Beiträge von binoviewer

    Hallo Wolfgang,


    irgendwo im Messaufbau vignettiert bei dir etwas die Öffnung beträchtlich, daher erscheint die Obstruktion vergrößert, die aber real nur bei etwa 25% liegt. Genau diese geringe Obstruktion ist ja der Hauptgrund für das Öffnungsverhältnis von F/15. Die anderen Geräte von Intes-Micro haben ja F/10 und dann eine Obstruktion von ca. 33%.


    Dein Sterntest und dein I-Gramm zeigt aber weit über 40%, das ist mehr, als Standard-SC's haben. Ergo, du hast nicht die komplette Öffnung vermessen, sondern nur etwa 2/3 davon und irgendwo vignettiert dein Messaufbau die Öffnung.

    Hallo Wolfgang,


    als professioneller Webdesigner komme ich leider sehr selten dazu so etwas zu schreiben: die Website ist wunderbar gemacht, hier meine ich ganz besonders den HTML-Code, der semantisch korrekt und ausgezeichnet gegliedert und benannt ist. Ein Lob an deinen Sohn!


    Nebenbei sieht die Seite auch noch gut aus und ist sehr übersichtlich.


    Sie kann als Beispiel stehen, wie man es richtig machen kann.

    Hallo Michi,


    Respekt und Gratulation zu dieser Aufwändigen Restaurierung!
    Habe selber vor einiger Zeit einen seltenen Nipole 76/910mm für 20 Euro erstanden und restauriert, mit optisch perfektem und justierbarem Objektiv, schöner Montierung in EQ2-Klasse, alles restauriert, ist jetzt mein bevorzugtes Mond-Gerät.


    [IMG:http://www.binoviewer.at/equipment/images/Nipole/gesamt.jpg]


    [IMG:http://www.binoviewer.at/equipment/images/Nipole/objektiv.jpg]


    Diese alten Fraunhofer aus den 70er-Jahren mit Herkunft Japan sind echte Knüller. Damals hat man aus Flint-Kronglas noch das heraugeholt, was der alte Fraunhofer im Sinn hatte, bzw. erfunden hat. Was heutzutage in Billig-Asien damit für Schindluder getrieben wird (entschuldige bitte den Ausdruck) ist erbärmlich. Der alte Fraunhofer würde sich im Grabe umdrehen, würde er es mitbekommen. Gott sei Dank ruht er in Frieden und bekommt es hoffentlich nicht mit.


    lg, Bino-Tom

    Hallo Michi,


    probier einfach mal ein 32er Plössl von einem Sternfreund aus und schau ob es vignettiert.


    Ich bin für meine langen Refraktoren letztendlich beim 30mm Baader Eudia gelandet, gleich doppelt für Bino. Ist in diesem Brennweitenberich einfach das beste im Zusammenspiel von Einblick, sch. Gesichtsfeld und Randschärfe.

    Hallo Sascha,


    also das Bosma, welches ich ein Nacht lang testen konnte, war ein kleineres 6"-Gerät. Die Optik war sehr gut, kaum Sphärische Aberration, kein Asti, glatte Oberfläche, aber es kam selbst in dieser lauen Sommernacht nicht ins thermische Gleichgewicht, ein kräftiger Warmluftkeil war auch nach über 3 Stunden auf konstantem Niveau vorhanden. Dadurch war die Leistung nicht besser als ein 3" Voll-APO, für 6" Öffnung schon relativ mager. Hier muß unbedingt aktiv belüftet werden, ansonsten verschenkt man einen Großteil der möglichen Leistung, die sicher in diesem Gerät steckt.


    Wenn du primär Planeten beobachten willst, brauchst du maximalen Kontrast. Den erreicht man über eine möglichst ungestörte MTF, alles was die MTF erniedrigt, wirkt sich negativ aus. Da du kompakt bleiben willst mußt du eine höhere Obstruktion zwangsweise in Kauf nehmen. Daher müssen die anderen Faktoren wie Korrektur, Glätte, Auskühlverhalten aber so perfekt wie möglich sein, sonst wird das Bild flau und detailarm.


    Das bedeutet, was immer du auch nimmst, das Gerät braucht eine sehr hochwertige Optik und eine aktive Belüftung, wenn es ein geschlossenes System ist. Das TAL hat hier den Vorteil, daß es offen ist. Das Meade hat einen Lüfter, beim C9 und beim Bosma muß die Belüftung erst nachgebastelt werden, wobei das beim Bosma wegen der massive Bauweise am aufwändigsten ist.


    Daher würde ich das Bosma eher ganz hinten anstellen. Da hast du es mit einem optisch guten C9 noch leichter. Wenn du dennoch das Bosma willst, mache dir mit dem Händler eine längere Umtauschfrist aus, zumindest ein Monat, damit du siehst wie es mit den Auskühlproblemen steht, sonst wäre es schade um's Geld.

    Hallo Sascha,


    persönlich kenne ich von den Geräten mehrere C9, das 7" Meade und ein 6" Bosma. Das Bosma und auch das C9 gehören auf jeden Fall belüftet, hier mußt du also basteln, wenn du wirklich scharfe Bilder zu jeder Zeit haben willst.


    Das Meade hat bereits einen Lüfter integriert, wenn ich mich nicht irre, das wäre ein Vorteil. Außerdem sind die 7" Meade bekannt für ihre sehr guten, glatten Optiken.


    Am TAL würden mich die dicken Fangstreben sowie die höhere Obstruktion stören, obwohl ich wie gesagt noch nie selbst durchgesehen habe.


    Von den C9 kenne ich ein paar verschiedene Qualitäten, aber auch bei sehr guter optischer Qualität ist das Bild für mich nicht knackscharf. Die Obstruktion und die immer vorhandene Flächenrauheit läßt das einfach nicht zu.


    Die Bosma sind extrem massiv gebaut, was die Auskühlung noch weiter verhindert. Hier muß eine kräftige Belüftung angebastelt werden. Optisch war das 6" Bosma, welches ich testen konnte, recht gut, ob das bei den 8" auch so ist weiß ich nicht, müßte man am jeweiligen Exemplar durch Sterntest feststellen.


    An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall das Meade live antesten. Bei entsprechend guter Optik sollte es dir am Planeten am meisten von allen diesen Geräten zeigen.

    Hallo Olli,


    ohne Barlowlinse, d.h. auch Okulare mit integriertem Barlowelement scheiden aus, bleibt nur mehr das 4mm TMB-Supermono, dessen Einblick gerade noch akzeptabel ist. Es gibt zwar 4mm Orthos, z.B. von Kasai, deren Einblick ist aber derart extrem knapp, dass sinnvolles Beobachten über längere Zeit kaum möglich ist (die Wimpern verschmieren die Augenlinse). Das TMB-Supermono ist absolute Top-Klasse, möglicherweise aber bereits schwierig zu bekommen. Frag mal direkt bei Markus Ludes nach ob er noch welche hat.


    Mit einer sehr hochwertigen Barlow (Zeiss Abbé, TeleVue) hast du aber nur minimalste Verluste, oft überhaupt nicht erkennbar. Ich empfehle dir daher neben dem Supermono die Kombination so einer Barlowlinse mit einem 8mm RKE (Reversed Kellner, 3-linsig) von Edmund-Optics, bringt guten Augenabstand und hervorragende Qualität, extrem nahe am Supermono. Was anderes reinrassiges für Planeten mit genau 4mm Brennweite kenne ich sonst nicht mehr.

    Hallo Michael, sehr gute Zeichnungen hast du da gemacht, du hast ein gutes Händchen dafür. Es sind doch jede Menge interessanter Details drauf. Das helle W-RIFT im NEB auf der zweiten Zeichnung wäre es Wert vermessem zu werden und die Entwicklung genauer zu verfolgen. Könnte sein, daß das NEB sich dadurch insgesamt abschwächt in den nächsten Monaten. Werde bei Gelegenheit auch mal wieder nach Jupiter schauen und vielleicht eine Zeichnung anfertigen. Danke für die Anregung dazu!

    Zitat

    Netter Hinweis, aber ich bin schon 30 jahre im Geschäft.


    Leiste gerne solche Aufklärungsarbeit auch für jene die schon länger diesem schönen Hobby fröhnen.

    Hallo Winfried,


    ich habe meinen FH 150/750 ebenfalls mit weißer Selbstklebefolie getuned. Sieht einfach besser aus, als das fade Hellblau von Sky-Watcher. War ganz normale Folie aus dem Baumarkt für etwa 6 Euro oder so. Hält bereits seit über einem Jahr am Tubus, trotz vieler Beobachtungen bei Kälte und Feuchtigkeit. Lackieren ist also nicht unbedingt notwendig, aber natürlich noch edler. Übrigens vergrößere ich mit meinem 150/750 an Saturn und am Mond bis 300fach (mit Gelbfilter, bzw. Semi-Apo Filter). Das geht, weil mein FH im grünen Spektralbereich exzellent korrigiert ist und darüber hinaus auch noch perfekt zentriert ist. Den Okularauszug mußt du übrigens bis zum Beginnn der Zahnstange absägen, ansonsten vignettiert er die Öffnung von 120mm auf etwa 115mm, ist zwar nicht viel, aber warum sollte man es verschenken?

    Hallo Stefan,


    die maximale sinnvolle AP hängt nur von der maximalen Öffnung der Irisblende ab. Meine ist zum Beispiel bei fast genau 8mm, daher verwende ich sehr oft eine AP von 8mm. Wenn du aber nur 6mm Irisöffnung hast macht 8mm AP natürlich keinen Sinn, dann kannst du eben nur bis 6mm AP gehen.


    Im Prinzip eine logisch einfache Anglegenheit.

    Hallo Wolfgang,


    das Objektiv 76/910 ist in der Tat ungewöhnlich farbrein. Es zeigt kaum mehr Farbe als mein FD 72/430 mit RC-Wert 1,4. Demnach ist es fast ein Halb-Apo, dürfte vom RC-Wert bei etwa 2 bis 2,5 liegen. Für einen FH sehr ungewöhnlich. Möglicherweise ist ein Glas mit besonderer Dispersion verbaut. Auf dem Tubus steht jedenfalls "FH", demnach sollte es Kron- und Flintglas sein. Wenn es das wirklich ist, wovon ich schon ausgehe, dann zeigt es wie gut man einen FH bauen kann, wenn die verwendeten Gläser wirklich top sind.


    Das schöne nebenbei: ich konnte dieses Gerät inkl. Montierung für 25 Euro erstehen, da der Besitzer keine Ahnung hatte was der hat.


    cs, Bino-Tom

    Hallo Uwe,


    früher haben die Planetenbeobachter wirklich vorwiegend mit FH's beobachtet, bis Zeiss dann den AS und den APQ herausbrachte. Diese alten FH's kannst du allerdings mit den heutigen in der Qualität nicht vergleichen, auch nicht was den Farbfehler betrifft.


    Ich habe hier zuhause einen uralten FH 76/910mm aus den 60er Jahren. Der zeigt weniger(!!!) Farbe als mein ebenfalls sehr guter Vixen 80/1200. Und dieser ist wiederum farbreiner als wenn ich einen chinesischen 150/1200 auf 80mm abblende. Man muß es selber gesehen haben. Früher haben sie die Radien, die Linsenabstände und auch die Brechzahlen der Gläser viel genauer eingehalten. Ein sehr sorgfältig gefertigter FH kann ein hervorragendes und überraschend farbreines Gerät sein. Heute bekommt man solche alten Exemplare aber nur noch vereinzelt auf dem Gebrauchtmarkt oder man ordert sie neu bei D&G-Optical. Das was heute aus Asien kommt hat strenggenommen die Bezeichnung "FH" gar nicht verdient, weil die entsprechenden Spezifikationen gar nicht exakt eingehalten werden. Ist zu diesem Preis auch gar nicht möglich.


    cs, Bino-Tom

    Hallo Josef,


    ich bin absoluter Liebhaber von FH's, habe selber 5 Stück hier stehen von 3" bis 6" Öffnung. Trotzdem, oder gerade deswegen, kann ich dir garantieren, daß der 4" ED dir mehr Details zeigt als der 5" FH. Selbstverständich vorausggesetzt der 4" ED hat keine gravierenden optischen Mängel. Da diese ED aus asiatischer Massenproduktion kommen kann man hier nicht sicher sein.


    Ich weiß ja nicht wie gut dein FH ist, auch bei diesen schwankt die Qualität ja sehr stark. Sollte er eine sehr gute Optik haben, würde ich ihn dennoch behalten und den ED vielleicht zusätzlich kaufen. Ein Teleskop mit nachweislich sehr guter Optik soll man niemals verkaufen, das bereut man früher oder später, glaube mir.


    Also nicht voreilig verkaufen. Lieber gut überlegen und vorher das neue Geräte auf Herz und Nieren prüfen, also einen "harten" Sterntest machen.

    Dieses Bewußtsein wird erst aufkommen können, wenn die VerKarstung und die BeMoozung der dortigen Landschaft zurückgeht. Gut, daß ich kein Schreckling bin, sonst würde ich anfangen mich zu fürchten :happy: