Posts by winnie

    Moin Christoph!


    Das anvisierte verlinkte Teleskop kostet jenseits der 2000 Euro-Marke. Ein vergleichbares Instrument ohne GOTO kriegst Du für unter 800 EUR neu. Willst Du jetzt 1200 EUR ausgeben nur für das GOTO, oder wie sehe ich das?! Das macht irgendwie keinen Sinn.


    GOTO beim Dobson ist eine gute Stenenkarte, ein Telrad und ein Sucher... - richtig! :smartass:

    Moin Frank!


    Willkommen im Forum! :D


    > mannohmann, war das aufregend. Da ist so ein "Ding mit einem Ring". Ich erinnerte mich sofort an ein Foto in meinem Astro-Buch. Wir hatten tatsächlich Saturn „entdeckt“. Richtig schön, mit deutlich sichtbarer Cassini-Teilung. Er war wunderbar anzusehen.


    Komisch - genau das gleiche Erlebnis hatte ich um 1978, als ich mit meinem Quelle-Spiegel, der baugleich mit dem Tasco 11T war, das erste Mal intensiver Saturn beobachtet hab'. Das war auch mein erstes Teleskop, und seitdem hat Saturn mehr als einen Sonnenumlauf hinter sich gebracht.


    Die Zeit, die rennt...

    Moin Eckart!


    > Mars zeigte beide Polkappen.


    ...bestimmt nicht. Ich hab' mir gerade Fotos der letzten Tage angesehen, weil mir das spanisch vorkam. Die SPC ist noch gar nicht zu sehen, eher helle Wolkenfelder.


    BTW: Um welche GSO-Montierung handelt es sich? Bitte ein Link, bevor man sich noch totsucht. Danke!


    Edit: Ich hab's gefunden, es handelt sich um die GSO ATZ Azimutal-Montierung, sorry.
    Guckst Du --> hier!

    Moin Christian!


    Ich würde mich gar nicht zuerst auf ein spezielles Beobachtungsgebiet festlegen wollen. Das ist genauso, als wenn man einen Fahranfänger vor dem Autokauf fragt, wo er denn fahren will: Stadt, Landstraße oder Autobahn...
    Zum Newton auf parallaktischer Montierung allgemein: Ich bin von dieser Kombination völlig weg, weil es für mich zu nerviig war, den Tubus zwecks optimalem Einblick ständig in den Schellen drehen zu müssen. Dann kommt noch bei den GOTO-Steuerungen hinzu, daß diese beim Fahren über den Himmel ohne Gnade den Tubus beim Durchgang durch den Süden umschwenken. Das ist IMO alles ungünstig. Für's visuelle Beobachten mit Newton gibt es - jedenfalls vom Einblick her - m.M. nach nichts praktischeres als den Dobson. Klar, Suchen und Schubsen muß man noch selber, aber auch hier gibt es mittlerweile Massenware mit GOTO und/oder Nachführung.
    Bei den 10"-Newtons von der Stnage ist man leider gekniffen, was das Öffnungsverhältnis angeht, aber f/5 ist nicht der Beinbruch, wie er gerne mal dargestellt wird. Einen 10" f/6 (250/1500 mm) gibt es nicht "mal so eben" im Paket - da muß man schon etwas mehr Geld ausgeben - auch was die dann stabilere Montierung angeht, denn so eine lange Optik wird schnell sperrig und schwingungsanfällig.


    > was bedeutet denn Obstruktion?


    Kurz: Das ist die Abschattung des Hauptspiegels (HS), verursacht durch den zentralen Fangspiegel (FS). Neben dem geringen Lichtverlust erzeugt diese Bauweise Beugungserscheinungen, die sich vor allem auf die Kontrastleistung der Optik auswirken. Für reine visuelle Newton-"Planetengeräte" strebt man eine möglichst geringe Obstruktion (um 20% oder weniger) an. In diesem Fall beträgt sie 63 (Durchmesser FS) von 254 mm (Durchmesser HS) , also ca. 25%. Das ist aber für die Fernost-Newtons ein üblicher Wert. Einen optimierten Planeten-Newton baut man natürlich anders. Es ist aber nicht so, daß f/5-Standardware deswegen nichts zeigt. Auch mit den Newtons von der Stange kann man hervorragend Planeten beobachten.


    So, abschließend noch was zu den Okularen: Wenn wir jetzt schon mit der angestrebten Gerätekombination bei 1600 EUR sind, dann bleibt relativ wenig für die Okulare übrig. Zu Anfang bleibt's ja meist bei drei Brennweiten: Eine für die Übersicht (Aufsuchokular), eine für mittlere Vergrößerungen (die meisten Deep-Sky-Objekte) und eine für Hochvergrößerung, hauptsächlich Planeten. Das ist aber nur der absolute Einstieg, aber schon hier kann man für die Okulare viel Geld ausgeben, besonders wenn die Randabbiildung auch noch scharf sein soll. Je besser die Abbildung hier, desto teurer das Okular. Da kann man schonmal 400 EUR und mehr für nur eine Brennweite ausgeben. (Was nützt der dickste Hammer, wenn der Stiel wackelt?!)


    Ich würde mit Erfle-Okularen im Bereich bis 100 EUR/Stück anfangen. Die sind zwar nicht perfekt in der Abbildung bei f/5, bieten aber IMO das meiste für's Geld, solange es um den Einstieg geht. Brennweiten hier vielleicht 32 und 15 mm.
    Für die Hochvergrößerung nimmt man einfachere Okulare. Einsteigern werden gerne die HR-Planetarys empfohlen - günstig und brauchbar für den Anfang. 5 oder 6 mm wären hier in Ordnung (200- bzw. 240fache Vergrößerung in diesem Beispiel).
    Die üblicherweise bei Skywatcher mitgelieferten "Super"-Okulare mit 25 und 10 mm Brennweite sind IMO nur etwas für den allerersten Notbehelf und sollten schnellstens ersetzt werden. Schon der Blick durch ein einfaches Weitwinkelokular ist da um Welten besser.

    Moin Andreas!


    Na siehste, die Auswahl sieht doch schon wesentlich besser aus.
    Zum Gebrauchtkauf noch etwas: Natürlich hat ein Newbie keine bis wenig Ahnung, was einm da an opt. Qualität verkauft wird. Das gilt aber sowohl beim Gebraucht-, als auch beim Neukauf. "Gurken" kriegt man auch neu beim Händler - so ist es ja nicht. :blink: Kauft man ab einem bestimmten Betrag gebraucht, schaut man sich natürlich die Papiere, sprich Rechnungen, an und achtet auf eine möglichst lange Restgarantie bzw. -Gewährleistung. So fällt man auch nicht auf die Nase uns spart so manchen Euro. Rückgabe bei Nichtgefallen kann man auch vereinbaren, da ist man völlig frei. Nur: "Blindes Kaufen" nach Prospekt und ohne das Produkt evtl. vorher gesehen und ausprobiert zu haben, kann schnell schiefgehen.


    > Auch werde ich meine ersten Erfahrungen hier posten.


    Ja, denn man to...

    Moin Winfried!


    > Nutzt man das Gerät azimutal, dann dürfte es damit keine Probleme geben.


    Gut - mehr ist ja vom TE auch nicht gefordert. Vorerst soll das Gerät ja zum Feierabendspechteln benutzt werden. Dafür reicht's allemal.


    > Aber mein 12" LX-200 auf der großen Polhöhenwiege WAR ein Wackeldackel.


    Das war ein altes Modell mit der alten Gabel. Heute sieht die ein bißchen anders aus, wie Du weißt... Auch mein Kollege war angenehm von der Stabilität überrascht, kein Vergleich mit der alten Version. Biher gab's bei ihm auch keine Probleme mit dem Guidingrohr. Außerdem hat er sich jetzt eine Polhöhenwiege dazu selbstgebaut, wie ich vorletztes WE auf dem AFT sehen konnte. Das alles macht überhaupt keine Probleme - so war jedenfalls mein Eindruck.


    Zum Neukauf: Ich kann jedem nur den dringenden Rat geben, sich so ein LX200-ACF gebraucht anzuschaffen, neu kostet das 10"-Teil 4,5 kEUR, - Wahnsinn. Man kriegt durchaus hervorragend gebrauchte Geräte zu einem wirklich günstigem Preis. Wenn ich hier erzähle, was mein Kumpel vor etwas mehr als eine Jahr für ein quasi neuwertiges Gerät bezahlt hat, dann werdet ihr alle Modelleisenbahner! :blink:


    Eine Sache noch: Das 10"-LX200 ist schon ein ganz schöner Brocken, wo man gut gefrühstückt haben sollte, um die Optik mit Gabel (immer eine Einheit) unfallfrei aufs Stativ zu kriegen. Man sollte sich so ein Gerät vor (!) dem Kauf dringend live anschauen und auch mal in die Hand nehmen. Ein hoher Schleppfaktor ist eine üble Spaßbremse im neuen Hobby, und es kostet jedesmal Überwindung, mitten in der Nacht mit so schweren Gerätschaften zu hantieren. Ich schreibe da aus eigener Erfahrung, deshalb dieser dringliche Hinweis. Sonst ist es schnell mit dem neuen Hobby wieder vorbei, und es freut sich der Nächste, der das Instrument dann günstig abstauben kann - s.o.

    Moin Andreas!


    Zum 10"-ACF auf Lx200-Gabel: Genau mit den Argumenten, die bisher genannt wurden, hatte ich vor einem Jahr einen Kollegen, der seit sehr langer Zeit aktiv ist, konfrontiert. Er konnte die Befürchtungen, die Gabel sei beim aktuellen Modell zu schwach, NICHT (!) bestätigen. Der Kollege ist seit Urzeiten Astro-Fotograf und hat sich gebraucht den 10"-ACF angeschafft, den er mittels Guider (80er ED) ausgiebig zum Fotografieren nutzt. So weit, so gut.


    Was mich persönlich an dem ACF stört, ist a) die besch...eidende Hauptspiegel-Fokussierung - da ist b) der elekrische Plastik-Folussierer des LX-200-Modells mit lächerlichem 1 cm Fokussierweg auch nicht viel besser. Plane schon mal ein, daß hinter den ACF auf alle Fälle ein zusätzlicher Crayford-Auszug gehört, Kostenpunkt ab ca. 250 EUR. An unserem vereinseigenen 12"-ACF wurde der Baader Steeltrack montiert, anders wäre die Optik nicht zu gebrauchen.


    Zu Deiner Okularauswahl: Bis auf das Speers-Waler und das Eudi finde ich die Auswahl reichlich seltsam. X-Cel sind einfache Plössl, Apex einfache Kellner mit ziemlich besch...eidenen Leistungen am Himmel. Ein schönes TV-Panoptik oder Vixen-LVW zeigt da sicher mehr bei angenehmem Einblick.


    Was willst Du mit einem >>Vixex Zenitprisma 1,25''<< ?
    Das andere Ding >>APM Zenitprisma 2''<< ist ein ZenitSPIEGEL, kein ZenitPRISMA! :smartass:


    > Ist der Meade Tubus wirklich zu "dunkel"?


    Man merkt, daß Dein Kumpel keinen blassen Schimmer hat... :cool2:
    Beim visuellen Beobachten spielt das Öffungsverhältnis keine Rolle - anders als bei der Fotografie! Wenn Du visuelle beobachtest, richtet sich alles nach AP (Austrittspupille) und Vergrößerung (EP* / AP). Deep-Sky-Objekte beobachtet man vorzugsweise mit ca. 3 mm AP, Planeten bis herunter zu 0,7 mm AP bei besten Bedingungen.


    * EP = "Eintrittspupille" = Teleskop-Öffnung (Objektiv- oder Spiegeldurchmesser)

    Moin zusammen!


    Eine Woche vor dem Jubiläums-AFT konnten die letzten organisatorischen Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Das Treffen wird bis auf ganz kleine Einschränkungen wie gewohnt stattfinden.


    Die Frühanreise ab Donnerstag (19.4.) ist möglich! Offizieller Beginn ist dann Freitag. Gewohnt gutes Wetter ist natürlich auch bestellt.


    Das AFT-Team freut sich auf euer zahlreiches Erscheinen! Man sieht sich!

    Moin Uwe!


    > denn im Katalog von 1967 ist es mit 299,- Euro ausgezeichnet.


    Wow - Euro in den 60ern?! <augenrubbel>
    Ich kann mich noch grob erinnern, daß ein ähnlicher Tasco-Refraktor Mitte der 60er (1966?) auch im Bereich von 6-700 DM lag. Das schrieb mir vor ein paar Jahren ein Sammlerkollege, als ich mehrere Japan-Refris im Bestand hatte (inzwischen verkauft). Solche Preise kenne ich sogar noch vom Anfang der 80er, als ich selbst auf die Optiken in den Kaufhäusern und Katalogen schielte. Allerdings war da sicher die Kaufkraft eine ganz andere und in den 80ern ließ die Qualität bereits deutlich nach. In den 60ern waren jedenfalls 300 DM schon ein Haufen Holz.

    Moin zusammen!


    10. AFT in Schleswig-Holstein - 20. bis 22. April 2012


    Es gab in den letzten Monaten einige Irrungen und Wirrungen, aber nun sieht das AFT-Team klar:


    Das AFT (Aschberg FrühjahrsTeleskop-Treffen) findet nun doch zum 10. Mal an gewohnter Stelle auf dem Aschberg, Hüttener Berge, im Metropol-Dreieck Rendsburg, Schleswig und Eckernförde in Schleswig-Holstein statt!


    Da das Veranstaltungsgelände leider komplett an einen Privatbetreiber verkauft wurde, wird es beim diesjährigen Treffen einige Änderungen und leider auch kleinere Einschränkungen geben müssen.


    Das AFT-Orga-Team ist in den wenigen verbleibenden Tagen bis zum 10. AFT weiter voll im Einsatz, um den Teilnehmern ein gewohnt schönes Treffen bieten zu können! Aktuelle Änderungen am Ablauf (Übernachtungsmöglichkeiten, Teilnehmer-Umlage, Frühanreise) werden gleich nach Ostern so schnell wie irgend möglich geklärt und bekanntgegeben.


    Bitte achtet in den kommenden Tagen auf die Neuigkeiten auf unserer Homepage http://www.aft-info.de/ !


    Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten, denn es wird sich bei diesem Treffen sicher auch mitentscheiden, ob es ein AFT im Jahr 2013 geben wird.


    Man sieht sich! Frostern!
    Euer AFT-Orga-Team


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    Moin Jo^2!


    > Was hier z.B. noch gar nicht angesprochen wurde sind die verwandten RC-Teleskope


    Das sind imgrunde reine Fotomaschinen. Für den vis. Gebrauch wegen der extremen Obstruktion (bis 50%) wenig geeignet. Die schon angesprochenen ACF-SC sind eine Modifikation des SC-Designs und - ich sage mal - auf dem halben Weg zum RC.


    Wenn Du Deinen Mak auf Shifting testen willst, dann nimm doch einen mittelhellen Stern bei sehr hoher Vergrößerung ins Visier und stelle den Stern leicht unscharf. Wenn Du nun am Fokus drehst, wirst Du das Verhalten der HS-Verstellung schon bemerken - vorausgesetzt, die Montierung ist so stabil, daß ein wackelfreies Fokussieren möglich ist.


    Von mir auch noch mal: Ich will Dir keinesfalls einen SC oder Mak ausreden. Man muß sich aber im Klaren sein, daß diese Geräte, auch wenn sie teuer gehandelt werden, ihre deutlichen Schwachpunkte haben. Katadiopter wie SC und Mak sind nun mal Kompromißgeräte, wo viel der opt. Qualität auf Kosten der kompakten Bauweise geht. Wenn man das weiß und akzeptieren kann, kann man sich auch so ein Gerät zulegen - das machen schließlich genug Leute, und die Optiken sind trotz aller Mängel weit verbreitet. (DAS perfekte Teleskop gibt es nicht.)

    Moin Winfried!


    Ich finde, es ist wirklich schlimm, daß bei solchen teuren Optiken wie den ACF nicht eine vernünftige serienmäßige Fokussierung hinzukriegen ist. Unsere Optik kostete unserer Vereinsgruppe hier wirklich einen Haufen Schotter - Listenpreis für den OTA immerhin 4000 EUR - und dann kriegt man beim ersten Beobachten einen Schreck, wie mies die Mechanik gearbeitet ist. Wenn's nach mir ginge, hätte ich unseren ACF dem Händler um die Ohren gehauen. Naja, man schluckt die Kröte eher und schafft sich eher mit zusätzlichen Kosten weiteres Zubehör wie einen vernünftigen Auszug an. Das Bild ist ja in Ordnung, aber die Mechanik nicht. Teleskope mit HS-Einstellung sind und waren mir schon immer suspekt. Privat kommen sie mir jedenfalls nicht mehr ins Haus.

    Moin Jo^2!


    > Vielleicht sind bei den neuen Bauweisen Spiegelverstellungen Geschichte und von HS-Shifting merke ich eigentlich auch nichts.


    Da muß ich Dich leider enttäuschen. Mein 127er Mak war Bj. 2011 (das neueste Modell), unser ACF hier Bj. 2010. Beide haben noch das Problem, dem ACF haben wir's mit einem Steeltrack-Auszug ausgetrieben.
    Du solltest Dich, falls mit der Neuanschaffung noch Zeit ist, mal auf den anstehenden Teleskoptreffen * umsehen und selbst (!) nachts durch die gewünschten Optiken schauen. Sich von anderen erzählen zu lassen, was eine gute Abbildung im Okular ist, bringt m.E. nicht viel. Dazu sind die Ansprüche der Einzelnden viel zu unterschiedlich.


    * http://www.teleskoptreffen.info/

    Moin Jo^2!


    Okay, dann sind die Klarheiten ja beseitigt.
    Auskühlung ist bei den geschlossenen Tuben der SCT und Maks immer ein Thema. Entweder man baut sich Lüfter ein, wenn's schnell gehen soll, oder man lagert die Optik irgendwo draußen bei Umgebungstemperatur. Zu bedenken bei der Auskühlung ist, daß der Mak-Meniskus um einiges dicker als die Schmidtplatte des SCT ist.


    Den Skywatcher-Mak 127/1500 habe ich letzten Sommer auch kurz besessen. Der war zwar hervorragend kompakt, sagte mir aber aus zwei Gründen nicht zu: Die große Brennweite erfordert trotz kurzer Bauweise doch eine stabile Montierung bei hohen Vergrößerungen. Zweitens: Das leidige Thema Hauptspiegelverstellung und HS-Shifting. Das gefiel mir überhaupt nicht und bestätigte eigentlich nur die Erfahrungen, die ich Jahre zuvor mit einem 8"-Meade-SCT erlebt hatte. Ich mag diese Art der schwammigen Einstellung nicht, außerdem habe ich immer das Gefühl, es fehlt der letzte Rest an Schärfe im Bild. Das gilt sowohl für Mak, als auch für SCT, durch die ich bisher geguckt habe.
    Das Einzige, was mich an Katadioptern im Moment begeistert, ist der 12" ACF-SC unserer GvA-Gruppe. Der Apparat hat wirklich ein super Bild. (Gut, das war jetzt auch OT, aber wenigestens was Positives zu diesen ollen Katadioptern! ;) )

    Moin!


    > Alleine der Unterschied zwischen einem f6 und f8 Newtonian ist gewaltig.


    Inwiefern?!
    Mir ist nicht ganz klar, was genau dieser Unterschied sein soll. Kann es sein, daß Du den Spiegeldurchmesser meinst (6 Zoll, 8 Zoll)?! Du schreibst vom Öffnungsverhältnis - das ist aber visuell eher von untergeordneter Wichtigkeit.


    Wenn es sich um die reine Öffnung der Optik dreht, dann ist natürlich das Verhältnis der opt. Leistung ähnlich wie bei Newtons mit unterschiedlichen Öffnungen. Das läßt sich schnell durchrechnen:


    127 mm - Auflösung 0,9" - Grenzhelligkeit +12m3
    150 mm - Auflösung 0,8" - Grenzhelligkeit +12m7 (1,4fache lichtsammelnde Fläche ggü. 127 mm)
    180 mm - Auflösung 0,6" - Grenzhelligkeit +13m1 (doppelte lichtsammelnde Fläche ggü. 127 mm)


    ...wobei wiederum der "Sprung" von 150 auf 180 mm mit dem von 127 auf 150 mm vergleichbar wäre.


    Bei den Maks gibt es leider ein zunehmendes Gewichtsproblem, vor allem durch die dicke Meniskuslinse. Hier habe ich mal die Tubusgewichte für die Skywatcher-Modelle rausgesucht: 127 - 3,4 kg, 150 - 5,6 kg, 180 - 7,8 kg. Die russischen Maks dürften wg. ihrer massiveren Bauweise um einiges schwerer sein.


    Nächster Aspekt: Transmission des Gesamtsystems
    Beim Newton hat man es nur mit zwei Spiegeln zu tun. Da kommt gut 81% des einfallenden Lichts beim Okular an, wenn man einen Reflexionsgrad von 90% pro Spiegel annimmt. Moderne Verspiegelungen kommen bis auf 94%.
    Beim Mak muß das Licht erst durch die verhältnismäßig dicke Meniskuslinse, bevor es an die ebenfalls zwei Spiegel im Tubus gelangt. Bei vergleichbarer Beschichtung schneidet der Mak ggü. dem gleichgroßen Newton also geringfügig schlechter ab. Der Mak braucht dann noch meist einen Zenitspiegel, der wiederum je nach Reflexionsgrad Bildhelligkeit kostet.


    Zum Schluß doch noch eine Anmerkung zum Öffnungsverhältnis (ÖV):
    Der 127er und 150er der o.g. Modelle besitzen eins von f/12, d.h. man kommt schnell auf hohe Vergrößerungen. Nachteil ist das damit abnehmende Gesichtsfeld, was man im Okular überblicken kann. Der 180er Mak besitzt sogar ein ÖV von f/15, was 2,7 Metern Brennweite entspricht. Das ist natürlich eine ganze Menge für die doch verhältnismäßig kleine Öffnung. Newtos sind da wesentlich moderater: ein Zwölfzöller von der Stange mit f/5 hat gerade mal 1,5 Meter Brennweite, bietet also mehr Gesichtsfeld und vor allem deutlich mehr Licht am Okular. Die Lichtsammelfläche ist in diesem Beispiel fast 3mal so groß, was einem Grenzgrößengewinn von über einer Größenklasse am Sternenhimmel entspricht!

    Moin Erich!


    Mit dem von Uwe genannten Okularadapter wirst Du leider nicht in den Fokus kommen, da der Auszugsweg beim Newton nicht lang genug ist. (Die Adapter verwendet man eher bei Refraktoren!)
    Das Steckmaß, was Du an Deinem Newton hast, ist 24,5 mm (0,965"). Das war früher gängig, auch besonders bei den Geräten aus Fernost. Neue Okulare mit dem Maß sind praktisch nicht mehr aufzutreiben. Eine Möglichkeit wäre, bei eBay die Augen aufzuhalten oder in den Astro-Foren-Märkten entsprechende Suchanzeigen zu starten. Da wird man durchaus fündig. Leider ist bei den Okularen mit dem kleinen Steckmaß oft viel Plastikschrott dabei. Gute Okulare sind hierbei vor allem aus Japan und aus Metall gefertigt, Bautyp am besten Kellner (Ke) und Ortho (O), Marken: Vixen und Celestron.


    Bresser ist bei Teleskopen überwiegend nur Importeur und hat früher die o.g. Marken unter eigenem Label vertrieben.


    Ein Tip noch: Bei Meade.de im Bereich Teleskop-Zubehör / Sonstige Okulare finden sich noch einige Okulare mit 24,5 mm Steckmaß im Angebot. Ich würde mich dort aber vorher erkundigen, ob die überhaupt lieferbar sind.

    Moin Uwe!


    Mann, die SN mit einem 115er Refraktor - das ist schon eine stramme Leistung! <respekt>
    Am Mi. hatten wir hier im Norden öffentlichen B-Abend an der GvA-Sternwarte Kronshagen. Ich hatte den Besuchern gegen 22 Uhr dann doch noch M95 eingestellt, nachdem wir uns lange am Mars festgehalten hatten. Hier nun mein kleiner Bericht, den ich vorhin auf A.de veröffentlicht habe:


    ---schnippi---


    Fast hätte ich doch an unserem heutigen öffentlichen B-Abend vergessen, M95 mit der neuen Supernova einzustellen. Wir hingen die ganze Zeit am Mars fest, der bis zu 500fach vergrößert werden konnte - so gut war die Luft!


    Die SN war mit dem 12" ACF der Kronshagener GvA-Sternwarte überhaupt kein Problem. Vergrößerung hier 136fach (22er LVW). Selbst die anwesenden Besucher und Beobachtungslaien konnten nach Einweisung diesen neuen Stern auf Anhieb sehen. Einige waren ob ihrer ersten SN überhaupt echt ergriffen.
    Nebenan stand noch in einiger Entfernung, aber im gleichen GF ein Stern +12m5, der noch einen Tick heller war - die SN also +13m oder ein, zwei Zehntel heller. Unbedingt ansehen, denn sie ist leichter zu finden als die +10m-SN seinerzeit in M101!
    Mit scharfem Auge und unter dunklem Himmel müßte diese SN auch mit 8" zu knacken sein.


    ---schnappi---


    Naja, der letzte Satz ist ob Deiner Sichtung eher obsolet... ;)


    Übrigens: Mit meinem 120er Kometensucher habe ich auch schon Sterne von +13m mitten aus Kiel heraus gesichtet bei Vergrößerungen bis max. 86fach. Ich denke mal, die Grenzhelligkeit auch für Deinen Refri liegt gut in dem Bereich - natürlich abhängig von der Vergrößerung.


    Morgen soll's nochmal rangehen: Neumond und klarer Himmel, was will man mehr?! :)