Posts by lunar_surfer

    Hallo zusammen,


    bei meinem selbst geschliffenen Spiegel (270 mm, f/8), den ich in den letzten Tagen fast fertig parabolisiert habe, prüfe ich die Qualität der Oberfläche immer mit einem binokularen Mikroskop an einer Stelle, die ich fast senkrecht mit einer hellen, weißen LED beleuchte.
    Da wird jeder Kratzer und jedes Körnchen Poliermittel das noch auf der Oberfläche liegt, gnadenlos sichtbar.


    Heute hatte ich zum zweiten mal Gelegenheit, einen 8" f/6 GSO-Dobson eines Teilnehmers aus dem lokalen Astro-Stammtisch per Laser zu justieren, den er kurz zuvor gebraucht gekauft hatte. Ein anderer hatte genau denselben Dobson.
    Bei beiden Spiegeln fiel mir auf, dass der Laser zu einem erheblichen Teil diffus reflektiert wurde, so als hätte ich graues Papier angestrahlt. Einen der beiden Spiegel durfte ich ausbauen und nach einer Reinigung mit Spülmittel und viel dest. Wasser unter dem Mikroskop eingehender untersuchen. Das Ergbnis war duchwachsen.
    Auf dem Bild ist ein 1 x 1,5 mm großer typischer Ausschnitt zu sehen. Zuerst fallen die unzähligen winzigen Kratzer auf, die in dieser Häufigkeit mbMn den Kontrast schon beeinträchtigen können.
    Was nicht so gut zu erkennen ist: Die Oberfläche besteht aus einem Mosaik von kristall-ähnlichen Flächen, typisch um 30-100 My groß, die stark an den Anblick eines frisch feuerverzinkten Bleches mit seinen "Eisblumen" aus Zink erinnern. Diese Eisblumen sind für die Streuung des Lichtes mehr verantwortlich als die Kratzer.
    Von hinten beleuchtet waren an der Verspiegelung sehr viele kleine Löcher zu erkennen, teilweise stellte sich auch heraus, dass die tieferen Kratzer ebenfalls keine Verspiegelung mehr hatten. Diese Löcher sind nach meiner Einschätzung aber nicht durch unsachgemäße Reinigung entstanden sondern von Anfang an dagewesen.
    Der Foucault-Test zeigte einen ganz schwachen Zonenfehler nahe der Mitte (fast irrelevant) und eine schwach abgesunkene Kante, abgesehen davon war eine symmetrische Parabel zu sehen, die im Rahmen der Messgenauigkeit der erforderlichen Korrektur entsprach. Allerdings messe ich mit diesem Tester systematisch zu kleine Werte der Korrektur, so dass ich hier eher mit einer leichten Überkorrektur rechne.
    Aber die Hauptsache war die Prüfung der Qualität der Verspiegelung.


    Weil ich Spiegel erst seit kurzer Zeit mit brauchbarem Gerät prüfen kann und bei der Beurteilung der Verspiegelung noch gar keine Erfahrungswerte habe, hier folgende Fragen:


    - Wie muss eine gute Verspiegelung unter dem Mikroskop aussehen? Ich habe bisher immer den unbelegten Spiegel erst dann als gut beurteilt wenn mit einer hellen LED keine (!) Streuung mehr zu sehen war.


    - Sind diese (auf dem Bild kaum zu erkennenden) Eisblumen normal?


    - Ab welcher Dichte beeinträchtigen Kratzer den Kontrast?


    - Kann man Löcher in der Verspieglung tolerieren, wenn sie in der Größenordnung von 10-200 µm bleiben?


    (Beide neu-Dobsonauten haben auf dem Jupiter nicht mehr als die beiden großen dunklen Wolkenstreifen (Bauchbinden) sehen können. Etwas mehr sollte bei 8 Zoll aber drin sein.)


    - Soll ich nun sagen, dass der Spiegel Mist ist? Mich hat das Ergebnis negativ beeindruckt, aber es war die erste Überprüfung dieser Art, so dass ich mich mit einem Kommentar zurück hielt. Wie muss ein Spiegel ausshen, wenn die Verspiegelung gut ist?? Wie, wenn sie schlecht ist?


    Danke schon mal für Tipps!


    Walther

    Und weiter gehts.


    Heute Mittag habe ich mit Microgrid 3 My den Feinschliff abgeschlossen.
    Leider waren Umwege notwendig, weil ich bei 9 my mit dem Schleifmittel zu geizig war und mir einen dicken Kratzer in den Spiegel riss.
    Dieser Kratzer offenbarte eine merkwürdige Eigenschaft des Schleifmittels: Um ihn rauszuschleifen musste ich zu 25 My zurück und nach vier Chargen tat sich kaum noch etwas. Der Kratzer war zu einer Kette größerer Pits geschrumpft, die nicht mehr kleiner wurden. Die habe ich dann in Kauf genommen.
    Um alle Reste 25er zu entfernen hatte ich danach zunächst Tool und Spiegel abgespült und eine kleine Charge 15er für nur 30 Sekunden durchgeschliffen um nach erneutem Abspülen sicher zu sein, alles 25er entfernt zu haben.
    Die Oberfläche sah danach so deutlich verändert aus, dass ich den Spiegel nochmal mit dem Mikroskop untersuchte. Das Ergebnis war frappierend:
    Dieses kurze Schrubben mit dem kleineren Korn hatte fast alle Reste des Kratzers beseitigt! Der Abtrag an der Oberfläche war enorm, der Spiegel sah aus wie sonst am Ende einer langen 15er Schleiferei.


    Auch vorher war mir manchmal aufgefallen, dass die erste Charge des kleineren Korns drastische Veränderungen bewirkt und spätere Chargen nicht mehr viel ausrichten. Hier zeigte sich zusätzlich, wie auch tiefere Pits weit gehend verschwinden, also eine Glasmenge abgetragen wird, die mit späteren Chargen des selben Korns nicht annähernd erreicht wird. Woran liegt das?
    Möglicher Weise schleifen die Körner sich sehr schnell ihre Bahnen, auf denen sie bevorzugt auch bei den nächsten Chargen derselben Körnung über den Spiegel rollen und daher nur wenig Glas abtragen. Die "Berge" dazwischen werden nur schwer abgetragen. Beim nächsten kleineren Korn sieht das anders aus, weil die Partikel auch über die "Gipfel" rollen und die "Berge" schnell abtragen, bis wieder ein Gleichgewicht erreicht ist.


    Vielleicht kommt man insgesamt schneller vorwärts, wenn man auch ohne Notwendigkeit (Kratzer) zu einem gröberen Korn zurück geht und dann zügig die nächsten Körnungen runterschleift.


    Walther

    Hallo zusammen,


    nachdem mein zweiter Spiegel eine Qualität erreicht hat, die mit den uns jetzt zur Verfügung stehenden Messmethoden nicht mehr von einem fertigen Spiegel zu unterscheiden ist, habe ich den ersten Spiegel "geschlachtet".


    Er war schon fertig poliert, eine Sphäre, die nur noch minimal korrigiert werden musste, aber hatte eine Macke am Rand, die entstanden war, als ich ihn gewaltsam von der Pechhaut trennen musste.
    Am Rand war dadurch ein Muschelbruch entstanden, der etwa 15 mm² der Spiegelfläche einnahm, eigentlich nicht mehr als ein Schönheitsfehler, aber ärgerlich.
    Außerdem passte die Brennweite nicht, ich hatte damit f/8,3 statt der erwarteten f/8 erreicht.


    Ich habe die Schüssel also nochmal grobgeschliffen. Nach mehreren Stunden mörderischer Arbeit bei unmöglichen Temperaturen kam dabei ein brauchbares Ergebnis heraus: Zunächst ToT bis die kaputte Fläche auf die Hälfte geschrumpft war und dann MoT bis die gewünschte Pfeiltiefe erreicht war.
    Danach hatte sich die kaputte Fläche auf 1/3, also 5 mm² reduziert, und ich schliff abwechselnd MoT und ToT weiter bis nur noch etwa 3 mm² übrig waren ( s. Bilder).
    Dieser Rest hat sich bei der nächsten Körnung, Karbo 180, auf 2 mm² reduziert. Jetzt ist der Rest des Abbruchs so steil, dass keine weitere Verkleinerung zu erwarten ist. Ich habe die Fase nochmal nachgezogen und mache für heute Feierabend.


    Walther

    Hallo Herr Rohr,


    weil mein 27cm-Spiegel nach den uns zur Verfügung stehenden Messmethoden als fertig betrachtet werden muss (habe heute nochmal gemessen), würde ich den gerne mal professionell durchtesten lassen.


    Wir schleifen in einer Gruppe von vier Mann (s. Schleiftagebuch von hasebergen) und mit einem gründlchen Test könnten wir dann die Zuverlässigkeit unseres Eigenbau-Foucault abschätzen und beurteilen, ob Messungen damit auch bei den anderen Spiegeln zutreffende Aussagen über die Qualität erlauben.


    Für die Messung der Parabel habe ich einfach die Differenz zwischen den Brennpunkten von Spiegelrand und Spiegelmitte bestimmt. Die Lichtquelle ist mitbewegt und die Messerschneide wird mit einem M6-Gewinde genau 1mm pro Umdrehung bewegt.
    Mehr ist bei uns im Moment standardmäßig nicht drin.


    Mit welchem Aufwand ist so eine Messung verbunden und wie lange dauert das? Ggf. könnte ich Ihnen den Spiegel unbelegt per Post aus NRW schicken.


    Danke für Info und Gruß
    Walther
    lunar_surfer@atlas.cz

    Hallo Hannes,


    danke, aber in diesem Fall fiel mir die Parabel fast von selbst in den Schoß. Immerhin weiß ich jetzt wie es geht.
    Nach nochmal 20 min. ist die Schnittweitendifferenz bei etwa 2 mm angekommen und nun plagen mich Sorgen wegen der Ungenauigkeit des Testes. Zwar komme ich dem richtigen Wert in großen Schritten näher, aber die Werte können nur auf 1/4mm genau bestimmt werden, und auch das nur bedingt reproduzierbar. Wenn ich etwas unterkorrigiert bleiben will, dann muss ich bei unter 1,5mm Differenz Schluss machen.


    Die Oberflächenqualität gefällt mir schon sehr gut. Unterm Mikroskop finde ich große Bereiche des äußersten Randes schon ganz auspoliert (Stathis-Skala 10, der Rest 9).
    Vorausgesetzt, das bisherige Verfahren bewährt sich bis zum Schluss, verbleibt weniger als eine Stunde Restzeit zum Parabolisieren. Hat ja auch genug Mühe gemacht: Habe dreimal den Feinschliff machen müssen, weil die Krümel den Spiegel verkratzten und ebenso viele Pechhäute gebaut, von denen keine wirklich perfekt war.


    Danach fehlt noch ein professioneller Test mit Messmethoden die wir nicht können.


    Grüße
    Walther


    Edit: Jetzt habe ich nochmal nachgerechnet und kam auf 2,08mm Schnittweitendifferenz. Nach weiteren 20 Minuten in zwei Etapen, getrennt durch eine Stunde "Ruhezeit" zum Entspannen des Spiegels habe ich jetzt knapp 2mm gemessen. Bevor ich die Korken knallen lasse wird morgen noch ein paar mal nahcgemessen.
    Und diesmal ohne Kratzer! 8)

    Hallo zusammen,


    inzwischen kann ich meinen 27-cm-Rohling schon Spiegel nennen :)
    Die Politur ist fast fertig, auch am äußersten Rand sind nur noch ganz vereinzelt Pits zu sehen.
    Die Pechhaut hatte sich während der Arbeit verändert, und zwar haben sich die Rillen im inneren Bereich schneller verengt als außen. Daher wird auch der Spiegel innen mehr angegriffen, so dass ich mir eine Vertiefung hineinpolierte.


    Daher habe ich mit großem Überhang ToT weiter poliert indem ich den Mittelpunkt des Tools über dem Rand des Speigels kreisen ließ. Alle 20 Minuten erfolgte eine Kontrolle per Foucault, denn diese Methode begünstigt die gefürchtete abgesunkene Kante.


    Das Zwischenrgebnis sieht einer Parabel sehr ähnlich: Die Donut-Form erscheint und der scheinbare Wulst wandert nach innen oder außen, je nach Position der Messerschneide.
    In diesem Zustand ist der Spiegel noch erheblich überkorrigiert: Ich habe die Schnittweiten der Randzone und Mitte verglichen und fand eine Differenz von gut 2,5 mm. Erlaubt wären ca. 1,6 mm (bei Spiegeldurchmesser 270 mm, Brennweite 2180 mm; habe ich das richtig berechnet?)


    Durch Polieren ToT mit 1/3-Strichen kann die Parabel langsam abgeflacht werden, wie ich nach zwei Arbeitsgängen von je 20 Minuten feststellte. Daher werde ich nach derzeitigem Stand so weitermachen, bis die Schnittweitendifferenz passt.


    Dies ist meine erste Parabolisierung. Ich benutze keine Kamera außer in diesem Fall für die Dokumentation mit einer kompakten Digitalkamera und keine Software für die Darstellung des Höhenprofils. Alle quantitativen Messungen mache ich "zu Fuß" mit dem Foucault-Tester.


    Grüße
    Walther

    Hallo und danke für die Antworten,


    seinerzeit sind kurz darauf noch mehr Kratzer hinzu gekommen, so dass es mir einfach peinlich gewesen wäre, das Ding so zum Verspiegeln zu geben.
    Immerhin kenne ich jetzt den Grund: Es war tatsächlich das Granit-Tool.
    Nach der Rückkehr zu Karbo 380 hatte ich deswegen das Tool vor dem Polieren rundherum mit Lack angestrichen, um alle Verunreinigungen mit Schleifmittel zu "versiegeln" und Tool samt Spiegel unter Wasser in einer Plaste-Box mit Deckel aufbewahrt.
    Während der Politur, die jetzt weit gehend abgeschlossen ist, sind keine nennenswerten Kratzer mehr entstanden.


    Grüße
    Walther

    Hallo Fachleute,


    seit wenigen Tagen bin ich dabei, meinen zweiten Spiegel, knapp 10 Zoll, zu polieren.
    Wir schleifen mit vier Leuten jeder seinen Spiegel dieser Größe.
    Heute bekam ich heraus, warum trotz peinlicher Sauberkeit und paranoider Handhabung immer wieder Kratzer auftauchen, und zwar etwa proportional zu der Zeit, die ich mit Polieren verbringe:
    Es ist das Naturstein-Tool. Wir benutzen Granit, der je nachdem wie genau man hinsieht beliebig viele Rillen, Sprünge... hat in denen sich Schleifmittelkörner jeder Größe festsetzen und nach und nach wieder heraus kommen.
    Jetzt habe ich eine fast perfekte Sphäre (Parabolisieren werde ich mit einem kleineren Tool) aber zusammengerechnet etwa 10 cm Kratzer, stellenweise so tief dass ich mit Karbo 180 neu anfangen müsste, wissend, dass mit diesem Tool jede spätere Mühe beim Polieren vergeblich sein wird, nachdem die wieder weggeschliffen sind. Breite 3-30 Mikrometer, an einigen Stellen ist an den Rändern der Canyons Material herausgebrochen und hat winzige Sekundärkrat(z)er erzeugt, die aber wieder wegpoliert werden können.


    Das Tool wegschmeißen und mit einem neuen aus Glas weitermahcen geht nicht, denn der Spiegel hat ja schon seine Krümmung und ein neues Tool wäre plan.


    Jetzt kann ich wählen ob die Kratzer toleriert werden können oder ob der Spiegel ins Recyclingglas geht und ich mit zwei neuen Glasplatten ganz von vorne anfange. Mit Granit wird jedenfalls nie wieder gearbeitet.


    Der Spiegel hat gut 570 cm² Fläche. Die Kratzer kommen bei pessimistischer Schätzung zusammen auf vielleicht 0,03 cm². Angesichts dieser Proportionen ist die Versuchung groß, einfach weiter zu machen als wäre nichts passiert.


    Was meinen die erfahreneren Spiegelschleifer dazu? Wie viel Kratzerfläche kann man tolerieren? Für Trost und Rat bedankt sich schon mal


    Walther

    Hallo zusammen,


    gestern habe ich mich hier angemeldet, weil hier das Schleiftagebuch der Düsseldorfer Spiegelschleifer eröffnet wurde.
    Ich bin seit 30 Jahren Amateurastronom, beruflich bedingt leider mit langen Unterbrechungen.
    Seit 1979 habe ich mit einem 4"-Newton von Quelle beobachtet und bin danach (1999) auf einen 25-Zöller umgestiegen. Er ist nur bedingt transportabel und daher habe ich als Gerät für "zwischendurch" noch einen 6"-Achromaten, der mir aber von der Bildqualität her nicht so gut gefällt.
    Mein nächstes Gerät wird ein Selbstbau, nämlich ein knap 11"-Newton, der dann hoffentlich das engültige Zwischendurch-Gerät wird, nämlich leicht und schnell die vier Stufen vor meiner Hütte runter zu tragen und tauglich für alles was unter einem lichtverseuchten Düsseldorfer Himmel zu beobachten übrig bleibt.
    Die Idee zum Gruppenschleifen entstand im Düsseldorfer Astrostammtisch. Mit mehreren Beteiligten haben wir die Vorbereitungen abgeschlossen und letzten Mittwoch unseren ersten Schleifabend erfolgreich absolviert. Bei mir im Keller findet das statt, was bei den ersten Karbo-Körnungen noch wie eine Schlammschlacht aussieht, aber sich dann nach und nach in Präzisionsarbeit verwandeln wird. Ich habe gleich zwei Rohlinge in Arbeit, weil ich zuerst daran dachte, einen Bino-Dobson zu zimmern, aber weil der dann auch hauptsächlich im Flur herumstehen wird (Stichwort: Zwischendurch-Gerät) bin ich von der Idee abgekommen und werde mich mit einem normalen f/8 Dobson begnügen, den man in ein paar Minuten startklar machen kann.


    Mit Sicherheit werden das nicht meine letzten selbst zusammengeschrubbten Spiegel sein. Die hautnah erlebte Physik ist faszinierend. Auch wenn es viele Anleitungen gibt, hat die Schleiferei bis jetzt eine Reihe von Erfahrungen ergeben, die teils krass und bemerkenswert im Gegensatz zu den üblichen Anleitungen stehen.
    Dazu später mehr.


    Herzlich grüßt
    Walther

    Hallo!


    bei mir waren es 30 Jahre, bis ich endlich mal einen Spiegel schleifen konnte. Damals hatte ich mir das Buch "Das Fernrohr für jedermann" von Hans Rohr aus den fünfziger Jahren besorgt.
    Bei mir im Keller findet das ganze statt.
    Als dann alles da war, konnte ich mich nicht mehr beherrschen und fing an zu schleifen. Das ist etwa 6 Wochen her. Inzwischen ist der erste Spiegel weit gehend fertig. Etwas Korrektur braucht er aber noch.
    Den zweiten fing ich schon mal an (weil ich plante, die letzten Korrekturen und die Parabolisierung mit einem anderen Tool bei beiden Spiegeln parallel zu machen und war schon mit dem Polieren angefangen, als der erste gemeinsame Schleifabend angesetzt wurde.
    Dabei polierte ich weiter - und war zu faul, nach dem Abbruch eines Brösels der Pechhaut alles abzuspülen. Die Quittung war eine gründlich umgepflügte Oberfläche.


    Also nochmal zurück zu Karbo 320 :-(
    Inzwischen bin ich wieder am Polieren. Die Pechhaut ist jetzt die dritte, und diesmal hat es geklappt.


    Zum Schleifen brauche ich nur ein paar Schritte in den Keller zu gehen, daher kann ich meiner Sucht nach Belieben fröhnen. Das hat den Vorteil, dass die Mitschleifer die Katastrophen die ich anrichte nicht wiederholen müssen. Denn der Schliff einer 11-Zoll-Pizza ist doch etwas anders als das was man in den gängigen Anleitungen zu 6zöllern liest. Besonders die Herstellung der Pechhaut über diese Fläche ist ein Kapitel für sich. Pech hat Eigenschaften einer Flüssigkeit und benimmt sich bei Zimmertemeratur wie ein Feststoff, dabei zeigt es je nachdem was man damit vorhat jeweils exakt diejenige Eigenschaft die man gerade am wenigsten gebrauchen kann.


    Inzwischen sind ein paar Fotos fertig. Wir posten sie hier, so bald alle mit einer Etappe fertig sind.


    Grüße
    Walther