Posts by victor9000

    Der 'cosmopan' Artikel ist m.E. ziemlicher Unsinn. Die angeblich neue Emissionstheorie ist bereits vor 100 Jahren von Willem de Sitter ein für alle mal widerlegt worden.
    Die angeführten Autoren werden sehr häufig von pseudowissenschaftlichen Autoren wie z.B. dem berüchtigten Möchtegern-Relativitäts-Theorie-Widerleger Ekkehard Friebe, und religiösen, oft fundamentalistischen Gruppen zitiert, die damit beweisen wollen, daß es einen 'Schöpfer' gibt.
    Das erinnert mich an den immer wieder auftauchenden 'Äther'-Unsinn um die RT zu widerlegen oder die ebenfalls widerlegte Hoyle'sche steady state Theorie (die interessanterweise gerade von Kreationisten immer wieder gerne trotzdem zitiert wird).
    Eines ist allerdings allen gemeinsam: sie bezweifeln zwar alles mögliche, liefern aber bis heute keine stichhaltigen Antworten, obwohl die zitierten Bücher alle 11 (Düring), 17 (Fahr) und 27 (Pernges) Jahre alt sind, neuere Publikationen in die Richtung sucht man vergebens.


    Boyowald ist m.E. sehr ernst zu nehmen, seine Theorien und Arbeiten zu Quantenschaum, Schleifengravitation etc. sind zwar experimentell nicht bestätigt, haben aber eine wie ich meine sehr solide Grundlage.
    Gruß


    Walter

    Mein Händler versendet es als Gift (Geschenk) oder als Garantiefall, somit wäre Zoll, auch bei Prüfung, kein Problem


    Da hattes Du großes Glück. Der Zoll bei uns lacht sich über solche 'gifts' tot. ("darauf fallen wir schon lange nicht mehr rein")
    Die fragen dann erstmal nach dem Kaufbeleg/Paypal-Beleg. Hat man den nicht, begibt sich der nette Zöllner ins Internet und sucht sich den normalen Handels-Preis in D heraus. Davon berechnet er dann 19% Einfuhr-Ust. und 4% Zoll, die man bezahlen muß, sonst bleiben die Teile dort.


    Trotzdem kaufe ich viele Teile (haupts. für Musikinstrumente) in USA, weil sie dort trotz Zoll viel billiger sind als hier, bzw. manches hier überhaupt nicht zu bekommen ist.

    Der Telrad wiegt mit Tauschutz und Basis gerade mal ein Drittel bis ein Viertel meiner 8x50 Sucher (GSO+TAL). Bei meinem 8" f6 benutze ich nur noch den Telrad, mit 8x50 muß ich ihn um fast 10cm nach hinten in den Schellen schieben.
    Was mich am Telrad nervt, ist seine extreme Tau-Anfälligkeit trotz Kappe, ich bastle gerade an einer 'Pringles-Taukappe'.
    Der Rigel soll ja angeblich nicht zutauen, konnte ich aber noch nicht ausprobieren.

    Für einen 13" Spiegel wäre das m.E. viel zu eng, der Spiegel braucht Luft zum Auskühlen und die Öffnung sollte zwecks Streulich-Unterdrückung immer etwas größer sein als der Spiegel. Das Rohr ist eher für einen 12" gedacht mit 1200mm Brennweite, also f4.
    Für ein solches Rohr benötigst Du sehr gute und teure Okulare, absolut kein Anfänger-Gerät.
    Ich baue demnächst meinen 8" Starfinder in einen Hartpapiertubus um und werde dafür einen 250 mm Tubus nehmen und zusätzliche Blenden (1 cm) einbauen.

    Hallo Markus,
    wenn es das orangefarbene mit dem im Tubus integrierten Sucher und der Glasplatte (leider keine Schmidt-Platte, nur Fensterglas zur Befestigung des Fangspiegels, das jede Menge Streulicht produziert) vorne drauf ist, hast Du ein ursprünglich von Tsantzuzu hergestelltes Gerät. Leider sind diese Dinger im Gegensatz zu denen ohne Platte kaum zu gebrauchen. Die Okulare sind leider ebenfalls ziemlich schlecht. Das 4mm und 6mm sind abgesehen von ihrer Qualität überhaupt nicht brauchbar, 160 oder 200fach schafft dieser Newton einfach nicht, die Grenze ist m.E. bei unter 100fach.
    Sollte es allerdings der TASCO (offene Bauweise, Barlow vor dem Fangspiegel, externer Sucher) sein, hast Du ein ordentliches Gerät. Für die Okulare gilt allerdings das Gleiche wie oben.
    Die Tasco's lassen sich leicht auf 1,25" umbauen, weil sie ein Vixen-Gewinde 36,4mm am OAZ haben, für das es z.B. von Baader 1,25" Adapter gibt.
    Zur (externen) Barlow: kann man m.E. nicht sinnvoll einsetzen, auch bei meinem 'großen' Bresser/Tasco Kat kommt da nur noch Matsch raus. Okulare mit integrierter Barlow sind m.E. auch nicht sonderlich für diese Geräte geeignet. Das alte (inzwischen verkaufte) 5mm Ortho bildet bei meinem Kat wesentlich besser ab als das Vixen LV oder HR-Planetary. An allen anderen Rohren ist es anders herum.
    Wahrscheinlich sind zwei Barlows im Strahlengang einfach zuviel.


    Gruß


    Walter

    Hallo Michi,
    wie Du glaube ich weißt, besitze ich ja das gleiche Teleskop mit selbiger Montierung.
    Die Montierung trägt visuell problemlos auch meinen 8" f6 Starfinder.
    Genau das was Du vorhast will ich ebenfalls machen. Mit einer DK3 und Motor habe ich schon probiert, das geht wie zu erwarten nicht sinnvoll.
    Jetzt habe ich heute gerade meine Littlefoot Elegance (in Teilen) bekommen und werde sobald sie fertig ist, versuchen, einen MT-1 Motor an die Mizar anzupassen.
    Wenn's geklappt hat, melde ich mich hier nochmal. (dann kommt auch noch der TAL-Motor dran :-))


    Gruß


    Walter

    Damals hatten wir eigentlich vor, nach Saarbrücken zum großen SoFi-Spektakel zu fahren, ließen es aber dann doch bleiben, weil der Kleine (damals 1 Jahr alt) quengelte.
    Ihm haben wir zu verdanken, daß wir die komplette SoFi von Anfang bis Ende sehen konnten. In Saarbrücken war wegen dicker Wolken fast garnichts zu sehen wie wir später erfuhren.
    Die Wolkendecke war schon etwa 1 Stunde vorher wie weggeblasen, nur noch ein paar Schäfchen zu sehen, eine halbe Stunde danach zog es sich dann wieder komplett zu.
    Das ganze Erlebnis wirkte ziemlich unwirklich, bleibt aber unvergeßlich. Es gibt noch ein schönes Bild mit der ganzen Familie, die bewaffnet mit Baader-Brillen in den Himmel guckt.
    Ich kann schon verstehen, daß die Menschen früherer Zeiten davon sehr beeindruckt waren und es als 'Götterwerk' ansahen.

    Die SP-DX ist m.E. für Fotografie mit so großen Geräten überfordert.
    Auf meiner fast baugleichen ADM wackelte mein 102/1000 Refraktor doch ganz ordentlich. Ein 8" f4 könnte gerade so noch gehen, der f5 und mein f6 sind damit nur visuell nutzbar.
    Den 6" f5 GSO trägt sie dagegen sehr gut, auch mit einer Olympus OM1 am OAZ und einem 70/700 Leitrohr.

    Wer auch noch nach m.E. ganz gute und erschwingliche Okulare macht, ist William Optics (die SWAN oder wenn's teurer sein darf auch UWAN's).
    Mit den Plössl's aus solchen Okular-Koffern oder den Grundausstattungen der Teleskope wird man nicht wirklich froh. Es war für mich ein Erlebnis, in einen Lidl-Refraktor nach den Werks-Plössl's ein ordentliches Okular einzustecken.

    Zu den HR Planetaries/UWA's: Ich benutze die ganze Serie (4/5/6/7/9) an meinem 150mm f5 GSO und am 200mm f6 und kann mich nicht darüber beklagen.
    Die Schärfe ist m.E. bis ca. 90% des Gesichtsfeldes sehr gut und fällt dann ein klein wenig ab. Damit kann ich sehr gut leben. Das 5mm ist an Nebeln z.B. wesentlich besser als das wesentlich teurere Vixen LV 5mm, das m.E. ein etwas flaues Bild hat.
    Das Super 10 aus der Grundausstattung habe ich auch noch herumliegen und finde es nicht so toll. Das William SWAN 9mm hat ein wesentlich besseres Bild und größeres Gesichtsfeld (ca. 70°).

    Ich hatte mir auch einmal die beiden Mak's und den großen Bruder ETX-125 angeschaut, weil ein Freund ein ETX-125 hat.
    Die Technischen Daten und die Ausstattung sind doch sehr unterschiedlich, das DS2102 hat 102mm/1356mm und das ETX-90 90mm/1250mm, beim DS2102 ist die Montierung schwächer und das Stativ aus Kunststoff (Wackelkandidat) gegenüber der massiven ETX-Montierung und dem Stahlrohrstativ, die Elektronik ist ebenfalls 'schwächer' ausgelegt (1400 / 30000 Objekte).
    Das ETX-90 macht einen wesentlich solideren Eindruck, am DS2102 ist viel mehr Plastik verbaut. Ausserdem ist das ETX besser vergütet.
    Nach allem was ich gesehen habe, würde ich keines der beiden kaufen, außer Du brauchst unbedingt etwas kompaktes bzw. willst unbedingt GoTo. Das Problem bei diesen Geräten ist m.E., daß zuviel Geld in die Elektronik geht und zu wenig in die Optik.
    Ich bin damals schließlich bei einem GSO-Newton 150/750 mit SkyView gelandet und habe das gesparte Geld in ein paar Okulare gesteckt. Den Newton benutze ich immer noch, wenns leicht sein soll, allerdings jetzt auf einer (motorisierten) ADM mit Holzstativ.

    Vielleicht brauchst Du das Teil ja garnicht.
    Das Rohr hat ein Problem: Nahfokussierung. Sobald Du etwas fokussierst, das weniger als ein paar Kilometer weg ist, mußt Du den Auszug rausdrehen bis Anschlag. Unter 500 Meter komme ich überhaupt nicht in den Fokus. Das hängt wohl mit der Barlow zusammen.
    Hier mal ein Foto meines Auszuges fokussiert auf einen ca. 10 km entfernten Sendemast mit einem TS 30mm Super-Plössl.
    Am Stern oder Planeten kann der Auszug noch weiter rein, sodaß keine Verlängerung mehr notwendig ist.

    Hallo Michael,
    wegen der Bedienungsanleitung schau ich nochmal nach, wenn sie da ist, scanne ich sie ein und lege sie zum Runterladen als PDF auf meinen Web-Server.
    Den Vergleich mit dem TAL2M werde ich machen, sobald mal wieder Wetter ist, ich habe nämlich seit kurzem eins.


    Gruß


    Walter

    Den Prospekt kannte ich noch garnicht. Jetzt weiß ich , daß ich wirklich noch den kompletten Lieferumfang hier habe, sogar der Kamerahalter und die Mondkarte sind noch da.
    Übrigens kann man das Teleskop sehr leicht auf 1,25" umbauen. Das Gewinde am OAZ hat Vixen 36,4 mm und man kann das Oberteil ganz einfach gegen einen Vixen auf T2/1,25" Adapter, den es z.B. bei einem bekannten Münchener Händler gibt, ersetzen.

    Hallo Michael,
    Glückwunsch zu dem tollen Teil. Ich habe genau das gleiche, allerdings als Bresser BlueLine.
    Der Spiegel dürfte so ca. 700mm Brennweite haben.
    Wie hast Du die 1310mm gemessen? Ich hab es gerade an meinem grob gemessen:
    Tubus Gesamtlänge 77,5 cm, Abstand HS (gemessen an der Spiegel-Kante)-> Mitte FS ca. 58 cm - Abstand FS -> OAZ im Fokus ca. 25 cm (mit Barlow)
    Wenn man den OAZ abschraubt kommt man ohne die (wahrscheinlich 1,8-2x) Barlow etwa auf Höhe des ersten OAZ-Ringes (ungefähr auf Höhe der 3 Madenschrauben) mit normalen Okularen in den Fokus (nicht der Abstand zur Augenlinse sondern der 'Frontlinse' Richtung OAZ, die ist m.E. hier maßgeblich!), ca. 12 cm über dem FS. So komme ich auf die ca. 700mm.

    Hallo Flo,


    Frechheit mit dem Chirodingens ...
    Es ist lustig, daß ich so einige Leute (mich eingeschlossen) mit der Kombination Physik/Informatik/Mathematik o.ä. kenne, die, obwohl das ja angeblich phantasielose Menschen sind, Musik machen etc.
    Drohung: wenn ich das nächste Mal in Konstanz bin, komm ich mir mal Deine Selbstbauten/Restaurationen ansehen - sowas mach ich auch, allerdings mit Bässen und alten Röhren-Amps.
    Irgendwie passt das Teleskop-Basteln da ganz gut rein.


    Gruß


    Walter

    Hallo Walter,
    Wieso "dummerweise"?


    Weil in Saarbrücken damals nur theoretische Physik wirklich gut (fachlich) war. Von Astronomie keine Spur, Experimental-Physik nur auf das nötigste beschränkt bzw. hauptsächlich Fleißarbeit um einige berüchtigte Scheine zu bestehen.
    Vom pädagogischen und der Motivation war es damals m.E. schlecht bestellt.
    O-Ton meines damaligen Th.-Physik-Profs: Sie werden jetzt erstmal 2 Jahre garnichts verstehen, lernen Sie es einfach und wenn Sie dann immer noch hier sind, sehen wir weiter.

    Da ich jetzt schon einige Zeit hier mitlese, stelle ich mich auch mal vor:
    Ich bin 52 und wohne in Uchtelfangen im Saarland.
    Mein Interesse an Astronomie kommt schon aus der Kindheit und verleitete mich dazu, Physik mit Ziel Astronomie studieren zu wollen (dummerweise in Saarbrücken). Zwischendrin hab ich einen Abstecher zur Informatik gemacht und bin da hängen geblieben.
    In den letzten Jahren habe ich mich leider fast nur noch theoretisch mit Astronomie beschäftigt. Mein anderes Hobby, Bass spielen, und natürlich auch die Arbeit hat mich mehr in Anspruch genommen.
    Vor ca. einem Jahr habe ich dann meine Teleskope wieder aus dem Keller geholt und auf Vordermann gebracht.
    Seitdem bin ich bei klarem Wetter sooft es geht draußen (leider meistens alleine) oder fahre zum Peterberg.


    Meine aktuelle Ausrüstung:
    Bresser BlueLine Kat-Newton 153/1310 auf schwerer Mizar-Monti aus den 70ern (Nostalgie, aber immer noch ein gutes Planetengerät)
    GSO Newton 6" f/5
    Die Röhrchen haben sich inzwischen auch vermehrt :) und es sind ein Meade Starfinder 8" f/6 und ein TAL 2M 6" f/8 dazugekommen.


    Hier habe ich beim Mitlesen schon viele gute Ideen und Hilfestellungen bekommen und hoffe, in Zukunft vielleicht auch ein wenig beitragen zu können.
    Der Ton ist hier doch um einiges angenehmer als in so manch anderem Forum.


    Grüße


    Walter


    P.S.: mein nicht zum Namen passender Nick kommt noch aus Datenklo-Zeiten und war die Typenbezeichnung meines damaligen Computers (eines Sirius Victor 9000).

    Hallo,
    ich bin auch kein 'alter Hase' (außer vom Alter vielleicht ;-). Ich hatte mir für den Wiederanfang ein relativ kleines Budget gesetzt.
    Goto war verlockend, aber ich habe mich dann entschieden, das Geld für (halbwegs) ordentliche Okulare auszugeben und es bis jetzt nicht bereut.
    Das Auffinden geht mit jedem Mal besser und der Kick, ein Objekt endlich gefunden zu haben ist für mich mit das Beste an dem Ganzen (vor allem, wenn's dann am nächsten Abend schon nach ein paar Minuten wieder im Blick ist).


    Zu Torsten: wenn ich mir mal eine Sternwarte baue, kommt auch ein Goto rein!


    Gruß


    Walter