Posts by winnie

    Moin Detlev!


    Glückwunsch zum "Erstlicht"!


    > Nur eine unscharfe matschige Scheibe ohne Details war zu sehen.


    Na, das ist bei der Vergrößerung durch "ein halb geöffnetes Dachfenster" auch kein Wunder. Das Bild wird durch das Fenster abströmende Warmluft gestört. Zum Winter merkt man das besonders. Für ein klares Bild bitte nach draußen gehen, auch wenn man da 'nen kalten Hintern kriegt!

    Wenn Du bei drei Okularen bleiben willst, dann empfehle ich die Brennweiten 32, 15 und 6 mm für den Anfang. Fragt sich jetzt nur, wie hoch das Budget pro Okular ist, denn danach richtet sich die konkrete Okularempfehlung. Persönliche Vorlieben beim Einblick spielen da auch noch eine Rolle, dehalb sollte man - wenn möglich - das empfohlende Okular selbst einmal vor Kauf testen.
    Ob Filter gleich zu Anfang wirklich nötig sind, wage ich zu bezweifeln. Die kann man sich nach und nach immer noch anschaffen.
    Dann fehlt noch ein Okularkoffer, ggf. passende Drehpacks für die Okulare, ein handlicher Sternatlas (Karkoschka oder DS-Reiseatlas), eine Rotlichtlampe, Sitzgelegenheit und warme Klamotten. Dann kann's eigentlich schon losgehen.

    Moin zusammen!


    Okay, dann ging es um den Skywatcher Flextube. Ich hatte eher den Eindruck, Winfried geht auf seine verfemten Skywatcher als Ganzes los... - Na gut.
    Ein Vereinskollege von mir besitzt den 10" SW-Flextube in der GOTO-Variante, und er benutzt u.a. auch daran schwere Okulare wie TV-Nagler. Mit dem Gerät ist er sehr zufrieden, wie er mir sagte, da ich ihn schon mehrfach ausgequetscht hatte, wie dieser Dreistangen-Dobs denn so ist. Die Justage wird erstaunlich gut gehalten, wie mein Kollege sagte. (Schlimmer als bei anderen Gitter-Dobsons ist das Ganze also nicht.) Ich persönlich würde mir sowas nicht kaufen - wenn, dann als 10" nur einen Volltubus. Das war auch meine Überlegung, nachdem ich mich von der 12"-Lichtbrücke getrennt hatte.


    Welchen Hersteller würde ich empfehlen?
    Am 10" Skywatcher stört mich die Klemmung der Höhenachse. Die GSO/Galaxy haben die klassische FS-Halterung mit mehr Obstruktion - da finde ich den geklebten Spiegel der SW besser. Die GSO haben alle die falsche Lage der Konterschrauben für die HS-Justage, beim SW sitzen die gleich neben den Justierschrauben, wo sie auch hingehören.
    Lagerung im Drehteller: Da würde ich auf alle Fälle das Gleitlager empfehlen. Die Dobson, die das nicht haben, sind bei uns im Norden als Windfahnen berüchtigt. Ein Gleitlager-Set sollte man sich dann beschaffen (gibt's bei ICS für die gängigen Dobsongrößen), ich habe meinen 8" GSO auch damit nachgerüstet.
    Aktuelle GSO/Galaxy verwenden Verspiegelungen mit höherem Reflexionsgrad als SW. Auf sowas lege ich wert, und das wäre ein entscheidendes Kaufargument für mich.


    Mein Tip: Bei 10" auf alle Fälle Volltubus GSO, bei 12" würde ich trotz des Gewichts wieder die 12" LB bevorzugen. Bei letzterer sollte man sich aber um einen besseren Streulichtschutz bemühen, der einem nicht - wie das Original - durch den Wind in den Strahlengang gedrückt wird. Aber irgendwas ist immer.
    Zu den Galaxy meine Meinung: Die Höhenlagerung mit Spannfedern ist veraltet und hört sich in der Nacht an wie ein altes Krankenhausbett. Insgesamt sind mir die Modelle hier zu teuer im Vergleich mit den anderen Anbietern. Man muß die Sinnhaftigkeit des mitgelieferten Zubehörs abwägen. Ein schon voll ausgestatteter Hobbyastronom, der nur aufrüsten will, braucht keinen Okular-Klimbim von mehr oder weniger zweifelhafter Qualität. Auch der unbeleckte Einsteiger sollte die mitgeliferten Okulare bei den Neugeräten auf alle Fälle nach und nach auswechseln. Bitte nicht den "Okularkoffer" kaufen!

    Moin!


    > Lustig finde ich gerade hier die Lightbridge 12" von Meade: ein Cayenne ist schon nötig dafür...


    Naja, wenn man die LB im Ganzen transportiert... (Da sind andere 12" f/5 auch nicht kleiner!) Zerlegt ist das Teil aber erstaunlich handlich, da soll man sich nicht wundern. Das Argument "Gewicht" zieht bei der LB sowieso nur im unzerlegten Zustand. Ich fand meine recht praktisch, war aber zuhause zu faul, das Teil jedes Mal auseinanderzubauen.
    Wer sich überlegt, sich 10" oder 12" anzuschaffen, sollte sich die Geräte wirklich mal live ansehen. Der 10" geht ja noch - er ist nur etwas dicker als ein 8" f/6 - aber ein 12" Volltubus ist ein ganz anderes Kaliber, das beim Schleppen durch Türen oder schmale Treppen sperrig ist und so ein Teil ganz schön auf den Rücken geht. Der 12"-LB-Tubus wiegt 22 Kilo!


    > Beim Skywatcher hätte ich etwas Angst, daß man ihn laufend neu kollimieren muß - aber ich kenne das Gerät selbst nur vom Ansehen, habe noch nie damit beobachtet.


    Winfried, was schreibste dann so einen Quatsch?! Den SW muß man genauso oft kollimieren wie den GSO oder Galaxy. Da ist kein Unterschied. Die Justierschrauben am HS sitzen beim SW, sogar an der richtigen Stelle. Das hat weder GSO, noch ICS-Galaxy, noch Meade mit seiner LB bisher hingekriegt.
    BTW: Ich hatte im Gegensatz zu Dir bereits zwei SW, eine LB und jetzt einen GSO. Das nur am Rande.

    Moin zusammen!


    Wollen wir's mal festhalten: Monde umkreisen Planeten - das ist auch die IAU-Definition ***. Planeten und mit ihnen deren Monde umkreisen die Sonne, auch das ist logisch. Einen Mond - auch den unseren nicht - kann man also nicht unabhängig von seinem Mutterplaneten - in diesem Fall unsere Erde - betrachten. Wie die Bahn von der Sonne aus gesehen aussieht, ist im Grunde irrelevant, da der Mond in erster Linie die Erde umkreist, wie man beim Blick in den Nachthimmel unschwer nachvollziehen kann. Wie diese Ellipsenbahn als Projektion auf die Erdbahn um die Sonne aussieht, ist zwar nett anzusehen, aber wiederum unwichtig für uns Beobachter von der Erde aus.


    ***
    " Q: What is a “satellite” of a planet?


    A: For a body that is large enough (massive enough) to satisfy the definition of “planet”, an object in orbit around the planet is called a “satellite” of the planet if the point that represents their common centre of gravity (called the “barycentre”) is located inside the surface of the planet."
    http://www.iau.org/public_pres…elease/iau0601/q_answers/

    Moin Christoph!


    > kein Windows 8 RT Gerät nehmen


    Was ist denn dös?!


    > wobei für XP ab 2013 keine Microsoft-Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt werden


    <gähn> - Ich fahre mein Win-XP Pro SP3 seit 3 Jahren ohne Update. Nie Probleme gehabt mit irgendwelchen "Sicherheitslücken"!


    BTW: Wozu braucht's für ein Planetariumsprogramm einen schnellern Prozessor, der doch nur Strom frißt?! Stellarium und SkyMap Pro laufen hier einwandfrei. Den Atom-Prozzi habe ich allerdings auch auf "super Performance" aufgedreht, solanger er am NT in der Sternwarte hängt.

    Moin!


    Mit Karloschka und selbstgedruckter Aufsuchkarte bin ich früher auch viel draußen gewesen. Z.T. mache ich das bei Bedarf heute noch. Seit drei Jahren habe ich aber ein Asus-Netbook, das für mich sehr praktisch ist. Die Astro-Programme laufen drauf, es recht leicht und paßt gut in den Rucksack. Einziges Problem kann die nächtliche Feuchte werden, dann kann das Touchpad rumspinnen. Zum Glück sitze ich mittlerweile meistens in einer Sternwarte, da ist das Tauproblem nicht so schlimm wie unter freiem Himmel.


    > Zur Webcam noch eine Frage, die Montierung geht nur OHNE Okular?


    Du meinst sicher die Hauptoptik, versehen mit Webcam ohne Objektiv zur Planetenfotografie?! Ja, üblicherweise wird das so gemacht. Die Brennweite variiert man duch den Einsatz von Barlow-Linsen zwischen Optik und Kamera.

    Moin!


    > Kann das echt sein?


    Jupiter abends bei klarem Himmel NICHT zu finden, ist echt 'ne Leistung! :blink: Es ist das hellste Objekt im Osten, später höher im Südosten. Ich sag' mal: In nahezu jeder Optik sieht man sofort, daß man Jupiter drin hat - und wenn das schon nicht mit der Hauptoptik funktioniert, im Sucher ist das eindeutig.
    Ich denkle mal, Du hast mit der langbrennweitigen Optik eine zu hohe Vergrößerung für die Aufsuche benutzt (ein typischer Anfängerfehler) und auf irgendeinen der hellen Sterne in der Nähe gezielt. Übung macht den Meister, und Du solltest wirklich prüfen, ob Du am richtigen Objekt bist. Zur Not fährt man es eben noch einmal an. Vorraussetzung ist dafür auch ein korrekt eingestellter Sucher.

    Moin Philipp!


    Ein bißchen werde ich Deinen Kaufrausch jetzt einbremsen... :smartass:


    Obacht! Das...


    > Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD OTA


    ...gibt es in zwei Versionen, einmal die visuelle Variante und dann die Version mit vergrößertem Fangspiegel zur besseren Ausleuchtung großer Kamerachips und mit 1:10-untersetztem Fokussierer, der 150-PDS.


    > Omegon SWA 38mm Okular 2''


    Oh - wen willst Du damit erschrecken?! Knapp 20fache Vergrößerung bei 7,6 mm AP?! - Hast Du dafür den totschwarzen Himmel? Hier würde ich eher ein 32er oder 26er (in der Stadt) nehmen, sonst saufen Dir alle feinen DSO im streulicht-aufgehellten Himmelshintergrund ab. Gute NoName-SWA gibt es bereits ab ca. 70 EUR. (Mein SWA-26 hatte ich damals für 65 EUR gekauft.)


    > Baader Planetarium Baader Sonnenfilterfolie A4


    Nach der dreisten Baader-Preiserhöhung um 25% vor dem Venustransit gibt's die Folie bei Astromedia tatsächlich immer noch zum alten Preis. Aber nicht weitersagen!


    > Skywatcher Power Tank mit 7 Ah


    Herrlich - ich kaufe meinen Spinat auch immer bei Fleurop...! :laugh:
    Sowas kriegst Du günstiger in jedem Baumarkt, zur Not auch beim "Großen C"...
    Mit 7 Ah und Goto kommst Du im Winter nicht weit. Da brauchst Du einen Akku mit mehr Dampf.

    Moin!


    Tschuldigung, ich seh' das jetzt erst...


    > Jetzt ist meine Frage: Ist das evtl normal?


    Ja, das ist bei den GSO-Dobson normal. Du brauchst evtl. für langbrennweitige 2"-Okulare einen 35-mm-Verlängerungsadapter!
    "Angehobener Hauptspiegel" und "ausgetauschter Auszug" ist Nonsens.

    Moin Larry!


    Ich hatte gestern nach Deiner Anfrage auch kurz bei Google geguckt. Eine Dame, die zum Thema "Amateurastronomie" eine Diplomarbeit geschrieben hat, gibt die Zahl der Hobbyastronomen mit 150.000 im deutschsprachigen Raum an. (Halte ich für deutlich zu viel.) Vor über 10 Jahren gab es eine Pressemeldung von Tchibo, daß deren berühmtes Newton-Teleskop (76/700 mm) über 100.000mal verkauft wurde. Sehr viele dieser Geräte stehen natürlich nur rum oder existieren nicht mehr.


    Schätzen wir mal weiter. In den beiden großen Astroforen sind über den Daumen 15.000 und 20.000 User registriert, ein Drittel dieser User sind in beiden vertreten, ein weiteres Drittel jeweils Karteileichen, die nur ein oder wenige Male überhaupt gepostet haben. Sagen wir mal 10-15.000 Nutzer, die sich auch online mit Amateurastronomie beschäftigen und öfters das Teleskop aufbauen. Vielleicht kommt dann nochmal grob das Doppelte dazu, die wirklich absolute Gelegenheitsastronomen sind. Also etwa 30-40.000 insgesamt. Da komme ich ja mit Deiner Schätzung ganz gut hin.


    Optimistische 40.000 bei 82 Mio. Einwohnern in D macht einen verschwindend geringen Anteil von 0,048% aus.


    > Weiterhin interessiert mich wie hoch die Zahlen im Vergleich zu den Amateurfunkern in Deutschland (ca.70.000) sind.


    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?! Dann kannst Du auch fragen, wie die hoch Zahlen im Vergleich zu den Taubenzüchtern sind. :blush:

    Moin Philipp!


    > kann man diese von der Einsteigerversion über die SynTrac- bis hin zur Pro GoTo-Version einfach im Laufe der Zeit nachrüsten, oder müsste ich mich vorab schon entscheiden?


    Wenn Du mal auf die entsprechenden Händlerseiten gehst, siehst Du, daß man bspw. von der SynTrack auf SynScan umrüsten kann, indem man den Handcontroller dazukauft. Ähnliches gilt für die schnelleren Motoren, die dann wieder eingebaut und eingepaßt werden müssen. Fragt sich, was im Endeffekt günstiger kommt: Bestimmt die fertige Endversion als die zweimal nachgerüstete Grundversion.


    > Wie ist der Wiederverkaufswert von Teleskopen/Montierungen/Okularen?


    ...wie ich gerade beim Verkauf einer Komplettausrüstung feststellen mußte: Sehr unterschiedlich. Es kommt auch sehr darauf an, wie beliebt die Teile sind. 2/3 des NP sind dafür durchaus realistisch, aber meistens landet man irgendwo zwischen 50% und diesem Wert. Es gibt leider immer mehr Leute, die auch für gute Gebrauchtware nichts mehr bezahlen wollen. Deren "Angebote" sind z.T. eine echte Frechheit.

    Moin Detlev!


    > preislich interessant, aber auch da kämen noch 10 Euro Versand drauf.


    ...nicht, wenn man handelt. 10% vom VKP sind immer drin. Ansonsten schau Dir die entsprechenden Händlerseiten zum Sofortkauf bei eBay an. Dort gibt es die Teleskope oft günstiger als im Online-Shop. Amazon ist auch so eine Quelle. Man muß halt suchen (können).
    Ich bezahle seit x-Jahren keine Online-Shop-Preise - und wenn's die Drohung mit dem Vereinsrabatt ist - Rabatt gibt's immer... :smartass:

    Moin Philipp!


    Willkommen im Forum!


    Meine Einschätzung zu Deinem Projekt:
    - Die NEQ-5 ist auch visuell schon an der Grenze der Tragfähigkeit mit einem N 200/1000 mm. Für das, was Du auch fotografisch vorhast, gehört m.M. eher eine EQ-6 unter diese Optik. (Was nützt der dickste Hammer, wenn der Stiel wackelt?!)
    - Die Synscan-Steuerungen arbeiten bei korrekter Bedienung zuverlässig.
    - Nacktes GOTO bedeutet noch lange nicht, daß eine Optik fotografisch zuverlässig nachführt. Dazu gehören noch weitere Gerätschaften, wie Leitrohr und / oder Guider. Planeten-/Mondknipserei geht dagegen verhältnismäßig einfach wegen der kurzen Belichtungszeiten.
    - Ein f/5-Newton ist schon ziemlich okular-kritisch, je nach persönlicher Schmerzgrenze mit der Randschärfe des Gesichtsfeldes. Eine m.E. guter, aber nicht ganz billiger Tip für alle Lebenslagen wären bspw. Vixen LVW-Okulare. Wahrscheinlich werden jetzt auch noch Tips zu TeleVue Nagler oder Ethos kommen - diese Okulare sind wiederum besser, aber noch teurer.
    - Filter: Bei 8" eigentlich keine außer UHC und / oder O-3 für die Gasnebel. Auch hier kommt's sehr auf den persönlichen Geschmack an, darum sollte man erstmal durch die verschiedenen Filter schauen, bevor man einkauft. Von Grau- und Farbfiltern zur Mond- und Planetenbeobachtung halte ich persönlich nichts bis wenig.

    Moin Detlev!


    > Wäre dieses Bresser Galaxia 114/900 gebraucht für 100 Euro + Zubehör sein Geld wert?
    > (Die Montierung mal ausgeklammert)


    ...hinzu kommt noch der Versand für knapp 12 EUR, wenn Du Dir das Gerät nicht abholst. Versuch mal noch 10-20 EUR runterzuhandeln!
    Heutzutage ist bei diesen Kaufhaus-Teleskopen natürlich zu viel Plastik verbaut worden. Das fängt bei den Okularen an und hört beim flatterigen Auszug auf. Eigentlich schade, denn die Optik an sich ist unproblematisch und auch bei solchen Teleskopen durchaus brauchbar und gar nicht mal schlecht. Die abgebildtete (Megastar/EQ-3-1) Montierung wird dem EQ-2-Standard entsprechen. Gleichartige Teleskope gibt es aber bereits für unter 160 EUR neu. Klick mich!

    Moin Thomas!


    Ein 150er Spiegel in einem Rohr mit 160 mm Innendurchmesser macht wenig Sinn. Vom Spiegel zum Tubus hast Du rundherum nur 5 mm Platz. Du wirst da außer den o.g. Problemen ganz massive Randabschattungen bekommen. Schnapp Dir MyNewton oder Newt2.5 - das sind Programme, womit man die Maße eines Newton durchkalkulieren kann.
    Ich würde sachte an die Geschichte rangehen und für die Röhre einen 130er Spiegel vorschlagen. Den 130/1000 gibt es bspw. von Bresser. Fragt sich aber, ob sich so ein Selbstbau bei den heutigen Teleskop-Preisen überhaupt noch lohnt.

    Moin Andreas!


    > aber die EQ2 Montierung ist Schrott ein Gewackle ohne ende!!


    Nur mal als Einschub:
    Mit genau so einer Konstruktion haben viel der "alten Hasen" zum Teil vor Jahrzehnten angefangen. Bei mir war's bspw. Ende der 70er soweit mit dem berühmten Quelle-Spiegel (= Tasco 11T in weiß). Im Grunde war das nichts anderes als das Gerät, was Du hier jetzt verreißt. Natürlich ist das Ganze keine Ausgeburt von Stabilität, und ich kann Dir sagen, daß sogar heutige Dobson von der Stange ebenfalls zittrig sind und nicht so bombenstabil wie oft dargestellt. Nachbesserungsbedarf gibt's da auch.


    Beim 114er-Newton auf EQ-2 liegt's meist daran, daß das Alu-Stativ bis zum Anschlag ausgefahren wird, anstatt die stabilere Variante zu wählen und auch mit dem Newton im Sitzen zu beobachten. Außerdem habe ich schon oft festgestellt, daß Anfänger sich scheinbar nicht trauen, die Verbindungsschrauben fest anzuziehen. Wenn's dann zwei-, dreimal zittert beim Fokussieren oder wegen einer Windbö, ist der Spaß schon vorbei, und es wird ein Astronomenleben über das Teleskop gewettert.


    Okay, aber das wirklich nur am Rande. Irgendwas ist immer.

    Moin Detlev!


    > Das hier hat "nur" eine EG-3 Montierung, passt aber sonst zu den erstgenannten Daten


    Was Du da gefunden hast, ist eine Billig-Variante. Davon würde ich die Finger lassen.
    Man bekommt an Teleskop und Montierung immer nur das, was es wert ist - und: Eine stabile Montierung plus dazu richtig dimensioniertes Telskop kosten nunmal. Dann macht man zu Anfang aber auch nichts falsch und ärgert sich nicht am minderwertigen Material.
    Ein Vereinskollege von mir besitzt die genannte Kombi des 150er Newtons auf der Skywatcher NEQ-3. * Das ist für den visuellen Einstieg völlig ausreichend. Klar liegt das um einiges über Deinem Budget, aber auch bei anderen Lösungen hast Du bspw. noch kein einziges, brauchbares Okular. Wenn man da den Grundstock von drei Brennweiten ansetzt, bist Du auch schnell bei 200 EUR, und das ist nochmal genau derselbe Betrag, den Du für das Teleskop angesetzt hast.
    Die Anschaffung einer soliden Grundausstattung ist nunmal teuer. Aber das ist m.E. der Weg, der einen beim Hobby bleiben läßt. Billigteleskope auf Wackelmontierungen und minderwertigen Okularen mit Tunnelblick sind reine Spaßbremsen. Da ist Frust schon vorprogrammiert. (Oder man ist äußerst leidensfähig! :blink: )


    * Das Angebot hier meine ich!

    Moin Detlev!


    Einige kleine Bemerkungen:
    > Generell scheinen die beigelegten Okulare ja in diesem Preissegment nie erste Wahl zu sein. Aber sehe ich als Anfänger deren Fehler überhaupt?


    Ohne Vergleich mit besseren Okularen als Anfänger sicher nicht. Als Fortgeschrittener, der andere Okulare kennt, ganz bestimmt!


    > Was kann ich mit 5" am Himmel sehen was ich mit 3" nicht sehe?


    Rene mal: 76x76 zu 130x130, das macht ein Verhältnis allein in der Lichtsammelfähigkeit von 1 zu 2,9. D.h. die größere Optik sammelt fast dreimal soviel Licht wie die kleinere. Man erreicht deutlich lichtschwächere Objekte, Größenklassengewinn über eine Magnitude. Die Auflösung verbessert sich dagegen linear, macht sich aber in einem detailreicheren Bild bemerkbar.


    Nebenbei: Von dem 130er Heritage halte ich nichts. Zum einen ist eine dieser Optiken im genaueren Test glatt durchgefallen (nachzulesen im Blauen Forum), zum anderen ist der montierte Plastik-Helical-Fokussierer ungenau und eigetlich ein Witz für den Preis. Apropos Preis: Schau Dich weiter um, falls Dich das Teleskop interessiert - Astroshop ist bei weitem nicht der günstigste Anbieter!


    Öhm, für den ernsthaften Einstieg empfiehlt sich immer wieder entweder der 150/750 mm Volltubus-Newton auf NEQ-3-Montierung (NP ca. 380 EUR) oder der Klassiker 203/1200 mm Dobson (momentan 320-350 EUR). Mit einem guten Gebrauchtgerät läßt sich dabei eine Menge Geld sparen.