner Abstandsring = Originalzustand):

    "edFC" = grün, gelb / blau, rot (der Schrägstrich repräsentiert die Gitterlinie des Rochis / den dunkelgrünen Fokus ?) oder "deFC" = gelb, grün / blau, rot [weil ich bei meiner Zeichnung gelb und grün nicht getrennt (gesehen ?) habe];

    2. Bild (dicker Abstandsring)

    "FedC" = blau, grün / gelb, rot (Schrägstrich = Fokus) oder "eFdC" = grün, blau / gelb, rot (weil ich bei meiner Zeichnung blau und grün nicht getrennt (gesehen ?) habe.


    Erstere Reihenfolge ("edFC") scheint die klassische Fraunhofer-Achromat Reihenfolge zu sein; siehe die unteren Refraktoren in der Liste von Wolfgang.

    Durch den dicken Abstandsring habe ich also blau nach intrafokal verlegt und und gelb nach extrafokal.

    Unabhängig von der Frage, ob das jetzt gut oder schlecht war, widerspräche das der von vielen Experten gemachten Aussage, dass man die Farbreihenfolge bei einem Achromaten nicht ändern kann .

    Edit: Wahrscheinlich meinen die, dass man die Farbreinheit nicht verbessern kann. Obwohl, mit dem dicken Abstandsring lagen blau und grün nah beieinander, während rot weiter entfernt war ("hinten rausfällt", wie Wolfgang sagt), während mit dem dünnen Abstandsring blau/rot nahe beieinander liegen und grün "weiter vorne" liegt. (Was jetzt besser ist, kann ich mit meinen Mitteln nicht messen; man müsste den Abstand jeder Fraunhofer Linie von der e-Linie messen).


    Kopfkratzende Grüsse

    Rudi

    Hallo,


    bin unterwegs und habe gerade (neben Babysitting) viel Zeit zum Lesen im Internet. Wenn man sich die Schemata der Hobby-, aber auch der professionellen Optiker zum Thema Farb-Korrektur von Objektiven anschaut, ist da immer von der F-, der e-, der d- und der C-Linie die Rede (die violette g-Linie wird kaum mal erwähnt, da an der Grenze der Sichtbarkeit des menschlichen Auges).


    Da muss man dann immer überlegen, welche Farbe das jetzt ist.


    Ich hab mir also eine Eselsbrücke für den (Rudi-)Esel überlegt. Wenn man das Spektrum im Kopf hat (blau kurzwellig und links, rot langwellig und rechts, in der Mitte grün und gelb), und weiss, dass wir in Europa von links nach rechts schreiben,

    dann ergibt sich Folgendes:


    - Fraunhofer = F-Linie = blau

    - eliminierte = e-Linie = grün

    - die = d-Linie = gelb

    - Chromasie = C-Linie = rot.


    (Gelb liegt bei Rot, sonst könnte es kein Orange geben).


    Sogar die Gross- und Kleinschreibung stimmt ;)!


    Gruss


    Rudi


    Ach so ja: Edit: Hier noch die Erklärung, warum ich das brauchte: http://r2.astro-foren.com/inde…atisierung-ueber-rc-index


    [Achtung: das wurde - am jeweiligen, konkreten Objektiv - gemessen (möglicherweise mit - geringen - Messfehlern), ist also kein Komputer-Gespiels !]

    Hi Detlev,


    Ja das mit dem "W" (Westen = "Ouest") in Frankreich ist ganz verwirrend und sehr komisch. Osten heißt "Est".


    Eigentlich gibt es das geschriebene (deutsch-englische) "W" nur in Fremdwörtern. Die Franzosen haben das sogenannte "fränkische W" [Frank(en)reich kommt ja von den Franken, aber von den Merowingern / Mérovingiens = Chlodwig / Clovis & Co. (= Ludwig / Lovis -> Louis) und nicht von den Karolingern = Karl der Große & Co.]. Dieses fränkische "W" ist wohl aus dem Altgriechischen "ω" abgeleitet, was ja ja wie zwei aneinandergereihte "oo"s aussieht und auch - je nach Dialekt - als langezogenes "oo" oder als "ou" ausgesprochen wurde.


    Das französische W wird also "Ou" geschrieben, aber wie ein ganz kurzes deutsches "W" ausgesprochen (so wie ein Kind, das sich hinter einer Hausecke versteckt und dann hervorspringt, um andere zu erschrecken: "Oua !" oder eben "Wa !"!


    Eigentlich ersetzt das "V" das "W" im Franzöischen. Im Alphabet heißt der Buchstabe "V" = "We". Wenn Du in Frankreich BMW (Auto) sagst, dann versteht der Franzose BMV; ein BMW ist also in Frankreich ein "BM double V" (also ein "BM Doppel V"). Ein VW wird nicht abgekürzt, sonder "Wolgswagen" ausgesprochen. Man kanndas noch ewig weiterspinnen: ich habe z.B. den (auch) deutschen Namen "Viktor" in Deutschland schon "Fiktor" ausgesprochen gehört, und der "Vers" von einem Gedicht wird in Deutschland "Fers" ausgesprochen, während er in Frankreich "Wer" ausgeprochen wird (ein "s" am Wortende wird nicht ausgesprochen, siehe auch Pari(s).


    Die große europäischen Sprachenverwirrung, oder einfach nur lustig ;) !


    Gruß

    Hi,


    Detlev hat es irgendwie schon angesprochen:


    Was in Frankreich ganz gut läuft sind so regionale (z.T. auf eine Stadt oder einen Kreis bezogenene) Unterforen, meistens auf mehr oder weniger regelmässigen Absprachen von Mitgliedern basierend, die sich persönlich kennen und die einen Beobachtungsabend in der Umgebungvereinbaren (außerhalb der großen Treffen, die ja nur einmal im Jahr stattfinden). In diesen Unterforen wird dann aber queerbeet über alles diskutiert, von Tips zu Teleskopen oder Beobachtungen über Fotografie bis zu Witzen und regelrechtem Quatsch ! Ist nicht besonders technisch / seriös, aber macht Spaß (neben dem Technischen) und zieht offenbar junge Leute an.


    Hier mal ein Link zu den Diskussionen dieser Unterforen https://www.webastro.net/forum…/59-les-rencontres-astro/

    Die Aktivsten (zuletzt, morgen kann das ganz anders aussehen), waren, wie man sieht:


    Pariser Osten

    Touraine

    Elsaß (sehr aktiv, 283 Seiten !)

    Lyon

    Annecy (auch sehr aktiv, 419 Seiten !)

    Toulouse

    Nantes


    Zum Elsaß kann ich noch sagen, daß es da sehr viele, sehr aktive Mini-Astronomie-Clubs gibt (so 5-10 Leute), die das Elsaß-Unterforum nutzen um unter den Clubs zu kommunizieren. (Das Elsaß darf man sich aber nicht so groß wie ein deutsches Bundesland vorstellen, es ist viel keiner = 2 kleine (!) Départements, von denen Frankreich 96 hat, während Deutschland 16 Bundesländer hat. Da kann man abends schon mal von einem Ende des Départements (Bas-Rhin, Haut-Rhin) zum anderen fahren !)


    Wie ist das denn bei Euch, habt Ihr ein Vereinsforum oder läuft das alles über E-Mail ?


    Gruß

    Hallo Thomas,


    wollte mich nochmals für den zur Verfügung gestellten Vortrag (pdf) bedanken. Ich habe jetzt, besonders das zu zur Farbquerabweichung, nochmals genau gelesen. (Die Mathe habe ich weggelassen;)).


    Also ich verstehe, daß die Farbabweichungen im Bildfeld (nicht so sehr im Zentrum, obwohl da auch ein bißchen), z.B an den Rändern des Vollmondes auch durch die Farbquerabweichung verursacht werden.


    Was ich noch nicht so richtig verstanden habe, ist, warum die Farben links und rechts am Mondrand, aber auch links und rechts an jeder der Streben des “Besens” der Antenne auf dem Dach des Nachbarn verschieden sind: auf der einen Seite grüngelb auf der anderen blauviolett. Es sind also genau die Farben, die am nächsten am grünen Fokus sind (intrafokales Sternscheibchen: gelbgrün innen und blauviolett außen; extrafokales Sternscheibchen genau umgekehrt: blauviolett innen und grüngelb außen).


    Zuerst dachte ich, es käme von einer Verkippung des Objektivs (im Verhältnis zur Achse), aber bei meinem 16x70 Fujinon (und bei meinen Suchern) ist das - beim 16x70 an beiden Objektiven - auch so.


    Ich vermute jetzt, daß das davon abhängt, von wo das Sonnenlicht kommt; denn das fällt mir nur am Mond und an der Antenne auf (Reflektion) und nicht am Sternscheibchen (Eigenlicht des Sterns). Hier mal eine Zeichnung mit schräger Einstrahlung des reflektierten Sonnenlichts (am Mondrand).



    Blauviolett ist noch nicht im Fokus, deshalb der Ring, (dunkel-) Grün ist im Fokus und hellgrün ist schon wieder außerhalb des Fokus (auf der anderen Seite). Da das Licht schräg einfällt, sieht man auf der einen Seite die intrafokale nächste Farbe zum Fokus, auf der anderen die extrafokal nächste.


    Soweit meine Vermutung hierzu (keine Ahnung, ob das so stimmt).


    Aber am Sternscheibchen im Zentrum des Telekops (auf der Achse und Eigenlicht des Sterns), ist es schwieriger zu verstehen, warum die Farbreihenfolge sich ändert, wenn man den Linsenabstand verändert (das habe ich ganz klar gesehen; siehe meine Zeichnung zum Ronchi-Gitter weiter oben; man sieht es aber auch am Mondrand und an der Antenne). Zwar sagt Dein pdf auch (S.9), daß die Längsabweichung der Farben alleine auch schon eine Querabweichung produziert [siehe die Ringe in meiner Zeichnung, die ja schon - etwas (ganz leicht) “im Feld” sind, und nicht 100% auf der optischen Achse], aber das dürfte doch nicht sooo viel ausmachen?


    Während Alois und Gerd in diesem, oben schon zitierten Beitrag sagen, daß man durch den Linsenabstand nur die sphärische (und nicht die chromatische, also nicht die längsabweichende) Abberration korrigieren kann (wohl weil die Längsabweichung durch die Glassorten “fixiert” wird; Gerd drückt sich allerdings etwas weniger kategorisch aus), scheint Wolfgang das in obenzitierten Beitrag nicht so klar zu bestätigen, man könnte sogar das Gegenteil herauslesen (Passage beginnend mit: “Der Foucault-Test dokumentiert, daß man es mit einem ausgeprägten Sekundären Spektrum zu tun hat ...).


    . ... Da muß ich nochmal ein bißchen lesen


    Spannend !



    Edit: hier noch ein Beitrag von Wolfgang mit dem sugesstiven Titel: "Das Spiel mit Farblängsfehler und farbabhängigem Öffnungsfehler bei Refraktoren". Es geht da allerdings um einen Apo.

    Hallo Thomas und Detlev,


    Eure Diskussion hat mich an folgenden Beitrag von howdii aus einem österreichischen Forum erinnert, den ich noch auf dem Komputer hatte. (Er würde auch zum "Zwei Achromaten"- Beitrag passen):


    http://nightsky.at/Art/Meade_Achromat/


    Da steht (Intensiver Startest) folgendes:


    "Freilich zeigte das Beugungsbild immer noch die 8 kurzen Spikes, und natürlich waren auch die langen Spikes von der Fadenbefestigung meines Obstruktionplattls zu sehen".

    Das von Detlev vorgeschlagene "Faden-Kreuz" macht also lange Spikes !


    Wo die kurzen Spikes herkommen, steht weiter oben in dem Beitrag unter "Erste Eindrücke":


    "Zudem ist der Flansch am Tubus mit vier Schrauben befestigt, die in den Strahlengang ragen!"


    Und dann unter "FirstLight":


    "Irritierend war ein Geflirre von "Spikes" um den hellen Stern. Im ersten Moment denkt man an Pinching, also verspannte Optik. Bei genauerer Betrachtung des intra- und extrafokalen Bildes sah ich in einer Richtung Strahlen aus dem Beugungsbild, in der anderen Richtung Eindellungen am Rand, sah irgendwie aus wie ein Zahnrad. Verspannung? Hm, - halt! Da sind doch vorne vier Schrauben, die in den Strahlengang ragen! Also, das sind die Bösewichte, die Verursacher der 8 Spikes, ....


    Nur so zur Inspiration, ... keine Ahnung, ob das funktionniert ! (Du mußt ja nicht unbedingt längere Schrauben in Deine Fassung eindrehen, vielleicht kann man Plastik-Spitzen innen in der Taukappe aufkleben !)


    Viel Spaß

    Hallo Chris,


    ich bin auch müde !


    Man kommt sich vor wie der einsame Rufer im Wald. Und ich meine Detlev, der Dritte im Bunde außer Thomas und mir, hat auch schon mal so was ähnliches gesagt !


    Let it go !


    ...


    ...


    ...


    Dennoch schade !


    (Aber ob es mit Montierungen besser läuft ? ... Die Zeichen der Zeit sind einfach nicht günstig.)


    Alles Gute

    Hallo Thomas,


    danke für Deinen Beitrag. Ich komme sicher noch darauf zurück (wenn das Forum bis dahin nicht dicht ist); aber ich habe gerade meinen Bericht von gestern abend fertig und stelle den mal schnell hier ein (und dann werde ich den gesamten Thread bei mir auf dem Komputer abspeichern).


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    Hallo,


    gestern gab es bis ca. 22 Uhr eine Wolkenlücke, wo das Seeing meiner Meinung nach sehr gut war (habe vergessen auf Meteoblue zu schauen, und ich weiß nicht wie man da die Situation von gestern sieht, oder ob das überhaupt geht).


    Hier ist die Farbreihenfolge, intra- und extrafokal, die ich an Sirius gesehen habe. Das Ganze muß man sich intrafokal sehr verschwommen vorstellen (Ringe “ausgefranst”, konnte das in Inkscape nicht darstellen) und extrafokal scharf abgegrenzte Farbringe.



    Auf beiden Seiten (intrafokal und extrafokal) gibt es einen Punkt, wo man die Farbreihenfolge am besten sieht; der ist irgendwo zwischen “kleine Scheibchen nahe am Fokus” und “etwas größere Scheibchen” (aber nicht "große" Scheiben, wo die Bilder "schöner" sind, weil weniger Details). Manche Farben bilden nur sehr schmale Ringe (wie z.B. blau extrafokal), die muß man mit einer Verstellung im mm-Bereich am Rädchen des Okularauszuges “herauskitzeln”, aber Blau z.B. war auch ganz klar da.


    Ehrlich gesagt,ich bin sehr zufrieden mit dem Objektiv; alle Farben sind vorhanden, sowohl extrafokal (grün, gelb, rot, blau, violett in zwei Tönen, der Punkt in der Mitte ist der Fokus der jeweiligen Farbe), als auch intrafokal, wo die Farben außen, d.h. violett (ganz außen, ganz schmal), blau (dominant) und rot (schmal innen) wegen der Luftunruhe ineinander verschmelzen, während noch weiter innen der Übergang von gelb zu grün “fließend” ist.


    Ich habe die Farbreihenfolge noch nie so komplett gesehen (bei meinem alten, schlechten Objektiv sah ich sowieso nur drei) und ich denke sie ist auch richtig (wenn man intrafokal das Scheibchen so einstellt, daß ein hellgrüner (dunkleres grün wäre ja Fokus) Punkt im Fokus ist, ist außen violett und blau, stellt man das Scheibchen extrafokal so eine, daß innen ein violetter Punkt ist, ist außen hellgrün / grüngelb.


    Also müßte die Korrektur des Farblängsfehlers (chromatische Aberration) wohl eigentlich so sein, wie sie sollte. Die Bilder sind allemal so gut, wie bei dem Zeiss Achromaten von Wolfgang, auf den ich oben verwiesen habe.



    Dasselbe (im Verhältnis zum Zeiss) gilt für die Form / Qualität der Sternscheibchen. Das ist bei dem von Wolfgang gezeigten Achromaten (intrafokal- und extrafokal umgekehrt als bei mir) extrafokal auch nicht besser, als bei meinem Objektiv (intrafokal). Ich meine aber, daß da, gerade wegen der schlechteren, “ausgefranstem” Sternscheibchen intrafokal bei meinem Objektiv (und extrafokal bei dem Zeiss), noch ein geringes Verbesserungspotential bei der sphärischen Aberration besteht. Ich werde also nochmals versuchen, den Abstand zu vergrößern, ohne die Farbreihenfolge deutlich zu verändern.


    Getestet habe ich meistens an Sirius; Prokyon ging auch noch gut, Regulus war schon zu dunkel. Deswegen funktionniert das mit dem Polarstern auch nicht so richtig (obwohl der den großen Vorteil hat, daß da der Stern nicht aus dem Gesichtsfeld “rauswandert”), weil der auch zu dunkel ist. Im Sommer ist es dann wohl am besten an Wega zu testen. Dabei will ich auch noch darauf hinweisen, daß man nicht immer mit dem “stärksten” Okular testen muß. Mein “stärkstes” hier ist ein 4 mm Kasai Ortho (Vulcano Top), welches eine 220-fache Vergrösserung und eine Austrittspupille von 0.45 produziert. Das kann, je nach Seeing, einen 100 mm Refraktor schon deutlich überfordern. Ich bin gestern über 6 und 7 mm, 8 und 10 mm bis zum 12.5 Baader “Genuine” (70-fach) runtergegangen und habe die Farbreihenfolge immer noch gut gesehen (ich habe allerdings - nach zwei Objektiven - inzwischen auch ein bißchen Erfahrung mit dem Ganzen).


    Den Beugungsring im Fokus habe ich auch gesehen (sogar mehrere). Ideal wäre es, wenn man den Durchmesser des Sterns im Fokus messen könnte, weil Wolfgang in dem Zeiss-Achromat-Beitrag (nicht APO-Beitrag) sagt, daß eine falsche Farbreihenfolge den Stern im Fokus aufbläht. Aber da bräuchte man wieder ein Mikrometer-Okular und ich wollte ja Methoden finden, um ein Objektiv mit einfachen Mitteln zu testen. Das mit dem Mikrometer-Okular wäre aber auch nicht einfach, weil Sirius tief steht und die Luftbewegung immer eine Rolle spielt. Ich denke aber, das ist auch nicht nötig, weil wenn man den / die Beugungsring(e) sieht, bedeutet dies ja, daß das fokussierte Sternscheibchen nicht mit dem ersten Beugungsring "verschmilzt".


    Also ein Cheshire-Okular braucht man schon (um die Zentrierung des Objektivs sicherzustellen), ... aber die gibt’s für 39.- € neu und gebraucht noch günstiger. Ansonsten kann man - Geduld und etwas Erfahrung (= nicht beim ersten Versuch) und gutes Seeing vorausgesetzt - allein mit der Farbreihenfolge am Stern (siehe meine Zeichnung oben) und der Form der intrafokalen und extrafokalen Sternscheibchen (dazu sei nochmal Binoviewer zitiert), die Qualität / Leistung eines Objektiv ziemlich gut abschätzen.


    Was ich nicht gesehen habe, war der Begleiter von Prokyon (α CMi) im kleinen Hund: die Daten für diese Doppelstern-Herausforderung sind: m1 = 0.4; m2 = 13.0; d =4”6. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das mit einem 4 Zoll Refraktor überhaupt machbar ist und die Luft- und Lichtverschmutzung hier im “lothringischen Ruhrgebiet”, sowie zwei Strassenlaternen mit Streulicht spielen da sicher auch noch mit.


    Ich stelle auch noch “echte Bilder” rein; mein künstlicher Stern ist fertig, aber das Problem ist, daß ich wegen des “Nicht in dem Fokus kommens” mindestens 15 m Abstand zwsichen künstlichem Stern und Refraktor(objektiv) haben muß. Das ist innerhalb meines Hauses nicht zu realisieren und außerhalb ist das Wetter zu schlecht.


    Ciao