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    Erfahrungsbericht Celestron Granite 10x50


    Ein wirklich gutes Allround-Fernglas 10x50 im 500 bis 700
    Euro-Bereich zu finden, ist nicht einfach. Für mich (58) habe ich die
    Entscheidung für ein Granite 10x50, dem Flaggschiff von Celestron, getroffen.
    Warum gerade dieses Glas?


    Im Laufe der Jahre habe ich ca. 15 verschiedene Ferngläser
    getestet, darunter auch viele 10x50. Für spontane Beobachtungen in Natur und
    Astro ist ein Fernglas dieser Größe besonders geeignet. Gerade deshalb wollte
    ich nun endlich ein gutes Glas für den Rest meines irdischen Daseins für
    deutlich unter 1000 Euro erwerben.


    Als absoluter Porrofan war ich eigentlich froh das Nobilem
    10x50 B/GA kennengelernt zu haben. Leider besitzt es eine deutliche
    Randunschärfe, die mich bei Astro ungemein stört. Im übrigen ist das für mich
    der einzige Nachteil.


    Granite 10x50 als Dachkant aus Magnesium mit ca. 850 Gramm
    ist relativ leicht, sauber verarbeitet, liegt gut in der Hand und besitzt eine
    edle Gummierung. Drehaugenmuscheln mit rastbarer Mittelstellung bieten einen
    bequemen Einblick. Wie üblich am rechten Okular ein Ring zur
    Dioptrieneinstellung – leider nur die Zeichen + oder - . Die Objektivdeckel mit
    Befestigungslasche sind abnehmbar, was bei Beobachtungen empfehlenswert ist –
    sie sitzen etwas locker in der Befestigung am Korpus. Okularseitig sind
    einzelne Abdeckungen vorhanden, die mit einer beweglichen Brücke verbunden sind
    und am breiten Tragegurt befestigt werden. Ein zusätzlich mitgeliefertes
    Tragegeschirr am Oberkörper erlaubt, daß Glas beim Beobachten etwas ruhiger zu
    halten und beim Wandern wackelt es am Körper nicht so – eine praktische Sache.
    Praktisch ist auch die Möglichkeit, einen schmalen Metall-Stativadapter von
    Celestron zu verwenden – die weitverbreiteten Standardadapter sind leider nicht
    verwendbar.


    Zum Wichtigsten – zur Optik: ED-Objektive und Okulare
    besitzen eine grüne FMC-Vergütung. Das Bild ist farbecht, kontraststark, hell
    und hat nur geringe Bildverzerrungen. Desweiteren bietet sich ein großes, sehr
    scharfes Feld fast bis zum Rand. Die Wahrnehmung der Größe des scharfen Feldes
    ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich – insofern kann ich das jetzt nicht
    genau definieren. Da die Unschärfe im Randbereich nach außen gleichmäßig
    abnimmt, fällt sie wenig auf – ein homogener Bildeindruck. Moderate Farbsäume,
    die mich nicht stören, sind aber auch vorhanden. Weder zu leicht noch zu schwer
    läßt sich der Mitteltrieb mit 1,5 Umdrehungen bewegen – genug Spielraum für
    bequeme Scharfstellung. Der Laternentest bei Nacht zeigt die wesentliche Schwäche
    des Glases: Reflexionen! Bei seitlichem Lichteinfall durch helle Objekte – z.
    B. Laternen oder Mond – zeigen sich matte, kleine Scheibchen oder Ringe im Bild
    – echt störend! Befindet sich das helle Objekt im Feld, besser noch auf der
    Achse, fallen Reflexionen kaum noch auf. Dieser Mangel kann von Glas zu Glas
    etwas unterschiedlich sein – hatte ja 2 Exemplare im Test.


    Nun zum Einsatz am Nachthimmel: Absolut scharfer Mond mit
    geringer Farbe am Rand, ein etwas überstrahlter Saturn als Scheibchen – kaum
    Farbe und punktförmige Sterne bis weit in den Randbereich – für mich eine
    angenehme Feldbeobachtung. Jetzt war klar: Dieses Glas für ca. 500 Euro hat
    mich auch am Nachthimmel überzeugt!


    Um die sehr hohe Feldschärfe maximal nutzen zu können,
    sollte das Glas aufgelegt oder besser auf ein Stativ geschraubt werden.


    Der Vollständigkeit halber noch: Beiliegende Tasche mit
    verstellbarem Trageriemen ist gut gepolstert – kann gerade so auch quer über
    die Schultern gehängt werden, um die Hände frei zu haben. Zuschnitt und Nähte
    sind teilweise liederlich ausgeführt – für diese Preisklasse nicht akzeptabel.
    Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung ist inhaltlich gut, wobei ein paar Sätze
    und eine Abbildung zum Tragegeschirr wegen optimaler Anwendung hilfreich wären.


    Als Allroundglas hat das Granite das beste
    Preis-Leistungsverhältnis bis ca. 700 Euro Kaufpreis – zumindest von den
    Gläsern, die ich kenne. Wenn für die Gesamtbewertung 5 Sterne verfügbar wären,
    würde ich guten Gewissens 4 vergeben!


    Peter Schröpfer, April 2014

    Erfahrungsbericht NOBILEM 10x50 B/GA – Teil 3 und Schluß


    Alternativ zum NOBILEM bestellte ich:


    1. Nikon Action EX 10x50 CF (162,00 Euro),
    2. TS Wildlife 10x50 (166,50 Euro),
    3. Eschenbach trophy AS/P 10x50 B Ww (200,96 Euro),
    4. Barr & Stroud Savannah 10x56 ED (254,90 Euro) und
    5. Celestron Granite 10x50 ED plus Stativadapter für Dachkantgläser (499,00 Euro plus 11,99 Euro gebraucht).


    Warum habe ich gerade diese Gläser ausgewählt? Als absoluter Porrofan kam anfangs kein Dachkant in frage. Bedingung war eine sehr hohe Feldschärfe, hohe Transmission, guter Kontrast, großes Sehfeld, geringer Naheinstellbereich, kein extrem unscharfer Randbereich, möglichst geringe Reflexionen und ein Kaufpreis bis max. des Nobilem. Maßstab war eben das zuvor getestete Docter-Glas!


    Nikon und Eschenbach sind sauber gefertigt, die Bildqualität gut aber für mich nicht ausreichend.


    Mit Doppelbild und kleineren Mängeln kam das TS Wildlife bei mir an – sagte letztlich auch nicht zu.


    In der Preisklasse war mit Porro nun Schluß, verblieb nur das große Angebot Dachkantgläser. Die Tatsache, daß Dachkant zu Porro im Preis-/Leistungsvergleich etwas ungünstiger ist, war auch mir bekannt. Jetzt kam das schon zuvor einmal gecheckte Celestron Granite 10x50 ED für 500 Euro wieder ins Spiel; laut Shop-Beschreibungen ohne Farbsäume und Schärfe bis zum Rand – geradezu verlockend.Tatsache ist, daß die Feldschärfe ausgezeichnet ist und der Schärfeabfall zum Rand hin deutlich moderater wie beim NOBILEM. Das ausgeglichenere Blickfeld des Granite gefällt mir gerade am Nachthimmel deutlich besser wie beim NOBILEM, wobei das Docter-Glas in Sachen Sternabbildung etwas brillianter ist. Je nach Beobachtungsgegebenheiten sind am Granite auch moderat Farbsäume zu sehen, die mich aber nicht stören. Dagegen stören mich am Celestron-Glas bei Nacht starke Reflexionen von hellen Objekten – z. B. Mond oder Laternen, die geringfügig außerhalb des Gesichtfeldes sind. Klar, davon steht natürlich nichts in den Shop-Beschreibungen.


    In Abwägung aller Vor- und Nachteile des NOBILEM und Granite habe ich mich für das Celestron-Glas entschieden! Obwohl das Docter-Glas ca. 250 Euro teurer ist, hätte ich bei moderaterer Randunschärfe das NOBILEM gekauft. Bin mit meiner Entscheidung – Granite – aber auch zufrieden, da sehr gute Bildqualität, geringes Gewicht von ca. 800 Gramm, Naheinstellgrenze ca. 3 Meter – für Natur sehr vorteilhaft, großes Gesichtsfeld und großer Augenabstand überzeugende Parameter sind. Mit 58 Jahren will und muß ich auch endlich mal eine Entscheidung für ein gutes 10x50 fällen – wie fast immer im Leben ist es ein Kompromiss!


    Der Vollständigkeit halber noch: Barr & Stroud 10x56 ED ist auch ein schönes Glas, aber bei 50 Prozent Kaufpreis zum Granite nicht vergleichbar. Die oft gelesene Erfahrung – du bekommst so viel wie du bezahlst – ist i. d. R. zutreffend.


    In der Hoffnung, auch für andere 10x50-Fernglas-Freunde einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, verbleibt


    mit herzlichen Grüßen


    Peter aus dem Sachsenland

    Erfahrungsbericht NOBILEM 10x50 B/GA – Teil 2


    Beobachtung am Nachthimmel: Sterne werden punktförmig, aber leicht ausgefranzt abgebildet. Der unscharfe Randbereich mit radialen Sternstrichen ist vom Gesamteindruck für mich sehr störend! Wer einen deutlich größeren Feldschärfebereich wie ich wahrnimmt – siehe auch Teil 1, bewertet das vielleicht anders.


    Mond, nahezu voll, hochstehend, wenig Luftunruhe: scharfe, detailreiche Abbildung, je nach Einblick geringer Farbfehler – nicht störend. Minimale Reflexionen sichtbar, wenn der Erdtrabant im Randbereich des Gesichtsfeldes steht – aber wer beobachtet schon so den Mond? Steht das Objekt gerade außerhalb des Gesichtsfeldes, kann ich nur ein aufgehelltes Bildfeld mit zahlreichen Sternen - auch sehr kleinen (im Sinne der Abb.), erkennen.


    Jupiter: klare, runde Abbildung mit deutlich Farbe. Da bei 10x50 ohnehin keine Einzelheiten erkennbar sind, ist das Objekt für eine nähere Betrachtung kaum interessant.


    Venus: Sichelform überstrahlt, etwas Farbe.


    Straßenlaternentest: astreine, scharfe Abbildung ohne störende Reflexionen oder Farbe. Auch keinerlei Bildbeeinträchtigung wenn die Laterne gerade aus dem Gesichtsfeld verschwunden ist.


    Terrestrisch kann das Glas uneingeschränkt im Preis-/Leistungsverhältnis empfohlen werden. Der Unterschied zu 200 Euro-Gläsern ist deutlich spürbar, wobei die Fertigung in Deutschland (so meine Kenntnis) das Glas teurer wie nötig macht. Sicher, das ist jetzt eine reine Kundenmeinung, und die ist sehr einseitig!


    Wenn Analytik-Jena, der Hersteller, den Schärfebereich des Feldes vergrößern und/oder die Randunschärfe abschwächen könnte sowie die Stativadapterlösung verbessert, dabei unter 1000 Euro-Kaufpreis bleibt, sehe ich verbesserte Absatzchancen gerade im Astrobereich.


    Jetzt meine Antwort auf die Frage des Threads: Ist das NOBILEM astrotauglich? Grundsätzlich ja, aber für meine Augen mit ca. 50 Prozent Feldschärfe eher nicht. Wer das Fernglas primär terrestrisch einsetzt, ist es ein „Glas fürs Leben“! Wenngleich meine Leihfrist nur 4 Wochen betrug glaube ich sagen zu können, daß dieses „Teil“ unverwüstbar ist. Wer absoluter Porrofan ist wird meines Wissens bis zur 800 Euro-Preisklasse auch keine ebenbürdigen Kandidaten zur Auswahl finden! Ein 500/600 Euro-Glas aus Asien mit Mitteltrieb (also terrestrisch und Astro) hätte aus meiner Sicht einen guten Markt – nur mal so als Anregung.


    Warum habe ich mir das NOBILEM nicht gekauft? Grund ist im wesentlichen der große, deutlich unscharfe Randbereich! Bei Sternfeldbeobachtungen würde ich mich immer wieder darüber ärgern.


    Ausführliche Testergebnisse zum Glas könnt ihr auch lesen unter:


    http://www.optyczne.pl/58-Test…r_Nobilem_10x50_B_GA.html


    So, nun suchte ich immer noch das 10x50 für den Rest meines irdischen Daseins. Einen 4-stelligen Preis kann und will ich dafür nicht ausgeben. Dieser Erfahrungsbericht hat sich vor allem deshalb verzögert, weil ich noch eine Reihe preiswerterer Gläser über dem Billigsegment ausprobiert habe. Um welche Gläser es sich dabei handelt und für welches ich mich entschieden habe, folgt im Schlußteil – sorry, sollte eigentlich mit hier rein, schaffe ich jetzt aber nicht!


    Bis bald –


    Peter aus dem Sachsenland

    Erfahrungsbericht NOBILEM 10x50 B/GA – Teil 1

    Nachfolgende Ausführungen enthalten kaum Angaben, die in Shopbeschreibungen zu lesen sind. Vielmehr möchte ich praktische Erfahrungen bei der Benutzung des Glases weitergeben, die dem Interessenten bei einer Kaufentscheidung nützlich sein können. Unbedingt zu erwähnen ist noch die Tatsache, daß Erfahrungen immer persönlich und subjektiv sind und nicht in jedem Fall für andere relevant sein müssen.


    Der Hersteller Analytik Jena AG hat mir für ca. 4 Wochen ein Glas und einen Stativadapter kostenfrei ausgeliehen – ein beachtenswerter Service! An dieser Stelle herzlichen Dank dafür.


    Von den Abmessungen ist das NOBILEM für ein 10x50 groß und wuchtig, auch bedingt durch einen großen Objektivabstand. Die dicke, schwarze Gummierung tut ihr übriges. Mit ca. 1,2 kg ist das Glas auch kein Leichtgewicht.


    Als sehr hochwertig kann die Verarbeitung bezeichnet werden, alles robust und aus Metall – Gehäuse Magnesiumdruckguß. Die an Gummibändern befestigten Objektivdeckel enthalten einen Metallring zur Formstabilität auf Dauer – eine gute Lösung. Aus einer Einheit besteht der Gummi-Okularschutz zum überstülpen. Der Schutz kann am Trageriemen befestigt werden. Leicht umstülpbar sind die Augenmuscheln.


    Es bedarf großer Hände um den etwas schwergängigen Mitteltrieb zu betätigen. Wer die hat, dem liegt das Glas dann gut in den Händen. Bemerkenswert ist die „Innenschwärzung“: eine graue, stumpfe und raue Oberfläche, die kaum Licht reflektiert. Ich habe noch keine vergleichbare bis zu dieser Preisklasse gesehen! Stativanschluß: Leider kein handelsüblicher verwendbar. Ein spezieller 2-teiliger aus Metall und ca. 80 Euro teurer, der vom Prinzip her gut angedacht ist – ähnlich einer Wäscheklammer, die auf einen am Fernglas angeschraubten Metallzapfen geklemmt wird. Das Fernglas sitzt zwar fest, aber mit dem klassischen Metall-Adapter schwingt das Glas sogar etwas weniger. Bei 15-facher Vergrößerung wird das Glas mit dem Docter-Adapter zum „Wackel-Dackel“. Die Auflagefläche des Adapters zur Stativplatte ist mit Durchmesser 22mm zu klein; möglich wäre 24x30mm – fast die doppelte Fläche. Mir wäre die klassische Befestigungsvariante lieber, und deutlich preiswerter ist sie ohnehin.


    30 Jahre DOCTER Garantie – was bedeutet das konkret? Kosten für Material- und Verarbeitungsfehler incl. Arbeitslohn werden in den ersten 5 Jahren übernommen. Für die folgenden 25 Jahre nur Materialkosten, ausgenommen sind Verschleißteile wie z. B. Gummierung, Trageriemen, Augenmuscheln, … Die Zusendung an die Service-Vertretung trägt stets der Kunde. Für eine umfassende Information bitte die vollständigen Garantiebedingungen lesen!


    Zur Optik allgemein: Laut allbinos.com sind 2 Linsen im Objektiv und 4 je Okular verbaut. In der Tat ist das NOBILEM ein außergewöhnliches Porro mit höchster Transmission (Lichtdurchlässigkeit), exzellenter Feldschärfe und Kontrast. Auch die räumliche Abbildung im Nahbereich – ab 5,50 Meter – ist mir sofort positiv aufgefallen. Größtes Manko für diese Preisklasse ist der relativ große und deutliche Unschärfebereich am Rand. Bei terrestrischer Nutzung spielt das keine große Rolle, da ein sehr großes Sehfeld – 6,7 Grad – gegeben ist, aber bei Sternfeldbeobachtungen stört es mich sehr – gut, es ist kein Astroglas! Der Wahrheit halber muß ich aber sagen, daß das Schärfefeld-Sehvermögen bei einzelnen Menschen STARK schwankt – meine Frau sieht z. B. ca. 70 Prozent Schärfebereich, ich nur ca. 50 Prozent! In relevanten Testberichten wird auch von 70 Prozent gesprochen – hier bleibt nur der eigene Test. Relativ genau kann das mit einem an der Wand stehenden 2m-Zollstock gemessen werden. Stativ mit Fernglas im Abstand Naheinstellgrenze aufstellen und an der cm-Skala das Bildfeld bzw. das scharfe Feld vermessen. Der Rest ist einfache Mathematik.


    Das gesamte Gesichtsfeld bei nicht umgestülpten Augenmuscheln kann ohne Brille überblickt werden; mit Brille kann ich es nicht beurteilen. Einblickverhalten und Augenabstand zum Okular ist angenehm. Wenn möglich sollten aber die Augenmuscheln bei Himmelsbeobachtungen umgestülpt werden, da die Okularlinse beschlagen kann.


    Allgemein kann der Farbfehler als moderat beschrieben werden – für mich ist er nicht störend. Bildverzerrungen treten nur minimal auf. Auflösung: Laut Druckbild Auflösungstest.pdf zeigt sich auf der Skala 15 Bogensekunden eine klare Strichtrennung. Nur teilweise kann ich die Striche auf der 10 Bogensekunden-Skala trennen. Damit würde ich die Auflösung bei ca. 13 Bogensekunden sehen. Plus/Minus 3 Dioptrien können am rechten Okular eingestellt werden. Angebracht sind nur Striche und keine Zahlen. Mit über 360 Grad Drehwinkel bietet der Mitteltrieb genügend Spielraum für eine bequeme Scharfstellung.


    In einem 2. Teil möchte ich über meine Erfahrungen beim Nachteinsatz schreiben, eine Bewertung des Preis-Leistungsverhältnisses vornehmen und mögliche Alternativen zum NOBILEM aufzeigen.


    Bis in Kürze verbleibt


    Peter aus dem Erzgebirge

    Hallo Dominique,


    nochmals aus meiner Sicht:


    gesamter Bilddurchmesser im 2. Test meiner Frau ist 59cm (der Rand ist so unscharf, da muß man fast schätzen!)


    0 – 12cm (von oben nach unten) = unscharf; nach unten beginnt jetzt der scharfe Feldbereich
    30cm = optische Achse
    52cm = untere Grenze des Schärfebereiches; jetzt beginnt nach unten die zunehmende Unschärfe bis
    59cm = unterer Bildrand (extrem unscharf)


    Es steht alles allgemeinverständlich in meinen Beiträgen – mehr kann ich dazu nicht sagen!


    Dominique, mir geht es doch letztlich nur darum zu zeigen, daß nicht jeder beim NOBILEM 10x50 B/GA die 70% Feldschärfe – wie in relevanten Tests steht – erreicht! Für die Kaufentscheidung des Interessenten ist u. a. nur wichtig, was ER für einen Schärfebereich wahrnimmt – theoretische Werte sind sekundär!


    Ich möchte damit das Thema Feldschärfe beim NOBILEM beenden bzw. es fließt in MEINE Gesamtbewertung des Glases, die natürlich subjektiv ist, mit ein.


    Dir und allen Lesern wünscht ein angenehmes Wochenende


    Peter aus Sachsen

    Hallo Dominique,


    vielen Dank für Deinen Hinweis, der Anlaß war, den Versuch mit meiner Frau sofort zu wiederholen:


    12cm obere Grenze (wenn sie ca. 4cm vom Okular entfernt ist 10cm)
    30cm Achse (geschätzt; kann gerne 1cm plus/minus sein)
    52cm untere Grenze
    59cm unterer Bildrand


    Schärfebereich: 40cm, entspricht 68%.


    Der Unterschied zum 1. Test meiner Frau ist 7%. Das relativiert sich etwas, weil der Betrachtungsabstand vom Okular Einfluß hat - siehe oben. Was will ich damit sagen? Wenige Prozente hin und her sind nicht so relevant, sofern sich die Größenordnung nicht ändert! Die Grundaussage der 1. Messungen bleibt unverändert und darauf kommt es an!


    Konkret noch mal mit Änderung:


    Peter Schröpfer = 43% scharfes Gesichtsfeld
    Ehefrau = 68% scharfes Gesichtsfeld
    Tochter = 52% scharfes Gesichtsfeld


    Durchschnittswert aller 3 Tester = 54%


    Gruß, Peter

    Liebe Fernglasfreunde,


    heute habe ich beim NOBILEM 10x50 B/GA mit 2 weiteren Personen an der Naheinstellgrenze das scharfe Feld vermessen, und dabei Interessantes festgestellt.


    Die Meßmethode bestand darin, mit dem Fernglas einen senkrecht an der Wand stehenden „Zollstock“ aus ca. 5,40m, genau mittig, „ins Visier“ zu nehmen. Am „Zollstock“ abgelesen wurde


    der Wert am oberen Bildrand,
    der Wert am unteren Bildrand,
    der Wert in der Mitte (quasi die optische Achse) und
    die Schärfe/Unschärfegrenze oben sowie
    unten.


    Wenn obiger Bildrand 0cm und unterer Bildrand 60cm ist, ergeben sich nachfolgende Schärfegrenzen:


    Peter Schröpfer (58 Jahre): 20cm obere Grenze, 33cm Achse, 46cm untere Grenze, Schärfebereich 26cm, entspricht 43%


    Ehefrau (53 Jahre): 11cm obere Grenze, 33cm Achse, 56cm untere Grenze, Schärfebereich 45cm, entspricht 75%


    Tochter (27 Jahre): 17cm obere Grenze, 33cm Achse, 48cm untere Grenze, Schärfebereich 31cm, entspricht 52%


    Der Durchschnittswert aller 3 Tester beträgt 57%!


    Was sagen uns diese Zahlen? Der Schärfebereich eines Fernglases kann bei verschiedenen Personen, unabhängig vom Alter, stark schwanken! Beim NOBILEM 10x50 B/GA würde ich ihn auf ca. 60% festlegen. 3 Testpersonen sind aber von der Anzahl her wohl auch nicht sehr relevant!?


    Bis demnächst,


    Peter aus Sachsen

    Liebe Fernglasfreunde,


    ich habe heute durch einen Test den Schärfe-/Unschärfebereich des Nobilem 10x50 durch vermessen ermittelt. In einer Entfernung von 6,30m konnte ich das scharfe Feld /unscharfen Randbereich mit Hilfe eines „Zollstockes“ in horizontaler und vertikaler Richtung relativ genau messen.


    Da ich das Leihglas in Kürze an meinen Händler zurückgebe, werde ich darum bitten, den Schärfebereich aus dessen Sicht nachzuprüfen.


    In Kürze teste ich noch ein Porro 10x50, das laut Händler bei kritischem Blick ca. 80% Schärfebereich haben soll. Meine Messung wird mir dann zeigen, ob ich evtl. durch „Sehschwächen“ fehlerhafte Werte ermittle.


    Bis bald,


    Peter aus Sachsen

    Liebe Kollegen,


    ca. 60% heißt doch nicht zwingend genau 60%! Ich werde noch weitere Versuche durchführen. Bei Tagbeobachtung würde ich den Beginn der Randunschärfe bei ca. 60-70% von der Achse einschätzen. Fakt ist, daß der Randunschärfebereich aus MEINER SICHT für ein so teures Porro-Glas recht groß ist. Wie gesagt: ich bemühe mich durch weitere Versuche den Schärfe-/Unschärfebereich zu präzisieren. Mit fast 59 Jahren kann und will ich aber „Sehschwächen“ meiner Augen nicht gänzlich ausschließen! Bis dato benötige ich lediglich eine Lesebrille + 1,00 Dioptrien.


    Bis bald und allen eine angenehme Woche –


    Peter aus Sachsen

    Hallo,


    bis auf die Astronutzung habe ich das Glas ausreichend getestet. Die Sternabbildung ist nur in einem kleinen Feld punktförmig - bereits ab ca. 60% Radius von der Achse beginnen die Sterne RADIALE Striche zu werden! Das kann doch bei so einem Glas nicht normal sein? Es handelt sich nicht um ein Neuglas - es ist ein Leihglas des Herstellers, das auf Messen und Ausstellungen eingesetzt wird.


    Wer kann meine Beobachtungsergebnisse bestätigen? Oder liegt es nur an diesem Exemplar?


    Würde mich über Resonanz sehr freuen und wünschen allen ein erholsames WE.


    Peter aus Sachsen

    Liebe Astrofreunde,


    vorgestern habe ich vom Hersteller den speziellen Stativadapter erhalten und damit verschiedene Tests am Tage bzw. bei Dunkelheit den Laternentest durchgeführt. Jetzt warte ich noch auf einen klaren Himmel für Einschätzungen Sternabbildung, Mond und Jupiter .


    Sobald ich das beurteilen konnte, kommt meine ausführliche Bewertung zum NOBILEM 10x50 B/GA.


    Bitte schön neugierig bleiben!


    Herzliche Grüße und allen eine erfolgreiche Woche -


    Peter aus dem Sachsenland

    Betrifft: Stativadapter


    Hallo,


    es ist leider in der Tat so, daß kein üblicher Stativadapter mit Fotogewinde verwendet werden kann. Es muß der im Angebot ca. 70,00 Euro teure, 2-teilige Adapter verwendet werden.


    Der Hersteller des NOBILEM ist sogar bereit, mir das Teil auszuleihen.


    Erste Tests des Fernglases per Hand und auf einem Stativ aufgelegt, waren erfreulich in punkto Gesichtsfeld, Feldschärfe, Kontrast und räumlicher Bildeindruck auf kurze Distanzen. Da die Gummiarmierung aber relativ dick und weich ist, "schwabbelt" das Glas bei Stativauflage - hier muß erst eine stabile Stativverbindung her.


    Bis bald,


    Peter aus Sachsen

    Betrifft: Welcher Stativadapter?


    Liebe Kollegen,


    ich habe nun ein Testglas vom Hersteller erhalten und möchte noch wissen, ob nur der spezielle, 2-teilige Stativadapter vom Nobilem-Hersteller verwendet werden kann, und nicht die üblichen?


    Danke für Antwort im voraus und allen ein schönes WE!


    Gruß, Peter

    Liebe Astrofreunde,


    zunächst möchte ich mich für die zahlreichen Hinweise und Erläuterungen herzlich bedanken.


    Ich kenne oder habe Ferngläser von klein bis groß – max.TS 28x110. Behalten habe ich immer nur die preiswerten, da die optischen Leistungen der mittleren Preisklasse so überzeugend auch nicht waren!


    Mittlerweile bin ich fast 59 Jahre alt und möchte für den Rest meines irdischen Daseins ein sehr gutes Allroundglas, was zur Not auch freihand verwendet werden kann, besitzen bzw. nutzen – primär für Astro.


    Hätte das Fujinon 10x50 einen Mitteltrieb, wäre das mein 1. Kandidat – aber leider.


    Nochmals danke – ich melde mich wieder!


    Gruß, Peter Schröpfer

    Liebe Gemeinde,


    zunächst allen Lesern ein erfülltes 2014.


    Ich suche eigentlich als „Glas fürs Leben“ ein gutes 12x60, was zur Not auch noch freihand genutzt werden kann. Klar, daß es das für 100 Euro nicht gibt, aber 2000 Euro kann und will ich nicht ausgeben. Da es im Bereich 12x60 nichts Besonderes unter ca. 1000 Euro gibt, bin ich beim


    NOBILEM 10x50 B/GA


    gelandet. Meine Frage ist nun: wie gut ist es für Astro geeignet? Werden Sterne punktförmig abgebildet, ist der Mond ohne Farbring zu sehen, zeigt sich der Jupiter, logischerweise sehr hell, aber kreisrund ohne Ausfranzungen und „Farbkasten“, …? Wie ist es mit der Schärfe im Randbereich bestellt?


    Wer hat selbst dazu Erfahrungen gesammelt?


    Danke für fundierte Infos im voraus.


    Herzliche Grüße


    Peter Schröpfer aus dem Erzgebirge

    Liebe Fotofreunde,


    die bei der Digiskopie verwendeten Digitalkameras sind leider nur bis 0 Grad Celsius Außentemperatur einsetzbar. Ich habe bei strengem Frost einen Wasserfall fotografiert – nach 1 Aufnahme ging die Kamera aus. Will damit sagen, daß die Digi im Winter nur sehr eingeschränkt verwendbar ist.


    Kennt jemand Hilfsmittel oder hat Tips, womit die Digicam bei Frost länger durchhält?


    Danke für Hinweise im voraus –


    herzliche Grüße an die Gemeinde.


    Peter aus dem Erzgebirge

    Der Test am Mond


    Zum Abschluß der Tests mit dem Kameraadapter habe ich am 21.07.13, gegen 23:00 Uhr, durch das TS-Spektiv 100mm FH mit meiner Digikam noch ein paar Mondfotos angefertigt – alle Handauslösung, was oft zu Verwacklungen führt. Aufnahmen wurden leicht geschärft. Wie unschwer zu erkennen ist handelt es sich nicht um Spitzenfotos, aber zumindest ansehenswert!


    Ich bin durch zahlreiche Tests mit dem Adapter davon überzeugt, daß Digiskopie auch mit einfachem Equipment lohnenswert ist. Ein nächster Schritt könnte sein, durch Verwendung eines Drahtauslösers für die Kamera und „einfache Stabilisierungsmaßnahmen“ für den Adapter, noch etwas mehr Schärfe herauszuholen.


    Freuen würde ich mich, wenn der Eine oder Andere den Thread als Anregung für eigene, erste Schritte in die Digiskopie versteht.


    Eine schöne Zeit wünscht Peter aus dem Sachsenland.