Posts by AGeo

    Ein Gedanke noch meinerseits zu den verschiedenen spektralen Empfindlichkeiter der Zäpfchen und Stäbchen im Auge.


    Ist es dann, bei so geringer Rotempfindlichkeit, nicht widersinnig Rotlicht einzusetzen? Gut, wir sehen Rotlicht kaum (weil das Auge eben kaum empfindlich darauf ist) ... ABER, um überhaupt etwas zu sehen muss man doch "sehr viel Licht" (also mengenmäßig gesehen - ich weiß das ist nicht sehr professionell ausgedrückt) einsetzen.
    Besteht da nicht viel eher die Gefahr, dass die Zäpfchen/Stäbchen (qua benötigten Lumen) viel schneller/eher gesättigt sind und sich im Dunklen dann langsamer erholen, als bei anderen Wellenlängen?


    Dann wäre doch ein Licht in einem anderen Wellenlängenbereich als im Roten geeigneter, weil man das viel schwächer dimmen kann, weil eine deutlich geringere Lichtmenge ausreicht, damit unser Auge darauf reagiert. Ergo müsste die Dunkelanpassung da dann schneller gehen, oder?

    Interessante Zusammenstellung und bestimmt auch sehr arbeitsreich und hilfreich (zumindest wenn man es schafft die ganzen Misstöne, die hier und anderswo immer wieder und wieder einschlagen zu überlesen).
    Im Prinzip bin ich mit meinen Gedanken schon mal bei der oben angekündigten Fortsetzung, nämlich was der Ertrag des Ganzen für die Astronomie ist.


    Bei der Planetenbeobachtung (zumindest bei Mars, Jupiter und Saturn - also den hellen Objekten) befindet sich mein Auge ja im photopischen Modus (Farbsehen), weil ich die Teile ja farbig sehe. Also werden (auch) die farbsensitiven Zapfen im Auge angeregt. Dementsprechend ist m.E. im Bereich der Planetenbeobachtung eine "Beschneidung" bei der Auswertung von Teleskopen auf einen geringeren als den visuell wahrnehmbaren Spektralbereich als kritisch zu sehen (wenn es um diese Objekte geht).


    Im DeepSky-Bereich reicht das Licht nicht aus, damit die farbwahrnehmenden Zapfen im Auge soweit angeregt werden, dass sie diese Information weiterleiten, bzw. die Wahrnehmungsverarbeitung im Gehirn (vielleicht wird ja doch eine Informationen weitergeleitet), interpretiert diese Information als so marginal, dass es eben keine Farbe "entstehen lässt".
    Was aber reagiert, sind die Stäbchen neben dem Zentrum, die weitaus sensitiver sind was Helligkeit angeht. Damit entsteht das, was Amateurastronomen ständig mit indirektem Sehen fabrizieren. Also ständig daneben sehen, damit das Bild neben dem Zentrum des Auges landet. Hier könnte man ja überlegen das Spektrum in der Auswertung von Teleskopen zu "beschneiden", da ja bestimmte Farben "nicht wahrgenommen" werden.


    Und da setzt mein Gedanke an:
    Darf man das machen? Denn ins Teleskop fällt ja dennoch Licht im gesamten visuellen Spektralbereich - also von blau über grün, gelb zu rot. Nehmen wir mal an, ein Teleskop ist einem bestimmten Wellenlängenbereich (nehmen wir mal "Rot") nicht so gut korrigiert. Dann ist das für ein Auge, das "Rot" nicht wahrnehmen kann egal, also die Information geht verloren, weil das Zäpfchen zwar angeregt wird, aber wenn die Reiz-Weiterleitungs-Schwelle nicht überschritten wird, geht die Information nicht ins Gesamtergebnis mit ein.
    Jetzt sehen wir indirekt auf dasselbe schwache Objekt. Das heißt die Farbzäpfchen sind sowieso außen vor, weil sie noch weniger Licht abbekommen. Nun sammelt das Teleskop aber immer noch Licht aller Wellenlängenbereiche ein, dass jetzt - eben weil indirektes Sehen - im Wesentlichen auf die Stäbchen und nicht auf die Zäpfchen fällt, die viel sensibler sind (halt nur keine Farbe können). Dennoch geht das Licht der "roten Wellenlänge", die ja im hypothetischen Teleskop nicht gut korrigiert sein soll, in die Gesamtabbildung mit ein. Und beim indirekten Sehen könnte aber die "Lichtmenge" im "roten Wellenlängenbereich" durchaus ausreichen um das Stäbchen "anzuregen" (das ist eben die Frage).
    Wenn dem so wäre, dann geht auch der Fehler im roten Wellenlängenbereich mit in das Gesamtergebnis (halt reduziert auf Graustufen mit ein). Dann dürfte man auch im DS-Bereich die Wellenlänge bei der Auswertung nicht beschneiden.


    Der Königsweg wäre, dass die Stäbchen (wie oben schon angedeutet), so ungenau die Position registrieren (also ein so ungenaues, eben graustufiges, Abbild erzeugen können), dass der oben unterstellte und eingebrachte Fehler darin sowieso untergeht.


    Andreas-TAL

    Ja, ebenso wie oben.
    Die Frage ist nur hat sich der User Zugang zu den EMail-Adressen UND Passwörtern verschafft, oder greift er nur, da ja angemeldet die Mailadressen ab.
    Letzteres ist ärgerlich und nervig - ersteres sehr bedenklich. Es gibt bestimmt ein paar, die die Passwörter doppelt (also woanders auch noch) verwenden.
    Andreas

    Hallo!
    Was Jupiter angeht gibt´s genug Videostreams im Netz die zumindest mal per Video grob einen "live" Eindruck vermitteln.
    Hier mal die Bandbreite von recht schlecht bis sehr, sehr guten Bedingungen:
    http://www.youtube.com/watch?v=1PRnrhsOBdw
    Der User nützt einen 10" Newton auf parallaktischer Montierung - also schon mal die gleiche Öffnung wie Du.


    Hier mit einem 10" Dobson:
    http://www.youtube.com/watch?v=L6mBIOWdpXI
    Dass Jupiter immer wieder "verschwindet", liegt am "Schubsen" des Dobson - kennst Du ja schon ...


    Wie gesagt nur grob ein Live-Eindruck - aber vermittelt zumindest mal die Richtung in die das geht.


    Andreas

    Na, dann bringe ich mal noch was auf die Palette, was aber sicher auch noch keiner hat:
    http://www.npzoptics.ru/catalog/teleskopy/tal-200a1/
    oder die Englische Webseite, aber mit weniger Info:
    http://www.npzoptics.com/catalog/teleskopes/tal-200a1/
    Laut Preisliste von 3.12.2012:
    353.000 Rubel = 8.750 EUR für einen 8" APO (wenn die Aussagen stimmen) ab Werk, gar nicht so schlecht.
    Die Frage ist nur, wer die Montierung und die Kuppel hat um das Teil mit f/9 aufzubauen.
    Andreas

    Ist aber ein Blei-Säure Akku. Soweit ich weiß haben nur Blei-Gel-Akkus das Potential viele Lade-Entladezyklen zu durchlaufen, während Blei-Säure-Akkus vor allem einem hohen Startstrom bieten (deswegen zum Starten von PKW genommen), aber durch Oxidation bei Tiefentladung schneller an Leistung verlieren. Bin aber nicht vom Fach ...
    Andreas

    Hallo!
    Ich habe auf dem Flohmarkt doch glatt ein schönes kleines ZEISS Jena Fernrohr aufgestöbert. Nennt sich ZEISS AZF 15x30.
    Weiß jemand etwas darüber? Das Netz ist sehr sparsam mit Infos ... das schwarze Forum schweigt sich auch drüber aus.
    Für astronomische Anwendungen ist die Öffnung sicherlich extrem klein (30 mm). Mit der Vergrößerung 15x sollte man sich außerdem aufstützen - aber der Mond geht immer.
    Aber der Zustand ist sehr schön - keine Vergütungsschäden, weder auf Objektiv noch Okular (nur Fingerpatschen vom Flohmarkt), keine Kratzer, keine Müschelbüche (das Foto sieht mit Blitz viel grausamer aus als die Realität). Auf der Rückseite des Objektivs hat sich etwas Staub angesammelt - aber das scheint abschraubbar. Die Schiebefokussierung läuft sanft, die Messingteile sind nicht oxidiert.


    Die Brennweite würde ich auf 450mm schätzen, also vielleicht so um die f/15. Farbfehler war bei dem Öffnungsverhältnis und der Vergrößerung keiner zu sehen smile - ich habe es gestern mal schnell am Mond getestet. Das Gesichtsfeld am Himmel schätze aus der Erinnerung auf irgendwas zwischen 1-1.5 Grad (hab nicht sonderlich gut drauf geachtet). Drauf war noch die originale Augenmuschel mit Seitenklappe.


    Über ein paar Info´s und Fakten zu dem Teil würde ich mich freuen. Vielleicht weiß ja jemand was. Zur Ansicht hänge ich drei Bilder an.


    Danke, Andreas


    [ATTACH=CONFIG]4107[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]4108[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]4109[/ATTACH]

    Hallo Leute!
    Kurz der Hinweis für die TAL-250K oder allgemein Klevtsov Interessierten, dass es eine Yahoo-Gruppe dafür gibt.
    http://de.groups.yahoo.com/group/TAL_250K/
    Nach 6 Monaten Vorbereitung sind jetzt - Pi mal Daumen- rund 30-50 Dateien, mehr als 100 Bilder, fast 40 Links über die Klevtsov-Systeme zusammengetragen.
    Ich hänge das hier ran, weil es inhaltlich zum Thema gehört, auch wenn die Rubrik selber vielleicht nicht ganz passt.
    Bedienerführung ist Deutsch, Artikel sind oft zweisprachig, Beiträge Tendenz: Englisch.
    CS, Andreas

    Quote

    On this date, the asteroid will travel rapidly from the southern evening sky into the northern morning sky with its closest Earth approach occurring about 19:26 UTC when it will achieve a magnitude of less than seven, which is somewhat fainter than naked eye visibility. About 4 minutes after its Earth close approach, there is a good chance it will pass into the Earth's shadow for about 18 minutes or so before reappearing from the eclipse. When traveling rapidly into the northern morning sky, 2012 DA14 will quickly fade in brightness.


    CS, Andreas

    Hallo Martin und die anderen Mitleser!
    Nachdem es bei der Klevtsov Justage die unterschiedlichsten Meinungen, Anleitungen und Hinweise gibt, hier die Justageversion aus Novosibirsk.
    Zu ergänzen ist, dass hier die Justage des OAZ fehlt, da der TAL-Crayford ja werksmäßig nicht justierbar ist. Da das aber dann sowieso Schritt 1 wäre, kann man das bei der hier vorgestellten Version vorschalten.



    Gruß, Andreas

    Hi!
    Ich stell die Justagemethode gar nicht infrage. Die Rollmethode zentriert den HS sehr exakt auf die geometrische Achse zwischen OAZ und Korrektorhalterung. Wobei noch nicht gesagt ist, dass auch die exakte optische Achse ist.
    Vorher muss klar sein:
    Sitzt der OAZ zentrisch? Ist die Korrektorhalterung zentrisch? Ist die Adapterplatte am OAZ nicht ganz plan und damit der OAZ, sitzt die Korrektorhalterung plan auf dem OTA?
    Das kann man vom OAZ aus mit dem Laser (zumindest näherungsweise) prüfen. Damit sind die Hälfte der obigen Fragen beantwortet.
    Aber nachdem der Klevtsov auch in umgekehrter Richtung einen Laserstrahl zulässt, mache ich das. Natürlich kriege ich da nur raus: Korrektorhalterung sitzt nicht parallel auf dem Tubus, Korrektor verkippt oder Achse passt. Mir geht´s darum möglichst viele Informationen zu sammeln. Wenn ich den Rolltest mache und in die Korrektorachse eine Drehachse einschraube (die andere in den OAZ), dann übernehme ich ja diese mechanische Ungenauigkeit ebenfalls.
    Im Idealfall sind alle Achsen: vom OAZ aus, vom Korrektor aus, vom HS aus und die geometrische des OTA komplett identisch. In der Realität werden das alles nur Näherungen sein.
    lg, andreas

    Danke für die Rückmeldungen. Dann gehe ich das mal schrittweise durch, bzw. kann wenigstens vom visuellen auf die dahinterliegende Optik schließen.
    Meinen Justierlaser beim TAL schicke von seiten des Korrektors Richtung OAZ. Da ist ein zentrisches Gewinde zum einschrauben - ist halt nur die Frage, ob das dann die optische Achse ist, oder ob die FS-Spinne selber verkippt (und damit dann auch das Gewinde).
    lg, Andreas

    Ok, Ok ...
    Aber jetzt mal "Butter bei die Fische" - um mich mal aus meiner Unwissendheit zu erlösen:
    Mit welchem Fehler reagieren, den katadioptrische Systeme wenn:
    * Alles passt, aber der HS verkippt = Astigmatismus?
    * Alles passt, aber der Korrektor verkippt = ?
    * Alles passt, aber der OAZ ist nicht zentrisch = ?
    * Alles passt, aber der OAZ ist verkippt = ?
    * Alles passt, aber die Linsen im Korrektor zueinander verkippt sind = Farblängs- /Farbquerfehler?
    Und:
    * Wenn sich mehrere Fehlerquellen einfinden = Auswirkungen optischer Fehler überlagern sich, bzw. summieren sich auf?


    Vielleicht gibt´s ja einen Link, der das mal aufschlüsselt, dann musst du nicht so viel schreiben. Ich bin leider nicht fündig geworden.
    lg, Andreas

    Öffnen auf keinen Fall :eek:
    Manginspiegel und Meniskuslinse sind per Silikon seitlich verklebt. Es gibt noch umlaufend IM Korrektor jeweils 4 Justageschrauben pro Element um den seitlichen Versatz zueinander zu korrigeren und die Elemente zu fixieren.
    Eine Öffnung ist gleichbedeutend mit der kompletten Dejustage der Korrektoreinheit - eine (Neu)Kollimation auch per Interferometrie ist ob der vielen Variablen (jetzt lehn ich mich mal aus dem Fenster) NICHT möglich.


    Einen Keilfehler kann ich ziemlich sicher ausschließen - am defokussierten Stern sind die Kreise rund und die Leuchtdichte ist auch umlaufend gleich (hänge noch mal ein schwächer belichtetes Bild an). Zudem müsste ein Keilfehler ja Koma erzeugen, oder? Die Messung (siehe Anhang) zeigt de facto kein Koma (1/7.8 waves) PtV.


    Verkippte Linsen müssten einen Farbfehler erzeugen, oder?
    Das kann ich eigentlich auch ausschließen. Zum einen aus der visuellen Beobachtung (tritt ab gnadenloser Übervergrößerung bei rund 607x oder mehr auf) zum anderen aus der Messung: Farblängsfehler auf der C-Linie bei -65 µm bei der F-Line +64 µm, dazwischen kleiner. Das entspricht eigentlich in der Farbreinheit einem recht normalen APO.


    Rundlauf des Gehäuses (meinst du das Korrektorgehäuse?): Unwahrscheinlich ... (Na, ja manchmal ist auch der Computer "kaputt", weil der Stecker nicht drin steckt :) ) Aber ich halte das für sehr abstrakt. Das würde zwar erklären, warum das Gehäuse unterschiedliche Abstände zum Halter hat, aber nicht warum der Laser nicht zentrisch durchgeht - kommt ja beim OAZ versetzt an, also müssen die Linsen mit Verkippen, also landet man wieder bei der Justage des ganzen Korrektors.


    Ich geh´ mal vor der wahrscheinlichsten Sache aus: HS verkippt - Korrektor verkippt --> beide aber aufeinander justiert und als Folge davon schief im OAZ ankommend.


    Aber müsste sich das o.g. nicht irgendwie als Koma, Astigmatismus bemerkbar machen? Wie gesagt - ich merke es momentan nur am schwachen Kontrastverhalten zwischen 3-10". Engere Auflösungen (1-2") klappen wieder sehr akzeptabel. Ergo in Mitte "hängt" die MTF aber sowas von durch und zwar deutlich mehr als es durch die Obstruktion und einer sphärischen Aberration von 1/4 Lambda/Wave sein dürfte - Seeingbedingungen mit berücksichtigt.


    Aufgrund der Abweichung des Lasers im OAZ kann man sogar einigermaßen den Betrag der Verkippung ausrechnen: rund 30 Bogenminuten, also ein halbes Grad.


    lg, Andreas

    Hallo!
    OK, mir ist mittlerweile auch klar, dass man wohl sinnvollerweise mit dem HS als Rolltest beginnen sollte, weil man auf diese Art und Weise (durch den langen Weg des Laserstrahls) am exaktesten vorgehen kann.

    Quote

    Also Okularauszug als mittigen Punkt (unterstellt, daß der OAZ zentrisch sitzt)
    und der vordere Ring, oder eine Mittenbohrung vorne (unterstellt, daß auch diese mittig sind)


    Diese beiden Unterstellungen mache ich auch.


    Was mich rätseln macht:
    Der Korrektor ist verkippt. Das lässt sich nachweisen:
    * Mikrometermessungen der Gehäuseabmessungen (li./re.) zur Spinne zeigen eine deutliche Differenz (ca. 1,2mm)
    * Ein Laserstrahl der zentrisch durch das Gewinde der Korrektorhalterung geschickt wird, kommt dezentriert am OAZ an, knapp 2mm neben dem Zentrum (OAZ ist zentrisch)
    * Der Laser ist justiert - beim Einschrauben des Lasers in das Gewinde der Korrektorhalterung, kreiselt der Laserpunkt auf der anderen Seite nicht, sondern "steht".


    ABER:
    Dennoch ist der FS-Schatten beim defokussierten Stern mittig.
    Dennoch zeigt das System kaum Astigmatismus (gemessen).


    Müsste da nicht irgendwo ein messbarer Fehler auftauchen?


    Hab jetzt mal Bilder hochgeladen - wobei es mir nicht darum geht die Messung zu hinterfragen (die passt schon), sondern nachzuvollziehen wie das sein kann.
    Einziger Hinweis den ich habe ist, dass das Kontrastverhalten an flächigen Objekten (Planeten) zu wünschen übrig lässt. Und zwar m.E. nach eben auch mehr als durch die MTF (qua Obstruktion) vorhergesagt wird.


    lg, Andreas

    Hallo Wolfgang!
    Danke für den Hinweis mit dem Okular als Zerstreuungslinse des Laserstrahls.
    Wäre das auch umgekehrt machbar?
    Laserstrahl zentrisch in den OAZ, Okular davor um den Strahl aufzuweiten. Der Lichtkegel trifft dann vom OAZ kommend auf den Korrektor und wird von dem in seinen Brennpunkt zurück gespiegelt, der (beim passenden Abstand) zentrisch auf dem Okular zu finden ist.
    Dann hätte man nur den Korrektor im Spiel.
    Aber: Wie sieht´s aus mit der Genauigkeit?


    Methode 2:
    Wenn ich zentrisch durch die Spinne und den Korrektor (=geometrische Mitte) einen Laserstrahl zum OAZ schicke, müsste der Strahl doch abgelenkt werden, wenn der Korrektor verkippt ist, oder?
    Mit einer Mattscheibe kann ich das am OAZ kontrollieren und den Korrektor so justieren, dass der Strahl auch mittig am OAZ ankommt. (Voraussetzung: Laser sitzt unverkippt an der Spinne, OAZ ist zentrisch und unverkippt)
    Wie schätzt du die Genauigkeit dieser Methode ein?
    Noch ungenauer, weil nur "Single-Pass"?


    In einem niederländischen Forum gibt´s den Hinweis, dass man auch die Rückwand des OTA mit montierten Spiegel abnehmen kann und über einen Rolltest den Korrektor zentrieren kann. Ist wohl präziser ... aber dafür das Gerät zerlegen ist natürlich auch was.


    lg, Andreas

    Hallo Wolfang!
    Danke!
    Ja, das Bild zeigt einen TAL-Klevtsov (200K oder 250K). Der Korrektor ist bei beiden aber identisch aufgebaut.

    Quote

    Es ist also eine Meniskus-Linse, dessen hintere Fläche als Sekundär-Spiegel beschichtet ist.


    Allerdings ist nicht die Meniskuslinse verspiegelt (im Schnittdiagramm Nr. 3), sondern erst die Rückseite des Manginelements, dass als Spiegel fungiert (Nr.2) - es sei denn ich bringe Meniskus und Mangin durcheinander. Die Meniskuslinse fungiert als Korrektorlinse, die das Licht doppelt passiert.


    In vielen Beiträgen wird immer wieder betont, dass die Korrektoreinheit beim Klevtsov deutlich anders reagiert als bei einem SC und das man ein Klevtsov System nicht über den "Sekundärspiegel" justiert.
    Während beim Schmidt-Cassegrain die asphärische Schmidtplatte beim justieren fix bleibt und nur der Fangspiegel justiert wird, kippen beim Klevtsov-Design sowohl die Korrekturlinse (Meniskus) wie auch das Spiegelelement (Mangin).
    Das scheint eine sehr hohe Präzision beim justieren der optischen und geometrischen Achsen zu verlangen. Und da das Bessere ja der Feind des Guten ist, möchte ich in dem Fall so präzise wie möglich sein.


    Das Abrollverfahren kenne ich und kann das auch über OAZ und Korrektor (der hat mittig ein Gewinde in das man schön etwas kugelgelagertes einbauen kann) umsetzen. Was mich dabei eben "stört", ist dass ich die optische und geometrische Achse des Korrektors über den Umweg HS justiere und zusätzlich unter der Annahme, dass der OAZ zentrisch und nicht verkippt ist und die Korrektorhalterung mit den Streben exakt mittig sitzt. Also noch drei Variablen einführe von denen die Justage der Korrektoreinheit abhängt.


    Theoretisch ist das alles exakt zueinander, sagt Radio Eriwan, praktisch werden sich kleine Abweichungen ergeben, die sich aufsummieren.


    Ich habe mir schon überlegt in die zentrale Bohrung am (außen) Korrektor einen Laser einzusetzen (geht mit Adapter problemlos) und einen Strahl quasi von außen "durch" den Korrektor Richtung OAZ zu schicken (der Halter hat quasi mittig ein Loch). Der Laser müsste ja bei einem verkippten Korrektor auch abgelenkt werden, bzw. grad durchgehen wenn der Korrektor grade ist.
    Dann könnte man am OAZ-Auszugsrohr feststellen ob der Laserstrahl noch mittig wäre und entsprechend den Korrektor justieren. Aber würde das genau genug sein? Selbst wenn ich mit einer Verlängerung arbeite, komme ich auf einen "Lichtweg" von höchstens 75 cm. Das ist nicht sehr lang wenn es um Winkelmaße geht.


    lg, Andreas