Posts by Hans_Ulrich

    Hallo Martin,


    ich bin mir alles andere als sicher, ob die Art, wie ich an das Problem rangegangen bin, richtig ist. Deshalb ja auch meine Fragen zu diesen Thema.


    Mit dem Verstehen von Skizzen ist ja auch so eine Sache. Derjenige der sie gemalt hat, hat ja gewusst, was er damit gemeint hat und setzt dann bei allen anderen voraus, dass sie das auch alles wüsten. Verkneift sich deshalb die Sache richtig zu erklären. Mit dem Ergebnis, dass die anderen es nicht verstehen. Auf der Strecke bin ich Meister.


    Noch mal die Grundidee meines heran gehen. Wenn man aus einer bestimmten Entfernung durch ein Loch schaut, ergibt sich doch ein Gesichtsfeld, das durch die Größe des Loches und dem Betrachtungsabstand bestimmt wird. Bei meiner Annahme ist das Loch die Feldblende und die Entfernung die Brennweite des Okulars. Wenn man das aufzeichnet (Skizze im ersten Beitrag), teilt ja die <Brennweite> das sich bildende gleichschenkliche Dreieck in zwei rechtwinkliche Dreiecke.
    Aus dem Verhältnis der Brennweite und der halben Feldblende lässt sich dann ja über den ARCTAN
    der Winkel ausrechnen. Da aber das nur der halbe Winkel (geteiltes Dreieck) ist, muss dieser noch verdoppelt werden.
    Die Mathematik dabei ist ja nicht das Problem dabei. Meine Frage bezieht sich auf die Grundidee der Darstellung.


    Die Umwandlung des Ergebnisses in Grad hängt mit Excel zusammen. Da wird des Ergebnis leider nicht in Grad geliefert.


    Ich hoffe, dass mein erster Beitrag jetzt verständlicher ist, und Du vielleicht doch noch mal etwas auf dem Problem herumdenkst.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Martin,


    ich freue mich ja, dass auf so ein ausgefallenes Thema überhaupt mal jemand antwortet. Bevor ich den Beitrag hier in das Board gesetzt habe, habe ich auf den anderen Boards gesucht, aber nichts vernünftiges zu diesem Thema gefunden.


    Mein Problem ist im wesentlichen die Berechnung des Gesichtsfeldes. Wie sich die anderen Beziehungen daraus entwickeln lassen, kann ich mir vorstellen und auch berechnen. Nur das Gesichtsfeld machte mir Probleme. Die Skizze war ein Versuch dieses Problem auf geometrische Art zu lösen.
    Von dieser Skizze ausgehend lässt sich der Winkel nach folgender Formel ausrechnen:


    Gesichtsfeld = (GRAD(ARCTAN((Durchmesser Feldblende/2)/Brennweite Okular)))*2


    Die Notation stammt aus EXCEL. Ich habe die Ergebnisse der von Dir angegebene Formal mal mit meiner verglichen.




    Man kann ja erkennen, dass die Ergebnisse bei steigenden Werte für die Brennweite des Okulars sich angleichen. Nur bei kleinen Werten laufen die Werte drastisch auseinander.


    Jetzt würde mich natürlich brennend interessieren, wie man Deine Formel ableiten kann.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo,


    ich habe mal eine Frage an die Optik-Spezialisten.
    Vor einiger Zeit habe ich mir bei TS ein 32 mm Okular gekauft. Der Sinn des damaligen Kaufes bestand darin, ein Übersichtsokular zu erhalten. Beim Verkaufgespräch wurde mir erklärt, dass das 32mm Okular für einen
    1 1/4 Zoll-Auszug das Optimum darstellt. Mit einem solchen Okular kann man ein Eigengesichtsfeld von etwas über 60 Grad erreichen. Bei einem Okular mit einer höheren Brennweite, würde konstruktiv bedingt (durch den maximalen Durchmesser der Feldblende), eine Verkleinerung des Eigengesichtsfeldes auftreten.
    Quintessens des Gesprächen, das maximale Eigengesichtsfeld eines Okulars hängt von seiner Feldblende und seiner Brennweite ab.
    Sei dieser Zeit versuche ich zu ergründen, wie man diese Abhängigkeit darstellen bzw. berechnen kann.
    Mir ist dazu ein geometrischer Ansatz eingefallen, der zu mindestens bei meinem 32 mm Okular zu einen brauchbaren Ergebnis führt.






    Meine Frage, kann man das Verhältnis von Eigengesichtsfeld zur Feldblende und Brennweite des Okulares so darstellen? Sicherlich gilt das nur für einfache Okulare, wahrscheinlich für „Nagler“ und ähnliche nicht.


    Mit Freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Notoxp,


    erst einmal vielen Dank für den Link.


    Aber jetzt habe ich noch eine Frage: Wenn Du den "Aavatar" nicht kanntest, wo hast Du den Deinen hochgeladen?


    Allerdings weiß ich auch nicht genau, was sich genau hinter "Avatar" verbirgt. Scheint wieder mal eine Schöpfung auf Neudeutsch zu sein. In den anderen Boards wird er aber auch verwendet.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo notoxp,


    Du kannst einen aber auch jede Hoffnung nehmen, dass man den einfachen Weg gefunden hat.
    Allerdings bin ich bis jetzt immer etwas anders an die Sache rann gegangen. Da sich ja die Schärfe im Dunkeln wesentlich schlechter als im Hellen einstellen lässt, habe ich immer alles schon am Abend montiert. Es ist einfacher die Kamera parallel zur Nachführoptik zu bekommen und beim Scharfstellen hat man mehr Möglichkeiten.
    Probleme mit der Temperatur habe ich dabei nicht bekommen. Aber es waren ja auch nur wenige Grade unterschied.
    Das Hauptproblem bestand eigentlich darin, wenn man Nachts noch irgend was ändern wollte (z.B. anders Objektiv). Dann habe ich mich immer schwer getan beim finden des Schärfepunktes.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich


    PS.
    Falls Du mal Deinen Avatar singen hören möchtest:


    http://huk.gmxhome.de/bilder/lion.mpg

    Hallo,


    Im letzten Jahr habe ich auf diversesten Trödelmärkten mir einige Spiegelreflexkameras der Praktica-Baureihe (MTL5 u. ähnliche) gekauft. Die gab es da für einen Apfel und Ei, wie man so sagt. Auf jeden Fall sind diese Kameras ja für astronomische Aufnahmen (wenn man mal vom Spiegelschlag absieht) sehr gut geeignet.


    Was mir allerdings beim Ausprobieren der einzelnen Kameras auffiel war der Umstand, dass es bei gleichen Objektive Unterschiede in der Unendlichkeitsstellung des Objektives bei verschiedenen Kameras gibt. Oder anders ausgedrückt, wenn ich ein weit entferntes Objekt durch den Sucher (mit Nachvergrößerung) scharf gestellt habe, unterschied sich die Einstellung am Objektiv bei Verwendung des gleichen Objektives an verschiedenen Kameras.

    Ich habe die Kamera mit der größten Abweichung genauer untersucht. Dabei habe ich folgendes festgestellt.
    Der Spiegel wird durch eine Schraube mit elliptischen Kopf in seiner Lage festgelegt. Dreht man diese Schraube, verändert sich durch den Mutterkopf die Lage des Spiegels und damit die Entfernung zur Mattscheibe.


    Jetzt meine Frage: Macht es Sinn, an einer Kamera mit der Messerschneide - Methode die Unendlichkeitspunkte zu ermitteln und auf den Okularen zu markieren und sie dann an allen Kameras zu verwenden. Oder kommt dabei nur Unsinn heraus und man muß jedes Objektiv an jede Kamera anpassen?


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo,


    nach dem die ersten Versuche Aufnahmen mit der Webcam MN 5319 einiger maßen erfolgreich waren, habe ich beschlossen den provisorischen Aufbau wieder auseinander zu nehmen und das alles ordentlich auf zu bauen. Also die benötigten Bauelemente bei Pollin bestellt. Nach zwei Tagen war alles da, Sonnabend früh begonnen und am Abend war alles fertig. Zur Belohnung riß dann auch noch der Himmel für eine Stunde auf, so auch noch die ersten Probeaufnahmen gemacht werden konnten. Jetzt muß nur noch der Gehäusedeckel farblich etwas verändert werden und dann ist die Sache erst einmal so, wie ich mir das vorgestellt habe.
    Den 1 1/4 Zoll Tubus auf den Deckel zu bauen habe ich als praktischer empfunden. Erst einmal komme ich an den Chipp zum reinigen rann ohne die Kamera wieder auseinander nehmen zu müssen und zweitens kann ich beliebige Deckel mit unterschiedlichen Adaptern (z.B. T-Ring) verwenden.




    Das Batteriefach mußte ich mit anbauen, obwohl die Kamera über USB stromäßig mit versorgt wird. Aber ohne Batterie arbeitet die Kamera mit dem PC nicht stabil zusammen. Da auch im ausgeschalteten Zustand ein meßbarer Strom gezogen wird habe ich noch einen Schalter und eine LED zur Betriebsanzeige eingebaut.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Vor einiger Zeit gab es bei Aldi eine kleine digitale Kamera vom Typ MD 5319 von TEVION.
    Da ich diese Kamera "zweckentfremdet" einsetzen wollte, habe ich sie auseinander genommen. Dazu musste auch die Stromversorgung abgelötet werden. Da an einem Anschluss eine Diode (dachte ich) angebracht war, habe ich mir nicht gemerkt, welcher Draht an Minus und welcher an Plus gehört. Als ich sie jetzt wieder zusammenbauen wollte, musste ich zu meinen Entsetzen feststellen, dass die "Diode" nur eine Drossel war. Somit wusste ich nicht, welcher Draht wohin gehört. :oops:
    Ich vermute, man hat bei solchen Schaltungen nur einen Versuch und da war mir das Risiko zu hoch, es einfach auszuprobieren.
    Kann mir da jemand Helfen?


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Raymund,


    mir ist da gerade noch eine Idee gekommen. Hast Du auch die CD aus der Zeitung 02/ 2002 vielleicht noch irgendwo rum zu liegen? Wenn ja, sind da eventuell die Hefte aus dem Jahr 2002 als pdf drauf?


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Reymund,


    habe mir die Zeitung gekauft. Der Artikel „Das Weltall digital fotografieren“ ist nicht schlecht. Ähnliche Erfahrungen, wie sie dort beschrieben wurden, habe ich auch gemacht.


    Da ich auch ziemlich viel Fotografiere (Fotoamateur ist für meine Person geltend etwas zu hoch gegriffen, sagen wir Knipser mit Interesse) war die Zeitung aber auch unabhängig von diesem Artikel sehr interessant. Besonders toll, es sind auf der CD ja alle Zeitungen 2003 im pdf-Format.


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Reymund,


    danke für den Tipp, aber noch eine Frage: Ist "Chip Foto-Video" die genaue Bezeichnung der Zeitschrift? Ich kenne zwar die Chip aber die von Dir genannte Zeitschrift habe ich noch nicht gesehen (aber auch noch nicht zielstrebig danach gesucht).


    Mit freundlichen Grüßen


    Hans-Ulrich

    Hallo Stoffie,


    ich schicke Dir heute Abend noch mal ein paar Bilder. Dann kannst Du Dir besser vorstellen, was ich unter einer Montageplattform verstehe.
    Es gab mal vor einer Weile eine Kamera bei Aldi zu kaufen. Leider habe ich nicht den Hersteller finden können. Diese läßt sich leicht zerlegen, so das der Chip frei liegt. Wenn man sie an das Schlaptop schließt, kann man im Videomodus scharf stellen. Danach schaltet man mit dem Rechner auf Bildmodus. Dadurch muß man die Kamera nicht noch mal anfassen. Den Auslöser habe ich nach außen verlegt, so das eine Auslösung ohne verwackeln möglich ist. Leider kann man die Belichtungszeit nicht variieren. Sie belichtet maximal eine Sekunde bei geschätzten 200 ASA. Das müßte für Mond und Sonne reichen, Planeten eventuell.
    1-M Chip ist schon ziemlich gut von der Auflösung her.


    Vielleicht kennt ja einer eine Bezugsquelle für diese Kamera.


    Noch mal ein Thema ganz am Rande. Deine 5 M Kamera ist ja schon sehr gut. Ich habe ein Programm mit dem man mehrere Bilder problemlos und ohne das Du die Schnittstellen siehst, verbinden kann. Da bekommen Landschaftsaufnahmen ein Format, das ist einfach Traumhaft.


    Ich hatte ja letzten Sommer Aufnahmen (chemisch) vom Schwan gemacht. Mit dem 50mm Objektiv bekam ich nicht alles was ich wollte auf das Bild. Das 32 mm Objektiv konnte nicht überzeugen. Es bildete die Sterne am Rand (trotz Abblendung) ziemlich oval ab. Ich werde mit diesem Programm versuchen, mehrere Aufnahmen mit dem 50 mm zusammen zu setzen. Das wird allerdings erst wieder im Sommer. Aber man muß ja schon so etwas im Voraus planen. Ich bin noch nicht im klaren, wie ich die Monti verstellen muß, um auf Aufnahmen zu erhalten, die nicht nur nebeneinander, sondern auch noch in der richtigen Richtung verlaufen.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich

    Hallo Stoffie,


    wenn Du so, wie Du es beschrieben hast, vernünftige Aufnahmen bekommen hättest, hätte ich die Welt nicht mehr verstanden. Ich hatten das Problem schon mal mit Starna durch diskutiert.
    Das Hauptproblem dürfte Deine Kamera darstellen und da speziell der Autofokus. Wenn Du normal mit der Kamera fotografierst, spielt es keine Rolle, dass Du immer etwas in Bewegung bist. Das ignoriert der Autofokus. Hältst Du aber die Kamera an das Okular, ist es so, als ob deine geringen Bewegungen um den Faktor der Vergrößerung verstärkt werden. Dem armen Autofokus bleibt nichts anderes übrig, als ständig den Schärfepunkt neu zu suchen. Da das immer eine bestimmte Zeit dauert und Du ja ständig (verstärkt) wackelst, kommt er auf keinen Fall hinterher.
    Dann kommt bei diesen Kammeras noch dazu, wenn Du auf den Auslöser drückst, macht sie ja noch lange keine Aufnahme. Sondern es dauert, je nach Aufnahmebedingungen, eine halbe bis eine Sekunde. In dieser Zeit werden aber keine Veränderungen auf Deinem Display mehr angezeigt. Im Prinzip wird die Darstellung im Moment des Auslösen eingefroren. Damit entspricht die Darstellung auf Deinem Display nicht unbedingt dem Inhalt der Aufnahme. War das verständlich ausgedrückt (ich habe da immer so meine Probleme)?
    Günstig ist auch das Auslösen mit dem Selbstauslöser. Da fällt die Bewegung der Kamera (die immer dabei auftritt) beim Auslösen weg.
    Die Frage nach dem T2 hatte folgenden Hintergrund. Wenn er vorhanden ist, kann man mit einer Auszugsverlängerung (ein paar Euro) sich eine abnehmbare Montageplattform bauen. Davon habe ich mittlerweile bereits zwei. Auf so einer Plattform kann man dann z.B. eine Kamera montieren.
    Die Kamera sollte fest mit dem Okular verbunden sein. Optimale Ergebnisse erreicht man, wenn der Abstand zwischen Okular und Kamera möglichst klein ist. Montierst Du die Kamera am Gehäuse Deines Teleskopes ist dieses ja auf keinen Fall gewährleistet. Ich habe aber auch schon Halterungen zwischen Okular und Objektiv gesehen. Das kostet mit Adaptergewinde so um die 50 Euro. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir das ja mal raus suchen.
    Wenn Du mit einen geringen Abstand versuchst, dann bitte mit Vorsicht, beim Scharfstellen kann das Objektiv der Kamera sich bewegen. Also aufpassen, das die Glasflächen sich nicht berühren oder sich anderwärtig gegenseitig beschädigen
    Zur Zeit versuche ich so etwas ähnliches, allerdings mit einer 1 M-Pixel Kamera. Diese läßt sich allerdings problemlos auseinander nehmen. Ich komme nur nicht zum Ende, da ich seit 4 Monaten keine Monti habe. Und ohne daß man es ausprobieren kann, macht das Bauen kein Spaß.
    Wenn ich damit mal zu Ende gekommen bin, werde ich die Ergebnisse beschreiben.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich


    PS.

    Cam und Jackentasche, laß mich doch mal ab und zu etwas lästern. Wenn ich das nicht mehr kann, hat man garantiert den Deckel über mir zu gemacht. :)

    Hallo Stoffie,


    wollen wir uns mal an die Sache rann tasten.
    Frage Nummer 1, Du hast versucht Afokal zu fotografieren?
    Frage Nummer 2, Was für eine Art von Digicam hast Du verwendet (Art der Fokussierung, Objektiv abnehmbar, Wahl der Belichtungszeit)?
    Frage Nummer 3, kannst Du einen T2 Adapter am Auszug befestigen?


    M.f.G.


    Hans-Ulrich


    PS


    Passiert es Dir eigentlich öfters, das Du irgend wo bist und plötzlich bemerkst, dass Du eine Kamera mit hast?
    :D

    Hallo Stoffie,


    dass mit der Empfindlichkeit hast Du nicht richtig verstanden (oder ich habe es wieder unverständlich erklärt). Der 400 ist sehr wohl empfindlicher als der 200. Nur bei längeren Belichtungszeiten gleicht sich die Empfindlichkeit aus. Das sind aber nicht Sekunden, sonder Bereiche so zwischen 15 und 20 min. In denen wirst Du Dich beim Ablichten des Mondes aller Wahrscheinlichkeit nicht aufhalten.
    Der Teufel steckt ja immer im Detail. Bei Fokalen Fotografien des Mondes ist es die Belichtungszeit. Wenn Du eine Spiegelreflexkamera ohne separate Spiegelauslösung (das sind leider die Meisten) hast, schwingt die Kamera beim Auslösen. Damit sind Aufnahmen mit hoher Vergrößerung im Bereich von 1/100 bis 1 Sekunde ungünstig. Die genauen Grenzen sind vom konkreten Aufbau abhängig und müssten getestet werden. Also entweder darunter bleiben, müsste bei einem 400 oder 800 Film möglich sein, oder eine Belichtungszeit weit über einer Sekunde. Allerdings musst Du dann nachführen. Das nächste Problem ist die nicht veränderbare „Blende“ Deines Dobson. Dieses ließe sich höchstens mit einen Grau-Filter verändern.


    Wenn Du mit dem Dobson Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten aufnehmen willst, ist die Feinkorrektur der Motor gesteuerten Nachführung die eine Sache, die andere ist, dass Du das ja kontrollieren musst. Das geht entweder mit einem Leitrohr oder einem Strahlenteiler vor dem Apparat. Wobei letzteres auf Grund des systembedingten begrenzten Okularauszuges beim Newton Probleme geben dürfte.


    Allerdings muss ich hier sagen, das ich mit einem Dobson noch nie versucht habe zu fotografieren (habe keins).


    Mit Deine Frage im Bezug auf das Scharfstellen, schneidest Du eine komplizierte Sache an. Das Bild, welches Du im Sucher siehst, eignet sich in den wenigsten Fällen zum genauen Einstellen des Schärfepunktes. Auch Mikroraster und dergleichen nützen nicht all zu viel. Ein gutes Hilfsmittel ist die Scheinerblende. Lässt sich aus Zeichenkarton innerhalb einer Stunde bauen. Funktioniert aber nur mit Sternen. Aber das sollte ja kein Problem darstellen. Allerdings ist oft die Justierung des Spiegels in der Kamera nicht korrekt. Deshalb sollte man auch eine Belichtungsreihe vor und nach dem Schärfepunkt der Scheinerblende setzen.


    Dazu noch eine Bemerkung allgemeiner Art. Wenn Du Aufnahmereihen machst, schreibe sofort alles, was und wie Du es machst, auf. Ansonsten passiert es sehr oft, dass man ein paar Tage später nicht mehr genau weiß, was man da genau in der Nacht getrieben hat. Denn auch eine misslungene Aufnahme hilft einem weiter, wenn man genau weiß, was man gemacht hat. Außerdem zwingt man sich damit, auch noch einmal alles zu kontrollieren. Es passiert sehr schnell, dass man beim Hantieren im Dunkeln die Blende verstellt oder andere kleine Missgeschicke produziert.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich


    PS.


    Noch eine Bitte: Auf a.de findet in Off-Topic eine Abstimmung um den DAB statt. Vielleicht kannst Du (oder auch jeder andere) mal Deine Stimme abgeben. Weiter möchte ich jetzt niemanden beeinflussen ...
    :lol:

    Hallo Stoffie,


    dass mit dem Katalog tut mir leid. Leider habe ich meinen schon vorige Woche weggeschmissen. Er war nicht mehr ganz aktuell.
    Nun hatte ich das gleiche Problem wie Du. Besonders schlimm waren die Meldungen die von überall kamen und die Sichtungen von Polarlicht meldeten. Hier waren nur Wolken.
    Jetzt aber zum eigentlichen Thema.
    Du schriebst, dass Du dem nächst versuchen willst, mit Deinem neuen 10‘‘ Aufnahmen zu machen. Es freut mich natürlich, dass ich eventuell jemanden da zu verleitet habe, sich auf das Gebiet der Fotografie zu wagen. Jetzt kenne ich natürlich nicht Deine Vorkenntnisse auf diesem Gebiet. Vielleicht sind das alles keine Probleme für Dich.
    Dein Newton wird ja sicherlich eine Brennweite irgendwo so bei einem Meter haben. Das bedeutet, dass selbst bei der Fokalen-Fotografie mit einer 20 fachen Vergrößerung zu rechnen ist. Da sollte man schon über eine manuelle Kontrolle und Korrektur der Nachführung nachdenken.
    Dann hast Du ja noch die Qual der Wahl der des Filmmateriales.
    Dazu musst Du eine prinzipielle Entscheidung treffen. Diese lautet entweder Negativ oder Dia-Film.


    Vorteile Negativ gegenüber Dia:
    Man kann auch bei einer unterbelichteten Aufnahme noch etwas Brauchbares daraus machen. Die Empfindlichkeit ist höher als bei einem gleichen Dia-Film. Dieses resultiert daraus, das jede, auch noch so schwache Abbildung ausgewertet werden kann. Im Gegensatz muss beim Dia-Film, bedingt durch die Umkehrentwicklung, eine größere Lichtmenge auf den Film treffen, um eine sichtbare Abbildung zu erzeugen. Das Wählen der richtigen Belichtungszeit ist damit bei Dias schwieriger.

    Nachteil Negativ gegenüber Dia:
    Dias lassen sich direkt betrachten bzw. an die Wand projizieren. Die Farben werden im Dia leuchtender wiedergegeben. Fussel und Staub sind im Dia kaum zu erkennen. Das Einlesen von Dias ist einfacher als bei Negativen (Farbumkehrung, Kompensation Maskierung, geringerer Kontrast).


    Wenn Du den Film entwickeln lasst, macht es Sinn, den Film nicht zerschneiden lassen. Ansonsten kannst Du davon ausgehen, dass das beste Bild genau in der Mitte zerschnitten ist.
    Zuerst habe ich mit Negativ-Filmen gearbeitet. Bin jetzt aber auf Dia umgestiegen. Ich verwende von Codak den 200 und 400 asa Film. Der 400 Film bringt nur bei kurzen Belichtungszeiten einen Vorteil. Da bei dem 200 der Schwarzschildfaktor geringer ausgeprägt ist, holt er den 400, spätestens bei 15 min Belichtung, in der Empfindlichkeit ein.
    Die maximale Belichtungszeit hast Du erreicht, wenn der Hintergrund beginnt sich aufzuhellen. Bei dem 400 und einer Blende von 4 lag die Zeit bei meinen letzten Aufnahmen ( bei sehr dunklen Himmel) bei 10 min.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und nicht gleich nach den ersten 10 misslungenen Filmen die Flinte ins Korn werfen.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich


    PS.


    Auszug aus Deinem Beitrag: „Meine Ergebnisse werde ich dann hier posten.“
    Mein Rechtschreibeprogramm sagt aber, das heißt nicht „posten“ sondern „prosten“.
    Na dann ...


    HUK

    Hallo Stjarna,


    Du hast Dich in der Überschrift als Anfänger bezeichnet. Da ich mich an diese Zeit bei mir noch recht gut erinnern kann (ist auch nicht lange her), vielleicht noch mal einen Tipp mit auf dem Weg.
    Wenn du ein paar Cent übrig hast, kaufe Dir das Buch „Sternbeobachtung in der Stadt“ von Denis Berhtier. Die ISBN Nummer ist 3-440-09139-2.
    Die Erörterungen von technischen Problemen halten sich in Grenzen. Was aber sehr gut ist, ist die Beschreibung des Himmels in den vier Jahreszeiten. Es werden nicht nur die üblichen Sternkarten gezeigt, sondern auch eine Darstellung des Himmels, wie man ihm real sieht. Weiterhin wird beschrieben, wie man von einzelnen markanten Sternbildern (Großer Wagen und Cassiopeier) sich durch die Sternbilder hangeln kann.
    Zu den einzelnen Jahreszeiten sind mit einfacher Ausrüstung lohnenswerte Objekte (M13, H&X ...) zum Beobachten beschrieben.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich

    Hallo Stoffie,


    ich möchte doch noch mal auf Deine Frage nach den Möglichkeiten der Fotografie eingehen. Manchmal muss man halt über so etwas erst eine Nacht schlafen.


    Fokale Fotografie:
    Die Filmebene ( oder CCD Sensor) befindet sich im Fokus des Spiegels bzw. der Linse beim Refraktor.
    Das bedeutet kein Okular am Teleskop, sondern an der dieser Stelle befindet sich der Fotoapparat ohne Objektiv. Im Prinzip benutzt man das Teleskop wie ein Teleobjektiv.
    Die Vergrößerung ergibt sich aus dem Quotienten von Brennweite des Teleskops und der Diagonale des Aufnahmeformates. Beim Kleinbildformat rechnet man mit 50 mm. Die Vergrößerung bezieht sich auf eine Kamera mit einem Objektiv von 50 mm.
    Bei CCD muss man das sinngemäß anwenden.
    Brennweite von einem Meter bildet die Sonne (an Filter denken ) fast bildfüllend ab.
    Probleme kann es bei Newton geben. Es kann passieren, das man nicht in den Fokus kommt. In diesem Fall kann eine Barlowlinse helfen.


    Afokale Fotografie:
    Wenn es nicht möglich ist das Objektiv vom Fotoapparat zu entfernen, bleibt als einzige Möglichkeit Afokale Fotografie. Dabei befindet sich im Teleskop ein Okular und am Fotoapparat ein Objektiv. Das Teleskop wird so eingestellt, das einfallendes, paralleles Licht das Teleskop auch wieder parallel verlässt. Die Entfernungseinstellung am Fotoapparat ist im idealen Fall unendlich.
    Das Objektiv sollte möglichst nahe am Okular des Teleskops sein. Es gibt dafür sogar spezielle Okulare. Aber es geht auch jedes andere mehr oder weniger gut.
    Die Vergrößerung ergibt sich aus dem Produkt der Vergrößerung des Teleskops und der Vergrößerung des Fotoapparates. Vergrößerung des Fotoapparates ist der Quotient aus Brennweite und der Diagonale des Aufnahmeformates.
    Newton oder MAC eignen sich nicht besonders für dieses Verfahren. Bei flächigen Gebilden (dazu zählt leider auch die Helligkeit des Himmels) bilden sich Fangspiegel und Streben als Schatten ab.


    Okular-Projektion:
    Hier bei befindet sich im Teleskop ein Okular, im Fotoapparat aber kein Objektiv. Das Teleskop projiziert ein Bild auf die Aufnahmeebene des Fotoapparates. Davon kann man sich ganz leicht überzeugen, wenn man sein Teleskop auf den Mond richtet und in ein paar Zentimeter Entfernung ein weißes Blatt Papier hinter das Okular hält.
    Die Vergrößerung hängt von der Vergrößerung des Teleskops und der Entfernung der Aufnahmeebene vom Okular ab.
    Mit dieser Methode lassen sich die höchsten Vergrößerungen erzielen. Begrenzt wird dieser Wert nur durch die Leistungsfähigkeit der verwendeten Optik. Allerdings steigen mit wachsender Vergrößerung die Anforderungen an die Genauigkeit der Nachführung.


    Zu allen drei Möglichkeiten lässt sich allgemein noch folgendes sage:
    Keine Nachführung (zu mindestens im erschwinglichen Bereich) läuft so genau, das man auf eine visuelle Korrektur verzichten kann.
    CCD-Kameras sind empfindlicher als die chemische Fotografie. Muss man bei der herkömmlichen Fotografie mit Aufnahmezeiten von bis zu 30 min rechnen, reichen bei Aufnahmen mit CCD oft wenige Minuten.
    Auch wenn das alles vielleicht nicht kompliziert klingt, die Probleme mit dem Fokussierung und der Genauigkeit der Nachführung können jemanden, der die ersten Schritte auf diesem Gebiet unternimmt, ganz schön das Leben schwer machen.


    Ich habe versucht, mich nur auf das Nötigste zu beschränken. Probleme sind nur angerissen und ihre Lösung nicht behandelt. Vielleicht hilft es doch etwas erst einmal einen Überblick zu erhalten.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich

    Hallo Stoffie,


    um Deine Frage auch nur ansatzweise zu beantworten, müsste ich jetzt einige duzend Seiten schreiben.
    Die drei Grundmöglichkeiten mit dem Teleskop zu fotografieren sind die Fokale und die Afokale Fotografie sowie Aufnahmen mit Okular-Projektion.
    Ohne da jetzt näher einzugehen, mit einer WebCam, einen PC und der nötigen Software lassen sich sicherlich auch von „Beginnern“ brauchbare Aufnahmen erzeugen. Aber es ist doch schon ein nicht unerheblicher Aufwand den man da betreibt. Dazu kommt, dass sich so einfach nur Aufnahmen von Planeten machen lassen. Die Auflösung der WebCam ist ja auch nicht berauschend.
    Ich kann eigentlich jedem der auf diesem Gebiet einsteigen will, nur empfehlen seine ersten Erfahrungen mit „piggyback“ zu sammeln. Also einen normalen Fotoaperrat entweder am Teleskop oder an der Ausgleichsgewichtsstange befestigen und mit dem Teleskop nachführen.
    Wenn man dann sicher in der Bedienung aller Elemente ist und meint, dass man alles mit dieser Technik erreichbare abgegrast hat, sollte man sich dann an den nächsten Schritt wagen.
    Das hier gesagte spiegelt meine eigenen Erfahrungen auf dem Gebiet wieder. Vielleicht haben andere Fotografen andere Erfahrungen gemacht.
    Piggyback setzt aber trotz der Einfachheit einiges an Ausrüstung voraus. Die Montierung muss sich ausrichten lassen. Einer EQ 1 oder ähnlichen spreche ich diese Fähigkeit ab. Es z.B. nicht möglich so eine Monti um einen definierten Betrag zu drehen (nicht die RA und DEC Achsen, sondern die ganze Monti). Wenn ein Polsucher vorhanden ist, vereinfacht sich das Ausrichten erheblich. Eine motorisierte Nachführung, zu mindesten der RA Achse, ist auch empfehlenswert ( es sei denn, man trainiert vorher stundenlang das manuelle Nachführen). Nicht vergessen möchte ich ein Fadenkreutz-Okular, ohne dem eine Nachführung nicht möglich ist. Kann man sich aber aus einem einfachen Okular selber bauen.
    Als Kamera eignet sich eigentlich jede Spiegelreflexkamera mit mechanischer Auslösung. Die Palette der verwendbaren Objektive reicht je nach Güte der Nachführung von 50mm bis 500mm (z.B. die preisgünstigen 500mm Rubin-Objektive).
    Ich habe fast alles billig auf Trödelmärkten erworben. Da bekommt man, wenn man Glück hat, Praktika-Modelle unter 50 Euro.
    Das wahren jetzt sicherlich nicht die angedrohten vielen Seiten, aber vielleicht doch eine Entscheidungshilfe.


    M.f.G.


    Hans-Ulrich

    Hallo Stjarna,


    es ist schon gewaltig, was man bei einem kleinen Spaziergang auf dem Mond so alles sieht. Ich kann auch Deinen Wunsch verstehen, dieses in Bilder fest zu halten. Aber ganz so einfach wie Du es wolltest geht es leider nicht.
    Es ist ohne weiteres möglich, in der von Dir beschriebenen Anordnung, Aufnahmen zu machen. Das ganze nennt sich dann Afokale Fotografie. Im Prinzip machst Du dabei nichts anderes mit der Kamera, als Du mit Deinem Auge beim durchschauen tust.
    Jetzt kommen wir aber mal zu den Problemen. Das Hauptproblem dürfte Deine Kamera darstellen und da speziell der Autofokus. Wenn Du normal mit der Kamera fotografierst, spielt es keine Rolle, dass Du immer etwas in Bewegung bist. Das ignoriert der Autofokus. Hältst Du aber die Kamera an das Okular, ist es so, als ob deine geringen Bewegungen um den Faktor der Vergrößerung verstärkt werden. Dem armen Autofokus bleibt nichts anderes übrig, als ständig den Schärfepunkt neu zu suchen. Da das immer eine bestimmte Zeit dauert und Du ja ständig (verstärkt) wackelst, kommt er auf keinen Fall hinterher.
    Um vielleicht doch noch zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen, würde ich Dir folgendes raten. Verwende ein Okular mit einer möglichst langen Brennweite. Montiere die Kamera auf ein Stativ. Setze sie möglichst dicht an das Okular. Aber Vorsicht, beim Scharfstellen kann das Objektiv der Kamera sich bewegen. Also aufpassen, das die Glasflächen sich nicht berühren oder sich anderwärtig gegenseitig beschädigen.
    Viel Erfolg!


    M.f.G.


    Hans-Ulrich