Posts by Hans_Ulrich

    Hallo Micha,


    da Stoffie Deine Frage hier her verlegt hat, versuche ich mal hier auf dieses Problem einzugehen.
    Vorneweg gestellt, ich habe mir bis gestern eigentlich überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, was beim Abblenden passiert. Ich habe es als gegeben hingenommen, dass man halt die Venus so besser sehen kann.
    Sicherlich verändert sich erst einmal das Öffnungsverhältnis. Entscheidend hierfür ist ja nicht die Größe verwendeten Linsen oder Spiegel, sondern die effektiv wirksame Fläche und diese wird beim Abblenden auf jeden Fall verringert.
    Ich glaube der entscheidende Effekt ist, das am Auge nur noch 20% des Lichtes ankommen. Die Venus hat ja eine sehr große Helligkeit. Dadurch treten wahrscheinlich auch Reflexionen an den optischen Flächen auf, die auf Grund der Helligkeit den Kontrast des Bildes absenken. Durch eine Reduzierung der Helligkeit sinken diese Störungen unter die Schwelle der Erkennbarkeit oder zu mindestens in deren Nähe. Dadurch steigt der Kontrast der Abbildung wieder.
    Sicherlich spielt hier auch Streuung des Lichtes in der Atmosphäre eine Rolle, die bei schwachen Objekten nicht zu erkennen ist. Diese werden dann auch wieder unter die Grenze der Wahrnehmung reduziert.
    Wahrscheinlich kommen dann noch, je nach verwendeter Optik, spezielle Effekte hinzu. Da ich mit einen Refraktor beobachtet habe, hat sich auch noch der Längst-Farbfehler (weiß jetzt nicht, wie das genau bezeichnet wird, meine den unterschiedlichen Brennpunkt bei verschiedenen Wellenlängen) verringert. Das ist sicherlich ein Effekt der bei einem Newton gar keine Rolle spielt. Da könnte ich mir aber vorstellen, dass dort bestimmte Fehler des Randbereichen verringert werden.
    Leider hat das Abblenden aber nicht nur positive Effekte. Mit Verringerung des Durchmessers verringert sich die Auflösung des Fernrohres. Bei der Venus spielt das keine Rolle, aber bei den anderen Planeten dürfte das sehr wohl ins Gewicht fallen.
    Ob der positive Effekt den negativen übersteigt, dürfte wahrscheinlich in weiten Bereichen von der Qualität der verwendeten optischen Bauteile abhängen und entzieht sich somit einer allgemeingültigen Bewertung.
    Das sollen erst einmal meine ersten Überlegungen zu diesem Thema sein. Wenn man da noch eine Weile drauf rum denkt, kommt man sicherlich noch auf mehr Aspekte, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Micha,


    drücke Dir erst einmal die Daumen, dass die Grippe nicht auf allen „vieren“ wieder zurück kommt. Das ist mir schon mehrere male passiert.


    Deine Einschätzung bezüglich des Seeing muß ich bestätigen. Die Teilung des Saturnringes war auch immer nur kurz und dann auch nur an den Seiten zu sehen.


    In Punkto Abblenden möchte ich mich aber nicht mit fremden Federn schmücken. Das hatte ich schon vor einiger Zeit gelesen. Da hatte einer vorgeschlagen, bei der Scheinerblende ein Loch zu zu lassen, um bei der Venus eine bessere Abbildung zu erreichen.
    Ich weiß aber nicht, wer das damals geschrieben hatte.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Helmut,


    ich hatte ja gehofft , dass sich mal ein Händler (ich schaue da mal in Richtung München) zu dem Vergleich des TS 15X70 zum 20X80 meldet. Denn wer kauft sich schon beide Gläser?
    Da ich nur das TS 15X70 besitze, kann ich mich natürlich auch nur zu diesem Glas äußern.
    Das Glas besitzt ein angenehmes Einblickverhalten (zu mindestens für einen nicht Brillenträger). Die Austrittspupille liegt ziemlich nahe am Optimum. Damit kann das Glas seine, auf Grund der 70mm Öffnung resultierende Lichtstärke, voll ausnutzen. Das scheinbare Gesichtsfeld reicht zwar nicht an die Nagler rann, aber ist vollkommen ausreichend. Das ist für ein Glas mit dieser Vergrößerung sicherlich von großer Bedeutung.
    Allerdings liegt das Glas, nach meiner Meinung, jenseits der Grenze, wo eine freihändige Beobachtung noch sinnvoll ist. Ich schaffe es nicht, das Glas scharf zu stellen, ohne es aufzulegen. Freihändige Beobachtungen in Richtung Zenit (man kann dann die Ellbogen nicht ein stützen) zeigen bei mir nur wild schwingende Linien.
    Das 20X80 hat eine ähnliche Austrittspupille. Sicherlich ist es noch Lichtstärker, allerdings dürfte eine freihändige Beobachtung fast ganz unmöglich sein.
    Vielleicht konnte ich Dir bei der Entscheidungsfindung etwas behilflich sein.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo allerseits,


    eigentlich wollte ich gestern früh ins Bett und mal etwas Schlaf tanken. Das Wetter war den ganzen Tag bescheiden gewesen und es hatte einige Male geregnet.
    Zur meine Verwunderung sah ich aber gegen 22 Uhr, dass am Himmel keine Wolke war und die Sterne schön leuchteten. Sie flimmerten zwar ziemlich heftig, es war aber doch ein schöner Anblick.
    Da ich schon eine ganze Weile geplant hatte, mir mal die Sternbilder des Frühlingshimmels anhand einer Drehbaren Sternenkarte einzuprägen, habe ich kurz entschlossen die Planung des Abends geändert. Habe mir die Karte und das 7X40 genommen und bin auf die „Dachterrasse“ raus gegangen.
    Nach einer Weile landete ich im Osten und mußte zu meiner Überraschung feststellen, dass man auch schon im Frühling den Herkules gut sehen kann (kenne ihm eigentlich nur von den Sommersternbildern).
    Mal so aus Spaß mit dem Fernglas und hatte eindeutig den M13 im Sichtfeld. Jetzt erwachte doch langsam das Jagtfieber. Schnell das 15X70 geholt. Da hat zwar das Suchen etwas länger gedauert (kleineres Sichtfeld, Wackeln) aber dann hatte ich ihn.
    Bildfüllend wäre zwar etwas übertrieben, aber schon schön groß und es war im Randbereich vereinzelt das Aufblitzen einzelner Sterne zu sehen.
    Mittlerweile war es schon nach 23 Uhr. Also dass mit dem Ausschlafen war schon gestorben. Monti raus, grob ausgerichtet, den Synta montiert und gestaunt. So gut habe ich den M13 selbst im Sommer noch nicht gesehen. Es waren die ganze Zeit einzelnen Sterne zu sehen. Das Bild wechselte zwar ständig, aber für Sekunden waren auch einige fadenartige Sternstrukturen im Randbereich zu erkennen.
    Ich habe mir dieses Schauspiel zirka 15 min angeschaut.
    Dann noch mal rüber geschwenkt auf den M92. Der war allerdings unverhältnismäßig schwach zu sehen. Wahrscheinlich war doch schon in der Zwischenzeit eine dünne Schleierbewölkung aufgezogen.
    Dann noch mal einen Test, ob man den M92 auch im Fernglas sehen kann. Es hat mit beiden Gläsern geklappt. Wobei mit dem 7X40 die Helligkeit doch schon schwach war und man ihn auf Grund dessen leicht mit einem Stern verwechseln konnte.
    Die Uhr zeigte jetzt Mitternacht. Ich war alles andere als zweckmäßig angezogen und fing langsam an zu frieren. Also alles einpacken und des Rest der Nacht doch noch zum Schlafen nutzen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo allerseits,


    wenn auch etwas verspätet, aber ich hatte in der Woche kaum Zeit zum schreiben.
    Beobachtungsplatz eine kleine Anhöhe (Brachland) 500m nördlich des Stadtrandes von Bad Düben.
    Den ganzen Tag und Abend eine sehr trockene klare Luft. Keinerlei Wolken.
    Mit von der Partie waren ein 120/1000 Synta auf EQ5, ein Fernglas 7 X 40 (extrem Weitwinkel, ehemaliges Dienstglas), ein Fernglas 15 X 70 von TS und eine Praktica mit einem 300 mm Objektiv.
    Gegen 21 Uhr war der Aufbau abgeschlossen. Obwohl es zu dieser Zeit noch nicht dunkel war, konnte man bereits ohne Probleme den Polaris ausmachen und somit die Monti ausrichten.
    Gegen 21:30 strahlte bereits der Himmel voller Sterne und wenn man man hoch sah, verstand man sofort, warum Leo das dominierende Sternbild des Frühlings ist. Unterstrichen wurde dieses noch durch Jupi.


    Planeten:


    Jupi: Gegen 21:30 war nur eine Vergrößerung bis 100 sinnvoll. Nach 23:00 war auch eine Vergrößerung von 160 möglich. Bänder waren schön zu sehen.


    Venus: Obwohl schon tief am Horizont noch schön zu sehen. Abgeblendet auf 5,5cm und eine Vergrößerung von 100 ließen die Sichelform der Venus schön zur Geltung kommen.


    Saturn: Der Ring ist jetzt ja fast maximal geöffnet. Teilung des Ringes war an den Ränders andeutungsweise zu sehen. Vergrößerung über 100 wegen Seeing gegen 22:00 nicht sinnvoll.


    M:


    M65 und M66: Startpunkt der Sucher war ein Fußstern von Leo (wenn ich das griechische Alphabet kennen würde, könnte ich auch ihn benennen). Dann 6 Grad nach oben und ich hatte beide im Sichtfeld. Form war zu erkennen, aber bei weiten nicht die Detailfülle wie sie z.B. in den Aufnahmen von Holger zu sehen ist.
    NGC 3628 konnte ich leider nicht erkennen.
    Danach habe ich versucht, beide Objekte mit den Ferngläsern zu finden. Mit dem 7 X 40 kein Problem. Waren eindeutig zu erkennen. Mit dem 15 X 70 hatte ich kein Glück. Es kann aber auch daran liegen, dass ich dieses freihändig versucht habe.


    M95 und M96: Als Ausgangspunkt bot sich Jupi an. Erliegt z.Z. genau unter diesen beiden Objekten. Beide im ersten Versuch gefunden. Um sicher zu gehen, wollte ich den Abstand zum Jupiter noch mal messen. Doch jetzt sahen die beiden Objekte etwas anders aus. In aller Schnelle wurde noch mal der DeepSky-Reiseführer zu Rate gezogen. Das mußten jetzt der M105 und NGC3384 sein. Da ich die gesuchten Objekte immer in die Mitte des Gesichtsfelder gelegt hatte, hatte ich verpaßt alle vier auf einmal zu sehen.
    Alle vier Objekte waren nur schwach zu sehen. Strukturen waren keine zu sehen.
    Der Versuch diese Objekte mit dem Fernglas zu sehen war auch nicht erfolgreich.


    M101: Ausgangspunkt war das Reiterlein im Großen Wagen. Dann nur den RA-Wert verändert und der erste Versuch war gleich erfolgreich. Nach Veränderung des RA war der M101 am Rand des Gesichtsfeldes zu sehen. Objekt zentriert und gestaunt. Es waren zwar auch keine Strukturen zu sehen aber der Kern hob sich deutlich und hell vom Hintergrund ab. Wesentlich deutlicher als beim ersten erfolgreichen Versuch voriges Jahr in Bayern.
    Der Versuch mit den Ferngläsern war leider wieder nicht erfolgreich. Ich voriges Jahr gelesen, dass ein Beobachter mit dem Fernglas den M101 gefunden hätte. Ich kann mir aus meinen bisherigen Erfahrungen dieses nicht vorstelle.


    M45: Hier schlug die Stunde des 7 X 40. Obwohl dicht über dem Horizont ein strahlendes Bild im Fernglas. Allerdings, durch den niedrigen Stand konnte ich das Glas auf das Autodach auflegen. Ich habe mir zwar den M45 auch mit dem Synta angeschaut, aber der Eindruck mit dem Fernglas war schöner.


    H&C: Dieses Sternenfeld paßte genau in das Sichtfeld des 15 X 70. Allerdings freihändig macht die Beobachtung keinen Spaß. Habe dann wieder auf dem Autodach aufgelegt.
    Es ist schon erstaunlich, wie licht stark dieses Glas ist.


    M44: Wenn ich in Hennef beobachte, ist dieser offene Haufen als schwache Schimmer am Himmel zu sehen. Hier habe ich sogar einzelne Sterne visuell gesehen.
    Zum Abschluß des Abends noch zwei Aufnahmen vom M44 gemacht. Ob sie was geworden sind, werde ich frühestens in 14 Tagen wissen.


    Jetzt hatte ich langsam klamme Finger. Es war mittlerweile Mitternacht. Darum beschloß ich jetzt alles zusammen zu packen und diesen sehr schönen Beobachtungsabend zu beenden.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Tom,


    das mit dem Lack werde ich wahrscheinlich so machen.
    Aber noch eine Frage zu Verspannungen. Wie meinst Du das? Heißt das, dass bereits im Glas Spannungen sein können (also auch im ausgebauten Zustand) oder bezieht sich das nur auf Spannungen die durch die Halterung aufgebaut werden?


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Dietmar,


    habe mir gerade das Bild von Watchgear angeschaut. Er hat das Trio komplett auf das Bild bekommen. Wenn man bedenkt, wie schwach NGC 3628 ist, ist das schon eine bemerkenswerte Leistung.
    Allerdings, um ehrlich zu sein, gefällt mir Holger sein Bild zu mindestens vom optischen Eindruck besser. Aber das ist jetzt sicherlich wieder eine Geschmacksfrage und damit nicht so richtig logisch nachzuvollziehen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Holger,


    den M65 und M66 habe ich hier im Kölner Raum schon mehrfach versucht visuell zu sehen. Aber leider war das Ergebnis negativ. Der Himmel ist hier einfach zu hell. Im Sommer, wenn ich dann in Bayern bessere Bedingungen habe, ist von Leo leider nichts mehr zu sehen.
    Wenn das Wetter mitspielt, werde ich in der Dübener Heide versuchen sie überhaupt erst einmal visuell zu sehen.
    Ich habe jetzt mal versucht, mit dem Stack-Programm AstroStack 2 Bilder von mir zu bearbeiten. Jetzt habe ich damit aber noch keine Erfahrungen. Das Programm setzte mir die einzelnen Bilder immer etwas nebeneinander. Wie genau müssen die einzelnen Bilder in ihrer Position sein? Da ich hier ziemlich schlecht einnorden kann, verändert sich natürlich die Position der Objekte auf den einzelnen Bildern. Kann das die Ursache des negativen Ergebnisses sein?
    Das Bild ist natürlich klasse. Ich wäre froh, wenn ich das auch Mal so hin bekäme.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo allerseits,


    eigentlich gehört zu jeder Geschichte ja so was wie ein guter Ausgang. Im vorigen Sommer ist mir dann eine vorzeigbare Aufnahme aus dem Gebiet des Schwans gelungen. Ich bin zwar noch nicht so richtig zufrieden, die Belichtungszeit hätte ich wahrscheinlich verdoppeln können.
    Die Aufnahme ist mit einer Praktika und einem 50 mm Objektiv gemacht wurden. Belichtungszeit war 5 min. Als Film habe ich einen 400 asa Diafilm von Kodak verwendet.
    Die Orginalaufnahme hat noch eine 2,5 fach höhere Auflösung als das hier gezeigte Bild.




    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo AF,


    jeder Tipp ist bei solchen Problemen gern gesehen. Allerdings hat sich das Problem schon fast gelöst. Schuld an der ganzen Sache ist ein Fehler in der mitgelieferten Software.
    Ich habe mir eine Testversion von Silverscan runtergeladen. Mit dieser Version läuft der Scanner sehr gut. Allerdings ist das wirklich eine Testversion, im gescannten Bild ist das Logo der Firma eingeblendet. Ich überlege noch, ob ich die Vollversion kaufe. Sie hat einen ganz schönen Preis.
    Allerdings läuft die mitgelieferte Software fast korrekt, wenn ich vorher den Treiber von Silverscan einmal aktiviere. Ist nur ein bisschen umständlich.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo allerseits,


    zu meinem Synta habe ich auch einen 2-Zoll-Winkelspiegel mit erworben. Von Anfang an haben mich daran mehrere Sachen gestört.
    Das Rohr in Richtung Refraktor war über einen Millimeter dünner als die aufnehmende Halterung. Damit musste man die Schrauben zur Befestigung schon sehr stark anziehen, damit der Winkelspiegel nicht wackelt.
    Weiterhin lockerten sich diese Schrauben sehr schnell und es bestand die Gefahr, dass der Winkelspiegel sich selbstständig macht.
    Dummerweise sind die Befestigungsschrauben so kurz, dass man mit den Fingern kaum an dem Winkelspiegel vorbei an sie rann kommt.
    Es kam, wie es kommen musste, beim Wegräumen machte er sich selbstständig und fiel auf den Boden. Obwohl ein Teppich den Aufprall etwas dämpfe, es ist eine Ecke abgesplittert.
    Ich habe heute mal alles auseinander genommen und das abgesplitterte Teil entfernt. Nach dem Zusammenbau kann man erkennen, dass die Schadstelle an einer Ecke ist und die spiegelnde Fläche etwa um 5 bis 10 % verringert.
    Meine Frage ist nun, macht es Sinn, diese Fläche ab zu decken (Velours oder Ähnliches) oder spielt es keine Rolle und ich brauche mich nicht weiter darum zu kümmern?


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Holger,


    als ich hier Deinen Namen gelesen habe, war meine erste Überlegung: Gibt es hier noch einen zweiten Holger? Dann habe ich Deine Aufnahme gesehen, da war alles klar.
    Hoffentlich wirst Du noch mehr von Deinen Bildern hier veröffentlichen. Auch wenn Deinen Bildern oft der Mangel anhaftet, dass man nur wenig oder überhaupt nichts findet, dass man kritisieren könnte. :lol:


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Micha,


    entschuldige bitte, dass ich erst heute antworte, aber ich war die Woche bis jetzt unterwegs und hatte nur begrenzten Zugriff auf einen Rechner.


    Wenn Du Planeten mit einer normalen Kamera (Piggyback) aufnehmen willst, wirst Du bei den Belichtungszeiten garantiert in einen Bereich von mehreren Minuten kommen. Du kannst den dann mit Sicherheit auftretenden Nachführfehler zwar manuell ausgleichen, das verbessert aber auf keinen Fall die Qualität der Aufnahme (schon, weil Du ja am Planet mit hoher Vergrößerung aufnimmst) und wenn Du Pech hast, macht sich noch eine Bildfelddrehung bemerkbar, die zu mindestens am Bildrand Punkte zu kleinen Strichen werden lässt.


    Das Problem des Ausrichtens und Einstellen des Polsuchers ist eigentlich, wenn man die Zusammenhänge verstanden hat, nicht schwierig.


    Für das Ausrichten des Polsuchers hast Du ja eine Beschreibung (zu mindestens habe ich das so verstanden).
    Da Du schreibst: „Es fehlt mir aber seit Monaten die Zeit mal raus zufahren, um ein tagsüber ein paar km freie Sicht zu haben“, gehe ich aber davon aus, Du hast die gleiche fehlerhafte Beschreibung wie ich sie kenne.
    Es gibt keinen Grund, zum Ausrichten des Polsuchers ein Objekt in mehreren Km Entfernung zu benutzen. Schon, weil es praktisch auch fast unmöglich ist. Bei meiner EQ5 lässt sich (auch unter Zuhilfenahme des Stativs) der Polsucher nicht tiefer als zirka 30 Grad einstellen. Stell Dir mal vor, wie hoch ein mehrere Km entfernter Turm sein müsste.
    Warum soll denn das Objekt mehrere Km entfernt sein, dass macht doch nur Sinn, wenn ein Parallaxenfehler
    unterdrückt werden soll. Da aber der Polsucher genau in der Achse ist, kann ein solcher Fehler überhaupt nicht auftreten.
    Du kannst also Dir also einen Punkt in der näheren Umgebung aussuchen, um den Polsucher auszurichten. Ein paar Meter sollten es aber schon sein, sonst ist die Abbildung zu unscharf.


    Als Nächstes benötigst Du die aktuelle Sternzeit. Wenn Du eine drehbare Sternkarte hast, ist dass dann auch kein Problem. Du stellst Datum und aktuelle Uhrzeit ein und liest bei der Südmarkierung die Uhrzeit ab. Das ist die Sternzeit. Na ja fast, denn sie gilt genau nur für den Meridian unserer Zeitzone und der läuft durch Görlitz.
    Für die Breite Deutschlands macht das einen Fehler von zirka 30 Minuten aus. Die Differenz lässt sich errechnen oder man ermittelt einmal die Zeit mit der Sternkarte und mit einem Programm auf dem Rechner und schreibt sich die Differenz auf die Sternkarte. Hat den Vorteil, man ermittelt das einmal für die Orte, die für einen interessant sind, und kommt dann ohne Rechner aus.


    Letzter Schritt wäre dann das Einstellen des Polsuchers. Polaris hat einen RA-Wert von 2h 35min. Das heißt nicht anderes als bei einer Sternzeit von 2h 35min steht Polaris genau südlich vom Pol.
    Du drehst Deine RA-Achse so, dass die Markierung für Polaris beim Durchschauen genau nach unten zeigt. Dann ermittelst Du die Differenz zum letzten Süddurchgang von Polaris (also der Sternzeit gleich 2h 35min) und drehst die RA-Achse um diesen Betrag (unter Zuhilfenahme der Skalen) entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung. Das war es schon.
    Mal ein Beispiel: Du willst bei einer Sternzeit von 20h 35min den Polsucher einstellen. Die Differenz ist dann genau 18h 00min. Wenn Du RA-Achse um diesen Betrag gedreht hast, muss Polaris genau links neben dem Pol stehen.
    Man muss nur aufpassen, wenn die Sternzeit kleiner als 2h 35min ist. Bei einer Sternzeit von 1h 35min beträgt die Differenz nicht 1h 00min sondern 23h 00min.
    Wenn Du jetzt von dem Geschriebenen die Hälfte streichst, hast Du eine kurze und einfache Anleitung zum Einstellen des Polsuchers. Sicherlich bin ich nicht der Erste (da gab es garantiert schon Tausende), der auf diese Lösung gekommen ist, aber ich habe noch keine einfache Anleitung gefunden.
    Fall noch eine Sache unklar sein sollte, frage einfach noch mal konkret danach.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Micha,


    ich muß mal wieder Unvermögen zeigen. Sicherlich war bei Deinem Polsucher eine Beschreibung dabei. Hast Du die verstanden?
    Ich bin daran gescheitert. Mittlerweile habe ich mir selber ausgedacht, wie ich über die Sternzeit den Polsucher ausrichten kann. Ich würde aber doch ganz gerne wissen, wie die originale Beschreibung gemeint war.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Wolfi,


    das Problem mit der Aufhellung habe ich hier in Hennef auch immer und das hat mich schon manchmal zur Verzweiflung getrieben. Allerdings bewege ich mich z.Z. noch meistens auf der chemischen Schiene.
    Eine Frage zu Deinem Bild. Eine Aufhellung (dann meistens auch noch ungleichmäßig) läßt sich ja relativ leicht mit einer negativen Maskierung weg bekommen. Punktförmige Objekte bleiben dabei erhalten, flächige Objekte verblassen dabei leider immer. Wie hast Du das Bild im Photoshop bearbeitet?


    Mit Freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Wolfgang,


    noch ein Nachklapp, wenn Du mit der Webcam aufnehmen willst, dann mit Infrarotsperrfilter. Auch wenn das Bild über einen Spiegel entsteht und deshalb der Brennpunkt im Infrarot identisch mit dem im sichtbaren Licht ist. Das Infrarot ist ja trotzdem da und kann Dir Deine Aufnahme verfälschen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Wolfgang,


    wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du versucht afokal zu fotografieren. Wichtig dabei ist, dass der Abstand zwischen Okular des Fernrohres und Objektiv der Kamera so gering wie möglich ist und der Autofokus ausgeschaltet ist. Nach meiner Erfahrung (die mit afokaler Fotografie nicht berauschend ist) geht auch nicht jedes Okular mit jeder Brennweite der Kamera.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Tom


    ist schon passiert. Gestern Abend habe ich zu Beginn der Dämmerung auf dem Balkon gesessen. Ziel war das „neue Okular“ mit dem Synta zu testen und mal einen Vergleich zur Russentonne zu ziehen.
    Erstes Ziel in der Dämmerung war wieder die Venus. Eine saubere Abbildung war wieder nur mit abblenden auf 5,5 cm möglich. Alle Okulare (32, 20, 10, 7,3 und 6mm) ergaben erst einmal ein sauberes Bild. Beim 7,3 und beim 6 mm ein leichter Blaustich.
    Mittlerweile war der Mond im Blickbereich. Beobachtung wieder mit vollen 120mm Öffnung. Der erste Eindruck war blendend, im wahrsten Sinn des Wortes. Leider habe ich keinen Graufilter.
    Mit den 32, 20, und 10 mm gestochen scharfe Abbildung. Kein erkennbarer Farbsaum. Im Alpental waren sogar Details zu erkennen.
    Beim 7,3 und 6 mm verschlechterte einsetzende Luftunruhe (ich vermute die Heizungen der umliegenden Häuser) die Abbildungsgüte. Aber trotzdem, in Momenten der Ruhe sehr gute Abbildung. Farbfehler konnte ich nicht mehr beurteilen. Dafür war das Bild zu unruhig. Sie fielen aber nicht ins Gewicht.
    Habe dann auf Saturn umgeschwenkt. Mit 10 mm war die Teilung des Ringes zu erkennen. Für die beiden kurzen Okulare war jetzt das Seeing schon zu hoch.
    Jetzt war die Russentonne an der Reihe. Das Erste was in das Auge fiel war die wesentlich geringere Helligkeit. Da die Russentonne mit Adapter, Spiegel, und Mikrofokussierer auf eine Brennweite von zirka 2 m kommt, war ein weiterer Vergleich durch das immer schlechtere Seeing nicht aussage kräftig.
    Gegen 22 Uhr habe ich dann alle wieder eingepackt und buche den Abend als Erfolg ab.
    Was aber zum Handling allgemein zu sagen ist, wenn Objekte sehr hoch stehen, wird die Bedienung doch etwas problematisch. In das Okular des Synta schauen und gleichzeitig manuell die Monti verändern, verlangt sehr, sehr lange Arme. Weiterhin befindet man sich doch ziemlich dicht über dem Erdboden. Der Sucher ist in dieser Stellung fast nicht benutzbar. Ich werde mich mal nach einem Winkelsucher umsehen müsse.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo,


    ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr mit den Versuchen, einen Spiegel zu versilbern, nicht glücklich werdet. Es sei denn, Ihr kennt eine Möglichkeit, eine Schutzschicht auf das Silber zu bekommen.
    Ansonsten reagiert Silber mit bestimmten Schwefelverbindungen und färbt sich dunkel. Auf Grund der geringe Dicke der Silberschicht dürften Versuche, diese Oberflächenverfärbung zu beseitigen nicht funktionieren.
    Diese Schwefelverbindungen entstehen übrigens auch beim Stoffwechsel (möchte das jetzt nicht näher ausführen). Eine Alternative wäre dazu, sich der Optik nicht zu nähern ...
    Aus meiner Zeit in einem Meßtechnischen Labor kann ich mich noch gut daran erinnern, welchen Aufwand es gekostet hat, bestimmte Übergangsstücke und Steckverbinder für Messungen im HF-Bereich immer metallisch blank zu halten. Da war das Silber aber mehrere zehntel Millimeter dick und kleine Riefen spielten keine Rolle. Es war eine Arbeit ohne Ende.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich