Posts by Fankhauser

    Hallo Christian,


    Ja, ich bin in diesem Bereich manchmal etwas misstrauisch. Die Erfahrung (gerade auch auf dem grossen amerikanischen Forum, wo ich mich häufiger tummle) hat mich gelehrt, dass unglaublich viel Missbrauch bezüglich Posts mit Marketing-Hintergrund betrieben wird. Darum habe ich auf Deinen m.E. allzu leichtfertigen weil zu wenig begründeten Ausschluss der FSQs reagiert. Dies nicht anschuldigend, sondern im Sinn einer Klärung. Falls ich mich denn geirrt haben sollte, und hierfür sehe ich inzwischen Hinweise, so bitte ich um Entschuldigung.


    Und noch etwas: Wärmetechnisch begründeten Focus-Shift haben sie doch alle - jedenfalls höre ich das von überall her. Die grösseren Unterschiede scheinen sich im optischen Bereich zu zeigen...


    Gruss Beat

    WARUM GENAU scheidest du die FSQs aus - das hab' ich nun wirklich nicht verstanden...??
    Machst du es dir da nicht gerade ein bisserl einfach mit der Ausscheiderei?
    Worauf möchtest du wohl hinaus?


    Beat

    Hallo Rudi,


    Die 0.96" Tak Hi-Orthos 2.8 und 4 mm wie auch deren neuere 1.25" Ausführungen 2.8 und 3.6mm sind alles Orthos mit 2- (!) linsigen Barlows.
    Dies entnehme ich Schnittzeichnungen, die Tak irgendwann (und zwar von beiden Auflagen) veröffentlicht hat.


    2.8- und 4mm sind in meinem Besitz und bringen am kurzbrennweitigen FCT100/640 sehr gute Planetenbilder ohne sichtbare Fehler irgendwelcher Art. Mit ihnen hat man nie das Gefühl, besagter Apo sollte doch eigentlich noch etwas länger sein... Darum habe ich diese Planetenokulare auch nie ersetzt. Mit dem Öffnungsverhältnis f/6.4 scheinen sie noch etwas besser zurecht zu kommen als mein ebenfalls sehr gutes Pentax XO-5.1: Für jene wünschte ich mir nämlich gelegentlich schon eher f/8...


    Beat

    Zu der Gesamtsituation, welche dem in deutschen Astroforen leider immer wieder grassierenden gegenseitigen Nichtzuhören und Aneinandervorbeireden zugrundeliegt, bietet sich folgendes Schopenhauer-Zitat an:


    "Was das Herz nicht will, lässt der Kopf nicht ein."
    (Wobei "Herz" für den Willen steht, und "Kopf" für den dem Willen leider nur allzu oft untergeordneten Verstand)


    Einmal in dieser Situation <X , helfen eben keine Argumentationen mehr - und mögen sie noch so gut sein.


    Beat

    In meiner Prospektsammlung habe ich das einschlägige LW110/1500-Datenblatt von damals gefunden:
    Tubuslänge mit Tauschutzkappe ohne Fokussiereinheit = 1350 mm
    Länge der Taukappe = 240mm
    Durchmesser des Tubusrohres aussen = 134mm, innen = 127mm
    Beat

    Diese Aufnahmen von Stefan S. sind absolut wundervoll.
    Was ich unter anderem so an ihnen schätze: Dass sie nie überbelichtet wirken und so, zusammen mit ihrer absolut wirkenden Schärfe, nie "kitschig", sondern vielmehr natürlich und geheimnisvoll wirken.
    So erscheinen die von Stefan abgelichteten Objekte mir so, wie ich mir vorstelle, sie aus dem Bullauge eines Raumschiffes zu erblicken.


    Daher: Grosses und völlig uneingeschränktes und neidloses Kompliment!


    Warum "uneingeschränkt" und wieso "neidlos"?
    Weil es, nach F.Schiller, "dem Vortrefflichen gegenüber keine Freiheit gibt als die Liebe" [hier zur vollendeten Kunst].


    Beat Fankhauser

    Hallo Michael,


    Ich denke, Stefan geht davon aus, dass für einen begnadeten Astrophotographen (der er zweifellos ist!) die hohe Kunst für die Erlangung bester Resultate wichtiger ist als die Technik - womit er durchaus Recht haben mag.
    Ich als vornehmlich visueller Beobachter möchte dem aber hinzufügen, dass es in dieser Hinsicht (und z.B. an Planeten) sehr wohl darauf ankommt, wie gut die Optik ist! Aus diesem Grunde verachte ich einen ordentlichen Skywatcher zwar durchaus nicht, möchte jedoch selber für meine (visuellen) Beobachtungen schon lieber z.B. einen Tak. Kurz: Mich interessieren optische Tests (und vor allem Vergleichstests) halt schon...


    Die in verschiedenen Farben gleichermassen hohen Strehlwerte des neuen Optikprüfers kann ich mir für einen Achro oder Semi-Apo bestenfalls (und auch dies nur mit Mühe) vorstellen, wenn er jede Farbe individuell fokussiert und dergestalt isoliert gemessen hat. Praxisnäher wäre es jedoch, auf Grün zu fokussieren, dann den Fokus nicht mehr zu verändern und die Strehlwerte der restlichen Farben genau so zu messen.

    Dies alles nur meine ganz persönliche Meinung.


    Im Übrigen finde ich Stefans Aufnahmen das Nonplusultra dessen, was ich bisher gesehen habe!
    Und sein (hypothetisches) Buch würde ich wohl sofort kaufen.


    Beat

    Hier der Inhalt einer ganzseitigen Anzeige in "Astro-Amateur" (einer ganzseitigen Sonderausgabe im April 1962 des "Orion" der Schweiz. Astronomischen Gesellschaft):



    Teleskope


    hoher Leistung bei kleinstem Gewicht und Platzbedarf sind die Typen


    * Maksutow
    * Schmidt - Cassegrain


    Nebst anderen Typen sind diese bei mir in folgenden Grössen erhältlich:


    Öffnung Br.W. Tubuslänge Aufl.Vermögen Gewicht optischer Teil


    150 mm 2400 mm 380 mm 0.7" 4 kg
    200 mm 3200 mm 500 mm 0.5" 9 kg
    300 mm 4800 mm 700 mm 0.35" 35 kg
    450 mm 7200 mm 1100 mm 0.25" 80 kg
    600 mm 9600 mm 1500 mm 0.18" 220 kg


    Weitere Vorteile dieser Typen
    - Mit gleich schwerem Stativ vibrationsfreier
    - Keine Luftturbulenz und Staub im Rohr
    - Praktisch temperaturenunabhängig
    - Kein Kondenswasser auf dem Spiegel


    Die Preise sind konkurrenzlos.
    Ausführliche Beratung gerne und unverbindlich.
    Verlangenb Sie Offerten direkt beim Hersteller:
    E.Popp, TELE-OPTIK, Luchswiesenstrasse 220, Zürich 51



    Ich hatte seinerzeit aufgeschnappt (weiss nicht mehr, ob gehört oder gelesen, möglicherweise beides), Popp sei wegen der Konkurrenz durch Celestron in den Konkurs gerutscht.
    Auch seine Privatsternwarte mit verschiedenen Instrumenten aus eigener Produktion sei dabei in die Konkursmasse geraten.
    Beat

    Hallo Stefan,


    Schade, dass Deine Bilder gelöscht sind!
    "Gehören" die nun wirklich dem astro-treff???
    Nun bist Du also vom TOA-150 via TEC-200 und ESPRIT zum TOA zurückgekehrt.
    Habe ich recht, dass es nun ein 130-er ist?
    Du hast bei dieser Rundtour bestimmt auch Erfahrungen gesammelt.
    Was mich interessieren täte, was ist nun bei den TOAs anders ( besser, ev. auch schlechter) als bei den andern Produkten?
    Kurz: Was hat Dich zu einem TOA zurückgebracht, und wieso diesmal zu dem (vorläufig?) kleineren der zwei?


    Gruss: Beat

    Hallo Michael,


    Ja, für Planeten ist gute Korrektur in rot eben wichtiger als in blau.
    Danke für die interessante Auskunft. Da bleibt mir nichts, als neidlos zu gratulieren.


    Schönen Abend


    Beat

    Hallo Michael,


    Einen schönen Apo hast du da. Wie bist Du denn dazu gekommen? Hast Du ausser "B 130/1110" noch weitere Spezifikationen, die Du teilen könntest? Handelt es sich z.B. um einen vollständig luftspaltgetrennten B-Typ, oder sind 2 der 3 Linsen verbunden? Wenn ja, die vorderen oder die hinteren zwei? Und wie gross ist das Gewicht des Geräts?
    Gemäss Uwe Laux ("Astrooptik") seien für den B-Typ Öffnungsverhältnisse von f/10 bis f/20 als sinnvoll erachtet worden. Was hat Zeiss wohl bewegt, hier f/8.5 (und Deinen schönen Zeichnungen gemäss offensichtlich mit Erfolg!) zu verbauen? Handelt es sich um eine Einzelauflage oder sind noch mehr von diesem kurzbrennweitigeren Typ gemacht worden?


    Gruss: Beat

    Hallo Wolfgang,


    Warum wohl hat der von Dir gemessene AS-63 einen Farblängsfehler von 1.5, der also deutlich besser ist als der in der Zeiss-Tabelle (s.oben) angegebene von 1.8?
    Zweite Frage: Die Werte in U.Laux' "Astrooptik", 2. Ausgabe (z.B. Tabelle auf Seite 244) weichen von denjenigen in besagter Zeiss-Tabelle in die andere Richtung ab (hier etwa den Faktor von 1.7 schlechter). Warum wohl dies?
    Ich wüsste gerne, worin sich, falls denn ja, die Messmethoden unterscheiden, dass sie so verschiedene Ergebnisse zeitigen. Und liessen sie sich irgendwie vereinheitlichen?


    Gruss Beat

    Hallo Ralf,


    Vor bald 20 Jahren habe ich E und F bei gutem Seeing erstmals gesehen, d.h. lokalisiert, ohne vorher eine Zeichnung oder Karte von deren Lage gesehen zu haben. Das war bei gutem Seeing mit meinem (damals) neuen FCT100/640 und dem Tak Hi-Ortho 2.8 (=> 229x). Ich bin mit Dir einig: Im 4 - 5 -Zoll -Refraktor ist das Seeing hierfür entscheidend.


    Beat

    VETO !!!!
    Bayern hat sich dank Napoleon Franken einverleiben können. Franken war zuvor ein eigenständiger Staat, das alles haben wir Napoleon zu verdanken.
    Zudem besteht "Bayern" zu etwa 2/3 aus Franken, die voralpenländischen Ureinwohner sind hier die Minderheit!
    (Und das schreibt auch noch ein Badener ((Gelbfüßler)) ).


    durch den Poster gelöscht

    Hallo Wolfgang,


    Du schreibst, gerade einen Refraktor könne man nicht mit einer Zahl beschreiben.

    => Falls er optische Unzulänglichkeiten aufweist, dann bin ich hiermit einverstanden. Wenn er jedoch auf der Achse einen seriös gemessenen, gewichteten Polystrehl von, sagen wir einmal deutlich über 90% aufweist, und zudem z.B. 5mm und 10 mm off-axis auch relativ anständige Werte zustandebringt, und wenn wir zudem verstehen, dass "Strehlzahl = Verhältnis der beobachteten maximalen Intensität einer Punktquelle in der Bildebene zur theoretischen maximalen Intensität eines perfekten (beugungsbegrenzten) optischen Systems" (Wikipedia), dann benötige jedenfalls ich ganz bestimmt keine weiteren Messungen mehr. Denn dann macht selbiger Refraktor genau das, was ich von ihm möchte, und zwar auf ausserordentlich gute Weise. Denn ein visuell gewichteter, guter polychromatischer Strehl ist für gute visuelle Leistung sowohl notwendig (auch ohne dass er gemessen worden ist) als auch hinreichend.


    Ganz ähnlich ist es doch auch mit dem Sterntest: Zeigt sich dieser nahezu perfekt, so ist es müssig, mit dem Fernrohr noch zu einem Tester zu fahren. Andernfalls jedoch (und dies ist wohl mehrheitlich der Fall) => dürfte sich ein gewisser Weg und Aufwand schon lohnen: So denn eins meiner Geräte keinen guten gemessenen Polystrehl aufwiese, und ich dies wüsste, so wäre es sehr wohl möglich, dass auch ich damit bei Dir aufkreuzen möchte, um zu erfahren, woran genau dies liegt und was im Sinne einer Verbesserung unternommen werden könnte. Oder vielleicht noch besser, falls ich die schwächere Leistung im voraus als systemabhängig - z.B. ölgefügt oder luftspaltgetrennt - erkenne, ich mir das betreffende System von Anfang an gar nicht gar nicht erst anschaffen würde...


    Was ich an Kurts Methode toll finde, ist die Möglichkeit, ganze Systemgruppen (z.B. ölgefügte oder luftspaltgetrennte Triplets) auf fundamentale Qualitätsunterschiede hin messtechnisch zu untersuchen und zu vergleichen.
    Und Deine eigenen Methoden haben Hand und Fuss, weil sie es besser ermöglichen, Fehler nicht nur quantitativ, sondern zudem auf ihre konkrete Ursache hin zu untersuchen.


    In diesem Sinne macht es m.E. keinen Sinn, Eure beiden Arbeiten (Kurt Schrecklings minutiöse Messungen z.B. von Peters Refraktoren wie auch Deine eigene hier reichlich publizierte Arbeit) gegeneinander auszuspielen.
    Ich jedenfalls spreche beiden von Euch grosse Verdienste zu und drücke Euch daher beiden meinen Dank dafür aus...


    Beat Fankhauser